Stalag 17

Stalag 17 (1953), US
Laufzeit 120 Minuten, FSK 16, Historienfilm, Kinostart 02.02.1960

7.4 Kritiker
10 Bewertungen
Skala 0 bis 10
5.0 Community
466 Bewertungen
11 Kommentare
Stalag 17
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von Billy Wilder, mit William Holden und Don Taylor

Zweiter Weltkrieg: Im berüchtigten deutschen Kriegsgefangenenlager Stalag 17 tut sich eine Handvoll amerikanischer GI’s zusammen. Ihr gemeinsames Ziel – Flucht! Immer wieder schmieden sie neue Pläne, wie sie einander helfen können zu entkommen. Doch dann sterben zwei von ihnen bei einem Fluchtversuch. Und den anderen wird klar: In ihrer Mitte gibt es einen Verräter!

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Kritiken (1) — Film: Stalag 17

Filmsuechtiger: Filmsucht.org, Movieworlds

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6.0Ganz gut

Basierend auf einem Theaterstück inszenierte der Meister des Humors, Billy Wilder, mit Stalag 17 eine äußerst unterhaltsame Kriegskomödie, die ausschließlich in einem Straflager der Deutschen spielt und seine Krimihandlung ausgeglichen mit lustigen Begebenheiten kombiniert. Insbesondere die Dialoge sind ausgezeichnet (der Originalton ist der Synchronisation vorzuziehen), auch die Darsteller um William Holden gefallen außerordentlich. Stalag 17 ist zwar nicht unbedingt temporeich inszeniert, auch geht ihm der wahnwitzige Wilder-Humor über weite Teile ab, allerdings gibt es über volle zwei Stunden Spielzeit keine Durchhänger, Stalag 17 ist jederzeit unterhaltsam.

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Kommentare (10) — Film: Stalag 17

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Sigmund

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Ein alter Kritiker-Konflikt: Wie einen Film bewerten, der in fast jeder Hinsicht meisterlich geraten ist, seine Qualität aber kaum verhohlen in den Dienst von Kriegspropaganda stellt?
Im Gegensatz zu den oft platt-heroischen Werken dieser Kategorie ist das Gefangenenlager-Kammerspiel Stalag 17 dabei recht subtil – es ist vor allem die wohlige Atmosphäre von eingeschworener Gemeinschaft, Herzigkeit und Augenzwinkerkumpelei, die den eigentlichen Kontext stark beschönigt. Billy Wilder macht seine Sache (leider) so gut, dass einem das Ganze einfach grenzenlos sympathisch ist.
Der Film ist dermaßen gemütlich, dass ich mich bei dem Gedanken ertappt habe: Vielleicht ist es in Afghanistan ja doch ganz nett! Da hält man zusammen, macht Witzchen und hat findige Ideen. Ja, vielleicht hat Patriotismus und Soldatenstolz am Ende gar nichts zu tun mit millionenfachem Massenmord und Kadavergehorsam...
Deshalb zwei Wertungen. Handwerklich: 9.0, ideologisch eher 0.0

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THE_JUDGE

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Habe Stalag 17 gestern nochmal geschaut und ich kann nur zustimmen. Es ist eher eine Klassenfahrt ins Landschulheim, als ein Strafgefangenenlager der Deustchen. Ich wage stark zu bezweifeln, dass man in soloch einem Lager zur damaligen Witzchen mit den SS-Aufsehern reißen konnte und sich fast brüderlich mit ihnen verteht. Wirklich stark romantisiert das Ganze und eine gewisse Abenteurlust schleicht sich auch ein, wenn man sieht wie z.B. Dinge beschafft oder umgenutzt werden, das Volleyballnetz als Beispiel. Die fehlende Bestrafung oder Ahndung bleibt dann ja meist auch völlig aus wenn von den Deutschen mal etwas aufgedeckt wird.


JohnCarlos

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Bewertung7.0Sehenswert

Sehr unterhaltsamer Film, für den ich die Bezeichnung "Kriegsfilm" aber nicht sehr angemessen finde. Vor dem Hintergrund eines Kriegsgefangenenlagers spielt der Film gekonnt mit den typischen "Kraut"-Klischees und liefert dazu noch ein gutes Maß an Spannung.
Befremdlich wirken nur ab und zu die völlig überzeichnete Figur des "Animal" und der daraus entstehende Herrenwitz der 50er und Stan Laurel-Slapstick.

Trotzdem sehr sehenswert, obwohl ich lieber nicht wissen will, was die deutsche Synchronisation aus diesem auf Dialog und Wortwitz basierendem Streifen gemacht hat.

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Sonse

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Droppen Sie dead!"
Den find ich so gut, der kommt in meinen aktiven Wortschatz. :)

US-Kriegsgefangene in einem Lager der Deutschen sind überzeugt, dass sich in ihren Reihen ein Verräter befindet, der ihr Wissen und ihre Fluchtpläne den Nazis meldet.

Billy Wilders "Stalag 17" (1953) geht erstaunlich erfrischend für sein Alter mit dem Thema Kriegsgefangenschaft um. Basierend auf einem Theaterstück bleibt es diesem insofern treu, als dass es sich hierbei um eine Kriegskomödie handelt, wobei Wilder diesen Aspekt angeblich zugunsten des Dramas mit einem Schuss Noir herunterspielte. Tatsächlich sind Klamauk und Ernst ganz gut ausbalanciert.

Vor allem William Holden erdet als Sefton regelmässig den Film, wenn die beiden Clowns Shapiro und Animal drohen, ihn an sich zu reißen. Dabei gibt es einige großartige Szenen, wenn z.B. die Gefangenen sich, um Schulz zu ärgern, mit Hitler-Bärtchen und allerlei Klischee-Denglish à la "Verboten, Gesundheit, kaputt" schmücken:
Schultz: Bah, one Führer is enough... Now please, gentlemen take off those mustaches or do you want me arrested by the Gestapo?
Alle: Jawooooohl.

Ein gelungener Ausgleich ist der Humor auch dafür, dass der Verräterplot nicht der pfiffigste ist und, wie ich finde, recht vorhersehbar.

Umso mehr freut es mich, dass Charlton Heston nicht zum Sefton wurde, als dieser zu zynisch und nicht heroisch genug für ihn war, Kirk Douglas ebenfalls ablehnte und William Holden vom Studio angeblich gezwungen wurde ihn zu spielen und sein Betteln, Wilder möge seine Figur doch netter machen, beim Regisseur auf taube Ohren stieß. Holden ist hier wunderbar und wurde dafür sogar mit einem Oscar belohnt.

Schließlich sind Rumanns Schulz und Premingers Kommandant von Scherbach auch nicht die zu erwartenden Nazi-Abziehbildchen und der McCarthy-Subtext der Handlung, welcher sich gefühlt mindestens in jedem Film aus Hollywood jener Zeit findet, nicht zu plakativ und ablenkend.

"Stalag 17" ist ganz bestimmt nicht Wilders bestes Werk, ich hab ihn mir jedoch, wie alle seine Filme, ungeheuer gern angesehen.

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Schlegel

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Preminger und seine Stiefel. Einfach schön.


pellekraut007

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Wilder rules! Yeah... "FU... ich habe den ganzen Tag gebraucht um heraus zu finden, dass FU Felix UNger heisst!" xD xD xD Gruhunz!


Negombo

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich habe diesen Film schon sehr oft gesehen und bin immer wieder auf`s Neue von ihm begeistert!
Hans Zeller

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Adio

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Bewertung9.5Herausragend

"He was a Schweinehund. Oh, Mother - was he ever a lousy Schweinehund!" Ganz großes Kino für Fans von "The Great Escape" mit Steve McQueen. Im Prinzip ist Stalag 17 mehr oder weniger die Vorlage hierzu. Billy Wilders Werk ist humorvoll, dramatisch und spannend. Tolles Filmerlebnis, auch nach 56 Jahren!

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Muad'dib

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Stalag 17 ist ein grandioses Kriegsdrama, dem der Spagat zwischen Humor und Tragik absolut perfekt gelingt. Die Schauspieler liefern alle eine fantastische Leistung ab, allen voran Holden. Ich habe selten so einen Spannenden Film auf dermaßen beengtem Raum gesehen. Wer "die Verurteilten"
oder "gesprengte Ketten" mochte, wird mit dem Film viel Spaß haben.

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Schlegel

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Bestes Handwerk, so gut, so ausgefeilt, dass eine Komödie draus geworden ist. Hat mich irritiert, aber warum nicht.

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Zuri

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Bewertung7.0Sehenswert

Gesprengte Ketten ist natürlich besser! Aber Stalag 17 ist auch sehr sehenswert. Ein Käfig voller Helden erinnert an Stalag 17. Besonders der deutsche Feldwebel hat eine verblüffende Ähnlichkeit!

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Gater9999

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Billy Wilder schuf mit dem Kriegsdrama Stalag 17 ein absolutes Meisterwerk,das den Zuschauer schnell in seinen Bann zieht und zudem exzellent besetzt ist. William Holden erhielt hierbei seinen Oscar als bester Hauptdarsteller für die Rolle des geschäftstüchtigen Seargant Sefton, der verdächtigt wird ein Spitzel der Deutschen zu sein. Neben der Spannung auf der Suche nach dem wahren Verräter besticht das Werk durch grandiose Lacheinlagen und Zynismus, beispielsweise wenn der deutsche Oberst nur auf Holzbrettern über den matschigen Boden läuft oder auf seine ganz eigene Weise ein Telefonat mit Berlin führt. Trotz des Humors werden aber der trostlose Lageralltag und das bedrückende Leben in einem Kriegsgefangenenlager hervorragend dargestellt und der Zuschauer staunt, wie die Gefangenen sich trotz der widrigen Bedingungen mit der Situation arrangieren und Improvisationstalent entwickeln, so wird beispielsweise ein kleiner Weihnachtsbaum mit den Hundemarken der Insassen geschmückt. Perfektioniert wird das ganze noch durch die brilliante musikalische Untermalung mit "When Johnny comes marching home".
Stalag 17 folgten später mit vergleichbarer Thematik der ebenfalls meisterliche Film "Gesprengte Ketten" (1963) mit Steve McQueen und die geniale Fernsehserie "Ein Käfig voller Helden (Hogans Heroes)" (ab 1965). Für letztere war Stalag 17 merklich eine große Inspirationsquelle, so findet sich unter anderem in beiden Werken der Feldwebel Schulz und auch diverse Attitüden von Oberst Klink lassen sich in Stalag 17s Oberst von Scherbach wiederfinden.

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annaberlin

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Bewertung6.0Ganz gut

Aus heutiger Sicht finde ich den Film nicht mehr komisch. Was damals vielleicht noch viel mit Aufarbeitung der Nazi-Greueltaten und Kriegserlebnisse zu tun hat, wirkt heute nicht mehr passend. Dennoch vereint der Film eine Riege an großartigen Darstellern und war 1953 sehr erfolgreich.

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