Mittlerweile geht es mir auf den Keks, dass eine ganz bestimmte Sichtweise kaum vertreten wird. Für mich gibt es ein ganz anderes Problem.
Ich erinnere mich an eine Zeit, da war es noch etwas Besonderes, sich einen Film anzusehen. Eine Komposition aus Bild und Ton, ein Stück Machwerk mit Herzblut.
Heute können wir DVDs schon zum Kilopreis einkaufen, sie verkommen zu Massenware. Wir schauen mal was sich so anbietet und ziehen das Erstbeste heraus.
Irgendwie tun mir die Leute Leid, die nicht verstehen können, dass es ein viel schöneres Erlebnis ist, sich einen ganz konkreten Film zu kaufen, sich den ganzen Tag über darauf zu freuen, ihn abends in den DVD-Player einzulegen und sich dann vollständig darauf einzulassen. SO genießt man Film!
Alle Argumente in Ehren: ich gebe schon so viel Geld für DVDs aus, also darf ich das; die Filmindustrie scheffelt ohnehin weiter ihre Millionen... Jajaja...
Es ist ein Verbrechen. Punkt. Es ist Diebstahl. Das sagt nunmal das Gesetz.
Aber das ist nicht das große Problem, das ich damit habe.
Mich persönlich stört, dass die Sehgewohnheiten durch das Streaming so extrem verändert wurden. Ich höre ernstgemeinte Aussagen wie "Ja, der is schon gut, aber der is doch schon voll alt." oder "Wenn ich nen Film schau, dann will ich da nicht drüber nachdenken müssen.".
Man streamt Filme mittlerweile genauso, wie man sich täglich morgens den Morgenkaffee eingießt oder die Haustür abschließt. Und zwar mit Regelmäßigkeit und völliger Desinteresse. Auf den Gedanken, dass diese 100 Minuten einem mehr geben könnten als nur 100 Minuten Zeitüberbrücken, kommen Viele gar nicht mehr.
Streamen zerstört m.M.n. in erster Linie nicht die Filmindustrie sondern die gängigen Sehgewohnheiten und damit ein Stück Luxus das man sich nun nur noch schwer bis kaum noch genehmigen kann.
Kann dir doch egal sein. Ich verstehe nicht, warum sich die MP-Cineasten hier immer über die Sehgewohnheiten der breiten Masse echauffieren. Wenn jemand keine Lust auf "alte Filme" hat, ist das doch sein Bier. Wer nicht will, der hat schon. Das ist mir persönlich doch total Rille.
Die von dir angesprochene Flut ist ein grund wieso das bisherige System nichtmehr zeitgemäß ist. Seitdem jeder drittklassige Autor sein werk im Buchladen veröffentlichen darf, Anti-musiker wie Justin Bieber und Britney Spears den Markt überlfuten und den Rücken durch großkonzerne gestärkt bekommen, die musikalische Kunst ins Abseits drängen und alle 5 Minuten ein neuer Film rauskommt und 50 Serien das Jahr. Ist der Konsument doch total überfordert herauszufiltern was seinem geschmack enstpricht, die Industrie will und nur den ihren Aufzwingen.
Das ganze ähnelt sehr stark dem was man mit Nahrungsmitteln erlebte. Als der Zugang noch schwerer war, war Fleisch oder gewürze wertvoll. Man vergedeute sie nicht und kaufte nicht IRGENDWAS ein. Seitdem man aber schon Halbes Pfund für 2,99 bekommt ist doch fast jeden tag Fleisch auf dem Tisch,
und so ist es mit Serien, Musik, Filmen auch.
Teilweise konsumiert man es aus freude, man will unterhalten werden. Einer guten Geschichte folgen, statt nachzudenken.
Das ja auch eine nette Doktrin der Industrie, wenn das Vieh die Filme, die Musik und Bücher ignoriert die auf Misstsände aufmerksam machen und die konsumiert die davon ablenken. Wer merkt dann noch was? Dadurch stumpfen wir ab.
Nischenkunst kann sich dann nur schwer behaupten. Logisch wäre finanzielle Hilfe gut. Aber mal ernsthaft. Ohne das netz, das "sharen" würden solche Künstler schneller sterben. denn viele entdecken erst dadurch diese Kunst, erhalten erst Zugang dazu.
Und deshalb sollte man solche Seiten nicht schließen, sondern legale und nutrale Modelle dagegen stellen, denn wenn Kino.to und movie2k.to eins waren: Wertneutral
@Yadokari: Genau das wollte ich damit nicht aussagen, aber Danke für deinen Kommentar.
@ConelSpy: Der Vergleich mit den Nahrungsmitteln unterstreicht das was ich gemeint habe. Ein Kilo Fleisch ~ ein Kilo Film.
Keine Ge- sondern Verbrauchsgüter. Kauf ich mir, rein damit und weg damit.
Wenn ein Film nicht nachwirkt, hat er ein Stück von dem verloren, was ihn als solchen ausmacht.
Es gab mal eine Zeit, wo sich Live Musiker über die Erfindung der Schallplatte aufgeregt haben. Und zwar mit ähnlichen Argumenten, die du hier gegen das Streaming aufführst.
Das liegt aber wieder einmal mehr nur an der Masse. Mir persönlich bringt das Streamen was und ich bin froh, dass es möglich ist. Außerdem darf man auch nicht vergessen, dass man echte Schätze im Internet findet, auf die man wahrscheinlich nie zurückgreifen könnte, wenn sie nicht irgendjemand hochgeladen hätte.
Es gibt auch genug Kinogänger, die sich hinterher darüber beschweren, dass sie zu viel nachdenken mussten. Streaming ändert daran nichts. Und auch ein Filmstream kann liebevoll ritualisiert werden. Der Computer/Laptop ersetzt das Fernsehen und aus dem allabendlichen Fernsehfilm wird eben ein allabendlicher Spielfilm per Stream (ob legal oder illegal, spielt keine Rolle).
Und wieso das "Sehgewohnheiten" beeinflussen soll, verstehe ich nicht. Beeinflusst es denn ebensosehr diese Sehgewohnheiten, wenn ich mir 3 oder mehr Filme pro Tag im Kino ansehe?
@ J4KOB Falls es dich interessiert, ich bin in meinem Kommentar weiter oben auch kurz auf deinen eingegangen.
@ ConelSpy Ich stimme dir zu, was die Marktüberflutung durch gleichgeschaltete Pseudokunst angeht, allerdings lernt man, finde ich, mit der Zeit ganz gut, wie man in dieser riesigen Masse trotzdem wertvolle oder dem persönlichen Geschmack entsprechendes Material findet. Sei es durch Foren, Youtube-Channels, Facebookgruppen oder was auch immer (ich habe z.B. mit ein paar Freunden eine Facebookgruppe namens "Am äußeren Rand" , in der wir uns gegenseitige abseitigen, außergewöhnlichen (Extrem-)Metal zeigen, der eben meist niocht so bekannt ist und einfach anders klingt). Außerdem finde ich auch oft genug im vorgekauten Mainstream Dinge, die mir gefallen, unabhängig davon, wie stumpf sie vielleicht sein mögen. Jeder mag es auch mal simpel.
Wieder @ J4KOB und ConelSpy Ich bin auch öfter bestürzt über das Abstumpfen vieler Konsumenten. Vor ein paar Monaten meinte doch mein Mitbewohner (der, by the way, absolut kein Mensch ist, der sich alles vorkauen lässt, die Originaltrilogie von Star Wars sei zwar ganz gut, aber eben einfach so alt und deswegen nicht sein Ding), andererseits kratzt es mich auch wenig, da es ihr Problem ist, wenn sie so tolle Erfahrungen verpassen. Ich denke dann eher weiter und bekomme etwas Angst, dass diese Leute evtl. in ihrem ganzen Leben so kurzsichtig und oberflächlich sind. Und die dürfen wählen. Aber das führt jetzt zu weit. Tatsache ist, es wurde schon oft genug der Untergang des "richtigen" Konsums vorhergesagt, ob das dann auc eingetreten ist, ist wohl Ansichtssache. Es schadet aber nichts, weiterhin zu beobachten und zu mahnen.
Und wer genau hält dich davon ab, "einen ganz konkreten Film zu kaufen, dich den ganzen Tag über darauf zu freuen, ihn abends in den DVD-Player einzulegen und dich dann vollständig darauf einzulassen"?
@Neverman: Ganz einfach. Wenn man sich 3 Filme pro Tag ansieht, verkommt dieses Ritual zur absoluten Reizüberflutung.
@Vergalduk: Ja tut es, habs grad gelesen. Vielen Dank für die Info. :)
@HellGreetings: Niemand. Bitte denk nochmal darüber nach. Das war ganz und gar nicht das, was ich damit aussagen wollte.
@NotTooOld: Vielen Dank und vollste Zustimmung :)
Ein persönliches Beispiel, in dem sich Streaing für mich gelohnt hat: ich wäre vmtl. nie auf die Idee gekommen, mir "Irreversibel" zu kaufen, da ich sehr skeptisch war. Nachdem ich ihn im Stream gesehen hatte, war ich aber schwer beeindruckt (um nicht zu sagen niedergeschmettert - wer Lust hat kann meinen Kommentar dazu hier gerne lesen - Werbung Ende) und die DVD werde ich mir definitiv holen.
"Heißt das jetzt, dass es einfach nicht genug weibliche Regisseurinnen gibt? Oder produzieren Frauen einfach schlechtere Filme, die nicht den Anforderungen eines renommierten Festivals wie Cannes entsprechen?
Ich kann und will das einfach nicht glauben."
Vermutlich ist es aber ganz genau so. Es gibt halt einfach mal nicht so viele weibliche Regisseure.
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"Da sich weibliche Regisseurinnen offenbar vom Mainstream-Kino distanzieren[...]"
Komisch, dass sie dann nicht so sehr in der Öffentlichkeit vertreten sind...
(Gilt die Aussage eigentlich für alle Frauen?)
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"Gibt es wirklich eine Verschwörung, ein rein männliches Komitee, das selbstverliebt und heimlich Jahr für Jahr männlich dominierte Programme zusammenstellt? Die fehlende Transparenz an dieser Stelle lässt so etwas in jedem Fall vermuten."
Ja, die Vermutung ist wirklich naheliegend *hüstel*
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"Auf der offiziellen Webseite wird ein Preis ausgeschrieben, der den Gewinner – Achtung: Zitat! – mit '8.000 Euro für SEINEN ersten Spielfilm' ausstattet."
"Den Gewinner für ihren Spielfilm..." Hm? Ich fordere eine Femininumquote in der deutschen Grammatik!?!
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"Immerhin durfte ich Herrn Frémaux ein paar Fragen per Email stellen. Auf die Antwort warte ich bis heute."
Wenn die Fragen so schwachsinnig waren, wie der Text es vermuten lässt, hätte ich dir das auch schon vorher prophezeien können.
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Ihr habt in eurer Redaktion wohl wirklich ernstzunehmende Probleme. Dieser Text trieft geradezu vor überzogener Polemik und bläst verdrehte Halbwahrheiten zu Selbstverständlichkeiten auf. Man sollte meinen, die Frauen stehen kurz vorm Ausgerottet werden.
Ist das nicht ein Forum für Filme??? Cannes als Aufhänger für eine derartige Diskussion zu missbrauchen ist ja schon lächerlich genug, aber die Intesität mit der das Ganze hier präsentiert wird ist wirklich die Höhe. Ich hoffe mal, das ist nur so ne Phase.
Erstaunlich wie viele den Drang verspüren, der Welt unbedingt die Tatsache mitzuteilen, dass sie trotz Gewalt in Filmen höchstanständige Leute geworden sind. ^^
Absolut! Also wenn eine Serie wirklich Ausgelutscht ist dann sind es The Simpsons. Man sollte einfach mal willkürlich eine Folge aus den Staffeln 1-9 wählen und dann mit einer Aktuellen vergleichen...
Dem schließe ich mich an. Staffel 1-9 göttlich und 10-16 noch ziemlich gut (wobei man bei 15,16 abstriche machen kann) und ab 17 wirds einfach nur sehr sehr schwach (und der zwanghafte Wechsel von Marges Stimme kommt natürlich auch zur falschen Zeit).
Ich würd sogar so weit gehen zu sagen, dass sich schon ab Staffel 7 eine Konzept- & Qualitätsänderung bemerkbar macht :/
Meine Wertung: 3-6 göttlich, 1-2 gut, 7 okay, 8 gemischt, ab 9 Schwach, seit Staffel 11 völlig aufgegeben.
Gute und richtige Differenzierung :)
Wobei die 7. zumindest teilweise noch das göttliche Niveau erreicht. Und in Season 15 & 16 gab's nochmal ein paar wirklich gute Folgen!
Das wäre nämlich meine nächste Frage gewesen: Ab Staffel 11 hab ich aufgehört, Seasons durchzugucken, demnach eigentlich auch nicht mehr bemerkt, ob eine Staffel nochmal "die Kurve kriegt". Gibts bis auf Season 15 & 16 noch weitere, wo man mal reinschauen könnte? :-)
Und jap, die 7. Staffel hat noch einige gute bzw fantastische Folgen, und Gags für die Ewigkeit! Bei Krustys Landung auf sein Sicherheitsnetz lache ich mich nach dem 20. Mal immer noch kaputt xD Und sogar die 9. Staffel hat noch die Marine & New York Folge. Nur gerade in den letzten Folgen von Staffel 7 setzt sich die Art der "neuen" Simpsons-Folgen fest, mit welcher ich leider nicht mehr klar komme... :(
Exakt!
Bei 15 und 16 ist reinschauen leider auch gefährlich, auch da sind so enige Folgen echt übel :D Ich empfehl dir in Season 15 Folge 9 und 22(!), in Season 16 Folge 10, 17(!) und 21. Die Staffeln danach waren mE solide, bessere Storys als in 11-14, gagmäßig aber nur Durchschnitt. Herausragendes gabs seitdem leider nur noch ganz selten.
Wieso wird hier eigentlich die 10 Staffel die ganze Zeit übersprungen. Irgendwie gehts nur um 1-9 und 11-16 :D Leider kann ich ab Staffel 10 auch gar nicht mehr soo viel zu den Folgen sagen, da ich diese seltener sehe. Aber in Staffel 10, 11 und 12 habe ich doch noch ein paar sehr gute Folgen in Erinnerung (Wie die mit den Tomaccos). Staffel 1-5 Haben für mich so ein spezielles Flair und 6-9 fühlen sich irgendwie anders an, sind aber über weitesgehend sehr geil, besonders Staffel 6 und 8.
Also die nachfolgenden Staffeln hatten auch noch ein paar wirklich gute Folgen. Von Staffel 17 Folge 13, Staffel 18 die Folgen 1 und 21 und Staffel 19 die Folgen 9, 13 und 19 waren wirklich gut gemacht. Auch ein paar andere, deren Namen und Nummer mir jetzt nicht einfallen, waren durchaus sehenswert. Aber im Allgemeinen muss ich euch Recht geben. Den Machern gehen langsam die Ideen aus. Sie sollten die Serie beenden. Aber es sollte ein wirklich schönes Ende werden.
Ich glaube neben mir gibt es keinen Zweiten, der so behämmert ist, dass er sich "The Fighter" kaufen möchte und stattdessen "Fighting" mit nach Hause nimmt.
Ich musste nach der Hälfte abbrechen. Zum einen Teil, weil ich morgen raus muss und zum anderen weil der Film mit zu dem schlechtesten gehört, was ich in dem Genre bisher bestaunen durfte. ;D
@Drogba11: Bei 3,99€ kann man im Normalfall nicht meckern. :))
Das hätte dir spätestens an der Kasse merkwürdig vorkommen müssen. Aber allein diese Lektion war wohl das Geld wert und beim nächsten Mal schaut man dann genauer hin ;)
Endlich vorbei. Die letzten Minuten sind überstanden. Ich möchte kotzen.
Wer bei diesem Machwerk nicht die Schlechtestwertung von 0.0 vergibt, hat in mienen Augen nicht mehr alle Tassen im Schrank. Pasolini hätte für dieses Verbrechen hinter Gitter gehört und sämtliche Schauspieler, die sich für sowas hergeben gleich mit ihm.
Der tiefere Sinn, der "120 Tage von Sodom" zugeschrieben wird, ist praktisch nicht vorhanden, vielmehr ist das hier die Ausgeburt der schwer gestörten Fantasie eines offensichtlich Geisteskranken. Wenn eine Diva von ihrem "Fötzchen" erzählt und wie unzählige, verschiedene Männer ihr auf den Rücken ejakulierten, dann fragt man sich wie sowas jemals produziert werden konnte. Ich meine, jemand der noch ganz klar in der Birne ist, steckt doch in sowas kein Geld rein. Ich hoffe, die meisten Beteiligten wurden irgendwo untergebracht, wo sie mit ihren abartigen Neigungen nur noch ihresgleichen belästigen können.
Ein Schundwerk, für das sich die gesamte Spezies Mensch in Grund und Boden schämen sollte.
Ich finde den Film auch alles andere als gut aber Intention gibt es hinter diesem Film schon zu entdecken, nur das wurde nicht gut umgesetzt weil sich der film in seinen Gewaltexzessen verliert ohne etwas auszusagen, außer das Faschismus Böse ist. Aber wegen einem Film gehört niemand hinter Gitter.
@WelcometotheKlap: Den Film hab ich wegen deines Profiltextes geschaut. Und wo du doch der Meinung bist, dass den jeder aml gesehen haben sollte, hab ich dir in gewisser Weise ja nen Gefallen getan. ^^ Natürlich lässt sich dem Film ein gewisser Hintergrund nicht absprechen, aber der Faschismus verfällt zum Selbstzweck für groteske Gewalttaten anstatt konstruktiv kritisiert zu werden. Den Voyerismus, der manchmal lobend erwähnt wird, hat es bei mir nie gegeben. Ich musste den Film in 3 Teile splitten, weil ichs nicht fertigbrachte, den ganz anzusehen.
@Dude: Nicht unbedingt ins Zuchthaus, aber möglicherweise vorerst mal in eine geschlossene Anstalt um mal zu sehen, ob jemand mit solchen Fantasien in einem öffentlichen Umfeld überhaupt klarkommen kann.
Selbstverständlich ist das übertrieben, aber es sind Leute schon für sehr weit weniger weggesperrt worden.
Der Film leistet mehr als nur zu zeigen, dass "Faschismus böse" ist. Er verweigert er sich jeglicher Konsumierbarkeit: Durch Dokumentationen kann ich mich informieren, bei "Schindlers Liste" mitleiden, von "Das Leben ist schön" kann ich mich vielleicht trösten lassen. In "Salo" gibt es kein Identifikationsangebot und auch kein bewährtes Rezeptionsmuster. Er schockiert, überfordert vielleicht, löst Abwehrreaktionen aus. Das ist aber seine Stärke. Der Zuschauer wird konfrontiert mit Perversion in Reinform. Der Verzicht auf Erklärungen zwingt uns dazu, die grundsätzlichen Fragen noch einmal zu stellen, nicht nur nach den Ursachen des Faschismus, sondern nach dem Wesen des Menschen.
Wenn man beispielsweise eine Gedenkstätte besucht, findet man alle (un-)denkbaren Formen von Brutalität und Entmenschlichung dokumentiert. Was der Film uns zumutet, ist, dass er uns die Distanzierungsmöglichkeit nimmt.
Eine der Haupt-Qualitäten großer (Film-)Kunst ist doch: Einen erlebbaren Ausdruck zu finden für das, was Menschsein eben bedeutet. Betrifft alle Facetten, also auch die Abgründe unseres Wesens.
Ich kenne kaum einen Film, der z.B. die Obszönität von kalter Machtausübung so greifbar werden lässt wie dieser. Kein Wunder, dass er damit die Gefühle vieler Zuschauer verletzt. Alles andere wäre ja auch traurig.
Wenn dem Film hier aber immer wieder vorgeworfen wird, es sei doch längst bekannt, dass Faschismus böse sei, dann ist das ungefähr so dämlich wie zu sagen: Kriegsfilme sind überflüssig, denn jeder weiß doch: Krieg bringt Leid über die Menschen. Oder: Liebesgeschichten braucht es nicht, denn die Liebe ist ja bekanntlich... etc.
Ein guter Film macht eine tiefere Wahrheit ein Stück weit erlebbar, auch wenn man selbst nicht dabei gewesen ist. Er hebt sie aus der abstrakten Ebene in eine sinnliche. Und wenn ihm das auf eine Art gelingt, die man nicht schon tausendmal gesehen hat, dann ist das schon mal einige Anerkennung wert.
Da komme ich wohl ein paar Stunden zu spät, denn hier wurde ja wirklich schon fast alles gesagt. Einees vielleicht noch : Das grausamste an SODOM ist nicht einmal die gezeigte Entmenschlichung, das grausamste ist das Wissen, das die Realität den Film längst eingeholt hat (schon zu seiner Entstehung eigentlich) und es letzte Grausamkeiten gibt, die, so sehr sich ein Film sich auch anstrengen würde, man niemals auf Film bannen könnte.
Außerdem, schon in Pasollinis Erklärung, das sich der Film dem Faschismus widme, nur um dann zwei Stunden lang nicht etwa in politischen, sondern in menschlichen Abgründen zu suhlen, liegt ein klarer Affront, eine klare Aussage. Im Grunde bricht er damit alle diktatorischen Herrschaftsformen auf tierische Ambition herunter, alle Macht auf die pure Anima, und zeigt damit nicht nur, welche Entmenschlichung durch Machtvergabe entsteht, sondern warum Menschen sie überhaupt erst (insgeheim) Anstreben.
Macht macht frei....frei von Menschlichkeit, Zwängen der Moral, dem eigenen Umfeld, sich selbst, und jede einer solch angelegten Herrschaftsform ist nichts weiter als ekzessives Baden in den eigenen Abgründen. Denn was waren Pol Pot, Stalin, Hitler....wenn nicht Menschen die ihre eigenen Dysfunktionen in die Gesellschaft trugen, sie damit zu einem Spiegel ihrer selbst umwandelten und das Ganze Status Quo nannten. Zur eigenen Selbstlegitimierung, bis ihre eigene Dysfunktion, die eigene Raserei ganz sie selbst sein durfte. Denn man ist erst der "mächtigste Mann" auf diesem Planeten, wenn man sich nicht einmal mehr vor sich selber, und seinen eigenen Abgründen fürchtet. Herrschaft ist Pornografie der eigene Seele, sind ihr keine Grenzen mehr gesetzt, moralisch wie seelisch, wird sie in purer Selbstentfesselung Amok laufen.
Naja, Im Grunde kann man die Abwehrhaltung, die ein Film wie SODOM entfesslt ja auch gut verstehen, wenn sie nicht sogar Teil des Konzeptes sind, auf dem Film basiert. Immerhin ist es leicht vor einem Film die Augen zu verschließen, ihn unmenschlich zu nennen, noch leichter zu übersehen, das die Realität zeitgleich schon längst alle filmischen Dimensionen überholt hat. "Shoot the Messenger" ist etwas zu dem wir manchmal alle gerne neigen.
Hier sind wir wieder bei dem Allgemeinplatz, das jede Reaktion eine zulässige Reaktion ist, man dem Film also genauso Recht gibt, wenn man ihn verehrt oder ihn anstößig findet.
Gerade ein Film wie SALO ist perfekt für diese Sichtweise, schließlich muss ein Postbote der seine Lieferungen so lautstark und "rüpelhaft" vor die Haustür der Leute schmeißt, geradezu damit rechnen, nicht gerade der beliebteste in seiner Zunft zu sein.
Von daher möchte ich mich eigentlich schon für mein "Ohjeee" entschuldigen....Entrüstung ist gut, ein notwendiger Prozess, solange es nicht der letzte Prozess bleibt.
Ich weiß gar nicht was ihr habt. Ihr solltet euch doch freuen wie die Schneekönige. Mein Kommentar ist doch zu einem gewissen Teil genau das was der Film hervorrufen sollte?
Ich stimme mit den meisten Statements hier vollkommen überein, bis auf den Teil wo das alles dann in den Himmel gelobt wird.
"Er schockiert, überfordert vielleicht, löst Abwehrreaktionen aus. Das ist aber seine Stärke." Es ist nicht sonderlich schwer sowas zu schaffen, wenn man Leute Scheiße fressen lässt.
"Der Verzicht auf Erklärungen zwingt uns dazu, die grundsätzlichen Fragen noch einmal zu stellen [...]" Na großartig, eine fehlende Erklärung hat fast immer diesen Effekt. Und das Geniale daran ist was?
Der Grund warum keiner vor Pasolini jemals einen solchen Film gemacht hatte ist sicherlich nicht der, dass eine solche Umsetzung eine ungeheure Raffinesse erfordert. Zugegeben, auf handwerklicher Ebene ist dem Film kaum etwas vorzuwerfen, man merkt, dass Könner am Werk waren. Allerdings ist das nichts wert, wenn das Ergebnis jeglicher Menschlichkeit trotzt.
Zum oft angesprochenen Punkt 'Wahrheit': So gesehen zeigt so ziemlich jeder Film, der hier auf diesem Planeten zu finden ist, die Wahrheit. Nur weil es irgendwo auf der Welt tatsächlich solche Grausamkeiten gab, gibt und geben wird, ist das jetzt also die Wahrheit der Wahrheiten?
Tatsache ist, dass solche Gewaltexzesse zum Glück einen verschwindend geringen Anteil haben. Selbst den durchschnittlichen Insassen der Arbeitslager und KZs im dritten Reich ging es im Vergleich zu dem hier gezeigten relativ gut. Und die gelten als eines der größten Verbrechen der Menschheit.
Es tut mir Leid, wenn ich irgendjemandem auf die Füße getreten sein sollte. Aber eine Rechtfertigung für meine Abneigung sollte hier eigentlich wirklich nicht von Nöten sein.
Habe keine Probleme damit den Film kritisch zu betrachten und finde es legitim ihn auch "scheiße" zu finden. Geht ja hier nicht um Geschmacksfaschismus. Regisseur, Schauspieler usw. allerdings in den Knast zu wünschen, als geisteskrank zu bezeichnen, sie irgendwo unterzubringen ist, bei aller Ablehnung gegenüber des Films, eine Sichtweise die ich, liebevoll formuliert, unangemessen finde. Angesichts dessen, ich wiederhole mich, das zudem der Verdacht besteht das der Regisseur gerade wegen des Films (Rohmaterial) umgebracht wurde...
Stimmt, es geht hier nicht um Geschmacksfrage, es geht um Artikualtion dieser.
Und außerdem :
"Selbst den durchschnittlichen Insassen der Arbeitslager und KZs im dritten Reich ging es im Vergleich zu dem hier gezeigten relativ gut. "
Oh boy, you have noooo idea.
Selbst eine geschichtliche Figure wie zb. Joseph Mengele lässt mit seinen Real-Experimenten so ziemlich alles in SALO ziemlich alt aussehen.
Dass jemand der solche Gedanken und das Bedürfnis hat sie auf Film zu Bannen und der Öffentlichkeit zu präsentieren, gehört in psychiatrische Behandlung, tut mir Leid. Das ist nach wie vor meine Meinung.
Ich denke sehr wohl, dass ich eine Ahnung habe. Deshalb hab ich auch sehr darauf geachtet, dass das Wörtchen "durchschnittlich" nicht fehlt. Hier sind wir wieder beim Punkt. Man hat Menschen an verschiedenen Stellen aufgeschnitten um zu sehen wie lange es dauert, bis sie ausbluten, man pumpt ihnen Säure in den Körper, man übergießt sie bei Minusgraden regelmäßig mit Wasser... mein Geschichtslehrer hat ganze Arbeit geleistet. Regelrecht begeistert war er, als er uns vor Ort in Mauthausen alles haarklein erklärt hat. Er war sogar so gut, dass einzelne Schüler fast zusammengebrochen sind. Aber hey, ist ja die Wahrheit. Stellt euch nicht so an. ;) Vermutlich würde er "Salo" wirklich wahnsinnig toll finden.
Allerdings bildeten diese Real-Experimente glücklicherweise die Minderheit und es war auch durchaus nicht ungewöhnlich, dass man nach seiner Gefangenschaft wieder freikam. (Zumindest vor 1939)
Die KZs sind so ziemlich das schlimmste, was jemals passiert ist und man muss nicht versuchen, dass auch noch zu toppen.
Dass sich nicht im Geringsten von Gezeigtem distanziert wird, finde ich in solchen "Höhen" nicht mehr vertretbar. Der Regisseur hat eine gewisse Verantwortung für das, was er seinem Publikum zumutet.
Und nochmal zur Artikulation. Ich möchte mich hier in aller Form dafür entschuldigen. Ich weiß dass das übertrieben war. Zu meiner Verteidigung möchte ich aber anmerken, dass ich den Kommentar direkt nach Sehen des Films geschrieben hab und da hatte ich wirklich ne ziemlich miese Stimmung.
@Jakob: Ich glaube, ich verstehe, was du meinst. Man muss nicht jede Grausamkeit auf der Leinwand zeigen, auch nicht, wenn sie auf historisch belegtem Geschehen beruht.
Dennoch würde ich Pasolini nicht so einfach abfertigen als einen Provokateur, der nur schockieren will, um zu schockieren. Verglichen mit heutigen Filmproduktionen (torture porn, slasher...), sind die Darstellungen in "Salo" nicht einmal das Extremste, das man zu sehen bekommen kann. Das, was auch mich aus der Fassung bringt und an die Grenze des Erträglichen, sind nicht "Leute, die Scheiße fressen", sondern die Wahrhaftigkeit des Gezeigten. Mit Wahrhaftigkeit meine ich: stimmig, plausibel, denkbar.
Wahrheiten sind manchmal schwer zu ertragen, und man kann, wenn man will, dem Filmemacher eine ziemliche Unbarmherzigkeit vorwerfen. Aber: "Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar." (Ingeborg Bachmann) Das gilt meiner Meinung nach auch, sogar ganz besonders in der künstlerischen Form.
Ein Problem von mir mag sein, dass "Sola" der einzige Film ist, den ich von Pasolini bisher gesehen habe. Also habe ich kein Vergleichswerk an dem ich mich orientieren könnte und auch keine Grundsympathie, die meine neu gewonnene Abneigung schmälern könnte. Ich finde beim besten Willen keinen anderes schlüssiges Motiv als den Willen zu schockieren. Wenn der Film Teil eines sozialen Experiments gewesen wäre, wenn dazu ein kritischer Text dazu veröffentlicht worden wäre, oder sonst irgendetwas was man nur ansatzweise produktiv nennen könnte, dann sähe alles ganz anders aus. Wenn mir sowas entgangen sein sollte, bitte ich innigst um Aufklärung.
Bei TorturePorn kann ich zum Glück nicht mitreden. Ich habe versucht, mich davon so weit wie möglich fern zu halten.
Wenn man das Wahrhaftige so sehr ins Extreme treibt, dann zweifle ich daran, ob man dem Menschen das dann auch so zumuten kann.
Wenn es erlaubt ist, treibe ich die Wahrheitsdiskussion auf die Spitze und behaupte, es sind Dinge passiert, die so schrecklich sind, dass man niemanden damit konfrontieren sollte ohne demjenigen die Möglichkeiten zu bieten, Distanz zu wahren. Die Psyche des Menschen bricht an der Grenze des Erträglichen zusammen. Soldaten sind auch Jahre nach ihren Einsätzen und dem was sie dort gesehen haben noch schwer gestört. Im Endeffekt ist das was ihnen zugemutet wurde nur die Wahrheit gewesen. Oder habe ich da was falsch verstanden?
(Ingeborg Bachmann war tablettensüchtig und hat das Tagebuch von Max Frisch auf dem Gewissen. Von der halt ich nix ;D)
Der Vergleich mit dem Soldaten hinkt. Die Wirklichkeit des Lebens ist das eine, die Wahrheit der Kunst das andere. Einem Film muss ich mich nicht aussetzen, wenn ich ihn nicht aushalte. Auch glaube ich nicht, dass du, der den Film offenbar vollständig gesehen hast, ein bleibendes Trauma davonträgst.
Und Ingeborg Bachmann ist eine große Dichterin. Auf für sie gilt: Das Leben ist das eine, die Kunst das andere.
Dann bitte ich nochmal um eine Erklärung des Begriffs "Wahrheit der Kunst". Daran verzweifle ich nämlich schon länger. Ich habe das nämlich erstmal mit dem was in der Realität tatsächlich passiert (ist), gleich gesetzt. Wenn dann die fehlende Distanz angepriesen wird, ist der Vergleich durchaus berechtigt, denn wo zieht man die Linie? Sieht man einen Film von dem was wirklich passiert, sieht man auch das was wirklich passiert.
Wahrheit der Kunst kann dann praktisch vom Künstler nach Belieben selbst geschaffen werden und hat im Prinzip nicht den geringsten tatsächlichen Wahrheitsanspruch. Wenn dann behauptet wird, "Sola" zeige die Wahrheit, dann wird eigentlich nur gesagt, "Sola" zeigt seine Wahrheit, also im Prinzip nur sich selbst.
Nein, ich habe natürlich kein bleibendes Trauma ^^ Allerdings wurde mir schlecht, als ich heute daran denken musste und gerade schön geträumt hab ich letzte Nacht auch nicht.
Ich habe mich nur ein klein wenig mit der Frau Bachmann beschäftigt und finde sie ebenfalls ganz großartig. Ich wollte das nur am Rande anmerken. ^^
Jetzt könnte eine philosophischer Diskurs beginnen über Erkenntnistheorie, Sprache, Rezeptionsästhetik...
Hier nur so viel: Ein Kunstwerk (ein Gemälde, ein Märchen, ein Musikstück oder ein Film...) ist fiktional, hat also keine Tatsachen-Realität, sondern besteht aus Zeichen. Sein Verhältnis zu einer äußeren Realität (soweit man diese überhaupt erkennen und bestimmen kann) muss gedeutet / interpretiert werden. Ein Kunstwerk ist dann wahrhaftig, wenn der Rezipient (z.B. der Filmzuschauer) es sinnhaft auf allgemeingültige Aussagen (Wahrheiten) beziehen kann in dem Sinne, dass eine Kongruenz hergestellt werden kann.
Also: Wenn der böse Wolf das Rotkäppchen frisst, dann ist das zwar frei erfunden, kann aber trotzdem Sinn ergeben, wenn ich die Geschichte deuten kann.
wow,
das ist vielleicht die beste Diskussion die ich hier je zu einem Film gelesen habe. Vielen Dank dafür an alle Beteiligten.
Ich überlege schon lange den Film mal zu gucken, aber ich traue mich immer noch nicht...
Das war er also. Der unglaublich schlechte und von jedem als absoluter Schrott abgestempelte Mistfilm. Ich hab das Schlimmste befürchtet und wurde sehr positiv überrascht.
Schöne Kamera, ansehbarer Nicolas Cage und eine Story, die sich so gar nicht in die üblichen Hollywoodklischees drängen lassen möchte.
Man kann sagen was man will, aber diese unterirdischen Bewertungen hat "Knowing" wirklich nicht verdient. Gut, das Ende (das ich eigentlich ganz nett fand) war nicht mehr auf dem Niveau des Anfangs und das hplzerne Schauspiel der Kinder hat auch nicht wirklich zum Schauwert beigetragen, aber ansonsten gibt es wenig auszusetzen.
In einer Zeit, in der standardmäßig wirklich jeder Schwachsinn als Meisterwerk betitelt wird, wenn nur genügend Geld drin steckt und einmal eine moralische Zwickmühle o.ä. auftaucht, die dann von der Fangemeinde zum philosophischen Mindfuckgebilde aufgepumpt werden kann, wundert es mich sehr, dass dieser Film so konsequent von allen abgelehnt wird. Zumal hier wirklich einige sehr interessante philosophische Ansätze vorhanden sind, die auch nicht wie des Öfteren behauptet, gezwungen mit der Holzhammermethode präsentiert werden.
Schlussendlich ist zu sagen, dass sich jeder, der seinem filmisches Repetoir im Blockbusterbereich etwas verhältnismäßig Innovatives hinzufügen möchte, mit "Knowing" sicherlich nicht die schlechteste, meiner Ansicht nach sogar eine gute Wahl trifft.
Vorraussetzungen sind Interesse für Mysterythriller, leichte Sympathie für Cage und den Willen sich auf etwas Neues einzulassen.
Schöner Text bis auf diese Stelle:
"2005 versuchte sich Adrien Brody dann im Blockbusterkino mit der Hauptrolle in King Kong von Der Herr der Ringe -Regisseur Peter Jackson. Abermals wirkt er fehl am Platz und vergeudet sein Schauspieltalent in diesem dreistündigen Werk."
Denn das ist totaler Schwachsinn.
Das Raffinierte an Trollhunter ist, dass man sich zu keinem Zeitpunkt sicher sein kann, wie viel von dem unfreiwilligen Humor nun wirklich unfreiwillig und wie viel beabsichtigt ist. "Trollhunter" ist wie ein betrunkener Freund, der einem im Suff mit der dazugehörigen Beharrlichkeit eine schwachsinnige Geschichte verkaufen zu versucht, von der er vermutlich sogar selbst denkt, es würde sich dabei um eine wahre Geschichte handeln. Zu keinem Zeitpunkt wird versucht offensichtlich albern zu sein, sondern der bierernste Ton der von Anfang an angeschlagen wird, zieht sich konsequent bis zum Ende hin durch.
"Seht ihr diese Dinger, die aussehen wie ganz gewöhnlich Hochspannungsmasten? Das sind in Wirklichkeit Elektrozäune für Trolle." - Grandios!
Zu Anfang ist man nur beeindruckt von dem in mehrerlei Hinsicht dämlich aussehenden dreiköpfigen Waldtroll. Doch spätestens, als sich der geheimnisvolle Trolljäger in einer Ritterrüstung stöhnend ins Gefecht stürzt, wird klar, dass dieser Film wohl doch nicht ganz so ernst genommen werden will. Dass der einsame Wolf, der nachts auszieht, um diese Ungetüme zu jagen, Hans heißt, setzt dem ganzen noch die Krone auf. (Falls sich hier ein Hans wiederfinden sollte, bitte ich vorläufig schonmal um Verzeihung. Hans :D)
Soweit, sogut... Leider gibt es sonst nicht sonderlich viel Positives anzumerken. Ich persönlich hasse diese Found-Footage-Filme (außer Blair Witch Project) und bin der Meinung, dass sich diese "Kunstform" nicht wirklich dazu eignet, einen abendfüllenden Spielfilm zu tragen (außer Blair Witch Project). Da es sich bei Trollhunter dennoch irgendwie anbietet, kann darüber noch hinweggesehen werden, es handelt sich eben um astreinen Edeltrash, der sich auch nicht zu Schade ist um die billigsten Tricks anzuwenden. Zufällig im Vorbeifahren gefilmte Schafe werden dann mal eben schnell als vom TST (TrollSicherheitsTeam) absichtlich ausgestzte Lebendbeute für die ansässigen Trolle ausgegeben.
Zudem weiß der Film auch nicht für welches Publikum bzw. zu welchem Anlass er geschaffen wurde. Für ein ernsthaftes Filmerlebnis mit Bekannten ist er zu nichtig, für ein gemütliches Trinkgelage mit Kumpeln ist er zu ereignislos, für einen romatischen Abend mit dem/der LiebhaberIn ist er, nun ja, noch weniger geeignet als für alles andere, wobei wir beim Problem wären. Der Film hat ansich eine tolle Grundidee, allerdings schneidet er in puncto Publikumstauglichkeit unterirdisch schlecht ab.
Der Humor ist im Grunde genau mein Geschmack, sehr trocken, sehr schwarz, aber die Gagdichte ist doch sehr dürftig und so kommt über lange Strecken Langeweile auf und am Ende komme ich zu dem Schluss, dass der Film einfach zu lang ist.
Wer allerdings wirklich nichts besseres zu tun hat, dem sei "Trollhunter" u.U. bedingungsvoll ans Herz gelegt.
"Warum hat er denn nur nicht gesagt, dass er Christ ist?!?"
Alfred Hitchcock gilt als einer der einflussreichsten und besten Regisseure, die jemals diese Welt mit ihren Schaffen bereichern durften.
Sein bekanntestes Werk ist vermutlich nicht der vor Kurzem von der namhaften, britischen Fachzeitschrift „Sight and Sound“ zum besten Film aller Zeiten gewählte „Vertigo“, sondern ein anderer Meilenstein des Meisters of Suspense, der sich ebenfalls mit einigen Lorbeeren schmücken darf. Die Rede ist hier von „Psycho“, der vom American Film Institute zum besten amerikanischen Thriller und von der Internet Movie Database zum besten Horrorfilm aller Zeiten gewählt wurde.
Dieser Begründer des Slasher-Genres war und ist in mehrerlei Hinsicht revolutionär, so wurde nicht nur ein so noch nie dagewesene Gewaltorgie im Blockbusterkino präsentiert, sondern auch die erste sicht- und hörbare Klospülung in einem amerikanischen Film. (Minimal Spoiler/) Die außergewöhnlichste und krasseste Eigenschaft war allerdings, die Hauptfigur schon im ersten Drittel des Films sterben zu lassen. (/Spoiler) So verwundert es nicht, dass das Studio so seine Bedenken hatte und Hitchcock nach langem Hin und Her schließlich seine Idee aus eigener Tasche finanzieren und damit ein enormes Risiko auf sich nehmen musste; mit Erfolg, wie sich herausstellte.
Zum Film selbst:
Ohne zu viel von der Handlung veraten zu wollen (jeder der ihn nicht gesehen hat, sollte ihn selbst nachholen, ohne vorab allzu viel von der Handlung zu wissen), es geht um 40.000 Dollar, um eine Diebin, um ein Motel mit ausgestopften Vögeln, um eine Dusche und um eine kritische Mutter-Sohn-Beziehung. Aber was macht „Psycho“ nun , mal von obigen Punkten abgesehen, so außergewöhnlich und auch noch aus heutiger Sicht nach über 50 Jahren, zu einem der größten Kunstwerke seit Michelangelos Sixtinischen Kapelle?
Man kann es nicht oft genug betonen, Hitchcock war brilliant. Und zudem noch perfektionistisch veranlagt, was eine äußerst vorteilhafte Mischung ergibt. Die Geschichte wird fesselnd erzählt, von Anfang bis Ende bleibt die Spannung erhalten, und zwar in einem Ausmaß, das kaum überboten werden kann. Es wird bewusst mit der Erwartungshaltung des Zuschauers gespielt und eine beklemmende Atmosphäre geschaffen, die seines Gleichen sucht. Stilmittel des Horror-Genres werden mit größtmöglicher Wirkung eingesetzt: altes Gemäuer, Spiegel, Ungewissheit...
Auf die Spitze treibt es dann Bernard Hermanns musikalischer Beitrag, der den Regisseur, der anfangs vollständig darauf verzichten wollte, so begeisterte, dass er seine Gage prompt verdoppelte.
Die sorgfältig gewählten Kameraeinstellungen und Schnitte erledigen den Rest.
Eine solch wunderbare Komposition dieser Elemente kann und konnte wohl nur dem Meister selbst gelingen. Zwar gibt es ohne zweifel Anwärter, die „Psycho“ in puncto Atmosphäre, Handlung und Spannung den Thron streitig machen könnten, doch in allen drei Disziplinen zugleich, kann ihm dann wohl doch kaum einer das Wasser reichen.
Der Film wurde sofort zum Pubikumserfolg, was nicht zuletzt auf die Geheimniskrämerei Hitchcocks zurückzuführen ist. Er kaufte so viele Exemplare des Romans „Psycho“ auf, wie es ihm irgend möglich war um das Ende geheim zu halten, nach Beginn des Films durfte niemand mehr den Saal betreten und es wurden Plakate aufgehängt, die davor warnten, den Verlauf des Films und dessen Auflösung zu verraten.
Allerdings erregte der Film in den Reihen der Kritiker und der Zensurbehörden und natürlich auch den, der Kirche enormen Anstoß. In einigen Ländern konnte sich nur eine bis zur Unkenntlichkeit zensierte Fassung durchsetzen und die katholische Kirche wollte sofort den kompletten Film verbieten lassen. Nicht wenige Psychiater rieten vom Kinobesuch ab.
Die übereifrige Schere der Zensur hat weitreichende Folgen, die sich bis ins Zeitalter der DVD auswirkten, und so gibt es leider keine einzige Kauf-DVD, die eine ungeschnittene Fassung von „Psycho“ zeigt. Zwar funktioniert der Film trotzdem noch hervorragend, da sehr sorgfältig darauf geachtet wurde, dass der Zuschauer nichts von den Kürzungen mitbekommt, doch es bleibt ein sehr bitterer Beigeschmack, beim Wissen, dass man einen so renomierten Film nicht in seiner ganzen Gänze genießen kann.
Der beste Burton, den ich bisher bestaunen durfte. Ein unwahrscheinlich emotionales Märchen mit einem Johnny Depp, der mir mit dieser Rolle bewiesen hat, dass man ihn ohne Weiteres zu den ganz, ganz großen Schauspielern zählen darf.
Trotz (oder eben gerade wegen) seiner sozialen Inkompetenz erscheint uns der Automat Edward erschreckend menschlich. Gefangen in einer Welt, die er nicht versteht, schafft er es trotz aller Anstrengungen nicht, sich zurechtzufinden.
Schönes Design, dass mich an manchen Stellen unweigerlich an Kubricks "Clockwork Orange" erinnert hat, und ein passender Soundtrack schaffen einen rundum gelungenen Film.
Von mir gibt es für "Edward mit den Scherenhänden" eine bedingungslose Anschauempfehlung für jede Altersstufe. :)
"Big Fish" konnte mich nicht so überzeugen. Der fängt zwar sehr stark an, wird aber dann im Verlauf schwächer und driftet zunehmend in einen klischeebehafteten Vater-Sohn-Konflikt ab, wobei dann auch das anfängliche Grundthema, nämlich das der fantastischen Märchen, weitgehend entmythisiert wird.
Der Trailer lässt ne billige Komödie vermuten, was aber keinesfalls stimmt. In erster Linie ist "Silver Linings" ein sehr emotionales Drama.
Mir hat er sehr gut gefallen, ist auf jeden Fall ne Sichtung wert ;-)
@werner-holt
Lesen - verstehen
wenn das verstehen nicht eintritt, Kommentar schreiben am besten sein lassen
@J4KOB
Mittlerweile meide ich es vollkommen, Trailer zu gucken (außer in Kinos, da ist man diesen mehr oder minder ausgeliefert)
Die einen spoilern extrem, z.B. Prometheus, Flight
und die anderen erwecken völlig falsche Hoffnungen z.B. Possession (da reicht es, wenn man den Trailer guck, der zeigt alle guten Szenen)
Klingt gut. Mich hatten die positiven Reaktionen auf den Film schon etwas gewundert..Trailer im Kino gesehen, dachte schon das wäre ein weiterer De Niro der Marke "seichte Komödie".
Wie alle hier versuchen, krampfhaft "Walking Dead" zu schützen ist schon verwunderlich.
Es geht darum, dass diese Leute sich von der Serie extrem beeinflussen lassen, nicht dass sie einen zum Amokläufer macht. So eine hitzige Diskussion könnte auch über jede andere gewaltfreie Serie geführt werden. Das Resultat wäre wohl dass gleiche, wenn solch Verrückte am Werk sind.
"Wie alle hier versuchen, krampfhaft "Walking Dead" zu schützen"? Wo genau siehst du das in den Kommentaren?
.
Zudem wurde vom Autoren dieser News explizit nach dem Auslöserpotenzial gefragt, also was soll die künstliche Erregung?
@Jakob: Oh okay! Die Kommentare, die du mutmaßlich meinst, aber trotzdem nicht genau benennen kannst, zielen allerdings in eine andere Richtung.
.
Wie schon gesagt, lies mal den letzten Satz des Autoren.
Deine Kommentare
J4KOB
Kommentare Sat, 08 Jun 2013 11:32:26 -0000
Mittlerweile geht es mir auf den Keks, dass eine ganz bestimmte Sichtweise kaum vertreten wird. Für mich gibt es ein ganz anderes Problem.
Ich erinnere mich an eine Zeit, da war es noch etwas Besonderes, sich einen Film anzusehen. Eine Komposition aus Bild und Ton, ein Stück Machwerk mit Herzblut.
Heute können wir DVDs schon zum Kilopreis einkaufen, sie verkommen zu Massenware. Wir schauen mal was sich so anbietet und ziehen das Erstbeste heraus.
Irgendwie tun mir die Leute Leid, die nicht verstehen können, dass es ein viel schöneres Erlebnis ist, sich einen ganz konkreten Film zu kaufen, sich den ganzen Tag über darauf zu freuen, ihn abends in den DVD-Player einzulegen und sich dann vollständig darauf einzulassen. SO genießt man Film!
Alle Argumente in Ehren: ich gebe schon so viel Geld für DVDs aus, also darf ich das; die Filmindustrie scheffelt ohnehin weiter ihre Millionen... Jajaja...
Es ist ein Verbrechen. Punkt. Es ist Diebstahl. Das sagt nunmal das Gesetz.
Aber das ist nicht das große Problem, das ich damit habe.
Mich persönlich stört, dass die Sehgewohnheiten durch das Streaming so extrem verändert wurden. Ich höre ernstgemeinte Aussagen wie "Ja, der is schon gut, aber der is doch schon voll alt." oder "Wenn ich nen Film schau, dann will ich da nicht drüber nachdenken müssen.".
Man streamt Filme mittlerweile genauso, wie man sich täglich morgens den Morgenkaffee eingießt oder die Haustür abschließt. Und zwar mit Regelmäßigkeit und völliger Desinteresse. Auf den Gedanken, dass diese 100 Minuten einem mehr geben könnten als nur 100 Minuten Zeitüberbrücken, kommen Viele gar nicht mehr.
Streamen zerstört m.M.n. in erster Linie nicht die Filmindustrie sondern die gängigen Sehgewohnheiten und damit ein Stück Luxus das man sich nun nur noch schwer bis kaum noch genehmigen kann.
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Yadokari Sat, 08 Jun 2013 11:54:58 -0000
Antwort löschenKann dir doch egal sein. Ich verstehe nicht, warum sich die MP-Cineasten hier immer über die Sehgewohnheiten der breiten Masse echauffieren. Wenn jemand keine Lust auf "alte Filme" hat, ist das doch sein Bier. Wer nicht will, der hat schon. Das ist mir persönlich doch total Rille.
ConelSpy Sat, 08 Jun 2013 11:57:22 -0000
Antwort löschenDie von dir angesprochene Flut ist ein grund wieso das bisherige System nichtmehr zeitgemäß ist. Seitdem jeder drittklassige Autor sein werk im Buchladen veröffentlichen darf, Anti-musiker wie Justin Bieber und Britney Spears den Markt überlfuten und den Rücken durch großkonzerne gestärkt bekommen, die musikalische Kunst ins Abseits drängen und alle 5 Minuten ein neuer Film rauskommt und 50 Serien das Jahr. Ist der Konsument doch total überfordert herauszufiltern was seinem geschmack enstpricht, die Industrie will und nur den ihren Aufzwingen.
Das ganze ähnelt sehr stark dem was man mit Nahrungsmitteln erlebte. Als der Zugang noch schwerer war, war Fleisch oder gewürze wertvoll. Man vergedeute sie nicht und kaufte nicht IRGENDWAS ein. Seitdem man aber schon Halbes Pfund für 2,99 bekommt ist doch fast jeden tag Fleisch auf dem Tisch,
und so ist es mit Serien, Musik, Filmen auch.
Teilweise konsumiert man es aus freude, man will unterhalten werden. Einer guten Geschichte folgen, statt nachzudenken.
Das ja auch eine nette Doktrin der Industrie, wenn das Vieh die Filme, die Musik und Bücher ignoriert die auf Misstsände aufmerksam machen und die konsumiert die davon ablenken. Wer merkt dann noch was? Dadurch stumpfen wir ab.
Nischenkunst kann sich dann nur schwer behaupten. Logisch wäre finanzielle Hilfe gut. Aber mal ernsthaft. Ohne das netz, das "sharen" würden solche Künstler schneller sterben. denn viele entdecken erst dadurch diese Kunst, erhalten erst Zugang dazu.
Und deshalb sollte man solche Seiten nicht schließen, sondern legale und nutrale Modelle dagegen stellen, denn wenn Kino.to und movie2k.to eins waren: Wertneutral
florian.fiele Sat, 08 Jun 2013 12:04:57 -0000
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DonChris Sat, 08 Jun 2013 12:08:56 -0000
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J4KOB Sat, 08 Jun 2013 12:29:34 -0000
Antwort löschen@Yadokari: Genau das wollte ich damit nicht aussagen, aber Danke für deinen Kommentar.
@ConelSpy: Der Vergleich mit den Nahrungsmitteln unterstreicht das was ich gemeint habe. Ein Kilo Fleisch ~ ein Kilo Film.
Keine Ge- sondern Verbrauchsgüter. Kauf ich mir, rein damit und weg damit.
Wenn ein Film nicht nachwirkt, hat er ein Stück von dem verloren, was ihn als solchen ausmacht.
elias.megaopa Sat, 08 Jun 2013 12:31:32 -0000
Antwort löschenPure Zustimmung. Danke, dass mir das abgenommen hast.
Sumsi79 Sat, 08 Jun 2013 13:48:13 -0000
Antwort löschenEs gab mal eine Zeit, wo sich Live Musiker über die Erfindung der Schallplatte aufgeregt haben. Und zwar mit ähnlichen Argumenten, die du hier gegen das Streaming aufführst.
SKURRIL Sat, 08 Jun 2013 14:17:30 -0000
Antwort löschenDas liegt aber wieder einmal mehr nur an der Masse. Mir persönlich bringt das Streamen was und ich bin froh, dass es möglich ist. Außerdem darf man auch nicht vergessen, dass man echte Schätze im Internet findet, auf die man wahrscheinlich nie zurückgreifen könnte, wenn sie nicht irgendjemand hochgeladen hätte.
Neverman Sat, 08 Jun 2013 14:22:45 -0000
Antwort löschenEs gibt auch genug Kinogänger, die sich hinterher darüber beschweren, dass sie zu viel nachdenken mussten. Streaming ändert daran nichts. Und auch ein Filmstream kann liebevoll ritualisiert werden. Der Computer/Laptop ersetzt das Fernsehen und aus dem allabendlichen Fernsehfilm wird eben ein allabendlicher Spielfilm per Stream (ob legal oder illegal, spielt keine Rolle).
Und wieso das "Sehgewohnheiten" beeinflussen soll, verstehe ich nicht. Beeinflusst es denn ebensosehr diese Sehgewohnheiten, wenn ich mir 3 oder mehr Filme pro Tag im Kino ansehe?
Vergalduk Sat, 08 Jun 2013 14:46:35 -0000
Antwort löschen@ J4KOB Falls es dich interessiert, ich bin in meinem Kommentar weiter oben auch kurz auf deinen eingegangen.
@ ConelSpy Ich stimme dir zu, was die Marktüberflutung durch gleichgeschaltete Pseudokunst angeht, allerdings lernt man, finde ich, mit der Zeit ganz gut, wie man in dieser riesigen Masse trotzdem wertvolle oder dem persönlichen Geschmack entsprechendes Material findet. Sei es durch Foren, Youtube-Channels, Facebookgruppen oder was auch immer (ich habe z.B. mit ein paar Freunden eine Facebookgruppe namens "Am äußeren Rand" , in der wir uns gegenseitige abseitigen, außergewöhnlichen (Extrem-)Metal zeigen, der eben meist niocht so bekannt ist und einfach anders klingt). Außerdem finde ich auch oft genug im vorgekauten Mainstream Dinge, die mir gefallen, unabhängig davon, wie stumpf sie vielleicht sein mögen. Jeder mag es auch mal simpel.
Wieder @ J4KOB und ConelSpy Ich bin auch öfter bestürzt über das Abstumpfen vieler Konsumenten. Vor ein paar Monaten meinte doch mein Mitbewohner (der, by the way, absolut kein Mensch ist, der sich alles vorkauen lässt, die Originaltrilogie von Star Wars sei zwar ganz gut, aber eben einfach so alt und deswegen nicht sein Ding), andererseits kratzt es mich auch wenig, da es ihr Problem ist, wenn sie so tolle Erfahrungen verpassen. Ich denke dann eher weiter und bekomme etwas Angst, dass diese Leute evtl. in ihrem ganzen Leben so kurzsichtig und oberflächlich sind. Und die dürfen wählen. Aber das führt jetzt zu weit. Tatsache ist, es wurde schon oft genug der Untergang des "richtigen" Konsums vorhergesagt, ob das dann auc eingetreten ist, ist wohl Ansichtssache. Es schadet aber nichts, weiterhin zu beobachten und zu mahnen.
HellGreetings Sat, 08 Jun 2013 14:47:55 -0000
Antwort löschenUnd wer genau hält dich davon ab, "einen ganz konkreten Film zu kaufen, dich den ganzen Tag über darauf zu freuen, ihn abends in den DVD-Player einzulegen und dich dann vollständig darauf einzulassen"?
NotTooOldForThisShit Sat, 08 Jun 2013 17:08:21 -0000
Antwort löschenSehr guter Kommentar von J4KOB. Ein echter Filmliebhaber weiss einen guten Film zu schätzen und inhaliert sie nicht förmlich auf Streamingportalen
J4KOB Sat, 08 Jun 2013 17:24:51 -0000
Antwort löschen@Neverman: Ganz einfach. Wenn man sich 3 Filme pro Tag ansieht, verkommt dieses Ritual zur absoluten Reizüberflutung.
@Vergalduk: Ja tut es, habs grad gelesen. Vielen Dank für die Info. :)
@HellGreetings: Niemand. Bitte denk nochmal darüber nach. Das war ganz und gar nicht das, was ich damit aussagen wollte.
@NotTooOld: Vielen Dank und vollste Zustimmung :)
Vergalduk Sat, 08 Jun 2013 17:55:12 -0000
Antwort löschenEin persönliches Beispiel, in dem sich Streaing für mich gelohnt hat: ich wäre vmtl. nie auf die Idee gekommen, mir "Irreversibel" zu kaufen, da ich sehr skeptisch war. Nachdem ich ihn im Stream gesehen hatte, war ich aber schwer beeindruckt (um nicht zu sagen niedergeschmettert - wer Lust hat kann meinen Kommentar dazu hier gerne lesen - Werbung Ende) und die DVD werde ich mir definitiv holen.
HellGreetings Sat, 08 Jun 2013 18:16:40 -0000
Antwort löschen@NotTooOldForThisShit Frag Quentin Tarantino, zumindest was das Inhalieren angeht.
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NotTooOldForThisShit Sat, 08 Jun 2013 18:20:44 -0000
Antwort löschenTarantino hat auch in einer Videothek gearbeitet ;)
Neverman Sun, 09 Jun 2013 08:09:26 -0000
Antwort löschenUnd sich sicherlich auch noch den größten Scheiß reingezogen.
Umsonst.
Weil er es konnte.
Bewunderungswürdig.
J4KOB
Kommentare Thu, 30 May 2013 11:26:15 -0000
"Heißt das jetzt, dass es einfach nicht genug weibliche Regisseurinnen gibt? Oder produzieren Frauen einfach schlechtere Filme, die nicht den Anforderungen eines renommierten Festivals wie Cannes entsprechen?
Ich kann und will das einfach nicht glauben."
Vermutlich ist es aber ganz genau so. Es gibt halt einfach mal nicht so viele weibliche Regisseure.
---
"Da sich weibliche Regisseurinnen offenbar vom Mainstream-Kino distanzieren[...]"
Komisch, dass sie dann nicht so sehr in der Öffentlichkeit vertreten sind...
(Gilt die Aussage eigentlich für alle Frauen?)
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"Gibt es wirklich eine Verschwörung, ein rein männliches Komitee, das selbstverliebt und heimlich Jahr für Jahr männlich dominierte Programme zusammenstellt? Die fehlende Transparenz an dieser Stelle lässt so etwas in jedem Fall vermuten."
Ja, die Vermutung ist wirklich naheliegend *hüstel*
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"Auf der offiziellen Webseite wird ein Preis ausgeschrieben, der den Gewinner – Achtung: Zitat! – mit '8.000 Euro für SEINEN ersten Spielfilm' ausstattet."
"Den Gewinner für ihren Spielfilm..." Hm? Ich fordere eine Femininumquote in der deutschen Grammatik!?!
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"Immerhin durfte ich Herrn Frémaux ein paar Fragen per Email stellen. Auf die Antwort warte ich bis heute."
Wenn die Fragen so schwachsinnig waren, wie der Text es vermuten lässt, hätte ich dir das auch schon vorher prophezeien können.
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Ihr habt in eurer Redaktion wohl wirklich ernstzunehmende Probleme. Dieser Text trieft geradezu vor überzogener Polemik und bläst verdrehte Halbwahrheiten zu Selbstverständlichkeiten auf. Man sollte meinen, die Frauen stehen kurz vorm Ausgerottet werden.
Ist das nicht ein Forum für Filme??? Cannes als Aufhänger für eine derartige Diskussion zu missbrauchen ist ja schon lächerlich genug, aber die Intesität mit der das Ganze hier präsentiert wird ist wirklich die Höhe. Ich hoffe mal, das ist nur so ne Phase.
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J4KOB
Kommentare Sun, 12 May 2013 17:51:15 -0000
Erstaunlich wie viele den Drang verspüren, der Welt unbedingt die Tatsache mitzuteilen, dass sie trotz Gewalt in Filmen höchstanständige Leute geworden sind. ^^
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Filmromantikerin Sun, 12 May 2013 19:06:10 -0000
Antwort löschenAls würden sie den Artikel als persönlichen Angriff empfinden ^^ Ich glaube, die meisten haben auch, wie so oft, nicht mal den ganzen Text gelesen ...
xcharliex Mon, 13 May 2013 12:05:09 -0000
Antwort löschendas sind die gefährlichsten.
J4KOB
Kommentare Sun, 05 May 2013 09:19:47 -0000
Ohne Simpsons kann ich die Liste nicht ernst nehmen.
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harry.mui Sun, 05 May 2013 09:25:56 -0000
Antwort löschenAbsolut! Also wenn eine Serie wirklich Ausgelutscht ist dann sind es The Simpsons. Man sollte einfach mal willkürlich eine Folge aus den Staffeln 1-9 wählen und dann mit einer Aktuellen vergleichen...
PeaceMaker93 Sun, 05 May 2013 09:49:21 -0000
Antwort löschenDem schließe ich mich an. Staffel 1-9 göttlich und 10-16 noch ziemlich gut (wobei man bei 15,16 abstriche machen kann) und ab 17 wirds einfach nur sehr sehr schwach (und der zwanghafte Wechsel von Marges Stimme kommt natürlich auch zur falschen Zeit).
brainchild Sun, 05 May 2013 10:10:34 -0000
Antwort löschen"Staffel 1-9 göttlich": Agreed!
Aber 11-14 waren erzählerisch unglaublich dumm.
Memduman Sun, 05 May 2013 11:37:33 -0000
Antwort löschenIch würd sogar so weit gehen zu sagen, dass sich schon ab Staffel 7 eine Konzept- & Qualitätsänderung bemerkbar macht :/
Meine Wertung: 3-6 göttlich, 1-2 gut, 7 okay, 8 gemischt, ab 9 Schwach, seit Staffel 11 völlig aufgegeben.
brainchild Sun, 05 May 2013 12:35:19 -0000
Antwort löschenGute und richtige Differenzierung :)
Wobei die 7. zumindest teilweise noch das göttliche Niveau erreicht. Und in Season 15 & 16 gab's nochmal ein paar wirklich gute Folgen!
Memduman Sun, 05 May 2013 13:19:15 -0000
Antwort löschenDas wäre nämlich meine nächste Frage gewesen: Ab Staffel 11 hab ich aufgehört, Seasons durchzugucken, demnach eigentlich auch nicht mehr bemerkt, ob eine Staffel nochmal "die Kurve kriegt". Gibts bis auf Season 15 & 16 noch weitere, wo man mal reinschauen könnte? :-)
Und jap, die 7. Staffel hat noch einige gute bzw fantastische Folgen, und Gags für die Ewigkeit! Bei Krustys Landung auf sein Sicherheitsnetz lache ich mich nach dem 20. Mal immer noch kaputt xD Und sogar die 9. Staffel hat noch die Marine & New York Folge. Nur gerade in den letzten Folgen von Staffel 7 setzt sich die Art der "neuen" Simpsons-Folgen fest, mit welcher ich leider nicht mehr klar komme... :(
brainchild Sun, 05 May 2013 15:27:06 -0000
Antwort löschenExakt!
Bei 15 und 16 ist reinschauen leider auch gefährlich, auch da sind so enige Folgen echt übel :D Ich empfehl dir in Season 15 Folge 9 und 22(!), in Season 16 Folge 10, 17(!) und 21. Die Staffeln danach waren mE solide, bessere Storys als in 11-14, gagmäßig aber nur Durchschnitt. Herausragendes gabs seitdem leider nur noch ganz selten.
PeaceMaker93 Sun, 05 May 2013 16:32:30 -0000
Antwort löschenWieso wird hier eigentlich die 10 Staffel die ganze Zeit übersprungen. Irgendwie gehts nur um 1-9 und 11-16 :D Leider kann ich ab Staffel 10 auch gar nicht mehr soo viel zu den Folgen sagen, da ich diese seltener sehe. Aber in Staffel 10, 11 und 12 habe ich doch noch ein paar sehr gute Folgen in Erinnerung (Wie die mit den Tomaccos). Staffel 1-5 Haben für mich so ein spezielles Flair und 6-9 fühlen sich irgendwie anders an, sind aber über weitesgehend sehr geil, besonders Staffel 6 und 8.
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gabriel.rost.77 Sun, 05 May 2013 16:45:47 -0000
Antwort löschenAlso die nachfolgenden Staffeln hatten auch noch ein paar wirklich gute Folgen. Von Staffel 17 Folge 13, Staffel 18 die Folgen 1 und 21 und Staffel 19 die Folgen 9, 13 und 19 waren wirklich gut gemacht. Auch ein paar andere, deren Namen und Nummer mir jetzt nicht einfallen, waren durchaus sehenswert. Aber im Allgemeinen muss ich euch Recht geben. Den Machern gehen langsam die Ideen aus. Sie sollten die Serie beenden. Aber es sollte ein wirklich schönes Ende werden.
J4KOB Sun, 05 May 2013 17:44:17 -0000
Antwort löschenDie Einteilung ist wirklich leicht:
Staffel 1 bis 10 ist göttlich (ja, auch die 10te :D)
ab Staffel 11 unterirdisch.
J4KOB
über Fighting Thu, 25 Apr 2013 18:04:47 -0000
Ich glaube neben mir gibt es keinen Zweiten, der so behämmert ist, dass er sich "The Fighter" kaufen möchte und stattdessen "Fighting" mit nach Hause nimmt.
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WelcometotheKlap Thu, 25 Apr 2013 18:16:34 -0000
Antwort löschenUnd nach den Bewertungen zu urteilen, hast du dir ja echt ein echtes Schätzchen gesichert. xD
Weißt ja, wer den Schaden hat und so....
SoulReaver Thu, 25 Apr 2013 18:36:50 -0000
Antwort löschenChannig Tatum <3 Voll qail! Und diese Muskeln *-*
Velly Thu, 25 Apr 2013 19:16:52 -0000
Antwort löschenBale haben wollen.... aber Tatum bekommen.
Das ist schon ziemlich ekelig! ;-D
Drogba11 Thu, 25 Apr 2013 20:15:50 -0000
Antwort löschenIch hoffe, wenigstens der Preis war akzeptabel. Aber wer weiß,
vielleicht hast du ja ein verkanntes Meisterwerk erwischt^^
J4KOB Thu, 25 Apr 2013 23:06:28 -0000
Antwort löschenIch musste nach der Hälfte abbrechen. Zum einen Teil, weil ich morgen raus muss und zum anderen weil der Film mit zu dem schlechtesten gehört, was ich in dem Genre bisher bestaunen durfte. ;D
@Drogba11: Bei 3,99€ kann man im Normalfall nicht meckern. :))
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Drogba11 Thu, 25 Apr 2013 23:32:38 -0000
Antwort löschenDas hätte dir spätestens an der Kasse merkwürdig vorkommen müssen. Aber allein diese Lektion war wohl das Geld wert und beim nächsten Mal schaut man dann genauer hin ;)
J4KOB Fri, 26 Apr 2013 18:49:57 -0000
Antwort löschenJa, ich denke so schnell passiert mir das nichtmehr :D
J4KOB
über Die 120 Tage von Sodom Tue, 23 Apr 2013 23:17:45 -0000
Endlich vorbei. Die letzten Minuten sind überstanden. Ich möchte kotzen.
Wer bei diesem Machwerk nicht die Schlechtestwertung von 0.0 vergibt, hat in mienen Augen nicht mehr alle Tassen im Schrank. Pasolini hätte für dieses Verbrechen hinter Gitter gehört und sämtliche Schauspieler, die sich für sowas hergeben gleich mit ihm.
Der tiefere Sinn, der "120 Tage von Sodom" zugeschrieben wird, ist praktisch nicht vorhanden, vielmehr ist das hier die Ausgeburt der schwer gestörten Fantasie eines offensichtlich Geisteskranken. Wenn eine Diva von ihrem "Fötzchen" erzählt und wie unzählige, verschiedene Männer ihr auf den Rücken ejakulierten, dann fragt man sich wie sowas jemals produziert werden konnte. Ich meine, jemand der noch ganz klar in der Birne ist, steckt doch in sowas kein Geld rein. Ich hoffe, die meisten Beteiligten wurden irgendwo untergebracht, wo sie mit ihren abartigen Neigungen nur noch ihresgleichen belästigen können.
Ein Schundwerk, für das sich die gesamte Spezies Mensch in Grund und Boden schämen sollte.
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Le Samourai Wed, 24 Apr 2013 00:00:35 -0000
Antwort löschenOjeeeh, ojeh.
WelcometotheKlap Wed, 24 Apr 2013 00:35:27 -0000
Antwort löschenOjeeeh, ojeh (Part 2).
DerDude_ Wed, 24 Apr 2013 05:01:24 -0000
Antwort löschenIch finde den Film auch alles andere als gut aber Intention gibt es hinter diesem Film schon zu entdecken, nur das wurde nicht gut umgesetzt weil sich der film in seinen Gewaltexzessen verliert ohne etwas auszusagen, außer das Faschismus Böse ist. Aber wegen einem Film gehört niemand hinter Gitter.
J4KOB Wed, 24 Apr 2013 06:47:14 -0000
Antwort löschen@WelcometotheKlap: Den Film hab ich wegen deines Profiltextes geschaut. Und wo du doch der Meinung bist, dass den jeder aml gesehen haben sollte, hab ich dir in gewisser Weise ja nen Gefallen getan. ^^ Natürlich lässt sich dem Film ein gewisser Hintergrund nicht absprechen, aber der Faschismus verfällt zum Selbstzweck für groteske Gewalttaten anstatt konstruktiv kritisiert zu werden. Den Voyerismus, der manchmal lobend erwähnt wird, hat es bei mir nie gegeben. Ich musste den Film in 3 Teile splitten, weil ichs nicht fertigbrachte, den ganz anzusehen.
@Dude: Nicht unbedingt ins Zuchthaus, aber möglicherweise vorerst mal in eine geschlossene Anstalt um mal zu sehen, ob jemand mit solchen Fantasien in einem öffentlichen Umfeld überhaupt klarkommen kann.
Selbstverständlich ist das übertrieben, aber es sind Leute schon für sehr weit weniger weggesperrt worden.
Ripley1 Wed, 24 Apr 2013 07:38:32 -0000
Antwort löschenDer Film leistet mehr als nur zu zeigen, dass "Faschismus böse" ist. Er verweigert er sich jeglicher Konsumierbarkeit: Durch Dokumentationen kann ich mich informieren, bei "Schindlers Liste" mitleiden, von "Das Leben ist schön" kann ich mich vielleicht trösten lassen. In "Salo" gibt es kein Identifikationsangebot und auch kein bewährtes Rezeptionsmuster. Er schockiert, überfordert vielleicht, löst Abwehrreaktionen aus. Das ist aber seine Stärke. Der Zuschauer wird konfrontiert mit Perversion in Reinform. Der Verzicht auf Erklärungen zwingt uns dazu, die grundsätzlichen Fragen noch einmal zu stellen, nicht nur nach den Ursachen des Faschismus, sondern nach dem Wesen des Menschen.
Wenn man beispielsweise eine Gedenkstätte besucht, findet man alle (un-)denkbaren Formen von Brutalität und Entmenschlichung dokumentiert. Was der Film uns zumutet, ist, dass er uns die Distanzierungsmöglichkeit nimmt.
Sigmund Wed, 24 Apr 2013 08:07:18 -0000
Antwort löschenEine der Haupt-Qualitäten großer (Film-)Kunst ist doch: Einen erlebbaren Ausdruck zu finden für das, was Menschsein eben bedeutet. Betrifft alle Facetten, also auch die Abgründe unseres Wesens.
Ich kenne kaum einen Film, der z.B. die Obszönität von kalter Machtausübung so greifbar werden lässt wie dieser. Kein Wunder, dass er damit die Gefühle vieler Zuschauer verletzt. Alles andere wäre ja auch traurig.
Wenn dem Film hier aber immer wieder vorgeworfen wird, es sei doch längst bekannt, dass Faschismus böse sei, dann ist das ungefähr so dämlich wie zu sagen: Kriegsfilme sind überflüssig, denn jeder weiß doch: Krieg bringt Leid über die Menschen. Oder: Liebesgeschichten braucht es nicht, denn die Liebe ist ja bekanntlich... etc.
Ein guter Film macht eine tiefere Wahrheit ein Stück weit erlebbar, auch wenn man selbst nicht dabei gewesen ist. Er hebt sie aus der abstrakten Ebene in eine sinnliche. Und wenn ihm das auf eine Art gelingt, die man nicht schon tausendmal gesehen hat, dann ist das schon mal einige Anerkennung wert.
Le Samourai Wed, 24 Apr 2013 08:36:38 -0000
Antwort löschenWunderbar erklärt ihr zwei, Respekt...
lieber_tee Wed, 24 Apr 2013 09:48:43 -0000
Antwort löschenSchrecklich, kein Film und Regisseur hat, bei aller Kritik, solche Worte verdient.
Le Samourai Wed, 24 Apr 2013 09:50:12 -0000
Antwort löschenDoch, Uwe Boll. ;)
lieber_tee Wed, 24 Apr 2013 10:22:28 -0000
Antwort löschenNicht mal der aber auch nur ganz knapp...;)
lieber_tee Wed, 24 Apr 2013 10:37:23 -0000
Antwort löschen...zudem bekommt der Text einen bitteren Beigeschmack angesichts der Ermordung des Regisseurs, bei der ein Zusammenhang zum Film vermutet wird...
Le Samourai Wed, 24 Apr 2013 10:45:57 -0000
Antwort löschenJep, das sowieso...
WelcometotheKlap Wed, 24 Apr 2013 10:52:43 -0000
Antwort löschenDa komme ich wohl ein paar Stunden zu spät, denn hier wurde ja wirklich schon fast alles gesagt. Einees vielleicht noch : Das grausamste an SODOM ist nicht einmal die gezeigte Entmenschlichung, das grausamste ist das Wissen, das die Realität den Film längst eingeholt hat (schon zu seiner Entstehung eigentlich) und es letzte Grausamkeiten gibt, die, so sehr sich ein Film sich auch anstrengen würde, man niemals auf Film bannen könnte.
Außerdem, schon in Pasollinis Erklärung, das sich der Film dem Faschismus widme, nur um dann zwei Stunden lang nicht etwa in politischen, sondern in menschlichen Abgründen zu suhlen, liegt ein klarer Affront, eine klare Aussage. Im Grunde bricht er damit alle diktatorischen Herrschaftsformen auf tierische Ambition herunter, alle Macht auf die pure Anima, und zeigt damit nicht nur, welche Entmenschlichung durch Machtvergabe entsteht, sondern warum Menschen sie überhaupt erst (insgeheim) Anstreben.
Macht macht frei....frei von Menschlichkeit, Zwängen der Moral, dem eigenen Umfeld, sich selbst, und jede einer solch angelegten Herrschaftsform ist nichts weiter als ekzessives Baden in den eigenen Abgründen. Denn was waren Pol Pot, Stalin, Hitler....wenn nicht Menschen die ihre eigenen Dysfunktionen in die Gesellschaft trugen, sie damit zu einem Spiegel ihrer selbst umwandelten und das Ganze Status Quo nannten. Zur eigenen Selbstlegitimierung, bis ihre eigene Dysfunktion, die eigene Raserei ganz sie selbst sein durfte. Denn man ist erst der "mächtigste Mann" auf diesem Planeten, wenn man sich nicht einmal mehr vor sich selber, und seinen eigenen Abgründen fürchtet. Herrschaft ist Pornografie der eigene Seele, sind ihr keine Grenzen mehr gesetzt, moralisch wie seelisch, wird sie in purer Selbstentfesselung Amok laufen.
Le Samourai Wed, 24 Apr 2013 11:00:45 -0000
Antwort löschenWow, anscheinend ist ein schrecklicher Text von Nöten, um hier derart tolle Statements zu bekommen. Dann war er ja doch für was gut... :p
WelcometotheKlap Wed, 24 Apr 2013 11:22:21 -0000
Antwort löschenNaja, Im Grunde kann man die Abwehrhaltung, die ein Film wie SODOM entfesslt ja auch gut verstehen, wenn sie nicht sogar Teil des Konzeptes sind, auf dem Film basiert. Immerhin ist es leicht vor einem Film die Augen zu verschließen, ihn unmenschlich zu nennen, noch leichter zu übersehen, das die Realität zeitgleich schon längst alle filmischen Dimensionen überholt hat. "Shoot the Messenger" ist etwas zu dem wir manchmal alle gerne neigen.
Hier sind wir wieder bei dem Allgemeinplatz, das jede Reaktion eine zulässige Reaktion ist, man dem Film also genauso Recht gibt, wenn man ihn verehrt oder ihn anstößig findet.
Gerade ein Film wie SALO ist perfekt für diese Sichtweise, schließlich muss ein Postbote der seine Lieferungen so lautstark und "rüpelhaft" vor die Haustür der Leute schmeißt, geradezu damit rechnen, nicht gerade der beliebteste in seiner Zunft zu sein.
Von daher möchte ich mich eigentlich schon für mein "Ohjeee" entschuldigen....Entrüstung ist gut, ein notwendiger Prozess, solange es nicht der letzte Prozess bleibt.
Le Samourai Wed, 24 Apr 2013 11:26:32 -0000
Antwort löschend'accord.
SpiceWeasel Wed, 24 Apr 2013 13:45:12 -0000
Antwort löschenFurchtbar ignoranter Kommentar aber danke für die klasse Statements darunter! xD
J4KOB Wed, 24 Apr 2013 15:58:26 -0000
Antwort löschenIch weiß gar nicht was ihr habt. Ihr solltet euch doch freuen wie die Schneekönige. Mein Kommentar ist doch zu einem gewissen Teil genau das was der Film hervorrufen sollte?
Ich stimme mit den meisten Statements hier vollkommen überein, bis auf den Teil wo das alles dann in den Himmel gelobt wird.
"Er schockiert, überfordert vielleicht, löst Abwehrreaktionen aus. Das ist aber seine Stärke." Es ist nicht sonderlich schwer sowas zu schaffen, wenn man Leute Scheiße fressen lässt.
"Der Verzicht auf Erklärungen zwingt uns dazu, die grundsätzlichen Fragen noch einmal zu stellen [...]" Na großartig, eine fehlende Erklärung hat fast immer diesen Effekt. Und das Geniale daran ist was?
Der Grund warum keiner vor Pasolini jemals einen solchen Film gemacht hatte ist sicherlich nicht der, dass eine solche Umsetzung eine ungeheure Raffinesse erfordert. Zugegeben, auf handwerklicher Ebene ist dem Film kaum etwas vorzuwerfen, man merkt, dass Könner am Werk waren. Allerdings ist das nichts wert, wenn das Ergebnis jeglicher Menschlichkeit trotzt.
Zum oft angesprochenen Punkt 'Wahrheit': So gesehen zeigt so ziemlich jeder Film, der hier auf diesem Planeten zu finden ist, die Wahrheit. Nur weil es irgendwo auf der Welt tatsächlich solche Grausamkeiten gab, gibt und geben wird, ist das jetzt also die Wahrheit der Wahrheiten?
Tatsache ist, dass solche Gewaltexzesse zum Glück einen verschwindend geringen Anteil haben. Selbst den durchschnittlichen Insassen der Arbeitslager und KZs im dritten Reich ging es im Vergleich zu dem hier gezeigten relativ gut. Und die gelten als eines der größten Verbrechen der Menschheit.
Es tut mir Leid, wenn ich irgendjemandem auf die Füße getreten sein sollte. Aber eine Rechtfertigung für meine Abneigung sollte hier eigentlich wirklich nicht von Nöten sein.
lieber_tee Wed, 24 Apr 2013 16:30:14 -0000
Antwort löschenHabe keine Probleme damit den Film kritisch zu betrachten und finde es legitim ihn auch "scheiße" zu finden. Geht ja hier nicht um Geschmacksfaschismus. Regisseur, Schauspieler usw. allerdings in den Knast zu wünschen, als geisteskrank zu bezeichnen, sie irgendwo unterzubringen ist, bei aller Ablehnung gegenüber des Films, eine Sichtweise die ich, liebevoll formuliert, unangemessen finde. Angesichts dessen, ich wiederhole mich, das zudem der Verdacht besteht das der Regisseur gerade wegen des Films (Rohmaterial) umgebracht wurde...
WelcometotheKlap Wed, 24 Apr 2013 16:34:35 -0000
Antwort löschenStimmt, es geht hier nicht um Geschmacksfrage, es geht um Artikualtion dieser.
Und außerdem :
"Selbst den durchschnittlichen Insassen der Arbeitslager und KZs im dritten Reich ging es im Vergleich zu dem hier gezeigten relativ gut. "
Oh boy, you have noooo idea.
Selbst eine geschichtliche Figure wie zb. Joseph Mengele lässt mit seinen Real-Experimenten so ziemlich alles in SALO ziemlich alt aussehen.
J4KOB Wed, 24 Apr 2013 17:27:00 -0000
Antwort löschenDass jemand der solche Gedanken und das Bedürfnis hat sie auf Film zu Bannen und der Öffentlichkeit zu präsentieren, gehört in psychiatrische Behandlung, tut mir Leid. Das ist nach wie vor meine Meinung.
Ich denke sehr wohl, dass ich eine Ahnung habe. Deshalb hab ich auch sehr darauf geachtet, dass das Wörtchen "durchschnittlich" nicht fehlt. Hier sind wir wieder beim Punkt. Man hat Menschen an verschiedenen Stellen aufgeschnitten um zu sehen wie lange es dauert, bis sie ausbluten, man pumpt ihnen Säure in den Körper, man übergießt sie bei Minusgraden regelmäßig mit Wasser... mein Geschichtslehrer hat ganze Arbeit geleistet. Regelrecht begeistert war er, als er uns vor Ort in Mauthausen alles haarklein erklärt hat. Er war sogar so gut, dass einzelne Schüler fast zusammengebrochen sind. Aber hey, ist ja die Wahrheit. Stellt euch nicht so an. ;) Vermutlich würde er "Salo" wirklich wahnsinnig toll finden.
Allerdings bildeten diese Real-Experimente glücklicherweise die Minderheit und es war auch durchaus nicht ungewöhnlich, dass man nach seiner Gefangenschaft wieder freikam. (Zumindest vor 1939)
Die KZs sind so ziemlich das schlimmste, was jemals passiert ist und man muss nicht versuchen, dass auch noch zu toppen.
Dass sich nicht im Geringsten von Gezeigtem distanziert wird, finde ich in solchen "Höhen" nicht mehr vertretbar. Der Regisseur hat eine gewisse Verantwortung für das, was er seinem Publikum zumutet.
Und nochmal zur Artikulation. Ich möchte mich hier in aller Form dafür entschuldigen. Ich weiß dass das übertrieben war. Zu meiner Verteidigung möchte ich aber anmerken, dass ich den Kommentar direkt nach Sehen des Films geschrieben hab und da hatte ich wirklich ne ziemlich miese Stimmung.
lieber_tee Wed, 24 Apr 2013 17:42:14 -0000
Antwort löschenOh Mann, wenn du (mal) wütend bist denn gehe ich lieber in Deckung...:)))
Ripley1 Wed, 24 Apr 2013 18:12:34 -0000
Antwort löschen@Jakob: Ich glaube, ich verstehe, was du meinst. Man muss nicht jede Grausamkeit auf der Leinwand zeigen, auch nicht, wenn sie auf historisch belegtem Geschehen beruht.
Dennoch würde ich Pasolini nicht so einfach abfertigen als einen Provokateur, der nur schockieren will, um zu schockieren. Verglichen mit heutigen Filmproduktionen (torture porn, slasher...), sind die Darstellungen in "Salo" nicht einmal das Extremste, das man zu sehen bekommen kann. Das, was auch mich aus der Fassung bringt und an die Grenze des Erträglichen, sind nicht "Leute, die Scheiße fressen", sondern die Wahrhaftigkeit des Gezeigten. Mit Wahrhaftigkeit meine ich: stimmig, plausibel, denkbar.
Wahrheiten sind manchmal schwer zu ertragen, und man kann, wenn man will, dem Filmemacher eine ziemliche Unbarmherzigkeit vorwerfen. Aber: "Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar." (Ingeborg Bachmann) Das gilt meiner Meinung nach auch, sogar ganz besonders in der künstlerischen Form.
J4KOB Wed, 24 Apr 2013 19:39:06 -0000
Antwort löschenEin Problem von mir mag sein, dass "Sola" der einzige Film ist, den ich von Pasolini bisher gesehen habe. Also habe ich kein Vergleichswerk an dem ich mich orientieren könnte und auch keine Grundsympathie, die meine neu gewonnene Abneigung schmälern könnte. Ich finde beim besten Willen keinen anderes schlüssiges Motiv als den Willen zu schockieren. Wenn der Film Teil eines sozialen Experiments gewesen wäre, wenn dazu ein kritischer Text dazu veröffentlicht worden wäre, oder sonst irgendetwas was man nur ansatzweise produktiv nennen könnte, dann sähe alles ganz anders aus. Wenn mir sowas entgangen sein sollte, bitte ich innigst um Aufklärung.
Bei TorturePorn kann ich zum Glück nicht mitreden. Ich habe versucht, mich davon so weit wie möglich fern zu halten.
Wenn man das Wahrhaftige so sehr ins Extreme treibt, dann zweifle ich daran, ob man dem Menschen das dann auch so zumuten kann.
Wenn es erlaubt ist, treibe ich die Wahrheitsdiskussion auf die Spitze und behaupte, es sind Dinge passiert, die so schrecklich sind, dass man niemanden damit konfrontieren sollte ohne demjenigen die Möglichkeiten zu bieten, Distanz zu wahren. Die Psyche des Menschen bricht an der Grenze des Erträglichen zusammen. Soldaten sind auch Jahre nach ihren Einsätzen und dem was sie dort gesehen haben noch schwer gestört. Im Endeffekt ist das was ihnen zugemutet wurde nur die Wahrheit gewesen. Oder habe ich da was falsch verstanden?
(Ingeborg Bachmann war tablettensüchtig und hat das Tagebuch von Max Frisch auf dem Gewissen. Von der halt ich nix ;D)
Ripley1 Wed, 24 Apr 2013 21:03:35 -0000
Antwort löschenDer Vergleich mit dem Soldaten hinkt. Die Wirklichkeit des Lebens ist das eine, die Wahrheit der Kunst das andere. Einem Film muss ich mich nicht aussetzen, wenn ich ihn nicht aushalte. Auch glaube ich nicht, dass du, der den Film offenbar vollständig gesehen hast, ein bleibendes Trauma davonträgst.
Und Ingeborg Bachmann ist eine große Dichterin. Auf für sie gilt: Das Leben ist das eine, die Kunst das andere.
J4KOB Wed, 24 Apr 2013 21:22:40 -0000
Antwort löschenDann bitte ich nochmal um eine Erklärung des Begriffs "Wahrheit der Kunst". Daran verzweifle ich nämlich schon länger. Ich habe das nämlich erstmal mit dem was in der Realität tatsächlich passiert (ist), gleich gesetzt. Wenn dann die fehlende Distanz angepriesen wird, ist der Vergleich durchaus berechtigt, denn wo zieht man die Linie? Sieht man einen Film von dem was wirklich passiert, sieht man auch das was wirklich passiert.
Wahrheit der Kunst kann dann praktisch vom Künstler nach Belieben selbst geschaffen werden und hat im Prinzip nicht den geringsten tatsächlichen Wahrheitsanspruch. Wenn dann behauptet wird, "Sola" zeige die Wahrheit, dann wird eigentlich nur gesagt, "Sola" zeigt seine Wahrheit, also im Prinzip nur sich selbst.
Nein, ich habe natürlich kein bleibendes Trauma ^^ Allerdings wurde mir schlecht, als ich heute daran denken musste und gerade schön geträumt hab ich letzte Nacht auch nicht.
Ich habe mich nur ein klein wenig mit der Frau Bachmann beschäftigt und finde sie ebenfalls ganz großartig. Ich wollte das nur am Rande anmerken. ^^
Ripley1 Wed, 24 Apr 2013 21:56:08 -0000
Antwort löschenJetzt könnte eine philosophischer Diskurs beginnen über Erkenntnistheorie, Sprache, Rezeptionsästhetik...
Hier nur so viel: Ein Kunstwerk (ein Gemälde, ein Märchen, ein Musikstück oder ein Film...) ist fiktional, hat also keine Tatsachen-Realität, sondern besteht aus Zeichen. Sein Verhältnis zu einer äußeren Realität (soweit man diese überhaupt erkennen und bestimmen kann) muss gedeutet / interpretiert werden. Ein Kunstwerk ist dann wahrhaftig, wenn der Rezipient (z.B. der Filmzuschauer) es sinnhaft auf allgemeingültige Aussagen (Wahrheiten) beziehen kann in dem Sinne, dass eine Kongruenz hergestellt werden kann.
Also: Wenn der böse Wolf das Rotkäppchen frisst, dann ist das zwar frei erfunden, kann aber trotzdem Sinn ergeben, wenn ich die Geschichte deuten kann.
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J4KOB Thu, 25 Apr 2013 04:29:33 -0000
Antwort löschenDanke für die Erklärung und v.a. für deine Geduld.
TehObvious Wed, 19 Jun 2013 11:47:55 -0000
Antwort löschenwow,
das ist vielleicht die beste Diskussion die ich hier je zu einem Film gelesen habe. Vielen Dank dafür an alle Beteiligten.
Ich überlege schon lange den Film mal zu gucken, aber ich traue mich immer noch nicht...
J4KOB
über Knowing Sun, 21 Apr 2013 22:00:57 -0000
Das war er also. Der unglaublich schlechte und von jedem als absoluter Schrott abgestempelte Mistfilm. Ich hab das Schlimmste befürchtet und wurde sehr positiv überrascht.
Schöne Kamera, ansehbarer Nicolas Cage und eine Story, die sich so gar nicht in die üblichen Hollywoodklischees drängen lassen möchte.
Man kann sagen was man will, aber diese unterirdischen Bewertungen hat "Knowing" wirklich nicht verdient. Gut, das Ende (das ich eigentlich ganz nett fand) war nicht mehr auf dem Niveau des Anfangs und das hplzerne Schauspiel der Kinder hat auch nicht wirklich zum Schauwert beigetragen, aber ansonsten gibt es wenig auszusetzen.
In einer Zeit, in der standardmäßig wirklich jeder Schwachsinn als Meisterwerk betitelt wird, wenn nur genügend Geld drin steckt und einmal eine moralische Zwickmühle o.ä. auftaucht, die dann von der Fangemeinde zum philosophischen Mindfuckgebilde aufgepumpt werden kann, wundert es mich sehr, dass dieser Film so konsequent von allen abgelehnt wird. Zumal hier wirklich einige sehr interessante philosophische Ansätze vorhanden sind, die auch nicht wie des Öfteren behauptet, gezwungen mit der Holzhammermethode präsentiert werden.
Schlussendlich ist zu sagen, dass sich jeder, der seinem filmisches Repetoir im Blockbusterbereich etwas verhältnismäßig Innovatives hinzufügen möchte, mit "Knowing" sicherlich nicht die schlechteste, meiner Ansicht nach sogar eine gute Wahl trifft.
Vorraussetzungen sind Interesse für Mysterythriller, leichte Sympathie für Cage und den Willen sich auf etwas Neues einzulassen.
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J4KOB
Kommentare Sun, 21 Apr 2013 12:58:21 -0000
Maude Flanders!
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J4KOB
Kommentare Tue, 16 Apr 2013 10:58:06 -0000
Früher war aber halt mal alles besser.
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J4KOB
Kommentare Sun, 14 Apr 2013 12:26:59 -0000
Schöner Text bis auf diese Stelle:
"2005 versuchte sich Adrien Brody dann im Blockbusterkino mit der Hauptrolle in King Kong von Der Herr der Ringe -Regisseur Peter Jackson. Abermals wirkt er fehl am Platz und vergeudet sein Schauspieltalent in diesem dreistündigen Werk."
Denn das ist totaler Schwachsinn.
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Punsha Sun, 14 Apr 2013 15:25:08 -0000
Antwort löschenFür seriöse Berichterstattung ist die Stelle tatsächlich zu subjektiv, aber einem Praktikanten kann man sowas schon mal durchgehen lassen. ;)
J4KOB
über The Italian Job - Jagd auf Millionen Sun, 31 Mar 2013 11:58:58 -0000
4 Punkte für den Spiderman. Das war das einzige, das mir positiv in Erinnerung geblieben ist.
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J4KOB
über Das verlorene Wochenende Sat, 16 Mar 2013 13:43:57 -0000
Während ich den Film sah;
trank ich mein Bier nur zur Hälfte;
und schüttete den Rest weg.
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J4KOB
Kommentar zur Liste Leinwandgöttinnen Tue, 26 Feb 2013 20:24:41 -0000
Ich vermisse einzig und allein Elizabeth Taylor.
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Le Samourai Wed, 27 Feb 2013 10:09:30 -0000
Antwort löschenOb du es glaubst oder nicht - ich habe nicht EINEN Liz Taylor Film gesehen..... :D
J4KOB
über Trollhunter Wed, 20 Feb 2013 11:37:14 -0000
Das Raffinierte an Trollhunter ist, dass man sich zu keinem Zeitpunkt sicher sein kann, wie viel von dem unfreiwilligen Humor nun wirklich unfreiwillig und wie viel beabsichtigt ist. "Trollhunter" ist wie ein betrunkener Freund, der einem im Suff mit der dazugehörigen Beharrlichkeit eine schwachsinnige Geschichte verkaufen zu versucht, von der er vermutlich sogar selbst denkt, es würde sich dabei um eine wahre Geschichte handeln. Zu keinem Zeitpunkt wird versucht offensichtlich albern zu sein, sondern der bierernste Ton der von Anfang an angeschlagen wird, zieht sich konsequent bis zum Ende hin durch.
"Seht ihr diese Dinger, die aussehen wie ganz gewöhnlich Hochspannungsmasten? Das sind in Wirklichkeit Elektrozäune für Trolle." - Grandios!
Zu Anfang ist man nur beeindruckt von dem in mehrerlei Hinsicht dämlich aussehenden dreiköpfigen Waldtroll. Doch spätestens, als sich der geheimnisvolle Trolljäger in einer Ritterrüstung stöhnend ins Gefecht stürzt, wird klar, dass dieser Film wohl doch nicht ganz so ernst genommen werden will. Dass der einsame Wolf, der nachts auszieht, um diese Ungetüme zu jagen, Hans heißt, setzt dem ganzen noch die Krone auf. (Falls sich hier ein Hans wiederfinden sollte, bitte ich vorläufig schonmal um Verzeihung. Hans :D)
Soweit, sogut... Leider gibt es sonst nicht sonderlich viel Positives anzumerken. Ich persönlich hasse diese Found-Footage-Filme (außer Blair Witch Project) und bin der Meinung, dass sich diese "Kunstform" nicht wirklich dazu eignet, einen abendfüllenden Spielfilm zu tragen (außer Blair Witch Project). Da es sich bei Trollhunter dennoch irgendwie anbietet, kann darüber noch hinweggesehen werden, es handelt sich eben um astreinen Edeltrash, der sich auch nicht zu Schade ist um die billigsten Tricks anzuwenden. Zufällig im Vorbeifahren gefilmte Schafe werden dann mal eben schnell als vom TST (TrollSicherheitsTeam) absichtlich ausgestzte Lebendbeute für die ansässigen Trolle ausgegeben.
Zudem weiß der Film auch nicht für welches Publikum bzw. zu welchem Anlass er geschaffen wurde. Für ein ernsthaftes Filmerlebnis mit Bekannten ist er zu nichtig, für ein gemütliches Trinkgelage mit Kumpeln ist er zu ereignislos, für einen romatischen Abend mit dem/der LiebhaberIn ist er, nun ja, noch weniger geeignet als für alles andere, wobei wir beim Problem wären. Der Film hat ansich eine tolle Grundidee, allerdings schneidet er in puncto Publikumstauglichkeit unterirdisch schlecht ab.
Der Humor ist im Grunde genau mein Geschmack, sehr trocken, sehr schwarz, aber die Gagdichte ist doch sehr dürftig und so kommt über lange Strecken Langeweile auf und am Ende komme ich zu dem Schluss, dass der Film einfach zu lang ist.
Wer allerdings wirklich nichts besseres zu tun hat, dem sei "Trollhunter" u.U. bedingungsvoll ans Herz gelegt.
"Warum hat er denn nur nicht gesagt, dass er Christ ist?!?"
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Schofferhofer Mon, 03 Jun 2013 02:15:31 -0000
Antwort löschenWie findest du Cloverfield?
J4KOB
über After Earth Tue, 19 Feb 2013 17:45:45 -0000
Immer wenn ich den Trailer im Kino sehen muss, wird mir schlecht.
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sweetForgiveness Tue, 19 Feb 2013 18:03:02 -0000
Antwort löschenDa stimm ich dir zu!!
lieber_tee Tue, 19 Feb 2013 18:45:18 -0000
Antwort löschen...mir auch.
Hartigan85 Tue, 19 Feb 2013 21:13:14 -0000
Antwort löschenDito xD
Andy Dufresne Tue, 19 Feb 2013 22:16:01 -0000
Antwort löschenWir sind viele, wir sind Legion :)
IheartMovies Wed, 20 Feb 2013 07:20:06 -0000
Antwort löschenGeht mir auch so! :D
il padrino Wed, 27 Feb 2013 15:30:10 -0000
Antwort löschenIch dachte, das geht nur mir so!
Shinoda Sat, 09 Mar 2013 17:47:43 -0000
Antwort löschenEbenfalls. :)
ukrainer Thu, 28 Mar 2013 02:35:52 -0000
Antwort löschenSchließe mich dem absolut an!!!
alex023 Wed, 03 Apr 2013 23:11:23 -0000
Antwort löschenRichtig !
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NWO@Movie Wed, 17 Apr 2013 21:52:58 -0000
Antwort löschenna Gott sei Dank^^
alphaleader93 Sun, 02 Jun 2013 13:58:26 -0000
Antwort löschenna das gehts mal nicht nur mir so. stimm dir voll zu
J4KOB
über Psycho Wed, 13 Feb 2013 19:00:23 -0000
Alfred Hitchcock gilt als einer der einflussreichsten und besten Regisseure, die jemals diese Welt mit ihren Schaffen bereichern durften.
Sein bekanntestes Werk ist vermutlich nicht der vor Kurzem von der namhaften, britischen Fachzeitschrift „Sight and Sound“ zum besten Film aller Zeiten gewählte „Vertigo“, sondern ein anderer Meilenstein des Meisters of Suspense, der sich ebenfalls mit einigen Lorbeeren schmücken darf. Die Rede ist hier von „Psycho“, der vom American Film Institute zum besten amerikanischen Thriller und von der Internet Movie Database zum besten Horrorfilm aller Zeiten gewählt wurde.
Dieser Begründer des Slasher-Genres war und ist in mehrerlei Hinsicht revolutionär, so wurde nicht nur ein so noch nie dagewesene Gewaltorgie im Blockbusterkino präsentiert, sondern auch die erste sicht- und hörbare Klospülung in einem amerikanischen Film. (Minimal Spoiler/) Die außergewöhnlichste und krasseste Eigenschaft war allerdings, die Hauptfigur schon im ersten Drittel des Films sterben zu lassen. (/Spoiler) So verwundert es nicht, dass das Studio so seine Bedenken hatte und Hitchcock nach langem Hin und Her schließlich seine Idee aus eigener Tasche finanzieren und damit ein enormes Risiko auf sich nehmen musste; mit Erfolg, wie sich herausstellte.
Zum Film selbst:
Ohne zu viel von der Handlung veraten zu wollen (jeder der ihn nicht gesehen hat, sollte ihn selbst nachholen, ohne vorab allzu viel von der Handlung zu wissen), es geht um 40.000 Dollar, um eine Diebin, um ein Motel mit ausgestopften Vögeln, um eine Dusche und um eine kritische Mutter-Sohn-Beziehung. Aber was macht „Psycho“ nun , mal von obigen Punkten abgesehen, so außergewöhnlich und auch noch aus heutiger Sicht nach über 50 Jahren, zu einem der größten Kunstwerke seit Michelangelos Sixtinischen Kapelle?
Man kann es nicht oft genug betonen, Hitchcock war brilliant. Und zudem noch perfektionistisch veranlagt, was eine äußerst vorteilhafte Mischung ergibt. Die Geschichte wird fesselnd erzählt, von Anfang bis Ende bleibt die Spannung erhalten, und zwar in einem Ausmaß, das kaum überboten werden kann. Es wird bewusst mit der Erwartungshaltung des Zuschauers gespielt und eine beklemmende Atmosphäre geschaffen, die seines Gleichen sucht. Stilmittel des Horror-Genres werden mit größtmöglicher Wirkung eingesetzt: altes Gemäuer, Spiegel, Ungewissheit...
Auf die Spitze treibt es dann Bernard Hermanns musikalischer Beitrag, der den Regisseur, der anfangs vollständig darauf verzichten wollte, so begeisterte, dass er seine Gage prompt verdoppelte.
Die sorgfältig gewählten Kameraeinstellungen und Schnitte erledigen den Rest.
Eine solch wunderbare Komposition dieser Elemente kann und konnte wohl nur dem Meister selbst gelingen. Zwar gibt es ohne zweifel Anwärter, die „Psycho“ in puncto Atmosphäre, Handlung und Spannung den Thron streitig machen könnten, doch in allen drei Disziplinen zugleich, kann ihm dann wohl doch kaum einer das Wasser reichen.
Der Film wurde sofort zum Pubikumserfolg, was nicht zuletzt auf die Geheimniskrämerei Hitchcocks zurückzuführen ist. Er kaufte so viele Exemplare des Romans „Psycho“ auf, wie es ihm irgend möglich war um das Ende geheim zu halten, nach Beginn des Films durfte niemand mehr den Saal betreten und es wurden Plakate aufgehängt, die davor warnten, den Verlauf des Films und dessen Auflösung zu verraten.
Allerdings erregte der Film in den Reihen der Kritiker und der Zensurbehörden und natürlich auch den, der Kirche enormen Anstoß. In einigen Ländern konnte sich nur eine bis zur Unkenntlichkeit zensierte Fassung durchsetzen und die katholische Kirche wollte sofort den kompletten Film verbieten lassen. Nicht wenige Psychiater rieten vom Kinobesuch ab.
Die übereifrige Schere der Zensur hat weitreichende Folgen, die sich bis ins Zeitalter der DVD auswirkten, und so gibt es leider keine einzige Kauf-DVD, die eine ungeschnittene Fassung von „Psycho“ zeigt. Zwar funktioniert der Film trotzdem noch hervorragend, da sehr sorgfältig darauf geachtet wurde, dass der Zuschauer nichts von den Kürzungen mitbekommt, doch es bleibt ein sehr bitterer Beigeschmack, beim Wissen, dass man einen so renomierten Film nicht in seiner ganzen Gänze genießen kann.
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JackoXL Wed, 13 Feb 2013 19:05:00 -0000
Antwort löschenSein bester Film, einer der besten aller Zeiten und ein schöner Kommentar.
Le Samourai Wed, 13 Feb 2013 23:04:35 -0000
Antwort löschenSuper!
Es gibt halt einfach Filme, bei denen alles unter 10 ein Witz ist. Dieser hier gehört ohne Zweifel dazu.
J4KOB
über Ein Letzter Kuß Fri, 08 Feb 2013 20:14:03 -0000
Deutlich besser und ergreifender als das seelenlose Remake.
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J4KOB
über Edward mit den Scherenhänden Thu, 31 Jan 2013 10:18:33 -0000
Der beste Burton, den ich bisher bestaunen durfte. Ein unwahrscheinlich emotionales Märchen mit einem Johnny Depp, der mir mit dieser Rolle bewiesen hat, dass man ihn ohne Weiteres zu den ganz, ganz großen Schauspielern zählen darf.
Trotz (oder eben gerade wegen) seiner sozialen Inkompetenz erscheint uns der Automat Edward erschreckend menschlich. Gefangen in einer Welt, die er nicht versteht, schafft er es trotz aller Anstrengungen nicht, sich zurechtzufinden.
Schönes Design, dass mich an manchen Stellen unweigerlich an Kubricks "Clockwork Orange" erinnert hat, und ein passender Soundtrack schaffen einen rundum gelungenen Film.
Von mir gibt es für "Edward mit den Scherenhänden" eine bedingungslose Anschauempfehlung für jede Altersstufe. :)
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Dom699 Thu, 31 Jan 2013 20:52:35 -0000
Antwort löschenclockwork orange? häh?
J4KOB Fri, 01 Feb 2013 22:44:36 -0000
Antwort löschenAlexs Wohnung oder die Einkaufsstraße sind ähnlich grotesk bunt wie die komplette Nachbarschaft der Boggs.
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c8n8b1s Thu, 07 Feb 2013 01:28:17 -0000
Antwort löschen"Der beste Burton, den ich bisher bestaunen durfte." ... Big Fish fand ich sogar noch besser ...
J4KOB Thu, 07 Feb 2013 03:30:52 -0000
Antwort löschen"Big Fish" konnte mich nicht so überzeugen. Der fängt zwar sehr stark an, wird aber dann im Verlauf schwächer und driftet zunehmend in einen klischeebehafteten Vater-Sohn-Konflikt ab, wobei dann auch das anfängliche Grundthema, nämlich das der fantastischen Märchen, weitgehend entmythisiert wird.
J4KOB
über Silver Linings Mon, 07 Jan 2013 14:40:28 -0000
Nicht vom Trailer täuschen lassen.
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CJ1203 Mon, 07 Jan 2013 16:52:59 -0000
Antwort löschenja, der trailer hat mich echt verwirrt. Ist er denn wirklich so gut wie die kritiker meinen?
J4KOB Mon, 07 Jan 2013 18:36:56 -0000
Antwort löschenDer Trailer lässt ne billige Komödie vermuten, was aber keinesfalls stimmt. In erster Linie ist "Silver Linings" ein sehr emotionales Drama.
Mir hat er sehr gut gefallen, ist auf jeden Fall ne Sichtung wert ;-)
Prechtl Mon, 07 Jan 2013 19:44:50 -0000
Antwort löschenStimmt, der Trailer war billig und man dachte wirklich, es wäre ein romantischer Tanzfilm...
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Jack55555 Sat, 26 Jan 2013 16:00:57 -0000
Antwort löschen@werner-holt
Lesen - verstehen
wenn das verstehen nicht eintritt, Kommentar schreiben am besten sein lassen
@J4KOB
Mittlerweile meide ich es vollkommen, Trailer zu gucken (außer in Kinos, da ist man diesen mehr oder minder ausgeliefert)
Die einen spoilern extrem, z.B. Prometheus, Flight
und die anderen erwecken völlig falsche Hoffnungen z.B. Possession (da reicht es, wenn man den Trailer guck, der zeigt alle guten Szenen)
florian.fiele Tue, 26 Feb 2013 05:49:13 -0000
Antwort löschenKlingt gut. Mich hatten die positiven Reaktionen auf den Film schon etwas gewundert..Trailer im Kino gesehen, dachte schon das wäre ein weiterer De Niro der Marke "seichte Komödie".
J4KOB
Kommentare Fri, 07 Dec 2012 10:56:56 -0000
Wie alle hier versuchen, krampfhaft "Walking Dead" zu schützen ist schon verwunderlich.
Es geht darum, dass diese Leute sich von der Serie extrem beeinflussen lassen, nicht dass sie einen zum Amokläufer macht. So eine hitzige Diskussion könnte auch über jede andere gewaltfreie Serie geführt werden. Das Resultat wäre wohl dass gleiche, wenn solch Verrückte am Werk sind.
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Mein Senf Fri, 07 Dec 2012 11:16:20 -0000
Antwort löschen"Wie alle hier versuchen, krampfhaft "Walking Dead" zu schützen"? Wo genau siehst du das in den Kommentaren?
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Zudem wurde vom Autoren dieser News explizit nach dem Auslöserpotenzial gefragt, also was soll die künstliche Erregung?
Movieking Fri, 07 Dec 2012 11:45:44 -0000
Antwort löschenwenn die serie wirklich echt wäre hätten sich die schauspieler sobald sie waffen gefunden hätten schon längst alle gegenseitig erschossen.
J4KOB Mon, 10 Dec 2012 16:06:49 -0000
Antwort löschen@Mein Senf: Praktisch in jedem zweiten Post über und unter meinem Kommentar.
@Movieking: Aha. Warum?
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Mein Senf Mon, 10 Dec 2012 16:45:30 -0000
Antwort löschen@Jakob: Oh okay! Die Kommentare, die du mutmaßlich meinst, aber trotzdem nicht genau benennen kannst, zielen allerdings in eine andere Richtung.
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Wie schon gesagt, lies mal den letzten Satz des Autoren.
Movieking Tue, 18 Dec 2012 14:51:00 -0000
Antwort löschenweil die amis alles andere sind als teamplayer gib einem ami eine waffe und das magazin ist leer ehe du zombie sagst