Keine Sorge, mir geht's gut

Je vais bien, ne t'en fais pas (2006), FR
Laufzeit 96 Minuten, FSK 6, Thriller, Drama, Kinostart 22.03.2007

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6.6 Kritiker
9 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.3 Community
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16 Kommentare
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von Philippe Lioret, mit Mélanie Laurent und Kad Merad

Nach ihrer Rückkehr aus den Sommerferien erfährt Lili, dass ihr Zwillingsbruder nach einem heftigen Streit mit dem Vater das Elternhaus verlassen hat. Wochen vergehen ohne ein Lebenszeichen von Loïc. Lili befürchtet das Schlimmste. Nach Monaten erhält sie überraschend eine Ansichtskarte von ihrem Bruder, bald darauf eine weitere, dann noch eine. Lili begibt sich auf die Suche nach dem Verschwundenen und kommt dabei einem Familiengeheimnis auf die Spur.

HandlungDie neunzehnjährige Lili (Mélanie Laurent) kehrt aus einem Sprachurlaub in Barcelona nach Paris ins Elternhaus zurück, wo sie erfahren muss, dass ihr Bruder Loïc nach einem Streit mit dem Vater spurlos verschwunden ist. Lili kann nicht fassen, dass ihre Eltern scheinbar kaum leider und sich nicht bemühen, den Jungen zurück nach Hause zu bringen. Sie trifft sich mit einem befreundeten Pärchen, Léa (Aïssa Maïga) und Thomas (Julien Boisselier), die beide aber nicht verstehen, wie sensibel Lili auf das Verschwinden ihres Bruders reagiert.

Als Loïc schon einige Zeit nichts mehr von sich hören lässt, gerät seine Zwillingsschwester in eine tiefe Depression, infolgedessen sie die Nahrung verweigert. In der Schule bricht sie zusammen, sodass der Arzt ihr Bettruhe verordnet. Doch da Lili weiterhin nichts isst, wird sie in die Psychiatrie zu den Anorexikern eingeliefert und unter Isolation gestellt. Dort nimmt sie dennoch weiterhin keine Nahrung auf. Die Eltern, aber auch Léa und Thomas machen sich daher grosse Sorgen um das Mädchen. Doch der Psychiater bringt kein Verständnis für die Angehörigen auf und lässt sie nicht zu Lili. Léa und Thomas dringen deshalb heimlich in Lilis Zimmer ein und versuchen, sie aus dem Krankenhaus zu entführen, was allerdings scheitert.

Erst als ein Brief von Loïc eintrifft, gelangen die Eltern zu ihrer Tochter. Nachdem Lili den Brief gelesen hat, beginnt sie wieder zu essen und darf bald schon wieder nach Hause. In Paris versucht Lili, ihren…

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Cast & Crew


Kritiken (4) — Film: Keine Sorge, mir geht's gut

Oceanic6: CinemaForever

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8.0Ausgezeichnet

"Je vais bien ne t'en fais" erzählt eine außergewöhnliche Geschichte. Gestaltet sich der Anfang noch leicht holprig, so findet der Film gen Ende immer mehr zu seiner Perfektion. Etwas über die Handlung zu erzählen, ohne dabei etwas von ihr zu enthüllen, ist schwierig. Daher möchte ich einfach meine Gedanken mit euch teilen:

Dieser Film ist ein Paradebeispiel für Emotionen, Ernsthaftigkeit, gutes Schauspiel und musikalische Untermalung. Der Titelsong "Lilly" von Aaron ist eine super Wahl, Mélanie Laurent und Kad Merad glänzen in ihren Rollen und wurden verdienterweise beide mit dem César ausgezeichnet.
Zum Inhalt: Der Film spricht einige ernste Themen der Gegenwart an. Was bedeutet die Familie in unserer modernen Gesellschaft? Ist wahre Liebe und echtes Vertrauen in unserer heutigen Welt noch möglich? Das sind nur zwei von vielen Fragen, welche mich sehr nachdenklich gestimmt haben. Was den Film ganz besonders aus der Masse herausstechen lässt, sind der dramatische Realismus und das geringe Produktionsbudget. Man stellt fest, dass sich hier wirklich jemand Gedanken gemacht hat, und das macht mich glücklich. Es ist selten, dass eine Intention ähnlich konsequent vermittelt wurde. Daher an alle Mitwirkenden einen riesen Applaus!! Den habt ihr euch redlich verdient.

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der cineast

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Ich Applaudiere auch dem Schreiber :D :)


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8.5Ausgezeichnet

Keine Sorge, mir geht’s gut ist ein tiefgründiger Film über familiäre Strukturen und Generationenkonflikte, der zugleich die weit verbreitete Vorstellung, dass den Eltern grundsätzlich die Verantwortung für Glück und Unglück ihrer Kinder zuzuschreiben sei, durch überraschende dramaturgische Wendungen in Frage stellt. Gekonnt spielt Lioret dabei mit sozialen Vorurteilen und Klischees und sensibilisiert auf differenzierte Weise gleichermaßen für die inneren Befindlichkeiten von Jüngeren und Älteren.

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7.0Sehenswert

Philippe Lioret gelingt in "Keine Sorge, mir geht's gut" eine erstaunliche Gratwanderung. Er hat einen Film über die Ungewissheit der Empathie gedreht: Der emotionale Suspense entsteht bei ihm aus der Schwierigkeit, sich in einen anderen hineinzuversetzen. ... Liorets Kino ist auf ganz altmodische Weise den Figuren zugeneigt.

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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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6.0Ganz gut

Wie sich Mélanie Laurent buchstäblich das Leben aus dem Leib spielt, in sich zusammenfällt und wieder aufsteht, ist hier das Ereignis. Über eine Million Franzosen haben sich ihretwegen einen Film angesehen, in dem es niemandem gut geht. Es mag an der Thrillerform liegen, die Lioret seiner ja von sich aus nicht gerade originellen Krisenanalyse überstülpt.

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Kommentare (12) — Film: Keine Sorge, mir geht's gut

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Schokokathy

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Bewertung7.0Sehenswert

Das Buch im Original zu lesen, hat durchaus gezeigt, dass es dem Film leider an einigen Stellen mangelt. So wird der Leidensweg der Protagonistin hier nicht immer deutlich genug, um ihr Verhalten zweifellos nach zu empfinden. Die Story allerdings und auch die restliche Umsetzung überzeugen und machen den Film sehenswert.

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keinohrhase20

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wen ihr euch den Film zugelegt habt und nicht sicher seit ob ihr ihn auch ansehen sollt könnt ihr beruhigt sein, den keine Sorge er ist nicht nur gut sondern erstklassig was zu großen Teilen an seiner hervorragenden Hauptdarstellerin liegt.

Melanie Laurent legt eine beeindruckendes Talent zu Tage den Zuschauer am doch sehr persönlichen Schicksal ihrer nicht ganz einfach da teilweise sturen Figur teil haben zulassen. Doch gerade ihre Eigenheiten machen ihre Figur auch so ungemein spannend womit die schnell erzählte Geschichte um den verloren gegangenen Bruder bald mal zur Nebenstory wird und einer Charakterstudie weicht.

Eine Fehlbesetzung wäre dem nach der Genickbruch für den Film gewesen welcher zwar eine (u.a wegen dem „Lilly“ song) wunderbare Atmosphäre sowie eine souveränen Regie und die ein oder andere eindrückliche Szene zu bitten hat diese jedoch gerade in letzterem Falle wiederum auf Laurent zurück zu führen sind. Wen man sich den Film also ansieht dann vor allem wegen Melanie Laurent die dafür sorgt das es dem Film und dem Zuschauer gut ergeht.

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8martin

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Bewertung6.0Ganz gut

Sehr einfühlsam gemacht und mit überzeugenden Schauspielern besetzt. Und so habe ich auch die ersten 80 Minuten mit Interesse verfolgt. Zwei Dinge haben mich jedoch dabei immer wieder beschäftigt: erstens ’Was will der Regisseur uns sagen?’ Sehen wir hier das übliche Eltern-Kinder-Problem? oder ist es die immerwährende Nähe zwischen Zwillingen? oder vielleicht ein Seitenhieb auf die Behandlungsmethoden der modernen Psychiatrie?
Und zweitens wurde es immer klarer, dass der verschwundene Zwillingsbruder nicht wieder auftauchen wird. Damit ging das bisschen angesammelte Spannung immer mehr flöten. Zumal die erklärenden Erkenntnisse etwas konstruiert Zufälliges an sich haben. Die letzten zehn Minuten bringen dann zwar eine Lösung, die man fast schon nicht mehr braucht, denn die Tochter hatte sich ja inzwischen beruhigt, weil wieder frisch verliebt (ein Tröster schwirrte die ganze Zeit schon um sie herum) und die Eltern wollen ohnehin die ganze Geschichte unter dem Teppich halten. Und auch als am Ende jeder der vier Beteiligten Bescheid weiß, sprechen sie nicht miteinander darüber.
Dann kann es nur am Drehbuch liegen. Ansonsten halten wir es wie es der Titel empfiehlt.

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rkuehne

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Bewertung9.5Herausragend

Ganz einfacher, aber auch ganz starker Film. Ohne großes Theater zieht er uns in die Tragik der Familie hinein, ist abgrundtief traurig und unterhält trotzdem noch bestens. Wirklich großes französisches Kino.

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schnix84

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Bewertung9.5Herausragend

Durch Zufall bin ich über diesen Film gestolpert und komme zu dem Fazit: Grandios!
Die gute, authentische Story und eine immer spannende Atmosphäre machen diesen Film zu einem der besten französischen Filme, die ich kenne. Hinzu kommt die perfekte schauspielerische Leistung, insbesondere von Mélanie Laurent und Kad Merad, der mit diesem Film beweist, dass er nicht nur Comedy kann.

Der Film packt einen von Anfang bis zum Ende, sodass die Zeit beim gucken wie im Flug vergeht. Für mich ist auch das ein Merkmal eines guten Films.
Leichte Abzüge gibt es für 1-2 - meiner Meinung nach - zu offensichtlichen Zufällen, aber da kann man drüber hinweg sehen.

Ein absoluter Geheimtipp! Unbedingt angucken!

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veseria

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ach Melanie, du bist so symphatisch...
Sofort fühle ich mit ihr, sofort bin ich im Geschehen drin. Ohne lang zu warten beginnt sofort das Drama.
Die Wendungen die uns der Film zeigt, sind wirklich kinnladerunterklappend, schockierend und gleichzeitig so traurig.
Und das Ende ist so....Happyend oder nicht? So wirklich weiß man das nicht. In jedem Fall sagt hier Schweigen mehr als Worte.
Ein richtig toller Film auch wenn er teilweise ein klein bisschen langweilig ist. Hier hätte noch ein klein wenig mehr passieren können.

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Oceanic6

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Der Kommentar gefällt mir schon besser! ;)


veseria

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Naja danke :) Ich find Travis halt flach xD aber lass uns bitte nicht diskutieren xD Cool das du den hier gut findest. Vor allem da wir ja ansonsten einen ziemlich ähnlichen Geschmack haben. Ich sag nur Love Exposure!


Pheycia

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Eine anschaulich dargestellte Thematisierung von einem Tabuthema, dieser Film kümmert sich mehr um Hintergründe und Ursachen, als um die Krankheit selbst.
Die Story ist sehr außergewöhnlich und ich schau mir den Streifen immer wieder gerne an!

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Sanylein

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Bewertung6.0Ganz gut

Fängt interessant an, verliert aber nach und nach die Spannung zumindenst empfand ich so.

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biney

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Bewertung10.0Herausragend

Wie beim Filmende immer die Meinungen auseinandergehen... hat doch gepasst! Der Zuschauer weiß genau, was passiert ist, und Lili hat es erahnt, ist darüber hinweggekommen mithilfe des Vertrauens und der Liebe, die ihr der neue Freund schenken. Mehr braucht es doch nicht.
Mélanie Laurent war absolut bezaubernd, auch Kad Merad enttäuschte nicht - Julien Boisselier ging während des Films in seiner Rolle immer weiter auf.
Hinzu kommt die Filmmusik... hach...schön.

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breeckx

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Und die Musik ja :)
http://www.youtube.com/watch?v=CdixoJEBL6I


Kill_Diether

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Thanks, der Link hat mich überzeugt den Film zu schauen. Kenne die Musik, aber ist schon eine Weile her; war etwa in der Zeit, als "I am Kloot" ihr Debüt raus brachten.


annaberlin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Interessanter Ansatz mit der brillanten Nachwuchsdarstellerin Mélanie Laurent, ABER dieses Ende verstört dann doch ein wenig...

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Frank Farmer

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Bewertung9.0Herausragend

Der Regisseur betont, dass dieser Film ein Gefühlsthriller ist. Jeder, der mit dieser Definition nichts anfangen kann, sollte sich einfach 90min Zeit nehmen....

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alter.native

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Bewertung6.0Ganz gut

Die Idee an sich finde ich interessant, aber der Film hat für mich ein paar Glauwürdigkeitsbrüche und verliert auch irgendwann an Spannung.

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