Stilles Chaos

Caos calmo (2008), IT
Laufzeit 112 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 29.01.2009

6.8 Kritiker
3 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.0 Community
121 Bewertungen
9 Kommentare
Stilles Chaos - Bild 1534212
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von Antonio Luigi Grimaldi, mit Nanni Moretti und Valeria Golino

Sommer, Strand, Hilferufe. Pietro rennt los und rettet eine Frau aus der Flut. Als er heimkommt, ist seine Frau tot – aus heiterem Himmel gestorben. Und jetzt? Als es Herbst wird, muss seine kleine Tochter wieder zur Schule. Pietro, der vielbeschäftigte Pay-TV-Manager, bringt sie selbst bis zum Schultor. Bleibt einfach da, setzt sich auf eine Bank im Park und passt auf – Tag für Tag… Kollegen, die Schwägerin, sein Bruder kommen vorbei und schütten ihm ihr Herz aus, Wildfremde lächeln ihm zu. Aus dem Arbeitstier wird ein sorgender Vater und schrulliger Weiser. Der verborgene Schmerz des nur scheinbar Gefassten verwandelt sich in Zuwendung zu allen anderen und endlich, als ihn die Tochter ins Leben zurückholt: sich selbst…


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Stilles Chaos

G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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8.5Ausgezeichnet

„Stilles Chaos“ ist ein märchenhafter Film und doch so einfach, so menschlich. Wie sich Pietro auf dem kleine Park vor der Schule einlebt, zur Freude des behinderten Jungen täglich die Alarmanlage seines Autos piepsen lässt, berührt mit liebenswerten Kleinigkeiten. Über diese sonderlichen Verhalten findet schließlich die Trauer ihren Ausweg, aber auch ganz andere Dramen der Mitmenschen entwickeln sich um den schweigenden Aussteiger. Nanni Morettis nachdenkliches, entschlossen empfindsames Gesicht ist die ideale Projektionsfläche für diese Gefühle. So darf man „Stilles Chaos“ (an dessen Buch Moretti auch mitschrieb) durchaus als Moretti-Film bezeichnen, und es ist wieder ein unbedingt sehenswerter!

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Kommentare (8) — Film: Stilles Chaos

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Sozionaut

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Bewertung5.5Geht so

Ich nehme der Inszenierung die gespielte Tragik und den Vewandlungsprozess des Trauerhelden nicht ab. Dennoch, der Film stürzt nicht ab, kommt aber auch nicht in die Höhe. Was ich damit sagen möchte? Ein Film wie ein Stillleben an der Wand in einem Büro irgendwo auf der Welt. Man kann es sich aus Langeweile anschauen oder auch nicht. In beiden Fällen ist es okay.

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8martin

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Bewertung2.0Ärgerlich

In einer spannungsarmen, uninteressanten Vater-Tochter Beziehung kann der Alte nicht um seine Frau trauern, weil er im Park ständig von durchgeknallten Typen zugetextet wird, die in loser Reihenfolge auftauchen. Es gibt logische Knacks, die in diesem sonderbaren Konstrukt eine Fülle von Fragezeichen hinterlassen. Und damit man nicht einschläft, steckt man plötzlich optisch in einer heißen Sexnummer, die in das Ambiente passt, wie das U-Boot in die Wüste. Die vielgepriesene Behutsamkeit des Vorgehens liegt aber an der Unentschlossenheit der Macher. Und selbst die renommierte Riege von Stars hilft hier auch nicht weiter. Witz und Charme sind von so winzigem Gehalt, dass man sie kaum bemerkt. Das einzige was stimmt, ist der Titel, falls man unter Chaos einen kruden Mix von unausgegorenen Gedankensplittern versteht, der völlig unstrukturiert weder einen Anfang noch einen Höhepunkt oder ein Ende hat und dazwischen leere Hülsen. Was soll’s also?

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dbeutner

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Bewertung6.0Ganz gut

Mutter stirbt, Papa ist mit Tochter nun allein - habe das fast als Double-Feature mit "Jersey Girl" gesehen. Und muss sagen - einen Tick besser (wenn auch ansonsten schwer vergleichbar) ist "Stilles Chaos" schon noch. Schauspielerisch und atmosphärisch hat der Film sogar einiges mehr zu bieten - die (durchaus ärgerlichen) Schwächen hat Schlegel hier unter mir perfekt zusammengefasst.

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Schlegel

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Bewertung0.0Hassfilm

Jaja, mitten aus dem Leben: Yuppie sitzt auf Bank, wahrscheinlich, um sich selbst zu finden. Geld hat er genug, darum auch jede Menge Zeit für die Erkenntnis: Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden. Am Ende gibt's ne Sexszene, und das Model mit dem Hund darf auch mal den Mund aufmachen. Ein in seiner selbstgefälligen Sattheit ärgerlicher Film voller Luxusproblemchen.

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Fulsome.

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Echt? Ich hatte ihn vor 1-2 Monaten auf Arte verpasst, und war enttäuscht - war er wirklich so oberflächlich? Schade, aber danke.


NOMAAM

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Bewertung1.0Ärgerlich

Da gabs ja schonmal ein Film, wo einer auf der Bank saß (und Pralinen aß) - nur ist der Film sowohl von der Handlung, als auch vom Potenzial viel weiter von entfernt, wie Italien von Hollywood.
Die ursprüngliche Story hätte Potenzial gehabt.
Die Umsetzung ist genauso langweilig, wie unbewegend.
Die anfängliche Sympathie mit dem Schauspieler verfliegt im Laufe des Films genauso wie der Sinn des Ganzen.
Absolut langweilig und auf keinen Fall sehenswert.

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ovgucker

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Bewertung9.5Herausragend

ganz phantastisch: super dialoge, toll gespielt, sehr guter soundtrack und viel fürs herz.

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ahemi

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Bewertung5.0Geht so

Der Film verbreitet gepflegte Langeweile, weil er es nicht schafft, den Zuschauer für das Schicksal seiner handelnden Personen wirklich zu interessieren.

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denise

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein schöner Film. Ruhig, gefühlvoll aber nicht kitschig, lustig und auch ziemlich italienisch. Man erfährt nicht viel über die Personen, deren Vorgeschichte, muss oft miträtseln, was in ihnen vorgeht und wird am Ende vor noch mehr Rätseln stehen. Aber das macht vielleicht auch den Charme dieses Films, dieser Momentaufnahme, aus. Außerdem lernt man tolle Bibel-Allegorien auf Geschäftsmodelle :)

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