Zukunft ist Vergangenheit

Flops & Enttäuschungen im Science-Fiction-Jahr 2013

31.12.2013 - 08:50 UhrVor 6 Jahren aktualisiert
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Ender's Game
© Constantin Film
Ender's Game
Auch vor großen finanziellen und qualitativen Flops war das Science-Fiction-Genre im Jahr 2013 nicht gefeit. Neben einem Milliardenhit am anderen Ende des Sci-Fi-Spektrums, haben wir hier ein paar Kandidaten für euch, denen es nicht so rosig erging.

Gestern berichteten wir euch ausführlich über die großen Erfolge und Überraschungen des vergangenen Science-Fiction-Jahres 2013, welches vollgespickt war mit großen Sci-Fi-Blockbustern. Doch neben World War Z, Iron Man 3 und ein paar hervorragende Indie-Streifen wie Alles eine Frage der Zeit, gibt es auch einige Verlierer, die weder finanziell noch bei den Kritikern das große Los gezogen haben, hohe Erwartungen enttäuschten sowie Tom Cruise und Will Smith endgültig vom Thron der zuverlässigen Goldesel stürzten. Da wurde die Schwerkraft verdreht, unser intergalaktischer Lieblings-Schwerverbrecher durfte auf einem fremden Planeten wüten, Kinder wurden zu Soldaten ausgebildet und wieder einmal ein übernatürlicher Stephenie Meyer -Roman verfilmt.

Neben einem kleinen Sci-Fi-Mittelfeld mit durchwachsenen bis guten Kritiken und mittelmäßigen Einspielergebnissen von Oblivion, über Riddick und Elysium, bis hin zum gelungenen The World’s End von Edgar Wright, gab es auch drei Totalausfälle des Science-Fiction-Jahrs 2013, die uns zeigen, dass bekannte Schauspieler und literarische (Jugendbuch-)Vorlagen noch lange keine gute oder gar tiefsinnige Unterhaltung und vor allem keinen Hit den den Kinokassen garantieren. Bei der Fülle an Science-Fiction-Blockbustern im Jahr 2013 tut es dem Sci-Fi-Fanherz gut, dass manche Versuche, die qualitativ sehr zu wünschen übrig lassen, auch finanziell hinter den Erwartungen blieben.

Drei finanzielle und qualitative Totalausfälle
Schon im Vorfeld gab es große Aufregung um die Romanadaption Ender’s Game – Das große Spiel von Gavin Hood, da der Sci-Fi-Autor Orson Scott Card sich mit seiner offensiven Homophobie bei potenziellen Kinogehern unbeliebt machte. Auch Weltstar Harrison Ford konnte nichts daran ändern, dass Ender’s Game schlussendlich weder von den Kritikern, noch von den Kinogehern gut aufgenommen wurde. Bei Produktionskosten von 110 Millionen US-Dollar schmerzt ein Einspielergebnis von 87 Millionen. Auch die moviepiloten empfehlen, lieber das Buch zu lesen, da es weit tiefer greift als der Film, sowohl die Story, als auch seine Charaktere betreffend. Die Kritik am Krieg und der (Kinder-)Soldaten-Maschinerie will in der Verfilmung rund um eine intergalaktische Schlacht gegen feindliche Aliens nicht wirklich greifen.

Die Science-Fiction-Romanze Upside Down von Juan Diego Solanas hingegen investiert zu viel Zeit in ihre fantastische Welt, während die Charaktere wie hörige Dackel hinterhertrotten. Auch wenn das Produktionsbudget nicht bekannt ist, lässt das Einspielergebnis von 8,1 Millionen Dollar auf einen Schlag in die Magengrube der Produzenten schließen. Kirsten Dunst und Jim Sturgess versuchen sich hier als Romeo und Julia in einem Zwei-Welten-Universum, wobei diese dem jeweils anderen kopfüber sind. “Sturgess übertreibt den Hundewelpen-Charme, während Dunst ihre natürliche Ausstrahlung wie einen komfortablen Mantel überzieht“, meint Frank Scheck beim Hollywood Reporter. Die Erwartungen wurden nach diesem schönen Trailer nicht einmal ansatzweise erfüllt.

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