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Nokan - Die Kunst des Ausklangs

Okuribito (2008), JP Laufzeit 130 Minuten, FSK 12, Drama, Komödie, Kinostart 26.11.2009


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7.3
Kritiker
15 Bewertungen
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7.7
Community
721 Bewertungen
41 Kommentare
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von Yojiro Takita, mit Masahiro Motoki und Tsutomu Yamazaki

Im Japanischen Melodrama Nokan findet ein Cellist unerwartet Gefallen an seiner neuen Karriere als ritueller Einsarger – sehr zum Missfallen seiner Frau und Freunde.

Daigo (Masahiro Motoki) hat seine Stelle als Cellist verloren und kehrt mit seiner Frau Mika (Ryoko Hirosue) zurück in die Heimat im pittoresken Norden Japans. Auf der Suche nach einem neuen Job entdeckt er die Anzeige des auf ‘Reisen’ spezialisierten Unternehmens Nokan. Der exzentrische Chef Sasaki (Tsutomu Yamazaki) engagiert ihn auf der Stelle. Daigo kann sein Glück kaum fassen, da eröffnet ihm Sasaki die wahre Natur seines Geschäfts: Er soll Verstorbene nach altem Ritual für die ‘Letzte Reise’ vorbereiten.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Nokan - Die Kunst des Ausklangs
Genre
Drama, Schwarze Komödie
Handlung
Bestattung, Klassische Musik, Oscargewinner, Sterben und Tod, Todesfall
Tag
Oscargewinner
Verleiher
Kool/Filmagentinnen
Produktionsfirma
Amuse Soft Entertainment, Asahi Shimbunsha, Dentsu, Mainichi Hoso, Sedic, Shochiku Company, Shogakukan, Tokyo Broadcasting System

Kritiken (10) — Film: Nokan - Die Kunst des Ausklangs

Mr.Film: City of Cinema

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7.0Sehenswert

Eine humoristische und zugleich traurige Geschichte, bewegende Charaktere, Musik vom allerfeinsten. Das ist "Nokan", der etwas andere Film aus Japan. Man lernt es kennen wie wichtig es in Asien ist, das Ritual Verstorbene auf ihre "letzte Reise" vorzubereiten. Man lernt einen Mann kennen, der diese Arbeitsbranche für sich entdeckt und gleichzeitig dieses zweitleben vor seiner Frau verheimlicht. Ein schwieriger Spagatt zwischen Arbeit und Ehe. Die Nokan-Zerimonien erfüllen den jungen Mann, trösten ihn, lassen ihn seine schwierigen Zeiten vergessen. Ein Ritual das dort voller Ehrfucht durchgezogen wird, Pflicht ist. Hier? Ab in die Kiste und tschüss.

Liebliche Darsteller, eine nahegehende Handlung und doch ist der Funken leider nicht ganz übergesprungen. Aber das wird noch. Denn diesen Film kann man sich öfters anschauen. Vielmehr ein Erlebnis, Gefühle und Emotionen tanzen Samba.

16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

Nutella?!!

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..' Aber das wird noch.' [2]


Mr.Film

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Ist es :)


Fricki76: Asianfilmweb.de

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8.5Ausgezeichnet

Bei den "Auslands-Oscars" setzen sich im Vergleich zu englischsprachigen Werken wegen der fehlenden Unterkategorien in der Regel wirklich gute, niveauvolle Filme durch. So auch "Nokan", der japanische Gewinner des fremdsprachigen Oscars 2008, der lange auf meiner "Unbedingt-noch- sehen-Liste" stand. Der Film hat mich wirklich begeistert, vor allem weil er....

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Elisabeth Maurer

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7.0Sehenswert

Sowie beim Cellospielen die Bewegung des Bogens nicht ruckartig abgebrochen werden darf, damit der Ton vollständig ausklingen kann und genügend Raum hat, seine Fülle und Wirkung ganz entfalten zu können, so muß auch das Lebensende gefühlvoll und würdevoll gestaltet werden....

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten

rav_bralor

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Und wie auch ein gutes Instrument wäre es dem Körper gegenüber unwürdig ihn nach dem spielen nicht ausreichend geputzt und hergerichtet zurück in den Koffer zu legen.


Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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7.5Sehenswert

In solchen einfühlsamen, an unseren tief sitzenden Respekt gegenüber den Toten appellierenden Momenten liegt das Geheimnis des Films. Letztlich berührt Nokan nicht wegen der kulturellen Unterschiede, sondern aufgrund der Gemeinsamkeiten. Die Trauer um einen geliebten Menschen versteht man in aller Welt. Das Bild, das in Erinnerung bleibt, sollte ihm und seiner Persönlichkeit Rechnung tragen. Und dennoch ist der letzte Abschied vor allem eine Sache der Lebenden. Daraus eine Kunst zu machen, scheint einem nach diesem Film mehr als angemessen.

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Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...

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8.5Ausgezeichnet

Obwohl Regisseur Yojiro Takita in „Nokan – Die Kunst des Ausklangs“ ein auf den ersten Blick sperriges, keineswegs massenkompatibles Thema aufgreift, lässt sich der Erfolg letztlich plausibel erklären. So liefert der Film eine jederzeit sorgfältig austarierte Mischung aus heiteren und dramatischen Momenten. [...] Dass sich „Nokan“ darüber hinaus existenziellen Fragen widmet, die vermutlich nie ihre Gültigkeit verlieren werden (...), dürfte für den Erfolg bei der diesjährigen Verleihung der „Academy Awards“ von entscheidender Bedeutung gewesen sein. [...] In seiner angenehm ruhigen, fast schon meditativen Erzählhaltung folgt „Nokan“ der Philosophie eines fernöstlichen Kinos wie man es beispielsweise von Imamura und Koreeda kennt. An die Stelle des Imamura’schen Realismus tritt bei Takita allerdings ein mitunter romantisch verklärter Blick auf familiäre Bande und Beziehungen. Dass er dabei bestimmte Symbole wie die der Steine überstrapaziert und sich den einen oder anderen Ausrutscher in Richtung Kitsch leistet, ist angesichts der in sich schlüssigen Dramaturgie und nachvollziehbaren Entwicklung seiner Hauptfigur verzeihlich.

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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7.5Sehenswert

Leider vertraut der Film auf nicht seinen reichlich vorhandenen Qualitäten. Bei der firmeninternen Weihnachtsfeier wird zum Beispiel das Ave Maria von Daigos Cello plötzlich aus dem Off mit Klavier begleitet. Das macht es nicht stärker, sondern kitschig.

Das kann man dem ganzen wunderbaren Film vorhalten. Alles geht so schön ineinander auf, alles löst sich schließlich in Wohlfühlen auf. Selbst die Verachtung, die Daigo wegen seines neuen Berufs erfährt, verschwindet, als seine Frau ihn beim Abschied von einer Bekannten sieht. Letztendlich kann Daigo sogar mit seinem verhassten Vater über das Mittel der Zeremonie Frieden schliessen. Das mag für einen Oscar reichen, wer mehr als eine universelle Harmonie in den Wendungen des Lebens vermutet, sollte sich lieber Verlierer-Filme ansehen.

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Thorsten Funke: critic.de

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Es ist darauf hinzuweisen, dass Nokan – die Kunst des Ausklangs (Departures – Okuribito) in seinem Kern schlicht und einfach ein Film über ein Handwerk ist. Viel mehr ist er das als eine Liebesgeschichte, eine Familiengeschichte, eine Geschichte über Einsamkeit und Trauer. [...] Dass der Film außerhalb Japans ausgesprochen gut ankommt, zeigt zum einen, wie dankbar auch woanders eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Tod angenommen wird. Zum anderen zeigt es vielleicht, wie einfach Nokan es seinem Publikum dann doch leider macht.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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8.0Ausgezeichnet

Yojiro Takita erzählt sehr feinfühlig und liebevoll von einem Ritual, das den Toten Würde und Schönheit verleiht. "Nokan" – wie auch der deutsche Titel dieses Films - so nennt sich die fremdartige Zeremonie, bei der die Toten gewaschen, angekleidet und geschminkt werden, bevor sie die Bestatter in den Sarg legen. Gleichzeitig deckt der Film allerdings auch die Schizophrenie einer Gesellschaft auf, in der jeder das Trauerritual für sich in Anspruch nehmen möchte, aber kaum jemand bereit ist, sich für diese Aufgaben zur Verfügung zu stellen. Schlimmer noch: Wer den Beruf des "Nokanshi" erlernt, wie Daigo, den ächtet die Gesellschaft. Er solle besser einen "richtigen Beruf" erlernen, ruft ihm ein Kindheitsfreund zu, und seine eigene Frau stellt Daigo vor die Wahl: entweder der eklige Job oder sie. Der Tod, er ist in Japan offensichtlich noch weitaus tabuisierter als in westlichen Ländern.

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TheCorey: MovieMaze

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8.5Ausgezeichnet

Können sechs Millionen Zuschauer, zehn japanische Filmpreise und der diesjährige Oscar für den besten fremdsprachigen Film irren? Entgegen allen Erwartungen wird Yôjirô Takitas "Okuribito" seinen Vorschußlorbeeren mehr als gerecht.

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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9.5Herausragend

Departures, der diesjährige Oscar-Auslands-Gewinner, ist ein wunderschön verfasster Film. Der Soundtrack, meist auf Cello basierend, ist wunderbar, die Visualität malerisch zusammengesetzt, und der Film ist ruhig und stattlich, sogar wenn Trauer am unbeschönigsten dargestellt wird. Regisseur Yojiro Takita hat einen universell ansprechenden Film gemacht, der die Sitten und Rituale der japanischen Kultur heraufbeschwört.

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Kommentare (31) — Film: Nokan - Die Kunst des Ausklangs


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Ben Kenobi

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Bewertung9.0Herausragend

Den Körper sanft mit einem desinfizierenden Tuch reinigen, dabei zu keiner Zeit nackte Haut zeigen. Jegliche Gesichtsbehaarung mit einer scharfen Klinge entfernen, doch Vorsicht: Die Haut eines Toten kann empfindlich sein wie Pergament. Bloß nicht zu viel Druck anwenden! Die Wangen, wenn eingefallen, gegebenenfalls mit etwas Watte auspolstern. Zuletzt ein wenig Makeup, um den Abschied in makelloser Schönheit zu zelebrieren.

Das Prozedere, die Tradition, das Handwerk - sie stehen im Mittelpunkt des Nokan. Nokan, das ist ein traditionelles japanisches Zeremoniell, bei dem ein Toter unter den Blicken seiner Angehörigen für seine letzte Reise vorbereitet wird. Leise, sanftmütig und beinahe kunstvoll präsentiert sich die präzise Ausübung dieser alten Tradition hier. Der Protagonist Daigo (hervorragend gespielt von Masahiro Motoki) gerät eher zufällig in den Beruf des Bestatters. Nach der anfangs immensen Überwindung, mit Leichen zu arbeiten, wächst er nach einiger Zeit mit dieser Aufgabe, erkennt die Verantwortung, die Bedeutung und wohl auch die Schönheit, die mit dieser Berufung einhergehen. Nur so lässt sich erklären, dass er gar zusieht, wie ihn seine Frau verlässt, weil sie sich für ihn schämt. Die Nokansha, das wird schnell deutlich, gehören nicht zu den angesehensten Berufsgruppen in der japanischen Gesellschaft.

Vor diesem Hintergrund verhandelt der Film die basalen Fragen des Lebens, des Lebensendes und des Nachlebens. Es sind die essentiellen Fragen, die jeden Menschen früher oder später einholen. Und während der Zuschauer wieder und wieder den Totenzeremonien beiwohnt, in die Intimsphäre der Lebenden wie Verstorbenen eindringt, und dort Trauer, Freude, Nostalgie, Liebe, Hass, Vergebung und Verzweiflung vorfindet, sieht er sich zwangsläufig mit eben jenen Fragen konfrontiert. Die große Stärke von "Nokan" liegt indes darin, überhaupt nicht zu versuchen, Antworten auf derlei Fragen zu geben. Vielleicht noch nicht einmal Fragen zu stellen. In der komplexen Gesellschaft, in den unterschiedlichen Lebensentwürfen und in den vielgestaltigen familiären Verhältnissen, die der Film abbildet, findet womöglich jeder seine ganz eigenen Reibungspunkte.

Erzählerisch bildet der Film einen Bogen, der, wenngleich auch manchmal als "melodramatisch" kritisiert, einen vorsichtig positiven Ausblick auf die existentielle Überwältigung vom Menschsein erlaubt. Kein Happy End sicherlich, aber der narrative Versuch, lose Enden zusammenzuführen und abschließenden Frieden zu finden. Darum geht es wohl nicht nur beim Nokan, sondern im Leben generell. Ohne diese hoffnungsvolle Perspektive wäre so manches Leben manches Mal zu schwer, und "Nokan" einer der traurigsten Filme der Welt. So hingegen ist er einer der traurigsten und zugleich schönsten Filme der Welt.

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FilmFan92

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Klasse Kommentar. Klingt nach 'nem wunderbaren Streifen
*vorgemerkt*


Ben Kenobi

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Ist auch super. Kann ich dir uneingeschränkt empfehlen!


Greystar

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Nokan - Die Kunst des Ausklangs" war ein sehr schöner Film mit viel Traditionen und Emotionen. Kann ich nur empfehlen.

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Daymare

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Bewertung7.0Sehenswert

Egal welches Synonym für "Gefühl" man auch in seiner Kritik verwendet, ob nun anrührend, einfühlsam, empfindsam oder einfach nur mitfühlend - Auf "Nokan - Die Kunst des Ausklangs" treffen alle diese Worte zu! Für den sehr gemächlichen Erzählstil muss man allerdings empfänglich sein!

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Oezkan

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Vorgemerkt! : )


strangelet

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Film, der sich oberflächlich um japanische Bestattungsrituale dreht und ansonsten wenig Drama produziert, sollte eigentlich für Nichtjapaner eher öde sein, müsste man meinen. Aber die Inszenierung ist hier derartig treffsicher, dass die Emotionen glasklar transportiert werden und tatsächlich alles ganz alleine tragen. Und wenn so ein ADHS-geplagter grober Klotz wie ich sowas sagt, dann will das schon was heißen.

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Shady95

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Bewertung9.0Herausragend

Ich bin bisher asiatischen Filmen förmlich aus dem Weg gegangen und wenn alle Filme genau so gut sind wie dieser hier, bereue ich es jetzt schon. Nokan - Die Kunst des Ausklangs ist in so vielen Bereichen einfach fantastisch und vor allem sehr bewegend.
Der Film thematisiert eine japanische Tradition, welche vorsieht verstorbene Menschen vor den Angehörigen aufzubahren und sie für die letzte Reise zu säubern und schön zu machen. Dafür gibt es einen Beruf, in den ein junger Mann unwissentlich hinein gerät, nachdem das Orchester, in dem er gearbeitet hatte, aufgelöst wurde. Diese Geschichte um Trauer, Hoffnung, Liebe und Verzweiflung ist so wunderbar inszeniert, dass ich ich mich während dem Abspann so gefreut habe, dass ich gerade diesen Film sehen durfte.
Die Hauptfigur bindet den Zuschauer mit seiner Sympathie sofort an sich und man fühlt jede einzelne Minute mit ihm. Auch die oben angesprochene Zeremonie ist ergreifend und schön dargestellt und es kommt trotz der detaillierten Darstellung nie Langeweile auf. Es war einfach interessant zu sehen, wie die Menschen dort ihre Toten verabschieden und dass das Volk diesen Beruf trotzdem verabscheut. Was ganz wichtig ist, dass der Humor nicht zu kurz kommt. Ein solches Thema bietet normalerweise keine Grundlage für lustige Szenen, aber bei diesem Film lacht man häufig und fühlt trotzdem sehr oft mit, was manchen Regisseuren bei ihren Filmen nicht gelingt. Ergänzend dazu sorgt die Musik für eine Atmosphäre, die den Zuschauer bis zum Ende nicht mehr loslässt. Wenn man sich auf diesen Film einlässt, erlebt man etwas ganz besonderes und ein wirklich schönen Film, der Spaß macht aber auch sehr berührend ist. Klasse!

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hutvic

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Voll schön, besser als Gold. Ich habe geweint. Wie'n Mädchen...

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annaberlin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Schöner, gefühlvoller, aber streckenweise leicht kitschiger Film über das Sterben und den Tod in Würde, den wir als Europäer aber wohl nicht hundertprozentig nachvollziehen können, weil der Beruf des Leichenbestatters hier nicht unbedingt schamvoll ist und als unrein gilt.

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8martin

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Bewertung4.0Uninteressant

Cellist Daigo (Masahiro Motoki) wird arbeitslos und verdingt sich als Leichenaufbahrer in seiner Heimat. Wir wissen, dass das Cello ein einschmeichelndes, beruhigendes Instrument ist. Und wir hören es als Überleitung von Szenen, Rückblenden oder als Unterlegung von wunderschönen Landschaftsbildern. Oft sind es Ohrwürmer oder Klassiker z.B. das Ave Maria. Das ist die Stärke des Films. Und so zeigt es auch das offizielle Plakat. Ein Großteil der Handlung besteht allerdings aus der immer wiederkehrenden Aufbereitung der Leichen vor den Augen der Angehörigen. Anfangs ist auch noch so etwas wie leiser Humor vorhanden, der von der überbordenden Fröhlichkeit von Daigos Frau bis zur Unkenntlichkeit übertüncht wird. Das Ende ist vorhersehbar und die makabren Szenen halten sich in Grenzen. Wir erfahren, dass das Verneigen zur abschließenden Verstärkung der eigenen Aussage zum japanischen Gesprächsverhalten gehört wie der Karpfen zum Teich. In manchen Situationen kann man froh sein, dass es noch keine Geruchsfilme gibt. Da könnte wie bei den Akteuren Brechreiz aufkommen. Bei mir ebenso wenig wie emotionales Ergriffensein. Ungerührt gähnte ich mich zum Ende. Weswegen die Preise? Überbewertet!

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eisbaerdios

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Bewertung6.0Ganz gut

Gerade zum Ende hin wird der Film irgendwann extrem plump und schlägt nur so um sich mit Kitschmomenten.
Die Idee des Films selber ist gut, aber viele Momente wirken geschrieben und stark konstruiert.
Einige überflüssige Lebensweisheiten kann sich der Film im Dialog ebenfalls nicht verkneifen.
Ein Pluspunkt gibt's noch für den Alten.
Die Zeremonie und der Gedanke ist sehr schön wurde hier aber mit zuviel Rührseligkeit inszeniert.

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The Barnacle

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Bewertung10.0Herausragend

Wunderbar gefühlvoller Film der mich zu Tränen gerührt hat, ganz ganz großes Kino und zurecht gab es damals den Oscar für den besten ausländischen Film!

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Murray

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Anrührender, sehr menschlicher Film über das Leben mit dem Tod welcher
vor allem mit seinem tollem Cast wie auch hervorragendem Soundtrack punktet und es gekonnt schafft die Balance zwischen ruhigen, traurigen sowie augenzwinkernden, amüsanten Momenten zu halten. Empfehlenswert!

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BernieDerHobbit

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Bewertung9.0Herausragend

Ein Wundervoller Film.
Ein wundervolle Story und klasse Schauspieler. Noch dazu finde ich die Filmmusik wirklich passend und ansprechend. Der Film wechselt zwischen Szenen die das Herzberühren und Szenen die auf düstere Art die Lachmuskeln kitzeln. Diesen Film kann ich wirklich jedem empfehlen.

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CatafalqueForFallenFlies

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Bewertung9.5Herausragend

'Nokan - Die Kunst des Ausklangs.' Ein Film, welcher wie sein Titel strahlt, aber ganz behutsam und mit Schweigsamkeit zur rechten Zeit. Erzählt wird die seltsame Geschichte des Cellisten Daigo Kobayashi, der seine Anstellung verliert und gezwungen ist mit seiner Frau Mika aus Tokio in seinen verschlafenen Geburtsort zurückzukehren. Dabei gerät er auf Jobsuche an Shōei Sasaki und ehe er sichs versieht ist Daigo sein Gehilfe und 'darf' Leichen abtransportieren und an den Aufbahrungs- und Waschungszeremonien teilnhemen. Der gute Verdienst hilft ihm über die eher unerfreulichen Arbeitsumstände hinweg, welche er zusätzlich noch vor seiner Frau zu verbergen versucht. Familiäre Vorbelastungen bleiben hierbei auch nicht aus. So entspinnt sich eine kurzweilige Geschichte zwischen wunderbar schwarzem Humor und Trauer, zwischen Unwohlsein und filigranen Sargkunstwerken. Dabei schlägt der Film jedoch niemals gänzlich in eine Richtung aus und wird zu albern, oder zu schmalztriefend. Es geht schlicht um den Tod und alles was dazu gehört. Ich möchte fast meinen 'Nokan' ist eine japanische Form von 'Six Feet Under', nur eben in Filmlänge und mit Cello. Die Parallelen sind in jedem Fall vorhanden, was aber nur für die Qualität dieses Werkes spricht. Die Bestattungszeremonien werden sehr detailiert in Szene gesetzt und lassen den Mitteleuropäer einen neuen Blickwinkel auf die Todesthematik einnehmen. So viel Hingabe, Schönheit und flirrende Stille erlebt man wohl nur selten und da wird kein Unterschied gemacht, aus welchen Verhältnissen man stammt. Dass hier auch nicht immer alles glatt geht lässt der Film natürlich nicht außen vor. Gerade die gesellschaftliche Undankbarkeit oder viel eher Ächtung dieses seltenen Berufs kommt hier deutlich heraus, was mich aber auch zu dem einzigen kleinen Kritikpunkt führt, der mich davon abgehalten hat eine 10 zu vergeben. Warum dieser Beruf so verrufen ist, obwohl er doch etwas außeordentlich Wichtiges beinhaltet kommt leider nicht ganz heraus. Gewiss hat es wohl etwas mit Unreinheit und dem Umgang mit dem Tod zu tun, was jedoch nur beiläufig zu Tage tritt. Auch die Geschichte dieses Rituals wäre gewiss äußerst interessant, aber dies sind eben nur Details, die in Japan gewiss sehr geläufig sind.
Der Film schafft es 2 Stunden wie 2 Minuten erscheinen lassen und das ganz ohne eine actiongeladene Handlung, voller Umschwünge, sondern schlicht durch Emotionen, die jeder auf die ein oder andere Weise wird nachvollziehen können. Die schauspielerischen Leistungen tun hier ein Übriges. Kein Wort ist zu viel, keine Geste zu überzogen, sondern sehr real und horizonterweiternd. Ein Horizont, der sich uns oftmals nicht über eine schlichte Urne hinaus aufzeigt. Ein Film, wie ein Sarg voller Lilien, ein kleiner glatter Stein oder ein genüssliches Bad in einem rustikalen Badehaus, wenn der Leichengeruch mal wieder nicht von den Fingern weichen will und dazu Beethovens Neunte. Der Oscar für den besten Auslandsfilm ist somit mehr als verdient und zeigt, dass auch mal abseitige, stille Filme zu Ruhm gelangenen dürfen..

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Cellmorbasg

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Im Mittelpunkt des Films steht eine wunderschöne, würdevolle Bestattungszeremonie und um sie herum wird eine Geschichte über Leben, Tod, Liebe und Musik erzählt. Man wird in eine fremde Welt geführt die einem sofort das Herz erwärmt, traurige und fröhliche Momente wechseln sich in guter Mischung ab und der Film gibt ein harmonisches und gefühlvolles Gesamtbild ab. Der ein oder andere kitschige Moment (insbesondere der Schluss) hat sich auch eingeschlichen, doch so in den Film eingebunden, dass die Rührung nicht aufgesetzt ist.

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Mavrocordato

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Zu Tränen rührender Film mit ganz wundervollen Schauspielern.

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rav_bralor

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Bewertung9.5Herausragend

Lachen , weinen oder einfach nur Nachdenken.
Alles in allem ist dieser Film einfach nur zum Sterben schön.
Gut und jetzt schäme ich mich dafür diese Kritik mit einem so banalen Wortwitz begonnen zu haben hinter dem aber , wenn man darüber nachdenkt (und den Film gesehen hat) doch noch etwas mehr steckt als pure Wortwürfelei.
Leben, Liebe, Loslassen, Lachen und Lamentieren führen hier ein gerade zu groteskes Ballett der Gefühle auf. Schöne Schauspielerkunst, welche hin und wieder unter der deutschen Synchronisation zu leiden scheint, kombiniert mit guter Musik und einer (soweit ich fähig bin so etwas zu beurteilen ) guten Kamera bilden hier ein heiterauriges, schönes Gesamtbild japanischer Filmkunst. Schöner Film, mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen.

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Donald the Duck

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Bewertung9.0Herausragend

Top-Film. Keine einzige Minute langweilig. Sehr bewegend.

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PommesPapst

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

ein schöner film, der trotz seiner thematik durch einige witzige momente eher heiter als bedrückend wirkt. ich würde ihn eher in das genre tragikkömödie einstufen. nicht massenkompatibel, aber sehr gefühlvoll inszeniert. hat mir gut gefallen.

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Miike

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Bewertung9.0Herausragend

Ein bewegendes Drama von Yojiro Takita, dass mit seinen teils lustigen Situationen, die allgemein eher schwere Stimmung durchbricht.
Ein Film der sich mit dem Ende eines jeden Menschen beschäftigt und mit dem wie die Menschen auf Personen reagieren, die den Beruf gewählt haben, Menschen auf ihrer letzten Reise zu begleiten. Um so eine Person handelt es sich beim Hauptdarsteller Masahiro Motoki im Film Daigo Kobayashi, der in seine Heimat zurückkehrt und dort sein Schicksal erfüllt/findet. Dem Regiesseur Takita gelingt es in den Szenen in denen man lachen muss, die Toten und die Trauernden, trotzdem mit einer so großen Würde zu behandeln, dass es immer sehr emotionale Sequenzen sind, die einem unter die Haut gehen. Untermalt mit einem hervorragendem Zusammenspiel der Musik mit den Bildern, ist es ein Werk welches mir auf jeden Fall für eine lange Zeit in Erinnerung bleiben wird.

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Tobias

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wunderschöner Film. Sehr bewegend. Manchmal schwülstig, aber auch sehr besonders und wirkungsvoll...

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