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- Genre
- Drama, Horrorfilm, Mysterythriller, Psychodrama, Anime
- Zielgruppe
- Über 18







Kommentare
über Paranoia Agent
FlintPaper Sun, 08 Jan 2012 06:57:06 -0000
Kommentar löschenSatoshi Kon übertrifft sich mit dieser Serie noch ein letztes Mal. Wie gewohnt, sollte man sich jedoch auf ein äußerst fantasievolles Erlebniss voller Traumbilder und Metaphern einstellen: Die zu Beginn vermeintliche Krimigeschichte wandelt sich zügig zur wirren Über-Parabel, die den Zuschauer mehr als einmal hinters Licht führen könnte. Ebenso wenig kümmert man sich einen deutlich auszumachenden, roten Faden in der Geschichte. Im Prinzip gibt es noch nicht einmal einen wirklichen Hauptcharakter - selbst die quasi im Mittelpunkt stehende Tsukiko Sagi erscheint in einzelnen Folgen garnicht oder nur äußerst selten. Wer sich an der routinefreien Inszenierung voller Falltüren nicht stört, kriegt jedoch etwas ganz Großes serviert. Auch wenn die psychologischen Tiefen, die schizophrenen Figuren, die soziale Kritik und vorallem die Verwischung von Wirklichkeit und Traum sich wie ein wiederholendes Potpourri von Kons inzwischen typischen Lieblingsthemen anfühlt, kann Paranoia Agent viele virtuose Momente und sogar eine inhaltliche Eigenständigkeit aufweisen. Zudem ist nichts dagegen einzuwenden, seinen eigenen Stil herauszuarbeiten und diesen dann auch erneut anzuwenden.
Um es auf den Punkt zu bringen: Auch wenn Paranoia Agent von Mal zu Mal wie ein zusammenhangloses Recycling von Kons übriggebliebenen Ideen wirkt, erweist sich die Serie spätestens zum Ende hin als individuelles und vorallem auch perfekt durchdachtes Konstrukt. Hinter dem Vorwand der "Whodunit!?" Story versteckt sich eine Reise in die Abgründe menschlicher Gedanken, welche in uns erwachen sowie wachsen und letztendlich zu den Antriebskräften mutieren, welche unser Leben bestimmen. Paranoia Agent deckt die Fragwürdigkeit dieser Antriebe auf, stellt die Macht dieser Gedanken dar und zeigt auf, was für Auswirkungen solche Machtportale im näheren oder auch entfernteren Umfeld haben können. Auch wird ein ewiger, nicht enden wollender Kreislauf im Zusammenhang solcher Gedankengänge, welche im Grunde völlig unser Leben vereinnahmen, eingeräumt: Selbst nach der alles lösenden Katharsis scheint der Rückfall in alte und neue Problemmuster versichert. In diesem Sinne ist Satoshi Kon mal wieder ein völlig einzigartiges und originelles Werk gelungen, welches nicht Jedermann gefallen dürfte, doch mit Sicherheit mit an der Spitze alternativer Animeserien á la Serial Experiments Lain oder Texhnolyze steht. Und von denen gibt es jederzeit zuwenig.
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diceman Sun, 08 Jan 2012 08:35:37 -0000
Antwort löschenPARANOIA AGENT ist soooooo gut. Habe den letztes Jahr geschaut, der hat mein Unterbewußtsein ganz schön auf links gestülpt. ;-) Würde den auch noch über SERIAL EXPERIMENTS LAIN stellen, welcher sich gegen Schluß etwas arg in den metaphysischem Alles-Egal-Hauptsache-Kryptisch-Äther zurückzieht, während PARANOIA AGENT durchaus etwas Licht auf die vergangenen Ereignisse zulässt. Fand hier auch das Charakter-Design erfrischend anders.
Satoshi Kon war echt der Größte; zumindest hat er ein Œuvre hinterlassen, bei dem wirklich jedes einzelne Werk von Bedeutung ist. Da gibt's keinen einzigen halbärschig dahingerotzten Lückenfüller oder Cash-In. Alles Meisterwerke!
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BigDi Sun, 08 Jan 2012 09:04:59 -0000
Antwort löschenTatsächlich, der Höhepunkt von Kons grandiosem Werk und vielleicht die unvorhersehbarste Serie, die es gibt.
Sehr schön geschrieben, "Serial Experiments Lain" müsste ich mir wohl auch mal geben...
FlintPaper Sun, 08 Jan 2012 16:00:46 -0000
Antwort löschenDas Charakterdesign von Paranoia Agent ist echt super - schade auch, dass das ja Kons einzige Serie ist. Serial Experiments Lain ist halt 10 Jahre älter (oder so?) und sollte deswegen nicht unbedingt tiefer gestellt werden - hat aber mit Sicherheit auch einen komplett anderen Grundton und letztendlich ist das ja alles wieder Geschmackssache.
Finde auch, das Kon keinen einzigen "schlechten" Film gemacht hat, aber ob's alles Meisterwerke sind; Finde z.B. das Paprika knapp dran vorbeischrammt, obwohl der auch schon scheiße gut ist natürlich. Am Besten gefällt mir (von den Filmen) seltsamerweise (oder auch nicht?) Millenium Actress.
@BigiDi: Lain kann ich nur empfehlen, ist aber - wie diceman sagt - noch ne Spur kryptischer und schießt hier und da womöglich auch über's Ziel hinaus. Außerdem nicht besonders gut animiert, was dem ganzen Spaß aber zumindest mir nicht vermasselt hat.
VisitorQ Sun, 06 Nov 2011 20:53:31 -0000
Kommentar löschenEin fantastischer Anime! Der leider viel zu früh verstorbene Satoshi Kon hat sich mit dieser Serie selbst übertroffen. Paranoia Agent ist grandios erzählt, verwirrend, lustig, spannend und einfach unglaublich abwechslung. Haut die dvd in den Player und schnall euch an; Paranoia Agent ist ein heißer Trip!
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lieber_tee Sun, 06 Nov 2011 23:13:20 -0000
Antwort löschenScheiße, Satoshi Kon ist tot. Scheiße, scheiße, scheiße....
VisitorQ Sun, 06 Nov 2011 23:27:03 -0000
Antwort löschenJa, hat mich damals echt getroffen. :-(
Dachsman Sat, 08 Oct 2011 14:05:09 -0000
Kommentar löschen"Now, a rabbit hopping in the shadows of the moon. What do the black rabbit's red eyes see on the horizon? The fish which climbed onto land is stepped on by a cow and it's utter chaos. The Ryuuguujyou with its fluttering butterflies is the trace of a far-off dream. At sundown, Zenkouji temple is drawn by cattle. The golden fox gloats. Now..."
Klar soweit?
(An dieser Stelle: Mein Beileid an den Übersetzer, der für die Untertitel oder die Synchronisation zuständig war. Ich vermute mal, dass die Traumbeichten, die am Ende jeder Episode stehen und als Teaser für die nächste Folge fungieren, entweder stark vom asiatischen Kulturraum beeinflusst sind, oder eben unübersetzbare Wortspiele sind.)
[Achtung, ab hier ein paar Spoiler]
Ansonsten, "Paranoia Agent" ist eine Mindfuck-Serie, die am Ende gar nicht so viel Mindfuck ist, wie man vermuten möchte. Am Ende klärt sich zumindest die Haupthandlung um Shounen Bat, Tsukiko und die beiden Kommissare auf. Dieser Handlungsstrang wird in den ersten 2, der 5 bis 7 und den letzten beiden Folgen aktiv behandelt. Dazwischen hat man immer wieder das Gefühl, der Autor habe sein Ziel aus den Augen verloren, zu sehr zerfasert sich der Plot in Nebenfiguren, die dann scheinbar nirgendwo hinführen. Erst am Ende ergibt sich ein verständliches Bild. Eine Abhandlung über Schuld und Sühne (5 Mark in die Filmkritikerkampfbegriffkasse!), die in Form eines Jungen auf Rollerblades an unterschiedlichen Ort zuschlägt (5 Mark in die Schlechtewortspielkasse!).
Am Ende steht die Erkenntnis, dass man sich seiner Verantwortung stellen muss, sonst wird Tokyo (mal wieder) von schwarzem Rauch zerstört. Das kann man als manchmal zu dick aufgetragen empfinden und die vielen verschiedenen Ideen und Ansätze, die hier eingeflossen sind wollen nicht immer ein homogenes Ganzes ergeben. Dennoch ist "PA" sehr sehenswert.
Und der Titelsong hat mal wirklich absolute Ohrwurmqualitäten!
http://www.youtube.com/watch?v=-anabfAg06U
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Tyler__Durden Tue, 24 May 2011 15:15:41 -0000
Kommentar löschenAusgerüstet mit dem goldenen Baseballschläger, auf der Suche nach dem einen Riss in der Persönlichkeit, die Fesseln zum abstrakten am zertrümmern immer darauf bedacht der Psyche den Raum zu nehmen um sich in Sackgassen zu verlaufen. Accept reality, selten war Kons Intention oder besser gesagt seine Bitte welche seine komplette Laufbahn durchströmt besser ausgearbeitet als hier, und das obwohl ein paar einzelne Episoden gegen Anfang nicht so wirklich zu interessieren wussten.
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Eneb Sat, 28 Aug 2010 23:44:42 -0000
Kommentar löschenFaszinierende Serie die mit einem originellen Mysterium unterhält. Soviel Abwechslung bringt vielleicht sonst noch Akte X. Wie man im Vorspann schon merkt, ist auch Paranoia Agent eine passende Zusammenarbeit von Kon mit dem Komponisten Suzumu Hirasawa gewesen.
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