Unlike U - Trainwriting in Berlin
Unlike U - Trainwriting in Berlin (2011), Laufzeit 90 Minuten, Dokumentarfilm
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von Henrik Regel und Björn Birg,
“Heute ist Donnerstag halb vier morgens. Ich bin wach. Die vierte Nacht in Folge. Wecker auf halb zwei und raus aus dem Bett. Kälte? Müdigkeit? Egal. Ich muss raus. Ich muss wissen, wann die Typen ihre Runden drehen. Wir wollen das Ding bunt machen und müssen wissen, wann diese beschissenen Checker ihre Pause machen. Das gehört dazu. Da sind wir akribisch. Da sind wir vorsichtig. Alles andere ist gefährlich. Deshalb gibt’s auch keine Handys, keine Mails. Alles face to face. Die SoKo ist überall. Die wollen unseren Arsch, aber wir sind gut. Gut, schnell und vorsichtig. Auf der Arbeit fragen sie mich die ganze Zeit, ob ich krank bin. Ich habe Augenringe. Ich habe in dieser Woche vielleicht 12 Stunden geschlafen. Alles für die eine viertel Stunde. Wir wissen jetzt, wann wir es machen können. Alles nur für den einen Zug. Eine viertel Stunde muss reichen. Dann ist das Ding bunt und fährt. Dann kann ich vielleicht wieder schlafen, aber dann wartet schon der nächste Zug. Ist so. Ist immer so. Immer on the run. No Sleep Till Brooklyn. Einfach on the run.!” Was treibt Jugendliche und teilweise auch noch erwachsene Männer dazu, sich ihre Nächte um die Ohren zu schlagen, Überwachungskameras zu überbrücken, den Wachschutz zu beobachten und hohe Geld- sowie Haftstrafen in Kauf zu nehmen? Was treibt diese Menschen dazu, tonnenweise Geld in Sprühdosen zu investieren, keine Gegenleistung dafür zu erhalten und letztendlich nur in einem extrem kleinen Kreis zu Ruhm und Ehre zu gelangen? “Unlike U” taucht ein, in eine Szene, die für Außenstehende schlichtweg nicht nachvollziehbar ist. Es ist die Welt der Trainwriter, derjenigen Graffitikünstler also, die sich auf das Bemalen von S-und U-Bahnen spezialisiert haben. Extrem verdeckt. Extrem kriminell. Extrem verboten. “Unlike U” beleuchtet vier Generationen von Sprühern in Berlin, wovon die ältesten der Hardcore-Artisten mittlerweile schon 40 Jahre alt sind und die Jüngsten um die siebzehn. Alle Protagonisten aber haben eines gemeinsam. Jeder von ihnen hat in seinem Leben schon unzählige Züge bemalt und einige von ihnen sogar um die 1000. Mit intensiven Interviews versuchen die Filmemacher den Beweggründen der Sprüher auf die Spur zu kommen und herauszuarbeiten, was genau der Kick an einer Sache ist, die in der Öffentlichkeit keine Anerkennung bekommen kann. Denn schließlich handelt es sich nach offizieller Lesart um besonders schwere Sachbeschädigung und besprühte Züge, werden so schnell wie möglich aus dem Verkehr gezogen. Die Wahrscheinlichkeit also, dass ein Sprüher sein Werk in Vollendung, sprich als fahrende Leinwand zu sehen bekommt ist äußerst gering. Worin also besteht der Wert dieser Aktionen? Worin besteht die Selbstbestätigung? Was treibt diese Menschen an?
Cast & Crew
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Henrik Regel
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Björn Birg
Regie
Schauspieler
- Genre
- Dokumentarfilm
- Ort
- Berlin, Zug
- Handlung
- Graffiti, Kunst
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Filmdetails Unlike U - Trainwriting in Berlin
Trailer zum Film Unlike U - Trainwriting in Berlin
Leider haben wir noch keinen Trailer.

















Kommentare (3) — Film: Unlike U - Trainwriting in Berlin
Kommentar schreibenRLX-Devlin 2011/12/05 23:35:07
Kommentar löschenEin paar harte Aktionen, ein paar harte Worte, aber im Endeffekt dann doch zu viel Leerlauf durch zu viele versch. Persönlichkeiten die die Szene zwar gut darstellen, aber dich doch zu weit auf Distanz halten. Unlike U kommt deswegen nicht an Art inconsequence ran. Brauchbar, aber nicht essential.
(Stream: http://vimeo.com/32521411)
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MasterZ 2011/12/01 19:16:26
Kommentar löschentoller Film
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THE_JUDGE 2011/10/17 20:54:23
Kommentar löschenSo Freunde es ist malwieder an der Zeit für einen Kommentar. Von "Unlike U" wußte ich eigentlich nur es geht malwieder um (Train)Writing in Berlin und er soll wohl überdurschnittlich gut sein. Nicht erst seit dieser Doku ist bekannt, das Berliner-Writer die härtesten, krassesten und vor allem begabtesten auf ihrem Gebiet überhaupt sind. Da wären wir auch schon bei der Sache die mich immer wieder ankotzt wenn es ums Lackieren in Berlin geht. Ich habe selbstredend Respekt vor dem was manch einer dort so tut, aber dieses Gelaber von Berlin ist das New York Europas und dieses ganze sich selbst auf die Schulter klopfen und Geschichten erzählen wie toll, hart, erfahren und vorallem hoch das Niveau dort ist nervt nur noch. Nicht falsch verstehen, es gibt dort viele sehr gute Maler und bestimmt auch harte Actions, aber bei jeder Gelegenheit damit zu prahlen ist eigentlich überflüssig. Man muß dafür der Doku zu Gute halten, dass sie wenigstens nicht die Proll-Schiene fährt so ala "Wir klatschen alle Toys weg du Spast wenn die so kommen in unseren Yard." oder "Icke icke bin Berliner wer mick haut den hau ick wida". Ich würd fast sagen das Ganze hat irgendwie so ne melancholische Stimmung, verstärkt auch durch das zu Wort kommen von RUZD`s Bruder, der sich an die Zeiten zurück entsinnt, als sein Bruder noch unter den Lebenden weilte. Wen Graffiti oder speziell Graffiti in Berlin interessiert, der sollte mal reinschauen oder hat das dann wahrscheinlich eh schon getan. Es rollen ein paar gute Karren und es gibt auch malwieder einen Einblick in Aktionen, bei dem einen selber manchmal fast das Herz stehen bleibt. Großstadtabenteuer pur! Persönlich find ich die Doku "Graffiti in Berlin" besser, lustiger und sehenswerter als "Unlike U". Marko Moritz, Leiter der Ermittlungsgruppe Graffiti in Berlin und dieser älter Herr, dessen Namen ich leider vergessen habe, der Reinigungschemikalien mixt sind doch sehr amüsant. An Actions und guten Bilder mangelt es der Doku auch nicht. Einfach beide besorgen, dazu evtl. noch einen Klassiker aus dem Ruhrpott, "Rolling Thunder", der allerdings einen reinen "Graffiti-Film" darstellt und keine Doku, und schon hat man genügend Stuff für einen interessanten Abend voller Graffiti!!!
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