Strafpark

Punishment Park (1971),
Laufzeit 88 Minuten, FSK 16, Dokumentarfilm

7.2 Kritiker
2 Bewertungen
Skala 0 bis 10
8.0 Community
14 Bewertungen
3 Kommentare
Strafpark - Bild 4653370
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von Peter Watkins, mit Carmen Argenziano und Scott Turner

In einem fiktiven Amerika der beginnenden 70er hat der US-Präsident das Kriegsrecht verhängt und Kriegsgegner, Hippies und andere Leute, die auf freie Meinungäußerung Wert legen, werden vor die Wahl zwischen Gefängnis und dem Strafpark gestellt, einem dreitägigen Marsch ohne Verpflegung durch die Wüste, bei der sie jederzeit von gut bewaffneten Verfolgern aus dem Spiel genommen werden können. Die Alternative erweist sich als Menschenjagd mit Abschußquote für frustrierte Ordnungsbeamte…


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Strafpark

Filmsuechtiger: Filmsucht.org, Movieworlds

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6.0Ganz gut

Die Mockumentary Strafpark zeichnet ein kontroverses Schreckensbild von tyrannischen Staatsautoritäten der Vietnamära. Zwar ist das Geschehen fiktiv, aber derart realistisch und dokumentarisch gehalten, dass Watkins' Werk wie ein verschollenes Beweisvideo realer Ereignisse wirkt. Strafpark ist sehr geschickt und subversiv inszeniert, stellt die dramatischen Geschehnisse im Strafpark den widersinnigen, fast schon kafkaesken Schauprozessen gegenüber und fordert den Zuschauer geschickt heraus, um ihm seine Ohnmacht im Finale gleich wieder vorzuhalten. Die authentischen Darsteller und die schroffe Optik runden den ungewöhnlichen und gelungenen Film hervoragend ab.

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Kommentare (2) — Film: Strafpark

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Tyler__Durden

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Die effektivste Auseinandersetzung mit Staatlicher Willkür die ich kenne. Nicht nur ein simples Fallbeispiel eines Was-wäre-wenn Szenarios sondern ein komplett mit Realität durchtränktes Stück filmischer Anklage. Mann sagt ja immer im subtilen liegt die Kraft, in dem das etwas im ersten Moment unbeträchtlich wirkt nur um sich in voller Größe dann im eigenen Unterbewusstsein zu entfalten um so wahre und ehrliche Erkenntnis zu liefern. Doch gibt es Verbrechen an dem Menschen, an dessen Würde, an dessen Verstand die einfach so vor oberflächlicher Ignoranz stinken das die einzige Möglichkeit nicht der Stich in den Rücken der Obrigkeit ist sondern die Kopfnuss mit voller Wucht und Stärke bis das Blut in Massen zum Vorschein kommt. Genau so ist es auch der Fall mit Watkins hier, PUNISHMENT PARK ist nämlich allein schon in seiner Prämisse ein mit seiner Verachtung offen hantierendes Misststück das keinen Hehl um das macht was es in der gesamten Laufzeit vor hat. Mit manischer Gewalt frontal auf das Übel zu rennen. Den nur so kann es gesehen werden, nur so kann der Hass und das Leid in die Fresse der Menschen gespuckt werden die es zu ihrer Aufgabe gemacht haben selbiges zu relativieren und in vollkommene Absurdität zu stürzen. Im Strafpark werden Menschen zu Ratten in einem Spiel das die Schweine der Legislative durch die Kühe der Exekutive mit den Knüppeln inszenieren. Ein Rechtsstaat läuft Amok und erkennt in seiner eigenen Psychose nur seine Power. Seine Macht. Und der Mensch der schreit, der spuckt, der kämpft und der stirbt. Und für was? Für sein eigenes wohl. Hurra! Die Gesellschaft gewinnt. Aber wer (was) verliert ?

16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

JimiHendrix

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kommt auf meine liste ;)


Tyler__Durden

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Gut so. :)


lieber_tee

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Bewertung6.0Ganz gut

Typisches 70er Jahre Politkino. Etwas thesenhafte aber wirkungsvolle Warnung vor staatlicher Willkür in Form einer fiktiven Dokumentation.

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