Gläser

Megane (2007), JP
Laufzeit 106 Minuten, Komödie, Drama

- Kritiker
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Skala 0 bis 10
5.7 Community
15 Bewertungen
1 Kommentare
Gläser - Bild 46524
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von Naoko Ogigami, mit Satomi Kobayashi und Mikako Ichikawa

Es ist Frühling. Auf einer Insel im Süden Japans landet eine kleine Propeller-Maschine. Ihr entsteigt eine Frau mittleren Alters. Das ist Sakura. Sie trägt eine Brille und in der Hand eine Handtasche. Unverzüglich begibt sie sich zum Strand. Die Einwohnerschaft des kleinen Badeorts empfängt sie mit tiefem Respekt. Und eine zweite Frau steigt aus dem Flugzeug. Das ist Taeko. Sie zieht einen großen Reisekoffer hinter sich her und hält einen handgezeichneten Orts­plan in der Hand. Auch sie geht hinunter zum Strand, zu dem kleinen nostalgischen Gasthaus Hamada. Dort begrüßt sie der unprätentiöse Besitzer Yuji. Es ist Jahre her, dass ein Gast hierher gefunden hat, ohne sich zu verlau­fen. Für Taeko beginnt ein unvergesslicher Ferienaufenthalt im Hamada. Jeden Morgen begeben sich die Ortsansässigen zu “Dankesübungen”, die Sakura leitet, an den Strand. Dafür schwänzt sogar der Lehrer Haruna den Unterricht! Alle genießen die freien Tage und diese Sonnenbäder in der Abend­dämmerung. Taeko ist zunächst an allem desinteressiert. Doch allmählich fühlt sie sich von der Schönheit der Insel besänftigt. Das exzellente Essen im Hamada, die entspannten Insulaner – all das regt sie an, ganz nach ihren Bedürfnissen zu leben, und die Freude an dieser ungebundenen Lebensweise empfindet sie mit jeder Faser ihres Körpers. Der schöne Strand, die nette Gesellschaft … Taeko entwickelt immer engere Bindungen zu Menschen, über deren Her­kunft und Vergangenheit sie nichts weiß. Aber sie alle wissen, dass diese Zeit der Freiheit einmal ein Ende nehmen muss. Eines Tages wird der Regen kommen und mit ihm eine andere Jahreszeit. Und dann werden die schönen Tage auf der Insel abrupt vorüber sein.


Cast & Crew


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JarvisBln

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Gutfühlkino mal ganz anders. Der ganze Film ist irgendwie Zen Light, ganz unaufdringlich,
alle Darsteller spielen entwaffnend unaufgeregt, sind ganz bei sich und die Figuren beschäftigen sich tagsüber hautpsächlich mit "twilightning", was darin besteht, einfach dazusitzen und an
nichts zu denken. Die wichtigen Themen sind, wie die eingelegten Pflaumen dieses Jahr wohl
schmecken werden, die morgendlichen Merci-Übungen am Strand, das Treffen am Eisstand.
Dass nur alle paar Jahre die richtige Person an diesen richtigen Platz findet, mag daran liegen,
dass der Plan wie folgt aussieht: ein krakeliger Strich, ein Kreuz und der Vermerk: Wenn Du
glaubst, Dich verlaufen zu haben, geh nach 80m nach links.
Selten so entspannt aus dem Kino gekommen, einer meiner Lieblingsfilme auf der diesjährigen
Berlinale.

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