Alle Schauspieler und ganz besonders die Jung-Stars verkaufen mit ihrem Spiel die Story sehr authentisch. Mitleiden, mitfühlen, mitfreuen, u.s.w. fällt damit leicht. Nur wer es darauf anlegt, während dem Mitfiebern die rosa Brille abzusetzen erkennt, für was er sich so begeistert: Konservativ-Christliche USA-Werte. Die sind zwar nicht ganz so fest gezurrt, aber trotzdem gibts die klare Richtung, was geht und was nicht. Kind im Suff verlieren geht, Kind abtreiben geht nicht. Suff geht, andere Drogen nicht. Scheitern und wieder aufstehen geht, ohne Reue und Entschuldigung kapitulieren geht nicht. Den Partner wechseln geht, aber nur unter korrekten Rahmenbedingungen.
Weiß nicht, wo MP die Inhaltsangabe her hat, die ist nämlich an einer Stelle falsch. Brian Murphy ist zwar Amerikaner, jedoch mehr Ingenieur als Söldner; gut später sieht er vielleicht so aus, aber das ist was anderes.
Als Zombiefilm macht der Streifen eine recht gute Figur. Respekt gilt den Spezial-Effekten, denn die scheinen ausschließlich Old School Maske zu sein. Die schauspielerischen Leistungen sind gute Mittelware und Dramaturgie samt Spannung passen in das ungewöhnliche Zombie-Set Afrika.
Großartige Drama-Komödie. Die Schauspieler, allen voran Omar Sy, von dem bestimmt noch viel gutes kommen wird, sind excellent. Das einzige was stört ist, dass dem wahren Hintergrund offensichtlich viel angedichtet wurde.
Der Film ist das, was er vorgibt zu sein, eine romantische Familien-Komödie. Die Tieranimationen sind größtenteils lustig, und ebenso Kevin James samt seinen Mitspielern. Das nenne ich relaxtes Popcorn-Kino ohne Tiefen, jedoch mit Dialogen die nicht weh tun.
Intelligent-sympathische Komödie, die Erwachsenen wie auch Teenagern sehr gut gefällt. Denn es geht um die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Und dass jeder eine zweite Chance verdient.
Getragen wird die wunderbare Geschichte von erstklassigen Schauspielern, mit hochkarätigen, witzigen und ergreifenden Dialogen. Alle spielen hier einfach perfekt. Paul Giamatti ist mit der Hauptrolle so gut besetzt wie kein anderer.
Dass Captain America voll und ganz 40er-Jahre-Patriotisch ist war klar. Klar ist jetzt auch, dass es wieder einer dieser typischen Hollywood-Comic-Adaptionen ist. Der Story-Aufbau im ersten Drittel ist richtig gut und dadurch spannend. Das zweite Drittel sackt schon gewaltig auf eine Mischung aus Seifenoper und Äktschenfilmchen der C-Klasse. Das völlig banale letzte Drittel könnte einfach weg fallen und keinen würd's jucken. Dass die Macher das besser könnten, wird dann wieder in den letzten 3 Minuten klar. Doch dann müsste Story vor Dumm-Kawumm stehen, und das kommt bei der Masse die sich gerne auch von Wrestling unterhalten lässt, nicht so gut an.
Eine Tier-Herzliche Story mit wahrem Hintergrund. Wenn der weichspülende, übertriebene Schmalz, vor allem bei den Eltern-Kinder-Beziehungen und der verwässerte US-Patriotismus nicht wäre, könnte das ein richtig guter Familienfilm sein.
Das Drehbuch, sprich die Dramaturgie mit den dazugehörenden Dialogen ist sehr schlicht. Im Zwischenmenschlichen gibt es kaum authentische Szenen, d.h. kein Mensch würde sich in einer solchen Situation so verhalten. Es ist also viel Blendwerk, viel Verpackung, viel nichtssagende, austauschbare Worthülsen.
Doch für einen SF-Phantasy-Thriller hält sich das Übertriebene, wie z.B. die Volldampf-Action, die nur der Action willen eingestreut wird, angenehm zurück. Ein paar gut eingesetzte Schauspieler, wie Cillian Murphy als Timekeeper oder Vincent Kartheiser, bekannt von "Mad Men", als zwielichtiger Unternehmer-Daddy, machen daraus eine runde, unterhaltsame und einigermaßen spannende Geschichte.
Erfrischend, rotzfrech und im unkorrekten Hollywoodstil. Wie beispielsweise "Motherfucker Jones" erklärt, wo er seinen Namen her hat. Das geht schon deutlich über die Grenze des guten oder schlechten Geschmacks. Und ist dazu noch mit verdammt guten Darstellern besetzt, wo neben den geschliffenen Dialogen die physische Ausdruckskraft besser kaum sein könnte.
Es braucht nicht immer viel Text um die grundlegenden Dinge auf den Punkt zu bringen :) Ich fand den Film auch super - seid langem mal wieder was zum weiter sagen ;)
Die Figuren sollen untypisch sein, was jedoch an vielen Stellen übertrieben bis verbissen wirkt. Vielleicht musste das so sein, damit die Schauspieler völlig in ihrer Rolle aufgehen. So wie Hanna Schygulla, die für diese starke Nebenrolle ausgezeichnet wurde. Große Filmkunst ist die Szene mit ihr, allein im Hotel-Zimmer, mit einer einzigen, von oben aus der Ecke beobachtenden Kamera-Einstellung.
Faszinierend extrem. Ungewöhnlich ist auch die Doku-Spielfilm-Dramaturgie, welche nicht so richtig Fiktion von Tatsachen, bzw. Nacherzählung von Dokumentation trennt.
Anfangs sind die Dialoge noch verhältnismäßig gut, frech, speziell. Vielleicht schon vorm letzten Drittel rutscht die fünfte "Der Tod lässt sich nicht betrügen"-Folge sehr in die Richtung einer gekünstelten, doofen Teenager-Randgeschichte, mit Schauspielern die bis dahin schon am Rande ihrer Möglichkeiten waren, welche wie verzichtbare Billig-Serie-Statisten austauschbar sind. Insgesamt jedoch lässt der Splatter den Zuschauer wieder staunen und bietet eine solide Unterhaltung der typischen Destination-Art.
Welchem Charakter würde sich jeder Zuschauer am ehesten von den vier Protagonisten zuordnen? Wer als Erwachsener, vielleicht mit Kindern, ehrlich ist, kann sich von den gezeigten Typen nicht vollkommen lossagen. Jeder findet auch einen Typen den sie/er nicht mag, was bis zum Hassen gehen kann.
Somit ist die Schadenfreude beim Zuschauer groß. Stark gefördert wird diese spezielle Unterhaltung durch die absolut überzeugende Leistung der vier Metzel-Meister.
Sind schon faszinierende Bilder aus dem "normalen" Katholiken-Bussines, in braun getönten Farben, mit roten, grünen, gelben, blauen Farbtupfern und Lichterkränze. Um das zu erkennen muss genau hingeschaut werden, was in den langen Einstellungen für Unterhalungszuschauer oft nicht einfach ist.
Die Schauspieler und Dialoge, bzw. Monologe, wie die des Pfarrers, bringen ganz eigenartiges Leben in die Bedächtigkeit.
Mike Cahill versucht durch die ruckelige Zoom-Technik, eigenartige Schnitte, seltsame Aneinanderreihung der Bilder und durch hypernervige, depressive Töne, im Wechsel mit kalter Stille, eine unwirkliche, zwiespältige Atmophäre aufzubauen.
Daraus entfaltet sich ganz langsam aber stumpf die Hauptgeschichte um eine junge Frau mit großen Gewissensbissen. Das mit der zweiten Erde dient, wie der indianische Arbeitskollege, der Spiritualität, dem "Was wäre wenn?".
Nicht die fehlenden Genretypischen Spezialeffekte oder gar SF-Action bremsen den Film aus. Die Idee ist noch passabel, wenn auch nicht originell. Missfallen kommt wegen der Umsetzung auf, weil's wie für die verkrampfte Neo-Bourgeoise mit philosophischem Anspruch gemacht ist.
Rollentausch. Der Sohn ist feminin hypersensibel. Die Mutter maskulin kühl und nach außen unsensibel. Das wird merklich aus Teenagersicht, weil es nur schwarz oder weiß gibt, nach beiden Seiten auf die Spitze getrieben. Manche Jungs haben es demnach schwer, sich in einer Welt von Männerverachtenden Müttern zurecht zu finden. Das ist ja auch blöd, wenn andere Buben eine viel sympathischere Mama haben. Wen interessiert das, außer den Protagonisten selbst?
Eine für 2011 gut gemachte Vorgeschichte zum Original. Manches wie die Film-Musik oder die weibliche Hauptrolle Mary Elizabeth Winstead, ist ziemlich schlecht. Aber das Überwiegende hat die Film-Crew richtig gemacht. Verdammt, das Ding ist ja fast noch furchteinflößender, fieser, und klar krasser animiert als beim guten, alten John. Annähernd so gut ist auch die Dramaturgie, wie sich das Ding ausbreitet, mit tödlichem Misstrauen im Lager-Team. Die meisten von denen spielen so überzeugend, dass wieder die Spannungs-Frage, wer's jetzt hat, aufkommt. Gekrönt wird die Carpenter-Huldigung mit einem Ende, das schlüssiger gar nicht sein könnte.
Eine romantische Komödie muss nicht albern und doof sein, wie "Der Auftragslover" zeigt. Alle Schauspieler sind gut, doch insbesondere Romain Duris und Vanessa Paradis. Die Dialoge und Bemerkungen aus dem Off haben Pfiff. Die Story ist mit vielen witzigen Ideen garniert. Das Set und die Atmosphäre vor Ort laden zum Träumen ein. Patrick Swayze bekommt einen sehr würdigen Nachruf.
Zwischendrin gibt's ein paar lückenfüllende Minuten, aber insgesamt ist das Franzosen-Spiel sehr gelungen.
Deine Kommentare
Kill_Diether
über Country Strong 2012/02/01 18:23:03
Alle Schauspieler und ganz besonders die Jung-Stars verkaufen mit ihrem Spiel die Story sehr authentisch. Mitleiden, mitfühlen, mitfreuen, u.s.w. fällt damit leicht. Nur wer es darauf anlegt, während dem Mitfiebern die rosa Brille abzusetzen erkennt, für was er sich so begeistert: Konservativ-Christliche USA-Werte. Die sind zwar nicht ganz so fest gezurrt, aber trotzdem gibts die klare Richtung, was geht und was nicht. Kind im Suff verlieren geht, Kind abtreiben geht nicht. Suff geht, andere Drogen nicht. Scheitern und wieder aufstehen geht, ohne Reue und Entschuldigung kapitulieren geht nicht. Den Partner wechseln geht, aber nur unter korrekten Rahmenbedingungen.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Kill_Diether
über Die Lincoln Verschwörung 2012/01/28 00:47:45
Gut gespielter und spannend umgesetzter Film mit einem ureigenen USA-Thema, die Vereinigung von Rache und Recht.
Kommentar gefällt mir Antworten
Kill_Diether
über The Dead 2012/01/27 19:34:01
Weiß nicht, wo MP die Inhaltsangabe her hat, die ist nämlich an einer Stelle falsch. Brian Murphy ist zwar Amerikaner, jedoch mehr Ingenieur als Söldner; gut später sieht er vielleicht so aus, aber das ist was anderes.
Als Zombiefilm macht der Streifen eine recht gute Figur. Respekt gilt den Spezial-Effekten, denn die scheinen ausschließlich Old School Maske zu sein. Die schauspielerischen Leistungen sind gute Mittelware und Dramaturgie samt Spannung passen in das ungewöhnliche Zombie-Set Afrika.
Kommentar gefällt mir Antworten
Kill_Diether
über Ziemlich beste Freunde 2012/01/17 22:58:54
Großartige Drama-Komödie. Die Schauspieler, allen voran Omar Sy, von dem bestimmt noch viel gutes kommen wird, sind excellent. Das einzige was stört ist, dass dem wahren Hintergrund offensichtlich viel angedichtet wurde.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Kill_Diether
über Der Zoowärter 2012/01/17 22:50:40
Der Film ist das, was er vorgibt zu sein, eine romantische Familien-Komödie. Die Tieranimationen sind größtenteils lustig, und ebenso Kevin James samt seinen Mitspielern. Das nenne ich relaxtes Popcorn-Kino ohne Tiefen, jedoch mit Dialogen die nicht weh tun.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Kill_Diether
über Win Win 2012/01/07 14:28:02
Intelligent-sympathische Komödie, die Erwachsenen wie auch Teenagern sehr gut gefällt. Denn es geht um die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Und dass jeder eine zweite Chance verdient.
Getragen wird die wunderbare Geschichte von erstklassigen Schauspielern, mit hochkarätigen, witzigen und ergreifenden Dialogen. Alle spielen hier einfach perfekt. Paul Giamatti ist mit der Hauptrolle so gut besetzt wie kein anderer.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Kill_Diether
über Paul Giamatti 2012/01/07 14:16:38
In "Win Win" von 2011, hat Paul Giamatti die Hauptrolle. Großartiger Schauspieler, der viel mehr als Comedy kann.
Kommentar gefällt mir Antworten
Kill_Diether
über Captain America - The First Avenger 2012/01/07 14:04:34
Dass Captain America voll und ganz 40er-Jahre-Patriotisch ist war klar. Klar ist jetzt auch, dass es wieder einer dieser typischen Hollywood-Comic-Adaptionen ist. Der Story-Aufbau im ersten Drittel ist richtig gut und dadurch spannend. Das zweite Drittel sackt schon gewaltig auf eine Mischung aus Seifenoper und Äktschenfilmchen der C-Klasse. Das völlig banale letzte Drittel könnte einfach weg fallen und keinen würd's jucken. Dass die Macher das besser könnten, wird dann wieder in den letzten 3 Minuten klar. Doch dann müsste Story vor Dumm-Kawumm stehen, und das kommt bei der Masse die sich gerne auch von Wrestling unterhalten lässt, nicht so gut an.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Kill_Diether
über Mein Freund der Delfin 2012/01/07 13:51:21
Eine Tier-Herzliche Story mit wahrem Hintergrund. Wenn der weichspülende, übertriebene Schmalz, vor allem bei den Eltern-Kinder-Beziehungen und der verwässerte US-Patriotismus nicht wäre, könnte das ein richtig guter Familienfilm sein.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Kill_Diether
über In Time - Deine Zeit läuft ab 2012/01/04 19:44:02
Das Drehbuch, sprich die Dramaturgie mit den dazugehörenden Dialogen ist sehr schlicht. Im Zwischenmenschlichen gibt es kaum authentische Szenen, d.h. kein Mensch würde sich in einer solchen Situation so verhalten. Es ist also viel Blendwerk, viel Verpackung, viel nichtssagende, austauschbare Worthülsen.
Doch für einen SF-Phantasy-Thriller hält sich das Übertriebene, wie z.B. die Volldampf-Action, die nur der Action willen eingestreut wird, angenehm zurück. Ein paar gut eingesetzte Schauspieler, wie Cillian Murphy als Timekeeper oder Vincent Kartheiser, bekannt von "Mad Men", als zwielichtiger Unternehmer-Daddy, machen daraus eine runde, unterhaltsame und einigermaßen spannende Geschichte.
Kommentar gefällt mir Antworten
Kill_Diether
über Kill the Boss 2012/01/03 18:48:08
Erfrischend, rotzfrech und im unkorrekten Hollywoodstil. Wie beispielsweise "Motherfucker Jones" erklärt, wo er seinen Namen her hat. Das geht schon deutlich über die Grenze des guten oder schlechten Geschmacks. Und ist dazu noch mit verdammt guten Darstellern besetzt, wo neben den geschliffenen Dialogen die physische Ausdruckskraft besser kaum sein könnte.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
Richardlöwenherz 2012/01/29 18:38:51
Antwort löschenEs braucht nicht immer viel Text um die grundlegenden Dinge auf den Punkt zu bringen :) Ich fand den Film auch super - seid langem mal wieder was zum weiter sagen ;)
Kill_Diether
über Auf der anderen Seite 2011/12/27 00:22:28
Die Figuren sollen untypisch sein, was jedoch an vielen Stellen übertrieben bis verbissen wirkt. Vielleicht musste das so sein, damit die Schauspieler völlig in ihrer Rolle aufgehen. So wie Hanna Schygulla, die für diese starke Nebenrolle ausgezeichnet wurde. Große Filmkunst ist die Szene mit ihr, allein im Hotel-Zimmer, mit einer einzigen, von oben aus der Ecke beobachtenden Kamera-Einstellung.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Kill_Diether
über Mount St. Elias 2011/12/26 15:07:43
Faszinierend extrem. Ungewöhnlich ist auch die Doku-Spielfilm-Dramaturgie, welche nicht so richtig Fiktion von Tatsachen, bzw. Nacherzählung von Dokumentation trennt.
Kommentar gefällt mir Antworten
Kill_Diether
über Final Destination 5 2011/12/26 14:58:24
Anfangs sind die Dialoge noch verhältnismäßig gut, frech, speziell. Vielleicht schon vorm letzten Drittel rutscht die fünfte "Der Tod lässt sich nicht betrügen"-Folge sehr in die Richtung einer gekünstelten, doofen Teenager-Randgeschichte, mit Schauspielern die bis dahin schon am Rande ihrer Möglichkeiten waren, welche wie verzichtbare Billig-Serie-Statisten austauschbar sind. Insgesamt jedoch lässt der Splatter den Zuschauer wieder staunen und bietet eine solide Unterhaltung der typischen Destination-Art.
Kommentar gefällt mir Antworten
Kill_Diether
über Der Gott des Gemetzels 2011/12/18 14:54:30
Welchem Charakter würde sich jeder Zuschauer am ehesten von den vier Protagonisten zuordnen? Wer als Erwachsener, vielleicht mit Kindern, ehrlich ist, kann sich von den gezeigten Typen nicht vollkommen lossagen. Jeder findet auch einen Typen den sie/er nicht mag, was bis zum Hassen gehen kann.
Somit ist die Schadenfreude beim Zuschauer groß. Stark gefördert wird diese spezielle Unterhaltung durch die absolut überzeugende Leistung der vier Metzel-Meister.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Kill_Diether
über Lourdes 2011/12/18 14:40:11
Sind schon faszinierende Bilder aus dem "normalen" Katholiken-Bussines, in braun getönten Farben, mit roten, grünen, gelben, blauen Farbtupfern und Lichterkränze. Um das zu erkennen muss genau hingeschaut werden, was in den langen Einstellungen für Unterhalungszuschauer oft nicht einfach ist.
Die Schauspieler und Dialoge, bzw. Monologe, wie die des Pfarrers, bringen ganz eigenartiges Leben in die Bedächtigkeit.
Kommentar gefällt mir Antworten
Kill_Diether
über Another Earth 2011/12/13 23:32:38
Mike Cahill versucht durch die ruckelige Zoom-Technik, eigenartige Schnitte, seltsame Aneinanderreihung der Bilder und durch hypernervige, depressive Töne, im Wechsel mit kalter Stille, eine unwirkliche, zwiespältige Atmophäre aufzubauen.
Daraus entfaltet sich ganz langsam aber stumpf die Hauptgeschichte um eine junge Frau mit großen Gewissensbissen. Das mit der zweiten Erde dient, wie der indianische Arbeitskollege, der Spiritualität, dem "Was wäre wenn?".
Nicht die fehlenden Genretypischen Spezialeffekte oder gar SF-Action bremsen den Film aus. Die Idee ist noch passabel, wenn auch nicht originell. Missfallen kommt wegen der Umsetzung auf, weil's wie für die verkrampfte Neo-Bourgeoise mit philosophischem Anspruch gemacht ist.
Kommentar gefällt mir Antworten
Kill_Diether
über I Killed My Mother 2011/12/13 22:43:49
Rollentausch. Der Sohn ist feminin hypersensibel. Die Mutter maskulin kühl und nach außen unsensibel. Das wird merklich aus Teenagersicht, weil es nur schwarz oder weiß gibt, nach beiden Seiten auf die Spitze getrieben. Manche Jungs haben es demnach schwer, sich in einer Welt von Männerverachtenden Müttern zurecht zu finden. Das ist ja auch blöd, wenn andere Buben eine viel sympathischere Mama haben. Wen interessiert das, außer den Protagonisten selbst?
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Kill_Diether
über The Thing 2011/12/08 22:01:54
Eine für 2011 gut gemachte Vorgeschichte zum Original. Manches wie die Film-Musik oder die weibliche Hauptrolle Mary Elizabeth Winstead, ist ziemlich schlecht. Aber das Überwiegende hat die Film-Crew richtig gemacht. Verdammt, das Ding ist ja fast noch furchteinflößender, fieser, und klar krasser animiert als beim guten, alten John. Annähernd so gut ist auch die Dramaturgie, wie sich das Ding ausbreitet, mit tödlichem Misstrauen im Lager-Team. Die meisten von denen spielen so überzeugend, dass wieder die Spannungs-Frage, wer's jetzt hat, aufkommt. Gekrönt wird die Carpenter-Huldigung mit einem Ende, das schlüssiger gar nicht sein könnte.
Kommentar gefällt mir Antworten
Kill_Diether
über Der Auftragslover 2011/12/06 22:24:09
Eine romantische Komödie muss nicht albern und doof sein, wie "Der Auftragslover" zeigt. Alle Schauspieler sind gut, doch insbesondere Romain Duris und Vanessa Paradis. Die Dialoge und Bemerkungen aus dem Off haben Pfiff. Die Story ist mit vielen witzigen Ideen garniert. Das Set und die Atmosphäre vor Ort laden zum Träumen ein. Patrick Swayze bekommt einen sehr würdigen Nachruf.
Zwischendrin gibt's ein paar lückenfüllende Minuten, aber insgesamt ist das Franzosen-Spiel sehr gelungen.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten