Long Walk Home

Rabbit-Proof Fence (2002), AU
Laufzeit 94 Minuten, FSK 6, Historienfilm, Drama, Abenteuerfilm, Kinostart 29.05.2003

7.5 Kritiker
7 Bewertungen
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6.9 Community
282 Bewertungen
10 Kommentare
Long Walk Home - Bild 28954
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von Phillip Noyce, mit Andrew S. Gilbert und Roy Billing

Der Film beleuchtet ein dunkles Kapitel australischer Rassenpolitik und erzählt eine wahre Geschichte: Die gewaltsame Trennung dreier Aborigine-Mischlingskinder von ihren Müttern und deren Flucht aus dem Umerziehungslager, quer durch Wüste und Busch, 1.500 Meilen zurück nach Hause.

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Kritiken (1) — Film: Long Walk Home

Corsovilla: SchönerDenken

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7.5Sehenswert

Auf leise, angenehm unprätentiöse Weise konfrontiert dieser 2002 nach einer wahren Geschichte gedrehte Film mit dem Schicksal dreier Aborigines-Mischlingskinder im Jahre 1931. Zu dieser Zeit sind gemäß einem per Kolonialherrenselbstherrlichkeit dem Land aufgepropften Gesetz alle halbweißen Aborigines-Mischlingskinder aus ihrer Heimat zu entfernen und in möglichst weit entfernte Erziehungslager zu verbringen, wo ihre kulturellen Wurzeln rigoros gekappt werden, um sie zu hörigen Dienern der Weißen zu erziehen. Das Ziel lautet: keine dritte Rasse entstehen lassen, die später vielleicht zum Problem wird. Dies geschieht auch mit den drei Mädchen Molly, ihrer jüngeren Schwester Daisy und ihrer Cousine Maicy aus Jigalong. Als Molly 14 Jahre alt ist, werden alle drei in ein über 1000 Meilen entferntes Erziehungslager gesteckt. Verantwortlich dafür ist der – im Film sehr zurückhaltend von Kenneth Branagh verkörperte – “Chief Protector of Aborigines” A.O. Neville, der per Dekret automatisch das volle Vormundschaftsrecht über alle Mischlingskinder des Landes ausübt. Die drei Mädchen beschließen rasch, von dort auszubrechen, um irgendwie wieder in ihre Heimat und zu ihrer Mutter zurückzukehren ... (Hendrik für SchönerDenken)

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Kommentare (9) — Film: Long Walk Home

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Jeff Lebowski

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Bewertung3.0Schwach

Die Schauspieler wie die Filmmusik sind mir einfach auf die Nerven gegangen. Langeweile, Langeweile und ein Zaun. Außerdem ist mir der falsche englische Satzbau auch ziemlich negativ aufgefallen (ich weiß das die Aborigines so reden aber mich hat es halt gestört) Mehr als 3.0 ist da echt nicht drin..

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hollygolightly1

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein sehr guter Film! Emotional, ergreifend und äußerst interessant. Passend zum Thema "Australia" haben wir den Film in Englisch geguckt und ich war schockiert! Ich hatte keine Ahnung, was mit den Aborigines alles gemacht wurde... Ich habe solches Mitleid empfunden und fand den Film richtig gut! Er basiert auf einer wahren Begebenheit und zeigt das, was Menschen sehen müssen!

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DerSodomist

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Bewertung1.0Ärgerlich

"Long Walk Home" ist ein sehr langweiliger Film. Man könnte schon fast sagen, er ist wie "Der Herr der Ringe", nur dass er sich in Australien abspielt und sich die Fantasy in Grenzen hält. Und das ist schon krass, wenn man bedenkt, dass "Long Walk Home" nur eine Laufzeit von 90 Minuten hat. Mit wenig Dialog ist es einfach ziemlich schwer, den Zuschauer zu unterhalten, und wenn dabei keine besondere Atmosphäre aufgebaut wird, schläft der Zuschauer nunmal lieber ein statt gefesselt zu werden. Schauspielerisch kann "Long Walk Home" ebenso nicht überzeugen und ansonsten lässt sich noch sagen, dass dieser australische Film furchtbar langweilig ist.

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J!GS4W

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Bewertung6.5Ganz gut

Sicher ist "Long Walk Home" etwas zäh, doch geht es dem Film weniger um die Unterhaltung, als die Informierung der geschichtlichen Ereignisse bezüglich der "Stolen Generation", welche fast ein Jahrundert lang zwischen den 1860ern und 1960ern stattfanden. Die Rassenpolitik die hier geführt wurde ist nicht nur ein Beispiel für Unmenschlichkeit, sondern zeigt einmal mehr wie oft sich Menschen gegen sich selbst richten, egal ob man nun einen Blick nach Amerika, Europa oder diesem Fall Australien wirft.
"Long Walk Home" ist trotz seines Ezähltempos dennoch nicht langweilig, werden die Seiten der Weißen und Aborigenen doch angemessen portraitiert. Zudem kann der Film mit einem großen Namen locken. Kenneth Branagh, auch bekannt als ehemaliger Lehrer an der Hogwarts Schule für Hexerei und Zauberei als Lehrer für Verteidigung gegen die Dunklen Künste, Gilderoy Lockhart und im Moment als Regisseur des 3D-Filmes Thor. Branagh spielt den ideologisch so stark geprägten Weißen, der es als seine Mission angesehen hat aus "half-castes" mit der Zeit "quarter-castes" und letztlich "quadroons" zu machen um die schwarze Hautfarbe auszumerzen. Dass die schwarze Hautfarbe eigentlich die ursprüngliche Hautfarbe der ersten Menschen war und Afrika deshalb zurecht als Wiege des Lebens bezeichnet wird, sei hierbei natürlich nur am Rande erwähnt.
Alles in allem reiht sich "Long Walk Home" also in eine Reihe von informativen Filmen ein, die geschichtliche Ereignisse verarbeiten und dies gelingt dem Film angemessen, wobei jedoch keine Spur von Popcornkino oder besonders ausgefeilten Dialogen zu finden ist.

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Scipio

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Bewertung7.0Sehenswert

Bis in die 70er Jahre war das in Australien gängige Praxis, Mischlingskinder gewaltsam von ihren Aborigine-Müttern zu trennen, um sie Heime zu stecken.

Das aber Aborigine als Fährtenleser die eigenen Leute jagten, ist überhaupt nicht zu begreifen.

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Werderdonna

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Bewertung5.5Geht so

Tolle Geschichte über den Drang nach Freiheit, der Film kann das aber leider nicht überzeugend vermitteln.

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dracula007

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Bewertung9.0Herausragend

Wooooow. Ich habe lange kiene Film mehr gesehen, der so unter die Haut geht wie "Lang Walk Home". Berührend, ergreifend und zum nachdenken angeregt macht dieser Film so gut wie alles richtig. Einzig und allein hätte man noch ein wenig mehr auf die Charaktere eingehen und sie vorstellen können, doch das machen die fabelhaften Bilder und die wunderbare Story wieder wett.

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8martin

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der deutsche Titel ist Inhaltsangabe. Das Original stellt den Kaninchenzaun in den Mittelpunkt, der den entflohenen Kindern als Wegweiser dient. Phillip Noyce versucht mit seinem Film ein Kapitel australischer Vergangenheit aufzuarbeiten: Das Unrecht an den Aborigines: die zwangsweise Trennung von Mischlingskindern von ihren Eltern und die Unterbringung in einem Erziehungslager. Hier sollen sie lernen was Pflicht, Gehorsam und Verantwortung heißt. Kenneth Branagh als geölter Rassist meint ’Man müsse sie vor sich selber schützen.’ Es ist ihm egal, dass er dabei Sprache und Kultur der Ureinwohner ausmerzt. Bei seiner glücklosen Verfolgung muss er feststellen ’Sie leben zwar im Neolithikum, haben aber keinen neolithischen Verstand. Die Kinder beweisen, dass sie 2000 Kilometer zurücklegen können und den Suchtrupps immer wieder entwischen, weil das weite Land nicht ihr Feind ist. Noyce ist um Ausgewogenheit bemüht und stellt nicht alle Weißen per se als Bösewichter dar.

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TobiasSD

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein beeindruckender weil hochemotionaler Film über eine Zeit, in der in Australien Mischlingskinder "umerzogen" wurden. Unglaublich aber wahr: Bis 1970 war es in Australien gesetzlich vorgeschrieben, dass diese Kinder in Heimen fernab ihrer Familien dem westlichen Leben angepasst werden und sich so von ihrer Aborigine-Herkunft entfremden. Der Film von Phillip Noyce greift dieses dunkle Kapitel der australischen Geschichte auf und fokussiert sich auf die Flucht dreier Kinder aus ihrem Lager. Doch die Flucht aus dem Lager ist erst der Anfang, denn satte 1.500 Meilen liegen zwischen dem Heim und ihrer Heimat. Ein "Long Walk Home" (bzw. fürs TV-Publikum neu übersetzt in "Der lange Weg nach Hause") liegt vor den Kindern, die sich bei ihrem strapaziösen Heimweg immerhin an einem Zaun als Wegweiser orientieren können (daher der Originaltitel "Rabbit-Proof Fence").

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