Hochzeitspolka

Hochzeitspolka (2010), DE/PL
Laufzeit 99 Minuten, FSK 6, Komödie, Drama, Kinostart 30.09.2010

5.2 Kritiker
10 Bewertungen
Skala 0 bis 10
4.9 Community
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von Lars Jessen, mit Christian Ulmen und Katarzyna Maciag

Lange ist es in Hochzeitspolka her, dass Frieder Schulz (Christian Ulmen) zusammen mit seinen Jugendfreunden kräftig auf die Pauke gehauen hat. Mit der Band “Heide Hurricane“ brachten sie noch jede Party zum Kochen. Doch als ihm die aussichtsreiche Stelle als Geschäftsführer der polnischen Niederlassung eines deutschen Werkzeugherstellers unterbreitet wurde, nahm Frieder an. Kaum zu glauben, aber die polnische Provinz wurde dem einst so coolen Typen schnell zur zweiten Heimat. Frieder hat sich in Hochzeitspolka an sein doch recht spießiges Karriereleben angepasst und steht nun kurz vor seiner Hochzeit mit der Polin Gosia (Katarzyna Maciag). Höchste Eisenbahn, dass er Besuch von seinen Schulfreunden Jonas (Fabian Hinrichs), Paul (Lucas Gregorowicz), Knack (Jens Münchow) und Manni (Waldemar Kobus) bekommt. Doch so unkompliziert wie es früher war, so turbulent und schwierig wird es jetzt, denn Frieders Kumpels wollen nicht so recht in das polnische Dorfleben passen, so dass es schnell zu zahlreichen Missverständnissen kommt und der weitere Verlauf in Hochzeitspolka zunehmend im Chaos versinkt.

Hochzeitspolka, der neue Film mit Christian Ulmen (Herr Lehmann, Maria, ihm schmeckt’s nicht!) versucht mit seinen sympathischen Darstellern und pointierten Dialogen nicht nur die komischen Untiefen von Männerfreundschaften auszuloten, sondern auch die zahlreichen Klischees und Missverständnisse zwischen den beiden Völkern Deutschland und Polen. Der Regisseur Lars Jessen hat bereits in seinem Film Dorfpunks (2009) Themen porträtiert, die in Hochzeitspolka erneut aufgegriffen werden (Provinz, Punkband, Spießertum). Jessen schrieb auch mit am Drehbuch, zusammen mit Ingo Haeb und Przemyslaw Nowakowski, dem Autor von Das Massaker von Katyn (2007). Katarzyna Maciag, die in Hochzeitspolka Christian Ulmens Verlobte spielt, ist in ihrem Heimatland Polen bereits ein Star. (TM)

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Kritiken (9) — Film: Hochzeitspolka

Bastian Buchtaleck: Titel Bastian Buchtaleck: Titel

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4.0Uninteressant

Mit Klischees zum deutsch-polnischen Verhältnis sollte derber Humor erzeugt werden. Entstanden ist jedoch eine 90-minütige Ansammlung folkloristischer Szenen, die zum peinlich berührten Wegsehen anregen. [...] Hochzeitspolka ist ein nicht mal durchschnittlicher Film.

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Josef Engels: Die Welt Josef Engels: Die Welt

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8.0Ausgezeichnet

Dieses Werk, [...], wird bestimmt von einem sezierendem Blick auf die Provinz, trockenem Humor und der bei deutschen Spaßfilmen eher seltenen Bereitschaft, Konflikte nicht reibungslos aufzulösen. [...] Das Angenehme an dieser Cultureclash-Komödie ist ja gerade, dass sie einem keine heile Welt vorgaukelt, in der geschichtliche Gräben mit ein paar Schnäpse zugeschüttet werden können.

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Claudia Nitsche: Radio Köln Claudia Nitsche: Radio Köln

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4.0Uninteressant

Wenn Lars Jessen einen Film dreht, will er nicht einfach Geld verdienen. Der norddeutsche Regisseur kümmert sich, gilt als ehrliche Haut und hat einen hübsch derben Humor. Umso bedauerlicher ist es, wenn einem wie ihm eine Komödie trotz guten Personals so daneben geht wie jetzt die "Hochzeitspolka". [...] Heimat, Identität und Freundschaft sind Jessens Themen. Doch fürs Zusammentreffen von deutschen Ignoranten und polnischen Skeptikern bestückt der Regisseur trotz zwei Co-Autoren das Drehbuch schlecht.

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Barbara Munker: Sächsische Zeitung Barbara Munker: Sächsische Zeitung

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5.5Geht so

Jessen lässt Deutsche wie Polen gnadenlos an der viel gepriesenen interkulturellen Kommunikation scheitern, fährt an beiden Fronten Klischees auf und lässt den schönsten Tag im Leben im Desaster enden.

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Margret Köhler: br-online Margret Köhler: br-online

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4.5Uninteressant

Das Fehlen jeglicher "Political Correctness" verleiht dem Tohuwabohu anfänglich einen etwas rauen Charme, der aber durch penetrante Redundanz rapide an Wirkung verliert. Gepfefferter Humor, nicht selten auch tief unter der Gürtellinie [...] mischt sich mit teilweise gelungener Situationskomik. Das macht die Gratwanderung zur Klamotte nur leidlich erträglich.

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D.Bickermann: Schnitt D.Bickermann: Schnitt

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6.0Ganz gut

Woran [...] liegt es, daß, obwohl der Film [...] zum Nachdenken angeregt und komplexe Botschaften vermittelt [...], man trotzdem – wenn auch nur milde – enttäuscht ist von Hochzeitspolka? Es liegt an dem eigentlich anvisierten Genre: Hochzeitspolka will unmißverständlich eine Komödie sein und zieht auch entsprechend vom Leder. Man muß dafür dann doch auf manches Klischee, wie die Stripperin beim Junggesellenabschied, zurückgreifen. Aber solche und ähnliche Situationen entwickeln keine echte Komik, die Pointendichte bleibt einfach zu spärlich.

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Ralf Schenk: http://film-dienst.kim-info... Ralf Schenk: http://film-dienst.kim-info...

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5.5Geht so

Unwissenheit über den Osten auf der einen, Misstrauen gegen die Deutschen auf der anderen Seite: Daraus entwickelt der Film kabarettistisches Potenzial. Dass die bisweilen holzschnittartigen Figuren schließlich klüger aus der Handlung gehen, als sie ins Geschehen hineingestolpert sind, versteht sich dann fast von selbst.
„Hochzeitspolka“ lebt vorwiegend von Missverständnissen, die aus langlebigen Stereotypen entstehen, eine gegenseitige lauernde Distanz bedingen und in Verfolgungsjagden, Handgreiflichkeiten und Friedensangeboten münden. Das ist vergnüglich anzuschauen, erschöpft sich aber zunehmend in erzählerischem Gleichmaß. Bedauerlich bleibt, dass der Schritt vom Lustspiel zur Komödie nicht gelingt. [...]
Weniger Kabarettistisches, mehr Existenzielles hätte „Hochzeitspolka“ deutlich mehr Tiefe gegeben.

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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4.0Uninteressant

Konnte Regisseur Lars Jessen vor fünf Jahren mit seinem Kinodebüt „Am Tag als Bobby Ewing starb“ noch überzeugen, war dies im vergangenen Jahr mit „Dorfpunks“ schon nicht mehr der Fall. Dieser Trend setzt sich auch mit seinem neuen Film fort und die Probleme ähneln sich: Beide Arbeiten basieren jeweils auf recht originellen Ausgangsideen und einer intensiven Milieuschilderung. Doch dies reicht nicht aus, um daraus interessante und abendfüllende Filme zu machen, lassen doch sowohl „Dorfpunks“ wie auch „Hochzeitspolka“ in ihrer weiteren Ausgestaltung, vor allem aber in der Anlage ihrer Figuren stark zu wünschen übrig.

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Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de

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5.5Geht so

In seinen besten Momenten ist „Hochzeitspolka“ eine gelungene Klamotte, mit viel physischer Komik, vor allem aber einem pointierten Aufeinanderprallen zweier Kulturen, die durch ihre gemeinsame Geschichte untrennbar verbunden sind. Doch letztlich laufen die satirischen Ansätze ins Leere, ebenso wie manche Volten, die das Drehbuch schlagen muss, um Konflikte zu kreieren und wieder zu lösen. Allein die Schauspieler können durchweg überzeugen [...].

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Kommentare (7) — Film: Hochzeitspolka

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momopipi

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Bewertung5.5Geht so

Bin genetischer Pole und daher kriegt der Film nen gewissen Bonus. Aber Ulmen ist echt nicht mehr, was er mal war. Trotzdem leistet er sicherlich bessere Arbeit als bei "Maria ihm schmeckts nicht" oder so. Der Kulturkonflikt wurde ganz akzeptabel in Szene gesetzt, leider ist der Film insgesamt viel zu flach und daher auch viel zu anspruchslos. Irgendwo sollte in dem Film eine Freundin von mir auftauchen, ich fand sie nit. War daher auch noch zusätzlich bissel enttäuscht vom Film.

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Dr.Hasenbein

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Bewertung4.5Uninteressant

Die Handlung von Hochzeitspolka hört sich erstmal genauso an wie Christian Ulmens Film Maria ihm schmeckts nicht.
Nur eben auf Polnisch statt auf Italienisch!
Und so kommt schonmal der erste bittere Beigeschmack auf.
Jetzt fährt der ganze Film auch eine ähnliche Schiene, ohne dabei aber witzig zu sein!
Und das ist das ganz große Problem des Films!
Wollte er jetzt Komödie oder Kulturdrama sein?
Denn beides gelingt irgendwie nie richtig!
Klar ist es hier und da zum schmunzeln wenn verschiedene Kulturen aufeinander prallen, aber hatten wir das nicht alles schon zig mal in anderen Filmen?
Und wenn sowas dann doch nochmal aufgegriffen wird, warum dann nicht gut und/oder witzig???
So bleibt ein netter Durchschnittsfilm der eher als Tv Film ins Sat 1 Programm gepaßt hätte, aber auf keinen Fall ins Kino!

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holden_copperfield

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Bewertung5.5Geht so

als großer polen-liebhaber wurde ich ein wenig enttäuscht. polen ist an dem film neben christian ulmen leider das einzig gute. schade eigentlich. ganz nett, aber irgendwie unaufregend.

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bettiboom

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Bewertung2.0Ärgerlich

das einzig wirklich witzige an dem film ist tatsächlich die polnische version des "bommerlunder" songs..... wobei - soweit ich mitbekommen habe - dieser auch nur im abspann zu hören ist ;)

ich denke nicht, dass es heutzutage noch unterhaltend ist über polnische klauerei und deutsche hitler verehrung zu witzeln. PUH!

zudem fehlte mir irgendwie der zusammenhang ansich. was hat der indianer in diesem film zu suchen? was ist mit der beziehung zwischen "ulmen" und seiner exfreundin? was findet das brautpaar überhaupt aneinander? merkwürdig. unnötig.

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trudi

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Bewertung3.0Schwach

ich mag christian ulmen nicht aber die toten hosen sehr. deswegen gibts 3 punkte für „Eisgekühlter Bommerlunder“ auf polnisch und den einen lustigen witz in dem ganzen film.
die ganze zeit nur so polen-deutsche-witze, die sauferei und dieser komische indianer dazu. nicht lustig.

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Duderinho

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vorgemerkt

Zitat Die Toten Hosen:
Für den neuen Kinofilm mit Christian Ulmen „Hochzeitspolka“ (Kinostart: 30. September 2010) gibt’s eine Neuauflage des Gassenhauers „Eisgekühlter Bommerlunder“ - auf Polnisch: „Zamrozona Wyborowa“! Campino: „Für die neue Version wurde dem polnischen Lebensstil entsprechend „Bommerlunder“ durch diverse Wodkasorten ersetzt. Seit Jahren haben wir im Studio nicht mehr soviel gelacht wie beim Einsingen der polnischen Liedzeilen.“

Ist vorgemerkt :)

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annaberlin

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Bewertung9.0Herausragend

Prädikat total witzig. Wer Christian Ulmen liebt, kommt hier voll auf seine Kosten und auch wenn die Handlung natürlich überzogen ist, lädt sie ein zum Nachdenken über Stereotypen, die immer noch in unseren Köpfen sind. Einer der besten deutschen Filme der letzten Jahre - Regisseur Lars Jessen darf sich auf die Schulter klopfen.

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

jannis

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Anna und die Superlativen :)


alanger

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na wenn das keine schöne kritik ist :)


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