Im Zentrum der Macht

Top 7 der besten Filmpräsidenten

Lloyd Bridges in Hot Shots! - Der zweite Versuch
© 20th Century Fox
Lloyd Bridges in Hot Shots! - Der zweite Versuch

Irgendwie stehen Präsidenten bei Hollywood schon seit Jahr und Tag recht hoch im Kurs. Die amerikanischen Filmschaffenden greifen sich immer mal wieder gerne einen der Männer aus dem Weißen Haus und machen ihn zum Thema eines Leinwandwerkes. Einst war John F. Kennedy total angesagt, danach kam Richard Nixon an die Reihe. Mit beiden beschäftigte sich Oliver Stone, ebenso wie mit George W. Bush. Momentan erfreut sich Abraham Lincoln gerade großer Beliebtheit. Steven Spielberg widmet seinen letzten Monaten vor seiner Ermordung das Biopic Lincoln mit Daniel Day-Lewis, und in Abraham Lincoln Vampirjäger schlägt er sich im Kino aktuell mit fiesen Blutsaugern herum. Doch es gibt auf der Leinwand nicht nur reale Präsidenten zu sehen, sondern ebenso viele fiktive. Deshalb stellen wir euch in unserer heutigen Ausgabe der allseits beliebten Top 7-Listen die sieben besten Männer im Weißen Haus vor – und für all diejenigen, denen das noch nicht genug Munition für ein paar gemütliche Filmabende ist, haben wir obendrein noch eine Liste mit weiteren Werken rund um die amerikanischen Staatsoberhäupter zusammengestellt.

Platz 7: Tug Benson aus Hot Shots! – Der zweite Versuch (1993)
Um Saddam Hussein endlich den Garaus zu machen, muss der amerikanische Präsident manchmal selbst Hand anlegen. Nur wenige gehen dies härter an als Tug Benson in der Parodie Hot Shots! – Der zweite Versuch von Jim Abrahams. Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen ist der ehemalige General immerhin äußerst kampferfahren und schreckt nicht davor zurück, das Weiße Haus auch einmal zu verlassen. In den letzten Jahren seines Lebens war der Part des früheren Air Force-Offiziers eine Paraderolle für Nebendarsteller-Ass Lloyd Bridges. Denn kein amerikanischer Präsident konnte wohl jemals besser mit einem Laserschwert umgehen als sein Tug Benson.

Platz 6: Thomas J. Whitmore aus Independence Day (1996)
Wie würdet ihr reagieren, falls von jetzt auf gleich Aliens die ganze Erde in Schutt und Asche legen würden? Präsident Thomas J. Whitmore (Bill Pullman) aus Independence Day jedenfalls geht gleich wagemutig selbst auf Konfrontationskurs, besonders nachdem das Weiße Haus durch einen riesigen Laserstrahl dem Erdboden gleichgemacht wurde. Der ehemalige Kampfflieger ist sich nicht zu schade, um sich direkt selbst an der Seite von Will Smith und Jeff Goldblum ins Gefecht auf Leben und Tod gegen die außerirdischen Eindringlinge zu stürzen. Dass die Menschheit im Blockbuster von Roland Emmerich am Ende den Kampf gegen die fiesen Aliens gewinnt, ist zu einem gewissen Teil auch sein Verdienst.

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Platz 5: James Dale aus Mars Attacks! (1996)
In Krisenzeiten bedarf es eines überlebensgroßen Vorbildes und was gäbe es da für einen besseren Kandidaten als Hollywood-Ikone Jack Nicholson? In Mars Attacks! darf der gute Mann dann auch direkt zweigleisig fahren. Einmal gibt er den amerikanischen Präsidenten James Dale der nichts lieber möchte als Frieden und Freundschaft mit den schnuckligen Marsianern. Außerdem spielt er noch dessen Doppelgänger, den Playboy und Casinobesitzer Art Land, der durch die Invasion vom roten Planeten schon klingelnde Glücksspielkassen vor Augen hat. In seiner Doppelrolle ist Jack Nicholson so herrlich skurril wie die ganze trashige, aber starbesetzte Science-Fiction-Persiflage von Tim Burton und hat sich deshalb einen Platz auf dieser Liste redlich verdient.

Platz 4: Tom Beck aus Deep Impact (1998)
Als ein riesiger, bedrohlicher Komet auf die Erde zusteuert, ist im Weißen Haus ein kühler Kopf gefragt. Diesen hat kein Geringerer als Staatsoberhaupt Tom Beck (Morgan Freeman), der sofort einen Evakuationsplan im Arche Noah-Stil und eine Idee zur Zerstörung des tödlichen Sternenkörpers parat hat und seinen Mitbürgern alles in Ruhe erläutert. Wer bisher dachte, dass n/a der erste schwarze Präsident der USA wäre, liegt falsch – zumindest in Sachen Kino. Der Katastrophenfilm von Mimi Leder ist alles andere als ein Meisterwerk, aber der Auftritt von Morgan Freeman als mächtigster Mann der Welt rettet ihn vor der völligen Belanglosigkeit.

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Platz 3: John F. Kennedy aus Thirteen Days (2001)
Während der Kuba-Krise 1962 stand die Welt am Abgrund. Es drohte ein dritter globaler Krieg mit Atomwaffen. In dieser heiklen Phase wäre ohne knallhartes Kalkül und taktische Finesse gefragt. Genau diese Eigenschaften bewiesen John F. Kennedy (Bruce Greenwood) und sein Bruder Bobby (Steven Culp) in der Realität wie im Politdrama Thirteen Days von Roger Donaldson, in dem ihnen obendrein noch die fiktive Figur des Kenny O’Donnell (Kevin Costner) zur Verfügung steht. Greenwoods JFK ist smart wie der echte Präsident und weiß, wann er besser auf die Meinung seiner Vertrauten hören sollte – auch wenn den halben Film über alles auf der Kippe steht.

Platz 2: Richard Nixon aus Frost/Nixon (2008)
‘Tricky Dick’ und seine ganzen Skandale sind immer für eine Geschichte gut. Das denkt sich auch Entertainer David Frost (Michael Sheen), als er Richard Nixon (Frank Langella) drei Jahre nach Watergate zu einem Interview herausfordert. Der gerissene Ex-Präsident sieht seine Chance, im Gespräch mit dem windigen Reporter die Herzen der Amerikaner zurückzuerobern. Zunächst spielt Nixon den guten Frost dann real wie auf der Leinwand an die Wand, auch weil Frank Langella unter der Regie von Ron Howard in der Rolle geradezu aufgeht. Doch dann schlägt der Entertainer zurück. Das ruhige Politdrama Frost/Nixon ist ein bemerkenswerter Film mit zwei großen Hauptdarstellern.

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Platz 1: Merkin Muffley aus Dr. Seltsam, oder wie lernte, die Bombe zu lieben (1964)
Kein amerikanischer Präsident hatte jemals ein tolleres Krisenzentrum als den ‘War Room’ von Merkin Muffley (Peter Sellers) in der bitterbösen Satire Dr. Seltsam, oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben von Stanley Kubrick. Gerüchten zufolge war Ronald Reagan als realer Amtsinhaber später extrem neidisch auf die Räumlichkeiten seines fiktiven Vorgängers. Als ein durchgeknallter General die gesamte US-Atomflotte auf die Sowjetunion hetzt, sieht sich Muffley gezwungen, sein Pendant in Moskau über die ganze Sache aufzuklären – und das mitten im Kalten Krieg! Der Part des Präsidenten war eine der absoluten Glanzleistungen in der großen Karriere des Meisterkomikers Peter Sellers.

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