Ben Hur

Ben Hur (1959), US Laufzeit 212 Minuten, FSK 16, Abenteuerfilm, Historienfilm, Drama, Abenteuerfilm, Kinostart 24.11.2005

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7.3
Kritiker
38 Bewertungen
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6.9
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6221 Bewertungen
57 Kommentare
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von William Wyler, mit Charlton Heston und George Relph

Judah Ben Hur (Charlton Heston), ein wohlhabender Jude, lebt als Händler in Jerusalem. Zusammen mit dem neuen Gouverneur kommt sein alter Freund Messala als kommandierender Offizier der Römischen Legion in die Stadt. Schon bald stellt sich heraus, dass die beiden Freunde sehr unterschiedliche Ansichten haben, und als der Gouverneur nur knapp einem Anschlag entgeht, wird Judah unschuldigerweise auf ein Sklavenschiff verfrachtet. Seine Mutter und seine Schwester geraten in Gefangenschaft, doch Judah schwört auf Rache…

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Kritiken (2) — Film: Ben Hur

Flibbo: Wie ist der Film?

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8.0Ausgezeichnet

[...] Eine Massenszene voller sorgfältig kostümierter Menschen jagt die nächste. Dabei bleiben die Spezialeffekte inmitten der kolossalen Sets nahezu unsichtbar, da alles nach rein handgemachten Bauten aussieht, was man dem Film hoch anrechnen muss. Es ist eine Augenweide, angetrieben und umrahmt von der ausgeklügelten, abwechslungsreichen, einfach epischen und unübertrefflichen Musik aus der Feder von Miklós Rózsa („Das verlorene Wochenende“). „Ben Hur“ bedeutet spektakuläre Szenen und die passenden Klänge dazu. Einzig bei der berühmten Wagenrennen-Szene, deren Hype tatsächlich noch legitim ist, entfaltet sich die beste Wirkung ohne ein begleitendes Orchester. Das Problem ist, dass man sich durch die mehr als stolze Laufzeit an den bombastischen Charakter des Films gewöhnt, was es mühsam machen kann, konstant dran zu bleiben. [...]

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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6.5Ganz gut

"Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun." Doch er wusste sehr wohl. Die letzten Worte, welche Regisseur William Wyler seinen Ben Hur vom gekreuzigten Jesus weitertragen lässt, führen den vielleicht einzig triftigen Kritikpunkt an einem der größten Monumentalstreifen der Kinogeschichte ad absurdum. In seiner elffach "Oscar"-prämierten Verfilmung aus dem Jahr 1959 leistet sich Wyler nämlich mehr oder weniger bewusst einige historische Ungenauigkeiten, wobei das Gros davon auf die Romanvorlage über das Leben des fiktiven jüdischen Prinzen Judah Ben Hur zurückzuführen ist, der als Zeitgenosse Christi in Jerusalem lebt.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Tina Scheidt

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Ich wüsste gerne, was für historische Ungenauigkeiten in dem Film sein sollen.


Bandrix

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Beispielsweise gab es damals auf römischen Galeeren keine Sklaven, das waren trainierte Seemänner. Außerdem rammte eine Galeere schon damals nicht mehr ein anderes Schiff im Kampf. Ein Adeliger hätte damals auch niemals an einem Wagenrennen teilnehmen dürfen. Das war damals unmöglich. Die Kostüme sind auch nicht besonders historisch korrekt. Auch der griechische Wagen von Messala ist bloße Erfindung. So etwas gabs nicht.
Eine Geschichtsexpertin antwortete auf die Frage des Regisseurs, was er denn tun könne um "Ben Hur" noch realistischer zu machen mit der Aussage alles zu verbrennen (Kostüme, Kulissen etc.).



Kommentare (55) — Film: Ben Hur


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RoosterCogburn

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein epochales Werk, das aufgrund der Umsetzung seiner Geschichte, immer noch jede CGI-Fließbandarbeit an die Wand klatscht. Was aber nicht allein an den spektakulären Szenarien des Filmes liegt. Darauf sollte die Romanverfilmung nicht reduziert werden. Es ist wirklich die ergreifende Handlung, die bei mir noch immer funktioniert. Diesbezüglich ist „Ben Hur“ ein Evergreen. Übrigens, die Romanvorlage wurde ein Welterfolg und allein die Theaterversion am Broadway lief 20 Jahre lang ununterbrochen.

Das vielschichtige Werk erzählt die Geschichte von Judah Ben-Hur und seinem ehemaligen Jugendfreund Messala. In der Einleitung wird klar, wo wir uns befinden. Nur spielt hier der Messias eine untergeordnete Rolle und ist im Film wenige Male zu sehen (das Gesicht ist nicht erkennbar). Die Handlung verläuft in Jerusalem während der Sohn Gottes auf Erden wandelt und wer genau hinschaut, entdeckt schnell die biblischen Themen im Konflikt zwischen den ehemaligen Freunden. Aber auch im sozialen-politischen Kontext der damaligen Zeit. Die Story ist gespickt mit Schlagworten wie Vertrauen, Verrat, Vergeltung; Misstrauen, Missgunst, Neid; Leben, Liebe, Sühne und Tod; „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ - Fatalismus, Gewaltbereitschaft und Genugtuung. Aber es geht auch darum, das man alle Alternativen abwägen sollte. Und die Frage um den Glauben schwebt über dem Geschehen.

Es ist kein Geheimnis mehr, das die Romanvorlage an einigen historischen Fehlern krankt, die sich dann auch in der Verfilmung bemerkbar machen. Dazu gibt es von einem der Regisseure des zweiten Aufnahmeteams, Sergio Leone, eine hübsche Anekdote. Nach der Fertigstellung der Kostüme und Kulissen lud Regisseur Wyler eine wissenschaftliche Beraterin ein, die alles nach authentischen Gesichtspunkten überprüfen sollte. Anschließend fragte Wyler sie: „Was soll ich machen, damit das noch echter wirkt?“ Die Beraterin meinte: „Man müsste alles verbrennen!“ Nörgler könnten auch über Sklavenarbeit bzw die Galeerenstrafe herziehen, die es damals nicht gab oder die Beteiligung von zwei Mitgliedern der römischen Oberschicht an einem öffentlichen Rennen.
Trotzdem ist William Wylers epochales Monumentalwerk ein unsterblicher Meilenstein der Filmgeschichte. Kein Film davor und danach hat es (in relevanter Weise) geschafft, derartig die Oscar-Jury zu beeindrucken und in diesem Ausmaß abzuräumen. Das aufwändigste Filmprojekt der 50er Jahre hat schon damals beeindruckt und schafft dies beim geneigten Filmfreund noch heute.

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NewZooYorker

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Es gibt viele Wege zu Gott, mein Sohn. Ich hoffe, du hast nicht den schwersten gewählt."

Ben Hur. Ein Film, den ich schon ewig sehen wollte. Wenn es einen Film gab, bei dem es mir schon fast unangenehm war, dass ich ihn nicht geschaut habe, dann war es dieser hier. Und was soll ich sagen, Ben Hur ist ein monumentaler Film, allein wenn man sich die Fakten zu diesem Film anhört. 365 Sprechrollen, 50.00 Komparsen(!), mehr als eine Millionen Requisiten. Ich glaube nicht, dass wir so einen großen Film je wieder auf einer Leinwand betrachten dürfen. Klar, CGI und Green-screen kosten auch viel, aber so einen Aufwand wie damals werden wir nicht wieder zu Gesicht bekommen. Deswegen ist Ben Hur so ein unglaublich wichtiger Film für mich, er ist ECHT. Man merkt dem Film die lange Laufzeit ab und zu vielleicht an, aber im Großen und Ganzen hat man es geschafft, über 200 Minuten lang zu unterhalten und das auf allerhöchstem Niveau. Nach dem Abspann blieb trotzdem ein fader Beigeschmack, hätte das Ende doch so viel besser sein können. Ben Hur hätte einfach ein größeres Meisterwerk werden können, wenn man einfach einen Film zum größten Teil unabhängig der Religion gedreht hätte. Trotzdem, ein Film den wirklich jeder wenigstens einmal erlebt haben sollte.

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Anonymous1987

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der Film hat bis heute nichts von seiner Kraft verloren, die Bilder sind einmalig, die Schauspiler, vor allem Heston, spielen einfach nur grandios.
Es gibt kaum einen beeinruckenderen Film als diesen.
Selbt die lange Laufzeit vergeht wie im FLug denn der FIlm bietet so viel Spannung, Action und Dramatik wie kaum ein anderer.

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Cellmorbasg

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Jede große Geschichte hat auch ein großes Ende verdient. Angesichts der historischen Dimension die die Rahmenhandlung mit der Geburt und dem Tod von Jesus vorgibt, scheint das gegeben. Doch nun weiß ich wieder, warum ich mich ausgerechnet an das Ende des Films nicht (zumindest nicht als deren Ende) erinnern konnte. Zu groß ist der Kontext als dass an dieser Stelle abgebrochen werden müsste und vor allem nicht in dieser Art und Weise: ein tränenrührendes Finale durch Wunderheilung. Der lange Leidensweg von Judah Ben Hur, der Zwist mit dem einstmaligen Freund, lösen sich in Wohlgefallen auf. Den vielen guten Wendungen nach der einen Katastrophe folgt auch das letzte Wunder. Man mag es ihm gönnen, aber auch wenn die Zeit schon weit vorangeschritten war, so hatte ich nicht das Gefühl, schon am Ende zu sein. Diese Kritik ist freilich nicht allein dem Film anzulasten, da er ja auf einer Vorlage beruht, und dennoch wirkte das Ende zu aufgesetzt, fügte sich nicht so schön ein in die kolossalen, stimmungsvollen Bilder. Das römische Imperium in voller Blüte und doch voller Abgründe.

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Iamthesword

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

11 Oscars! Über 300 Sprechrollen! 5000 Komparsen! 2 Jahre Drehzeit! 15 Millionen Dollar Buget (inflatonsbereinigt ergibt das einen Haufen Schotter)! Die Einspielergebnisse haben MGM fast im Alleingang saniert!
Ben Hur ist in allen Belangen ein riesiger Film: von den eingesetzten Mitteln über den Erfolg bis hin zu den Sets - und das Thema ist ja auch nicht gerade klein: im Zentrum steht zwar der Leidensweg des judäischen Kaufmanns Judah Ben-Hur, der ca. 25 n. Chr. von seinem ehemaligen Freund, dem römischen Tribun Messala, unter einem Vorwand versklavt wird, weil er sich geweigert hatte, ihm die Namen der jüdischen Widerständler zu nennen und der alles tut, um zurückzukehren und sich an Messala zu rächen. Doch immer wieder streift seine Geschichte auch die des biblischen Jesus, der als Prediger durch Judäa zieht und gegen Ende des Films gekreuzigt wird (ist das ein Spoiler?). Dabei ist es dem Film hoch anzurechnen, dass er nicht im Religionskitsch versinkt und abgesehen von der letzten halben Stunde auch als Historiendrama verstanden werden kann (auch wenn man es mit der Historie nicht zu genau nehmen sollte).
Über weite Strecke wird der Film von giganischen Szenen getragen: einer Seeschlacht, ein Triumphzug durch das Rom Kaiser Tiberius' und natürlich das berühmte Wagenrennen. Überhaupt die Kulissen: Gerade das Setting des Circus erinnert in seinem Stil an die riesigen Kulissen Babylons in Griffiths "Intolerance". Doch Wyler hat den Vorteil, dass er seinen Bildern mehr Tiefe verleihen kann, indem er mittels Bluescreen eine Stadt in den Hintergrund projeziert. So wirken die Settings noch deutlich detaillierter und glaubwürdiger.
Interssant ist zudem, wie der Film aktuellere historische Situationen reflektiert: die Besatzung Judäas durch die Römer spielt mehrfach auf den Kalten Krieg an: "There is only one reality in the world today. Look to the west, Judah!" Wyler legt Messala die Grunddefinition des Blockdenkens in den Mund: "Either you help me or you oppose me. You have no other choise!" Bezieht man die folgende Verurteilung Judahs mit ein, sieht man einen relativ klaren Verweis auf Senator Joseph McCarthy, in den 50ern in den USA echte und vermeintliche Kommunisten jagte. Und auch die Nutzung von Sport zu Propagandazwecken: Pilatus sonnt sich in dem Judahs Jubel wie Merkel bei Özil in der Kabine. Wenn dann noch das ganze Stadion vor dem Rennen mit erhobener Rechte dasteht und "Heil Cäsar!" ruft, fühlt man sich unwillkürlich an Berlin 1936 erinnert....
Schlussendlich ist "Ben Hur" ein Monumentalfilm im besten Sinne, der weit über die Jesusgeschichte hinausgeht.

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C_C

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Signed!
Lol@spoiler! *ggg*


Sabrina Schütz

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Bah, böser Spoiler ;-P Jetzt braucht man ja den Film nemmer schauen... :D


cemo1981

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Historien Filme sind nicht so mein Fall aber der hatt mich wirklich beindruckt.Habe mir mal bei Wikipedia die Besetzung angeschaut leider so gut wie alle der Schauspieler schon verstorben außer Esther die lebt nocht Rip.Ein Zeitloses Meisterwerk

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Dareios

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Bewertung4.0Uninteressant

Für einige Monumentalszenen wie das berühmte Wagenrennen gibts 4 Punkte. Ansonsten bekommt man einen furchtbar bigotten, christlichen Propagandafilm serviert. Für gläubige Menschen vielleicht der Hit, aber für alle anderen unerträglich. Die Einseitigkeit, mit der hier das Christentum in den Himmel gehoben, das Römische Reich andererseits schlecht gemacht wird, ist kaum zu überbieten. Es gibt ja noch eine Reihe anderer US-Filme aus der Zeit, bei denen die Produzenten die Zuschauer nicht in erster Linie unterhalten, sondern missionieren wollten. Dem haben die 68´er zum Glück ein Ende bereitet. Heute wäre ein Film mit einer solch dreist einseitigen Darstellung nicht mehr möglich. Was mich dann doch wenigstens ein bißchen an kulturellen Fortschritt glauben lässt.

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Ener

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Bewertung10.0Herausragend

In eine Bewertung dieses Films muß auch der Zeitraum einbezogen werden, in dem er entstand. Nicht von der Hand zu weisen, das Teil hat Längen, ist nicht immer realistisch, auch gefühlsduselig, macht also längst nicht alles richtig. Allerdings ist das Gesamtwerk, insbesondere die Wagen-Rennen, wohl der Wegbereiter des modernen Unterhaltungsfilms. Und selbst heute sehen die Action-Szenen im Circus Maximus noch grandios aus. Ein Monster in Panavision.

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TomThurau

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Bewertung7.5Sehenswert

Ben-Hur ist ... spektakulär, und wenn es das Wort nicht gäbe, müsste es für dieses Epos erfunden werden. Das ist ein wahrhaft opulentes Vergnügen, das man sich am allerbesten auf großer (Heim-)Kinoleinwand anschaut (die Blu Ray-Restauration ist mustergültig und jedem Filmfreund innigst ans Herz gelegt). Und in weiten Teilen ist der Film auch nicht nur etwas für die Augen, sondern macht auch dem Kopf durchaus Spaß -- da wird dezent gespielt statt chargiert (Kompliment auch an Herrn Heston, der ja auch richtig fies grimassieren kann), und die Story ist zwar gradlinig, aber alles andere als geistig unterfordernd, so wie man es heute bei einem Großteil der seriellen Blockbuster gewohnt ist.

Warum soviel Lob und dann doch nur 7,5 Sterne? Naja, weil Ben-Hur eben auch ein missionarischer Film sein will, und das Missionarische heute (?) zuweilen ein bisschen aufdringlich daherkommt. In der ersten Filmhälfte (die ja auch schon gut zwei Stunden dauert) hält sich das Sakrale noch angenehm im Hintergrund, und der Gastauftritt des Gottessohns ist angenehm dezent inszeniert. Gegen Ende dann wird's ein wenig deutlicher, manchmal auch überdeutlich -- da gerät Herrn Wyler die Person Ben-Hur zuweilen zur Nebenrolle, und stattdessen feiert er die Geburtsstunde des Christentums mit mundgemalten Bildern, plastischen Zitaten und heulenden Geigen. Wenn Jesus die Welt von allem Bösen inklusive aller Leprakranken auf einen Schlag heilt, dann drängen sich dem agnostischen Betrachter doch reichlich Fragen auf. Und Ben-Hur, der Film wie der Held, sieht dann plötzlich ganz alt aus, aller digitalen Mühen zum Trotz.

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Dareios

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Du scheinst ja einiges zu vertragen, wenn du hier das "Missionarische nur zuweilen ein bisschen aufdringlich findest." Ich finde es unsäglich, ja unerträglich wie einseitig dieser Film pro Christentum und anti römisch daher kommt und so die historischen Bezüge völlig verzerrt darstellt. Schließlich kamen damals fast alle kulturellen Impulse vom römischen Reich, das Christentum war dagegen nur eine Randnotiz.


fuerchtegott

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Arme Römer, die können einem auch so etwas von Leid tun. Was tun die heute eigentlich so? Finde gut, dass die noch eine solide Lobby hier haben;-)


Lori007101

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Bewertung9.0Herausragend

Ein Meilenstein der Filmgeschichte! Er ist fesselnd, emotional und faszinierend. Nur allein das Wagenrennen... Spektakulär! Für einen 59er, ein wegweisender und epischer Film! Grandios!

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Renato84

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Bewertung7.0Sehenswert

trotz des entstehungsjahres 1959 und der dauer von stolzen 212 minuten - ich habe mich keine einzige sekunde gelangweilt! ... schauspieler, die kulissen, musikalische untermalung - hier stimmt einfach alles! ... brillianter klassiker der es mit sämtlichen genrevertretern der neuzeit problemlos aufnehmen kann! ganz großes kino

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Whooker91

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Bewertung5.0Geht so

Das Wagenrennen geht gleich los, also last uns eine Runde vorweg drehen und noch eine und noch eine...
Jesus trägt sein Kreuz und fällt hin, und strauchelt, wird bewundernd angesehen, und fällt hin, und braucht Wasser, und wird bewundernd angesehen, und strauchelt und fällt hin, wird bewundernd angesehen...
Es gibt viele dieser Szenen, die einem das Gefühl aufdrängen, dass Ben Hur auch gut und gerne eine Stunde kürzer hätte sein können. Insbesondere der Schluss nach dem Schluss nach dem Schluss..... nach dem Wagenrennen, macht es einem nicht gerade leicht am Ball zu bleiben, wenn man zuvor schon ellenlange Szenen gesehen hat, die die Story häufig minutenlang in keiner Weise vorantreiben.
Sicher ist Ben Hur monumental, sicher ist er episch und zu damaliger Zeit hätte man solche Kulissen niemals nur für wenige Minuten aufgebaut, allerdings rechtfertigt die Zeit der Entstehung keine Langeweile, und die entsteht viel zu oft, so gut er auch inszeniert und gespielt ist.

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Mac_C_Tiro

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Bewertung9.5Herausragend

Ein epischer Historienfilm mit glänzend besetzen Rollen und einem ungemein stark agierenden Heston! Eben ein ewiger Klassiker dem es mit einem ungeheuren Aufwand an Komparsen und Material gelang das Filmstudio MGM innerhalb von 3 Monaten vom beinah Ruin zu retten und gar zu sanieren, was weitere Klassiker wie "Cleopatra" und "Meuterei auf der Bounty" überhaupt erst möglich machte. Grandiose Story und Dramaturgie welche sich im Wagenrennen und auf ihrem Zenit in einer glorreichen Materialschlacht entlädt! Einziger Minuspunkt für mich war und ist der dauernd unterschwellig bis offensichtlich vorhandene religiöse Bezug.

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Dj Rise

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Bewertung7.0Sehenswert

Epischer Film der seines gleichen sucht so was gibt es heutzutage einfach nicht mehr !!!

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ellen_ripley

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Erschaudernd diese grässligen Galeren-Szenen und dann lese ich nach: alles erstunken und erlogen, es gab gar keine Sklaven auf den römischen Flotten - puhh die Menschheit ist doch nicht so verkommen?!? oder ist sie es erst recht, wenn die Phantasie grausiger ist als die historischen Belege? Selten einen so brutalen Film gesehen und so ein pathetisches Happy End! Und noch eine nette Anekdote zu Charlston Heston (dieser idi*tische Waffennarr): "In dem Dokumentarfilm "Celluloid Closet" plauderte Gore Vidal 1995 genüsslich aus, wie er als einer der Drehbuchautoren darüber brütete, wie man "Ben Hur" interessanter gestalten könnte. Die Lösung war eine verschmähte schwule Liebe des Gegenspielers Messala. Regisseur William Wyler stimmte zu, der Darsteller des Messala war begeistert, das Ergebnis dramaturgisch effizient. Aber alle drei waren sich einig: "Charlton darf's nicht merken." Er merkte es nicht." (s.: http://www.welt.de/kultur/article1874697/Charlton-Heston-der-Ueber-Lebensgrosse.html)
Guckt euch die Szene an: es ist so köstlich amüsant :-))))

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Kieke

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein Meisterwerk ! Die Idee, die Geschichte eines Augenzeugen zur Zeit Jesu zu erzählen.. Der Film ist ein dramaturgisch, ein Bildgeladener Geniestreich. Das Pferderennen wirkt selbst heute noch spannend und gefährlich

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Spielberg_Fan

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Bewertung7.5Sehenswert

„Ben Hur“, das mit 11 Oscars ausgezeichnete Monumentalwerk ist ohne Zweifel eines der wichtigsten Kinder, die Hollywood je hervorgebracht hat. Bombastisches Kino, welches immer noch durch seine opulente Ausstattung, namhafte Stars, großartiger Filmmusik und einer gigantischen Geschichte besticht. Ich persönlich zähle „Ben Hur“ zwar nicht zu meinen absoluten Lieblingen, aber um seine filmgeschichtliche Bedeutung bin ich mir setzt bewusst. Dieser Monumentalfilm ist eher für mich ein Traditionsfilm, der einfach an Ostern laufen muss und in seinen knapp 222 Minuten eine große Geschichte erzählt, wie sie nur Hollywood Ende der 50er Jahre erzählen konnte. Es ist eben Kino aus einer längst vergangenen Ära, das dank solcher Werke weiter leben kann und Genration für Generation immer wieder aufs neue staunen lässt.

„Ben Hur“, ein Film dem man seine fast 4 Stunden Laufzeit nicht anmerkt und in dem man sich dank seiner epischen Geschichte verlieren kann. Für mich – wie schon gesagt – nicht das ultimative Meisterwerk, aber für die Filmhistorie ein wertvoller Schatz.

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dbassart

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Bewertung4.0Uninteressant

die kulissen sind natürlich grandios, die story ist allerdings nicht besonders spannend und der film zieht sich so dermaßen... schade.

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Tobe Berg

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Was soll man zu "Ben Hur" noch schreiben, sowohl alle positiven als auch alle negative Aspekte wurde hier bereits mehrfach erwähnt. Was mich am meisten beeindruckt, ist die Tatsache, dass es möglich war soetwas 1959 auf die Leinwand zu bringen. Die Tricktechnik und der gesamte Aufwand der hier betrieben wird muss für diese Zeit bahnbrechend gewesen sein. Charlton Heston und der ganze Bibelkram? Ok, nicht meine Baustelle. Der Rest weiß aber zu beeindrucken.

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Nu55k0pF

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Bewertung5.5Geht so

Tja, was soll man dazu sagen? Episch? Auf jeden fall, aber auch unfassbar langatmig. Würde man den ganzen Jesus quatsch rausschneiden wäre der Film 1,5 h kürzer und echt super.So ist er nur ein etwas seltsamer möchtgern Bibelfilm. Vor allem die letzte Stunde macht den film echt anstrengend. Zugutehalten muss man dem Film den geniale Soundtreck sowie die Sagenhaffte Kulisse.

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