Das Schweigen der Lämmer
The Silence of the Lambs (1991), US Laufzeit 118 Minuten, FSK 16, Thriller, Kriminalfilm, Horrorfilm, Kinostart 11.04.1991
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von Jonathan Demme, mit Jodie Foster und Anthony Hopkins
Der jungen FBI-Auszubildenden Clarice Starling (Jodie Foster) wird die Mitarbeit in einem schwierigen Fall anvertraut. Schon seit langem ist das FBI auf der Suche nach dem Serienkiller Buffalo Bill (Ted Levine), der es jedoch hervorragend versteht, sich zu verstecken. Als letzte Möglichkeit soll Starling nun in Gesprächen mit Dr. Hannibal Lecter (Anthony Hopkins), seineszeichen Psychiater und Liebhaber von Menschenfleisch, mehr über den Täter herausfinden. Denn Lecter vermag es, sich in den Mörder hinein zu versetzen und womöglich auch Anhaltspunkte zu seinem Aufenthaltsort zu geben. Doch Lecter will Gegenleistungen für seine Hilfe und bringt Clarice Starling dazu, ihm persönliches aus ihrem Leben zu erzählen. Das psychologische Katz-und-Maus-Spiel nimmt seinen Lauf, während Buffalo Bill bereits ein weiteres Opfer gefunden hat – die Tochter der Senatorin.
Das Schweigen der Lämmer (Originaltitel: The Silence of the Lamb) basiert auf dem gleichnamigen Roman von Thomas Harris und wurde von Regisseur Jonathan Demme in Szene gesetzt. Obwohl der Roman Fiktion ist, nimmt die Figur des Buffalo Bill Bezug auf reale Serienkiller wie Ted Bundy, der seine Opfer mit seinem Gipsarm anlockte, Gary Heidnick, der seine Opfer in einer Grube gefangen hielt und Ed Gein, der seine Opfer häutete und aus der Haut Kleidungsstücke machte. Auch die Gespräche zwischen Clarice Starling und Dr. Lecter wurden durch reale Ereignisse inspiriert. So traf sich der Profiler Robert Keppel mehrmals mit dem Serienkiller Ted Bundy, damit dieser ihm Informationen über den gesuchten Green River Killer liefern konnte. Ungeachtet dieser grauenhaften Details spielte Das Schweigen der Lämmer bei einem schon fast bescheidenen Budget von 19 Millionen Dollar weltweit mehr als 270 Millionen ein. Ebenso erstaunlich wie den finanziellen Erfolg fanden viele den Preisregen bei der Verleihung des Oscars 1992, da Filme dieses Genres von der Jury normalerweise ignoriert werden. Doch Anthony Hopkins und Jodie Foster wurden mit einem Oscar als beste Hauptdarsteller ausgezeichnet, Jonathan Demme bekam den Oscar als bester Regisseur und Ted Tally für sein Drehbuch. Zudem wurde Das Schweigen der Lämmer zum besten Film des Jahres gekürt. (GP)
- DVD
Cast & Crew
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Jonathan Demme
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Jodie Foster
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Clarice Starling
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Anthony Hopkins
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dr. Hannibal Lecter
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Scott Glenn
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jack Crawford
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Anthony Heald
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dr. Frederick Chilton
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Ted Levine
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jame Gumb
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Frankie Faison
Regie
Schauspieler
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Kasi Lemmons
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Ardelia Mapp
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Brooke Smith
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Catherine Martin
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Paul Lazar
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Dan Butler
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Lawrence T. Wrentz
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Agent Burroughs
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Don Brockett
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Psychopath
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Frank Seals Jr.
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Psychopath
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Stuart Rudin
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Masha Skorobogatov
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Clarice Starling (jung)
-
Jeffrie Lane
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Clarices Vater
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Lawrence Bonney
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) FBI Ausbilder
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George A. Romero
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) FBI Agent
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Diane Baker
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Ruth Martin
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Roger Corman
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) FBI-Chef Hayden Burke
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Charles Napier
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lieutenant Bill Boyle
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Ted Tally
- Genre
- Psychothriller, Polizeifilm, Kriminalfilm, Horrorfilm
- Zeit
- 1990er Jahre, Gegenwart
- Ort
- Vereinigte Staaten von Amerika, Washington D.C.
- Handlung
- Bibliothek, Blockbuster, Brunnen, Entführung und Mord, Ermittler, Ermittlung, FBI Agent, Fahrstuhl, Frauenmörder, Gefängnisausbruch, Gefängniszelle, Gegenleistung, Gericht, Kannibale, Kerker, Kind und Jugendlicher, Masturbation, Mentor, Mord, Oscargewinner, Polizist, Psychiatrie, Psychologe, Psychopath, Roman, Schach, Senator, Serienmörder, Suche nach Mörder, Tatort, Tochter, Täter, Verbrechen, Verbrecherjagd, Verdächtiger, Zeitmangel
- Stimmung
- Aufregend, Ernst, Gruselig, Spannend, Verstörend
- Mitmachen
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Drehbuch
Filmdetails Das Schweigen der Lämmer
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Kritiken (2) — Film: Das Schweigen der Lämmer
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Kommentar löschenZugegeben: In dem, wonach sich "Das Schweigen der Lämmer" über den Genrebrei abzuheben trachtet, ist es wiederum ziemlich effektiv darin, das muss man Jonathan Demmes geistigem, aber kaum vermodertem Nachschlagewerk, wie ein Thriller am besten nach Psycho zu einem Chianti schmecken sollte, lassen. Die Differenzen, die ich mit dem Film habe, sind rein geschmacklicher Natur, ich bin ein Serienkillergenre-Feinschmecker, "Das Schweigen der Lämmer" zählt trotzdem nicht zu meinen Leckerbissen. Es ist nämlich blöd, wenn besagter Serienkiller in Literatur und Film bereits nach der Hälfte der Geschichte bewusst vorzeitig enthüllt wird, das reduziert Spannung, weil die Imagination über einen wahnsinnigen Killer, den man vermutlich nicht oder mit Sicherheit erst in den letzten Minuten zu Gesicht bekommt, der fundamentale Spannungskatalysator an solchen Stoffen nun einmal ist. In den versifften Abgrund eines David Fincher tappt Demme zudem nicht rein (Fincher war, fürs…
30 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten
Stefan_R. 2011/10/25 18:19:28
Antwort löschenEin sehr interessanter, wie immer sprachlich versierter Kommentar, Timo! Gefällt mir sehr!
Timo K. 2011/10/25 18:24:28
Antwort löschenEigentlich wollte ich ja nichts dazu schreiben, weil das Ding totgeschrieben ist (obwohl meiner Meinung nach zu wenige Leute auf diese Kamerasache eingehen), aber lustigerweise erst nach der aktuellen Sichtung konnte ich meine Ansätze - und Schwierigkeiten mit dem Film - wenigstens halbwegs in eine verständliche Form gießen. Nun ja. Danke, dass es dich trotzdem interessiert hat! Und danke für das Lob. :)
Stefan_R. 2011/10/25 18:30:21
Antwort löschenDas Dilemma kenne ich. Aber ganz ehrlich: so richtig totgeschrieben ist kein Film. Es finden sich immer noch vereinzelt Nuancen, die mehr in den Vordergrund gerückt gehören. Von daher: alles richtig gemacht! :)
seven 2011/10/25 18:51:18
Antwort löschenJa.......Beeindruckend oder so! :)
Wobei es mich nie gestört hat, dass die Identität von Buffalo Bill schon so früh bekannt wird, bzw. dass wir sein Gesicht sehen (Das meintest du doch, wenn ich dich recht verstehe?), denn Spannungsaufbau betreibt Demme für mich auf andere Weise. Aber das ist natürlich rein Geschmackssache und andersherum beweist Fincher ja vorzüglich, dass dies (also die Nichtkenntnis des Täters) zu einem ungeheuerlichem Spannungslevel führt.
Hast du eigentlich "DSDL" vor "Sieben", ich schätze mal ja?
Ausgezeichneter Kommentar, das möchte ich nochmal nachdrücklich erwähnen! ;-)
Stefan_R. 2011/10/25 18:59:04
Antwort löschenSorry, seven, musste bei DSDL kurzzeitig an "DEUTSCHLAND SUCHT DIE LÄMMER" denken ;)
seven 2011/10/25 19:00:09
Antwort löschenJa, Bohlen hat ja auch mal nen passenden Spruch dazu abgelassen! :D
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Timo K. 2011/10/25 19:38:14
Antwort löschenDanke vielmals! :) | Genau das meinte ich. Mir geht's nicht nur um SIEBEN (auch wenn der Film im Text tatsächlich gemeint ist), sondern auch um ZODIAC, den ich persönlich mehr schätze, und bei dem Fincher ähnlich nach dem Prinzip des Unbekannten fahndet, nur eine Idee, sagen wir, verschachtelter, detailverliebter. Was die Literatur anbelangt: Ich lese gerade die Millennium-Trilogie (davor den AUGENSAMMLER), auch da musste ich feststellen, dass mir das Prinzip, den Leser mit mehr als 40 in Frage kommenden Tätern zu manipulieren, mehr liegt, als darauf zu warten, ob es die Ermittler schaffen, den und den Verbrecher in der und der Zeit pünktlich zu schnappen. Das ist für meine Begriffe langweilig. Ich liebe ganz einfach den Twist, der mit der Enthüllung des Killers einhergeht. Ein Glück, dass Demme mit Foster & Hopkins ein gewichtiges Duo hat, aus dem wenigstens noch so etwas wie zusätzliche Spannung resultiert. | Nein, ich fürchte, es war umgekehrt, bin mir nicht sicher. Damals begeisterte mich DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER jedenfalls ungemein (obwohl mir die Buffalo Bill-Szenen seltsamerweise nie sonderlich was gebracht haben), bis ich SIEBEN sah, DSDL (;)) herabstufte und neuerdings wieder minimal abwertete. Erst mit dem Vergleich mit SIEBEN war ich mir um die persönlichen Ärgernisse von DSDL sozusagen richtig bewusst. Es bleibt natürlich ein guter Film, aber kein Meisterwerk mit Schnappatmungsgarantie - für mich. ;)
Dox 2011/10/28 14:38:14
Antwort löschender Kommentar triffts! ;)
GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin
Kommentar löschenEin immer noch erstaunlicher Film! Und bemerkenswert, mit welchen Mitteln Demme arbeitet. Mir ist kein Film bekannt, der so zahlreich subjektive Einstellungen verwendet. Beim "Blair Witch Project" und Konsorten entschuldigt der Doku-Stil die altertümliche Unsitte, Darsteller direkt in die Kamera sprechen zu lassen. Demme macht daraus ein Stilmittel, entwickelt damit den Großteil seiner Intensität und produziert Bilder, die mittlerweile ikonisch für das Thrillerkino stehen. In den Schuss/Gegenschüssen reden Hopkins sowie Foster oftmals direkt mit dem Zuschauer und machen ihn zum Komplizen beider Seiten. Da prügelt Lector auch mal auf den Zuschauer ein und Buffalo Bill posiert als Schmetterling-Transe nur für uns. Zum Finale führt die Regie das Prinzip auf die Spitze. Lecter stiehlt sich mit aller Gewalt aus seiner Identität und tauscht die Perspektive. Später wird der Zuschauer via Nachtsichtgerät zu einer unmittelbaren Gefahr für Clarice. Durch seine ganz eigene Maske wird er, anders als Lecter, in einen Blickwinkel gezwungen, die ihn so überlegen wie hilflos macht, bis man sich sich ähnlich dramatisch demaskieren möchte wie der kultivierte Kannibale.
Brilliant konzipiertes Genre-Kino.
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Kommentare (172) — Film: Das Schweigen der Lämmer
Kommentar schreibenfaulheitsiegtimmer 2012/02/04 00:36:10
Kommentar löschenHannibal Lector: 9,5/10
FBI Anwärterin, dessen Name ich jetzt schon vergessen habe: 5/10
Jodie Foster ist wirklich nur Ballast.
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unleashedbee 2012/01/26 19:05:39
Kommentar löschenich finde den film auf den punkt gesetzt, genau richtig. die richtige menge an brutalität, psychischen defekte und die übertragbare spannung auf den zuschauer.
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hollygolightly1 2011/12/24 17:07:36
Kommentar löschen“I'm having an old friend for dinner.” Dieses Zitat braucht keine Erklärung. Es ist einfach genial und macht das Ende perfekt.
Der Film ist spannend bis zur letzten Minute und zeigt erstklassige Leistungen von Anthony Hopkins und Jodie Foster.
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Simulant100 2011/12/22 06:03:15
Kommentar löschenGenialer Horror/Thriller Movie! Vor allem weil es sich um eine wahre Begebenheit handelt.
Jodie Foster in ihrer Besten Rolle. Nervenkitzel von Anfang bis Ende.
Mit überraschenden Szenen und perfekt inszeniertem Sound.
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G0DsTylA 2011/12/22 02:38:22
Kommentar löschenAlso wenn mach nach den Büchern geht dann wäre das Teil 2, Roter Drache Teil 1, und Hannibal Teil 3 schon verwirrend das ganze. Alle drei sind nicht schlecht aber der hier ist dennoch um längen der beste! Ein spannender Psychothriller, der unter die Haut geht und jede sekunde auf einem hohen nieveau befindet! Jodie Foster in höchstform, und für mich in dem Film in ihrer besten rolle. Kultfilm der nur weiter zu empfehlen ist daher 9.0 =).
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hnnng 2011/12/19 01:50:56
Kommentar löschenSophistication, die auf keine Kuhhaut geht.
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Keky 2011/12/14 14:02:23
Kommentar löschenDer ganze Film hält jedem den Atem weg, auch ohne viel Blut und ohne Gemätzel.
Mit einer der wohl besten Filme aller Zeiten. Ganz klar ein Meisterwerk. Klasse Schauspielerische Leistung von Jodie Foster und vor allem Anthony Hopkins, der Hannibal vom Autagonisten zu einen Protagonisten des Films werden lässt.
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doctorgonzo 2011/11/15 16:48:12
Kommentar löschen"Believe me, you don't want Hannibal Lecter inside your head."
Dies, liebe Leser ist keine Dialogzeile aus einem mäßigen Pornostreifen, sondern aus der Verfilmung eines äußerst mitreißenden Thrillerromans.
Wer kennt ihn nicht? Den Bonvivant, Gourmet, weltgewandten Gesprächspartner, Kunstkenner und Psychiater Dr. Hannibal Lecter.
Und mit dieser Verfilmung wurde er so richtig bekannt. Nicht nur der nette Doktor, sondern auch Anthony Hopkins, der den Mann mit den seltsamen Essgewohnheiten so unendlich einprägsam verkörperte. Und so sind diese wenigen Minuten Screentime dieses Mannes, der bereits vorher so illustre Figuren wie Captain William Bligh oder gar Adolf Hitler darstellte, die Quintessenz dieses Filmes.
Er füllt diese Rolle mit einer offensichtlichen Kultiviertheit und latenten Bösartigkeit aus, dass man tatsächlich nicht anders kann, als bewundernd zuzuschauen, wenn der Mensch Hopkins mit der Figur Lecter zu verschmelzen scheint.
Regisseur Demme gelingt zudem, Spannung und Atmosphäre konsequent greifbar zu machen. Durch kalte, aber eindringliche Bilder, gut gewählte Drehorte, klug platzierte Schnitte und einen wohldosierten Einsatz von Musik.
Und so kann er einiges Positives aus dem Buch auf das Medium Leinwand/Bildschirm transferieren.
Dabei helfen ihm neben Hopkins auch einige weitere stark aufgelegte Akteure. Ob Ted Levine als Herr mit einem seltsamen Klamottengeschmack, der ewig unterschätzte Scott Glenn als FBI Agent, Anthony Heald als fieser Anstaltsleiter oder alte Haudegen wie Charles Napier und Roger Corman. Ganz fein besetzt.
Ein ganz, ganz starker Thriller, der den Status als moderner Klassiker keinesfalls zu Unrecht trägt...
Wie bitte?
Warum dann "bloß" diese Wertung?
Daran hat das FBI Schuld. Oder vielmehr Agentin (in Ausbildung) Clarice Starling und dabei ihre Verkörperung durch Jodie Foster, deren beständige Beweihräucherung sich mir in keinster Weise erschließt.
Ich weiß: Die Rollenanlage von Miss Starling ist auch im Buch schon betont verletzlich, etwas eingeschüchtert und enorm gehemmt. Aber was ist denn bitte das? Es gibt beim FBI verdammt harte Auslesekriterien in Sachen körperlicher & psychischer Belastbarkeit und Vorbildung. Bei dieser US-Behörde bewirbt man sich nicht mit dem Highschoolzeugnis. Gerade einmal 5% der Bewerber kommen durch die ersten Auswahltests und gelangen zum Grundlagentraining. Man muss also clever und tough sein, wenigstens in der Essenz.
Fosters Darstellung läßt diesen Eindruck nie entstehen. Diese Frau ließe sich von Milhouse van Houten schikanieren. Zu oft wirkt sie wie eine 6-jährige, die auf einer großen Familienparty feststellt, dass sie sich in die Hose gemacht hat. Ein verschämtes Mäuschen, das sich nicht nur von Lecter in die Enge drängen läßt, sondern generell nichts auf die Reihe bekäme, wenn sie so wäre, wie sie hier präsentiert wird, jedenfalls nicht beim FBI. Es ist, als sollten Sheldon Cooper und Monk die Rollen von Defoe und Hackman in "Mississippi Burning" übernehmen...
Furchtbar und eben das, was mich bei jedem Ansehen dieses wahnsinnig packenden Thrillers neu zur Weißglut treibt.
20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 15 Antworten
Punsha 2011/11/15 17:07:29
Antwort löschenDoofe Zitatbugs...
aber nochmals: Diese Frau ließe sich von Milhouse van Houten schikanieren.
Vielen Dank! :D Made my day.
seven 2011/11/15 17:40:45
Antwort löschenMit Foster haben ja so einige ihre Probleme. Also, dich stört, dass ihr Charakter unwahrscheinlich (in ihrer Postion als Special Agent) und unglaubwürdig ist, weil sie die seelische Belastbarkeit nicht hat? Du meinst zum Beispiel die Szene der Obduktion, in der Clarice zuerst nicht auf die Leiche sehen will?
doctorgonzo 2011/11/15 20:15:20
Antwort löschenDie Obduktion ist da eher unerheblich. Es ist dieses ganze Kleinkindgebahren, als bräuchte sie permanent einen Rockzipfel zum daran festklammern. Die käme nie in die Auswahl als Feldagent, weil viel zu offensichtlich ist, dass die vor jedem Zeugen Schiß hat. Und wenn sie mal Schneid zeigt, wirkt es gleich wieder schnippisch und zickig. Die würde, wenn sie beim FBI überhaupt genommen würde, in irgendeinem Schrank von Analytikerbüro oder in der Verwaltung verschwinden. Weil sie methodisch vorgeht und was in der Rübe hat. Aber Fosters Präsentation hier ist so deplatziert wie ein Autist als Berater bei der Selbstmordhotline, aber nicht so witzig.
sikkmeidack 2011/11/21 02:33:46
Antwort löschenIch sehe das anders. Ich habe das Buch gelesen, das sehr dicht und nah verfilmt wurde und grade die ambivalente Fragilität ist es, die die Geschichte mehr nachspürbar macht. Schließlich blankt der Titel des Filmes die Achillesferse von Clarice Starling, die traumatische Erfahrung, die sie versucht mit Härte auszugleichen und dabei entlarvt wird. Das gelegentliche Wegbrechen der harten Fassade ist u.a. eine Krux des Streifens. Das ist essenziell. Mit Chuck Norris wäre der Film nix geworden.
doctorgonzo 2011/11/21 09:07:15
Antwort löschenAber nur, weil Chuck Norris nicht die Taille dafür hat. Gegen die Fragilität habe ich überhaupt nichts, aber so, wie Fosters Darstellung rüberkommt, hätte Clarice Starling die Ausleseetappen des FBI nie überstanden.
sikkmeidack 2011/11/23 08:04:03
Antwort löschenMeinst du etwa, der Film hat keine realistische Grundlage? It´s fiction, doc and it´s good fiction.
doctorgonzo 2011/11/23 09:21:43
Antwort löschenKlar Fiktion, beinahe jede Geschichte für einen Film ist Fiktion. Aber wenn man reale Dinge und Institutionen reinbringt, sollte man diesem Realitätsgrad auch gerecht werden.
morlock 2011/12/08 13:42:47
Antwort löschenGut beschrieben.
Aber wie Du die Darstellung der Clarice Starling kritisierst, finde ich daneben.
Die Rolle wurde nunmal so angelegt und ich finde es in Ordnung so.
Foster spielt halt eine junge, unerfahrene und menschliche, aber sehr toughe und intelligente Nachwuchsagentin.
Wie hätte sie die Rolle sonst spielen sollen?
Wenn die zu abgebrüht gewirkt hätte, hätte das auch wieder unrealistisch erscheinen können.
Dann würde der Film möglicherweise auch weniger spannend und schockierend wirken, weil er vom Gegensatz des verletzlichen, mitfühlenden Mädchens(dadurch kann sich der Zuschauer besser identifizieren und "mitleiden") und den unmenschlichen Serienkillern lebt.
Wenn ich etwas am Schweigen zu kritisieren hätte, wäre es die manchmal arg gekünstelte und etwas konstruierte Handlung/Dialoge.
Aber darüber ließe sich wohl auch trefflich streiten.
doctorgonzo 2011/12/08 14:02:33
Antwort löschenDas verstehe ich alles. Und sie soll ja auch verletzlich und gehemmt wirken. Aber so, wie Foster sie spielt, wäre diese Person nie durch den harten Ausleseprozess des FBI gekommen. Man kommt in diese Behörde nicht hinein wie in eine Taverne. Und die Institution FBI ist hier ja so ziemlich der einzige wirkliche Realitätsbezug dieses Films und dann muss man diesem Bezug auch Rechnung tragen. Dass es nicht so ist, stört mich. Im Buch hat es ja auch funktioniert. Für mich funktioniert Jodie Foster hier eben nicht, aus den genannten Gründen.
morlock 2011/12/08 14:11:05
Antwort löschenNaja, ich bin mir nicht sicher ob man da jetzt ein Boot Camp durchlaufen muss um da reinzukommen.
Stumpfsinnige, muskelbepackte und emotionslose Rambos hätten da auch wenig Chancen.
Kommt wohl auch auf die jeweilige Funktion an, die man in der Behörde anstrebt.
Mir hätte es auch besser gefallen, wenn die Foster ihre Rolle weniger emotional und etwas subtiler gespielt hätte.
Das wäre dann auch wirklich realistischer und erwachsener gewesen.
doctorgonzo 2011/12/08 14:16:07
Antwort löschenDas hat wenig mit Boot Camp zu tun, da gibt es reichlich psychologische Tests hinsichtlich Verhalten und emotionaler Belastbarkeit. Sie soll ja nicht mit einem M-16 durch eine Glasscheibe springen. Aber man soll ihr doch bitteschön glauben können, dass sie nicht nur ein kluges Mäuschen ist, sondern auch mit Opposition umgehen kann und das glaube ich nicht.
morlock 2011/12/09 14:30:49
Antwort löschenDie Frage ist halt auch wie realistisch solche Filme sein müssen.
So gesehen ist die Darstellung des Profiling auch unrealistisch.
Profiler sind keine Hellseher.
Bei Lecter hat man teilweise schon den Eindruck, er wäre allwissend.
Aber das macht gerade den Reiz der Figur aus.
Da kann ich auch über teilweise arg gestelzte Dialoge hinwegsehen.
Ich habe mit den ein oder anderen Logikschwächen(wenn man es so nennen will) des Filmes überhaupt keine Probleme, weil es einem sehr genialen und spannenden Drehbuch dient(das auch mehr als überzeugend von Darstellern und Regisseur umgesetzt wurde).
Der Film war einer der ersten, der das Thema Profiling und Serienkiller eingeführt hat und das Ganze wurde in ein tolles Drehbuch verpackt.
Das Schweigen hat etliche andere Filme und Serien inspiriert, wurde aber in seiner Qualität nie erreicht.
doctorgonzo 2011/12/09 15:09:49
Antwort löschenWobei ja Profiling auch keine exakte Wissenschaft ist, in Sachen Psychologie ist nun mal 1+1 nicht automatisch gleich 2.
Wenn man aber explizit eine FBI Agentin in Ausbildung erwähnt, sollte man dieser Erwähnung auch den entsprechenden Tribut zollen.
Das wirkt hier, als rede in einem Film jemand ständig von seinem Macbook und jedesmal, wenn er es aufklappt, stünde Medion oder sonstwas drauf.
FBI Agenten, die glaubhafter verkörpert werden, laufen regelmäßig im TV.
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morlock 2011/12/10 14:37:01
Antwort löschenDu hast natürlich schon irgendwie Recht.
Trotzdem finde ich, dass Du diesbezüglich etwas übertreibst.
Ich habe mich jedenfalls an dieser Darstellung einer FBI Anfängerin nie so gestört.
sikkmeidack 2011/12/10 20:46:17
Antwort löschenMir ist das auch nie aufgefallen, weil 1000 andere extrem-überzeugende Momente im Film so sehr überzeugend sind.
Kevkev1101 2011/11/15 05:31:56
Kommentar löschenEine unvergessliche Darstellung von Anthony Hopkins und Jodie Foster.
Dieser Film gehört wirklich zu den Besten der Besten!
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el saalo 2011/11/05 20:06:37
Kommentar löschenund es gibt sie doch noch die blauen rosen,
bzw. die wirklich gelungenen romanverfilmungen.
klar teile der geschichte verlieren sich bei der mutation des trägermediums, aber das wichtigste wurde hervorragend übertragen.
Unser geliebter doktor lector wurde in all seiner grausamen herrlichkeit übertragen, getroffen und unschlagbar besetzt. des weiteren ist die besetzung seiner antagonistin durchaus in der schauspielerischen lage mit ihm mitzuhalten.
es ist und wird auch immer die schönste umsetzung der die schöne und das biest thematik.
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MrTrombone 2011/10/28 20:40:42
Kommentar löschenLange Zeit habe ich mich vor diesem Kunstwerk gedrückt, traute ich mir die angekündigten Psychotricks seelisch nicht zu. Wahrlich ist "Das Schweigen der Lämmer" nichts für zartbesaitete. Ich selbst bin jedoch reichlich froh, den Mut gefasst zu haben. Andernfalls wäre eine Perle des Psychothrillers an mir vorbei gegangen.
Nach dem spannungserzeugenden ersten Zusammentreffen der Hauptdarsteller, schwächt er zwischenzeitlich ein klein wenig ab, nur um dann in einem fulminaten Finale zu münden, das die hohe Wertung rechtfertigt. Insbesondere die angelegte Schwäche im Charakter von Agent Starling sowie die unmenschliche Bosheit Dr. Lecters tragen sehr zur Spannung des Plots bei.
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Emzed 2011/10/27 23:07:20
Kommentar löschen"Believe me, you don´t want Hannibal Lecter inside your head." - Diesen Rat bekommt die FBI-Auszubildende Clarice Starling mit auf den Weg, bevor sie dem Psychopathen, Psychiater und Kannibalen Hannibal Lecter erstmals gegenüber tritt. Gleichzeitig ist die Warnung aber auch an den Zuschauer gerichtet, doch sobald Anthony Hopkins im Bild erscheint, gehört der Film ganz und gar dem von ihm verkörperten Serienmörder Lecter. Alle inneren Schutzmauern, die Starling und der Betrachter aufgebaut haben, um sich vor der Bosheit Lecters zu schützen - sie hören auf zu existieren, wenn man Lecter brav und aufrecht in seiner Zelle stehen sieht, fast ein wenig schmächtig wirkend, doch mit einem Blick, der auf unbeschreibliche Weise Macht, Intelligenz und Grausamkeit ausstrahlt. Er beherrscht jeden seiner Dialoge, und auch wenn er sich dabei hinter Gittern befindet oder an Kopf und Fuß gefesselt und mit Maulkorb transportiert wird, hat man stets das intensive Gefühl, dass er die volle Kontrolle über die Situation hat. Die von Jodie Foster verkörperte Clarice Starling soll versuchen, Lecter Hinweise über die Motive des Sereinmörders Buffalo Bill zu entlocken, der Frauen entführt und häutet, da das FBI bislang im Dunklen tappt. Doch obwohl dieser von Ted Levine glaubwürdig, unberechenbar und gefährlich dargestellt wird, steht er doch ganz im Schatten Lecters mit seiner ruhigen, intelligenten Bosheit und Dominanz, für die man im Verlauf des Films durchaus eine widerwillige Sympathie und Bewunderung empfinden kann.
Neben dem überragenden Anthony Hopkins ist auch Jodie Foster als junge, willensstarke und doch verletzliche Clarice Starling sehr gut, die beiden haben 1991 die Oscars als beste Hauptdarstellerin bzw. bester Hauptdarsteller erhalten. Darüber hinaus gingen zurecht auch die Trophäen für den besten Film, die beste Regie und das beste Drehbuch an "Das Schweigen der Lämmer". Hervorzuheben sind zudem die grandiose Kameraarbeit, der tolle Schnitt und der wunderbar atmosphärische Soundtrack von Howard Shore. Einfach ein Spitzenthriller!
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Kreaexo 2011/10/18 00:06:58
Kommentar löschenMir fällt nicht wirklich ein, was ich zu einen der besten Psychothriller der 90er Jahre schreiben kann. Außer natürlich, dass ich froh bin, dass ich ihn nun endlich mal ganz an einem Stück gesehen habe und nicht wie früher immer beim Durchzappen irgendwann mittendrin eingestiegen bin.
Und natürlich, dass "Das Schweigen der Lämmer" eine absolute Wucht ist. Was Story, Handlung, Schauspieler, Atmosphäre, Setting, Score, Spannung und allem anderen angeht.
Ein Film der durch Mark und Bein geht, der voller genialer Einfälle strotzt und sich nicht auf stupide Schockmomente verlässt, sondern den Zuschauer im Innersten, in seiner Psyche angreift und beeinflusst. Das führt dazu, dass er die Handlung noch spannender, noch packender findet, aber doch gleichzeitig nach Erlösung bettelt. Erlösung dahingehend, dass dieses groteske geisteskranke Spiel endlich ein fröhliches Ende findet.
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999ghost 2011/10/12 15:07:46
Kommentar löschenEin gelungener und spannender Thriller mit einem Anthony Hopkins, der eine der besten Schauspielleistungen aller Zeiten abliefert.
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rockoholic 2011/10/02 00:40:58
Kommentar löschenPerfekts Drehbuch , perfekte Besetzung , perfekte Atmosphäre , der perfekte Film !!!
Ein Meisterwerk an dem sich noch Generationen von Filmemachern die Zähne ausbeißen werden . Oft kopiert , nie erreicht , ein Lehrstück subtiler Spannung das man nur mit Superlativen beschreiben kann .
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SoulReaver 2011/09/20 18:12:08
Kommentar löschen„Die große Bedeutung des Schmetterlings liegt in der Metamorphose. Die Larve, bzw. Raupe wird zur Puppe, die sich nunmehr in Schönheit verwandelt. Unser Billy will sich auch verwandeln.“
Jonathan Demme's Verfilmung des gleichnamigen Buches 'Das Schweigen der Lämmer' war 1991 sein bisheriger größter Erfolg. Bei den Oscar-Verleihungen gewann der Film 5 Oscars und zwar die wichtigsten: bester Film, beste Regie, bester Hauptdarsteller, beste Hauptdarstellerin, bestes adaptiertes Drehbuch und das völlig zu Recht. 'Das Schweigen der Lämmer' ist ein Psycho-Thriller der absoluten Sonderklasse.
Die FBI-Auszubildende Clairce Starling bekommt es mit einem schweren Brocken zu tun. Das FBI ist schon seit geraumer Zeit auf der Suche nach dem Serienkiller Buffalo Kid, der sich jedoch hervorragend versteckt. Die letzte Möglichkeit scheinen Gespräche mit dem inhaftierten Psychiater Dr. Hannibal Lecter zu sein, der ihr bereits als Hannibal der Kannibale bekannt ist. Denn Lecter hat die Fähigkeit sich in Mörder hineinzudenken und den möglichen Aufenthaltsort von Buffalo Kid aufzudecken. Doch Lecter will als Gegenleistung einige private Details aus Starling's Leben. Ein psychologisches Katz-und-Maus-Spiel beginnt, während Buffalo Kid bereits sein nächstes Opfer gefunden hat - die Tochter der Senatorin.
Dunkle, unheimliche und leicht gedämpfte Bilder prägen die Atmosphäre des Films. Dazu der Punktgenaue Score von Howard Shore und der grandiose Schnitt von Craig McKay machen den Film klar zu einem Highlight des Genres. Mit wenig Geld wurde wieder mal eine der packendesten Stimmungen überhaupt erschaffen.
Jodie Foster spielt die toughe FBI-Auszubildende Clairce Starling, die mit einem schweren Fall konfrontiert wird, aber den Kopf nicht verliert. Egal wie schwer es auch zu sein scheint. Foster spielt extrem stark und bringt jedes Gefühl exzellent rüber. Anthony Hopkins ist das große Highlight der Besetzung. Er spielt den hochintelligenten Psychiater Dr. Hannibal Lecter der eine Vorliebe für Menschenfleisch hat und den Charakter seines Gesprächspartners ohne Probleme zerpflücken kann. Hopkins spielt so unglaublich Intensiv das man es mit der Angst zu tun bekommt. Eine fantastische Leistung, wobei Hauptdarsteller bei seiner Einsatzzeit wohl doch ein wenig zu hochgegriffen scheint. Dann wär da noch Ted Levine als perverser Frauen-Mörder Buffalo Kid. Auch Levine bringt eine starke Leistung und geht in seiner Rolle voll auf.
Jonathan Demme's Film konzentriert sich auf zwei große Aspekte: Das Psycho-Duell zwischen Starling und Hannibal und die Krimi-Story. Starling ist eine aufstrebende und Willensstarke Frau, in einer von Männern dominierten Welt. Sie versucht keine Schwächen oder Gefühle zu zeigen und nimmt auch ohne zu zögern den Fall von Buffalo Kid an. Als sie das erste Mal mit Hannibal ins Gespräch kommt, durchschaut er Starling in wenigen Minuten und eröffnet ihr all ihre Ängste und Gefühle und man sieht ihrem Blick deutlich an, dass er mit jeder Aussage ins Schwarze getroffen hat. Wirklich ernstnehmen tut er sie auch nicht. Doch als ein Zellennachbar von Hannibal eine Taktlosigkeit begeht, gibt er ihr doch den ersten Hinweis. So beginnt ein mehr als spannendes Psycho-Duell der beiden, wobei Starling sich immer mehr die Frage stellt ob sie Hannibal nun bewundern oder verachten soll. Obwohl Hannibal sich doch die ganze Zeit in einem Gefängnis befindet, ist er doch der größte Anhaltspunkt der Geschichte und immer Gegenwärtig und wurde so zu einer der bekanntesten Filmfiguren überhaupt. Die Krimi-Geschichte rund um Buffalo Bill erweist sich auch als äußerst spannend. Stück für Stück wird mehr und mehr von ihm gezeigt und seinem Vorhaben wird klarer. Demme's inszeniert einige der wohl spannendsten und unvergesslichsten Szenen überhaupt. Da wären natürlich die erwähnten Gespräche zwischen Hannibal und Starling. Wobei man eigentlich sagen könnte alle Szenen mit Hannibal sind unvergesslich, allein sein durchdringender und diabolischer Blick brennt sich direkt ins Gedächtnis. Dann die Szene in der Starling die ersten Untersuchungen in der Garage unternimmt, die äußerst kranke Szene in der Buffalo Kid geschminkt und Nackt zu 'Goodbye Horses' tanzt oder die an Spannung kaum zu überbietende Schlusssequenz in völliger Finsternis und man als Zuschauer nur durch das Nachtsichtgerät von Buffalo Bill etwas sieht.
Fazit: 'Das Schweigen der Lämmer' ist einer der spannendsten und nervenaufreibendsten Psycho-Thriller aller Zeiten. Ein hervorragender Cast, vor allem Hopkins, die perfekte Atmosphäre und die exzellent eingesetzte Musik machen 'Das Schweigen der Lämmer' zu einem Meisterwerk der Extraklasse.
„Einer dieser Meinungsforscher wollte mich testen. Ich genoss seine Leber mit ein paar Fava-Bohnen, dazu einen ausgezeichneten Chianti.“
25 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten
JohnnyKee 2011/09/20 18:48:10
Antwort löschenNice, nice, very nice!
Broda 2011/09/20 19:00:29
Antwort löschenDen habe ich auch noch vor mir. Da merke ich wie wenig Filme ich doch gucke! :D Btw schön geschrieben. ;)
hoffman587 2011/09/20 19:03:01
Antwort löschenDu immer mit deinem "nervenaufreibendesten und besten aler Zeiten", auch schon bei "Heat", du spielst wortwörtlich mit dem Feuer, pass auf, sie lauern überall;)^^
seven 2011/09/20 19:09:47
Antwort löschen@Hoffi: ^^
@Souli: Sauber! :D
hoffman587 2011/09/20 19:13:46
Antwort löschen@seven: Du hast ja schon Bekannschaft geschlossen mit solchen "Situationen";)^^
SoulReaver 2011/09/20 19:17:02
Antwort löschen@Hoffi: Heat und Schweigen der Lämmer haben es eben einfach. Also ruhe! :D
hoffman587 2011/09/20 19:20:28
Antwort löschenIch will nur helfen, am Ende stehst du hilflos, da wenn sie zu schlagen, mit den Ultrafilmen;)^^
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SoulReaver 2011/09/20 19:23:10
Antwort löschenHier gehts doch um meine Meinung. Und ich hab ja nicht gesagt, dass sie die besten aller Zeiten sind, sondern sie gehören dazu :). Danke trotzdem lieber Hoffi :D
Andy Dufresne 2011/09/20 22:43:45
Antwort löschenEin Überfilm, mit der beste Thriller überhaupt.Und ein geschliffener Kommentar dazu...Passt ;D
lhiannan 2011/09/12 00:45:31
Kommentar löschenDie Stärke des Filmes ist es, dem Thrillergenre neue und ungeahnte Höhen abzugewinnen.
Zwei Serienkiller statt einem, und zumindest Buffalo Bill mag da als furchtbarer aber nicht überraschendes Exemplar gelten (der mich immer an Ed Gein denken läßt *schauder*). Jemand, der früher oder später sowieso geschnappt wird. Sein Counterpart Lecter hingegen ist ihm in allen entsetzlichen Belangen haushoch überlegen (trotz ein paar Schnitzer wie der eigenem Gefangennahme).
Besonders ist vor allem die fast symbiotische Beziehung zur äußerst sympathischen Clarice Starling, die ebenso wie der Zuschauer ein Neuling in diesem bizarren Szenario ist und nicht ahnt, was sie erwartet. Auch nicht, dass Lecter ganz eigene Vorstellungen von dem Begriff Kooperation hat; ich hatte bei jeder kleinen Story, die Starling offenbart, das unbehagliche Gefühl, sie würde ihm einen Teil ihrer Seele geben - so schräg das auch klingen mag.
Seit ich "Das Schweigen der Lämmer" zum ersten Mal gesehen habe, ist Dr. Hannibal für mich das personifizierte Böse schlechthin.
Den Teufel stell' ich mir vor wie Lecter: zunächst unscheinbar nicht weiter auffällig, hochintelligent, bis zur Schmerzgrenze brutal (und darüber hinaus), zutiefst böse und einer gänzlich eigenen - dem Rest der Sterblichen unbekannten - Agenda folgen. Kudos, Mr. Hopkins.
Bis heute sind mir Kellerräume zutiefst unheimlich.. ein Kollateralschaden könnte man sagen, denn bei den damit am Ende verbundenen Szenen sträuben sich mir immer noch die Haare; das war beim ersten Anschauen kaum erträglich.
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Petunientopf42 2011/09/10 14:53:20
Kommentar löschenAnthony Hopkins ist in diesem Film wirklich großartig. Mir ist es eiskalt den Rücken runtergelaufen bei seinem Blick.
Allerdings mochte ich Jodie Foster als Clarice nicht besonders. Sie war einfach ein bisschen ZU ängstlich und stümperhaft.
(Liegt wohl daran, dass ich das Buch zuerst gelesen habe, und sie dort zwar auch Anfängerin, aber doch ziemlich selbstbewusst und stark ist)
Was mich auch ein bisschen gestört hat, ist die deutsche Synchro zu Clarice. Ich fand, diese dumpfe, etwas ausdruckslose Stimme hat sie ein bisschen dumm wirken lassen. Das hat die Figur noch mehr kaputt gemacht - ich werde ihn nochmal auf englisch schauen. Vielleicht ändere ich meine Meinung zu ihr dann noch^^
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Joeyjoejoe17 2011/09/10 16:13:45
Antwort löschenIch finde den O-Ton auch um Längen besser, nicht nur bei Foster
mac.key 2011/08/25 14:24:43
Kommentar löschenWenn ein Schauspieler so wahnsinnig gut eine Figur wie Lecter spielt, dass man sich auf dessen Seite schlägt und mit ihm mitfiebert, ihn sogar als so etwas wie symphatisch empfindet und die Geschichte spannend, gut erzählt und einfallsreich ist, dann kann es nur ein perfekter Film sein.
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WaaayneTrain 2011/08/22 10:41:56
Kommentar löschenDa gibt es wahrlich nicht mehr viel zu sagen. Ein unglaublich atemberaubender und spannender Thriller, Anthony Hopkins vermutlich in der Rolle seines Lebens. Selbst dem Zuschauer bleibt beinahe der Atem weg, wenn er Dr. Hannibal Lecter in seiner Zelle beobachtet, auch wenn er einfach nur regungslos mit einem leichten Grinsen dort steht.
"Das Schweigen der Lämmer" schafft es, diese Klasse über den ganzen Film zu halten. Der Film entfaltet sich perfekt zu einem Psychothriller. Auch Jodie Foster legt hier eine überragende Rolle hin. Ein Meilenstein!
10.0
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