Twin Peaks: Der Film

Twin Peaks: Fire Walk With Me (1992), US Laufzeit 135 Minuten, FSK 16, Horrorfilm, Thriller, Kinostart 20.08.1992

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7.3
Kritiker
23 Bewertungen
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7.1
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1437 Bewertungen
48 Kommentare
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von David Lynch, mit Sheryl Lee und Kyle MacLachlan

“Twin Peaks” beschreibt die letzten Tage der Schülerin Laura Palmer, von ihren Problemen mit den Eltern, mit Drogen und diversen Freunden. Hört sich an wie ein normaler Teenagerfilm? Falsch! In diesem Film, faszinierende Vorgeschichte der Kultserie “Twin Peaks” von Regisseur David Lynch, kehren wir in das hübsche, aber irritierende Städtchen zurück und werfen einen intensiven Blick auf die seltsamen Einwohner der Gemeinde – und die Geheimnisse, die sie verbergen. FBI Special Agent Chester Desmond verschwindet auf mysteriöse Weise, als er den Tod der Kellnerin Teresa Banks untersucht. Im Jahr darauf verschwindet ein weiteres junges Mädchen – Ballkönigin Laura Palmer ist offensichtlich den gleichen bösartigen Kräften zum Opfer gefallen, die scheinbar die gesamte Gemeinde vergiften. An diesem Punkt übernimmt Special Agent Dale Cooper die Ermittlungen – fest entschlossen, mit seinen intuitiven Kräften das Geheimnis zu lüften.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (4) — Film: Twin Peaks: Der Film

Timo K.: Blockbuster Entertainment

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5.0Geht so

Rückkehr in die unvergleichlichen Wälder. "Twin Peaks" empfahl sich als spirituelle Phantasmagorie seifenopernhafter Beziehungskonstellationen von neurotischen Spinnern, pedantischen Hausfrauen und gefräßigen Geistern, atmosphärisch führte sie stets ein organisches Eigenleben und ergründete mit Hilfe eines suggestiv-grinsenden Kameraauges eine Weltendämmerung, die in den heiligen vier Wänden einzustürzen drohte. "Twin Peaks – Der Film" ist nun die Vorgeschichte der berühmtesten Leiche der Fernsehgeschichte, die um das Leiden der elterlichen Entfremdung rotiert, metaphorisch dem Rot des wahnhaften Sinnestaumels zuarbeitet und manche mustergültige Sequenz vertiefter Gedankenverlorenheit dichtet. Während der Donna-Ersatz danebengeht, schleppt sich Lynch jedoch in meist entmystifizierende Bilder, die wir uns in der Fantasie längst schöner ausgemalt haben. Seine Versöhnung an uns: Cooper sitzt in einem gleißenden Licht verheißungsvoller Unsterblichkeit – und lächelt freundlich.

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Flibbo: Wie ist der Film?

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6.5Ganz gut

[...] „Twin Peaks – Der Film“ bleibt weit hinter dem zurück, was er (zumindest für die unzähligen Fans der TV-Serie) hätte leisten können. Stattdessen konzentriert sich Lynch zu sehr auf ganz neue Aspekte der Hintergrundschichte – zu sehr, weil sie ärgerlicherweise ohnehin zu nichts führen. Was bei Lynch sonst als undurchsichtiges Mysterium für viele Interpretationsansätze funktioniert, wirkt hier eher einfach planlos. Was bleibt, sind einige interessante und teilweise einzigartig beklemmende Schlüsselszenen von imposanter Intensität sowie ein erwähnenswerter, sehr stimmungsvoller Soundtrack. Musik wie die über den Köpfen wabernde Rauchwolke in einem Jazzkeller kurz vorm Morgengrauen. Für Freunde der gruselig-surrealen Kunst („Eraserhead“ lässt grüßen) einen Blick wert. Als Vorgeschichte der kultigen TV-Serie weitgehend unbefriedigend.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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6.0Ganz gut

Obgleich die ersten dreißig Minuten von "Fire Walk With Me" nicht im namensgebenden Ort der Serie spielen, so haben sie aufgrund der - zugegebenermaßen pflichtmäßigen - Kurzauftritte alter Bekannter vom Feeling her doch noch am meisten mit Lynchs 29teiligen opus magnum zu tun.
Alles darauf folgende ist dagegen ein langwieriges Dahinvegetieren, dem nahezu all die Dinge die "Twin Peaks" einzigartig gemacht haben - beispielsweise die skurillen Charaktere, die Cliffhanger, die überspitzten Soapelemente, das Mittendrin-Gefühl im Dorf - abgehen. Übrig bleibt ein recht lieblos zusammengepapptes Mystery-Puzzle-Potpourri, nach dessen Sichtung man froh sein muss, dass die Figur der Laura Palmer während der Serie drehbuchtechnisch die meiste Zeit aufs Rumliegen und Schweigen festgelegt war.
Für die erste halbe Stunde und das Wiedersehen mit den liebgewonnenen Gesichtern innerhalb des FBI gibt es vier Bonuspünktchen - aber fernab dieser Nostalgie ist "Fire Walk With Me" ziemlich verdrängenswerter Humbug.

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Kubrick_obscura: CinemaForever

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8.0Ausgezeichnet

Der deutsche Titel wird dem Film nicht gerecht. Hier gehts kaum noch um die Serie. Vielmehr bietet uns Fire Walk With Me einen Ausblick auf die kommenden Lynch-Filme.

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Kommentare (44) — Film: Twin Peaks: Der Film


Sortierung

kacy1337

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vorgemerkt

Mullholland drive, inland empire und jetzt das!!!
Junge junge
Also ich bin definitiv kein fan von Lynch. Meiner Meinung nach kann man seine Filme nicht hinterfragen weil sie einfach keinen Sinn ergeben.

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Velly

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Hast Du vor "Twin Peaks: Der Film" denn die Serie gesehen...?


Kreischling

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Gesehen. Kaum etwas verstanden. Die hermeneutische Maschinerie rattert. Eine Bewertung nach dem ersten Durchgang kann unmöglich erfolgen. Es sind zu viele Bilder, die alle gleichzeitig Platz auf dem Bildschirm suchen. Die zu entwirren ist ein kleines Kunststück.

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Velly

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Als ich den Film damals im Kino sah, hatte ich die Serie zuvor auch nicht gesehen. Da denkt man sich die ganze nur: "äääääähhhh?"
Trotzdem war ich so fasziniert, dass ich die Serie danach gucken musste. Und die ist genial!


Kreischling

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Gestern habe ich die erste Folge gesehen. Ich bleibe erstmal dran!


Absurda.

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Bewertung9.0Herausragend

"Twin Peaks, the Film is the craziest film in the history of cinema. I have no idea what happened, I have no idea what I saw, all I know is that I left the theater floating six feet above the ground." (Jacques Rivette)

Ein letztes Mal Twin Peaks, ein letztes Mal Twin Peaks erleben bevor alles vorbei ist, für immer und ewig, bevor dieser Moment verschwindet, wie Tränen im Regen.
Nein, der Twin-Peaks-Film ist nur ein loser Anklang an die Serie, der wirklich als einzelner Film betrachtet werden sollte. Hier steht nicht der Kampf zwischen Gut und Böse im Vordergrund, hier sehen wir, dass der Kampf schon längst verloren ist, dass das Böse uns schon längst eingenommen hat und wenn nicht, dann ist es nur eine Frage der Zeit, wann. Der Mensch ist an einem Abgrund angelangt, aus dem er nicht mehr herauskommen kann. Bleibt nur der Sprung in den Abgrund - und die darauffolgende Landung im Himmel.
Ich bin sprachlos.

"I got idea man
You take me for a walk
Under the sycamore trees
The dark trees that blow baby
In the dark trees that blow
And I'll see you
And you'll see me
And I'll see you in the branches that blow
In the breeze
I'll see you in the trees
Under the sycamore trees"

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Pyro 91

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Aber was ist mit Cooper? :( Seine Zeit ist offenbar noch nicht gekommen, den Red Room zu entfliehen. Wobei Zeit in diesem metaphysischen Raum ja ohnehin keine Rolle spielt. Stellt sich natürlich auch die Frage, ob Coopers Doppelgänger am Ende der Serie in die Welt getreten ist, oder ob es nur der "normale" Cooper war, den BOB als seinen Wirt benutzt hat. Aber im Endeffekt werden wir mit der Botschaft hinterlassen, dass das Böse gewonnen hat.


Absurda.

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In dem Cooper am Ende vom Film sehe ich Coopers Seele, in dem Cooper am Ende der Serie sehe ich ihn als Besessenen vom Teufel (bzw. von Bob).


Mr. Laurel

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Bewertung5.5Geht so

Der Kinofilm stand unter keinem guten Stern: Lynch trennte sich von co- Autor Mark Frost und viele Schauspieler aus der TV Serie wollten oder konnten nicht mitspielen, inklusive Kyle MacLachlan (Dale Cooper), der durch Chris Isaak (Agent Chester Desmond) ersetzt wurde.
Nach Drehbuch Änderungen sagte MacLachlan dann doch zu, die Szenen mit Chris Isaak wurden aber beibehalten.
Die Anfangs Szenen mit Agent Chester Desmond und Agent Sam Stanley (Kiefer Sutherland) gehören zu den besten im Film und zeigen den typischen schrägen Twin Peaks Humor; leider verschwinden die beiden Charaktere nach wenigen Minuten aus dem Film.
Lynch hat einen Auftritt als schwerhöriger FBI Chief (eine Anspielung auf den schwerhörigen Bunuel?).

Die wirre Hauptstory um Laura Palma, ihre Drogensucht, Sex Eskapaden und Bob, dem Bösewicht aus der Zwichenwelt, der Besitz von Leland Palmer ergreift, gepaart mit Lynchs surrealen Mätzchen/Intermezzos dürfte viele Zuschauer (vor allem die, die die TV Serie und Lynch nicht kennen) vor den Kopf stoßen. Seinerzeit kam der Film weder beim Publikum (ich war auch enttäuscht) noch bei den Kritikern gut weg und war ein kommerzieller Flop.
Zudem ist der Film mit 135 Minuten viel zu lang geraten. Viele Szenen hätten man, meiner Meinung nach, um die Hälfte kürzen können oder ganz weglassen können.
Im Gegensatz zur TV Serie gibt es auch nackte Tatsachen (voller Körpereinsatz von Sheryl Lee), untermalt von Musik, die der Meister selbst beigesteuert hat.

Fazit: Wahrscheinlich wissen nur Lynch Exegeten was der Film zu bedeuten hat. Ich fand die tote Laura Palmer interessanter als die lebendige. Ein unnötiger Film.

PS: Die hohe Auflösung der Blu-Ray Fassung läßt den Film noch surrealer erscheinen.
Null Extras ist allerdings so enttäuschend wie ein leeres Überraschungs-Ei.

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TheStuntmanMike

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wer die Serie Twin Peaks gesehen hat, sollte sich diesen Film defintiv anschauen, er wird ihn lieben. Wer die Serie nicht gesehen hat, wird komplett im Chaos versinken (ich kann an dieser Stelle nur noch mal jedem empfehlen: Guckt Twin Peaks!)
Der Film stellt ein Prequel zu "Twin Peaks" dar und funktionert als solches wirklich gut. In teilweise sehr unheimlichen und brutalen Szenen wird das unfassbare Martyrium Laura Palmers dargestellt, durch welches sie in ihren letzten Tagen geht. Sie prostituiert sich, nimmt Drogen und man sieht wie sie immer mehr versinkt. Sie geht im wahrsten Sinne des Wortes durch die Hölle, die letztendlich ihren Höhepunkt erreicht. Es geht hierbei allerdings nicht darum, einfach nur einen Film zu sehen, damit man sich danach die Fernsehserie ansehen kann, dafür enthält der Film zu viele Spoiler, u.a. den Mörder von Laura Palmer. Man muss diesen Film mal als einzelnes Teil betrachten und dann ist er auch wirklich toll. Der ganze Film strotzt nach der ersten halben Stunde, in welcher man das unterhaltsame Arbeiten der FBI-Agenten sieht und man in die Geschichte eingeführt wird, nur so von der Angst, die Laura umgibt. Die Bilder, mit welchen Lynch uns wieder nach Twin Peaks zurückholt, sind sehr intensiv und schwanken immer wieder zwischen Traum, Limbus und der Realität. Dass ich während des Films, das Licht in meinem Zimmer angemacht habe, weil ich den Film nicht im komplett Dunklen schauen wollte, spricht, denke ich, für sich. Das Ende des Films, war für mich, der ich "Twin Peaks" als meine Lieblingsfernsehserie bezeichnen würde, unfassbar schön,obwohl es eigentlich grausam ist. Als Laura tot ist und in der schwarzen Hütte, zwischen den roten Vorhängen sitzt, Cooper neben ihr steht und ein Engel vom Himmel kommt, der Laura auf dem Höhepunkt ihres Leidens erlöst, sieht man,wie sie wieder lachen kann. Sie ist endlich befreit worden. Es hat mich fast zu Tränen gerührt, wie man sieht, wie der Mensch, den man die letzten knapp zwei Stunden hat leiden sehen, erlöst wird und sie schlussendlich frei ist.

Man merkt meinem Review an, dass ich ein wenig verwirrt und doch so unfassbar beeinruckt und glücklich bin. David Lynch hat es geschafft, dass ich wieder komplett in Twin Peaks drin war und mich wieder an die tolle Zeit erinnert habe, in der ich die Serie schauen durfte. Der Film ist bildgewaltig,obwohl er relativ einfach gemacht ist, er ist spannend, obwohl jeder, der diesen Film schaut, weiß, was am Ende passieren wird, zu groß sind die Leiden, die Laura ertragen muss, zu übermächtig ihre Feinde.

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jacker

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Bewertung6.0Ganz gut

Hmm..
Ziemlich unausgegoren was Lynch uns hier als Prequel zur großartigen Serie TWIN PEAKS vorsetzt. Unausgegoren, weil der Film quasi zweigeteilt ist und nach einem halbstündigen, ziemlich guten FBI-Segment das sich mit dem (in der Serie immer nur flüchtig angesprochenen) Mord an Teresa Banks und den Ermittlungen des FBI beschäftigt, dann eine Geschichte erzählt, die zwar ab und an durch intensive Mystery- und Horror-Elemente im Limbus einschlägt, aber inhaltlich und inszenatorisch weder neues, noch sonderlich interessantes bringt.

Ich präzisiere: Laura's Vorgeschichte wurde in der Serie wirklich bis ins kleinste Detail analysiert, rekonstruiert und nachvollzogen. Ihr Doppelleben, ihre Verweigerung gegenüber Bob, selbst der Ablauf der Mordnacht. Nun zeigt uns Lynch genau das noch mal in Bildern, die zuvor sogar schon mal fragmentarisch in Flashbacks, Träumen und düsteren Ahnungen von Agent Cooper dargestellt wurden und ansonsten bei jedem halbwegs gefesselten Zuschauer von TWIN PEAKS vor dem inneren Auge abgelaufen sein sollten. Ergänzungen zum schon bekannten suche ich zumindest vergebens. Potential hätte beispielsweise die Ambivalenz der Laura Palmer geboten, hier wird aber zu 90% nur auf ihre Dunkle Seite eingegangen und sie snifft, kreischt und heult sich 7 Tage durch die falsche Idylle ihres Heimatortes.

Es werden keine offenen Fragen beantwortet lautet ein gängiger Kritikpunkt. Für mich blieb in TWIN PEAKS eigentlich gar nichts essentielles offen was einer absoluten, nicht spekulativen Erklärung bedurft hätte! Die Fragen im Nachhinein sind Fragen die durch eine definitive Antwort völlig ihre Mystik und Spiritualität verlieren würden, von daher bin ich froh, dass nichts beantwortet wurde.

Im Fazit empfinde ich den Film als ziemlich unnötig. Zum Glück schafft Lynch es unnötiges in ziemlich verdrehender Form zu präsentieren - atmosphärisch gehen die Bob-/Black-Lodge Szenen absolut klar, obwohl sie wirken als hätte man einfach noch mal die krassen Szenen der Serie ein wenig dicker und ohne TV-Limitierung raushauen wollen. Ganz großes Manko zudem: Von allen Charakteren des TWIN PEAKS Universums ist die Laura in FIRE WALK WITH ME mit Abstand diejenige die mir am egalsten ist. Und von diesen ganzen Charakteren die mir mehr am Herz lagen vermisse ich mehr als die Hälfte.

Nee, da sehe ich mir doch lieber die Serie an und belasse es dabei!

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Bob Loblaw

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:)
Ich hab jetzt Lust, alles nochmal anzuschauen... (ist schon eine Weile her). Aber die TV-Serie, nachdem der Tod von Laura Palmer nicht mehr so wichtig war, war gegen Ende nur noch Science-Fiction und Mystery, die sich irgendwie verselbständigt hatten... vorher war da viel mehr !!

Den Film hingegen kann man sogar ganz ohne den Mystery-Kram lesen (bzw. das ganze als Traum/Phantasie/Verarbeitung der Realität abtun... Special Agent Cooper fehlt ja die meiste Zeit, und er hat (für mich) immer die ganzen Bob/Lodge/etc. -Geschichten in der "Realität" verankert).
Dann bleibt beim Film eigentlich "nur noch" eine tragische Geschichte über eine jungen Frau, die von ihren ***** missbraucht wird. Irgendwie gut und auf den Punkt.... finde ich ;)


jacker

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Na dann viel Spaß in TWIN PEAKS.

Deine Begründung/Erklärung zum Film macht auf jeden Fall Sinn!

Wenn du dir das alles noch mal ansiehst wirst du merken, dass deine These auch mit minimalen Abstrichen auf die Serie (auch den Earle / Lodge Plot) angewandt werden kann (Spontanthese von mir). Denn da kann die ganze Mystik auch bis auf Symbolcharakter - für den Kampf gegen einen Mann, der von Hass erfüllt ist (wobei selbst der Mann / Earle Symbol sein könnte) und die finale Konfrontation mit diesem Menschen - runtergebrochen werden.


Jek-Hyde

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Bewertung6.0Ganz gut

Oh, mein Gott! Warum?
Der Twin Peaks Film ist am Anfang noch sehr gut und ich dachte mir: „Was haben den die Penner, der ist doch klasse?“, doch sobald die beiden Bullen verschwanden und es mit Laura los ging, versackte alles. Ich erinnerte mich an einen weisen Spruch meines Onkels, der so manch weisen Spruch aus seinem Schnauzbart zaubert. Der, an den ich dachte, besagte: Die Filmkaputtmacherrin. Du schaust einen Film und er ist sehr gut, doch plötzlich kommt da eine Frau ins Spiel und die Handlung ist vergessen, alles dreht sich nur noch um diese Frau, das ist die Filmkaputtmacherrin!
Ja, so sieht das aus. Natürlich, Lynch wollte Lauras Geschichte erzählen, aber...warum dann der vielversprechende Anfang? Der war so Genial, so großartig! Und dann dass?! Ihr werdet mir nicht glauben, noch nicht. Seht doch selbst, mit Augen die nicht vom Hass getrübt sind und ihr werdet erkennen: Scheiße, dieser meckernde Mistkerl hatte recht!

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Wednesday90

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Bewertung6.0Ganz gut

David Lynch Werkschau Part VII.
Nach der genialen Serie ist der Film für mich eine kleine Enttäuschung. Was die Serie in erster Linie ausmachte, war der ganz eigene Charme, den sie hatte. Der fehlt hier fast gänzlich, flackert nur hier und dort mal kurz auf.
Fire walk with me beantwortet Fragen, deren Antwort man schon kennt. Wer die Serie gesehen hat, weiß, wie die letzten Tage der Laure Palmer aussahen, der Film bebildert dies nur. Dies ist Lynch-typisch auf hohem Niveau umgesetzt, kann aber zu keinem Zeitpunkt Spannung erzeugen.
Müsste ich dieses Prequel mit einem Wort zusammenfassen, wäre es "unnötig."
Dank der Inszenierung von Lynch ist der Film alles andere als ein Reinfall, man hätte ihn sich aber auch sparen können.

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GamarnaNebel

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Bewertung9.5Herausragend

David Lynchs Kinofilm zur gleichnamigen Fernsehserie, die er zusammen mit Mark Frost erfand, ist in erster Linie (und vielleicht sogar ausschließlich) für Fans der selbigen interessant.
Das Werk beantwortet etliche offene Fragen, wenn auch bei weitem nicht alle, die sich nach dem Ende der Serie stellten.
Dies geschieht teilweise direkt, jedoch umso häufiger verschlüsselt.
Lynch liefert chiffrierte Bilder anhand derer der Zuschauer seine eigenen Schlüsse ziehen kann. Prosaische Erklärungen sind nicht die Sache des Regisseurs und dies hätte auch dem Geist der Serie widersprochen.
Leider gibt es auch die eine oder andere Ungereimtheit, wenn man den Film mit sämtlichen aus dem Serienkosmos gewonnenen Erkenntnissen vergleicht. Grobe Fehler bleiben jedoch aus.

Die Serie stellte eine singuläre Mischung aus Soap, Krimi, Noir, Comedy, Thriller, Mystery und Drama dar.
Der Film, ein Prequel, verzichtet größtenteils auf die skurril-komischen Elemente (nur in der ersten halben Stunde, die einen Prolog zur Haupthandlung darstellt, sind diese noch sporadisch zu finden) und bietet stattdessen ein Drama mit Horror- und Thrillereinschlägen.

Es werden die letzten Tage im Leben Laura Palmers sowie ihre Ermordung (deren Aufklärung sich als roter Faden durch die Hälfte aller Serienfolgen zog) gezeigt.
Regisseur Lynch, der zusammen mit Robert Engels auch das Drehbuch schrieb, inszenierte einen albtraumhaften Strudel aus Sex und Gewalt (beides sehr viel expliziter dargestellt als dies im Fernsehen möglich gewesen wäre), dem die High-School-Schülerin zum Opfer fällt.

Eine Mischung aus Lynchs urbanen Welten im Stile Blue Velvets, gepaart mit der kryptischen Bildsprache von Eraserhead.
Stets vermittelt der Film, unterstrichen durch Angelo Badalamentis melancholische Musik, eine depressive, verzweifelte Stimmung.

Die Schauspielleistungen sind gut, besonders Sherryl Lee und Ray Wise glänzen durch intensive Darbietungen. Ihre gemeinsamen Szenen sind auch die Höhepunkte des Werkes.
Etwas aus der Reihe fällt Moira Kelly, jedoch eher aufgrund der Tatsache, dass der von ihr verkörperte Charakter (Donna Hayward) in der Serie mit einer anderen Schauspielerin (Lara Flynn Boyle) besetzt war.
Dadurch unterscheidet dieser sich etwas in der Darstellung in den unterschiedlichen Medien.
Längst nicht alle Figuren des Twin-Peaks-Universums haben es auf die große Leinwand geschafft, dafür werden einige neue eingeführt.
Chris Isaaks, als Special Agent Chester Desmond, ersetzt in der ersten halben Stunde Kyle MacLachlans Special Agend Dale Cooper, welcher zwar auch mehrere Auftritte im Film hat, dessen Leinwandzeit allerdings stark limitiert ist (MacLachlan musste erst überredet werden, die Rolle ein weiteres Mal zu spielen).
U. a. haben Kiefer Sutherland, David Bowie und Harry Dean Stanton interessante Gastauftritte. Ihre Figuren fügen sich mit ihrer eigenwilligen Art sehr gut in den TP-Kosmos ein.

In der deutschen Synchronfassung fällt, wenn man sie mit ihrem Fernsehvorgänger vergleicht, neben der Neubesetzung einiger Synchronstimmen (u.a. wird Leland Palmer hier von Frank-Otto Schenk anstatt von Ortwin Speer gesprochen), auch die uneinheitliche Übersetzung einiger Sätze negativ auf. Letzteres war allerdings schon bei verschiedenen Folgen der TV-Serie gelegentlich der Fall.

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Roolfer

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Was. Was Waaaaaas? Es gibt einen Film?? Wie konnte der denn an mir vorbeiziehen. Ich liebe die Serie! Ich bin dir gerade so dankbar für deinen Kommentar :)


Benni L.

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Bewertung5.5Geht so

Ich stufe ihn als unnötig ein. Er lässt wieder mehr fragen offen als er beantwortet und er war auch ziemlich Inhaltslos. Bis auf die Abgründe der Laura wird nichts weiter näher beleuchtet, was man sich als Fan gewünscht hätte. Die DVD ist zudem schlecht portiert,da werden andere Untertitel eingeblendet als das,was gesprochen wird.
Der Charme der Serie fehlt gänzlich, das liegt unter anderem auch daran, das man eine andere Schauspielerin für Donna genommen hat und das manche Figuren neu vertont wurden. Dafür ist der Film dreckiger und kompromissloser als die Serie und zeigt das kleine Städchen von seiner dreckigsten Seite.
Kein Totalausfall aber meiner Meinung nach für Fans nicht zufriedenstellend.

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Benni L.

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und ich diesen kommentar


Mr. K R I T I K

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Wie kann man bloß so eine Antwort geben? Das hier ist doch kein Teenie-Forum, sondern ein Portal in dem man gepflegt über Filme und Ansichten diskutieren kann...


Pardus

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Als ich 13 war habe ich "Das Tagebuch der Laura Palmer" gelesen. Ich dachte, damals es wäre ein mädchenroman :D. Noch heute steht es in meinem Schrank mit Eselsohren auf den Seiten, die ich zweimal lesen musste, weil es auf mich so entrückt wirkte. Die für mich wichtigsten Stellen sind mit dem Kugelschreiber markiert... Ich war damals fasziniert und verstört, weil ich schwer begreifen konnte, was für eine Geschichte erzählt wird. und doch habe ich das buch nie vergessen :-). Laura selbst schreibt dort ihre letztens Tage aus ihrer Sicht. Bis zum Schluß ist dort unklar wer bob ist und an welcher stelle fiktion oder realität beschrieben werden. Nun endlich den Film dazu sehen zu können, war quasi eine "erleuchtung". in jeder Hinsicht, denn Lynch hat mich bisher noch nie enttäuscht. das Blau-Rot Farbspiel + schweren roten Vorhängen ist bereits aus anderen Werken bekannt und wirkt schon fast vertraut. Sympathisch ist zur Abwechslung, dass kaum Lücken offen bleiben und wenn doch, sich diese schnell schließen, da diese Kost nicht so schwer aufbereitet wurde, wie man es aus anderen Filmen kennt. Die Schauspieler brauche ich nicht übermäßig loben. Der Meister weiß genau, wen er spielen lässt. wie schon so oft verneige ich mich vor herrn lynch dafür, dass er wie kein anderer die welt der gedanken und bilder auf die leinwand bringen kann.

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Pardus

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richtig, die serie muss ich nun unbedingt nachholen... hatte ich bisher versäumt. war aber augenscheinlich ein fehler, da der film nun doch lust auf mehr macht...


RoosterCogburn

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Dann ist es etwas anderes. Ich habe die damals bei der Erstausstrahlung genossen. Auf RTL! Die löste unter den Serienguckern noch was aus und war tatsächlich ein kleiner "Strassenfeger". Was zu dieser Zeit ungewöhnlich war. Und bei der erste Staffel war das manchmal richtig fies. Woche für Woche der nächsten Folge entgegen fiebern. "Twin Peaks" wurde sogar Gegenstand der Medien. Man berichtete in Magazinen über Laura Palmer und das Geheimnis um Twin Peaks. Das war für mich damals das erste Mal, das man so einen Wirbel um eine Serie gemacht hat. Und vor allem, wer den nun der Täter war...


MartinNolan

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Bewertung4.5Uninteressant

Der mysteriöse Mord an einer Prostituierten namens Teresa Banks führt die beiden FBI-Agenten Chester Desmond (Chris Isaak) und Sam Stanley (Kiefer Sutherland) nach Deer Meadow. Während Sam die Leiche näher untersuchen möchte und mit ihr daher aus der Stadt abreist, versucht Chester einige Spuren zu finden. Dabei verschwindet er auf ebenso mysteriöse Weise, wie der zu untersuchende Mord. Nun wird Agent Dale Cooper (Kyle MacLachlan) auf den Fall angesetzt. Zu seinem Bedauern kann er jedoch den Fall nicht lösen. Aber eins ist ihm bewusst und zwar dass ein schreckliches Geheiminis über dem Ort zu schweben scheint und er ahnt, dass es noch zu weiteren Morden kommen wird. Ein Jahr nach diesen Vorfällen wird nun die Geschichte, der 17-jährigen Laura Palmer (Sheryl Lee) erzählt, welche in Twin Peaks lebt und auch dort zur Schule geht. Ihr Leben weist gewisse Parallelen mit dem von Teresa Banks auf. In ihr, von außen betrachtendem glücklichem, Leben scheinen sich unheimliche Dinge einzuschleichen. Immer mehr verliert sie sich dabei in einem Meer aus Drogen und Sex, bis das Mysteriöse in einem verstörenden Höhepunkt gipfelt, der ihr Leben vollkommen verändert. Welcher böse Geist ist in dem Städtchen Twin Peaks eingekehrt? Welches Geheiminis verbirgt sich hinter ihm? Sind die Parallelen zu Teresa Banks nur Zufall? Was ist mit diesen Frauen passiert?
Was sich zunächst, wie ein „normaler“ Thriller zu entwickeln scheint, entpuppt sich am Ende als ein verstörender Lynch-Film. Denn aus den vom Anfang unternommen Untersuchungen, entsteht der Eindruck nun zu erfahren, was mit Teresa Banks geschehen ist. Was beispielsweise der Buchstabe „T“ unter ihrem Nagel zu bedeuten hat. Was dieser grüne Ring? Stattdessen wird mit dieser Normalität gebrochen und der Zuschauer findet sich schlagartig im typisch unheimlichen Lynch-Universum wieder. Nun begleitet der Zuschauer, die junge Laura Palmer auf ihrem hemmungslosen Leidensweg, der mit dem Tod endet. Die Spannungskurve verschwindet in der Versenkung, da man sich nun einem „Teenie-Film“ zu widmen glaubt. Tatsächlich soll aber an Laura, das Verbrechen eines bösen Geistes exerziert werden, welcher möglicherweise auch am Tod von Teresa schuldig ist. Doch gerade dieser Abschnitt mit Laura kann nicht überzeugen. Der Zuschauer sieht eine ständig weinerliche und hysterische junge Frau, die geplagt von ihren Visionen, abwechselnd von ausgelassener Freude zur heulenden Verzweiflung schwankt. Vor allem dieses konstante Jammern geht zuweilen einem auf die Nerven und man hofft, dass Laura doch recht bald ihr Ende finden wird.
Wie es für Lynch typisch ist, lässt sich im Film eine Vielzahl an Symbolen und geheimnisvollen Rätseln finden, die es zu deuten beziehungsweise lösen gilt. Was im Gegensatz zu anderen Filmen von ihm (z.B. „Lost Highway“) hierbei jedoch fehlt, ist die Motivation dies auch zu tun. Laura wirkt in solch einem Grade unsympathisch und die Handlung derart konstruiert, dass bei einem schier die Lust fehlt zu versuchen, dieses Konglomerat an Geheimnissen zu entwirren. Es wird also ein Lynch-Universum geboten, das über nur eine geringe Anziehungskraft verfügt. Im Gegensatz zu sonstigen Filmen von David Lynch. Hinzu mag noch kommen, dass „Twin Peaks: Fire Walk with Me“ sehr vielversprechend beginnt und gekonnt einen Spannungsbogen aufzieht. Dieser wird aber mit einem Male, dem Zuschauer entrissen und es beginnt eine neue, eine andere Geschichte, sodass bei einigen, das Gefühl des Betrugs aufkommen könnte. Betrogen um einen spannenden Thriller.
Vielleicht war dieser Bruch Bedacht gewählt und mit Sicherheit ist es im Vorhinein klar, dass man keinen „normalen“ Thriller geboten bekommt, da David Lynch als Regisseur zu Werke war. Doch trübt eben diese Tatsache dennoch den ohnehin schwachen Film ungemein. Einzig und allein die Musik von Angelo Badalamenti sticht aus diesem Film hervor. Unvergleichlich schafft es Badalamenti mit wenigen fast schon hypnotisierenden Melodien, eine mysteriöse Atmosphäre zu schaffen, die den Zuschauer in seinen unheimlichen Bann ziehen.
Hätte die Musik von Angelo Badalamenti gefehlt, würde die Kritik noch weitaus schlechter ausfallen, da ansonsten dem Film zu vielen Schwächen aufweist. Neben einer zwar mysteriösen aber schwachen Handlung und nicht überzeugenden Schauspielern, besitzt „Twin Peaks: Fire Walk with Me“ schlichtweg keine packende Atmosphäre, die womöglich die Langatmigkeit der Erzählung verzeihen würde.
Selbst für Anhänger von Lynch könnte dieser Film eine Enttäuschung darstellen, denn man wird nicht den Eindruck los, dass hier lediglich einige bekannte Symbole aus der Serie „Twin Peaks“ entnommen wurden und dann in einen mysteriösen Kontext ohne wirklichen Hintergedanken eingebettet wurden. So zumindest der Eindruck.

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vPidschv

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Bewertung7.5Sehenswert

Wow, nun bin ich also endlich durch mit Twin Peaks und mir wurde tatsächlich nicht zu viel versprochen. Da ich der durchaus gängigen Bezeichnung als beste Serie aller Zeiten einwandfrei zustimmen kann, brauch zu dem Meisterwerk einer Serie ja eigentlich nicht mehr viel gesagt zu werden. Aber da gibt es ja noch das berüchtigte Prequel, nach welchem sich einige Fans von Lynch abgewendet haben und ihm bis heute Ausschlachtung des Twin Peaks Franchises vorwerfen.
Nachvollziehen kann ich diese Vorwürfe nur teilweise. Es ist natürlich unübersehbar, dass beim Zustandekommen dieses Films einiges schief lief: Lara Flynn Boyle wurde ersetzt und viele andere Charaktere tauchen überhaupt nicht auf, da sie entweder aus dem Script gestrichen wurden nachdem sie nicht mitmachen wollten, oder weil sie nur in den vielen nicht verwendeten Szenen auftauchen, welche es trotz erneuter Anläufe bis heute nie in einen Director's Cut geschafft haben. Außerdem fehlt mit der sehr gering gehaltenen Rolle Dale Coopers die Identifikationsfigur der Serie. Lustigerweise kann gerade Kyle MacLachlan, der in seiner Serienrolle absolut aufging, hier überhaupt nicht überzeugen. Der Charakter wird absolut lustlos gespielt und seine liebgewonnenen Charakterzüge fehlen, aber wen wunderts wenn man beachtet, dass MacLachlan nur 5 Tage am Set war, nachdem er ursprünglich eigentlich schonmal abgesagt hatte, so dass der Film nie gedreht worden wäre, wenn er sich nicht zu einer Rollenkürzung bereit erklärt hätte, welche im Endeffekt nun darin resultiert, dass die erste halbe Stunde des Films, in welcher Dale Cooper im Mittelpunkt stehen sollte, überhaupt nicht mit dem Rest übereinstimmt.
Nach besagten 30min kommt dann ein völlig aus dem Zusammenhang gerissener Zeitsprung, mit dem wir uns nun wieder im altbekannten Twin Peaks befinden. Doch auch hier merkt man bis zum Schluss, dass das große Problem dieses Prequels der scheinbar zusammengeworfene Aufbau ist. Was bei anderen Werken von Lynch positiv hervorzuheben ist, fällt hier leider negativ auf. Dass der Film ein derartiger Flop war darf also keineswegs allein an dem verzögerten Kinorelease festgemacht werden.
Doch auch wenn Twin Peaks: Fire Walk With Me mit den genannten Problemen teilweise schon arg zu kämpfen hat, verstehe ich nicht, wie man ihn so dermaßen haten kann wie es eine Menge Leute tun. Da der Film ein Prequel ist, muss er eben nach einem vorgegebenen Schema verlaufen. Dennoch verzichtet Lynch darauf, die Serie stur fortzusetzen und erzählt die Geschichte, über welche man in der Serie schon verdammt viel erfahren hat, erneut und mit einer anderen Herangehensweise. Würde dieses Prequel den Style der Serie beibehalten (was an sich erstmal ohnehin kaum umsetzbar gewesen wäre), wäre es absolut überflüssig, da nichts neues passieren würde.
Was ist also die Alternative? Einige verlangen scheinbar die Auflösung aller ungeklärten Fragen. Andere regen sich über die Auflösungen im Prequel auf, da sie die ganze Sache angeblich entmystifizieren. Ein Sequel scheint vielleicht manch ein anderer wiederum für notwendig zu halten, doch die Masse hält vermutlich das Ende der zweiten Staffel für perfekt. Wäre es jetzt also am ehesten angebracht gewesen, das nach zwei Staffeln gecancelte Twin Peaks gar nicht mehr fortzusetzen?
Vielleicht... aber was ist so verkehrt daran, wenn man die Charaktere noch einmal wiedersieht und auf Grundlage dieser einen völlig neuen Film schafft, der lynchtypisch aber anti-peaksisch ist? Immerhin konnte die Ausgangssituation von Twin Peaks die Grundlage für einen netten Horrorfilm erschaffen, mit welchem sich Lynch auf ganz andere Aspekte konzentriert und den Fokus dementsprechend von Comedy auf Psychodrama verlegt. Die Nebenwirkungen beinhalten leider dieses konstant anwesende Chaos, welches einigen Fans scheinbar den kompletten Zugang zum Prequel verbaut. Ich halte das Prequel jedenfalls für einen besseren Abschlsss als den Cliffhanger der zweiten Season, aus dem einfachen Grund, dass, trotz des ganzen Durcheinanders, mit dem in-Szene-setzen von Laura Palmer ein runder und würdiger Abschluss für das Twin Peaks Universum gefunden wurde.

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Mr. K R I T I K

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Es ist noch nicht zu spät, vielen lieben Dank!! Wieviele Episoden gibt es denn eigentlich?


jacker

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Es gibt den Pilot plus 29 Folgen. Und die ganze erste Hälfte dreht sich um die Suche nach dem Mörder, welche witzlos wird wenn man ihn schon kennt (was nach dem Film der Fall ist).


marlose

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Es fehlt zwar der Charme der Serie, dafür zeigt der Film schonungslos in welche Abgründe sich Laura Palmer gestürzt hat. Fire Walk with Me ist dreckiger, düsterer, brutaler und ehrlicher als die Serie und genau das macht Ihn aus! Aber man sollte den Film auf keinen Fall vor der Serie gucken!

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dOLHIN

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passendes profilbild :D und guter kommentar


Nishi

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Beim ersten mal habe ich den Film nach der Serie gesehen und fand ihn grauenvoll - heute habe ich den Film nochmal gesehen und nächste Woche fangen wir mit der Serie an - also diesmal vor der Serie. Und ich fand ihn diemal sehr gut!


Spielberg_Fan

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Bewertung6.0Ganz gut

David Lynch- Werkschau No. 6:

Mit der Prequel- Kinoversion der TV-Serie „Twin Peaks“, lässt uns David Lynch am Ableben von Lara Palmer teilhaben. Man wird praktisch Zeuge von den letzten Tagen in ihrem Leben. Natürlich stellt sich hierbei die Frage, ob das wirklich nötige war? Die Serie lieferte in dieser Hinsicht schon genug Antworten, auch wenn man visuell nicht anwesend sein konnte.

Und genau das ist die größte Schwäche von „Twin Peaks-Fire walk with me“. Anstatt offene Fragen zu beantworten, welche nach dem abrupten Ende der zweiten Staffel offen blieben, beschäftigt sich der Film mit Dingen, die eigentlich klar waren. Viel neues wird hier auch nicht erzählt. Wie es eben bei Lynch üblich ist, wird man wieder mit wirren Bildern und viel Interpretationsfreiheit überschüttet. Das hilft dem Zuschauer auch nicht weiter.

Aber es gibt auch gute Seiten an „Twin Peaks-Fire walk with me“. Schon alleine wenn man sich in dieser kleinen verschlafenen Kleinstadt wiederfindet, im Hintergrund die Klänge von Angelo Badalamenti ertönen und Laura Palmer durch die Straßen schlendert, sorgt das für Gänsehaut pur. Ein Wiedersehen mit ein paar bekannten Gesichtern der Serie dürfte hier ebenfalls für kleine Freudensprünge sorgen.

„Twin Peaks-Fire walk with me“ hätte mehr sein können. Leider kaum nur ein nettes Wiedersehen dabei heraus, welches auch locker als TV-Format gereicht hätte. Wenigstens bleibt an wenigen Stellen die Twin Peaks-Magie erhalten und tröstet so etwas über diese Enttäuschung hinweg.

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kronenhummer

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Bewertung5.5Geht so

Wie soll ein Film von David Lynch, der vor allem dafür da ist Erklärungen zu geben und Mysterien aufzulösen und nicht zu schaffen, wirklich überzeugen? „Fire walk with me“ ist jedoch das filmische Exemplar in Lynchs Werk, das sich mit dieser Aufgabe befasst hat – und dabei zwangsläufig weit unter dem Niveau der Serie bleibt.

Erstaunlich stringent und nachvollziehbar erläutert Lynch sowohl den Weg von Dale Cooper nach Twin Peaks mit der mysteriösen Vorgeschichte um seinen Kollegen Chester Desmond, aber auch die Vorgeschichte zum Tod Laura Palmers. Lynch führt uns dabei an neue, aber auch altbekannte Orte, stellt uns viele bekannte und wenige neue Charaktere vor. Lynch erklärt vieles, aber nicht alles. Manche Erklärungen können überzeugen, manche eher nicht. Und es wäre kein Lynch, wenn er nicht auch neue Mysterien schaffen und neue Abgründe offenbaren würde. So schaffen diese neuen Abgründe neue offene Fragen und offenbaren durchaus interessante Geheimnisse rund um die Bewohner von Twin Peaks.

Skurrile Momente dürfen natürlich ebenso wenig fehlen, wie der ein oder andere wirklich schockierende Moment. Doch die Atmosphäre, die die Serie hierbei erzeugen konnte, bietet der Film zu keiner Zeit. Stattdessen verfällt er immer wieder der Gefahr, wie einer von vielen B-Movie-Mysterythrillern zu wirken.

„Fire walk with me” macht letztendlich jedoch eines deutlich: David Lynch ist kein Mann für Erklärungen. David Lynch ist ein Mann für Mysterien. Von diesen Mysterien hat die Serie gelebt, diese entmystifiziert der Film zum Teil. Ein Film, der in keiner Weise wirklich nötig war. Aber zum Glück auch ein Film, der nicht so viel erklärt, dass er die Serie zerstört.

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momopipi

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So rational darf man nicht an den Film rangehen. Überhaupt ist der Film nur eine Art Leckerbissen für alle Fans der Serie. Ich habe nicht viel vom Film erwartet, allerdings hat er mich als Prequel ziemlich überzeugt. Ich könnte mir nicht vorstellen, dass man das Schneckentempo der Serie auch im Film bringen würde. Es wäre voll cool, wenn man noch irgendwann ein Sequel rausbringen würde, welches die Geschehnisse nach der Serie offenbart.
Nur mal so ne Idee xD


vPidschv

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@momopipi diese Idee hatte auch Lynch vor langer Zeit schon, aber um ihn zu zitieren, das Franchise sei "dead as a doornail" ;)


RoosterCogburn

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Bewertung3.0Schwach

Es mögen die Zuschauer den Film unterschiedlich bewerten. Aber eines steht (bisher) für mich fest. DIESEN FILM WOLLTE KEIN MENSCH.
Jeden Filmfreund den ich kenne, jeder der Lynch mag und jeder der "Twin Peaks" gesehen hat, habe ich nach diesen Film gefragt. 'Hat der Film für dich offene Fragen beantwortet, die es nötig waren beantwortet zu werden?' Die Antwort war immer 'Nein'. Ich frage mich wirklich, was die Motivation war diesen Film zu produzieren. Man kann nur vermuten, das es das Geld war. Der Film hatte ein sehr geringes Budget von ca. 10 Mio Dollar. Man kann also von einem Low-Budget-Film sprechen. Entwickelte sich aber wirtschaftlich zum Flop. Allein in den Staaten hat er gerade $ 4 Mio. wieder reingespielt. Effektiv hat er wohl durch seine weltweite Vermarktung seine Kosten gedeckt.
Aber wen interessiert nach DER Serie was Laura in ihren letzten sieben Tagen gemacht hat? Eigentlich hatte der Film nicht mehr viel zu erzählen. Ich erwarte bei Lynch nicht einmal eine Erklärung in Bezug auf die TV Serie. Dann würde er sich selbst auch nicht treu bleiben. Jedoch eine erzählenswerte Story erwarte ich von Mr. Lynch! Letztendlich wurde meine Vermutung nur bestätigt. Der Film KONNTE mir leider nicht viel neues erzählen.
Mein Fazit: Nettes Wiedersehen mit den Darstellern der Serie. Ein angenehmes Stell-dich-ein. Ansonsten UNNÖTIG!!!

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RoosterCogburn

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An dieser Stelle möchte ich einen anderen User [ElMagico] zitieren, der es seht treffend ausgedrückt hat: "Kennt man die Serie, kann der Film nicht überzeug. Kennt man die Serie nicht, kann er noch weniger überzeugen." - Genau das ist Kern und die Grundproblematik des Filmes. Selbst wenn ich das nicht berücksichtige, hat dieser Film einen Fleck auf der Weste von Mr. Lynch hinterlassen. Mich kann der Film nicht einmal ansatzweise faszinieren. Alles ist so distanziert. Nee, war nix. Lieber die Serie. Und dann Staffel 1!


Markbln

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Das war einfach total überflüssig.


lhiannan

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Bewertung5.5Geht so

Trotz des gelungenen und sofort neugierig machenden Titels hat der Film für mich die dichte Atmosphäre der Serie nicht eingefangen. Der Humor wurde hier deutlich zurückgefahren, der dramatischen Story wegen, welche die letzten Tage Laura Palmers schildert. Ein deutlicher Einschnitt, war der Humor mit all seinen skurrilen Ausflügen für mich immer ein Herzstück von Twin Peaks. Leider kann das verbleibende Szenario - mit einigen sehr verstörenden Szenen - nicht überzeugen, es fehlt einfach der gewisse Flair von Twin Peaks. Laura Palmer allein kann die Handlung nicht tragen, leider ist die schauspielerische Leistung auch nicht gerade überragend. Agent Coopers herbeigeträumte Verbindung zu Laura wirkt auch sehr fragwürdig, so als ob man ihn unbedingt dabeihaben wollte (wogegen ich nichts habe, im Ggt), aber die Art und Weise ist unglücklich.
Die Serie bleibt jedenfalls dem Film turmhoch überlegen.

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DeDavid

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Bewertung6.0Ganz gut

"Faster and faster. And for a long time, you wouldn't feel anything and then you'd burst into fire, forever. And the angels wouldn't help you. Because they've all gone away."

Im Rahmen meiner Lynch-Retrospektive gehört "Twin Peaks: Fire Walk With Me" unweigerlich zur Filmografie des 65jährigen dazu. Das an den Kinokassen überwiegend unbeachtete Prequel zur großartigsten Mysteryserie aller Zeiten baut zwar einerseits den Tod Laura Palmers aus, andererseits entmystifiziert der Film, der erst nach eienr halben Stunde zum wesentlichen Teil des Plots hinüberschwenkt , die Umstände um die "schönste Tote der Filmgeschichte" ganz und gar.
Überragend wie schon zu Zeiten der Serie, 2 Jahre zuvor, fallen die transzendenten Traum- und Schwarze Hüttesequenzen aus, mitunter das Herzstück. Nennenswert wären ebenfalls die Gastauftritte von David Bowie und Kiefer Sutherland als schrullige FBI-Agents. Dennoch bekommt der Rezipient nur einen kleinen Teil des Twin Peaks-Universums zu sehen. Viele liebgewonnene Charaktere fehlen (Harry S. Truman, Audrey Horne), manche bekommen nur einen Alibiauftritt spendiert (Dale Cooper, Log Lady) oder werden komplett ausgetauscht (Wo ist Lara Flynn Boyle alias Donna Hayward?). Stellenweise wirkt der so bekannte Ort sehr befremdlich. Seien es die Szenen, in denen Laura Palmer oben ohne kokettiert oder die Atmosphäre, die nicht wirklich den Tenor der Serie treffen will.

Fakt ist, dass alle Lynch-Anhänger der Vorgeschichte auf eine oder andere Weise etwas abgewinnen können. Für TP-Neulinge empfehle ich dringend, sich zuerst die 29teilige Serie anzusehen, denn Spoilergefahr (!) ist aufs Höchste vorprogrammiert.

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RoosterCogburn

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"unbeachtete Prequel" ist noch schön umschrieben für einen finanziellen Flop :) Allerdings würde ich jedem 'Twin Peaks' Neuling von der Sichtung dieses Filmes abraten. Es lohnt sich einfach nicht. Ich halte ihn komplett für UNNÖTIG. Aber das sieht wohl jeder anders. - Als Lynch-Liebhaber kann ich diesem Film rein gar nichts "abgewinnen". Habe da mehr was über für "Der Elefantenmensch", "Blue Velvet" oder "Wild at Heart" um Beispiele zu nennen. - Aber auch wenn ich inhaltlich deinem Kommentar nicht so ganz zustimmen kann (bin halt etwas anderer Meinung), so muß ich doch ein Kompliment für deine Rezension aussprechen. Schön geschrieben.


ElMagico

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Bewertung6.0Ganz gut

"Fire walk with me" ist die Antwort Lynchs, auf die Frage die Niemand gestellt hat. Ich zumindest nicht.
David Lynch versammelt in diesem Prequel zur Serie "Twin Peaks" fast das gesamte Cast eben jener, spielt mit den selben visuellen Mitteln und entfernt sich auch sonst nicht zu weit vom Stil der Serie, aber dieses alte Feeling will sich zu keinem, und ich meine wirklich keinem, Moment einstellen. Eigentlich merkt man schon nach 2 Minuten, dass dies nicht dasselbe ist, das "Fire walk with me" weder den Charme, noch die Intelligenz und schon gar nicht diese bodenlose Atmosphäre besitzt. Aufgrund dieser Enttäuschungen, orientiert man sich unweigerlich an all den bekannten Gesichtern, doch auch die blitzen meist nur kurz auf und sind dann wieder verschwunden. Bleiben die neue Donna und Laura Palmer. Vergessen wir es aber lieber, sie taugen nich als Mittelpunkt dieses Films, bieten keinerlei Sympathie- oder Identifikationspotential und wäre Laura noch in der Serie zugegen gewesen, sie wäre unangenehm aufgefallen und hätte genervt. Und so verfolgen wir sie bei Geschehnissen, die wir eigentlich schon kannten, uns fehlten nur die Bilder dazu. Aber die Bilder im Kopf waren schöner, als die, die Lynch mit diesem Film nachreicht. Hier wird wirklich kaum etwas neues erzählt, man sieht wie die 2 Mädels koksen und sich von einigen Männern nehmen lassen (Ja, Lynch kann mal wieder seine Alt-Männer-Phantasien auf Zelluloid bannen) und schlussendlich, wird man Zeuge der Mordnacht. Neu ist lediglich das Bild, das von Lauras Vater Leland gezeichnet wird...so wirklich konnte mich das aber auch nicht überzeugen...die Eindrücke die ich durch die Serie hatte waren für mich genug und stimmig.
Eklatant bei "Fire walk with me" ist: Kennt man die Serie, kann der Film nicht überzeug. Kennt man die Serie nicht, kann er noch weniger überzeugen. Aber so oder so, der Film ist mittelmässig, kann nicht mitreissen und gibt sich völlig austauschbar. Da können die paar Szenen im roten Raum und in der Schwarzen/Weissen Hütte auch nicht mehr viel retten.
So ganz kann ich nicht nachvollziehen, was Lynch dazu genötigt hat dieses Prequel zu drehen, da er mit "Fire walk with me" das ganze Bild, den Kult und den Mythos von "Twin Peaks" ziemlich angekratzt hat. Hätte er "Twin Peaks" ad absurdum führen wollen, den Kult wirklich total zerstören und die Anhänger vor den Kopf stossen wollen...hey, da wär ich dabei gewesen, sowas mag ich. Aber das dann bitte radikal und mit einem Paukenschlage. Aber dieses Gefühl vermittelt "Fire walk with me" nie. Nein, das hier war wohl ein Kalkül, der Wunsch aus dem Kult Geld zu machen, was auch immer...Gut ist es nicht. Das es der Ausstrahlung der Serie dann aber doch nicht geschadet hat, zeigt wie gut diese doch war.

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LynchFan1706

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blind ;-)


jacker

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Sehe ich nahezu komplett genauso ElMagico!



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