Three Burials - Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada

Los Tres entierros de Melquiades Estrada (2005), US/FR
Laufzeit 116 Minuten, FSK 16, Western, Drama, Kinostart 08.11.2007

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7.5 Kritiker
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von Tommy Lee Jones, mit Tommy Lee Jones und Barry Pepper

“Three Burials – Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada” ist das Kino-Regiedebüt von Oscar-Preisträger Tommy Lee Jones, eine epische Geschichte über Rache und Erlösung, Freundschaft und Loyalität, die im zerklüfteten Grenzgebiet zwischen den USA und Mexiko spielt. Der Rancharbeiter Melquiades Estrada wird irrtümlich von einem Grenzpolizist erschossen. Die lokale Polizei ist nicht daran interessiert, den Tod des illegalen Einwanderer aufzuklären. Estradas Vorarbeiter und bester Freund Pete Perkins hat dem Mexikaner jedoch versprochen, ihn in dessen Heimat zu beerdigen. Der Cowboy nimmt den Grenzer als Geisel, zwingt ihn Estrada wieder auszugraben und mit ihm und der Leiche nach Mexiko zu reiten. Doch die Grenzpolizei startet eine gnadenlose Hetzjagd auf das Trio.

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Cast & Crew


Kritiken (4) — Film: Three Burials - Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada

Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

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7.0Sehenswert

“Three Burials – Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada” ist kein Meisterwerk, aber ein Film den man sich durchaus mal ansehen kann. Tommy Lee Jones zeigt hier, dass er auch als Regisseur eine gute Figur macht, wenn er auch noch ein gutes Stück von der Klasse eines Clint Eastwoods entfernt ist. Aber der ist ja noch ein paar Jahre älter, so das Tommy Lee Jones noch Zeit hat zu reifen.

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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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7.0Sehenswert

Auch das Regiedebüt von Tommy Lee Jones handelt von Tod, Schuld und Sühne. Die Geschichte um den alternden Cowboy, der seinem mexikanischen Freund einst versprach, seine sterblichen Überreste in dessen Heimat zu bestatten, und dieses Versprechen gleich mit einer Lektion in Demut für den an dessen Tod Verantwortlichen zu verbinden, gewann bei den Filmfestspielen in Cannes den Preis für das beste Drehbuch. Zudem wurde Tommy Lee Jones gleich noch mit der Auszeichnung für den besten Hauptdarsteller geadelt. Trotz der texanischen Weite, die den Film prägt, trägt Jones Erstling kammerspielartige Züge. Es geht um die Würde eines Menschen, auch im Tod. Es geht um Versprechen, aber auch um Versprechungen. Die Wüste an der mexikanischen Grenze. Ein trostloser, ein heißer Ort, ohne jegliche Perspektive. Die Weite des Horizonts, hier kein Zeichen der Freiheit, sondern der Depression. Stillstand, Gleichgültigkeit, Perspektivlosigkeit. Mitten drin eine Geschichte um Gerechtigkeit und…

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The-Duke: Dukesmovieblog/powermetal/s... The-Duke: Dukesmovieblog/powermetal/s...

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7.5Sehenswert

„Three Burials” ist keineswegs ein Film für den normalen Western-Fan, genauso wenig aber auch ein sinniger Zeitvertreib für eher Mainstream orientierte Zeitgenossen. Narration, wie auch Intention des Regisseurs sprechen in vielen Teilen klar eine Arthousesprache, die sich zwar in ihrer Dringlichkeit zu beherrschen weiß, aber doch unverkennbar vorhanden ist. Wen dies nicht abstößt, der sollte dringlichst einen Blick riskieren, eine klare Empfehlung aber lässt sich leider nur schwerlich aussprechen. Dazu sind „Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada” in ihrer vermindert unterhaltungsfokussierten Machart einfach zu wenig massentauglich.

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JesusQuintana

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naja für den modernen western-fan doch eigentlich schon finde ich...


Chuchaqui: Critic.de

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8.0Ausgezeichnet

Wunderbarer Film, genial unvorhersehbar. Tommy Lee Jones hat sich für seine Idee mit Iñárritu-Writer Arriaga den richtigen Mann fürs Drehbuch geholt und inszeniert die großartige Geschichte wunderbar gegen den Strich. Ein Kino-Erlebnis, das begeistert, weil es so ganz anders ist.

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Kommentare (34) — Film: Three Burials - Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada

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8martin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Tommy Lee Jones (Hauptdarsteller und Regisseur) überzeugt sowohl vor der Kamera als auch dahinter. Es ist ihm ein ganz ungewöhnlicher Spätwestern gelungen: die Story mit dem Leichentransport eines Freundes unter tätiger Mithilfe seines Mörders Mike (eindrucksvoll Barry Pepper) in sein Heimatdorf Jiménes ist das eine, das andere ist hierbei die gekonnte Erzählweise dieser wahren Geschichte. Spannend, stimmungsvoll und atmosphärisch dicht. Die drei Begräbnisse sind streng formal gegliedert; quasi Kapitelüberschriften.
Sie werden fast zur Nebensache, da sie jeweils mit einem Mord einhergehen. Mit viel Liebe zum Detail achtet Jones auf Kleinigkeiten und so gelingt ihm ein komplexes und äußerst subtiles Stimmungsbild der Grenzstadt zu Mexiko. Hier schleichen Langeweile und latente Geilheit um die Ecken der Wohnwagen. Wer kann, will bloß weg, wie z.B. Lou Ann (January Jones) Mikes Ehefrau. Das Verhältnis zwischen Grenzern und Mexikanern wird kritisch beleuchtet. Ein zweites Zusammentreffen kann dann sogar lustig sein.
Als wir erfahren, dass Jiménes nicht existiert und Mel auch keine Frau hat, wird die Handlung zur Parabel über Freundschaft und das Einhalten eines Versprechens. Es geht um Vergebung und Sühne. Das sind hehre Werte, die, wenn sie so verpackt sind, der Spannung keinen Abbruch tun. Gelungen!

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kronenhummer

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Bewertung7.0Sehenswert

Tommy Lee Jones als Regisseur und Hauptdarsteller einer interessanten Mischung zwischen Western und Drama, einem Road Trip der besonderen Art. Als starker Charakter, der sich gegen die bestehende Ordnung und Staatshoheiten wendet, um seinem Freund die letzte Ehre zu erweisen, erinnert Tommy Lee Jones dabei unweigerlich an Clint Eastwoods Selbstdarstellungen in dessen Filmen.

„Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada“ zeigt dabei definitiv, dass T.L.J. auch als Regisseur Zukunft hat. Eine eigentümliche und doch fesselnde Story, die sich vor allem am Ende großartig entwickelt, im Vorfeld jedoch etwas sperrig und langatmig erscheinen kann. Präsentiert in stimmungsvollen Bildern einer weiten und unwirklichen Landschaft, sind die Differenzen an der Grenze zwischen Mexiko und den USA imposant festgehalten und lassen dabei nicht unbedingt ein gutes Bild der USA stehen. So stößt T.L.J. auch eine moralische Diskussion an, ohne diese über den Film und seine Geschichte zu stellen, die im Kern auch immer noch eine Geschichte um Freundschaft und Gerechtigkeit ist.

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BattlemasterIZ

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Tommy Lee Jones - >Ich ziehe meinen Hut vor Dir< Richtig beeindruckendes Drama in tollen Bildern..

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nithical

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Bewertung7.5Sehenswert

Die Erzählweise ist zwar stellenweise etwas holprig, aber die Atmosphäre ist durchgehend stimmig und die unterschwellige Kritik am "gelobten Land" ist schon fast mit Größe oder Weisheit gleichzusetzen.

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marlonx

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Bewertung5.0Geht so

Das Regiedebüt von Tommy Lee Jones beginnt sehr schleppend und verwirrend. Zwar steigert der Film sich zum Ende hin, dennoch fand ich insgesamt Story und Drehbuch eher schwach. Die Erzählweise ist sehr speziell und hebt sich von anderen Produktionen ab, dennoch hat sich mich etwas gestört. Die große Stärke des Film sind die guten Schauspieler und die tolle Kameraarbeit. Ansonsten Spannungsarm und Überraschungsfrei. Ein Durchwachsenes Regiedebüt.

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dbeutner

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Bewertung6.5Ganz gut

Tommy Lee Jones inszeniert sich und den Film, dass einem (bisher hier nur zwei, huch) Clint Eastwood eigentlich sofort in den Kopf schießen muss. Nun, mit beiden habe ich potentiell Probleme - starke Darsteller, die aber zu leicht reaktionären Stoffen neigen. Und da macht dieser Film keine große Ausnahme.

Jones als Darsteller ist eigentlich zunächst einmal immer stark, wenn man vom Rest absieht, und da gibt es hier auch nichts weiter zu ergänzen. Barry Pepper mochte ich immer sehr gerne und habe mich entsprechend gefreut, dass ihm hier eine echte Hauptrolle zuteil wurde. Pepper macht seine Sache auch gut, aber keineswegs besonders überdurchschnittlich (Aaron Paul hätte das bestimmt genau so gut umgesetzt und wäre vielleicht der frischere Charakter gewesen; oh, 2005 - OK, da war Paul noch zu jung :-)). Während der mir sympathische Pepper gleich mal in seiner Rolle sehr effektiv als das größte Arschloch auf Erden geoutet wird, hängt sich hieran wenig bis nichts auf; welchen Sinn es macht, dem Border-Patrol-Arsch alle Last aufzuerlegen - da wird nicht viel mit Inhalt gekommen, sondern laut geschrien: "Epik! Epik!". Und das alleine ist mir immer etwas wenig. Drumrum gibt es auch einige Skriptschwächen, etwa dass der Border-Patrol-Mann erst nach gefühlten Ewigkeiten darauf hinweist, dass es sich um einen Unfall gehandelt hat (was dann aber auch gleich so gar keine Relevanz haben soll). Ich stehe ja auf gut gemachte Schuld-und-Sühne-Dramen, aber gerade unter diesem Aspekt ist der Film eher unterdurchschnittlich.

Dann kommen noch sehr unsichere Schnitte und Zeitreihenfolge hinzu, die einfach vom fehlenden Regiegespür Jones Beweis ablegen. Das ist schon etwas sehr holprig, weil, wie andere schon angemerkt haben, weder im einzelnen gut inszeniert noch über den ganzen Film mit irgendeiner echten Stoßrichtung versehen.

Dennoch: Darstellerisch, auch in den Nebenrollen (mutig und großartig besetzt: Melissa Leo als Rachel), macht der Film Spaß und hat ganz sicher einige Momente zu bieten. Die erste Hälfte erzählt auch noch etwas dichter die eigentliche Geschichte, während es zum Ende hin immer mal wieder zäh wird. Der Schuld-und-Sühne-Gedanke ist leider zu grob gestrickt und lässt auch etwas intellektuelle Tiefe vermissen. Trotzdem mitunter stark und insgesamt sehenswert.

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WaaayneTrain

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Three Burials" ist atmosphärisch sicher ein hochradiges Stück Kunst: Die wunderschönen Landschaftaufnahmen und die liebevoll gestaltete Musikuntermalung sind einfach spitze. Der Film braucht einige Minuten um in Fahrt zu kommen, doch dann kommt viel Spannung auf. Sehr stilvoll und innovativ war auch die Idee, den Mord an Melquiades Estrada aus verschiedenen Blickwinkel aus zu schildern. Gegen Ende verliert der Film meiner Meinung nach etwas an Qualität und bei mir entstanden einige Lücken alles genau nachzuvollziehen: Die Grenzwache gab sich keine bis nur sehr wenig Mühe Pete aufzuspüren und ich fand die brüderliche Freundschaft von Melquiades und Pete nicht wirklich glaubwürdig. Ich hatte das Gefühl, dass mir wieder einmal verzettelt wird, dass die Amerikaner die tollsten Menschen auf der Welt sind und niemals ein Versprechen brechen.

Doch trotzdem: "Three Burials" ist ein äusserst spannender und sehr schön anzusehender Neowestern. Einzigartig und eigenständig. Es gibt nur wenige solche Filme, die auf ihre ganz eigene Art brillieren.

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Hungerkünstler

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Eigentlich ist es ja ein Mexikaner, der seinem toten Freund das Versprechen hält. Die US-Amerikaner kommen nicht so gut weg. Aber insgesamt stimme ich der Besprechung zu und finde sie gut.


sachsenkrieger

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Bewertung9.0Herausragend

Es war schon immer nichts für Rosa-Brille-Menschen oder leichte Gemüter, einen Film mit oder/und von Tommy Lee Jones zu sehen. Aber in diesem zieht er alle Register. Menschen mit Reizmagen sollten versuchen, nicht mehr als eine Handvoll leicht gesalzenen Popcorns während des Films zu verzehren haha. Nein, mal ehrlich. Erstmal Hut ab vor Barry Pepper. Der war mir bis dato so sympathisch wie ne Virusinfektion, spielt hier aber eine wirklich sehr gute Rolle. Und Tommy "General" Lee Jones ist ... Tommy Lee Jones! Alles andere wäre auch unerträglich. Genau wie das geniale "Im Tal von Elah" hat dieser Film so viele verschiedene Facetten, so viele kleine Denkzettel, so viele Wendungen, das ich trotz der relativ trostlosen Stimmung, die von relativ trostlosen Landschaften umgeben ist, ein ums andere Mal lachen mußte. Man könnte seitenlang über diesen Film schreiben, jedes kleine Detail ausleuchten, aber das würde zuviel verraten. Genau wie "Im Tal von Elah" sehe ich hier die Sehnsucht nach einer Zeit, die es vielleicht nie gegeben hat. Eine Zeit, in der Liebe, Freundschaft, Toleranz und Mitgefühl noch eine Bedeutung hatten. Es geht (nicht nur) um die Gleichgültigkeit und Resignation einer Gesellschaft. Und Rancher Pete Perkins alias T.L. Jones nimmt sich nicht aus, er gehört dazu, er ist nicht besser, aber er hat im Gegensatz zu den meisten anderen noch nicht aufgehört zu kämpfen! Satz des Films: Könnten sie mich bitte erschießen?

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Digit

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Bewertung7.5Sehenswert

Guter, stimmungsvoller Film mit Herz... über Stolz, Liebe, Freundschaft und Vergebung..

***kann Spoilern****Allerdings haben mich die Nekromantik Einlagen leicht irritiert, da ging mir die Liebe/Freundschaft ein wenig zu weit.

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Baumkopf Holzfaust

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Bewertung9.0Herausragend

Wer immer mal wissen wollte, was es mit dem Begriff "Heldenreise" auf sich hat, der bekommt hier gleich drei präsentiert. Großartig, nach dem ansehen im TV sofort bestellt.

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guilecourier

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Bewertung9.0Herausragend

Welchem alternden Schauspieler, der seine besten Zeiten schon lange hinter sich hat, gelingt schon so ein anspruchsvolles Regiedebüt/Comeback? Doch nicht nur mit diesem respektvollem Gedanken im Hinterkopf wird dieser "New Western" zu einem der Besten seines Genres. Der raue und doch melancholische Ton gepaart mit den grimmigen Charakteren, die sich durch das elegische Setting des US/Mexico Grenzgebietes bewegen, und die etwas eigene Erzählweise, machen Three Burials zu einer glaubwürdigen Parabel auf die US-Grenzpolitik und den Umgang der Vereinigten Staaten mit den Menschenrechten.

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The_Comedian

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Bewertung9.0Herausragend

Ein illegaler Einwanderer verhilft dem alten Hollywood-Haudegen Tommy Lee Jones zu späten Ehren im anspruchsvollen Independent-Sektor. Wie er es schafft, gänzlich unprätentiös und gleichzeitig absolut authentisch darzustellen, verlangt höchsten Respekt. Spannung, Tiefe und düstere Grundstimmung sind nicht provoziert, sondern gewollt präzise und dosiert gesetzt. Jones paßt sich unmerklich der im Großen und Ganzen doch ziemlich unbekannten Crew an, welche jedoch charakterlich fast perfekt passend ausgewählt wurde. In dem Film geht es um Liebe, Freundschaft, Ehre, Loyalität, Schuld und Sühne, sowie ganz banal aber gnadenlos gezeigt, Leben und Tod Gespickt ist dies mit einer bittersüßen Brise Humor der schwärzesten Sorte.
´Three Burials´ wäre der ´Coen-Film´ gewesen, der nie gedreht wurde, an dessen Stelle ´No Country For Old Men´ trat.
So erlebt man ein leises, aber eindringliches Stück Filmgeschichte abseits der Hollywood-Blockbuster-Kultur.

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Moe Szyslak

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Beeindruckendes und mit hohem Anspruch versehenes Regiedebüt von Tommy Lee Jones, das zu keiner Sekunde leichtgängig anzuschauen ist. Die erste Filmhälfte bestand aus meist nur wenige Minuten dauernden Szenen, die wie wild durcheinander geworfene Puzzleteile agierten und immer zwischen Gegenwart, jüngerer und älterer Vergangenheit hin- und hergeworfen wurden, bis es dann irgendwann einmal ein Gesamtbild ergab. Sehr irritierend aber zugleich faszinierend zu beobachten und echt klasse inszeniert und erzählt, machte aber wie gesagt den Film recht schwierig zu schauen. Die zweite Filmhälfte hingegen ist linear erzählt, war aber keinesfalls leichtgängiger, ganz im Gegenteil. Neben der teils ziemlich schleppenden Erzählweise gaben sich makaber-morbide, bittere, schöne und surreale, ja fast schon verstörende Szenen die Klinke in die Hand. Zudem noch die ganze Zeit dieser depressive und trostlose Unterton, bedingt durch die tragische Geschichte, deren Verlauf und Ausgang aufgrund des unberechenbaren Handelns des vom mal wieder hervorragend auftrumpfenden Tommy Lee Jones gespielten Charakters bis in die letzte Minute hinein ungewiss ist. Und das Ganze wird klasse abgerundet durch wunderschöne Landschaftsaufnahmen aus und vielen interessanten Begegnungen in Mexiko und einen hochinteressanten und kritischen Blick auf die Grenzbeziehung USA-Mexiko.
Absolut sehenswerter, sich in jeder Sekunde jenseits des Mainstreams bewegender Film, der eine interessante und intelligente Geschichte erzählt, klasse Landschaftsaufnahmen, eine total merkwürdige Atmosphäre und mit Tommy Lee Jones, Barry Pepper und January Jones hervorragend agierende Darsteller aufbieten kann, der aber aufgrund seiner ab und an zähflüssigen Erzählweise und schwierig anzuschauenden Szenen, die sich zwar auf gewisse Art innerhalb der Western- und Drama-Grenzen bewegen, aber auf verstörende und faszinierende Weise auch nicht, ziemlich starker und alles andere als leichtgängiger Stoff ist.

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Sigrun

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Bewertung9.0Herausragend

Das genaue Gegenteil von einem Mainstreamfilm, genau so wie ich es schätze! Hat mich hier und da an Buñuel erinnert, das schaffen heutzutage nicht mehr viele Filme.

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Dana Scully

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Bewertung4.5Uninteressant

tommy lee jones ist eine wahre größe. aber ich frage mich doch sehr was aus diesem film ohne diese besetzung werden würde...ich meine das thema ist sowohl heikel als auch bis jetzt sehr wenig behandelt, dafür gibt es also einen dicken pluspunkt und auch die idee der 3 begräbnisse ist exelent. allerdings hätte es der film eine stunde gekürzt auch getan...meiner meinung nach eine super idee nur einfach zu langatmig...

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madiss

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Bewertung6.0Ganz gut

Der Film wirkt zuweilen etwas merkwürdig, so als würde er sich selbst nicht ernst nehmen, was mich manchmal etwas irritiert hat. Spannung ist eigentlich auch kaum aufgekommen und von einer "gnadenlosen Hetzjagd" der Grenzpolizei war beim besten Willen nix zu sehen. Die unchronologische und scheinbar auch willkürliche Erzählweise der ersten Hälfte des Films wirkt verwirrend, zumal dieser Stil auch nicht bis zum Ende des Film durchgezogen wird. Die zweite Hälfte wird linear erzählt.
Dennoch gute Aufnahmen und ein guter Tommy Lee Jones. Barry Pepper für mich allerdings eine Fehlbesetzung. In einem (Neo)Western wünsch ich mir verruchtere Charaktere anstelle dieses frischrasierten Schnösels.

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Hellbilly

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Bewertung7.5Sehenswert

Makabre, aber sehr schön ausgedachte Geschichte - der Film ist in manchen Szenen vielleicht etwas langatmig, dafür aber in anderen skurril und zumindest bei meinem Geschmack auch witzig. Die Mischung ist insgesamt wirklich gelungen.
Und untermalt wird alles noch von wunderbaren Landschaftsaufnahmen und prägnanten Charakteren.
Was will man eigentlich mehr

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Scottie Ferguson

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Geheimtipp!!!

Tolles Drehbuch von Guillermo Arriaga, der sich bereits für die Drehbücher zu den Inarritu-Filmen, Amores Perros, Babel und 21 Gramm, einen Namen gemacht hat.

Tommy Lee Jones in der Hauptrolle ist stark wie nie und inszeniert seinen Film mehr als kompetent.

Die sehr gute Kameraarbeit wäre ebenfalls zu loben.

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Filmkenner77

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Bewertung6.0Ganz gut

Gewöhnsbedürftiger Mix aus existenziellem Drama und Neo-Western. Manchmal ein wenig langatmig.

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Klopper

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Bewertung7.0Sehenswert

Three Burials ist ein sehr ruhiger Film, der langsam und leise vor sich hinplätschert und so einige Längen offenbart, die manch einen Zuschauer direkt umschalten lassen. Dennoch hat der Film von Regisseur und Hauptdarsteller Tommy Lee Jones einige Schauwerte zu bieten.
Zum einen wären da die wunderbaren Landschaftsaufnahmen des kargen, aber schönen Grenzgebietes. Dann wäre da noch eine ungewöhnliche Geschichte über einen ungewöhnlichen Mann und seine tiefe Freundschaft zu einem Toten. Und dazu gibt es eine handvoll Charaktere serviert, die nichts ausser ihrer Verlorenheit gemeinsam haben in einem Leben, dass sie sich nicht ausgesucht haben und einem Ort, der nichts bietet um etwas zu ändern.
Um diese Verlorenheit zu verstärken, ist der Film ein wenig ziellos. Die Erkenntnis, dass ihr Leben ziemlich scheiße ist, ereilt so ziemlich jede Figur. Keiner hat etwas, für das es sich wirklich zu Leben lohnt. Selbst der Mythos des toten Estradas wird am Ende demontiert. Doch nur Grenzpolizist Mike und seine Frau sind noch jung genug, ihrer persönlichen Misere zu entrinnen und sich zu ändern. Der Rest macht weiter wie bisher, entwickelt sich kein Stück und steht am Ende genauso da wie am Anfang. Tommy Lee Jones erzählt von traurigen Menschen in einem traurigen Land.

Wer übrigens Probleme mit Leichen hat, sollte Three Burials meiden. Der tote Estrada sieht nämlich nicht mehr so nett aus, wird aber von Perkins regelmäßig gehegt und gepflegt. Das ist manchmal eklig, oft aber auch ziemlich komisch.

Übrigens hasse ich es, wenn auf der Hülle irreführende Pressezitate stehen. Hier wird zum Beispiel von einem "Adrenalinkick" gesprochen, von einem "Pulverfass" und von einem "genialen Western". Und davon stimmt nunmal gar nichts.

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