Owning Mahowny
Owning Mahowny (2003), GB/CA/US Laufzeit 105 Minuten, FSK 0, Thriller, Drama, Kinostart 07.10.2004
10 Bewertungen
Skala 0 bis 10
172 Bewertungen
9 Kommentare
Keine
von Richard Kwietniowski, mit John Hurt und Philip Seymour Hoffman
Er ist ein stiller, unscheinbarer Mann: Dan Mahowny, Angestellter einer Bank in Toronto. Seine Geschichte, die der Film nach wahren Vorkommnissen erzählt, ist zugleich die Geschichte des größten Bankbetrugs, der jemals von einem Einzeltäter in Kanada verübt worden ist. Denn Dan Mahowny leidet an Spielsucht. Als man ihn 1982 verhaftet, erklärt er im Verhör, daß seit seinem zwölften Geburtstag nie mehr als 72 Stunden vergingen, bis er seine nächste Wette platzierte. Und Mahowny wettet auf alles: Er setzt auf Sportler, Pferde und am Spieltisch. Dabei ist er nicht auf Reichtum aus. Nie legt er etwas von dem Gewonnenen zurück. Es kommt ihm allein auf den Thrill an. Von seinen kriminellen Energien ahnen seine Freundin Belinda und seine Kollegen nicht das Geringste. Bei ihnen gilt Mahowny als Workaholic: ein fleißiger Angestellter, den auch die Geschäftsleitung als Wunderkind schätzt. Mahownys Spielsucht und seine neu erworbene Fähigkeit, durch simple Unterschriften Geldbeträge ausgehändigt zu bekommen, verbinden sich auf unheilvolle Weise. Die Bank händigt plötzlich Kredite an (Phantom-)Kunden aus, die nicht einmal mehr ihre Adresse angeben brauchen. Als sein Schwindel auffliegt, hat Mahowny sie binnen 18 Monaten um mehr als 10 Millionen Dollar geschröpft. Seine Nächte verbringt Mahowny im Casino, wo er ein gern gesehener Gast ist. Seine Sucht verleiht ihm eine unglaubliche Ausdauer und Genialität. Wie sehr er selbst das Opfer seiner zwanghaften Natur ist, tritt nach seiner Festnahme zutage: Freundlich bittet er die Polizisten darum, bei der Bank anrufen zu dürfen – er hat Angst, daß man ihm vorwirft, zu spät zur Arbeit zu kommen.
Mehr Bilder (6) und Videos (1) zu Owning Mahowny
Cast & Crew
-
Richard Kwietniowski
-
Philip Seymour Hoffman
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dan Mahowny
-
John Hurt
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Victor Foss
-
Minnie Driver
-
Maury Chaykin
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Frank Perlin
-
Jason Blicker
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dave Quinson
-
Ian Tracey
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Detective Ben Lock
Regie
Schauspieler
-
Sonja Smits
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dana Selkirk
-
Karen Robinson
-
Demetrius Joyette
-
K.C. Collins
-
Maurice Chauvet
Drehbuch
Filmdetails Owning Mahowny
Fans dieses Films mögen auch
Die Klavierspielerin
FR/AT 2001
Snow Cake
CA/GB 2006
Das große Rennen von Belleville
CA/BE/FR 2003
Things We Lost in the Fire
US/GB 2007
Unsere Erde - Der Film
GB/DE 2007
Trailer zum Film Owning Mahowny
Fans dieses Films gefiel auch
Aktuelle moviepilot-Interviews
Schauspieler und Filmemacher
Links zum Film Owning Mahowny
- Owning Mahowny: critic.de













Kommentare (9) — Film: Owning Mahowny
Kommentar schreibenAnton Chigurh 2011/11/04 02:57:49
Kommentar löschenMir hat der Film sehr gut gefallen, Philip Seymour Hoffman hat das grandios gespielt und der Typ war echt heftig.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
patcharisma 2011/10/25 22:05:35
Kommentar löschenDas Spieler-Drama "Owning Mahowney" orientiert sich an der wahren Geschichte eines Bankers aus Toronto, der in den 80's in die Teppichetage aufsteigt und mit dem dort verfügbaren Credit-Geld über 10 Millionen Dollar unterschlägt, um es notorisch zu verzocken. Tönt als Ausgangslage packend, ist es aber nicht! Spannung oder Dramatik und für den Zuschauer nachvollziehbare Logik bleiben nämlich grösstenteils auf der Strecke, es will hier so gar nichts kommen. Jon Hassel's Minimal-Töne (der von Brian Eno entdeckte Trompeter) unterstreichen die Schwerfälligkeit des Ganzen noch zusätzlich. Seymour Hoffman's abonnierte Rolle als übergewichtigen Loser kennt man schon zu Genüge, Minnie Driver wurde für ihren Part als verzweifelte Partnerin kaum Raum geboten, nur John Hurt als schmieriger Casino-Besitzer macht noch halbwegs etwas (zynische) Freude. Mit dem Ende des Movies und der Läuterung des Mannes merkt der Zuschauer dann: Das ist eigentlich kein Drama, sondern eher ein Moral-Stück.
Prädikat: Besonders schleppend, überaschungsarm und leider beinahe unerträglich langweilig. Ein Film notabene, dem einfach der "Thrill" fehlt.
bedenklich? 19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Jon 2011/09/13 23:51:45
Kommentar löschensehr beeindruckend
der film zog mich in den bann
auch wenn ich auch schon in las vegas war
und keinen dollar für ein glückspiel ausgegeben habe
konnte ich mich mit empathie in den hauptdarsteller hineinversetzen
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
rensi.uwe 2011/01/08 12:17:33
Kommentar löschenAm 23. Januar 2003 feierte der Film Owning Mahowny seine Weltpremiere auf dem Sundance Film Festival. Die mit lediglich 10 Millionen US-Dollar budgetierte kanadisch-britische Produktion vom britischen Regisseur Richard Kwietniowski basiert auf der wahren Geschichte des Bänkers Brian Malony, der zwischen 1980-1982 seinen Arbeitgeber um 10 Millionen Dollar hintergangen hat, was der größte Bankbetrug der Geschichte Kanadas war.
Dan Mahowny genießt im Vorstand seiner Bank großes Ansehen. Seine akkurate und fleißige Arbeitsweise verhelfen ihm als jüngstes Mitglied zur Beförderung zum Fondsmanager, was zur Folge hat, dass er nun problemlos auf die Konten seiner reichen Kunden zugreifen kann. Und damit werden Mahowny Möglichkeiten eröffnet, seine zusehends anwachsende Spielsucht zu finanzieren. Was anfangs lediglich zum Schuldenabbau überschaubarer Wetteinsätze bei seinem Buchmacher Frank Perlin (Maury Chaykin) dient, wird im weiteren Verlauf ein unerschöpfliches Geldreservoir, aus welchem er immer häufiger immer größere Summen abzweigt. So fliegt Mahowny jedes Wochenende nach Atlantic City um seiner Spielsucht zu frönen. Dort trifft er auf den schmierigen Casinobesitzer Victor Foss (John Hurt), der ihn umgarnt und bei Laune hält, solange Mahowny das macht, was er am besten kann: Sein komplettes Geld zu verspielen. Einer vermeintlichen Glücksträhne, in der er in kurzer Zeit seinen Gewinn auf 9 Millionen Dollar ausbaut, und das freundliche Insistieren des Casinomitarbeiters Bernie (Chris Collins), der als Einziger aufrichtig und ehrlich zu ihm ist, können ihn nicht davon abhalten, weiter zu spielen und alles zu verlieren. Die Polizei wird im Laufe einer Ermittlung gegen Frank Perlin auf Mahowny aufmerksam und ermittelt nun auch gegen ihn. Dan Mahowny wird wegen Unterschlagung von 10,2 Millionen US-Dollar vehaftet, angeklagt und zu sechs Jahren Haft verurteilt.
In dieser nach einer wahren Begebenheit erzählten Geschichte brilliert Philip Seymour Hoffman als beängstigend guter Charakterdarsteller. Das Einzige, was er will ist Spielen. Ob Einsätze auf der Pferderennbahn, Wetten auf Sportergebnisse oder Zocken im Casino. Sein Antrieb ist nicht das Gewinnen, sondern der Nervenkitzel des Spielens. Das gewonnene Geld ist einfach Geld, was er wieder verspielen kann.
Hoffman interpretiert diese Rolle in beeindruckender Art und Weise. Er verliert niemals die Nerven, rastet nicht aus, fängt nicht an zu fluchen oder wird nervös, ganz egal, wie viel Geld er verliert. Er bleibt die ganze Zeit ruhig und besonnen, was ihm seitens des Casinopersonals den Spitznamen "Iceman" einbringt. Er entwickelt sich zum Star in der Casinoszene. Es tut beinahe schon weh zu sehen, wie Hoffman Dan Mahowny immer wieder und immer weiter an den Rand des Abgrunds bringt. Sobald er spielt, verliert er jeglichen Bezug zur Realität. Er nimmt die Außenwelt nicht mehr aktiv wahr, er wirkt in sich gekehrt, fokussiert und ist die Ruhe in Person. Unterbrochen wird dieses Bild lediglich vom stetigen Zurechtrücken seiner Brille. Weder Freunde noch seine langjährige Freundin schaffen es, ihn in die Spielsucht auszutreiben. Und schlimmer noch: Er bestreitet seine Sucht. Er redet sich und anderen ein, dass das Spielen nur eine Folge seines Geldproblems ist und nicht andersherum. Er weiß, dass er irgendwann auffliegen wird, doch seine Sucht ist größer.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
AverageJoe 2009/07/24 23:55:04
Kommentar löschenEin Film, der ohne Philip Seymour Hoffman wahrscheinlich nicht viel mehr als die Hälfte wert wäre. Eine gelungene One-Man-Show, die seinem Protagonisten gleich unaufgeregt und teils nüchtern-deprimiert auf sein Ende zusteuert.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Tobias 2008/09/30 12:18:34
Kommentar löschen"Owning Mahowny" erzählt die tatsächliche Geschichte eines Bankangestellten in den 80ern, dessen Spielsucht und dessen Zugang zu fremden Konten zum größten Bankenbetrug in der Geschichte Canadas geführt haben. Philip Seymor Hoffmann spielt gewohnt großartig und zeigt einen besessenen Spieler in voller Konzentration und Trance, dem nicht das Gewinnen oder Verlieren wichtig ist, sondern das Spielen an sich. Der Film ist liebevoll und detailliert erzählt und bricht die elendige Sucht seines Protagonisten immer wieder mit wunderbar lakonischen Nebenfiguren und verschroben witzigen Dialogen. Ein echtes kleines Juwel.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Wombat 2008/09/30 11:05:54
Kommentar löschenGroßartig gespielt und mit absurden Nebenrollen gespickt. Dennoch viel zu deprimierend und mit einer mageren Entwicklung des Hauptdarstellers "Dan".
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Roy Gonzo 2007/12/17 18:35:43
Kommentar löschenGroßartig gespielt. Ein trauriger Film, der von seinen grellen Kontrasten und einem grandiosen Hauptdarsteller zu einem verstörend selbstverständlichen Leben erweckt wird.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Lord Wombat 2007/09/26 18:28:46
Kommentar löschenWie immer ist Philip Seymour Hoffman grandios und hässlich. Mein Lieblingssatz: "Wo ist das Badezimmer?" - "Da, da und da."
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten