1. Mai - Helden bei der Arbeit
1. Mai, DE 2008
- Genre
- Sozialdrama, Schicksalsdrama
- Inhalt
Ein elfjähriger Türke, zwei Jugendliche aus der Kleinstadt und ein gehörnter Provinzpolizist: sie alle verschlägt es am 1. Mai nach Kreuzberg - wo wie jedes Jahr die Emotionen hoch kochen. Der kleine Yavuz hungert nach Anerkennung. Er will auf der… — Mehr
Ein elfjähriger Türke, zwei Jugendliche aus der Kleinstadt und ein gehörnter Provinzpolizist: sie alle verschlägt es am 1. Mai nach Kreuzberg - wo wie jedes Jahr die Emotionen hoch kochen. Der kleine Yavuz hungert nach Anerkennung. Er will auf der Demo "einen Bullen platt machen", um seinen großen Bruder zu beeindrucken. Doch durch die unverhoffte Begegnung mit dem Alt-68er Harry, entwickelt sich sein Tag völlig anders als geplant. Die Jungs Jacob und Pelle aus Minden erhoffen sich das große Abenteuer in der Hauptstadt. Sie sind neugierige Krawalltouristen - scheinbar ziellos driftend zwischen Touri-Programm, dem besten Dönerladen Berlins und dem Demonstrationszug des schwarzen Blocks. Polizist Uwe wiederum hat ganz andere Sorgen, als die Krawalle in Kreuzberg, die er zusammen mit seinen Kollegen deeskalierend begleiten soll: Seine Frau geht fremd und er steht mitten in einer handfesten Lebenskrise. Ob der Tipp der Kollegen, sich in einem polizeifreundlichen Puff auf andere Gedanken zu bringen, die erhoffte Erlösung bringt? Vier Leben, vier unterschiedliche Biographien und Ausgangssituationen. Vier Menschen, die ihren ganz persönlichen 1. Mai erleben, nach dem nichts mehr sein wird wie zuvor.
- Cast
- Ludwig Trepte, Jacob Matschenz, Benjamin Höppner, Cemal Subasi, Peter Kurth, Hannah Herzsprung, Oktay Özdemir — Mehr
- Regisseure
- Jan-Christoph Glaser, Carsten Ludwig, Sven Taddicken, Jakob Ziemnicki
- Autoren
- Carsten Ludwig, Michael Proehl, Oliver Ziegenbalg, Jakob Ziemnicki
- Laufzeit
- 98 Minuten
- Zeit
- 2000er Jahre
- Ort
- Berlin, Kreuzberg
- Handlung
- Adoleszenz, Affäre, Ausflug, Beste Freunde, Betrogener Ehemann, Bordell, Demonstration, Deutsch-Türkisches Zusammenleben, Drogen, Ecstasy, Ehebruch, Eifersucht, Freundschaft, Großvater, Großvater-Enkelsohn Beziehung, Jugendlicher, Krankenhaus, Liebeskummer, Mord, Nostalgie, Pistole, Polizei, Polizeieinsatz, Polizist, Prostitution, Punk, Schuld, Schuldgefühl, Sehnsucht, Stadtpark, Türke, Unfall, Verletzung, Videokamera, Waffe, Zugfahrt, Zuhälter, ungleiches Paar, Überdosis
- Stimmung
- Berührend, Ernst, Verstörend, Witzig
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Kritiker — Ganz gut 6.7
Der Film 1. Mai - Helden bei der Arbeit wurde von 9 Kritikern bewertet.
Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...
Der Film tischt zwar alle Klischees über den 1. Mai in Berlin und seine Akteure auf. Aber mit der gleichen Konsequenz nimmt er sie zurück und zeigt individuelle Wendungen. Schnell, cool und herzig.
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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Es hätte dies ein repräsentativer Gesellschaftsquerschnitt werden können oder ein beißender Kommentar auf den Eintagsfliegen-Anarchismus der Hauptstadt, über den der Rest der Republik nur den Kopf schüttelt. Es ist aber bloß die Aneinanderreihung dreier kleiner Geschichten geworden, die weder zusammen laufen noch raffiniert nebeneinander her, sich eher gegenseitig im Spannungsbogen stören.
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Kommentare — Ganz gut 6.7
Der Film 1. Mai - Helden bei der Arbeit wurde von 154 Mitgliedern bewertet.
damokles 2009/08/22 10:54:46
Ich hatte Schwierigkeiten, beim Film die Geräusche, die von der Straße ins Zimmer drangen und die aus dem Fernseher zu unterscheiden. So ist es wohl, wenn man am Frankfurter Tor einen Film sieht, der nur ein paar Straßen weiter spielt.
Ich überrascht von den teils beeindruckenden Leistungen der Schauspieler, insbesondere, wenn auch schon oft betont, die des elfjährigen Cemal Subasi, aber der grotesk-subtile Humor der anderen Geschichten, die zuletzt in einem doch irgendwie ergreifenden Ende sich verdichten.
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stalker 2009/07/01 15:08:42
Wie andere Kommentatoren schon notiert, der Film hat wirklich nichts mit dem 1.Mai zu tun, obgleich er andererseits die Bedeutung der vergangenen entpolitisierten Mairituale exakt spiegelt. Aber der 1.Mai ist eben nicht der 1.Mai. Schon gar nicht, wenn man nur Bolle versteht. Das stinkt dann schon wieder gewaltig nach verwellter Staatsbürgerlyrik.
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Nayuma 2009/03/27 03:27:08
Schade schade... Ich hasse Filme wo der Filmtitel nix mit dem Film zu tun hat. Dafür gibt's schon mal ordentlich Abzug. Hätte jeder x-beliebige andere Tag sein können. Warum ausgerechnet 1. Mai? Gab ja nicht mal ordentliche Krawallszenen. Hat überhaupt nix mit dem Ereignissen am 1. Mai zu tun. Die Charaktere treffen leider sehr gezwungen aufeinander und alles andere als zufällig. War echt enttäuscht von dem Film.
Und allen, die jetzt über Berlin geschockt sind, möchte ich an dieser Stelle mal Peter Fox zitieren: "Guten Morgen Berlin, du kannst hässlig sein, so dreckig und grau... Und ich weiß, ob ich will oder nicht, dass ich dich zum Atmen brauch... Diese Stadt ist eben doch gar nicht so hart, wie du denkst."
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Vier Regisseure, drei Geschichten, ein Film. Drei Teams haben zur gleichen Zeit am gleichen Ort unabhängig voneinander jeweils eine Episode gedreht, die einen Film entstehen ließen. Es entstand der gemeinsame Versuch der möglichst authentischen Schilderung dreier Schicksalsgeschichten, die zunächst politisch überwölbt erscheinen, dann aber...
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