Jud Süß
Jud Süß (1940), DE Laufzeit 98 Minuten, Drama
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59 Bewertungen
14 Kommentare
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von Veit Harlan, mit Ferdinand Marian und Werner Krauß
Dieser nationalsozialistische Propagandafilm, der wegen seiner antisemitischen Haltung bis heute nur in historischen Begleitprogramm gezeigt werden darf (Vorbehaltsfilm), spielt zu Beginn des 18. Jahrhunderts und handelt von dem jüdischen Finanzbeamten Joseph Oppenheimer. Nachdem er sich mit Herzog Karl Alexander von Württemberg angefreundet hatte, bekam er von ihm die Erlaubnis, Steuern einzuführen, um somit das Leben am Hofe des Herzogs zu finanzieren. Nach dem Tode seines Gönners wurde Oppenheimer, der sich durch seine Steuerpolitik viele Feinde gemacht hatte, im Jahr 1738 hingerichtet.
Cast & Crew
-
Veit Harlan
-
Ferdinand Marian
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Joseph Süß Oppenheimer
-
Werner Krauss
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Rabbi Loew
-
Werner Krauß
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Rabbi Loew
-
Heinrich George
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Karl Alexander, Herzog von Württemberg
-
Kristina Söderbaum
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dorothea Sturm
-
Eugen Klöpfer
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Landschaftskonsulent Sturm
Regie
Schauspieler
-
Hilde von Stolz
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Herzogin von Württemberg
-
Malte Jäger
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Aktuarius Faber
-
Theodor Loos
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Von Remchingen
-
Walter Werner
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Herr Fiebelkorn
-
Charlotte Schultz
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Frau Fiebelkorn
-
Anny Seitz
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Minchen Fiebelkorn
-
Erna Morena
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Frau des Konsistorialrats
-
Jakob Tiedtke
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Konsistorialrat
-
Else Elster
-
Emil Heß
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Schmied Hans Bogner
-
Ursula Deinert
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Primaballerina
-
Heinrich Schroth
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Herr von Neuffer
-
Ludwig Metzger
-
Eberhard Wolfgang Moeller
- Genre
- Drama
- Handlung
- Antisemitismus, Finanzbeamter, Geldgeschäfte, Jude, Roman
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Jud Süß
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Kommentare (14) — Film: Jud Süß
Kommentar schreibenPiy 2011/11/08 16:37:28
Kommentar löschennaja, nazikram und so. aber walt disney ist auch n antisemit, deshalb kann ich ja trotzdem donald duck gut finden (seine hitlerfilme waren übrigens klasse, googlet mal "der fuhrers face" von donald duck ^^).
also der film ist ziemlich gut und hat auch einige echt gute schauspieler, sehenswert.
man muss den film ja nicht ernst nehmen, nur weil ~deswegen~ leute gestorben sind. ich hab einige male gern geschmunzelt.
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mikemacbean 2011/11/14 10:29:05
Antwort löschenWie soll das verstanden werden? Walt Disney ist Antisemit und als Beispiel dafür "Der Fuhrers Face"?
Piy 2011/11/14 11:05:18
Antwort löschenneinnein, so nicht. aber es ist die allgemeine meinung, dass er antisemit ist, warum weiß ich nicht (naja, zum beispiel hier: http://newcm.wordpress.com/2007/02/12/walt-disney/).
aber viele sehen disney als marke halt nur als kinderfilme und wissen nicht, dass es auch einschlägige propaganda von ihm gibt. es beschränkt sich ja nicht auf das eine beispiel. antisemitisch heißt ja hier auch nicht faschistisch.
aber wie gesagt, das ist mir auch egal und hindert mich nicht daran, die filme gut zu finden.
J4KOB 2011/12/15 20:00:43
Antwort löschenich frage mich wie man bei einem solchen film noch "schmunzeln" kann...
Piy 2011/12/15 20:16:01
Antwort löschentja, sry, aber ich kann genau so gut über juden lachen wie über deutsche, frauen, behinderte, neger, linkshänder und schnurrbartträger. ;)
und wer so einen film indiziert, der verbrennt auch bücher.
versteh das bitte nicht als kampfansage, ist halt geschmackssache.
J4KOB 2011/12/15 20:22:44
Antwort löschenIch mache selber des öfteren solche geschmacklosen Juden-/Schwarzen-/usw.-Witze die sich weit unter der Gürtellinie befinden. Die sind ja auch lustig.
Wenn so ein Witz allerdings von jemandem erzählt wird, der selbst Menschen aus diesen Gruppen grausamst gefoltert und hingerichtet hat und das dann auch noch einer wirklich witzig findet, ist für mich eine gewisse Grenze weit überschritten.
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Mimuschka 2012/01/19 00:03:39
Antwort löschen"neger" ...
Piy 2012/01/19 00:24:34
Antwort löschen^this.
:D
J4KOB 2011/07/08 16:37:12
Kommentar löschen'Jud Süß' Ein Film, der mich schon lange interessiert. Ich hatte bisher leider noch nicht die Möglichkeit, diesen anzuschaun.
Hier ist es natürlich besonders schwer, eine Bewertung abzugeben. Ihm eine 0 zu geben, würde wahrscheinlich nicht der tatsächlichen Qualität des Films, der ja seine Ziele komplett erfüllt hat, gerecht werden. Bei einer hohen Bewertung könnte der Eindruck entstehen, mit den Werten des Nationalsozialismus übereinzustimmen. Hier wäre es sinnvoll, die Bezeichnung 'Hassfilm' nicht mit der Bewertung von 0,0 gleichzusetzen.
Außerdem finde ich es auch eine Frechheit, dass der Film sogar für den Geschichtsunterricht so schwer zugänglich gemacht wird, denn durch "totschweigen", wurden Probleme noch nie gelöst. Ich würde es hochinteressant finden, mal eine kommentierte Ausgabe in die Finger zu bekommen, um mir ein Bild von der Manipulation im dritten Reich zu machen.
Ich glaube durch einen offeren Umgang mit dem Propagandamaterial, verbunden mit kritischen Kommentaren, würde eher eine zusätzliche Abschreckung vor solchen Systemen erzielt, als die ursprünglich geplante Manipulation.
Ich wäre sehr dankbar wenn mir jemand einen Weg sagen könnte, den Film (auf möglichst legale Weise) zu erwerben/ anzusehen.
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Filmkenner77 2011/07/08 20:17:40
Antwort löschenAuf Youtube ist der Film eingestellt.
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J4KOB 2011/07/08 20:32:39
Antwort löschenDankeschön :)
FumerTue 2011/10/25 23:12:17
Antwort löschenFind ich auch! Goebbels und Hitlers Reden findet man ja auch zuhauf in Dokumentationen und ganz legal im Internet und so...
Joe Gillis 2011/06/22 00:53:44
Kommentar löschen»Ein ganz großer, genialer Wurf« (Joseph Goebbels) … »der ewige Schadfleck des deutschen Films« (Curt Riess) … »ein Mordinstrument« (Thomas Harlan) … Von allen Propagandafimen, die Veit Harlan in der Zeit des ›Dritten Reiches‹ drehte, ist »Jud Süß« der schändlichste, zugleich jedoch auch der interessanteste und, ja, der vielschichtigste. Anders als in seinen überproduzierten militärischen Schlachte(n)platten, hält der Regisseur die gestalterischen Zügel beim antisemitischen Kesseltreiben völlig in der Hand. Ein innovativer Künstler war Harlan nie, wollte er wohl auch nicht sein; sein Gebiet war der wirksam in Szene gesetzte Gefühlskitsch, gelegentlich hochgezwiebelt ins Vulgär-Erotomanische, eine Neigung, die er in »Jud Süß«, der pseudo-historischen Schauermär eines brillanten jüdischen Geschäftsmannes, der – inmitten von provinziellem Neid, protestantischer Bigotterie und politischen Intrigen – an seinem persönlichen Ehrgeiz und, entscheidender noch, an seinem sexuellen Appetit zugrunde geht (gehen muß – im indoktrinierenden Sinne des Films), nachdrücklich zur Geltung bringen konnte. Mit spürbarer Lust an darstellerischer Drastik läßt Harlan Heinrich George und Ferdinand Marian die prallen Schurkenrollen gestalten: den polternden Herzog von Württemberg, einen versoffenen Wüstling und prunksüchtigen Lebemann, den es nach einer Leibgarde, einem Ballett und einer Oper verlangt, und dessen alerten Hofjuden Joseph Süß Oppenheimer, der seinem gierigen Souverän alle Wünsche mit fatalem finanziellen Genie erfüllt. Abgesehen von Anfang und Ende der Erzählung, die einen schleimig-schläfenlockigen bzw. verwahrlost-jiddelnden Oppenheimer präsentieren, legt Marian die Titelrolle als sinnlich-faszinierenden Lumpenhund an, der sich mit einer gehörigen Portion Wiener Strizzi-Schmäh ins Herz und Gedächtnis des Betrachters spielt. Die ganz offensichtlich antisemitischen Stereotypen aus dem dicken Handbuch der Bühnenschminkkunst bedient dagegen mit fragwürdigem Enthusiasmus Werner Krauß (einst als ›Dr. Caligari‹ zu Filmruhm gekommen), der gleich alle anderen jüdischen Rollen (fünf an der Zahl) des Stückes übernimmt – stammte »Jud Süß« nicht aus dem Jahre 1940, könnte man Krauß’ Leistung für eine glänzende Parodie rassistischer Klischeebilder nehmen. Beinahe noch abstoßender (so daß sich – von heute aus betrachtet – tatsächlich die Frage stellen ließe, ob eine subversive Absicht dahinter gesteckt haben mag) agieren die renommierten »Staatsschaupieler« Eugen Klöpfer und Albert Florath sowie der junge Malte Jäger, die als offene und inbrünstige Judenhasser das Leben und am besten noch die Seele (wenn er denn nach ihrer Lesart überhaupt eine haben könnte) dessen fordern, der blutsmäßig so ganz anders ist als sie (= du und ich). Veit Harlan inszeniert »Jud Süß« stringent und handwerklich sauber, aber weitgehend ohne einen kreativen Funkenflug zu entfachen. Nur in den geschlechtlich aufgeladenen Passagen zwischen Oppenheimer und der von ihm, mit fast irrationaler Wucht, begehrten Dorothea Sturm (Kristina Söderbaum) läuft die Regie zu, wenn man so sagen will, großer exploitativer (und damit – in diesem Falle – auch: propagandistischer) Klasse auf. Sowohl die triebhafte Zudringlichkeit, mit der sich Oppenheimer der jungen (selbstverständlich blonden) Frau nähert, als auch die extremen Mittel, die er anwendet, um sie zu gewinnen, würden ihn in einem x-beliebigen Psychodrama aus einem x-beliebigen Jahr zum aufregenden Schuft-you-love-to-hate erheben – in einem fünf Jahre nach den Nürnberger Gesetzen und kurz vor der Wannseekonferenz gedrehten großdeutschen Film machen sie »den Juden« zum infamen Inbegriff des Erzfeindes, zum Objekt einer unbedingt notwendigen Auslöschung. Hier trifft das Verdikt, das Thomas Harlan über das Werk seines Vaters sprach, ins Ziel: Zur Zeit seiner Entstehung und seiner massenhaften Verbreitung war »Jud Süß« ein (in jedem Falle: geistiges) Mordinstrument.
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patcharisma 2011/06/22 00:57:28
Antwort löschenUi, Dich lässt das Thema nicht mehr los...
Joe Gillis 2011/06/22 00:57:56
Antwort löschenDieses war der letzte Streich.
der cineast 2011/06/22 01:05:04
Antwort löschenWO DER GÖBBI RECHT HAT ER RECHT.
patcharisma 2011/06/22 01:45:21
Antwort löschen@Joe: Einfach toll, das sich jemand dem so vertieft annimmt.... Veit, sein kranker Sohn, alles so krass....
Joe Gillis 2011/06/22 01:53:37
Antwort löschenWirklich vertiefend und überaus lesenswert wird es hier: Friedrich Knilli, »Ich war Jud Süß – Die Geschichte des Filmstars Ferdinand Marian«. Ein Buch, dem mein Kommentar einiges zu verdanken hat.
Filmkenner77 2011/06/22 09:16:28
Antwort löschenDer Film liegt noch immer irgendwo im Giftschrank. Dabei glaube ich sogar, den mal bei Youtube gesehen zu haben.
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alanger 2011/09/09 17:55:07
Antwort löschengroße sache, Joe, ganz ausgezeichnet!
Joe Gillis 2011/09/09 22:10:09
Antwort löschenDanke!
stuforcedyou 2011/05/14 12:06:09
Kommentar löschenAbscheuliches Machwerk, was ich bisher nie bis zum Ende anschauen musste. Ein Schmunzeln überkommt mich allerdings, wenn ich auf "Fans dieses Films gefiel auch" schaue.
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duffy 2011/05/14 12:14:39
Antwort löschenWerner hat da aber eigentlich nix verloren...
alanger 2011/05/14 12:27:59
Antwort löschendas ist wirklich schräg.
ChristiansFoyer 2011/05/14 12:36:02
Antwort löschenIst doch nur "Gekotzt wird später" - und irgendwie passt's damit doch auch schon wieder ;)
duffy 2011/05/14 12:36:38
Antwort löschenBester Werner überhaupt. ;)
alanger 2011/05/14 12:38:56
Antwort löschenden fand ich auch am besten. :)
ChristiansFoyer 2011/05/14 12:42:50
Antwort löschenHands down: ich hab den gar nicht gesehen. Trotzdem passt er vom Titel her zu dem Film, unter dem er da empfohlen wird
duffy 2011/05/14 12:47:05
Antwort löschenDa gibt es nen von Trier, der vom Titel her etwas besser passen würde. :D
@alanger:
Sehr geil!
guantanamo_jay 2011/05/14 15:20:31
Antwort löschenhäh? harte jungs bestes deutsches film.
alanger 2011/05/14 18:41:50
Antwort löschenden letzten hab ich jetzt nicht verstanden? nochmal für nich so harte jungs?
guantanamo_jay 2011/05/15 00:18:44
Antwort löschenganz unverbindliche geschmacksoffenbarung, dachte unter jud süß kann man das mal machen ;-)
stuforcedyou 2011/05/15 10:58:54
Antwort löschenDer beste "Werner" ist der erste, mal abgesehen von den Spielfilm-Sequenzen. Der Klassiker: das Fußballspiel
duffy 2011/05/15 12:14:59
Antwort löschenEr hat bessere Szenen, ist aber durch besagte Realsequenzen nicht der bessere Film.
alanger 2011/05/15 12:21:58
Antwort löschenalso die "würfel"-szene war doch grandios, oder?
alanger 2011/05/15 12:23:07
Antwort löschenps. aber wirklich schön was sich so zu "jud süß" für eine debatte ergiebt ;)
alanger 2011/05/15 12:25:02
Antwort löschenps.2 da hat den (jud süß) einer als lieblingsfilm ...seltsamer humor.
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duffy 2011/05/15 12:25:34
Antwort löschenFind ich auch. :D
Die Würfelszene find ich genial. Aber auch den zweiten Teil vom Fußballspiel. Kommt nicht so ganz an den Ersten heran, macht aber trotzdem Spaß. Und man hat Brösel nicht dauernd vor Augen. Wird sich im neuen Teil wohl leider wieder ändern. :/
stuforcedyou 2011/05/15 12:35:02
Antwort löschenDa "Werner - Beinhart" ein Teil meiner Kindheit ist, ich hatte sogar die Soundtrack-LP, bleibt er für ewig mein liebster Bölkstoff.
convera 2011/04/09 18:15:28
Kommentar löschenMeiner Meinung nach ist es schwierig, diesen Film mit dem normalen Punkteraster von mp zu bewerten. Natürlich ist mir bewusst, dass sich 20 Millionen Menschen, diesen Film aus freien Stücken angesehen haben und dass es ein Propogandafilm schlechthin ist. Aber ich finde, man sollte es sich ansehen, sehen wie man auch mit Filmen manipulieren kann.
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dAJaro 2011/04/09 22:12:40
Antwort löschenManipulation der Zuschauer findet durch jeden Film statt. JS ist ein Beispiel wo diese Manipulation nicht bloß verwerflich, sondern bösartig ist. Seinen (traurigen) Platz in der deutschen Geschichte hat der Film definitiv, aber für all das was er ist, muss man dem Film trotzdem nichts positives abgewinnen.
Für mich ist der Film so abscheulich, dass ich ihn nicht anschauen kann ohne mich über die Charakterzeichnung zu ärgern. Eine höhere Bewertung als die Minimalwertung wäre für mich eine Beleidigung aller anderen Filme (und ihrer Beteiligten).
Sigmund 2010/12/15 11:10:44
Kommentar löschen"Hassfilm" trifft es in doppelter Hinsicht. Die zutiefst abscheuliche Hetze dieses Films, sein offensichtliches Vergehen gegen die Menschlichkeit und die Folgen seines Einflusses als wirksames Rädchen der NS Propaganda-Maschinerie lassen in meiner Wahrnehmung jede andere Wertung als obszön erscheinen.
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waschoi 2010/08/24 12:34:09
Kommentar löschenda sitzt man also im kino um sich Mr. Nobody anzuschauen und dann loift der trailer zu ... na ... „Jud Süss - Film ohne Gewissen“. Interessiert verfolge ich nun den aufwendig inszenierten Trailer und muss schon sagen: Dieser Originalfilm scheint ja die "größte Leistung" der Nazipropaganda gewesen zu sein ... mensch ... all die lieben, guten Deutschen wurden damals von diesem Film verführt ... krass ... die waren und sind also OPFER!!!! - Nicht.
Leider wird die Neuverfilmung wirklich zur Legendenbildung beitragen, denn verführt wurden die Deutschen von diesem Film garantiert nicht, der stieß einfach auf fruchtbaren Boden. Antisemiten *boom*
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ruf mich an 2010/06/23 16:06:42
Kommentar löschenWürde ich mir aus historischen Gesichtspunkten sehr gerne anschauen. Mich interessiert wie die Generation meiner Großeltern zu den Verbrechen und Denkweisen getrieben wurde, die einen solchen Einschnitt in der deutschen, europäischen und der Geschichte überhaupt getrieben wurde. Schade, dass der Film so verpönt ist. Es muss doch jenseits der "Dieser Film ist ein Werk des Teufels"-Meinung so viel Vernunft geben, die eine Verteufelung und Stigmatisierung unnötig macht. Oder sind alle wirklich so beschränkt. Dann haben sich wohl bloß die Parolen, aber nicht die Denkweisen geändert.
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jollyroger 2010/06/28 22:42:38
Antwort löschenHossa, gut formuliert!
AlexanderHSV 2010/10/26 01:51:29
Antwort löschenja schade schade. aber hauptsache man wird tagtäglich mit der amerikanischen propaganda zugedröhnt...
Shritz 2011/01/03 18:59:25
Antwort löschenTatsache ist aber, dass der Film handwerklich durchaus gut ist und genau daraus entstand/entsteht auch seine Gefahr. Ein sehr gut gemachter Film mit menschenfeindlicher Intention, die letztlich die Hemmschwellen der Menschen reduzieren bzw. sie ihnen nehmen sollte. Die Intention ist von Film einfach nicht zu trennen, da sie schließlich Grund für den Film ist und das, was den gesamten Film unterschwellig und offensichtlich propagiert wird. Daher kann und darf der Film nicht mehr als die Null-Wertung bekommen, auch wenn er sie, objektiv betrachtet, inszenatorisch öglicher Weise nicht verdient hat.
ruf mich an 2011/01/03 19:18:30
Antwort löschenDas ist es ja eben, was ich meinte. Es hat wohl keinen großen Fortschritt im Denken gegeben, sonst könnte wir trennen bzw einige Menschen werden wohl dazu fähig sein oder es glauben zu sein. Allerdings kann ich auch kaum mitreden, weil ich das Werk nie zu Gesicht bekommen habe.
Shritz 2011/01/03 20:47:29
Antwort löschenMeiner Meinung nach sollte der Film aber auch genau so gesehen werden. Es gab sicher einen Fortschritt im Denken, doch ist und bleibt es der selbe Film, der nach wie vor als das gesehen werden muss, als was er erschaffen wurde. Die Tatsache, das der Film nur legal gesehen werden kann in Verbindung mit einer anschließenden Debatte zum Thema, die im Übrigen äußerst interessant und durchaus wichtig ist, beweist, dass man auch objektiv mit dem Thema umgehen kann, die Wertung aber nur die eine sein kann.
Ich hoffe ich habe jetzt nicht an der Debatte vorbei geredet, war mir nicht ganz sicher ob es das war was du meintest ;)
jollyroger 2011/01/03 22:08:34
Antwort löschenNaja, wenn man den Kommentar von geistigen Tieffliegern wie AlexanderHSV liest merkt man ja, daß sich nicht soviel geändert hat.
ruf mich an 2011/01/03 23:23:14
Antwort löschenAlexanderHSV stellt es stark einseitig dar. Ein gewisser amerikanischer Einfluss ist nicht zu leugnen und das Massenmedien uns davon überzeugen wollen, dass bestimmte Dinge wahr sind, ist auch kein Geheimnis. Ob man dazu das Kraftwort "Propaganda" heranziehen muss, ist eine andere Frage.
@shritz:
Genau diesen Fortschritt bezweifle ich in seiner Effektivität bei der großen Masse an Menschen. Wenn der Film heute nicht öffentlich gezeigt wird, dann spricht das doch wohl für sich. Wären wir fortschrittlicher könnte man ihn zeigen und bräuchte keine Angst vor Verherrlichung haben, aber auch niemand würde ihn verteufeln. Man würde aus der Distanz, die vergangene Geschichte nun mal mit sich bringt, den Film als Produkt seiner Zeit verstehen. Eben jene Debatten "zum Thema", die du ansprichst, wären nicht bloß einem kleinen Kreis vorbehalten, sondern jeder wäre dazu fähig.
Shritz 2011/01/04 15:32:43
Antwort löschendeine Punkte sind durchaus richtig und auch interessant, doch würde ich dich erstmal darauf verweisen wollen, dir den Film anzusehen und die anschließende Debatte mitzumachen, um dir ein genaues Bild machen zu können.
ruf mich an 2011/01/04 18:34:19
Antwort löschenUnd das ist der Knackpunkt: Ist der Film frei verfügbar? Wo und wann kann ich ihn mir ansehen? Im Rahmen eines Geschichtsstudiums?
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Shritz 2011/01/04 21:58:40
Antwort löschenNein wir haben ihn mit de rgesamten Kursstufe dieses Jahr in einem Programmkino gesehen...tatsächlich macht das Institut in dem der Film gelagert ist häufig solche Vorführungen, da heißt es wohl Ausschau halten :) aber verstehe schon was du meinst, hast wohl Recht in dem Punkt...geschichtlich ist der aber auf jeden Fall interessant, wenn auch dennoch zu verachten
jollyroger 2011/01/06 00:26:43
Antwort löschen@ ruf mich an: "Ist der Film frei verfügbar? Wo und wann kann ich ihn mir ansehen?" -> Kuck mal was ich im Kommentar weiter unten geschrieben hab.
_Milena_ 2010/03/26 08:22:21
Kommentar löschenSeltsam, dass so viele diesen Film bewertet haben. Immerhin ist er verboten. Ich habe ihn im Rahmen eines Seminars sehen müssen. Grauenhaft.
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2Be 2010/10/25 22:11:48
Antwort löschenKann ich nur zustimmen, haben ihn auch aufgrund einer Sonderveranstaltung mit der Schule geschaut und anschließend analysiert . Einfach nur Schrecklich.
jollyroger 2011/01/03 22:11:58
Antwort löschenDer Film ist mitnichten verboten (was auch immer das sowieso heißen sollte):
---------------------------------------------
In Deutschland wird die öffentliche Aufführung von Jud Süß vom Rechteinhaber, der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, nur mit einem begleitenden Kommentar sowie unter Auflagen gestattet und der Vertrieb des Films untersagt (Vorbehaltsfilm).
Siehe WP.
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_Milena_ 2011/01/28 18:26:39
Antwort löschenDas ist mir bewusst ;)
jollyroger 2011/01/29 10:36:08
Antwort löschenSo so. Na dann.
Johnny 2010/03/21 14:31:19
Kommentar löschenWenn man mal probiert die Propaganda objektiv zu analysieren, dann muss man zugeben, dass der Film auf ganzer Linie funktioniert. Natürlich ist die Darstellung des jüdischen Volkes in diesem Film eine bodenlose Frechheit. Da der Film sein Ziel aber genau dadurch voll und ganz erreicht, müsste man ihn trotzdem als „gut“ bezeichnen. Seine Intention ist natürlich manipulativ und abgrundtief schlecht, wie bei jedem Propaganda-Film – egal aus welcher extremen Ecke er kommt.
Jud Süß ist ein wichtiger Film, den man selbstverständlich kritisch anschauen und interpretieren muss. Von einem kommunikationswissenschaftlichen Standpunkt ist der Film (leider) sehr effektiv und da es der „schändlichste antisemitische Spielfilm der NS-Zeit“ ist, ist er für die Filmgeschichte sehr wohl interessant. Ja, Jud Süß ist ein Nazi-Film par excellence und man muss ihn auch ganz sicher nicht gesehen haben...
Eine 10 ist auf keinen Fall gerechtfertigt, aber eine 0 ist auch sicherlich nicht objektiv. Ich kann und will dem Film keine Bewertung in Zahlen geben.
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alanger 2009/06/18 21:54:00
Kommentar löscheneigentlich hat ja keiner den film gesehen. ich kenn ihn auch nur aus den ausschnitten zur filmreihe (zur ausstellung) 'kunst und propaganda'.
und ich glaube auch das es filme gibt die man nicht sehen muss.
soweit ich das beurteilen kann gibt es, neben dem finsteren verbrecherantisemitismus, auch keinerlei ästhetische kriterien die irgendwas an diesem machwerk irgendwie 'künstlerisch' rechtfertigen würden.
das ist kein umstrittener film, dass ist ein nazi-film par excellence!
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J4KOB 2011/12/15 19:57:54
Antwort löschenich hab ihn schon gesehen ;)
is auf youtube eingestellt
Kubrick_obscura 2008/11/24 18:28:17
Kommentar löschenKann mir einer mal erklären, wie man diesem Film 10 Punkte geben kann. Kritiker: 8,5 (Herausragend)?
Alle: 3,9 ?
Was sind das für Leute? Etwa diejenigen, die sich als unpolitisch sehen und nur die Filmästhetik, die sog. "Machart", betrachten und bewerten?
So traurig es klingt. ALLES ist politisch und wer dem Film etwas abgewinnen kann, aber nicht erkennt, was für einen Zweck das alles hatte, tut mir Leid.
Dieser Film kann nie mehr als Dreck sein, auch wenn er die beeindruckendsten schauspielerischen Leistungen, die beste Kamera und die beste Regie haben würde. Das geht einfach nicht! Dieser Film ist nicht das deutsche Äquivalent zu "Die Geburt einer Nation". Er ist nur sehr manipulativ gemacht, aber filmgeschichtlich total uninteressant.
Aber wen das nicht interessiert? Komm! Wir treffen uns auf einen braunen Kaffee in meiner Lieblingskneipe in Lichtenberg und sprechen über die beeindruckende Architektur der Konzentrationslager.
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DerFilmeKenner 2011/10/02 21:45:01
Antwort löschenKolosseum
Venier 2008/11/11 12:56:27
Kommentar löschenSiehe Friedrich Knilli, Ich war Jud süß. Die Geschichte des Filmstars Ferdinand Marian. Berlin 2000.
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Geistertexter 2007/12/14 22:25:45
Kommentar löschenEin Hassfilm! Veit Harlan war ein Regisseur mit einer vielversprechenden Zukunft. Eben darum schien er Goebbels nützlich. Nur ließ sich Harlan auf einen Pakt mit dem Teufel ein. Der Film hat durchaus Qualitäten, wie im übrigen auch die namhafte Darstellerriege. Nur um welchen Preis? Diese Scharlatane missbrauchten ihre hochveranlagten Talente, um auf perfide und menschenverachtende Weise für das antisemitische Zerstörungswerk des Dritten Reichs zu werben.
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