Sakuran - Wilde Kirschblüte

Sakuran (2006), JP
Laufzeit 110 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 30.08.2007

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7.8 Kritiker
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von Mika Ninagawa, mit Anna Tsuchiya und Yoshino Kimura

Wild und widerspenstig: Kiyoha (Anna Tsuchiya) will einfach keine gehorsame Kurtisane sein. Mit acht Jahren wird sie an ein angesehenes Bordell im Vergnügungsviertel Yoshiwara verkauft. In diesem berauschenden Kosmos, der für die Frauen zugleich ein Ort verlorener Freiheit ist, widersetzt sie sich den Konventionen und geht ihren eigenen Weg. Kiyoha rauft, zankt und flucht. Und bald wird sie zur gefeierten “Oiran”, der ranghöchsten Kurtisane. Allein ihr Blick macht Männer willenlos. Doch Ruhm zählt für eine Gefangene nichts. Als ein toter Kirschbaum in Yoshiwara plötzlich Blüte trägt, weiß sie was zu tun ist: Sie folgt ihrem Herzen und dem Mann, der ihr einst ein Versprechen gab…

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Cast & Crew


Kritiken (5) — Film: Sakuran - Wilde Kirschblüte

Fricki76: Asianfilmweb.de

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8.0Ausgezeichnet

Als Achtjährige wird das eigenwillige Bauernmädchen Kiyoha in ein Freudenhaus im Vergnügungsviertel im Edo des 18.Jahrhunderts verkauft. Von Anfang an beweist die Kleine ihren starken Charakter, indem sie sich ihrer aussichtlosen Lage zu widersetzen versucht. Ein Fluchtversuch scheitert und angespornt durch die Arroganz der Ranghöchsten Kurtisane, der Oiran, beschließt sie selbst in diesen Rang aufzusteigen. Wenn der einzige, tote Kirschbaum im Viertel wieder Blüten trägt, verspricht sie, ihre Freiheit erkämpft zu haben. Der Weg dahin ist lang, denn Kiyoha (Anna Tsuchiya) sieht sich nicht nur der Härte der Wirtsleute, sondern vor allem auch der Eifersucht und Missgunst der anderen Frauen im Tamagikuya, so der Name des Bordells, ausgesetzt. Als wäre das nicht schon genug, verliebt sie sich in den Künstler Sojiro (Hiroki Narimya) und sieht sich voller Qualen in einem Loyalitätskonflikt zwischen Sojiro und ihrer "beruflichen Verpflichtungen". Doch in einer Mischung aus Verzweiflung und Ehrgeiz steigt sie schließlich selbst zur Orian auf. Die Männer liegen ihr zu Füssen und sie empfängt nur noch die Kunden, die ihr gefallen. Eines Tages hält der Samurai Kuranosuke (Kippei Shiina) um ihre Hand an und bietet an, sie freizukaufen...

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Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

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8.0Ausgezeichnet

"Sakuran – Wilde Kirschblüte" ist nicht nur ein Film für Japanfans. Trotz der typisch östlichen Inszenierung, trifft der Film auch den Nerv des westlichen Publikums. "Sakuran – Wilde Kirschblüte" ist ein fantastischer Film mit opulenten Bildern.

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J. Buttgereit: epd-Film, TIP Berlin, ray, ...

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8.5Ausgezeichnet

Auch wenn Ninagawa in ihrem Film nicht so respektlos vorgeht wie ihre amerikanische Regiekollegin Sofia Coppola in "Marie Antoinette" (2006), ist ihr mit "Sakuran" ein wunderschön anzusehendes, widerborstiges Popmärchen gelungen.

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Julia Teichmann: film-dienst Julia Teichmann: film-dienst

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6.0Ganz gut

Es ist nicht einfach, eine visuelle Pop-Orgie mit einer Geschichte zu verknüpfen, die trägt und den historischen Hintergrund zudem nicht nur als solchen, als Folie benutzt, sondern auch den Brückenschlag zum Heute in irgendeiner Form wirksam werden lässt. Sophia Coppola ist dies in "Marie Antoinette" gelungen - Mika Ninagawa gelingt es in ihrem Langfilmdebüt bedingt.

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Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...

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8.0Ausgezeichnet

Es ist vor allem die Ambivalenz, aus der das Interesse für Kiyoha erwächst und aus der Sakuran seine Spannung bezieht. Im Unterschied zu Rob Marshalls Die Geisha (Memoirs of a Geisha, 2005) legt Ninagawas Film neben allen audiovisuellen Reizen deutlich mehr Wert auf eine in sich schlüssige und stimmige Schilderung eines scheinbar autarken, für uns heute nur schwer nachvollziehbaren Systems von Gehorsam und Selbstaufgabe.

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daScorp

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Bewertung6.5Ganz gut

Mika Ninagawa wollte den Film schön aussehen lassen, aber er sollte nicht die Optik eines Werbefilms bekommen. Das Ziel hat sie nicht erreicht, aber zu sehr bedauern sollte man das nicht. Die grandiose Optik der promenierenden Oirans ist kaum zu überbieten, der abwechslungsreiche, stimmige Soundtrack passt perfekt und die Hauptdarstellerin kann den Männern tatsächlich die Augen verdrehen.
Leider bleibt die Story dabei auf der Strecke, so gleicht Sakuran doch eher der Werbeclipästhetik, tolle Hülle, aber wenig Inhalt.

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