Quo Vadis - Rom muss brennen!
Quo Vadis? (2001), US/PL Laufzeit 160 Minuten, FSK 16, Drama
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von Jerzy Kawalerowicz, mit Pawel Delag und Magdalena Mielcarz
Neuverfilmung des Buchs von Henryk Sienkiewicz, das im Jahr 1951 unter anderem mit Peter Ustinov und Robert Taylor verfilmt wurde. Es geht um einen römischen Soldaten, der aus dem Krieg in Britannien nach Rom zurückkehrt, und sich dort in eine Sklavin verliebt.
Cast & Crew
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Jerzy Kawalerowicz
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Pawel Delag
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Marcus Vinicius
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Magdalena Mielcarz
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Boguslaw Linda
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Petronius
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Michal Bajor
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Jerzy Trela
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Chilo Chilonides
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Franciszek Pieczka
Regie
Schauspieler
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Krzysztof Majchrzak
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Tigellinus
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Rafal Kubacki
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Andrzej Tomecki
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Jerzy Nowak
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Zbigniew Walerys
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Agnieszka Wagner
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Malgorzata Pieczynska
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Marta Piechowiak
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Danuta Stenka
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Pomponia
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Malgorzata Foremniak
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Chrisotemis
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Teresa Marczewska
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Jerzy Kawalerowicz
- Genre
- Drama
Drehbuch
Filmdetails Quo Vadis - Rom muss brennen!
Trailer zum Film Quo Vadis - Rom muss brennen!
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Kommentare
Kommentar schreibenRukus 2012/05/31 05:45:22
Kommentar löschenOffenbar ist dieser Film bei uns nahezu unbekannt. Ich will ehrlich sein, es ist auch gut so. Das, was dem deutschen Publikum geboten wird, ist in zwei entscheidenden Punkten eine absolute Frechheit. Zum einen wurde die originale Miniserie derart drastisch zusammengeschnitten, dass es schmerzt. Kaum mehr als 130 Minuten sind geblieben. Weniger als die Hälfte der polnischen TV-Fassung! Dass so ein Schneideraummassaker nicht spurlos an einem Film vorüber gehen kann, dürfte jedem klar sein. Der zweite Punkt ist die Synchronisation. Bei den wichtigen Personen ist es ja noch halbwegs gelungen normal sprechende Menschen zu rekrutieren. Einige der Nebenfiguren artikulieren ihre Textschnipsel hingegen, als hätte man tumbe Vollspaten ans Mikro geholt. Dazu hat man es nicht einmal für nötig gehalten, Neros Gesang zu synchronisieren. Das wirkt nicht nur deplatziert, sondern schlicht peinlich. Diesen beiden Hauptkritikpunkten sind wahrscheinlich auch andere geschuldet. Aber der Schnitt kann nicht alleine dafür verantwortlich sein, dass einige Charaktere von jetzt auf gleich ihre Meinung ändern und quasi von einer Einstellung zur nächsten eine Wandlung vollziehen, die an die Geschichte von Saulus und Paulus erinnert. Die Charakterentwicklung ist teilweise völlig misslungen. Das mag am Schnitt liegen, aber ich kann leider nur die deutsche Fassung bewerten. Betrachte ich andere Aspekte zweifle ich aber daran, das es nur an der Verstümmelung des Filmes liegt. Ähnliches gilt für die sinnstiftende Tiefenbeschreibung der Figuren, wozu ich einen adäquaten Hintergrund zähle. Im Großen und Ganzen versagt der Film hier auf ganzer Linie.
Das bescheidene Spiel der meisten Darsteller kann man definitiv nicht dem Schnitt anlasten. Ich bin geneigt, einiges der Synchronisation zuzuschreiben, aber eindeutig nicht alles. Wenn dieser Nero ein Schauspieler ist, muss man Ustinov, seiner Rolle entsprechend, zum Gott erklären. Zum Gott der darstellenden Kunst. Dieser Nero war nicht wahnsinnig, er war nur wahnsinnig nervig. Ähnliches gilt für die anderen bösen Christenverfolger. Überzeugt hat mich eigentlich nur Boguslaw Linda als Petronius. Über ein Befriedigend wäre von den anderen bei mir keiner hinaus gekommen, wenn ich nach Schulnoten bewerten müsste.
Ein weiterer Punkt, der den Film deutlich herunter zieht, sind die Effekte. Geschätzte 18 Mio. Euro sind wahrlich nicht mit dem Budget eines Hollywood Blockbusters zu vergleichen, aber wenn ich einen monumentalen Film produzieren will, dann sollte ich auch das nötige Kleingeld haben, denn sonst mache ich mich lächerlich. Letzteres ist dem Film an einigen Stellen wirklich gelungen. Da wären zunächst die wirklich schlechten Blue/-Greenscreen-Aufnahmen. 2001 sollte man sowas selbst in Polen besser gekonnt haben, zumal man mit HBO zusammen gearbeitet hat. Oder das Blut, das Petronius aus dem Arm rinnt. Pürierte Marmelade hätte vermutlich realistischer gewirkt. Von den deutlich zu erkennenden Dummys/Protesen, die zerfleischte Christen darstellen sollen, rede ich garnicht erst. Es gibt Hobby-Splatterfilme, denen ich das Gezeigte eher abnehme. Und dann das brennende Rom. Autsch! Vor allem Vinicius' leidvoller Weg durch das Flammenmeer, bei dem von Bild zu Bild mehr von seiner Tunika verbrannt ist. Klingt vernünftig? Vielleicht, wenn seine Haut auch mehr als ein paar Rußspuren abbekommen hätte. Den Oberbock schiesst jedoch das große Finale, als Petrus nach Rom zurückkehrt. Vermutlich ist das Geld für ein nettes CGI-Rom ausgegangen, denn man erkennt nur allzu deutlich, dass es sich um das moderne Rom handelt, denn Hochhäuser in dieser Form kannten die alten Römer eindeutig nicht. Von Autos ganz zu schweigen. Peinlicher geht es wohl kaum noch. Und mir soll keiner erzählen, dass das ein künstlerischer Kniff sei!
Ich könnte jetzt noch über die historischen Ungenauigkeiten schreiben, aber die sind nicht zuletzt der Romanvorlage geschuldet. Selbiges gilt auch für die Überheroisierung der Märtyrer und das brachiale Bilderspiel, als selbst ein Säugling von einem Löwen zerfleischt wird. Triefender christlicher Pathos und Dämonisierung der Römer. Ich will an dieser Stelle aber weniger über den Stoff urteilen, denn über seine Umsetzung. Genauer gesagt urteile ich über die deutsche Fassung, und das Urteil ist kein gutes. Selbst, wenn ich die Komplettfassung auf Deutsch bekommen sollte, ich würde sie mir nicht antun, dafür ist allein die technische Umsetzung zu schlecht. Dramaturgie und Charaktere mögen besser sein, aber dennoch kann ich dieses Werk niemanden empfehlen. Wenn es um die Geschichte geht, Buch lesen, wenn man eine Umsetzung will, die die Bezeichnung Monumentalfilm verdient hat, greift man am besten zur 50 Jahre(!) älteren Version.
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