Spiegelbild im goldenen Auge

Reflections in a Golden Eye (1967), US
Laufzeit 109 Minuten, FSK 18, Drama, Kinostart 01.11.1967

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Spiegelbild im goldenen Auge - Bild 10926
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von John Huston, mit Elizabeth Taylor und Marlon Brando

Major Penderton und seine Frau führen eine äußerst lieblose Ehe. Sie vergnügt sich lieber mit dem Offizier von nebenan als mit ihrem Mann, während der Major sich zu einem Stallburschen hingezogen fühlt.

HandlungEin Camp der Army im amerikanischen Süden. Major Weldon Penderton scheint mit seiner Frau Leonora glücklich verheiratet zu sein. Hinter einem stabilisierenden Gerüst aus straffer militärischer Disziplin und grotesker männlicher Eitelkeit quälen ihn insgeheim jedoch Zweifel an seiner sexuellen Identität. In einer Schachtel bewahrt er Dinge auf, die ihn an erregende Begegnungen mit anderen Männern erinnern. Darunter befindet sich etwa ein silberner Löffel, den Weldon vor einiger Zeit Captain Weincheck gestohlen hat, einem Außenseiter des Offizierskorps, den Weldon später, als er das Interesse an ihm verliert, zum Verlassen des Militärs drängen wird.

Leonora hat, wie sich im Laufe der Handlung in zunehmender Schärfe zeigt, neben ihren liebreizenden auch sadistische Züge und rächt sich für die sexuelle Indifferenz ihres Mannes mit Spott über seine Impotenz. Gleichzeitig hat sie ein heimliches Liebesverhältnis mit Colonel Morris Langdon. Dessen Ehefrau Alison entdeckt seine Untreue.

In dieses brisante Viereck dringt Private Williams ein, ein betörend schöner Soldat, den Leonora als Pferdeknecht beschäftigt. Da Williams die Gewohnheit hat, Leonoras Pferde heimlich im Wald auszureiten – ohne Sattel und splitternackt –, wird unausweichlich bald auch Weldon auf ihn aufmerksam. Weldon weiß nicht, dass Williams nur an Leonora interessiert ist.

Während einer Boxveranstaltung, die Weldon gemeinsam mit Leonora und Morris besucht, kommt zwischen Weldon und Williams zu einem Blickwechsel, den Weldon als homoerotische Annäherung deutet. Anschließend geht er Williams nach, wagt aber nicht, ihm bis zu seinem Quartier zu folgen. Ein Schokoladenpapier, das Williams auf dem Heimweg achtlos fallenlässt, steckt Weldon ein und legt es später in sein Schatzkästchen.

Zur selben Zeit entdeckt Alison, die im Nachbarhaus wohnt, im Garten einen Mann, den sie in der Dunkelheit für Morris hält. Sie läuft nach nebenan und teilt Weldon mit, dass Leonora mit Morris ein Verhältnis habe. Da Weldon ihr nicht glaubt – wie alle anderen hält er Alison für geistesgestört –, betritt sie, um den Ehebrecher zu stellen, selbst Leonoras Schlafzimmer, findet dort jedoch nicht ihren Mann, sondern Williams vor, der sich eingeschlichen hat, um die schlafende Leonora zu betrachten. Nachdem Williams geflohen ist, kehrt Alison nach Hause zurück, teilt ihrem Mann mit, dass seine Geliebte ihn betrüge und dass sie, Alison, sich scheiden lassen werde. Morris lässt seine Frau daraufhin in eine Nervenklinik einweisen, wo sie überraschend an einem Herzinfarkt stirbt.

Schließlich wird Weldon selbst Zeuge, wie Williams nachts durch den Garten schleicht. Auf seinem Bett sitzend erwartet er Williams in der zwiespältigen Hoffnung, er selbst sei das Ziel von Williams Begierde. Diese Hoffnung wird jedoch jäh enttäuscht, als Williams nicht in Weldons Schlafzimmer, sondern das der schlafenden Eleonora eindringt. Rasend vor Eifersucht erschießt Weldon den Liebhaber, den er nicht haben kann.

Wissenswertes
John Huston filmte den ganzen Film im Filtracolor-Verfahren, wodurch alle Bilder einen Goldstich erhielten.
Gilt als eine von Brandos besten Darstellungen.

Weiterführende InformationenWeitere Informationen im Internet
Über den Film auf 3sat.de

Quellen

  • 37795279001_1043096295001_10926-thumb-square
  • Spiegelbild im goldenen Auge - Bild 2109140
  • Spiegelbild im goldenen Auge - Bild 2109153
  • Spiegelbild im goldenen Auge - Bild 6343009

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schnacksel

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Bewertung7.0Sehenswert

Der große Marlon Brando als Klemmschwester - kein Wunder, dass das nicht sein berühmtester Film wurde. Die Szene, in der Robert Forster nackt und ohne Sattel die Pferde ausreitet, gibt dem Film für einen kurzen Moment eine surrealistische Note. So willkürlich sie innerhalb der Handlung des Films ist, so fest hat sie ihren Platz in der Filmgeschichte.

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