Furyo - Merry Christmas, Mr. Lawrence

Merry Christmas Mr. Lawrence (1983), JP/NZ/GB
Laufzeit 113 Minuten, FSK 16, Historienfilm, Drama, Kinostart 02.12.1983

admin edit edit group memberships sweep cache
6.4 Kritiker
6 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.9 Community
96 Bewertungen
6 Kommentare
Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
noch nicht bewertet

von Nagisa Ôshima, mit David Bowie und Tom Conti

1942 kommt der britische Colonel Lawrence in ein japanisches Kriegsgefangenenlager im Dschungel von Java. Unmenschliche Bedingungen zerren an Kraft und Nerven, dennoch pflegt er ein respektvolles Verhältnis mit dem Lagerkommandanten Yonoi. Als der unbeugsame Major Cellier ins Lager eingeliefert wird, entspinnt sich ein Machtkampf zwischen ihm und Yonoi. Eines Tages demütigt Cellier Yonoi, um das Leben eines Mitgefangenen zu retten. Der Auftakt einer vernichtenden Eskalationsspirale.

  • Furyo - Merry Christmas, Mr. Lawrence - Bild 47264
  • Furyo - Merry Christmas, Mr. Lawrence - Bild 4009167
  • Furyo - Merry Christmas, Mr. Lawrence - Bild 6380686
  • Furyo - Merry Christmas, Mr. Lawrence - Bild 7034192

Mehr Bilder (4) und Videos (2) zu Furyo - Merry Christmas, Mr. Lawrence


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Furyo - Merry Christmas, Mr. Lawrence

sushi25: movie-fan.de

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Neben Ryuichi Sakamoto's geniale Filmmusik sind es die durchweg guten Schauspielerischen Leistungen und die eingefangene Stimmung, das Aufeinandertreffen der unterschiedlichen Kulturen der Kriegsparteien, die Merry Christmas, Mr. Lawrence als PoW-Camp-Film unter die Haut gehen lässt und den Film sehenswert macht.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (5) — Film: Furyo - Merry Christmas, Mr. Lawrence

Kommentar schreiben
Sortierung

Markbln

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Filmreihe schwul/lesbischer Subtext 07:

David Bowie, das Symbol für Bisexualität und Androgynität in den 70ern schlechthin überzeugt als Soldat in Nagisa Oshimas Verfilmung über britische Kriegsgefangene in Japan während des zweiten Weltkriegs. Die Schlüsselszene ist gigantisch.
Als der Soldat vom Lagerhauptmann Yonoi (ebenfalls überzeugend Ryuichi Sakamoto) enthauptet werden soll, tritt er plötzlich einen Schritt vor und küsst Yonoi in breitester Slow-Motion auf den Mund. Diese Bloßstellung wird von Sakamoto ebenso musikalisch kongenial umgesetzt wie er die Rolle des sadistischen Hauptmanns spielt. Man sollte sich unbedingt ansehen, wie die beiden Männer aus unterschiedlichen Systemen und Kulturen die Geschichte zu Ende bringen.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

sikkmeidack

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein unprätentiöser, gehaltvoller Film. In der Rangliste der emotionalsten Küsse der Filmgeschichte ist er in den Top 5. Ein Drama in einem japanischen Gefangenencamp zur Zeit des 2ten Weltkrieges, dass zwischen cultureclash und homoerotischer Liebe, Menschenverachtung und diametralem Altruismus eine virtuose Situation mit sehr nachhaltig-schönen Bildern erlebbar macht. Ryuichi Sakamoto und David Bowie spielen eindrucksvoll und überzeugend. David Sylvian, Sakamoto haben zusammen mit „forbidden colours“ eine der schönsten soundtrack-Beiträge ever geschaffen. Ein bezaubernder Film mit ganz tollen Zwischentönen und bodengründiger ambivalenter Menschlichkeit.

bedenklich? 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

maslobojew

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr ungewöhnlich angelegtes Kriegsdrama, dass trotz der Grundsituation mit anderen Kriegsgefangenenlagerfilmen wie "Die Brücke am Kwai" oder "Papillon" nicht viel gemeinsam hat, weil es hier nicht um Flucht geht.
Tragend ist die Offenheit, was die Motive der Protagonisten angeht. Dafür spürt man überdeutlich, dass es extreme Reibungen gibt, die durch die unterschiedlichen Kulturen begründet zu sein scheinen, aber auch gegenseitig Anerkennung und Respekt da ist, was aber bei der Rollenverteilung, Gefangenen hier, Bewacher da, nicht offen gesagt, geschweige denn ausgelebt werden kann.
Lobenswert ist, dass der Film durch seine differenzierte Darstellung das Klischee vom eindimensional bösen Lagerkommandanten vs. ehrenhafter westlich-allierter Offizier überwindet.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

russell

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

ein starker, berührender film über kulturelle (v.a. ehrbegriffs-)unterschiede und darüber, was der krieg mit menschen macht.

ein herausragender tom conti, ein ebenbürtiger david bowie, ein sowieso ausdrucksstarker takeshi kitano und ein überzeugender ryuichi sakamoto (der auch die musik komponierte: http://www.youtube.com/watch?v=YwkuS9FlB7M ).

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

dAShEIKO

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Eigenartiger Antikriegsfilm mit einem hervorragenden David Bowie.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kommentar schreiben

Fans dieses Films mögen auch