Nokan - Die Kunst des Ausklangs

Okuribito (2008), JP
Laufzeit 130 Minuten, FSK 12, Komödie, Kinostart 26.11.2009

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7.9 Kritiker
12 Bewertungen
Skala 0 bis 10
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von Yojiro Takita, mit Masahiro Motoki und Tsutomu Yamazaki

Pechvogel Daigo hat seine Stelle als Cellist verloren und kehrt mit seiner Frau zurück in die Heimat im pittoresken Norden Japans. Auf der Suche nach einem neuen Job entdeckt er die Anzeige eines auf “Reisen” spezialisierten Unternehmens. Der exzentrische Chef Sasaki engagiert ihn auf der Stelle. Daigo kann sein Glück kaum fassen, da eröffnet ihm Sasaki die wahre Natur seines Geschäfts: Er soll Verstorbene nach altem Ritual für die “Letzte Reise” vorbereiten. Von wegen Reisebüro! Daigo ist entsetzt. Aber ein Batzen Geld stimmt ihn um. Wofür er so fürstlich entlohnt wird – das behält er zu Hause lieber für sich. So nimmt das ländliche Leben im Rhythmus der Jahreszeiten seinen Lauf. Es ist ein Doppelleben: Tags weiht ihn der väterliche Feinschmecker Sasaki in die einzigartige Kunst des tröstenden Nokan-Zeremoniells ein, nachts blüht das Eheglück, findet er zurück in den Kreis der alten Freunde und weckt das Cello seiner Kindheit Erinnerungen an Mutter und Vater, Gutes und Ungelöstes. Dann aber entdeckt seine Frau Mika die Wahrheit über seinen anrüchigen Beruf. Immer hat sie zu ihm gehalten. Umso mehr verletzt sie nun, dass Daigo ihr Vertrauen brach. In einem leidenschaftlichen Ausbruch stellt sie ihn vor die Wahl: Hör auf damit! Oder ich gehe.

InhaltPechvogel Daigo hat seine Stelle als Cellist verloren und kehrt mit seiner Frau zurück in die Heimat im pittoresken Norden Japans. Auf der Suche nach einem neuen Job entdeckt er die Anzeige eines auf “Reisen” spezialisierten Unternehmens. Der exzentrische Chef Sasaki engagiert ihn auf der Stelle. Daigo kann sein Glück kaum fassen, da eröffnet ihm Sasaki die wahre Natur seines Geschäfts: Er soll Verstorbene nach altem Ritual für die “Letzte Reise” vorbereiten …

Von wegen Reisebüro! Daigo ist entsetzt. Aber ein Batzen Geld stimmt ihn um. Wofür er so fürstlich entlohnt wird – das behält er zu Hause lieber für sich. So nimmt das ländliche Leben im Rhythmus der Jahreszeiten seinen Lauf. Es ist ein Doppelleben: Tags weiht ihn der väterliche Feinschmecker Sasaki in die einzigartige Kunst des tröstenden Nokan-Zeremoniells ein, nachts blüht das Eheglück, findet er zurück in den Kreis der alten Freunde und weckt das Cello seiner Kindheit Erinnerungen an Mutter und Vater, Gutes und Ungelöstes.

Dann aber entdeckt seine Frau Mika die Wahrheit über seinen anrüchigen Beruf. Immer hat sie zu ihm gehalten. Umso mehr verletzt sie nun, dass Daigo ihr Vertrauen brach. In einem leidenschaftlichen Ausbruch stellt sie ihn vor die Wahl: Hör auf damit! Oder ich gehe …

Links
NOKAN – DIE KUNST DES AUSKLANGS – Pressespiegel film-zeit.de
NOKAN – DIE KUNST DES AUSKLANGS – Trailer auf film-zeit.de
Nokan – die Kunst des Ausklangs Seite des deutschen Verleihs zum Film.
Nokan – die Kunst des Ausklangs= Seite des schweizer Verleihs zum Film.

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Kritiken (9) — Film: Nokan - Die Kunst des Ausklangs

Fricki76: Asianfilmweb.de

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8.5Ausgezeichnet

Bei den "Auslands-Oscars" setzen sich im Vergleich zu englischsprachigen Werken wegen der fehlenden Unterkategorien in der Regel wirklich gute, niveauvolle Filme durch. So auch "Nokan", der japanische Gewinner des fremdsprachigen Oscars 2008, der lange auf meiner "Unbedingt-noch- sehen-Liste" stand. Der Film hat mich wirklich begeistert, vor allem weil er....

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Elisabeth Maurer

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7.0Sehenswert

Sowie beim Cellospielen die Bewegung des Bogens nicht ruckartig abgebrochen werden darf, damit der Ton vollständig ausklingen kann und genügend Raum hat, seine Fülle und Wirkung ganz entfalten zu können, so muß auch das Lebensende gefühlvoll und würdevoll gestaltet werden....

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rav_bralor

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Und wie auch ein gutes Instrument wäre es dem Körper gegenüber unwürdig ihn nach dem spielen nicht ausreichend geputzt und hergerichtet zurück in den Koffer zu legen.


Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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7.5Sehenswert

In solchen einfühlsamen, an unseren tief sitzenden Respekt gegenüber den Toten appellierenden Momenten liegt das Geheimnis des Films. Letztlich berührt Nokan nicht wegen der kulturellen Unterschiede, sondern aufgrund der Gemeinsamkeiten. Die Trauer um einen geliebten Menschen versteht man in aller Welt. Das Bild, das in Erinnerung bleibt, sollte ihm und seiner Persönlichkeit Rechnung tragen. Und dennoch ist der letzte Abschied vor allem eine Sache der Lebenden. Daraus eine Kunst zu machen, scheint einem nach diesem Film mehr als angemessen.

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Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...

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8.5Ausgezeichnet

Obwohl Regisseur Yojiro Takita in „Nokan – Die Kunst des Ausklangs“ ein auf den ersten Blick sperriges, keineswegs massenkompatibles Thema aufgreift, lässt sich der Erfolg letztlich plausibel erklären. So liefert der Film eine jederzeit sorgfältig austarierte Mischung aus heiteren und dramatischen Momenten. [...] Dass sich „Nokan“ darüber hinaus existenziellen Fragen widmet, die vermutlich nie ihre Gültigkeit verlieren werden (...), dürfte für den Erfolg bei der diesjährigen Verleihung der „Academy Awards“ von entscheidender Bedeutung gewesen sein. [...] In seiner angenehm ruhigen, fast schon meditativen Erzählhaltung folgt „Nokan“ der Philosophie eines fernöstlichen Kinos wie man es beispielsweise von Imamura und Koreeda kennt. An die Stelle des Imamura’schen Realismus tritt bei Takita allerdings ein mitunter romantisch verklärter Blick auf familiäre Bande und Beziehungen. Dass er dabei bestimmte Symbole wie die der Steine überstrapaziert und sich den einen oder anderen Ausrutscher in Richtung Kitsch leistet, ist angesichts der in sich schlüssigen Dramaturgie und nachvollziehbaren Entwicklung seiner Hauptfigur verzeihlich.

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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7.5Sehenswert

Leider vertraut der Film auf nicht seinen reichlich vorhandenen Qualitäten. Bei der firmeninternen Weihnachtsfeier wird zum Beispiel das Ave Maria von Daigos Cello plötzlich aus dem Off mit Klavier begleitet. Das macht es nicht stärker, sondern kitschig.

Das kann man dem ganzen wunderbaren Film vorhalten. Alles geht so schön ineinander auf, alles löst sich schließlich in Wohlfühlen auf. Selbst die Verachtung, die Daigo wegen seines neuen Berufs erfährt, verschwindet, als seine Frau ihn beim Abschied von einer Bekannten sieht. Letztendlich kann Daigo sogar mit seinem verhassten Vater über das Mittel der Zeremonie Frieden schliessen. Das mag für einen Oscar reichen, wer mehr als eine universelle Harmonie in den Wendungen des Lebens vermutet, sollte sich lieber Verlierer-Filme ansehen.

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Thorsten Funke: critic.de

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Es ist darauf hinzuweisen, dass Nokan – die Kunst des Ausklangs (Departures – Okuribito) in seinem Kern schlicht und einfach ein Film über ein Handwerk ist. Viel mehr ist er das als eine Liebesgeschichte, eine Familiengeschichte, eine Geschichte über Einsamkeit und Trauer. [...] Dass der Film außerhalb Japans ausgesprochen gut ankommt, zeigt zum einen, wie dankbar auch woanders eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Tod angenommen wird. Zum anderen zeigt es vielleicht, wie einfach Nokan es seinem Publikum dann doch leider macht.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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8.0Ausgezeichnet

Yojiro Takita erzählt sehr feinfühlig und liebevoll von einem Ritual, das den Toten Würde und Schönheit verleiht. "Nokan" – wie auch der deutsche Titel dieses Films - so nennt sich die fremdartige Zeremonie, bei der die Toten gewaschen, angekleidet und geschminkt werden, bevor sie die Bestatter in den Sarg legen. Gleichzeitig deckt der Film allerdings auch die Schizophrenie einer Gesellschaft auf, in der jeder das Trauerritual für sich in Anspruch nehmen möchte, aber kaum jemand bereit ist, sich für diese Aufgaben zur Verfügung zu stellen. Schlimmer noch: Wer den Beruf des "Nokanshi" erlernt, wie Daigo, den ächtet die Gesellschaft. Er solle besser einen "richtigen Beruf" erlernen, ruft ihm ein Kindheitsfreund zu, und seine eigene Frau stellt Daigo vor die Wahl: entweder der eklige Job oder sie. Der Tod, er ist in Japan offensichtlich noch weitaus tabuisierter als in westlichen Ländern.

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TheCorey: MovieMaze

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8.5Ausgezeichnet

Können sechs Millionen Zuschauer, zehn japanische Filmpreise und der diesjährige Oscar für den besten fremdsprachigen Film irren? Entgegen allen Erwartungen wird Yôjirô Takitas "Okuribito" seinen Vorschußlorbeeren mehr als gerecht.

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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9.5Herausragend

Departures, der diesjährige Oscar-Auslands-Gewinner, ist ein wunderschön verfasster Film. Der Soundtrack, meist auf Cello basierend, ist wunderbar, die Visualität malerisch zusammengesetzt, und der Film ist ruhig und stattlich, sogar wenn Trauer am unbeschönigsten dargestellt wird. Regisseur Yojiro Takita hat einen universell ansprechenden Film gemacht, der die Sitten und Rituale der japanischen Kultur heraufbeschwört.

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Kommentare (22) — Film: Nokan - Die Kunst des Ausklangs

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BernieDerHobbit

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Bewertung9.0Herausragend

Ein Wundervoller Film.
Ein wundervolle Story und klasse Schauspieler. Noch dazu finde ich die Filmmusik wirklich passend und ansprechend. Der Film wechselt zwischen Szenen die das Herzberühren und Szenen die auf düstere Art die Lachmuskeln kitzeln. Diesen Film kann ich wirklich jedem empfehlen.

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CatafalqueForFallenFlies

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Bewertung9.5Herausragend

'Nokan - Die Kunst des Ausklangs.' Ein Film, welcher wie sein Titel strahlt, aber ganz behutsam und mit Schweigsamkeit zur rechten Zeit. Erzählt wird die seltsame Geschichte des Cellisten Daigo Kobayashi, der seine Anstellung verliert und gezwungen ist mit seiner Frau Mika aus Tokio in seinen verschlafenen Geburtsort zurückzukehren. Dabei gerät er auf Jobsuche an Shōei Sasaki und ehe er sichs versieht ist Daigo sein Gehilfe und 'darf' Leichen abtransportieren und an den Aufbahrungs- und Waschungszeremonien teilnhemen. Der gute Verdienst hilft ihm über die eher unerfreulichen Arbeitsumstände hinweg, welche er zusätzlich noch vor seiner Frau zu verbergen versucht. Familiäre Vorbelastungen bleiben hierbei auch nicht aus. So entspinnt sich eine kurzweilige Geschichte zwischen wunderbar schwarzem Humor und Trauer, zwischen Unwohlsein und filigranen Sargkunstwerken. Dabei schlägt der Film jedoch niemals gänzlich in eine Richtung aus und wird zu albern, oder zu schmalztriefend. Es geht schlicht um den Tod und alles was dazu gehört. Ich möchte fast meinen 'Nokan' ist eine japanische Form von 'Six Feet Under', nur eben in Filmlänge und mit Cello. Die Parallelen sind in jedem Fall vorhanden, was aber nur für die Qualität dieses Werkes spricht. Die Bestattungszeremonien werden sehr detailiert in Szene gesetzt und lassen den Mitteleuropäer einen neuen Blickwinkel auf die Todesthematik einnehmen. So viel Hingabe, Schönheit und flirrende Stille erlebt man wohl nur selten und da wird kein Unterschied gemacht, aus welchen Verhältnissen man stammt. Dass hier auch nicht immer alles glatt geht lässt der Film natürlich nicht außen vor. Gerade die gesellschaftliche Undankbarkeit oder viel eher Ächtung dieses seltenen Berufs kommt hier deutlich heraus, was mich aber auch zu dem einzigen kleinen Kritikpunkt führt, der mich davon abgehalten hat eine 10 zu vergeben. Warum dieser Beruf so verrufen ist, obwohl er doch etwas außeordentlich Wichtiges beinhaltet kommt leider nicht ganz heraus. Gewiss hat es wohl etwas mit Unreinheit und dem Umgang mit dem Tod zu tun, was jedoch nur beiläufig zu Tage tritt. Auch die Geschichte dieses Rituals wäre gewiss äußerst interessant, aber dies sind eben nur Details, die in Japan gewiss sehr geläufig sind.
Der Film schafft es 2 Stunden wie 2 Minuten erscheinen lassen und das ganz ohne eine actiongeladene Handlung, voller Umschwünge, sondern schlicht durch Emotionen, die jeder auf die ein oder andere Weise wird nachvollziehen können. Die schauspielerischen Leistungen tun hier ein Übriges. Kein Wort ist zu viel, keine Geste zu überzogen, sondern sehr real und horizonterweiternd. Ein Horizont, der sich uns oftmals nicht über eine schlichte Urne hinaus aufzeigt. Ein Film, wie ein Sarg voller Lilien, ein kleiner glatter Stein oder ein genüssliches Bad in einem rustikalen Badehaus, wenn der Leichengeruch mal wieder nicht von den Fingern weichen will und dazu Beethovens Neunte. Der Oscar für den besten Auslandsfilm ist somit mehr als verdient und zeigt, dass auch mal abseitige, stille Filme zu Ruhm gelangenen dürfen..

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Cellmorbasg

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Im Mittelpunkt des Films steht eine wunderschöne, würdevolle Bestattungszeremonie und um sie herum wird eine Geschichte über Leben, Tod, Liebe und Musik erzählt. Man wird in eine fremde Welt geführt die einem sofort das Herz erwärmt, traurige und fröhliche Momente wechseln sich in guter Mischung ab und der Film gibt ein harmonisches und gefühlvolles Gesamtbild ab. Der ein oder andere kitschige Moment (insbesondere der Schluss) hat sich auch eingeschlichen, doch so in den Film eingebunden, dass die Rührung nicht aufgesetzt ist.

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Mavrocordato

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Zu Tränen rührender Film mit ganz wundervollen Schauspielern.

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Mr.Film

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Bewertung7.0Sehenswert

Eine humoristische und zugleich traurige Geschichte, bewegende Charaktere, Musik vom allerfeinsten. Das ist "Nokan", der etwas andere Film aus Japan. Man lernt es kennen wie wichtig es in Asien ist, das Ritual Verstorbene auf ihre "letzte Reise" vorzubereiten. Man lernt einen Mann kennen, der diese Arbeitsbranche für sich entdeckt und gleichzeitig dieses zweitleben vor seiner Frau verheimlicht. Ein schwieriger Spagatt zwischen Arbeit und Ehe. Die Nokan-Zerimonien erfüllen den jungen Mann, trösten ihn, lassen ihn seine schwierigen Zeiten vergessen. Ein Ritual das dort voller Ehrfucht durchgezogen wird, Pflicht ist. Hier? Ab in die Kiste und tschüss.

Liebliche Darsteller, eine nahegehende Handlung und doch ist der Funken leider nicht ganz übergesprungen. Aber das wird noch. Denn diesen Film kann man sich öfters anschauen. Vielmehr ein Erlebnis, Gefühle und Emotionen tanzen Samba.

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Nutella?!!

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..' Aber das wird noch.' [2]


Mr.Film

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Ist es :)


rav_bralor

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Bewertung9.5Herausragend

Lachen , weinen oder einfach nur Nachdenken.
Alles in allem ist dieser Film einfach nur zum Sterben schön.
Gut und jetzt schäme ich mich dafür diese Kritik mit einem so banalen Wortwitz begonnen zu haben hinter dem aber , wenn man darüber nachdenkt (und den Film gesehen hat) doch noch etwas mehr steckt als pure Wortwürfelei.
Leben, Liebe, Loslassen, Lachen und Lamentieren führen hier ein gerade zu groteskes Ballett der Gefühle auf. Schöne Schauspielerkunst, welche hin und wieder unter der deutschen Synchronisation zu leiden scheint, kombiniert mit guter Musik und einer (soweit ich fähig bin so etwas zu beurteilen ) guten Kamera bilden hier ein heiterauriges, schönes Gesamtbild japanischer Filmkunst. Schöner Film, mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen.

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momopipi

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Bewertung6.0Ganz gut

Gefühlvoll, ruhig und ein ordentlicher Schuss Melancholie ist auch da. Letztendlich trägt die Atmosphäre den positiven Aspekt bei, der gute alte Kitsch des asiatischen Kinos wird hier allerdings fast zum Todesurteil. Hätte man den Humor, welcher hier fast nur unterschwellig auftaucht, etwas standfester und intensiver konstruiert, wären sicherlich bis zu 3p mehr drin gewesen. Dadurch würde der Film deutlich an Facettenreichtum gewinnen...

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Donald the Duck

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Bewertung9.0Herausragend

Top-Film. Keine einzige Minute langweilig. Sehr bewegend.

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PommesPapst

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

ein schöner film, der trotz seiner thematik durch einige witzige momente eher heiter als bedrückend wirkt. ich würde ihn eher in das genre tragikkömödie einstufen. nicht massenkompatibel, aber sehr gefühlvoll inszeniert. hat mir gut gefallen.

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Miike

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Bewertung9.0Herausragend

Ein bewegendes Drama von Yojiro Takita, dass mit seinen teils lustigen Situationen, die allgemein eher schwere Stimmung durchbricht.
Ein Film der sich mit dem Ende eines jeden Menschen beschäftigt und mit dem wie die Menschen auf Personen reagieren, die den Beruf gewählt haben, Menschen auf ihrer letzten Reise zu begleiten. Um so eine Person handelt es sich beim Hauptdarsteller Masahiro Motoki im Film Daigo Kobayashi, der in seine Heimat zurückkehrt und dort sein Schicksal erfüllt/findet. Dem Regiesseur Takita gelingt es in den Szenen in denen man lachen muss, die Toten und die Trauernden, trotzdem mit einer so großen Würde zu behandeln, dass es immer sehr emotionale Sequenzen sind, die einem unter die Haut gehen. Untermalt mit einem hervorragendem Zusammenspiel der Musik mit den Bildern, ist es ein Werk welches mir auf jeden Fall für eine lange Zeit in Erinnerung bleiben wird.

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Tobias

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wunderschöner Film. Sehr bewegend. Manchmal schwülstig, aber auch sehr besonders und wirkungsvoll...

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wolf260366

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein sehr behutsamer Film, der in eine doppelt fremde Welt entführt. Einmal in die Traditionen und offensichtlichen Vorurteile der japanischen Welt und auf der anderen Seite in eine hohe Kunst der Bestattung. Wunderbare Darsteller, die im Laufe des Filmes auftauen. In einigen Szenen eher theatralisch und zu sehr mit Symbolik ausgefüllt, aber in den Momenten der Zeremonien unerhört nahe und wahrhaftig. Ein Film, der berührt-wunderbar.

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Fizzy

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Bewertung9.5Herausragend

der film ist einfach nur schön auf seine art.es mag zwar ein wenig sarkastisch klingen wenn ich von schön rede, bei einem film in dem es um den tod geliebter menschen geht,dennoch ist der film einfach gut.
was ich nur absolut nicht verstehen kann ist das der film als "schwarze komödie" betitelt wird.meiner meinung nach passt das hinten und vorne nicht.
auch der score ist echt gut gelungen.
ein guter film der einen echt zu ruhe kommen lässt.

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spanky

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die Art und Weise, wie man mit seinen Toten umgeht, spiegelt sich in den Umgangsformen im Leben wieder. Und in Sachen Ungangsformen haben die Japaner uns Westeuropäern auf jeden Fall etwas voraus. Wie ich finde auch im Humor, zumindest in der leisen unaufdringlichen Gattung.

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Amber76

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein sehr ruhiger nachdenklicher Film, der die Tränen fließen lässt. Schade, daß es in der westlichen Welt die Aufbahrung der Toten so selten ist.

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rolando100

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Bewertung7.5Sehenswert

ein absolut sehenswerter Film...weiss noch jemand, wie der Stein hiess, der verschenkt wurde? Ein Steinbuch? Buchstein? Vielen DAnk für die Rückmeldung ...;-)

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alexpect

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Steinbrief glaub ich ;-)


FutureInstitute

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Bewertung6.5Ganz gut

sehr feinsinniger & tiefer Zeitgeist-Film, der die Unterschiede in der Wahrnehmung zwischen Asien und Westen sehr gut zeigt

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denise

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Rotz und Wasser sage ich nur - und zwar auf die fiese, hintergründige und schleichende Art. Nicht diese rührenden Kitsch-Momente à la Hollywood, die fix vorbei sind, sondern die tiefe, ruhige japanische Erzählweise tippt einem hier irgendwann auf die Schulter und dann ist kein Halten mehr.

Traumhafter Film, schöne Musik, beeindruckende Darsteller und sicherlich ein recht westlicher, japanischer Film - daher bzw. nichtsdestotrotz sehr sehenswert! Selbst der hibbeligste Mensch dürfte durch diesen Film Ruhe erfahren und ein schöneres Bild vom Tod und Umgang damit habe ich selten gesehen.

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Tyler

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Danke für die tolle Kritik! Auf den Film warte ich schon sehsüchtig (10,0 Vorhersage) und nach deinem Kommentar jetzt noch mehr :)


denise

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Bin auf Deinen Kommentar gespannt! :)


Sonse

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ausgesprochen schöner Film, der so sehr berührt, dass man ihm sofort seine vorhersehbare Handlung verzeihen möchte: Junger Mann verliert seinen Job als Cellist in Tokyo und zieht mit seiner Frau zurück in seinen Heimatort im Norden. Dort findet er eine Anstellung als Aufbahrer, wovor er sich zu nächst ekelt und wofür er sich so schämt, das er es nicht mal seiner Frau erzählt. Doch sein "Sensei" ist so überzeugend integer, professionell und sympathisch, das unser Held (wie alle anderen Figuren) zunehmend Respekt für die Kunst des Vorbereitens Verstorbener auf ihre letzte Reise (Originaltitel: Okuribito) vor den Augen ihrer Verwandten und Freunde, lernt, und schließlich darin seine wahre Berufung findet...

Die japanische Zeremonie der Aufbahrung (Nokan) von Verstorbenen wird in liebevollen Bildern so ausführlich gezeigt, dass ich nach dem Film das Gefühl hatte, das kann ich jetzt auch. Jeden Handgriff habe ich ja nun mindestens zwei Mal gesehen. Dabei geht es in diesem Ritus erstaunlicherweise weniger um die Toten, als um die sich erinnernden Lebenden, die versuchen ihren Verlust zu verarbeiten. All das zeigt der Film in sanften, nie aufdringlichen Bildern, mit guten Darstellern, Humor und Herz, das ich Okuribito durchweg gebannt folgte und mich auch nicht schäme zuzugeben, das ein oder andere Tränchen verdrückt zu haben.

Der Score ist übrigens auch sehr angenehm für die Ohren, hätte meine Begleitung beim Abspann nur nicht folgendes erwähnt, das ihn mir etwas madig macht: "Die Musik ist schön, hat aber was von Schwarzwaldklinik, oder?" Ja, irgendwie schon. Damn you! ;)

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lucie

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Bewertung9.0Herausragend

Die Möglichkeit, über einen Kinofilm in für uns fremde Kulturen schauen zu dürfen ist wunderbar. In Nokan habe ich erfahren, dass es sich um eine in Japan verachtete Berufsgruppe handelt. Mit allergrößter Erfurcht wird uns ein Ritual nahe gebracht, welches mir Hochachtung abverlangt. Da ich selber mit Hospiz & Co ehrenamtlich zu tun habe, meine ich diesen Film aus einer ganz anderen Perspektive würdigen zu können. Hier wird nicht unnötig auf die Tränendrüse gedrückt sondern ein wichtiges Thema mal nach vorne gerückt, welches bei uns gerade recht weit weg geschoben wird. Bei uns hat der Beruf des Leichenträgers auch nicht gerade ein leuchtendes Images. Dieser Film gibt Anlass, mal darüber nachzudenken.

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