Barry Lyndon
Barry Lyndon (1975), GB Laufzeit 184 Minuten, FSK 12, Historienfilm, Kinostart 17.09.1976
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39 Kommentare
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von Stanley Kubrick, mit Ryan O'Neal und Marisa Berenson
Wie gelingt es einem irischen Burschen ohne Zukunftsaussichten, in den englischen Adel des 18. Jahrhunderts aufzusteigen? Barry Lyndon will es schaffen – auf Teufel komm raus! Er schmachtet nach den Frauenzimmern, sieht im Duell dem Tod ins Auge, versucht sich als Vagabund, Soldat im Siebenjährigen Krieg, als Lebemann, Spion und Falschspieler – und erklimmt dabei stetig die Sprossen, die Karriere, Erfolg und Reichtum versprechen.
Cast & Crew
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Stanley Kubrick
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Ryan O'Neal
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Barry Lyndon
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Marisa Berenson
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lady Lyndon
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Patrick Magee
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) de Balibari
-
Hardy Krüger Jr.
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Captain Potzdorf
-
Diana Körner
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Steven Berkoff
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lord Ludd
Regie
Schauspieler
-
Lisa Gay Hamilton
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Nora Brady
-
Marie Kean
-
André Morell
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Adolphus Wendover
-
Vivian Kubrick
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Zuschauerin
-
Murray Melvin
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Rev. Samuel Runt
-
Leonard Rossiter
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Capt. John Quin
-
Stanley Kubrick
- Genre
- Historienfilm
- Zeit
- 18. Jahrhundert, Preussen
- Ort
- Dublin, England, Europa, Irland
- Handlung
- Adel, Adelstitel, Affäre, Amputation, Art House-Film, Aufstieg, Aufstieg und Fall, Außenseiter, Betrüger, Deserteur, Duell, Ehrgeiz, Erfolg, Europareise, Exil, Falsche Identität, Feldzug, Flucht, Gesellschaftliche Zwänge, Glücksspiel, Inbesitznahme eines anderen Menschen, Kontrolle, Krieg, Kultfilm, Lebemann, Mann sucht Ehefrau, Plötzlicher Reichtum, Reichtum, Reise, Reiten, Reitunfall, Rekrut, Selbstmordversuch, Soldat, Spion, Stiefvater, Suizid, Trick, Täuschung, Unrecht, Untreue, Unversöhnlichkeit, Vater-Sohn-Beziehung, Verführung, Verlust des Sohnes, Verlust des Vaters, Vorgetäuschter Tod, Wut und Hass, Zwang
- Stimmung
- Berührend, Ernst
- Mitmachen
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Drehbuch
Filmdetails Barry Lyndon
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Kritiken (2) — Film: Barry Lyndon
Timo K.: Blockbuster Entertainment
Kommentar löschen"Barry Lyndon" reißt mit all seiner überirdischen Pracht, seiner Grazie, seiner Zartheit, seiner beständigen Zukunftsangst den Boden unter den Füßen weg. Es ist der intimste Film des Regisseurs, weil er in einer sozial wie zwischenmenschlich entfremdeten Figur (Ryan O'Neal) etwas ebenso fremdartig Vertrautes und Melancholisches findet, tief im Herzen verborgen. Ein Individuum zerbricht wieder einmal an den moralischen Strukturen und an der Bestie Mensch, die ihn wie ein vergifteter Apfel verführt. Ästhetischer Perfektionismus, minutiöse Arrangements und eine beängstigende Akribie aus Kubricks Tyrannei zur vollkommenen Bildermalerei ebnen den von Zerwürfnissen und Sehnsüchten überschatteten Weg Barry Lyndons ins Verderben und "Barry Lyndons" zu einem Platz direkt im Louvre neben der Mona Lisa. Jedes Detail barocker Vorbilder formvollendet, da jedem Detail ein genauestens einstudierter Platz zugewiesen wird (hier entlang, bitte!), jede Perücke, jeder Degen,…
22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
Punsha 2011/08/27 17:53:24
Antwort löschenIch ahne, dass das bei mir so ein Film werden würde, der stark zwischen 4 und 9 oder höher schwankt. Aber der Plot klingt genau so, als ob das was für mich wäre. :)
Ist auf jeden Fall vorgemerkt.
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momopipi 2011/08/27 18:18:02
Antwort löschendas rückgrat des films war definitiv das lied, welches immer wieder lief, aber abhängig von der atmosphäre etwas höher oder tiefer gespielt wurde. ich hab dem film 8p gegeben, aber ohne die musikalische untermalung hätte ich sicherlich mindestens 2p abziehen müssen.
Andy Dufresne 2011/08/27 19:47:24
Antwort löschenSehr schön,fühl dich gefälltmirt...(Der Knopf lässt sich mal wieder nicht drücken) :)
Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschen[...] Dass „Barry Lyndon“ die recht offensichtlichen Oscars für Art-Direction, Kamera, Kostüme und Musik abräumte, Kubrick selbst aber wieder mal leer ausging, beschreibt die Verhältnisse recht treffend: „Barry Lyndon“ ist ein durchweg gelungener, sehr sorgfältiger, gut recherchierter Kostümfilm über das abenteuerliche Lebensdrama eines Antihelden. Kubricks technische Markenzeichen blitzen immer wieder durch, auch mag sicherlich hier und da ein feinsinniger Denkanstoß zwischen den Zeilen versteckt sein, doch hält der Filmemacher sich hier mit Spielereien zurück und lässt der minutiös ausgestatteten Erzählung den klaren Vortritt. Es ist sein mitunter unspektakulärster Film; dafür aber wohl sein in sich stimmigster.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (37) — Film: Barry Lyndon
Kommentar schreibenbased_god 2012/02/06 16:58:31
Kommentar löschenDie Odyssee eines Antihelden ohne typische Innensicht – Kubrick [4/7]
"Barry Lyndon" ist von seiner Machart her untypisch. Die Geschichte des Barry Lyndon wird nämlich neutral (mit Off-Stimme) erzählt. Ohne Emotionen für oder gegen Lyndon zu entfachen. Dieser Faktor nimmt dem Film zwar einiges an "typischer" Spannung, kreiert jedoch gleichzeitig eine andere, noch grössere Spannung, ist es doch eine Angewohnheit des Menschen Gesehenes zu bewerten. Der einzige Kritik-Punkt am Film ist, seine zu lange Laufzeit, die manchmal in Langeweile ausartet.
Nicht Kubricks Bester aber auf jeden Fall ein sehr guter Film aus den Händen des Meisters.
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NWO@Movie 2011/12/22 01:13:37
Kommentar löschenBilderbuch Film(Zoom Rückzoom) mit Barockmusik. Die Bilder finde ich gelungen. Aber nicht schön.
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Canis Majoris 2011/12/12 16:42:57
Kommentar löschenDie Aufnahmen alleine sind schon ein Hochgenuss.
Dass die Beweggründe der Menschen hier in den Hintergrund gestellt werden, erhöht meine Meinung von diesem Film nochmals.
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Jenny von T 2011/11/29 17:13:01
Kommentar löschenDarüber, wie perfekt Stanley Kubricks Filme sind, dürfte/sollte/MUSS unter Filmkennern Einigkeit bestehen. Das einzige Manko sah ich immer darin, dass sie schlichtweg ZU perfekt sind. Kubricks Gespür für Schönheit ohne Prunk, Kritik ohne Parolen sowie das Vermitteln von Botschaften ohne Worte wird für immer unangetastet bleiben, allein macht mir der Umstand zu schaffen, dass mich seine Filme nie EMOTIONAL berühren, mich weder zum Lachen noch zum Weinen bringen - aber macht nicht auch gerade dies einen WIRKLICH perfekten Film aus? Kurzum: Ich hardere seit jeher mit mir und meinem insofern zwiegespaltenen Verhältnis zu dem Mann. Es ist, als nähme ich seine Filme durch eine Panzerglasscheibe wahr: Ich sehe alles perfekt, aber seine Charaktere dringen nicht zu mir vor, ich bin stiller Betrachter ohne Möglichkeit der Anteilnahme. Gut, vielleicht will Kubrick es nicht anders, so oder so aber liegt hier der Grund verborgen, warum Kubrick nicht meine Nummer 1 sein kann: Seine Kopflastigkeit. Ich erblicke seine Liebe zum Medium Film, fühle sie aber nicht.
Was hat das alles nun mit "Barry Lyndon" zu tun? Nunja, DIESER Film HAT mich berührt. Kubrick fängt - mit gewohnter Detailverliebtheit - eine gesamte Epoche ein, diesmal jedoch, ohne seine Figuren als austauschbare Robote erscheinen zu lassen. Einige Szenen explodieren geradezu vor Gefühl (mit demjenigen, den beispielsweise die Todeszene von Barrys Sohn kalt lässt, stimmt meiner Meinung nach ebenso etwas nicht wie mit demjenigen, der die in Barrys Figur und ihrem Niedergang angelegte Tragik nicht erkennt), dies aber, dank Kubricks Gespür für das richtige Maß, natürlich ohne ins Melodramatische abzudriften.
Für mich hat "Barry Lyndon" alle vertraut-genialen Komponenten eines typischen Kubricks PLUS das entscheidende Bisschen mehr, was mich mit nur einer Frage zurücklässt: Warum wird dieses Meisterwerk, dieses 3-Stunden-Portrait (nicht nur im Sinne einer Beschreibung, sondern eines tatsächlichen, lebendigen Bildes) über nicht bloß einen Charakter, sondern eine Zeit in all ihren Facetten, so gnadenlos unterschätzt?
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Sigrun 2011/11/29 17:26:35
Antwort löschenMmmmh, ich glaube dieses Meisterwerk (da stimme ich dir 100% zu) wird unterschätzt, weil - wie du so perfekt festgestellt hast - das Schicksal des Protagonisten nicht wirklich berührt.
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sikkmeidack 2011/11/30 02:56:32
Antwort löschenHiermit zeige ich Mut zur Lücke. Ich dachte, ich hätte seit Spartacus all seine Filme gesehen.
Ich kann mich in deinem Kommentar gut wiederfinden. Der Film kommt auf meine to-watch-Liste.
Jenny von T 2011/11/30 08:15:49
Antwort löschenAch herrje. Der Film wird nicht nur unterschätzt, er wird sogar vergessen. :-(
Dachsman 2011/11/14 23:44:19
Kommentar löschenDer Film ist schön, wunderschön sogar. Auf visueller und akkustischer Ebene kann man hier so gut wie nichts bemängeln. Aber was nützt mir all diese Schönheit, wenn Kubrick doch nie ein Geschichtenerzähler war?
Kubricks Figuren wirken wie ein notwendiges Übel, was gezwungener Maßen in diese großartigen Bilder gequetscht wurde. Und man kann sich des Gefühls schlicht nicht erwehren, dass Kubrick selbst am wenigstens Interesse an ihnen hatte.
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Dachsman 2011/11/14 23:49:42
Antwort löschenIm Grund also nochmal, was alanger schon treffend gesagt hat, nur nicht ganz so negativ.
Jack_Torrance 2011/08/28 11:36:49
Kommentar löschenWas für Regisseure hab ich unter meinen Lieblingen: David Lynch, Woody Allen, Lars von Trier, Peter Greenaway, Federico Fellini... Aber so genial die oben genannten auch sein mögen: Stanley Kubrick steht wohl für immer auf meinem persönlichen 1. Platz ! Dieser Mann nämlich öffnete mir das Tor zu dieser faszinierenden Welt des wahren Kinos (ein wiederholtes Danke dafür). In letzter Zeit aber kam mir dieser Kubrick etwas abhanden, erdrückt von Namen wie David Lynch oder eben Peter Greenaway. Bis Barry Lyndon kam...
... und ich frage mich immer wieder aufs neueste: Wie macht dieser Stanley Kubrick das ? Er baut ganz langsam eine unbeschreibliche Atmosphäre auf und überrollt mich am Ende doch (kubrickesk, gibt es dieses Wort ?). Sind es die gemäldeähnlichen Aufnahmen ? Sind es diese monströsen Tatsachen, die er uns auftischt ? Für mich bleiben Fragen wie diese ein Geheimnis...
Denn Barry Lyndon ist wie viele andere Kubrick-Filme (Bsp.: A Clockwork Orange) ein monströses Meisterwerk. Hinter aller Ästhetik, hinter allem Pomp erzählt uns Kubrick mit leiser Stimme die Geschichte der vielleicht typischsten Gestalt der damaligen Zeit (nach).
Man hat das Gefühl, er setzte sich neben uns und flüstert sie uns ins Ohr: eine Geschichte über Konformismus, gesellschaftliche Fassaden, Liebe, Verrat, Trauer, Hass, Einsamkeit und Tod.
Nach drei Stunden auf und ab bleibt vor allem eines: Bewunderung für diesen bärtigen Herren mit dem Nachnamen Kubrick. Großartig, Stanley !
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der cineast 2011/08/28 12:15:49
Antwort löschenWell done.
Jack_Torrance 2011/08/28 12:24:40
Antwort löschenThanks !
Discostu 2011/07/24 17:16:17
Kommentar löschenBarry Lyndon kann vor allem mit wunderschönen Bildern aufwarten. Kameraarbeit, Setdesign, Kostüme und Make-Up lassen glaubwürdig und ansehnlich die Feudalzeit wieder aufleben. Die Geschichte des Protagonisten ist zwar auch relativ interessant, doch die konsequente Spannungsarmut gepaart mit der langen Laufzeit ließen in der zweiten Hälfte des Filmes bei mir immer mehr Langeweile aufkommen. Der erste Kubrick, der mich nicht ganz überzeugt hat.
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J!GS4W 2011/06/24 23:09:58
Kommentar löschenAufstieg und Fall. Vom einfachen Burschen muss sich Barry Lyndon seinen Weg regelrecht erkämpfen und auf eben diesem muss er feststellen, dass sich mit gehobenem Stand auch Arroganz und Laster in seiner Attitüde und Welt breitmachen. Wie so oft gelobt, wirkt "Barry Lyndon" tatsächlich häufig wie ein Gemälde, doch fern vom Optischen lässt sich deutlich sagen, dass hier wahrhaft eine Geschichte erzählt wird. Zum einen der historische Kontext, der eng verwoben mit der Erzählung ist und detailtreu dargestellt ist und zum anderen die mehr als ausführliche und vor allem interessante Geschichte rund um Redmond Barry, anhand dem Stanley Kubrick einmal mehr sein Gespür für die Vermittlung von Kritik demonstriert. Für den einen mag dieses Portrait in der Tat ein Ernüchterndes sein, jedoch müssen hier die gesellschaftlichen Bedingungen und Beziehungen der Zeit berücksichtigt werden, die hier mehr als authentisch sind. 3 Stunden Laufzeit und kein Anflug von Langeweile, macht "Barry Lyndon" nicht nur zu Kubricks längstem Werk, sondern auch zum weiteren Beweis dafür, dass der Mann sein Handwerk einfach verstanden hat. Spannung und schemenhaft skizzierte Emotionen in den Handlungen und Gesichtern der Figuren, lassen den Zuschauer einmal mehr eintauchen und mitfiebern, sodass man letztlich wirklich involviert ist.
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J4KOB 2011/05/21 17:57:34
Kommentar löschenEine Geschichte von Aufstieg und Fall.
Virtuos inszeniert wirkt 'Barry Lindon' wie ein wunderschönes Gemälde.
Tolle Landschaftsaufnahmen, spannende Duelle und beeindruckende Dialoge.
Was den Film zusätzlich auszeichnet ist die aufwändige Beleuchtung (,die übrigens ausschließlich aus Sonnen- und Kerzenlicht besteht.)
Ein überwältigender Film!
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Tyler__Durden 2011/05/01 15:40:52
Kommentar löschenBilder so malerisch in ihrer Einrahmung. So Elegant und sich jedes ihrer Schritte gewiss in der Komposition und Konstruktion einer Momentaufnahme aus wunderschönen Zeiten. Wunderschön nicht wahr? So wunderschön wie die Fassade der präsentierten Gesellschaft. Kubrick, in seiner mal wieder unter Beweis gestellten Position als filmischer Übermensch reflektiert hämisch mit genau dieser Schönheit die damaligen glorreichen Zeiten. Erschütternd und gleichzeitig voller Ironie malt uns Kubrick das Portrait eines Mannes der auf der Suche nach Kontrolle über seine Existenz nur die Zerstörung seiner Mitmenschen und letztendlich seiner selbst finden wird. Und das um im Epiloge zu sagen das es alles für die Katz war und die Menschen obgleich ihres Aussehen oder ihrem sozialem Stand nun endlich gleichwertig werden unter König und Krone. Da sag noch mal einer der Kubrick sei kein Wahnsinniger gewesen. Oder besser ausgedrückt, kein Genie!
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THE_JUDGE 2011/03/08 09:33:47
Kommentar löschenPuhhhhh, Barry Lyndon ist reichlich anstrengend und man muß sich wirklich manchmal durchringen von der Mattscheibe sitzen zu bleiben. Geboten bekommt man einen Geschichtsfilm, der in 180 Minuten keinerlei Spannung aufbaut und seinen Hauptcharakter von Anfang bis Ende recht nüchtern begleitet, gelegentlich gibt es mal einen Faustkampf oder ein Duell, aber das ist eher Nebensache. Das Hauptaugenmerk bei diesem Film liegt wohl eher auf der ziemlich authentischen Inszenierung der Charaktere, der Kulissen etc. Eine lieblose Gestaltung kann man dem Film sicherlich nicht
vorwerfen. Vielleicht könnten man den Streifen etappenweise im Geschichtsunterricht sezieren, man bekommt auf jeden Fall einen glaubwürdigen Einblick in die Verhältnisse der damaligen Zeit, sei es jetzt rund um den Adel, oder die damalige politsche Lage rund um den sieben-jährigen Krieg. Als Fazit müßte man wohl sagen, Barry Lyndon ist kein Film von dem man sich einfach berieseln läßt, man muß schon genau hinsehen. Die Stunde die er zu lang ist fehlt mir dafür bei "Wege zum Ruhm".
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Movie-Mike 2011/02/20 11:08:35
Kommentar löschenDie imposante Geschichte wird mit der für Kubrick üblichen Gemächlichkeit und in großartigen Bildern erzählt. Die Aufnahmen wirken teilweise, wie alte Gemälde aus dem 18. Jahrhundert, wozu Kubricks Einsatz von damals neuartigen Objektiven beiträgt. Wie alle seine Filme, ist auch "Barry Lyndon" ein filmisches Meisterwerk, dass nicht umsonst mit 4 Oscars geehrt wurde.
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Scottie Ferguson 2011/01/02 13:54:34
Kommentar löschenBarry Lyndon ist wohl einer der unbeliebtesten vielleicht sogar der unbeliebteste Kubrick und bedeutete für ihn einen heftigen Einschnitt in seiner Karriere nach seinen Meisterwerken Dr. Seltsam, 2001 und Uhrwerk Orange. Erstmal schaffte ein Kubrick-Film es nicht seine Kosten wieder einzuspielen, zudem stritt sich die Kritik heftig und schwankte zwischen den Aussagen "langweilig" und "einer der bedeutendsten Filme des Jahrzehnts".
Ich persönlich kann den schwierigen Zugang zu Barry Lyndon verstehen und hatte in den ersten Filmabschnitt vor allem Bedenken, ob ich wirklich 3 Stunden lang unterhalten werden kann.
Und ja, ich konnte bestens unterhalten werden.
Die Geschichte von Barry Lyndon wird ohne erkennbaren Spannungsbogen erzählt und wirkt wie ein epischer Roman. Einen Erzähler gibt es auch noch, der das Geschehen fast spottend kommentiert.
Kubrick's Bestreben war es die Schönheit des 18. Jahrhunderts zu zeigen, in Malerei und Musik. Und ich habe diese Schönheit gesehen, vielleicht fällt es ja manchen schwer, aber ich persönlich wurde manchmal förmlich erschlagen von der atemberaubenden Schönheit der Bilder, die auch stark an die klassischen Maler angelehnt sind. In Kombination mit Meisterwerken der zeitgenössischen Musik von Händel, Schubert und Bach entwickelt sich eine unvergleichliche Atmosphäre. Kubrick zeigte sich schon immer als besonders begabt im Zusammenstellen seiner Soundtracks, die ja oftmals klassische Stücke enthalten(2001, Uhrwerk Orange).
Zur Optik tragen weiterhin die detailgetreue Ausstattung und die Kostüme bei, sowie das Drehen an Originalschauplätzen in Deutschland und Großbritannien.
Ich persönlich konnte noch nie so viel mit Kostümfilmen anfangen, das es möglich ist einen Film über die Barockzeit zu drehen und eine gewisse Faszination spürbar zu machen, konnte ich mir nicht vorstellen. Kubrick hat mich eines besseren belehrt.
Die Aufnahmen bei Kerzenschein, die bis dahin als unmöglich galten, konnten nur mit Hilfe von Speziallinsen der NASA gemacht werden. Das Ergebnis ist atemberaubend, nur so als kleine Anmerkung.
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nolimitz 2010/12/17 17:22:13
Kommentar löschenEin Kubrick bei dem ich mir nicht sicher bin was ich von ihm halten soll. Der Film zieht sich wirklich unheimlich hinaus, ganze drei Stunden. Wie hier schon ein paar mal erwaehnt, gibt es keinen nennenswerten Spannungsbogen, drei Stunden Geschichte. Geschichte des Lebens von Barry, mehr oder weniger. Aber man erkennt sofort, dass es ein Kubrick ist. Bei vielen Szenen denkt man sich sofort: das wollte Kubrick wahrscheinlich genau so. Eine unglaube Detailgenauigkeit, tolle Kostueme und einfach viele Kleinigkeiten, die einem auffallen. Allein die tollen Landschaftsbilder oder die Aufnahmen bei Kerzenschein.
Trotz der, wiedermal, technischen Perfektion war er mir fuer ne wirklich gute Bewertung dann doch ein wenig zu langweilig.
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kawummbaby 2010/11/14 01:09:58
Kommentar löschenWelcher Junge bist DU?
Junge 1:
"Komm, die Playmo-Rotröcke greifen die Azteken an, du bist die Azteken. BAMMM! Dadadadada, haha!! Mist, deine Leute kacken aber voll schnell ab. Warte, hier kommen die Piraten zur Hilfe, jaja, Römer, aber auf einem Piratenschiff. Und die haben Kanonen! BAMMMMM! Aber meine knallen zurück und die Pferde, ok, ja, die Rotröcke haben keine, aber die haben doch welche und äh, alle auf sie!!!!!!!!einself"
---> Finger weg von diesem Film
Junge 2:
"Nein, Vorsicht, hör erstmal zu. Also die Infanteristen von Bordelaise halten das nördliche Dorf, du erkennst sie an den grünen Ärmelfarben, weil die Nähereien von Toulouse damals die Depeche falsch interpretierten, während die Artillerie, ja genau, die Kanonen, jaja, mit denen kannst du dann... Ahhhhh!!! NICHT! Wir fangen doch noch gar nicht an!! JA, bist du des Wahnsinns fette Beute?!?!! Man WIRFT doch keine Kanone!! Wie, ich verliere?! Nein, AHHHH! Weg! Weg! Raus mit dir aus meinem Zimmer und lass dich nie wieder blicken!!! Du elendes Stück Dreck!! Du Grobmotoriker!!!einself"
---> Genieß den Film, aber lass die Hose an.
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Floyd B. 2010/11/01 20:14:51
Kommentar löschenErstaunlich!
In albernen Rüsch- und Plüschfetzen gehen und reiten die Figuren durch eine Geschichte ohne erkennbaren Spannungsbogen, die stets von einem allwissenden Märchenonkel kommentiert wird, der nicht nur (mit einem hauch Spott) Gefühlsausbrüche seiner geschwollen redenden Figuren vorhersagt, sondern gerne auch das Ende frühzeitig verrät.
Garniert wird das ganze mit einem unsympathischen Protagonisten ( Bärry!), dessen charakterlicher und gesellschaftlicher Werdegang emotionslos und wortkarg wie ein Schachspiel, stets begleitet von zeitgenössischer Musik, beobachtet wird.
Dieser Kommentar ist keineswegs ironisch gemeint. Nein, nein, meine Ernsthaftigkeit ist kaum zu überbieten, was diesen Film angeht. Und das ist es, was mich so erstaunt.
(Zitat) „Gute Geschichten Erzähler falten ihre Hände, den sie brauchen keine großen Gesten, um sich auszudrücken.“ (Zitat Ende)
Barry Lyndon ist einmaliges, echtes Erzählkino.
Mit der gleichen Leidenschaft und dem gleichen Unterhaltungswert einer exzellent erzählten Gute-Nacht-Geschichte für Erwachsene. Es ist wie in der Szene, in der Barry Lyndon seinem Sohn an seinem Bett eine seiner Heldentaten bei Kerzenlicht erzählt. Gespannt und fasziniert, das Ende bereits kennend und mit mehr Interesse auf das Geschehen und die Taten, als auf das Innenleben der Figuren. Und nicht nicht genug kriegen können.
Dazu bietet Kubrick prachtvolle Bilder und Kulissen , die der Barocken Kunst nachempfunden sind, von melancholischer Schönheit, die den Zuschauer wie mit einer Zeitmaschine in das 18. Jahrhundert saugt, das allein schon wegen seiner Optik einer künstlerischen Perversion gleichkommt, es naturalistisch auf Kamera festzuhalten.
Mit wenigen Effekten, aber einer technisch bis ins kleinste Detail mit Spitzenkranz perfekte Umsetzung, darf Meister Kubrick auch hier wieder seinen Wahn, seinen klassischen Musikgeschmack und seine Perfektion ausleben, und seine Überzeugung dem Genre gegenüber und die Sicherheit in seinem Tun, unterscheidet sich nicht von seinen anderen großen Filmen. Ja, in diesen Punkten unterscheiden sie sich nicht ...
Kino, wie es heute nicht mehr gemacht wird, und ein (gerne missverstandener und vergessener) König unter den Historien- und Kostümfilmen.
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alanger 2010/11/02 20:07:09
Antwort löschensehr schöne kritik, auch wenn ichs ganz und garnicht so sehe.
Floyd B. 2010/11/02 20:15:47
Antwort löschenDanke. :)
Natürlich schade, dass du den Film anders einstufst, aber bei einem Kostümfilm mit Überlänge von Kubrick zeige ich Verständnis und werde darüber hinwegkommen.
Filmkenner77 2010/08/19 15:33:17
Kommentar löschenOpulent ausgestatteter Bilderreigen, aber mit einigen Längen.
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stuforcedyou 2010/07/15 15:43:23
Kommentar löschenStanley Kubricks Verfilmung von William Thackerys Roman besticht zum einen durch seine Ausstattung die mit melancholischer Schönheit auch über diverse Längen hinweg tröstet und zum anderen durch seinen charmanten Humor der mit der Kraft der Satire und der wohl dosierten Parodie gezielte Schüsse auf die feudalen Lebe- und Ehrenmänner des 18. Jahrhunderts abgibt. Die Titelfigur ist dabei genau so viel Held wie Dummkopf, Glückpilz wie Schicksalsopfer, denn der Film verbleibt nicht nur in der Satire, er findet sich auch in die Gefilde des Dramas ein und zeigt große Gefühle mit großen Bildern. Ein beachtlicher Film. Um einiges zu lang und hin und wieder auch geblendet von seiner eigenen Schönheit, insgesamt aber ein überaus genüssliches Vergnügen.
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Dolly Zoom 2010/07/15 19:10:12
Antwort löschenKubricks Filme haben keine Längen, nur Momente, die deine Konzentrationsfähigkeit übersteigen ;-)
mikkean 2010/07/15 19:45:20
Antwort löschenSuper geschrieben. Mit "Barry Lyndon" bewieß der Großmeister Kubrick, dass er auch im historischen Ambiente zur fortschrittlichen und grenzenüberschreitenden Inszenierung fähig war. Ich hätte auch gerne sein Napoleon-Traumprojekt verwirklicht gesehen.
stuforcedyou 2010/07/16 09:43:20
Antwort löschenOh ja, das Napoleon Projekt. Dass wäre grandioses Kino geworden.
Mozzerino 2010/07/16 10:42:25
Antwort löschenWenn er Napoleon gemacht hätte, wäre es aber nix mit Barry Lyndon geworden. Hatte also auch seine guten Seiten ;-)
stuforcedyou 2010/07/16 11:18:41
Antwort löschenKubrick ist einfach viel zu früh gestorben. Okay, selbst wenn er 150 geworden wäre, wäre er zu früh gestorben.
Mozzerino 2010/07/16 11:24:55
Antwort löschenNun ja, er war immerhin 71.
Ich glaube auch nicht, dass er nach Eyes Wide Shut noch weitergemacht hätte. Er hätte vermutlich noch 20 Jahre leben können und in seinem Landsitz den Ruhestand genießen können, ohne jemals wieder filmisch tätig zu werden
Kubrick war einfach ein unglaublicher Perfektionist und deswegen hat er nur so wenig Filme gemacht. Schnellschüsse gab es für ihn nicht.
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stuforcedyou 2010/07/16 11:31:38
Antwort löschenWer weiß, wer weiß. Ich glaube alleine das Wissen zu haben, das einer der größten Regisseure aller Zeiten noch lebt und ggf. noch einen Film macht, hätte mich zufrieden gestimmt.
Memento SS 2010/07/17 13:00:04
Antwort löschenHä? Er wollte doch nach "Eyes Wide Shut" einen Napoleon-Film machen! Er hat sogar sein Drehbuch halb fertiggestellt. Außerdem hatte er doch noch mit Spielberg so viel vorgehabt...
Sunn O))) 2010/03/18 09:20:02
Kommentar löschen"Barry Lyndon" kommt mir vor wie ein langweiliger Museumsbesuch.
Auf der Fahrt zum Museum sieht man ein paar schöne Landschaften, im Museum einige liebevoll restaurierte Stück aus längst vergangener Zeit und ein Museumsführer erzählt einem deren Geschichte so, wie er es schon unzählige Male getan hat.
Was mich am Film stört ist nicht das "Museum" sondern die "Führung", da ich absolut keinen Zugang gefunden habe.
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mönarch! 2010/03/11 15:49:01
Kommentar löschen"Barry Lyndon" ist Leidenschaft!
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