Crash

Crash

GB/CA/FR · 1996 · Laufzeit 100 Minuten · FSK 18 · Erotikfilm, Drama, Thriller · Kinostart

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von David Cronenberg, mit James Spader und Holly Hunter

Basierend auf J.G. Ballads gleichnamiger Romanvorlage entführt Crash von Regisseur David Cronenberg in die Untiefen eines erotisch aufgeladenen Dramas mit James Spader und Holly Hunter.

Handlung von Crash
Filmproduzent James Ballard (James Spader) und seine Frau Catherine (Deborah Kara Unger) haben sich im Verlauf der vergangenen Jahre komplett entfremdet. Nur wenige Dinge halten ihre Ehe überhaupt noch zusammen - emotionsloser, geradezu bemühter Sex gehört dazu. In Wahrheit vertreiben sie sich jedoch vorzugsweise die Zeit mit unverbindlichen Affären inklusive gegenseitiger Berichterstattung über die immer regelmäßiger werdenden Seitensprünge. Es braucht erst einen verheerenden Autounfall, um neue Leidenschaft zu wecken.

James entdeckt nach jenem schicksalhaften Ereignis seine Faszination für die sexuelle Anziehungskraft von zersplittertem Glas, verbogenem Blech und zerfetzten Reifen. Als er kurze Zeit später Helen (Holly Hunter), der Fahrerin des Wagens, den er zuvor rammte, ein zweites Mal begegnet, offenbart diese ähnliche Gefühle. Ehe sich James versieht, findet er sich im Kreis weiterer Unfall-Fetischisten wieder, zu denen auch der zwielichtige Vaughan (Elias Koteas) gehört. Fortan dreht sich alles nur noch um die Obsession von Sex in Verbindung mit Autocrashs - ein Vergnügen, das mitunter tödlich endet. 

Hintergrund & Infos zu Crash
Nachdem sich Regisseur David Cronenberg mit Werken wie Videodrome (1983), Die Fliege (1986) und Naked Lunch (1991) als unvergleichliche Stimme des Gegenwartkinos etabliert hatte, verfilmte er mit Crash die gleichnamige Literaturvorlage aus der Feder von High-Rise-Autor J.G. Ballard. Während sich die Filmversion über weite Strecken sehr genau am Verlauf des 1973 veröffentlichten Romans orientierte, wurde ein bestimmtes Detail bewusst von David Cronenberg ausgelassen: Vaughans Traum, mit dem Wagen zusammenzustoßen, in dem Elizabeth Taylor ums Leben kam.

Crash feierte im Rahmen der Filmfestspiele von Venedig 1996 seine Premiere und wurde im gleichen Atemzug mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet. Dennoch löste die eigenwillige Umsetzung von J.G. Ballards Schriftwerk eine große Kontroverse aus, sodass der Film in Teilen Londons sogar verboten wurde. Ausschlaggebend dafür war die explizite wie unkonventionelle Darstellung und Fetischisierung von Gewalt und Sex. Dementsprechend wurde in den USA die ungekürzte NC-17-Version mit der zusätzlichen Tagline "The most controversial film in years" beworben. (MH) 

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