Game of Thrones-Finale: Epischster Kampf der Serie ist leider gestrichen worden

Arya in Game of Thrones
© HBO
Arya in Game of Thrones

Bei einer umfangreichen und vor allem noch unveröffentlichten Buchvorlage wie Das Lied von Eis und Feuer von George R.R. Martin kann in einer Serienadaption wie Game of Thrones beim Finale schon einmal einiges unter den Tisch fallen. Erst hat Cersei-Darstellerin Lena Headey gestanden, dass eine entscheidende Szene ihrer Figur herausgeschnitten wurde, nun erfahren wir von einer weiteren, unrealisierten Kampsequenz, die uns leider vorenthalten wurde.

Der tierischste Kampf von Game of Thrones

Wie Comic Book berichtet, hat der Regisseur der Episode The Long Night, Miguel Sapochnik, verraten, dass eigentlich eine tierische Hilfskolonne ähnlich den Reitern von Rohan in die Schlacht von Winterfell hätte eingreifen sollen. Es kann sich dabei selbstverständlich nur um die Schattenwölfin Nymeria und ihr Rudel handeln, von denen wir so lange nichts gehört hatten:

Es gab viele Dinge, bei denen Leute glücklich gewesen wären, wenn sie passiert wären. Angriffe von Schattenwölfen und so verrücktes Zeug.
Irgendwann bist du an dem Punkt, an dem du sagst, dass es kein guter Film ist, wenn 50 Schattenwölfe einen untoten Drachen angreifen.

Es scheint also so, als hätten wir bedauerlicherweise einen epischen Tierkampf zwischen Nymeria und ihrem Rudel gegen den untoten Viserion, kontrolliert vom Nachtkönig (Vladimir 'Furdo' Furdik), verpasst. Wenn das Arya (Maisie Williams) und Daenerys (Emilia Clarke) einander nicht näher gebracht hätte!

Nymeria und Arya in Game of Thrones

Aryas Schattenwölfin Nymeria wurde von dieser gleich in der 2. Episode der 1. Staffel am Trident in die Freiheit entlassen, da sie Joffrey (Jack Gleeson) angefallen hatte und ihr somit die Hinrichtung durch die Lannisters drohte. Zuletzt sahen wir sie in der 2. Episode der 7. Staffel, als Arya auf sie und ihr neues Rudel in den Flusslanden traf. Statt sich Arya anzuschließen, entschied sich Nymeria jedoch für ein wildes Leben in den Wäldern.

Das wird nun wohl das letzte sein, was wir je von ihr und ihrem Rudel aus Wölfen (eben nicht Schattenwölfen!) zu sehen bekommen werden. Dabei war es wohl Sapochnik, der als Spielverderber fungierte, da die Serienmacher D.B. Weiss und David Benioff den Wolfskampf offensichtlich gern umgesetzt hätten:

Dave und Dan näherten sich der Ziellinie und sie waren erbarmungslos in dem, was sie von uns erwarteten.
Ihr Mantra uns gegenüber war 'Es wird uns zwar umbringen, aber es wird großartig.' Und wir erwiderten, 'Nein, nein, es wird uns wirklich umbringen, wenn wir nicht aufhören.

Das Schicksal der Schattenwölfe in Game of Thrones

Es ist nicht weiter erstaunlich, dass diese wolflastige Szene es schlussendlich nicht in die Serie geschafft hat, wenn man bedenkt, wie stiefmütterlich gerade die Schattenwölfe aufgrund von Größe, Kosten und Umständen am Set in den letzten Staffeln behandelt worden sind. Einzig Jon (Kit Harington) war es vergönnt, am Ende wieder auf seinen tierischen Kumpanen Geist zu treffen.

Während wir Nymerias Schicksal und ihre Kampfkünste nun höchstens noch in den Büchern miterleben können, haben die Wölfe der anderen Stark-Kinder Lady, Struppel, Sommer und Grauwind alle bereits das Zeitliche gesegnet. Möglicherweise war Nymerias Entscheidung also doch gar nicht so unklug.

Was sagt ihr zum Verlust des potenziell tierischsten Kampfes in Game of Thrones?

Moviepilot Team
RobertMuldoon Dennis Meischen
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Volontär bei moviepilot. Berichtet am liebsten über Gangsterstreifen und Werke, in denen sich Literatur und Filmkunst vereinen. Weiß, wo Leute hinkommen, die guten Scotch verschwenden.
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