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Barry Lyndon
Barry Lyndon (1975), GB Laufzeit 184 Minuten, FSK 12, Historienfilm, Drama, Kinostart 17.09.1976
8.0
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Moviemaster:Movie
von Stanley Kubrick, mit Ryan O'Neal und Marisa Berenson
Wie gelingt es einem irischen Burschen ohne Zukunftsaussichten, in den englischen Adel des 18. Jahrhunderts aufzusteigen? Barry Lyndon will es schaffen – auf Teufel komm raus! Er schmachtet nach den Frauenzimmern, sieht im Duell dem Tod ins Auge, versucht sich als Vagabund, Soldat im Siebenjährigen Krieg, als Lebemann, Spion und Falschspieler – und erklimmt dabei stetig die Sprossen, die Karriere, Erfolg und Reichtum versprechen.
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Cast & Crew
Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Barry Lyndon
- Genre
- Historienfilm, Drama, Kriegsfilm, Romanze
- Zeit
- 18. Jahrhundert, Preussen
- Ort
- Dublin, England, Europa, Irland
- Handlung
- Adel, Adelstitel, Affäre, Amputation, Art House-Film, Aufstieg, Aufstieg und Fall, Außenseiter, Betrüger, Deserteur, Duell, Ehrgeiz, Erfolg, Europareise, Exil, Falsche Identität, Feldzug, Flucht, Gesellschaftliche Zwänge, Glücksspiel, Inbesitznahme eines anderen Menschen, Kontrolle, Krieg, Kultfilm, Lebemann, Mann sucht Ehefrau, Plötzlicher Reichtum, Reichtum, Reise, Reiten, Reitunfall, Rekrut, Selbstmordversuch, Soldat, Spion, Stiefvater, Suizid, Trick, Täuschung, Unrecht, Untreue, Unversöhnlichkeit, Vater-Sohn-Beziehung, Verführung, Verlust des Sohnes, Verlust des Vaters, Vorgetäuschter Tod, Wut und Hass, Zwang
- Stimmung
- Berührend, Ernst
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Kritiken (4) — Film: Barry Lyndon
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] Jede Einstellung wird zu einem barocken Gemälde und fleht in erhabenster wie melancholischer Herrlichkeit nach dem passenden Rahmen. Jedes noch so irrelevante Detail erstrahlt durch die inszenatorische Vollkommenheit. Ausstattung, Schnitt, Kamera – Die Visualisierung hat den Bereich der Perfektion erreicht. Wenn dann noch Georg Friedrich Händels Sarabande einsetzt (allgemein ist der Soundtrack mit Mozart, Vivaldi, Bach, Paisiello und Schubert eine hervorragende Wucht), findet „Barry Lyndon“ einen unantastbaren Einklang. Die Gegenüberstellung von persönlichen und gesellschaftlichen Feinheiten harmoniert in jeder Sekunde, Kubrick kann den Zuschauer sowohl auf menschlicher Ebene berühren und gleichermaßen den durch die audiovisuelle Vollendung seiner wiederbelebten Epoche verführen. Überlebensgroß. Einzigartig. Atemberaubend. [...]
Kritik im Original 19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
J!GS4W Fri, 28 Dec 2012 01:03:34 -0000
Antwort löschenKubricks Bester! :)
SoulReaver Fri, 28 Dec 2012 01:15:26 -0000
Antwort löschenRichtig. Mein Liebling ist allerdings "Eyes Wide Shut". :)
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J!GS4W Thu, 04 Apr 2013 21:47:54 -0000
Antwort löschenDen werde ich mir bald auch noch mal gönnen, jetzt wo ich die Blu-Ray Collection von Kubrick habe. Wundere mich nur, dass da "Dr. Strangelove [...]" nicht dabei ist. Jedenfalls .. Die 10 solltest du an "Barry Lyndon" trotzdem noch vergeben. Neulich erst erneut gesehen, immernoch genauso faszinierend, packend, inspirierend, menschlich. The whole package.
SoulReaver Thu, 04 Apr 2013 22:58:27 -0000
Antwort löschenWenn ich ihn demnächst nochmal schaue, dann bekommt er die 10 - Wahrscheinlich auch das Herz.
Arakune: CinemaForever, Im Wendekrei...
Kommentar löschen"If ever I should meet him again you will find out who is the best man of the two. I’ll fight him sword or pistol, captain as he is."
Stanley Kubricks BARRY LYNDON ist ein episch angelegtes Bühnenstück, das größtenteils von seiner visuellen Ästhetik lebt. Kameraeinstellungen, von denen jede einzelne für die Ewigkeit geschaffen zu sein scheint und eine bis ins kleinste Detail ausgeschmückte, breit angelegte, authentische Geschichte – durch und durch anmutiges Gesamtkunstwerk. Das Wort Leinwand-Epos sollte für den Film aus dem Jahre 1975 erfunden worden sein, der trotz stolzen drei Stunden Laufzeit über beinahe keine Längen verfügt und bis ins letzte Kopfhaar ein vollkommen stimmiges, durchkalkuliertes Bildnis der Zeit des Barocks aufzeigt, ohne es unnötig zu beschönigen. Eine Epoche voller Macht-Intrigen, Irrungen und menschlicher Tragödien. Barrys ständig changierende Charakterentwicklung sind der eines Gestaltenwandlers gleich, doch stets nachvollziehbar. Das perfekt konstruierte Bildnis wird lediglich bewusst durch gelegentliche emotionale Ausbrüche zerstört und offenbart die wahren Intentionen der teils widerlichen, teils liebgewonnenen Protagonisten. Musik, Bildkomposition, Handlung – hier stimmt alles. In all seiner Pracht ist der Film aus dem Jahre 1975 vielleicht Stanley Kubricks nachhaltigster Beweis dafür, dass er stets dem perfektionistischen Zwang seines Handwerks folgte. Ein pedantisch recherchiertes, beinahe schon biographisch anmutendes Drama, das voll von Melancholie ist und der Unterhaltung eines Königs würdig wäre. BARRY LYNDON ist in seiner Gesamtheit eine perfekt inszenierte, barocke Farce. Ästhetik und Inhalt gingen beinahe nie eine stimmigere Symbiose in der Geschichte des Films ein.
7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Timo K.: Blockbuster Entertainment
Kommentar löschen"Barry Lyndon" reißt mit all seiner überirdischen Pracht, seiner Grazie, seiner Zartheit, seiner beständigen Zukunftsangst den Boden unter den Füßen weg. Es ist der intimste Film des Regisseurs, weil er in einer sozial wie zwischenmenschlich entfremdeten Figur (Ryan O'Neal) etwas ebenso fremdartig Vertrautes und Melancholisches findet, tief im Herzen verborgen. Ein Individuum zerbricht wieder einmal an den moralischen Strukturen und an der Bestie Mensch, die ihn wie ein vergifteter Apfel verführt. Ästhetischer Perfektionismus, minutiöse Arrangements und eine beängstigende Akribie aus Kubricks Tyrannei zur vollkommenen Bildermalerei ebnen den von Zerwürfnissen und Sehnsüchten überschatteten Weg Barry Lyndons ins Verderben und "Barry Lyndons" zu einem Platz direkt im Louvre neben der Mona Lisa. Jedes Detail barocker Vorbilder formvollendet, da jedem Detail ein genauestens einstudierter Platz zugewiesen wird (hier entlang, bitte!), jede Perücke, jeder Degen, jedes…
21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
Punsha Sat, 27 Aug 2011 15:53:24 -0000
Antwort löschenIch ahne, dass das bei mir so ein Film werden würde, der stark zwischen 4 und 9 oder höher schwankt. Aber der Plot klingt genau so, als ob das was für mich wäre. :)
Ist auf jeden Fall vorgemerkt.
Alle 3 Antworten zeigen
momopipi Sat, 27 Aug 2011 16:18:02 -0000
Antwort löschendas rückgrat des films war definitiv das lied, welches immer wieder lief, aber abhängig von der atmosphäre etwas höher oder tiefer gespielt wurde. ich hab dem film 8p gegeben, aber ohne die musikalische untermalung hätte ich sicherlich mindestens 2p abziehen müssen.
Andy Dufresne Sat, 27 Aug 2011 17:47:24 -0000
Antwort löschenSehr schön,fühl dich gefälltmirt...(Der Knopf lässt sich mal wieder nicht drücken) :)
Flibbo: Wie ist der Film?
Kommentar löschen[...] Dass „Barry Lyndon“ die recht offensichtlichen Oscars für Art-Direction, Kamera, Kostüme und Musik abräumte, Kubrick selbst aber wieder mal leer ausging, beschreibt die Verhältnisse recht treffend: „Barry Lyndon“ ist ein durchweg gelungener, sehr sorgfältiger, gut recherchierter Kostümfilm über das abenteuerliche Lebensdrama eines Antihelden. Kubricks technische Markenzeichen blitzen immer wieder durch, auch mag sicherlich hier und da ein feinsinniger Denkanstoß zwischen den Zeilen versteckt sein, doch hält der Filmemacher sich hier mit Spielereien zurück und lässt der minutiös ausgestatteten Erzählung den klaren Vortritt. Es ist sein mitunter unspektakulärster Film; dafür aber wohl sein in sich stimmigster.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (56) — Film: Barry Lyndon
heiko.buschhaus Sat, 20 Apr 2013 08:50:21 -0000
Kommentar löschenIch bin, das werden die, die mich oder meine Kommentare und Bewertungen kennen, bestätigen können, ein riesiger Gangsterfilm-Fan. Und zu den wenigen Genres, mit denen ich normalerweise nichts anzufangen wei, gehören u.a. Science-Fiction, Actionfilme und Historienfilme. Solte mich jedoch einmal jemand fragen, was in meinen Augen der beste 'Familienepos' wäre, eine Frage, auf die 90% aller Leute wohl mit 'The Godfather - Der Pate' antworten würden, so würde ich diesem jenigen sagen: 'Barry Lyndon'! Denn entgegen meines eigentlichen grundsätzlichen Desinteresses an Filmen dieses Genres, vor allem, wenn sie dann auch noch eine Länge wie dieser hier haben (175min), ließ mich zuerst stutzen, als ich 'Barry Lyndon' in meiner Stanley Kubrick-Collection sah. Doch in den letzten Tag löste dieser Film in mir einen Reiz aus, den ich auch nicht wirklich beschreiben kann; auf jeden Fall begegnete ich dem Film mit großer Vorfreude und Erartung. Und meine Erwartngen wurden mehr als erfüllt! Dieser Film ist so vielseitig, so er in seinem ersten Part (der mit einer Länge von 98min als eigener Film hätte durchgehen können) die Geschichte des jungen Iren Redmond Barry erzählt, der nach einem 'Ehrenmord' sein Heim verlässt und als Soldat für die englische Krone aufs Europäische Festland geht und dort allerlei Abenteuer besteht. Der zweite Teil (der mit 77min vielleicht auch als eigener Film hätte durchgehen können; man hätte also guten Gewissens einen Zweiteiler aus 'Barry Lyndon' machen können) erzählt seine Geschichte weiter, wie er sich ins Hause Lyndon einheiratet um als Edelmann zu leben und sich in ein erbitterten Anerkennungskampf mit seinem Stiefsohn Lord Bullingdon begibt. Während im ersten Part Redmond noch als als talentiertes , junges und abgewichstes Schlitzohr alle Sympathie auf sich zieht, als alleinige Hauptfigur, wird er im zweiten Part immer mehr zum gemeinen und hochnäsigen Rivalen des neuen Sympathieträgers Bullingdon und gleichzeitig zum vorhersehbaren Verderben seiner Familie. Gespickt mit einer vielzahl toller, interessanter Nebenfiguren, die allesamt verschiedene, vielseitige und toll rübergebrachte Charaktere haben und perfekt besetzt sind mit Akteuren wie Marisa Berenson, Hardy Krüger Jr., Leonard Rossiter, Murray Melvin, Godfrey Quigley, Patrick Magee und Arthur O´Sullivan und mit zwei exzellenten und unübertrefflichen Hauptdarstellern Leon Vitali und den Oscarreifen Ryan O´Neal, der hier wirklich göttlich den Wandel vom Buben zum Soldaten zum Ehrenmann zum Verdammten spielt, einer tollen Ausstattung, exzellenten Originaldrehorten, was beides dem Film seine Glaubwürdigkeit gibt, ist dieser Film ein unverzichtbares Muss, vielzu unterbewertet und in meinen Augen, nach 'A Clockwork Orange', der zu meinen fünf absoluten Lieblingsfilmen gehört, Kubricks Zweitbester! Muss man unbedingt gesehen haben!
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Striker778 Sun, 07 Apr 2013 23:08:44 -0000
Kommentar löschenKubrick völlig am Ausrasten.
England. Liebe. Neid. Duelle. Flucht. Überfälle. Geld. Armee. Lügen. Erlösung. Krieg. Leid. Deutschland. Betrug. Heldenverehrung. Holland. Spionage. Heimweh. Beleuchtung. Dubiose Unternehmungen. Die NASA. Täuschungen. Frankreich. Musik. Kartenspiel. Kostüme. Reichtum. Kinder. Bühnenbilder. Verfall. Verzweiflung. Napoleon. Schulden. Fürsorge. Licht. Gemälde. Wut. Schicksal. Trauer. Vergeltung. Rache. Verstümmelung. Perfektionierung.
Kunst.
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horro Sat, 02 Feb 2013 20:13:50 -0000
Kommentar löschenWunderbare Landschaft, epische Geschichte, perfekte Inszenierung - Kubrick hats wie immer voll im Griff ... aber das Ding ist brutal lang.
bedenklich? 18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 13 Antworten
nerdkiller Sat, 02 Feb 2013 20:15:05 -0000
Antwort löschen... und brutal toll. ;)
horro Sat, 02 Feb 2013 20:15:46 -0000
Antwort löschenist er auf jeden Fall, auch wenn ich danach etwas erschöpft war ;)
nerdkiller Sat, 02 Feb 2013 20:17:52 -0000
Antwort löschenOkay, ich find den wunderbar, bin immer überrascht, wie schnell der doch rum ist... Liegt auch an meiner Vorliebe für so Epen. ^^
horro Sat, 02 Feb 2013 20:18:59 -0000
Antwort löschendarauf stehe ich eigentlich auch ... mache einfach noch einen Moment Pause, bevor ich mir den ein weiteres Mal gönne
Filmkenner77 Sat, 02 Feb 2013 20:50:21 -0000
Antwort löschenBarry Lyndon hat in der Tat einige Längen. Sicherlich ein guter Film, aber ich habe da andere Lieblinge von Kubrick.
horro Sat, 02 Feb 2013 20:55:59 -0000
Antwort löschenich natürlich auch ... faszinierend ist halt einfach, dass unter seinen eher wenigen Werken so gar kein Rohrkrepierer ist :)
nerdkiller Sat, 02 Feb 2013 20:57:56 -0000
Antwort löschenBarry Lyndon ist mittlerweile sogar mein Liebling von Kubrick... Und ja, erstaunlich, dass der keine Gurken drehen konnte. ;)
horro Sat, 02 Feb 2013 21:52:09 -0000
Antwort löschenich glaube jede Sparte, sei es Wissenschaft oder Kunst, bringt so ein, zwei Genies pro Aera zu Stande ... Kubrick ist sicher ein solches :)
stalker Sun, 03 Feb 2013 07:23:49 -0000
Antwort löschenNaja, der geht eben nur bei ganz gewissen Stimmungen, aber wenn alles passt und Herbst ist, dann ist er der beste Film der Welt.
horro Sun, 03 Feb 2013 11:06:11 -0000
Antwort löschendann werde ich wohl mal bis zum Herbst warten und den dann nochmals anschauen ... danke für den Tipp!
lieber_tee Tue, 05 Feb 2013 21:10:01 -0000
Antwort löschenBei mir gibt es keine Jahreszeit um dieses Langeweile zu ertragen... Ja , mein Kopf sagt: Ist ein hochstilisiertes Filmkunstwerk, wenn bloß mein Kopf mal bis zum Ende wachbleiben würde...
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RoosterCogburn Wed, 20 Feb 2013 00:49:13 -0000
Antwort löschenIn meinen Augen - brutal zu etwas hoch stilisiert, was der Film nicht ist und nie war.
horro Wed, 20 Feb 2013 18:35:49 -0000
Antwort löschender Film ist wohl, was die Zuschauer daraus gemacht haben und Kubrick können wir leider nicht mehr fragen
DerDude_ Tue, 29 Jan 2013 21:06:20 -0000
Kommentar löschenStanley Kubrick war schon ein Meister der Bilder.
Seine Weltraum Bilder in 2001 sind auch heute im digitalem Zeitalter beeindruckend, seine Aufnahmen von den Gängen in SHINING jagen mir alleinstehend schon einen Schauer über den Rücken. Aber unter all seinen Bildern und Impressionen haben mich keine so beeindruckt wie die von BARRY LYNDON. Sie wirken wie bewegte Barock Gemälde und so authentisch das man sich wie in die Zeit zurück versetzt fühlt. Auch die Kameraführung ist beeindruckend : Oft werden Personen in die Nahaufnahme genommen, woraufhin die Kamera heraus zoomt und die prächtige Landschaft, in welcher die Figuren stehen, offenbart. Es deutet sich an das Kubrick zwar die Personen in den Fokus seines Filmes rückt, aber letztendlich sind sie nur kleine Punkte in einem großen Gemälde.
Der Rest des Filmes lässt sich wie folgt zusammenfassen : 3 Stunden perfektes Kostümkino. Perfekt durchkomponiert und mit viel Liebe zum Detail wird hier das 19. Jahrhundert zum Leben erweckt. Die Handlung vom Aufstieg und Fall eines Individuums wird sehr rasant aber nicht gehetzt erzählt sodass sich die 3 Stunden Laufzeit um vieles kürzer anfühlen.
Keine Ahnung warum ich mir diesen Film so lange vor mir her geschoben habe. Ich bin vielleicht nicht der größte Fan von Kubricks Inszenierung aber letztenendes beeindrucken mich seine Filme immer wieder.
bedenklich? 18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Le Samourai Thu, 03 Jan 2013 17:29:29 -0000
Kommentar löschenAlso jeder, der Kubrick Gefühllosigkeit vorwirft, hat offensichtlich nicht die Sterbeszene aus BARRY LYNDON gesehen.
Was für ein Film. Kubrick, der Perfektionist, perfekter denn je. Alle Departments leisten Formvollendung. Hier kommt selbstverständlich nur die Höchstpunktzahl in Frage.
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nerdkiller Thu, 03 Jan 2013 17:32:30 -0000
Antwort löschenSo isses! ;)
Jenny von T Thu, 03 Jan 2013 17:33:38 -0000
Antwort löschenGanz glaskare Angelegenheit. Die Sterbeszene gehört für mich auch mit zum Ergreifendsten, was ich je in einem Film gesehen habe. Überhaupt steckt so viel Gefühl in BARRY LYNDON. Unfassbar. Vielleicht der beste Film, der jemals gedreht wurde.
Le Samourai Thu, 03 Jan 2013 17:34:49 -0000
Antwort löschenYay! Einigkeit mit Jenny! :) Hast natürlich Recht! Vielleicht in der Tat der beste Film, der jemals gedreht wurde...
Mr Vincent Vega Thu, 03 Jan 2013 17:35:47 -0000
Antwort löschenWohl eher der bekloppteste. Aber vor Le Samourais Meisterwerkkeule ist ja eh nichts heilig, nicht einmal kleine nett-pupsige Vorabendmelodramen wie Revolutionary Road.
Jenny von T Thu, 03 Jan 2013 17:35:52 -0000
Antwort löschenJetzt mal nicht so polemisch hier, so oft sind wir uns auch wieder nicht uneinig. ^^
Le Samourai Thu, 03 Jan 2013 17:36:56 -0000
Antwort löschenMr Vincent Vega ist auf dem besten Wege, sämtliche Glaubwürdigkeit zu verlieren. :)
@ Jenny: Ja, stimmt schon.. Freut mich nur jedesmal, wenn wir es sind!
Mr Vincent Vega Thu, 03 Jan 2013 17:37:54 -0000
Antwort löschenDas hast Du schon 100 Mal gesagt und trotzdem findest Du mich nach wie vor unwiderstehlich.
Le Samourai Thu, 03 Jan 2013 17:39:30 -0000
Antwort löschenDas ist in der Tat das paradoxe an dir.
Ohne Wiederkehr Thu, 03 Jan 2013 17:39:37 -0000
Antwort löschenKubrick hat bei weitem bessere gemacht !!! (obwohl BARRY LYNDON natürlich denn och großartig ist).
Le Samourai Thu, 03 Jan 2013 17:40:50 -0000
Antwort löschenAch was heißt schon "besser"? Kubrick hat fast ausschließlich technisch perfekte Filme gedreht. "Besser" als Barry Lyndon ist vielleicht wirklich keiner, mir persönlich gefallen 2001 und Shining aber "besser".
nerdkiller Thu, 03 Jan 2013 17:41:03 -0000
Antwort löschenNö: Barry Lyndon toppt alle - ist mir auch erst bei der dritten Sichtung klar geworden. Traum von einem Film!
Mr Vincent Vega Thu, 03 Jan 2013 17:41:56 -0000
Antwort löschenHilfe, ist das nerdig hier. Wie bei Filmstudentenerstsemestlern. *Kommentarbenachrichtigung abstell*.
Jenny von T Thu, 03 Jan 2013 17:42:54 -0000
Antwort löschenFinde nicht, dass man bei Kubrick einen "besten" Film ausmachen kann, da er beinahe jedes Genre bedient hat. Aber BARRY LYNDON war immer mein Favorit, obwohl ich Historienschinken eher abgeneigt bin. Außerdem ist der Film gnadenlos unterschätzt und (vergleichsweise) unbeachtet, soviel steht auch mal fest.
Kubrick_obscura Thu, 03 Jan 2013 17:43:04 -0000
Antwort löschenPerfekt ist der Film bei weitem nicht. Kubrick hat ja nie perfekte Filme gedreht, so wie es kein anderer vor und nach ihm gemacht hat. Das ändert aber nichts daran, dass "Barry Lyndon" ein Meisterwerk ist. :-)
Le Samourai Thu, 03 Jan 2013 17:48:32 -0000
Antwort löschenImmer diese Theoretiker. :D Natürlich ist der Film perfekt. Und es gibt durchaus auch weitere "perfekte" Filme auf dieser Welt.
Ohne Wiederkehr Thu, 03 Jan 2013 17:52:09 -0000
Antwort löschenich kenne keinen
Le Samourai Thu, 03 Jan 2013 17:55:26 -0000
Antwort löschenNa dann werfe ich mal SEPPUKU oder PERSONA in den Raum.
Kubrick_obscura Thu, 03 Jan 2013 17:57:44 -0000
Antwort löschenIch habe glaube ich ein Problem mit dem Wort "perfekt". Es ist mir unheimlich und bei einem "perfekten Film" denke ich unweigerlich an nichts gutes. :-)
Le Samourai Thu, 03 Jan 2013 18:00:05 -0000
Antwort löschenJa, lassen wir das einfach. Ist auf jeden Fall ein sehr subjektives Wort. Einigen wir uns auf: Barry Lyndon = Meisterwerk. :)
Le Samourai Thu, 03 Jan 2013 18:07:53 -0000
Antwort löschenNee, geweint hab ich auch nicht. Aber ich weine tatsächlich NIE bei Filmen. ;)
"klinische Distanz und einen ausgesprochen subtilen Sinn für die Komik menschlichen Scheiterns" - definitiv! Aber eben auch - und im Gegensatz zu Kubricks sonstigen Werken - viel, viel Gefühl. Wie gesagt, die Sterbeszene ist schon Kloß-im-Hals-Material.
Jenny von T Thu, 03 Jan 2013 18:10:20 -0000
Antwort löschenIch fand BARRY LYNDON von allen Kubricks mit großem Abstand am allerwenigsten "klinisch". Wie unterschiedlich man Filme doch aufnehmen kann...
Le Samourai Thu, 03 Jan 2013 18:13:57 -0000
Antwort löschenDefinitiv Replikant. :D
der cineast Thu, 03 Jan 2013 18:18:59 -0000
Antwort löschenRajkolein, Du hattest den miefigen Revolutionary Road aber auch mal in Deiner Top Ten (2009, Platz 4) des Jahres. : )
Jenny von T Thu, 03 Jan 2013 18:26:41 -0000
Antwort löschenJetzt steht er nur noch auf ganz hartes Zeug wie TITANIC.
der cineast Thu, 03 Jan 2013 18:29:21 -0000
Antwort löschenUnd Jenny auf Tiger-Filme.
Jenny von T Thu, 03 Jan 2013 18:31:11 -0000
Antwort löschenIch bin ein Mädchen. Ich darf das.
Ohne Wiederkehr Thu, 03 Jan 2013 18:33:39 -0000
Antwort löschenIch finde, dass wede Barry Lyndon noch sein Stiefsohn Sympathieträger waren, so dass man bei der Sterbeszenenicht so sehr mitfühlen kann, natürlich ist der Film nicht sso ddistanziert, wie ide anderen Filme von Kubrick, aber die großen Gefühle hat er bei mir nicht wecken können.
Es war einfach faszinierend den Aufstieg und tiefen Fall von Barry Lyndon (klingt irgendwie sadistisch, aber es ist wirklich so) und die großartige Inszenierung von Stanley Kubrick zu sehen (obwohl es einer der Filme ist, wo ich nicht wirklich sagen kann, wwas das großartige ist, dass man besonders mit den Charakteren mitfühlen kann ist es jedoch nicht).
der cineast Thu, 03 Jan 2013 18:33:51 -0000
Antwort löschenJenny von T(iger).
Le Samourai Thu, 03 Jan 2013 18:52:42 -0000
Antwort löschen@ ohne wiederkehr: da stirbt aber nicht der stiefsohn sondern der sohn, und zwischen den beiden war die emotionale binding ja sowas von vorhanden.
@ universe: revolutionary road >>>>> titanic !!!
P.S.: Der Tigerfilm ist mit SICHERHEIT toll. Ang Lee halt.
Ohne Wiederkehr Thu, 03 Jan 2013 18:55:17 -0000
Antwort löschen@ Le samourai: Kann sein, hab ich nicht mehr genau im kopf. ich weiß nurnoch, dass ich zu keinem Charakter eine wirklich starke emotionale Bindung hatte.
Ohne Wiederkehr Thu, 03 Jan 2013 18:56:22 -0000
Antwort löschenPS: Ich dachte übrigends erst, dass Barry Lyndon in dem Duell stirbt, bis mir dann kurz nach abschicken des Kommentars einfiel, dass es nicht so war, aber die Aussage bleibt die gleiche.
der cineast Thu, 03 Jan 2013 18:58:30 -0000
Antwort löschenJetzt hört doch mal mit Kubrick auf. Ich will jetzt Liebe machen. Mit Jenny. Ohne Wiederkehr.
Le Samourai Thu, 03 Jan 2013 18:59:44 -0000
Antwort löschenOk, dann reden wir von zwei völlig verschiedenen Szenen. :)
Ich rede von der Szene am Sterbebett des kleinen Sohnes, der vom Pferd gefallen ist, und Barry und Lady Lyndon jeweils rechts und links von ihm sitzen und seine Hände halten. UNFASSBARE Szene.
Das letzte Duell ist natürlich absurd, und nicht emotional.
Le Samourai Thu, 03 Jan 2013 19:01:11 -0000
Antwort löschen:D
Ohne Wiederkehr Thu, 03 Jan 2013 19:11:32 -0000
Antwort löschenOk, die Handlung kriege ich wirklich nicht mehr richtig zusammen, ich habe leider keine Ahnung mehr, wer genau gestorben ist, aber die Eindrücke habe ich noch genau im Kopf (und das obwohl ih ihn erst vor ca. einem Monat wieder gesehen habe).
Pfizze Thu, 03 Jan 2013 20:45:43 -0000
Antwort löschenIch will hier nichts gegen den Tigerfilm hören.
der cineast Thu, 03 Jan 2013 20:50:00 -0000
Antwort löschenHeißt Du eigentlich Pfizze wegen Günter Pfitzmann? (Praxis Bülowbogen)
Alle 39 Antworten zeigen
Pfizze Thu, 03 Jan 2013 20:52:21 -0000
Antwort löschenNein, aber lustigerweise wurde ich das schon einmal gefragt.
J!GS4W Thu, 03 Jan 2013 23:02:15 -0000
Antwort löschen♥
Audreyfan Fri, 28 Dec 2012 17:41:03 -0000
Kommentar löschenBarry Lyndon. Ein Film wie kein anderer Film. Doch warum? Was wir hier sehen sind bewegte Bilder. Bilder? Was wir hier sehen sind bewegte Kunstwerke. Dazu Musik und Dialoge. Es handelt sich um das Leben eines Mannes, es geht um Liebe, Trauer, Macht, Geld und noch so ein paar andere menschliche Sachen. Halt ein Film. Doch irgendwas ist besonders an diesem Film. Muss ich schmunzeln? Ist mir traurig zumute? Fiebere ich mit? Ja. Sitze ich auf dem Sofa und gucke einen Film? Ja...und Nein. Ich sitze zwar hier, aber gleichzeitig bin ich auch in Barry Lyndons Welt. Ich sehe ihn als jungen Mann, wie er blind vor Liebe Streitereien provoziert, wie er seine Angst unterdrückt und tapfer dem Feind entgegengeht. Wie er lügt, wie er betrügt, wie er liebt, wie er sich nach Reichtum und Macht sehnt, wie er sich verändert. Ich sehe ihn als erwachsenen Mann, wie er eine schöne Frau heiratet, wie er mit seinem Sohn spielt, wie er seinen Stiefsohn verprügelt, wie er mit seiner Mutter durchs Dorf humpelt. Ich sehe das Leben eines Mannes, ich sehe einen Film. Ich sehe ein Meisterwerk, für das das Wort "Kunst" untertrieben wäre. Ich sehe Landschaften, in die man sich nur verlieben kann. Alles schwingt und zieht mit bescheidener klassischer Musik vor meinen Augen vorbei. Es wird laut. Es wird leise. Glück, Pech, Liebe, Hass, Trauer... Ich sehe das Leben. So hohe und poetische Kunst, wie es kein Künstler zufriedenstellend darstellen könnte. Außer vielleicht Kubrick.
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AwesomeTotoro Fri, 28 Dec 2012 18:36:29 -0000
Antwort löschenSehr gemerkt.
nerdkiller Fri, 28 Dec 2012 18:45:03 -0000
Antwort löschenYeay, schöner Text und Wertung.
Audreyfan Fri, 28 Dec 2012 18:58:09 -0000
Antwort löschenDankeschön :) Mitunter der beste Kubrick
nerdkiller Fri, 28 Dec 2012 19:03:04 -0000
Antwort löschenSag ich ja. ;)
stalker Sat, 29 Dec 2012 07:06:03 -0000
Antwort löschenWirklich schöner Kommentar und mitunter ist Barry Lyndon für mich sogar der beste Film.
Alle 7 Antworten zeigen
Audreyfan Sat, 29 Dec 2012 10:35:42 -0000
Antwort löschenDanke :)
alex023 Fri, 04 Jan 2013 16:16:17 -0000
Antwort löschenIch sehe diesen Kommentar. So hohe und poetische Kunst, wie es kein Künstler zufriedenstellend darstellen könnte. Außer vielleicht Jacky. :P
alex023 Fri, 21 Dec 2012 12:51:45 -0000
Kommentar löschen[Eine Reise durch Stanley Kubricks Filmographie 3/9]
„I shall not rest until I see you Lord Lyndon. You have important friends. They can tell you how these things are done. For money, well-timed and properly applied can accomplish anything.“
BARRY LYNDON ist ein Epos, ein Monumentalfilm, ein Wahnsinnswerk in seiner Gesamtheit. Zunächst scheinbar nur eine übliche Geschichte von Aufstieg und Fall, kann man doch nicht ganz so einfach darauf blicken. Denn es steckt noch viel mehr dahinter, vor allem wenn man die phasenweise herausragende Inszenierung betrachtet.
Es ist wie so oft, wie eigentlich immer, bei Stanley Kubrick, dass sich die narrativen Techniken mit den filmischen verbinden und so ein Gesamtkunstwerk schaffen. Da haben wir auf der einen Seite den jungen Barry, der durch geschickte Manipulation der Umstände und sehr, sehr viel Glück auf seiner Seite von einem einfachen Jungen zum Lord Lyndon aufsteigt. Auf der anderen Seite folgt die Kamera ihm stets, präsentiert Landschaft und Charaktere gleichsam und fügt dies alles zusammen. Dazu haben wir dann noch die besondere Inszenierung einiger Szenen, bei denen er keinerlei elektrisches Licht, sondern lediglich Kerzenlicht verwendete, um die Authentizität der Szenen nochmals zu verstärken. Dies gelang ihm mithilfe einer eigentlich für die NASA konstruierten Spezial-Kamera und er führte damit jene Aufnahmen durch, die eigentlich als unmöglich galten. Seine Darstellung der barocken Zeit, in der er vor allem die Schönheit der damaligen Malerei und Musik zeigen wollte, war bis dato der erste Film, der keine anstößige, provokante oder kritische Handlung aufwies und demnach auch zunächst mit Verwunderung aufgenommen wurde. Er spielte auch erstmals seine Produktionskosten nicht ein, weil das Publikum vermutlich keinen Zugang zu diesem Werk fand. Es ist hier anders als bei seinen Werken wie „2001“ oder „A Clockwork Orange“, der Zuschauer muss hier nichts deuten, auf irgendetwas beziehen, sondern einfach nur schlicht das Gezeigte verstehen. Vielleicht schreckt hier auch die Laufzeit ab, was bei über drei Stunden natürlich legitim ist für den Gelegenheitszuschauer. Denn wenn man „einfach einen Film schauen möchte“, kann man nicht einfach Werke wie „Barry Lyndon“ oder auch „The Godfather“ (Referenz nur wegen der Länge) auswählen, da diese schlichtweg dafür nicht geeignet sind.
Natürlich war das Ende des Films absehbar, jedoch schmälert das auch hier nicht die Wirkung des gesamten Werks. Es ist eine einfache Geschichte von Aufstieg und Fall, jedoch so stark und virtuos inszeniert, dass man richtig eintaucht in das Geschehen. Diese Authentizität und „Echtheit“ des Ortes, des Handelns der Personen, der Charaktere selbst – das alles macht auch dieses Werk Kubricks einzigartig.
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bestseimon Fri, 21 Dec 2012 13:20:51 -0000
Antwort löschenBesser als Full Metal Jacket? Muss ich mir merken!
alex023 Fri, 21 Dec 2012 13:23:53 -0000
Antwort löschenJep, ist er. Aber auch nur einen (0,5er) Tick. ;)
alex023 Fri, 21 Dec 2012 13:24:06 -0000
Antwort löschen...obwohl man die natürlich gar nicht vergleichen kann. :D
nerdkiller Fri, 21 Dec 2012 13:53:49 -0000
Antwort löschenFür mich mittlerweile der beste Kubrick.
Gut erkannt, dass die Geschichte eigentlich ziemlich nebensächlich ist, da das hier mehr ein riesiges Portrait der Gesellschaft im 18. Jahrhundert ist.
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alex023 Fri, 21 Dec 2012 14:15:40 -0000
Antwort löschenOh, ich hab da noch 3 Stück, die besser sind. ;)
nerdkiller Fri, 21 Dec 2012 14:17:08 -0000
Antwort löschenHm, das sind auch nur Nuancen, die da den Unterschied machen. ;)
Schmax Sat, 15 Dec 2012 13:25:54 -0000
Kommentar löschenGeht man bei der Blu-Ray von Barry Lyndon auf die Szenenauswahl, ist jedes der dort angezeigten Bilder ein Gedicht.
"Barry Lyndon" ist wenn man bei Kubrick überhaupt davon sprechen darf, sein Überwerk. So glamorös, amutig und schön wie das Zeitalter selber.
Jedes Bild scheint mit akribischer Genauigkeit durchdacht und gestaltet worden zu sein. Ich hege den leisen Verdacht, dass Kubrick selbst die Tauben in der zweiten Duellszene abgerichtet hat damit sie im richtigen Moment losfliegen.
Die von Kubrick so meisterhaft beherrschte Abstimmung von akustischem und optischen findet in "Barry Lyndon" noch mehr als in 2001 seinen Höhepunkt. Der Film marschiert, tanzt und fließt in mehr als beeindruckender Art und Weiße durch die Gesamtzeit von 3 Stunden.
Und dann in der Mitte des Films kommt DIE Szene. Lady Lyndon sitz am Spieltisch umgeben von Kerzenschein. Die Blicke zweier Menschen werden in meisterhafter Eleganz eingefangen. Der Moment des sich verliebens. Kubrick malt diesem Moment ein Bild das für alle Ewigkeit in meinem Herzen präsent bleiben wird.
Danke Stanley Kubrick für dieses Kunstwerk von unermesslicher größe.
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Sandsturm Thu, 27 Dec 2012 00:03:18 -0000
Antwort löschenDie Szene in der Lady Lyndon danach auf den Balkon tritt und wartet finde ich auch göttlich ...
CarlSchmitt Fri, 30 Nov 2012 02:21:20 -0000
Kommentar löschenDas 20. Jahrhundert brachte einige herausragende Regisseure hervor, die in der Traumfabrik, wie Hollywood auch liebevoll genannt wird, ihre künstlerischen Spuren hinterließen. Aber nur wenige werden sich mit der kreativen Kraft und der filmerischen Qualität Stanley Kubricks messen lassen können. Kubricks intellektueller Geist, ebenso wie sein Wille zur Innovation und zur Unbequemheit, setzte neue Maßstäbe, die vermutlich auch bis heute noch unerreicht sind. Dabei umfasste sein Lebenswerk gerade einmal 16 Filme in 40 Jahren - zum Vergleich: Alfred Hitchcock drehte ca. 60 Filme - wobei es fast jeder Kubrick-Film zu einem Alltime-Klassiker geschafft hat. Insbesondere seine sozialkritischen und provokanten Werke wie “2001 – A Space Odyssee”, “Clockwork Orange” oder “Full Metal Jacket” machten ihn bei Filmanhänger in aller Welt bekannt. Doch auch seine nicht ganz so bekannten Stücke sind außerordentlich sehenswert, so wie beispielsweise „Barry Lyndon“ aus dem Jahre 1975, der auf dem Roman „Die Memoiren des Junkers Barry Lyndon“ basiert. „Barry Lyndon“ thematisiert den Auf- und Abstieg eines jungen, irischen Landadeligen, der seine Heimat aus Angst vor der Justiz verlässt und sich später der britischen Armee anschließt, die im Siebenjährigen Krieg gegen Frankreich kämpft. Des Weiteren besteht „Barry Lyndon“ aus zwei Filmteilen, die ganz klassisch den Auf- bzw. Abstieg der Hauptfigur darstellen. Während der erste Teil fast einem Roadmovie gleicht, also einem dynamischen Film, der durch eine Reise und die damit verbundenen, häufigen Ortswechsel gekennzeichnet ist, tendiert der zweite Teil eher zu einem ruhigen, intelligenten Schauspiel. Als besonders beeindruckend sind die Requisiten und Kostüme (hierfür gab es in beiden Kategorien zu Recht die Verleihung eines Oscars) zu bewerten, durch die eine glaubwürdige Rekonstruiert des 18. Jahrhunderts vollzogen werden konnte. Auch die Filmmusik trägt hierzu bei, die im Wesentlichen aus Stücken von Händel, Bach, Vivaldi und Mozart besteht. Insgesamt wird durch die Ästhetik des Films eine grandiose Atmosphäre geschaffen, die den Zuschauer in das barocke 18. Jahrhundert zurückversetzt und damit auch an die Verfilmung der Mozartbiographie „Amadeus“ erinnert, die fast zehn Jahre später erscheinen sollte. Sicherlich ist „Barry Lyndon“ einer der weniger aufsehen-erregenden Filme seines Gesamtwerkes. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn „Barry Lyndon“ gehört auch ohne Provokationen und Gesellschaftskritik zu seinen stärksten, wenn auch unterschätzten Filmen. Die Laufzeit von 180 Minuten, die von manchen vielleicht als etwas zu lang moniert wird, ist hierbei jedoch mehr Wonne als Bürde. Man langweilt sich in den drei Stunden tatsächlich so gut wie nie, denn die Geschichte ist durchgehend spannend erzählt. Und selbst in den Momenten, in denen die Story etwas langsamer voran schreitet, wird dies durch Bildgewalt und einer beeindruckenden Inszenierung ausreichend abgefedert. Ja, „Barry Lyndon“ ist fürwahr ein modernes Epos aber zugleich auch eine klassische Tragödie. 10/10 Punkte
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Iamthesword Fri, 23 Nov 2012 15:49:19 -0000
Kommentar löschen"Barry Lyndon" ist beinahe die perfektionierte aristotelische Tragödie: die Handlung ist im Wesentlichen von Anfang an bekannt, Aufstieg und Fall Redmond Barrys teilen den Film in genau zwei Hälften und auch das Ende sieht man schon zu Beginn kommen. Und das ist auch gut so: wie in der griechischen Tragödie kann sich der Zuschauer voll und ganz auf das "Wie", den Ablauf und die Umsetzung konzentrieren. Eben hier entfaltet "Barry Lyndon" einen unheimlichen Sog: jede Szene ist ein Kunstwerk an sich. Perfekt kombinierte Einstellungen, Bilder, wie sie John Constable nicht hätte schöner malen können, kombiniert mit einem betörenden Soundtrack und eine bis ins kleinste Detail rekonstruierte Ausstattung. Vor allem die Kamera trifft IMMER den richtigen Winkel und die richtige Distanz.
Vor diesem Hintergrund entfaltet die Geschichte um den Iren Redmond Barry, der um jeden Preis den Aufstieg in der Gesellschaft schaffen will und der an seiner Herkunft und dem damit verbundenen Verhalten scheitert - eine Geschichte, die im Kino relativ oft erzählt wird - dennoch eine völlig eigenständige Anziehung. In der ersten Hälfte des Films fiebert man mit dem jungen Barry, der sich (fast wie der Simplicissimus während des Dreißigjährigen Kriegs) durch das europäische Chaos während des siebenjährigen Krieg mogelt, in der zweiten Hälfte sieht man hilflos zu, wie er sich in der Unfähigkeit, das Erreichte zu festigen, immer weiter von demselben entfernt und bezeichnenderweise für ein Auflackern von ehrenhaftem Verhalten (während des finalen Duells) aufs Härteste bestraft wird.
So ist Stanley Kubrick mit diesem Film ein Epos im besten Sinne gelungen, mit großen Bildern und großen Emotionen; ein Meisterwerk!
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hollygolightly1 Wed, 14 Nov 2012 17:24:51 -0000
Kommentar löschenEin traumhaftes Gemälde. Oder nein, eine ganze Kunstgalerie. Oder aber vielleicht ein Roman? Es steckt so viel in diesem monumentalen Film. Und dabei kommt es auf die Details an. Eines steht jedenfalls fest: „Barry Lyndon“ ist höchste Kinokunst.
Die pittoresk anmutenden Bilder, die Kubrick präsentiert, sind ebenso beeindruckend wie die elegante und aufwendige Inszenierung an sich. Prunkvolle Kostüme, die originalgetreue Ausstattung, die präzise Kamera von John Alcott, der Dreh an Originalschauplätzen, prächtige Farben – das alles sorgt dafür, dass man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt und sich gänzlich ins 18. Jahrhundert versetzt fühlt. Insbesondere die langen Szenen und Einstellungen bei Kerzenlicht sind atmosphärisch so dicht, dass man das Gesehene am liebsten einrahmen und in einem Museum ausstellen würde.
Nicht nur der Erzähler aus dem Off trägt zum satirischen Unterton bei, sondern auch die Geschichte des jungen Iren Redmond Barry, der sich als Soldat, Spion und Falschspieler versucht, in die Adelsklasse aufsteigt, dabei stets nach Ruhm und gesellschaftlichem Ansehen strebt, letzten Endes jedoch scheitert.
Gerade die Tatsache, dass die Charaktere in dem Film so leblos und statisch wirken, lässt das Ganze wunderbar absurd aussehen und macht die einmalige Bildkomposition erst möglich. In „Barry Lyndon“ liegen Glück und Unglück nah beieinander, was Kubrick souverän darstellt, indem er von verschiedenen visuellen sowie narrativen Mitteln Gebrauch macht und nebenbei wieder einmal sein feines Gespür für die richtige Musikauswahl in Filmen an den Tag legt. Die klassische Musik harmoniert wunderbar mit den Bildern und macht dieses Epos zu einem audiovisuellen Genuss. Absolutely brilliant.
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jedi37 Tue, 09 Oct 2012 21:53:11 -0000
Kommentar löschenBarry Lyndon hat nach all den Jahren nichts von seiner Faszination verloren. In grandiosen Bildern mit wunderbarer Klassischer Musik untermalt erzählt der Film die Geschichte eine Glücksritters. Er selbst und auch die meisten anderen Figuren sind weder besonders sympathisch noch ist die Story besonders spektakulär.
Und doch zeichnet Stanley Kubrick ein faszinierendes Sitten- und Geschichtsgemälde des 18. Jahrhunderts. Das liegt hauptsächlich an seiner einzigartigen Bild- und Szenenkomposition wie er es in seinen anderen Meisterwerken immer wieder gezeigt hat. Kubrick nimmt sich Zeit, eine Tugend die in der heutigen Ära sehr selten geworden ist. besonders die Duellszene kurz vor Ende wurde nahezu unerträglich, keinesfalls weil sie langweilig war, eher wirklich spannend ohne auf Effekte wie Zeitlupe zurückzugreifen.
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Parz1val Thu, 20 Sep 2012 16:04:54 -0000
Kommentar löschenEs ist ein leichtes, Barry Lyndon als verstaubten Kostümschinken abzustempeln, doch tut man dem Film damit unrecht. Es stimmt, eine große Geschichte erzählt der Streifen nicht, den Aufstieg und Fall einer Person durch die Gesellschaft haben wir schon ein paar Mal auf der Leinwand gesehen. Aber: Barry Lyndon ist mehr als ein Kostümfilm mit Barockmusik - Barry Lyndon ist wie das Flanieren durch eine Galerie der alten Meister. Kubrick will die Vergangenheit gar nicht zum Leben erwecken, gar eine große Geschichte erzählen, der Film dient nur noch ein entrücktes Fenster zur Vergangenheit. Durch die Patina des rein natürlichen Lichts (hence: Kerzenlichtaufnahmen), ruhigen, oft auffällig gezoomten Einstellungen und konsequentem Framing erstarren die Szenen zu Gemälden, Stilleben, Streiflichtern aus dem literaischen Leben des Glücksritters Redmond Barry. Gleichwohl dreht sich die Psychologie vom Striptease des Vorgängers A Clockwork Orange um 180 Grad zu hermetisch verschlossenen, kaum lesbaren Wachsfiguren. Gerade Barrys Persönlichkeit ändert sich durch den Film keinen Deut, doch wie auch, der Film lässt keine offene Interpretation des Innenlebens zu - nach Vorbild jener verblichenen Gesichter auf Gemälden, die ihre Gedanken nur erahnen lassen.
Und noch eine Parallele: So gerne man damit wirbt, Kubrick verabschiedet sich vom eh zum Scheitern verurteilten Anspruch an historische Genauigkeit. Zu diffus, zu unpräzise bleiben die Orte auf der Karte, zu auffällig die Diskrepanzen des Erzählers (der "Führer" durch die Galerie?) mit den Geschehnissen auf der Leinwand, zu offensichtlich historische Ungereimtheiten. Dass ein preußischer Minister im 18. Jahrhundert etwas Englisch spricht lasse ich mir noch gefallen, doch bei einem dahergelaufenen Offizier wirds dann schon zweifelhaft und bei einer Bauersfrau schlicht schwachsinnig.
Drei Stunden, die überraschend schnell vorbei gehen. Drei Stunden, die den klassischen Historienfilm ad absurdum und fast schon naturalistische Züge annehmen. Drei Stunden, die man auf jeden Fall sehen sollte.
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Parz1val Thu, 20 Sep 2012 18:23:42 -0000
Antwort löschen*ad absurdum führen. Da fehlt natürlich was.
blaujaeger Mon, 10 Sep 2012 22:03:55 -0000
Kommentar löschenEin Gesamtkunstwerk. Ein Genuß für Augen und Ohren. Auch eine technische Meisterleistung.
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loveissuicide Tue, 07 Aug 2012 21:45:33 -0000
Kommentar löschenNach Citizen Kane gestern gab's heute quasi Teil 2 von "Aufstieg und Fall". Barry Lyndon gewinnt das Duell eindeutig nach Punkten! Episch wie die Frisuren der Lady Lyndon ist auch der ganze Film. Ich hatte im Vorhinein ein ungutes Gefühl, ob ich 3 Stunden dabei bleiben kann, aber sieh einer an, der Film hat mich in keiner Sekunde gelangweilt, im Gegenteil, ich war von der ersten Minute an gefesselt. Tolle Bildkompositionen, super Schauspieler und ein fantastischer Soundtrack. Dieser Kubrick, der war schon ein ganz guter.
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Simon Moon Tue, 07 Aug 2012 22:04:05 -0000
Antwort löschenJa Barry Lyndon. Das wo Kubrick voll gefloppt war. Sehr unterschätzt weil geradezu ein meditativer Trip quer durch das 18. Jahrhundert. Kongelial abgefilmt, immer alles was passieren wird schon vorher durch das Off verraten. Und Bilder ohne Ende. Drama, Zynismus, keinerlei Identifikations-Protagonisten. Nen echter Kubrick, vermutlich der unverstandenste von allen. Einer meiner liebsten Filme. Aber ich hab den Mann eh gefressen.
loveissuicide Wed, 08 Aug 2012 07:15:12 -0000
Antwort löschenJa, die Rolle des Erzählers ist ganz wichtig, die ist sozusagen das Salz in der Suppe. Ich bin eher zufällig über diesen Film gestolpert, den kennt ja wirklich kaum jemand, zu übermächtig sind Kubricks andere Werke. Ich hab sie nun aber alle gesehen und war nur von Dr. Seltsam enttäuscht.
Simon Moon Wed, 08 Aug 2012 07:54:11 -0000
Antwort löschenWarum. Der ist 1. sehr lustig, 2. hat in den Kampfszenen quasi die Steady-Cam erfunden, 3. das Pentagon hat den unterirdischen Raum für den Ernstfall Kubrick abgeguckt und nicht umgekehrt und 4. der Ritt auf der Atombombe ist einfach köstlich. Ich rate zur Neubeschau. He.. hei... grrr... hei... naaa.. nein hei... grrrrumpf..., meiaaain Fü... mmmpf Führüüüüaäääh und 5. Bestes Gespräch zweier Großmachtsstaatscheffe ever: Nein Dimitri..., ja Dimitri, weißt Du Dimitri..., natürlich Dimitri..., sicher Dimitri... aber Dimitri, mir tut es auch leid Dimitri..., nein Dimitri, mir tut es genauso leid wie dir Dimitri... Und nicht zu vergessen Peter Sellers spielt dreimal Peter Sellers. Spaß Ende
Simon Moon Wed, 08 Aug 2012 08:00:30 -0000
Antwort löschenNachtrag: Sowas passiert wenn man das Trinkwasser fluroidiert.
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RalfAlfa Sun, 09 Sep 2012 04:35:49 -0000
Antwort löschenHAHAHAHAHA! - Gröööhh-gööööhl!
Simon Moon Sun, 09 Sep 2012 13:59:18 -0000
Antwort löschenVerdammter Fanboy
Ohne Wiederkehr Thu, 26 Jul 2012 10:15:44 -0000
Kommentar löschenIch bin ja so wie so ein Fan von Stanley Kubricks Kamreaführung, der in einem Film deutlich weniger unterschiedliche Einstellungen verwendet, als in einem heutigen Film mit einer Stunde weniger Laufzeit, dadurch wirken die Filme realistischer, im richtigen Leben verändert man ja auch nicht ständig die Perspektive, aber hier ist die Kameraführung einfach noch am besten, was hier für Bilder einegfangen werden ist genial.
Der Film wirkt wirklich, als käme er aus dem 18. Jahrhundert und das hätte kein anderer als Stanley Kubrick geschafft, zugegenben, die story war nicht immer interessant und wurde nur in der letzten Stunde richtig spannend, aber allein dafür gibt es die hohe Punktzahl.
Und wer behauptet Stanley Kubrick lasse den Zuschauer nicht mit seinen Charakteren mitfühlen sollte sich Barry lyndon ansehen.
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alex023 Tue, 06 Nov 2012 22:29:24 -0000
Antwort löschenNicht zuletzt durch die Szenen mit dem Kerzenlicht.
RalfAlfa Mon, 23 Jul 2012 16:19:18 -0000
Kommentar löschenDer beste Film, der jemals gedreht wurde.
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stalker Wed, 03 Oct 2012 23:57:12 -0000
Antwort löschenSo ist es und so wird es immer sein.
RalfAlfa Thu, 04 Oct 2012 23:06:35 -0000
Antwort löschenAmen.
Kamell Thu, 31 May 2012 10:45:48 -0000
Kommentar löschenDie Vokabel „episch“ wird ja heutzutage inflationär in den merkwürdigsten Zusammenhängen verwendet. Kubricks dreistündige Literaturverfilmung hat sie im ursprünglichen Sinne verdient: Ein episches (d.i. erzählerisches, sehr ausführlich berichtendes, fast nichts auslassendes) Werk, das sich nicht nur in seinen Bildern an der Malerei des 18., sondern mit der Vorlage von William Makepeace Thackeray auch an der Erzählkunst des 19. Jahrhunderts bedient. Das 19. Jahrhundert hat in Form von Romanen die epische Erzählkunst für die Moderne erschlossen. Ich bin der Meinung, dass Kubrick sehr bewusst eine unendlich langsame Erzählweise wählt und eine Sprechstimme einsetzt, denn der Film ist eine gelungene Film-Hommage an die Romanciers und ihre Erzählkunst. Besonders gefallen hat mir das Ende, es ist dramatischer als die Vorlage und bietet die spannungsgeladensten Minuten in Zeitlupe ohne Handlung, die ich bisher gesehen habe.
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Paolo Colella Thu, 31 May 2012 13:12:19 -0000
Antwort löschenDie Beleuchtung in diesem Film ist einzigartig. Alles nur natürliches Licht. Wer macht das schon heutzutage.
Kamell Thu, 31 May 2012 17:10:54 -0000
Antwort löschenDie Dogma-Filme hatten auch nur natürliches Licht, zumindest die strikt nach Anforderung gedrehten. Aber ohne Wackelkamera ist das viel imposanter!
Spielberg_Fan Wed, 16 May 2012 10:47:14 -0000
Kommentar löschenMit „Barry Lyndon“ schuf Meisterregisseur Stanley Kubrick ein sehenswertes Porträt über den Aufstieg und Fall eines irischen Burschens im 18. Jahrhundert. Und ein Kubrick wäre kein Kubrick, wenn der Film nicht mit etwas Außergewöhnlichem aufwarten würde. In diesem Fall ist es die beeindruckende Kameraführung des Films, die die Bilder in ihrer ganzen Pracht einfängt. Aber nicht nur die Kamera hat einiges zu bieten. Auch die Ausleuchtung der Szenen ist von Meisterhand. In fast jeder Szene wurde auf künstliche Lichterzeugung verzichtet, um Stil der Zeit des Barocks gerecht zu werden. Hinzugesellen sich die liebevoll gestalteten Kostüme sowie die überwältigten Drehorte und Kulissen. „Barry Lyndon“ ist also in vielerlei Hinsicht ein Augenschmaus. Man könnte jetzt daraus den Schluss ziehen, dass Kubrick hier zwar ein visuell herausragendes Werk geschaffen hat, aber keine gute Geschichte erzählt. Falsch! „Barry Lyndon“ erzählt sehr wohl eine gute und interessante Geschichte, die die 185 Minuten Laufzeit wie im Fluge vergehen lassen. Dafür sorgt auch dass ausgezeichnete Schauspielensemble, das sichtlich bei der Sache ist. Aber auch der musikalischen Untermalung muss man ein Lob aussprechen. Bestehend aus vielen Stücken der damaligen Zeit, erlangt der Film durch diese die nötige Atmosphäre, die Kubrick’s Vision zu einem realistischen Erlebnis macht.
Das Leben, die Malerei und die Musik jener Zeit wird durch „Barry Lyndon“ filmisch erlebbar und Stanley Kubrick beweist erneut, dass er einer der genialsten Filmemacher unserer Zeit war.
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RoosterCogburn Thu, 24 May 2012 10:39:21 -0000
Antwort löschenSehe ich etwas anders. Habe den Film vor 3-4 Wochen gesehen. Optisch beeindruckend und technisch wie handwerklich wirklich klasse umgesetzt. Nur wird der Unterhaltungswert von Thackeray's Roman gegen die Wand gefahren. Allein diese erklärenden Off-Kommentare haben eine Menge versaut.
Spielberg_Fan Sat, 26 May 2012 09:26:40 -0000
Antwort löschenZum Roman kann ich nichts sagen, den kenn ich nämlich nicht. Ich kann aber auch durchaus verstehen, wenn man den Film für sehr sperrig bzw. langweilig hält. Der Off-Kommentare nimmt ja folgende Ereignisse schon vorweg, was irgendwo die Spannung raubt. Besonders störend fand ich das jetzt aber nicht.
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RoosterCogburn Sat, 26 May 2012 15:27:09 -0000
Antwort löschenAlles was der Kommentar sabbelt wird normalerweise durch die Erzählung wiedergegeben. Ohne ist diese wesentlich unterhaltsamer, weil ein Spannungsbogen aufgebaut wird.
Das wäre ungefähr das gleiche als wenn bei Star Wars, dir aus dem OFF jemand sagt 'Nun bereiten sie sich auf den tödlichen Kampf vor'. Dann schalten Vader und Kenobi die Lichtschwerter ein. 'Ein erbitterter Kampf beginnt' - dann beginnen sie miteinander zu kämpfen. 'Vader holt zum tödlichen Schlag aus' - Kenobi wird durch Vader dahingerafft.
Warum Kubrick auf die Idee mit dem Erzähler gekommen ist, erschliesst sich mir hier nicht. Es nervt nur und ist kontra produktiv für den Filmgenuss. Daher ist der Film bei mir auch nur Durchschnitt und somit der schlechteste Kubrick.
Spielberg_Fan Sun, 27 May 2012 10:14:40 -0000
Antwort löschenNeben Lolita der schlechteste Kubrick. Das auf jeden Fall. Wegen dem Off Kommentar geb ich dir recht. Er nimmt dem Film schon was. Trotzdem find ich den Streifen insgesamt noch sehenswert.
derFilmfreak Thu, 10 May 2012 10:02:40 -0000
Kommentar löschenDer Film ist ein Klassiker und wirkt als ob ein Filmemacher aus dem 18ten Jahrhundert einen Film über das 18ten Jahrhundert gemacht hat.
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paulchen66 Wed, 15 Aug 2012 22:39:54 -0000
Antwort löschenDas habe ich auch bei wikipedia gelesen :-)