Stalag 17

Stalag 17 (1953), US Laufzeit 120 Minuten, FSK 16, Historienfilm, Drama, Kinostart 02.02.1960

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7.2
Kritiker
11 Bewertungen
Skala 0 bis 10
5.2
Community
584 Bewertungen
14 Kommentare
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von Billy Wilder, mit William Holden und Don Taylor

Zweiter Weltkrieg: Im berüchtigten deutschen Kriegsgefangenenlager Stalag 17 tut sich eine Handvoll amerikanischer GI’s zusammen. Ihr gemeinsames Ziel – Flucht! Immer wieder schmieden sie neue Pläne, wie sie einander helfen können zu entkommen. Doch dann sterben zwei von ihnen bei einem Fluchtversuch. Und den anderen wird klar: In ihrer Mitte gibt es einen Verräter!

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Kommentare (13) — Film: Stalag 17


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kobbi88

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wieder so eine unwürdige Community-Wertung. Wenn ich raten müsste warum, dann würde ich tippen: Der Film ist schwarz-weiß. Und alt. Denn wie ich heute von einer Freundin gelernt habe, ist die Grenze zwischen neu (= sehenswert) und alt (=nicht sehenswert) irgendwo in der Mitte der Neunziger Jahre. Und das hat mich ziemlich traurig gemacht.

Der Film selber zieht sich dann phasenweise ein wenig, ist aber dennoch spannend gemacht. Gegen die Schauspieler hab ich nichts einzuwenden, besonders angetan hats mir aber Robinson Stone, der die kleine Nebenrolle des Joey spielt, einen total verstörten Soldaten, der meist ziemlich teilnahmslos herumsitzt und auf einer Flöte spielt. Er hat einen so tollen Blick drauf. Finde ich.
Gut, die Geschichte ist einfach erzählt: In einem Strafgefangenenlager der Deutschen im zweiten Weltkrieg versuchen Gefangene auszubrechen und andere Dinge gegen die Deutschen durchzuführen. Doch so ziemlich alles geht in die Hose. Ein Spitzel muss unter ihnen sein. Und der Verdacht fällt schnell auf den sich von den anderen abgrenzenden Sgt. Sefton (klasse: William Holden).
Nicht umsonst erinnert der Film stark an die Serie „Ein Käfig voller Helden“. Beziehungsweise: Die Serie hat sicher den Film hier als großes Vorbild genommen.
Natürlich ist es die Optik des Stalags, Schultz (Schuuuuuuuultz), aber auch der Humor. Mit dem kleinen Unterschied: wo in der Serie so gut wie nur Witze gemacht werden, kommen in „Stalag 17“ neben Blödeleien (vor allem durch zwei Gefangene) auch zahlreiche ernste und dramatische Situationen vor. Und nicht immer sind die Kriegsgefangenen die glorreichen Sieger.
Achja, weil ichs für einen so unglaublich grandiosen Ohrwurm halte, also zumindest ich habs ständig im Ohr: http://www.youtube.com/watch?v=ecIVIFLo0uE
Keine Ahnung, aber sicher ein Lied, das ziemlich häufig in Filmen verwendet wird. „Stirb Langsam – Jetzt erst recht“, „Der große Diktator“, „Dr. Seltsam“ und jetzt auch „Stalag 17“. Und ich freue mich jedes Mal wieder.

So, abschließend: Ich fand den Film mit seiner historischen Thematik sehr schön, aber ich könnte auch durchaus verstehen, wenn man sagt, die Geschichte ist nicht spannend genug (dafür gibt sie vielleicht nicht genug her) oder diese Mischung aus Humor und extrem ernster Lage sagt mir nicht zu. Selbst dass der Krieg auf zu leichte Schultern genommen wird wäre akzeptabel. Aber nicht: der Film ist schwarz-weiß und alt.

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Ben Kenobi

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Das finde ich in der Tat auch immer wieder sehr schade...
Roger Ebert hat dazu mal etwas geschrieben, dass das Phänomen ziemlich gut trifft, finde ich:

"We have completed the first century of film. Too many moviegoers are stuck in the present and recent past. When people tell me that "Ferris Bueller's Day Off" or "Total Recall" are their favorite films, I wonder: Have they tasted the joys of Welles, Bunuel, Ford, Murnau, Keaton, Hitchcock, Wilder or Kurosawa? If they like Ferris Bueller, what would they think of Jacques Tati's "Mr. Hulot's Holiday," also about a strange day of misadventures? If they like "Total Recall," have they seen Fritz Lang's "Metropolis," also about an artificial city ruled by fear?

I ask not because I am a film snob. I like to sit in the dark and enjoy movies. I think of old films as a resource of treasures. Movies have been made for 100 years, in color and black and white, in sound and silence, in wide-screen and the classic frame, in English and every other language. To limit yourself to popular hits and recent years is like being Ferris Bueller but staying home all day.

I believe we are born with our minds open to wonderful experiences, and only slowly learn to limit ourselves to narrow tastes. We are taught to lose our curiosity by the bludgeon-blows of mass marketing, which brainwash us to see "hits," and discourage exploration."

Natürlich muss man seine Sehgewohnheiten umstellen, wenn man alte Filme entdecken möchte. Und natürlich ist einem manchmal nicht danach, und das finde ich völlig in Ordnung. Genauso wie man manchmal lieber "Armageddon" (Wink mit dem Zaunpfahl^^) sieht als ein Arthouse-Drama. Aber sich generell nur auf aktuelle Filme zu beschränken, bringt einen doch um haufenweise Kostbarkeiten...


kobbi88

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Roger Ebert. Mal wieder hat(te) er recht.

Es ist auch wirklich schade, wenn man es nicht mal probiert mit alten Filmen. Aber damit muss man wohl oder übel leben.


Lorion42

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Billy Wilder hat einmal gesagt, dass er einen Film dreht und sich erst beim Schnitt entscheidet, ob es ein Drama oder eine Komödie wird. So ganz konnte ich das nicht glauben, aber bei diesem Film bin ich versucht es zu tun. Im Jahr 1952 drehte er hier den Prototyp aller Gefängnisfilme mit starken komödiantischen Anteilen und einer Krimistory als Rahmenhandlung. In Baracke 5 des Stammlagers 17 befindet sich ein Verräter, aber keiner der Soldaten weiß, wer es ist und auch der Zuschauer kann bis zur Auflösung herumrätseln. Ich würde den Film nicht als Komödie bezeichnen, aber ohne die tollen Komödiendarsteller wäre der Film nur halb so unterhaltsam. So bekommen wir hier eine Art Zwitter vorgesetzt, der wunderbar funktioniert. Es gibt hier und dort noch ein paar Längen, aber im Großen und Ganzen kann ich den Film nur empfehlen. Die Durchschnittsbewertung hier ist wieder einmal enttäuschend.

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Ben Kenobi

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Danke für den Kommentar. Macht wahnsinnig Lust, den zu sehen. Ist vorgemerkt! :)


ElMagico

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein bißchen zieht sich "Stalag 17" schon in die Länge, einfach weil ihm die fesselnde Geschichte fehlt, der rote Faden durch den man dem Ende entgegenfiebert. Der Film hat Dramatik, hat Witz und unterhält wirklich gut, aber er tut dies immer in kleinen Etappen, da die alles überspannende Storyline um die Enthüllung des Spitzels einfach nicht genug hergibt um knapp 2 Stunden Film zu füllen. Zwar ist Billy Wilder Meister genug um keine Langeweile aufkommen zu lassen, irgendetwas fehlt einem aber doch.
Es ist der Humor der "Stalag 17" rettet, auch wenn dieser hier und da mal nach hinten losgeht und ins allzu alberne abdriftet. Dabei muss man eh sagen, dass diese spaßige Sicht auf das Kriegsgefangenenlager sicherlich nicht jedermanns Sache ist, denn mit der Realität hat dies wohl nur stellenweise etwas zu tun. Manchmal hat das schon eher Schullandheim-Atmosphäre was hinter diesen Stacheldrahtzäunen passiert und auch die Deutschen werden eher dümmlich dargestellt und nicht als kalte Bestien. Wer die Serie "Ein Käfig voller Helden" kennt, der kommt dem Ganzen schon relativ nahe, auch wenn mir die Serie noch etwas polierter erschien.
Ansonsten gibt es hier natürlich wenig zu mäkeln...Wilder ist eben nicht umsonst ein Großer seines Fachs. Ein recht dünner Stoff, welchen andere Regisseure wohl zu einer völligen Farce verarbeitet hätten, gewinnt Wilder immernoch einen immensen Unterhaltungswert ab. Insgesamt zwar etwas harmlos, was vorallem vor diesem Hintergrund ab und an etwas seltsam erscheint, aber ein netter Vertreter der Sparte Good Clean Fun.

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Punsha

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Bewertung6.0Ganz gut

Die Darsteller brillant, die Dialoge erfrischend, die Story spannend in Szene gesetzt: Was Wilders Inszenierung angeht, fällt es schwer, noch irgendetwas verbesserungswürdiges zu finden. Das einzige (große) Manko, das STALAG 17 aufweist, ist die Komödie. Während Robert Strauss als "Nilpferd" mehr nervt als unterhält, herrscht im Kriegsgefangenenlager allgemein beinahe nur gute Laune. Fast alle haben sich gern, mit den Nazis wird gescherzt und jeder hat seinen Spaß. Für die amerikanischen Soldaten fühlt sich die Gefangenschaft an, wie als wären sie auf Klassenfahrt und das ist äußerst unpassend und nimmt dem Film seine Atmosphäre. Doch wenn man es schafft den Krieg als Aufhänger der ganzen Geschichte zu ignorieren, kommt man immer noch auf seine Kosten und erlebt ein aufregendes, hervorragend inszeniertes Spiel um Irrglaube und Verrat.

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Sigmund

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Ein alter Kritiker-Konflikt: Wie einen Film bewerten, der in fast jeder Hinsicht meisterlich geraten ist, seine Qualität aber kaum verhohlen in den Dienst von Kriegspropaganda stellt?
Im Gegensatz zu den oft platt-heroischen Werken dieser Kategorie ist das Gefangenenlager-Kammerspiel Stalag 17 dabei recht subtil – es ist vor allem die wohlige Atmosphäre von eingeschworener Gemeinschaft, Herzigkeit und Augenzwinkerkumpelei, die den eigentlichen Kontext stark beschönigt. Billy Wilder macht seine Sache (leider) so gut, dass einem das Ganze einfach grenzenlos sympathisch ist.
Der Film ist dermaßen gemütlich, dass ich mich bei dem Gedanken ertappt habe: Vielleicht ist es in Afghanistan ja doch ganz nett! Da hält man zusammen, macht Witzchen und hat findige Ideen. Ja, vielleicht hat Patriotismus und Soldatenstolz am Ende gar nichts zu tun mit millionenfachem Massenmord und Kadavergehorsam...
Deshalb zwei Wertungen. Handwerklich: 9.0, ideologisch eher 0.0

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THE_JUDGE

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Habe Stalag 17 gestern nochmal geschaut und ich kann nur zustimmen. Es ist eher eine Klassenfahrt ins Landschulheim, als ein Strafgefangenenlager der Deustchen. Ich wage stark zu bezweifeln, dass man in soloch einem Lager zur damaligen Witzchen mit den SS-Aufsehern reißen konnte und sich fast brüderlich mit ihnen verteht. Wirklich stark romantisiert das Ganze und eine gewisse Abenteurlust schleicht sich auch ein, wenn man sieht wie z.B. Dinge beschafft oder umgenutzt werden, das Volleyballnetz als Beispiel. Die fehlende Bestrafung oder Ahndung bleibt dann ja meist auch völlig aus wenn von den Deutschen mal etwas aufgedeckt wird.


JohnCarlos

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Bewertung7.0Sehenswert

Sehr unterhaltsamer Film, für den ich die Bezeichnung "Kriegsfilm" aber nicht sehr angemessen finde. Vor dem Hintergrund eines Kriegsgefangenenlagers spielt der Film gekonnt mit den typischen "Kraut"-Klischees und liefert dazu noch ein gutes Maß an Spannung.
Befremdlich wirken nur ab und zu die völlig überzeichnete Figur des "Animal" und der daraus entstehende Herrenwitz der 50er und Stan Laurel-Slapstick.

Trotzdem sehr sehenswert, obwohl ich lieber nicht wissen will, was die deutsche Synchronisation aus diesem auf Dialog und Wortwitz basierendem Streifen gemacht hat.

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Sonse

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Droppen Sie dead!"
Den find ich so gut, der kommt in meinen aktiven Wortschatz. :)

US-Kriegsgefangene in einem Lager der Deutschen sind überzeugt, dass sich in ihren Reihen ein Verräter befindet, der ihr Wissen und ihre Fluchtpläne den Nazis meldet.

Billy Wilders "Stalag 17" (1953) geht erstaunlich erfrischend für sein Alter mit dem Thema Kriegsgefangenschaft um. Basierend auf einem Theaterstück bleibt es diesem insofern treu, als dass es sich hierbei um eine Kriegskomödie handelt, wobei Wilder diesen Aspekt angeblich zugunsten des Dramas mit einem Schuss Noir herunterspielte. Tatsächlich sind Klamauk und Ernst ganz gut ausbalanciert.

Vor allem William Holden erdet als Sefton regelmässig den Film, wenn die beiden Clowns Shapiro und Animal drohen, ihn an sich zu reißen. Dabei gibt es einige großartige Szenen, wenn z.B. die Gefangenen sich, um Schulz zu ärgern, mit Hitler-Bärtchen und allerlei Klischee-Denglish à la "Verboten, Gesundheit, kaputt" schmücken:
Schultz: Bah, one Führer is enough... Now please, gentlemen take off those mustaches or do you want me arrested by the Gestapo?
Alle: Jawooooohl.

Ein gelungener Ausgleich ist der Humor auch dafür, dass der Verräterplot nicht der pfiffigste ist und, wie ich finde, recht vorhersehbar.

Umso mehr freut es mich, dass Charlton Heston nicht zum Sefton wurde, als dieser zu zynisch und nicht heroisch genug für ihn war, Kirk Douglas ebenfalls ablehnte und William Holden vom Studio angeblich gezwungen wurde ihn zu spielen und sein Betteln, Wilder möge seine Figur doch netter machen, beim Regisseur auf taube Ohren stieß. Holden ist hier wunderbar und wurde dafür sogar mit einem Oscar belohnt.

Schließlich sind Rumanns Schulz und Premingers Kommandant von Scherbach auch nicht die zu erwartenden Nazi-Abziehbildchen und der McCarthy-Subtext der Handlung, welcher sich gefühlt mindestens in jedem Film aus Hollywood jener Zeit findet, nicht zu plakativ und ablenkend.

"Stalag 17" ist ganz bestimmt nicht Wilders bestes Werk, ich hab ihn mir jedoch, wie alle seine Filme, ungeheuer gern angesehen.

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Schlegel

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Preminger und seine Stiefel. Einfach schön.


pellekraut007

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Wilder rules! Yeah... "FU... ich habe den ganzen Tag gebraucht um heraus zu finden, dass FU Felix UNger heisst!" xD xD xD Gruhunz!


Negombo

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich habe diesen Film schon sehr oft gesehen und bin immer wieder auf`s Neue von ihm begeistert!
Hans Zeller

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Adio

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Bewertung9.5Herausragend

"He was a Schweinehund. Oh, Mother - was he ever a lousy Schweinehund!" Ganz großes Kino für Fans von "The Great Escape" mit Steve McQueen. Im Prinzip ist Stalag 17 mehr oder weniger die Vorlage hierzu. Billy Wilders Werk ist humorvoll, dramatisch und spannend. Tolles Filmerlebnis, auch nach 56 Jahren!

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Muad'dib

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Stalag 17 ist ein grandioses Kriegsdrama, dem der Spagat zwischen Humor und Tragik absolut perfekt gelingt. Die Schauspieler liefern alle eine fantastische Leistung ab, allen voran Holden. Ich habe selten so einen Spannenden Film auf dermaßen beengtem Raum gesehen. Wer "die Verurteilten"
oder "gesprengte Ketten" mochte, wird mit dem Film viel Spaß haben.

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Schlegel

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Bestes Handwerk, so gut, so ausgefeilt, dass eine Komödie draus geworden ist. Hat mich irritiert, aber warum nicht.

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Gater9999

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Billy Wilder schuf mit dem Kriegsdrama Stalag 17 ein absolutes Meisterwerk,das den Zuschauer schnell in seinen Bann zieht und zudem exzellent besetzt ist. William Holden erhielt hierbei seinen Oscar als bester Hauptdarsteller für die Rolle des geschäftstüchtigen Seargant Sefton, der verdächtigt wird ein Spitzel der Deutschen zu sein. Neben der Spannung auf der Suche nach dem wahren Verräter besticht das Werk durch grandiose Lacheinlagen und Zynismus, beispielsweise wenn der deutsche Oberst nur auf Holzbrettern über den matschigen Boden läuft oder auf seine ganz eigene Weise ein Telefonat mit Berlin führt. Trotz des Humors werden aber der trostlose Lageralltag und das bedrückende Leben in einem Kriegsgefangenenlager hervorragend dargestellt und der Zuschauer staunt, wie die Gefangenen sich trotz der widrigen Bedingungen mit der Situation arrangieren und Improvisationstalent entwickeln, so wird beispielsweise ein kleiner Weihnachtsbaum mit den Hundemarken der Insassen geschmückt. Perfektioniert wird das ganze noch durch die brilliante musikalische Untermalung mit "When Johnny comes marching home".
Stalag 17 folgten später mit vergleichbarer Thematik der ebenfalls meisterliche Film "Gesprengte Ketten" (1963) mit Steve McQueen und die geniale Fernsehserie "Ein Käfig voller Helden (Hogans Heroes)" (ab 1965). Für letztere war Stalag 17 merklich eine große Inspirationsquelle, so findet sich unter anderem in beiden Werken der Feldwebel Schulz und auch diverse Attitüden von Oberst Klink lassen sich in Stalag 17s Oberst von Scherbach wiederfinden.

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annaberlin

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Bewertung6.0Ganz gut

Aus heutiger Sicht finde ich den Film nicht mehr komisch. Was damals vielleicht noch viel mit Aufarbeitung der Nazi-Greueltaten und Kriegserlebnisse zu tun hat, wirkt heute nicht mehr passend. Dennoch vereint der Film eine Riege an großartigen Darstellern und war 1953 sehr erfolgreich.

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