Monster
DE, US 2003
- Genre
- Romanze, Psychodrama, Kriminalfilm, Coming Out, Biopic
- Inhalt
Charlize Theron spielt die Hauptrolle in einem erschreckend bewegenden Film, der tief hinter die Schlagzeilen über die männerhassende und mordende Serienkillerin Aileen Wuornos blickt, die im Oktober 2002 in Florida hingerichtet wurde. Regisseurin… — Mehr
Charlize Theron spielt die Hauptrolle in einem erschreckend bewegenden Film, der tief hinter die Schlagzeilen über die männerhassende und mordende Serienkillerin Aileen Wuornos blickt, die im Oktober 2002 in Florida hingerichtet wurde. Regisseurin Patty Jenkins erzählt eine Liebesgeschichte zwischen zwei selbstzerstörerischen Außenseitern: Wuornos, einer herumreisenden Prostituierten, die letztlich ihre Freier umbringt, und Selby Wall, die von ihren Eltern zu einer Tante nach Florida geschickt wurde, um dort von ihrer Homosexualität geheilt zu werden. Von Selbstmordgedanken geplagt landet Aileen in einer Bar, wo sie Selby kennen lernt. Um ihre junge Beziehung am Leben zu halten, prostituiert sie sich weiter, entwickelt dadurch jedoch eine eskalierende Wut, die sich in einer brutalen Serie von Morden entlädt und sie in den Augen der Medien zu Amerikas erster Serienkillerin - einem Monster - macht.
- Cast
- Christina Ricci, Scott Wilson, Charlize Theron, Bruce Dern, Annie Corley, Pruitt Taylor Vince, Marc Macaulay — Mehr
- Regisseure
- Patty Jenkins
- Autor
- Patty Jenkins
- Laufzeit
- 109 Minuten
- Zeit
- 1980er Jahre
- Ort
- Florida, Gefängnis
- Handlung
- Autodiebstahl, Beschattung, Bewerbungsgespräch, Blanker Busen, Ermittlung, Freier, Gefängnis, Gerichtsverhandlung, Handschellen, Homosexualität, Job, Kneipe, Lesbe, Liebe, Mord, Motel, Notwehr, Oralsex, Prostituierte, Prostitution, Rassismus, Raubmord, Revolverheld, Serienmörder, Sexueller Missbrauch, Stottern, Tante, Telefonanruf, Todesstrafe, Vergewaltigung, Verzweiflung, Wut und Hass
- Stimmung
- Aufregend, Berührend, Ernst, Traurig
Über diesen Film
Handlung
Aileen Wournos (Charlize Theron) lernt von kleinauf, was es bedeutet, eigene Träume ausfgeben zu müssen und keine Liebe zu erfahren. Um sich einigermaßen über Wasser zu halten, prostituiert sie sich. Der Alltag aus sexuellem … — Mehr
Handlung
Aileen Wournos (Charlize Theron) lernt von kleinauf, was es bedeutet, eigene Träume ausfgeben zu müssen und keine Liebe zu erfahren. Um sich einigermaßen über Wasser zu halten, prostituiert sie sich. Der Alltag aus sexuellem Missbrauch, Gewalt und Verachtung nagt an ihr. Irgendwann mitten in den 1980er Jahren kann Aileen nicht mehr und beschließt sich umzubringen. Doch während sie ihr letztes Geld in einer Raststätte ausgibt, lernt sie Selby kennen (Christina Ricci). Das naive Mädchen soll nach dem Willen ihrer erzkonservativen Familie zu einer Tante geschickt werden, um ihr die als Krankheit empfundene Homosexualität auszutreiben.
Selby und Aileen sind von Beginn an unzertrennlich. Bald schon ziehen sie zusammen. Für Aileen bedeutet dies der Aufbruch in eine neue Zukunft ohne Prostitution. Doch die Suche nach einem “anständigen” Job gestaltet sich schwierig: Aileen hat keine Ausbildung und einen schwierigen Charakter. Selby gegenüber empfindet sie aufrichtige Liebe und das Bedürfnis, sie zu beschützen. So kommt es, dass Aileen sich wiederum zur Prostitution gezwungen fühlt, um die Miete bezahlen zu können. Als sie eines Tages von einem Freier vergewaltigt und geschlagen wird, erschießt sie ihn in Notwehr.
Bei diesem einen Mord bleibt es nicht. Das Morden wird zum Ventil für Aileens angestaute Wut und Verzweiflung. In der kommenden Zeit mordet Aileen aus Rache und Habgier fünf weitere Männer. Als ihr die Polizei auf die Schliche kommt, kollaboriert Selby mit ihnen, um einer möglichen Haftstrafe zu entkommen. Aileen wird verhaftet und zum Tode verurteilt.
Weiterführende Informationen
- Das Leben der Aileen Wuornos
- Die Rezeption des Films
Weitere Informationen im Internet
- The Myth and the Reality, Artikel über die Verbrechen der Aileen Wuornos (engl.)
- Killerin mit Seele, Rezension von Diedrich Diederichsen in der Zeit vom 14. Apirl 2004
- Rezension von Dagmar Trüpschuch auf lespress.de
- Informationsseite über den Film auf br-online.de
- Rezension von laura und Robin Clifford (engl.)
- Rezension mit ausführlichen Informationen über den Film und Aileen Wournos von Brian Transeau auf filmmusikwelt.de
Poster und Merchandise zum Film im Fanshop
Kritiker — Sehenswert 7.2
Der Film Monster wurde von 19 Kritikern bewertet.
J. Buttgereit: epd-Film, TIP Berlin, Flute...
Als nach der Berlinale-Premiere Regisseurin Patty Jenkins erklärte, dass sie ihren Film in der Tradition von „Badlands" und „Bonnie and Clyde" sehen würde, beides Werke, die von ihren widersprüchlichen Charakteren leben, da erstrahlte neben ihr die schöne Hauptdarstellerin Charlize Theron. Es fiel schwer, diese Lichtgestalt in Einklang mit der White-Trash-Serienmörderin aus dem Film zu bringen. Mit 14 zusätzlichen Kilo, einem künstlichen Überbiss, fleckigem Make-up und breitschultrigem, übertriebenem Cowboygang hatte Theron sich in die Filmrolle eingefühlt - eine monströse schauspielerische Leistung, für die sie danach mit dem Silbernen Bären, einem Golden Globe und einem Oscar belohnt wurde. Wer eine solche Metamorphose auf der Leinwand hinlegt und gleich danach engelsgleich hübsch über den roten Teppich schwebt, versetzt die Branche ins Staunen.
Theron ist die eigentliche Attraktion in „Monster". Sicher fragt man sich, warum Jenkins nicht einfach eine Schauspielerin gewählt hat, die Wuornos ohnehin ähnlich sieht. Aber ein so hässlicher Film über eine Proll-Lesbe, die brutal geile Männer abknallt, ist ohne einen echten Hollywoodstar nur schwer zu finanzieren und zu verkaufen. Theron zur Hauptdarstellerin und Mitproduzentin zu machen, war Jenkins` eigentlicher Geniestreich.
Jetzt muss die Regisseurin aber auch damit leben, dass „Monster" als das Metamorphosenspektakel mit der dicken Charlize in die Filmgeschichte eingeht. Und eben nicht als das sensible Portrait über die innerlich zerrissene, nach Liebe suchende, siebenfache Mörderin Aileen Wuornos, das „Monster" eigentlich ist.
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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Nicht ein einziges Mal fällt Theron aus ihrer grandios glaubwürdig umgesetzten Rolle. Die Mühe hat sich gelohnt: Sie gewann in diesem Jahr mit Oscar und Golden Globe die wichtigsten amerikanischen Preise, auf der Berlinale wurde sie mit dem Silbernen Bären geehrt.
Beim Rummel um die Hauptdarstellerin gerät leicht aus dem Blick, was dieser Film transportiert. Solche tragischen Frauengeschichten findet man nicht nur im armen Russland, wie Lukas Moodyson es in seinem exzellenten Drama "Lilja 4ever" gezeigt hat, nein: Sie sind überall zu Hause - auch in den reichen USA.
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Kommentare — Sehenswert 7.2
Der Film Monster wurde von 1226 Mitgliedern bewertet.
Spilyt 2010/03/15 09:29:59
justjust 2009/12/25 00:23:14
also... "beruhend auf einer wahren geschichte"... da erwarte ich etwas, das nah an der geschichte ist und die charactere nicht so zerstört, vermarktet, neue characterzüge erschafft, fremdgehen wegstreicht blablabla ...
bin dementsprechend auch enttäuscht von dem film... auch die schauspielerische leistung war nicht ganz so gut und die besetzung hätte (jedenfalls "lee"s freundin) besser sein können...
2 punkte, weil es - wenn man den film ohne hintergrund betrachtet - zumindest ein mittelmäßiger film wäre...
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entchenxx 2009/12/08 22:13:42
einfach genial!! muß man gesehen haben!!! den oscar hat charlize mehr als verdient!!
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Der Film Monster gehört zum Genre Romanze, Psychodrama. Regie führte Patty Jenkins.
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Ende der achtziger Jahre sorgte im Südosten der USA eine mysteriöse Serienmörderin für Aufsehen. Männer wurden an entlegenen Stellen erschossen aufgefunden. Schon bald wird die Prostituierte Aileen Wuornos der Morde an 6 ihrer Freier überführt und im Jahr 2002 wird nach 12 Jahren Todeszelle das ausgesprochene Todesurteil an ihr vollstreckt.
So weit das Ende dieser wahren Geschichte. Das alles schon viel früher begann, nämlich schon in Aileens Kindheit und Jugend, erfährt man recht früh in einer rückblickenden Erzählung der erwachsenen Aileen. (Charlize Theron, Oscar für beste Hauptdarstellerin 2003) In ihrer sozial schwach gestellten Familie emotional und körperlich missbraucht und misshandelt, reißt sie mit 13 von zu Hause aus. Gelernt hat sie bis dahin nur 2 Dinge: Dass sie Männern nicht trauen und sie sich nur auf sich selbst verlassen kann.
Schlechte Startbedingungen für ein junges Leben und so endet Aileen schließlich völlig desillusioniert … — Mehr
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