Unter Kontrolle
Surveillance (2008), US Laufzeit 97 Minuten, FSK 18, Thriller, Kinostart 31.07.2008
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55 Kommentare
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von Jennifer Chambers Lynch, mit Julia Ormond und Bill Pullman
Der Highway führt meilenweit durch eine windige Einöde. Der endlose Horizont scheint in immer weitere Ferne zu rücken – wer hier eine Panne hat, kann ewig warten, bis jemand vorbeikommt. In dieser Landschaft nimmt die Langeweile der Polizisten Jack Bennett und Jim Conrad gefährliche Züge an: Sie träumen vom spektakulären Ruhm, wie ihn Gesetzeshüter nur durch die Jagd auf einen Serienmörder oder einen entlaufenen Irren erlangen können. Als am nächsten Tag die FBI-Agenten Elizabeth Anderson und Sam Hallaway eintreffen, ist es entlang der Straße tatsächlich zu einer Serie brutaler Morde gekommen. Die örtlichen Polizisten brennen vor Ungeduld und wollen die Verfolgung der Täter aufnehmen, doch die Bundespolizei geht anders vor: Um dem Fall auf den Grund zu gehen, müssen sich Anderson und Hallaway zunächst von den Zeugen berichten lassen, was passiert ist, als sich ihre Lebenswege kreuzten. Langsam kommen Einzelheiten ans Licht: Die Polizisten Bennett und Conrad hielten nach Temposündern Ausschau. Bobbi und Johnny bretterten mit ihrem kirschroten Plymouth Duster über den Highway und ließen es sich gutgehen. Die kleine Stephanie und ihre Familie fuhren in dieselbe Richtung – ihre Mutter und ihr neuer Stiefvater sangen vorn Popsongs, ihr Bruder David saß neben ihr auf dem Rücksitz. Laut Stephanie passierte es wie schon so oft, dass die Erwachsenen kleinen Kindern nicht zuhören – egal, wie oft sie versuchte, ihnen begreiflich zu machen, was sie aus dem Fenster beobachtet hatte. Wenn jemand sie ernst genommen hätte, wäre vielleicht alles anders gekommen. Während die FBI-Beamten ein bedeutungsvolles Detail nach dem anderen herausbekommen und dabei den Zeugen auf den Zahn fühlen, die sorgsam darauf bedacht sind, ihre wohleinstudierten Lügen aufrechtzuerhalten, stellt sich allmählich heraus, dass die “Wahrheit”, die sie suchen, von jedem Beteiligten einen unerwartet hohen Preis fordert. (omdb)
Cast & Crew
-
Jennifer Chambers Lynch
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Julia Ormond
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Elizabeth Anderson
-
Bill Pullman
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Sam Hallaway
-
Pell James
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bobbi Prescott
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Ryan Simpkins
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Stephanie
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Caroline Aaron
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Kent Harper
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jack Bennet
Regie
Schauspieler
-
Hugh Dillon
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Michael Ironside
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Billings
-
Gill Gayle
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Degrasso
-
Shannon Jardine
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Elaine Meyer
-
Charlie Newmark
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Officer Wright
-
Cheri Oteri
-
French Stewart
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jim Conrad
-
Kent Harper
-
Jennifer Chambers Lynch
- Genre
- Thriller
- Handlung
- Autounfall, Brutalität, Drogen, Ermittlung, FBI Agent, Folter, Gewalt, Gewaltausbruch, Gewalttätigkeit der Polizei, Kamera, Leiche, Liebespaar, Massenmord, Mord, Mordserie, Polizei, Polizeistation, Sadismus, Sexuelle Begierde, Sterben und Tod, Strangulieren, Suche nach Mörder, Verhör, Zeuge, Überwachung
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Drehbuch
Filmdetails Unter Kontrolle
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Kritiken (7) — Film: Unter Kontrolle
David Edwards: Daily Mirror David Edwards: Daily Mirror
Kommentar löschenUnter Kontrolle braucht Ewigkeiten, um in die Gänge zu kommen und weiß dann nicht wohin, mit viel zu vielen Rückblicken und einem absurden Überraschungsende. Es tut mir leid, das zu sagen, aber man kann nicht anders, als zu wünschen, Lynch – Tochter des geschätzten Regisseurs David – hätte ihre 16jährige Schaffenspause verlängert, weil Unter Kontrolle schlicht und ergreifend Schrott ist.
Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Synopsis: zeitgeist Print & Online
Kommentar löschenUngewöhnlich viel Raum bekommt zu Beginn der übliche Zwist zwischen Bundesbehörden und den Sheriffs vor Ort, ehe der Film so richtig an Fahrt aufnimmt. Dramaturgisch interessant, dass der Zuschauer lange im Dunkeln gehalten wird, was den nun eigentlich vorgefallen ist. Die Falschaussagen all der schrägen Vögel (im Film begegnen uns fast nur solche) dialogisieren mit Bildern der tatsächlichen Begebenheiten und verleihen dem raffiniert angelegten Plot zusätzlich Komplexität. Was die Lynchs hier abgeliefert haben, ist handlungsseitig kränker als krank - erschreckenderweise aber im Rahmen des Möglichen in unserer degenerierenden Gesellschaft.
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenEin brutaler, kühl und berechnend inszenierter Film, der durch formidables Handwerk besticht, und große Momente aufweisen kann, allerdings auch einige seichte, schlecht gelungene Stellen.
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GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...
Kommentar löschenImmer wieder werden im Film Kameras aufgebaut. Sie sollen alles überwachen, keine Verhaltensänderung unbeobachtet lassen. Wer sagt die Wahrheit, wer lügt - dies herauszufinden liegt an den beiden FBI-Agenten, die sich nur wenig von den Cops und den Zeugen der schrecklichen Tat unterscheiden. Sowieso handelt hier kaum jemand rational, irgendwie wirkt das Verhalten aller sehr, sehr komisch. Dem FBI wird kein Respekt zuteil, den sie vielleicht verdienen. Keiner der Cops ist der Freund und Helfer, dem man gerne mal auf der Straße begegnen würde, hat man ein kleines Problem. Einzig und allein Michael Ironsides Charakter versucht zwischen Bund und Land zu vermitteln, was ihm jedoch nur mühselig bis überhaupt nicht gelingt. Er hat ja aber auch gut reden, sind es schließlich seine Männer, die raus auf die Straße müssen, nicht er, der Bürohengst. Doch seine Männer scheinen die T rips in die Natur zu genießen, können sie hier doch all ihren angestauten Emotionen freien Lauf lassen - sehr zum Nachteil der zu schützenden Bürger.
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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenDreckig, roh und überraschend intelligent konstruiert die Tochter von David Lynch ihre Geschichte, die sie mit ihrem Darsteller Kent Harper entwickelte. Das Ergebnis ist ein fieser kleiner B-Movie der bis zum blutigen Finale fesselt. Dabei versucht Jennifer Chambers Lynch nicht ihrem Vater nachzueifern. „Unter Kontrolle“ erinnert eher an den Roadmovie-Horror der Siebziger, gewürzt mit einer radikalen Bildsprache und der Atmosphäre konstanter Bedrohung. Dem Mutantenstadl eines „The Hills Have Eyes“ setzt sie einen verzwickten Serienkiller-Plot entgegen und definiert damit das Genre zwar nicht unbedingt neu, der diabolische Daddy, der hier auch als Produzent zur Seite stand, kann aber durchaus Stolz sein auf seinen Sprössling.
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Mike Beilfuß: Cinema Musica, Film-Dienst,... Mike Beilfuß: Cinema Musica, Film-Dienst,...
Kommentar löschenNach und nach bleiben aufgenommene Stränge liegen; die Subjektivität der Episoden wird zugunsten einer forcierten und brutalisierten Täter-Opfer-Handlung aufgegeben. Der Film beraubt sich somit seines zuvor exzellent eingesetzten filmischen Mittels: der unterschwelligen Bedrohung. Er opfert die beklemmend inszenierte Atmosphäre einer drastischen Gewaltdarstellung und verliert dabei seine Charaktere aus den Augen.
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenDass der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, trifft auch auf die Sprößlinge bekannter Regisseure zu. Und so ist es auch Jennifer Lynchs zweiter Regiearbeit zumindest unterschwellig anzusehen und anzumerken, dass sie wohl die Tochter von David Lynch sein muss. Das dräuend Abgründige, das die immer leicht neben der Spur tickenden Figuren und die nicht ganz alltäglichen Situationen auszeichnet, sowie die Momente des Innehaltens kennt man so ähnlich auch aus den Filmen ihres Vaters, wenngleich sie hier in stark reduzierter Form auftreten. Herausgekommen ist ein klassischer Whodunit mit Anleihen bei „Harold und Maude“ und – zumindest was die Drastik der Gewaltdarstellungen betrifft - bei Oliver Stones „Natural Born Killers“. Ein Killerpärchen ist es dann auch, das auf einem scheinbar nicht enden wollenden Highway irgendwo im Nirgendwo der amerikanischen Einöde zugeschlagen hat. Ein Cop, ein achtjähriges Mädchen und eine zugedröhnte Kokserin haben das Massaker überlebt und sollen nun von zwei extra angereisten FBI-Agenten getrennt voneinander und unter der Beobachtung von Videokameras befragt werden, um eventuelle Unstimmigkeiten in den Aussagen aufzudecken. Dabei stellt sich schnell heraus, dass es mit der Wahrheit zuvor wohl keiner allzu genau genommen hat, weshalb die eine oder andere Überraschung nicht ausbleibt. Am Schluss kippt der Film leider aus seiner konsequent gehaltenen Balance aus Abgründigkeit und Ernsthaftigkeit. Bis dahin lässt man von dem in spannenden Rückblenden, lynchesk-cool erzählten Serienkillerthriller jedoch gerne gefangen nehmen.
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Kommentare (48) — Film: Unter Kontrolle
Kommentar schreibenthe assassin 666 2012/02/10 22:03:13
Kommentar löschenEin etwas anders erzählter Thriller der in Ansätzen jetzt wirklich gelungen wäre wenn nicht zum Teil zu gestörte Charaktere (z. B. die zwei Highwaypolizisten sind absolut daneben)
das ganze ein wenig verderben. Jennifer Chambers Lynch liefert keinen schlechten Film ab wenn man die langen Regiepause bedenkt.
Dennoch wird viel Genialität durch zuviel beabsichtigte Absurdidät und auf Teufel komm raus aus muss der Film jetzt bizarr sein, verschenkt.
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aberaber 2011/11/06 10:03:47
Kommentar löschenAbgefahrener Thriller der Lynch-Tochter. Zum Glück nicht so abgefahren wie die Filme des Vaters
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Kösti 31 2011/10/04 12:11:30
Kommentar löschenSie: "Ich bin auch ein trauriges, kleines Mädchen gewesen."
Er: "Halt deine eigenen Gefühle da raus, das bringt uns hier nicht weiter."
Sie: "Da kommen ne ganze Menge Gefühle wieder hoch. Echt ne Menge."
Er: "Du kannst sie nicht retten."
Sie: "Ich weiß."
Abgesehen von Dialogen wie diesen, war der Film ganz unterhaltsam. Vorallem aber die beiden Cops auf Streife. Das Ende ist auch in Ordnung.
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cruzha 2011/09/18 10:07:54
Kommentar löschenDer Einfluss von Papa Lynch ist unverkennbar zu sehen. Gleichwohl ist die AUflösung am Schluss so überraschend nicht, meine bessere Hälfte hatte schon nach fünf Filmminuten darauf spekuliert und Recht behalten. Unterm Strich ist Surveillance ein ganz brauchbarer Thriller, bei dem in erster Linie die nahezu allesamt abgedrehten Gaga-Charaktere im Gedächtnis bleiben. Der Beginn ist allerdings arg zäh.
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sikkmeidack 2011/09/10 17:28:01
Kommentar löschenEin stretchig-langatmiger eher schwacher Beitrag, der mit Plotdehnungsübungen am Straßenrand, zynischen, gemeingefährlichen Bullen und Interviewretros nach 97 Kniebeugen als kleine Geduldsprobe in einem Finale endet, bei dem man recht sparsam durch die Finger guckt. Spannung entsteht im Wesentlichen fast nur beim Sadismus der ländlichen Bullen. Bilder können die Lynchs ja, aber ein überzeugender Film geht anders.
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agynessa 2011/09/03 14:25:55
Kommentar löschenEin selten dämlicher Film. Hätte nie gedacht das sich Ormond für so einen Müll ködern lässt. Blöd gespielt und ohne Aha Effekt, da man schon von vorneherein weiß wer der Mörder ist.
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The_Comedian 2011/08/31 18:14:57
Kommentar löschenJennifer Lynch verfällt in diesem harten Road-Movie nahezu vollends der Darstellung exzessiver Gewalt, und auch im Film geht es um niedere Gedanken, Abarten und dunkle Sehnsüchte. Leider bleibt die wohl als besonders verzwickt und wendungsreich geplante Storyline durch diesen Hang zu blutigen Eskapaden früh auf der Strecke, Längen werden mit gegen Ende sehr plötzlich einsetzender ´Wir-müssen-es-jetzt-irgendwie-zu-Ende-bringen´ - Dynamik kaschiert. Vielleicht hat sich die Tochter des berühmt-berüchtigten Suspense-Meisters und Mindfuck-Moguls David Lynch etwas zu viel zugemutet. Daddy dürfte allerdings trotzdem stolz sein, obgleich er wohl als Produzent einen gehörigen, auch gestalterischen Anteil in Sachen Artwork und Humorverständnis beigesteuert haben dürfte. Zudem bewegen sich die Schauspieler durch die Bank an den oberen Grenzen ihrer Möglichkeiten. Da es sich bei einem solchen Film verbietet, sich nur ansatzweise in Spoilernähe zu begeben, wenn es denn die interessierten Zuschauer zuvor sicher durch den grausam-entlarvenden Foren-Dschungel geschafft haben, hier der harmlose `Cliffhanger´: Wer´s richtig fies und böse mag, liegt bei ´Surveillance´ goldrichtig, sollte sich aber darüber im Klaren sein, ab der zweiten Filmhälfte nicht mehr sonderlich überrascht zu werden, da in diesem sehenswerten B-Movie nichts, in zweierlei Hinsicht, unter Kontrolle ist.
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hoffman587 2011/08/29 14:43:33
Kommentar löschenSurveillance
So und wieder schließe ich mit einem Kommentar ab, Sommerpause, Klappe zu, Affe tot und was eignet sich da besser als ein Lynchfilm? Im herkömmlichen Sinne eigentlich nichts. Doch hierbei handelt sich keinesfalls um einen David Lynch Film, sondern um einen vom Töchterchen Jennifer Lynch, Papa Lynch produziert nur das Werk "Unter Kontrolle" aus dem Jahre 2008.
Die Story an sich mag zwar relativ gekonnt gehandhabt haben worden sein, interessant finde ich sie ja immerhin, wenn auch nicht gerade besonders "neu", mit einigen Ideen, und einem Endtwist, der zwar nicht das Gelbe vom Ei ist, ja teilweise schon etwas vorhersehbar, aber am Ende fand ich ihn doch recht "hübsch" oder "böse" oder eben um es so zu sagen ein heftiger Schluss: Die beiden FBI-Agenten verhören in der Einöde einige Überlebende eines Massenmordes, eine Drogensüchtige, ein Kind und einen Polizisten. Doch ihre Aussagen widersprechen sich auf das Extremste.
Zur Besetzung lässt sich wohl am besten sagen, dass sie doch in gewisser Weise geschickt ausgewählt wurde, erstmal hätten wird da Bill Pullman (na wer erinnert sich?), den wir ja schon aus Papa Lynchs "Lost Highway" kennen dürften und natürlich auch aus anderen Filmen, als FBI-Agent Sam Hallaway, Pullman spielt seine Rolle brillant, wirklich sehr gekonnt, ab jetzt bin ein Fan vom ihm (war ich zwar auch schon nach dem anderen Lynch, aber gut). Ich möchte sogar fast sagen, dass er für mich doch das kleine Highlight des Films war, ohne ihn würde ich das Werk wahrscheinlich nicht so positiv beurteilen, nun gut aber selbstverständlich überzeugt auch Julia Ormond als FBI-Agentin Elizabeth Anderson. Auf jeden Fall geben die Beiden ein gutes Gespann ab.
Also nun aber zur Regie von Töchterchen Lynch, ja es lassen sich gewisse Paralleln zu Papas Stil finden, wenn auch nicht auf dessen Niveau, man sieht jedenfalls das Papa Lynch hier schon irgendwie seine Finger mit ihm Spiel hatte, schön bizarr verpackt oder verstörend und manchmal auch beklemmend, teilweise schon sehr "krank" oder wie auch immer, jedenfalls fesselnd fand ich das Ganze schon, trotzdem möchte ich bemerken, dass es für mich auch genug Längen gab. Außerdem ist das Ende dann doch meiner Meinung nach unnötig brutal und gewältigtätig, das war mir zu "präzise" dargestellt, nebenbei David Lynch war auch nicht mit dem gnadenlosen Finale einverstanden, das erklärt einiges.
Dazu ist aber die Kameraarbeit hervorragend, die Bilder mit einer exzellenten und trotzdem düsteren Hochglanzoptik gefilmt, mit einer grandiosen und bedrückenden Atmosphäre versehen.
Tja und die Charaktere wurden schon ausreichend skizziert, wenn auch nicht unbedingt ideal, aber die gingen schon klar, immerhin holen Pullman und Ormond alles aus ihren jeweiligen Charakteren raus, und die anderen Darsteller passen dann auch noch in ihre Rollen, interessant wurden sie ja für mich schon dargestellt.
Schlussendlich bleibt mir dann nur noch zu sagen, dass ich "Unter Kontrolle" doch für recht gelungen halte, eben ein bitterböses und boshaftes Thriller-Puzzle, mit einem heftigen und wie bereits gesagt unnötig brutalen Schluss.
20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
seven 2011/09/01 10:20:36
Antwort löschenIch könnte mich grün und blau ärgern, dass ich zu dem Zeitpunkt noch im Urlaub war und ihn nicht sehen konnte!! Sehr schön geschrieben, da läuft einem das Wasser im Mund zusammen! :D
Movie-Kodex 2011/09/06 12:00:49
Antwort löschenganz deiner Meinung :)
Punk 2011/08/29 10:30:45
Kommentar löschenWas Pro-7 uns manchmal für Filme zeigt-da sind gute darunter und unterirdische. Unter Kontrolle gehört definitiv zur der Kategorie bessere Filme. Die Erzählweise ist mal eine andere, wie man sie von anderen Genrevertretern her kennt und das ist interessant. Der Film hat längen aber auch spannende Momente und das Ende-das hab ich so nicht erwartet.
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MarcelN44 2011/08/10 21:43:18
Kommentar löschenKiller-Thriller von David Lynch ihm sein Tochter.
Aber dieses Duo ist wohl eher außer denn unter Kontrolle...
6/10
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Trevedas 2011/02/26 11:58:48
Kommentar löschenEin Mini-Lynch. Einzelne Merkmale des großen Meisters finden sich auch in der Arbeit seiner Tochter wieder. Natürlich ist das stilistisch bei weitem nicht auf dem Niveau des Vaters, aber immerhin besser als bei ihrem Regiedebüt (was jetzt auch keine große Leistung darstellt) und insgesamt durchaus beachtlich. Inhaltlich gibt es mehr oder weniger eine weitere Variation von RASHOMON zu bestaunen, in der ein bestimmter Tathergang aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird. Das Potential daraus schöpft der Film aber leider nicht aus, denn schlussendlich ist das nur ein banales Puzzlespiel geworden ohne die Thematik der subjektiven Wahrnehmung wirklich aufzugreifen. Nichtsdestotrotz ist das sehr spannend was Frau Lynch hier fabriziert, hauptsächlich liegt das zwar nur daran, weil man als Zuschauer wissen möchte, was denn nun eigentlich passiert ist, aber dennoch steigt die Spannungskurve bedächtig und kontinuierlich nach oben bis zum Siedepunkt am Ende. Und für diesen unerwarteten und sehr gelungenen Twist verdient sich die weibliche Lynch auch ein paar Bonuspunkte. Wobei mir da - ohne zu viel vorweg zu nehmen - schon ein wenig die letzte Konsequenz gefehlt hat, bezüglich der Überlebenden. Aber sei's drum, ein spannender Thriller mit geglücktem Twist ist es auf jeden Fall geworden. Und das kommt ja leider selten genug vor.
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chris-tian 2010/12/22 04:39:44
Kommentar löschenKann man bedenkenlos sehen.. fängt zwar schwach an.. wird jedoch später sehr sehr interessant. Gute Story :)
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boabob 2010/11/22 17:05:04
Kommentar löschenZunächst ein solide erzählter Thriller über eine Mordserie, die zwei FBI-Agenten mit professioneller Verhörstrategie aufzudecken versuchen. Die Rückblenden werden der Realität entsprechend dargestellt, obwohl die Version der Akteure zum Teil davon abweicht. Im Verlauf kristallieren sich alle Involvierten als Soziopathen heraus und das Ende nimmt eine, für mich, überraschende Wendung. Hört sich eigentlich nach einem ausgezeichneten Streifen an, aber irgendwie konnte ich dem Ganzen nicht viel abgewinnen. V.a. der Schluß wirkt zwanghaft aufgesetzt, nach dem Motto "wenigstens der Gärtner war's nicht". Bestimmt kein schlechter Streifen, aber bei mir hinterließ er einen zwiespältigen Eindruck. Fans von skurrilen Charakteren, überraschenden Wendungen und des Unkonventionellen sollten sich "Surveillance" durchaus anschauen und ihre eigene Meinung darüber bilden.
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momopipi 2010/11/13 20:46:02
Kommentar löschenDer Film wirkt auf mich wie ein Witz. Die Tochter vom großen David Lynch versucht auch mal einen Film zu machen....und scheitert extrem dabei. Hätte der Vater nicht irgendwie mehr unter die Arme greifen können??? Den ja so verdammt spannenden Twist am Ende habe ich nach gefühlten 10min schon stark vermutet, auch sonst will der Film einfach nicht in die Gänge kommen.
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stuforcedyou 2010/07/23 13:44:39
Kommentar löschenIn diesem kleinen, garstigen Thriller geht es um die alte kriminalistische Suche Wahrheit und Regisseurin Jennifer Lynch (die Tochter des großen David) verpackt dies in überaus reiz- und stimmungsvolle Optiken, denn jeder der Zeugen besitzt einen ganz eigenen filmischen Look. Das die Suche nach der Wahrheit mehr als einmal von einer Lüge gebrochen wird dürfte klar sein und der Film setzt einen überaus alten aber immer wieder effektiven Kniff ein, indem er die Zeuge die Lüge erzählen lässt aber die Wahrheit zeigt. Dies machte schon der japanische Meister- Regisseur Akira Kurosawa und Jennifer Lynch tut alles daran dass diese „Spezialeffekte“ funktionieren. Da ist es wirklich schade dass sie gegen Ende der massiven Gewalt den Vortritt gibt und so die Qualität ihres Filmes, wegen mangelnder Subtilität, schmälert. Vor allem weil der Film bereits zu Beginn Startschwierigkeiten mit seinen Figuren hatte. Diese Schwächen verhindern das "Surveillance" seine ganze spürbare Stärke entfalten kann. Wer aber auf der Suche nach einem Thriller der böseren Sorte ist, wird bestens unterhalten.
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Moe Szyslak 2010/07/20 22:23:00
Kommentar löschenSchwierig zu bewerten ......
Anfangs fand ich ihn sehr schleppend, an der Grenze zur Langweile. Laaaanger Aufbau des Verhörs, und auch dann war alles sehr zäh. Immerhin hat es die Tochter von Meister Lynch geschafft, eine absolut bedrohliche, mysteriöse und verstörende Atmosphäre aufzubauen, echt klasse, das war teilweise lynchisch.
Auch die Erzählweise war ziemlich gut gemacht.
Bilder zählen mehr als Worte, alle Menschen lügen bzw biegen sich ihre Wahrheiten zurecht. Böse böse, die erzählte Wahrheit ist im Prinzip nur Schein für die Realität.
Sehr brutale, sehr perverse und sehr kranke Szenen spielten sich ab, und es war alles sehr verstörend gemacht.
Tja, und der Endtwist....muss sagen, ich habe ihn schon nach der Hälfte erraten. Ob er gut war oder nicht....keine Ahnung.
Ich bin zwiegespalten, über das Ende und auch über den Film. Klar, das war schon alles jenseits der Grenze von krank am Ende hin, aber da man es erahnen konnte, fehlte dann doch irgendwie der WOW-Effekt.
Vermutlich hab ich den Namen Lynch gelesen und habe den Film in eine so hohe Erwartungshaltung gehoben, die dieser Film nie erfüllen konnte.
Deswegen kann ich ihn auch schwer beurteilen
7 von 10 tipp ich mal ....
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wilderVogel 2010/06/19 14:10:13
Kommentar löschen"Verstörend" triffst recht gut, finde ich. In meinen Augen stellt der Film richtig gut die Abgründe der Seele der Möder dar - auf erschreckend drastische Weise.
Die Wendung der Handlung war klar zu erwarten, für mich aber nicht, dass sie in diese Richtung geht.
Das Ende fand ich super, auch wenn ich danach einfach nur traurig war...
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michael bakunin 2010/05/24 15:10:13
Kommentar löschenEtwas langatmig und verstörend, aber dann doch recht spannend. Die widerwertigen Hauptcharaktere und ihr Antrieb bleiben mir ein Rätsel. Reines Mordvergnügen oder doch Sex? Ich DANKE JC Lynch, dass sie das kleine Mädchen außen vor gelassen hat, wenn ich daran denke wie Pell James ermordet wurde.
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veseria 2010/05/17 16:17:45
Kommentar löschenDie Tochter von David Lynch. Für 5.99€ bei Saturn. Musste ich mitnehmen. Ich kannte den Film zwar schon von etlichen Filmseiten her, bin aber nie dazu gekommen, ihn zu schauen.
Ich verstehe all die ganz schlechte Kritik gar nicht. Zu mindest teilweise. Der Film fängt erst mal recht lahm an. Sehr konventionell.
Sobald dann aber der Plot beginnt, wird der Film sehr sehr spannend. Die ersten zweidrittel beschäfftigt sich der Film auch sehr mit Charakterzeichnung und Spannungsaufbau. Man hat eigentlich immernoch keine Ahnung was jetzt wirklich passiert ist.
"Der Unfall" reisst dann mit einem Schlag alle Charaktere und Spannungsaufbau ausseiander. Charakterisierung hört komplett auf Spannung wird auf Null gesetzt. Diese wird dann aber im nächsten Augenblick wieder drastisch erhöht weil man jetzt wissen will: " Was kommt den jetzt?".
Das haben einige kritisiert. Ich finde das sehr gut.
Zwei oder vielmehr drei -wobei das Dritte nicht auf jeden zutrifft- Probleme hat der Film.
Es gibt keinen wirklich Hauptcharakter. Das ist so weit nicht schlimm. Das Ende jedoch braucht irgendwie einen Hauptcharakter, um eine Emotion zu hinterlassen. irgendwie hat das nicht ganz geklappt. Aber das ist nur ein kleines Problemchen.
Das andere Problem ist "die Kleine". Sie ist zwar recht interresannt handelt manchmal aber sehr unlogisch und nicht nachvollziehbar.
Und mein persöhnliches Problem war, dass ich nach ca 30 Minuten wusste, wer der Mörder ist. Dennoch hat es kaum den Unterhaltungswert gekränkt.
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tomas_w 2010/04/22 17:47:54
Kommentar löschenUups, wer hätte denn das geahnt? Dachte ich mir so, nach dem Film. Welcher Gedanke ist denn besser nach einem Lynch Film? - Genau - keiner! Wobei ich überrascht war, wie geradlinig und deutlich Lynch geworden ist, bis ich lass das hier seine Tochter am Werk war. Sie scheint aber schon etwas anders zu agieren, als ihr Vater. Denn ich möchte nur mal an Daddys, Meisterwerk "Mulholland Drive" erinnern, der doch eine Wissenschaft für sich gewesen ist, aber gerade dadurch grosse Anziehungskraft hatte.
"Unter Kontrolle" kommt hingegen ziemlich schwer in die Gänge. Jedoch folgt auf einen langen Vorspann, eine interessante Geschichte. Die vorallem durch die exzellente Perfomance von Bill Pullmann und Julia Ormond bestochen hat. Und ich glaube Ormond hat mich seit "Fräulein Smillas, Gespür für Schnee" nicht so überzeugen können.
Wobei einige Dinge für mich einfach nicht schlüssig sind! Warum nimmt die kleine Stefanie, so stumm und regenslos, fasst teilnahmslos den Tod ihrer Mutter hin? Oder auch den des Bruders, mit dem sie die ganze Fahrt lang eine Rücksitzbank teilte? Natürlich können Menschen nach solchen Ereignissen unter Schock stehen, aber genau diesen Eindruck machte sie nicht auf mich! Ganz im Gegenteil, eher befreit und glücklich. Ich denke, da hat jeder Zuschauer noch grossen Spielraum für Interpretationen!
Und da beginnt auch schon "Surveillance" diese kranken Gedanken zu erzeugen, was noch an vielen anderen Stellen der Fall ist. Und das Ende heilt uns leider auch nicht!
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