FumerTue
FumerTue aus Bayern bei deutschland heißt in echt ganz anders , ist 17 Jahre alt. Er hat sich Tue, 26 Jul 2011 22:16:23 -0000 auf moviepilot angemeldet und hat schon legendäre 473 Filme bewertet und legendäre 380 Kommentare geschrieben. »Und im Leben geht's oft her / wie in einem Film von Rohmer / Und um das alles zu begreifen / wird man was man furchtbar hasst / nämlich Cineast / zum Kenner dieser fürchterlichen Streifen.« --- TOCOTRONIC: Meine Freundin und ihr Freund. // Wortlose Anfragen sollten nach Möglichkeit vermieden werden. Mehr
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Hfonda15 Sun, 05 May 2013 22:42:01 -0000
Antwort löschenNoch ein halber Punkt mehr von mir für Blanchett aber sonst hab ich in meinem Kommi auch das gleiche wie du zum Ausdruck gebracht :)
Iamthesword Mon, 06 May 2013 00:31:53 -0000
Antwort löschenEr ist nur dann langweilig, wenn man ein Biopic erwartet. Der Film setzt sich halt mit den Charakteren auseinander, die Dylan in seine Liedern entworfen hat. Die Person Bob Dylan kommt in dem Film höchstens am Rande vor. Gerade das macht den Film so spannend - man muss sich halt in dessen Universum ein wenig auskennen...
Die letzten Glühwürmchen und 2 weitere ...
FumerTue 8.5 "Ausgezeichnet" Sat, 04 May 2013 21:52:21 -0000
"Tape" spiegelt meinen wirklich vollkommen absoluten und unbekannten Lieblingsregisseur Richard Linklater (bekannt aus meinem absoluten Lieblingslieblingsfilm Waking Life, Before Sunrise, Dazed & Confused undundund) sehr gut wider.
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.
Immer gut eignet sich ja eine Inhaltszusammenfassung, wenn man einen Film rüberbringen will. Wobei…
"Tape" spiegelt meinen wirklich vollkommen absoluten und unbekannten Lieblingsregisseur Richard Linklater (bekannt aus meinem absoluten Lieblingslieblingsfilm Waking Life, Before Sunrise, Dazed & Confused undundund) sehr gut wider.
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.
Immer gut eignet sich ja eine Inhaltszusammenfassung, wenn man einen Film rüberbringen will. Wobei ich ja am liebsten nicht nur "Tape", sondern den ganzen Philosoph und Filmemacher R. Linklater "vermitteln" würde. Dafür empfehle ich meinen alle Rahmen sprengenden XXL-Kommentar zu "Waking Life".
"Tape" spielt in genau einem Raum: in einem Motel-Zimmer in Michigan, wo zwei alte Schulfreunde sich um die 10 Jahre nach der Highschool wiedersehen. Die beiden heißen Vincent und John und werden von Ethan Hawke beziehungsweise Robert Sean Leonard verkörpert. Vince ist ein Drogenverticker und in den Augen des Filmemachers John also ein "Versager", der doch was aus seinem Leben machen solle. Die beiden rauchen einen Dübel und es folgen Gespräche über den Zweck von Arbeit und über den Beruf des Filmemachers, der etwa Missstände aufzeigt, aber eigentlich nichts "Konstruktives" macht. Es geht um zwischenmenschliche Beziehungen und das Verhalten von Leuten, um soziologische, philosophische, psychologische Themen, und Vince unterstellt John, dass er vor zehn Jahren Amy vergewaltigt habe, als die beiden auf einer Feier miteinander schliefen [also John und Amy, nicht Vince und John ;-) ]. Dann kriegt Vince mehr oder weniger ein Geständnis aus ihm raus - und hat es auf Kassette aufgezeichnet. Jetzt fordert er, dass John sich bei Amy entschuldigt. Sie wird dazugerufen, weil sie wohl auch in der Nähe des Motels ist. Seht selbst.
Der Cast ist mit Ethan Hawke und Uma Thurman nun wirklich nicht unprominent, der Regisseur hat mit der Besetzung der drei einzigen Rollen echt nix verkehrt gemacht. Die Regiearbeit ist einwandfrei und markant: Rick Linklater halt.
"Tape" ist so typisch Linklater: Coolness & intellektuelle Themen so nebeneinander. So stell ich mir Linklater vor: total cool und total intelligent.
Im Film gibt es fast nur Dialoge, aber die werden nie langweilig! Es geht um die Weiterentwicklung von Freundschaften nach der Schule, die Veränderung in menschlichen Beziehungen; Freundschaften, Beziehungen generell.
Noch so typisch Linklater: Der Charakter Vince ist eine verrückte Gestalt, aber doch "aus dem Leben gegriffen".
Jeder Linklater-Film ist ein "Präzedenz-Werk". Jeder sucht Seinesgleichen, Vergleichswerke. "Waking Life" ist buchstäblich ein Traum über den Sinn des Daseins und sonstige philosophische Fragen in nie dagewesener rotoskopischer Atmosphäre. "Slacker" (den ich leider noch nicht kenne) ist mehr oder weniger improvisiert. In "Dazed & Confused" begleitet man 70er-Jahre-Jugendliche intensiv und authentisch durch eine durchfeierte Nacht. "Before Sunrise" ist auch ein einziger nie langweilig werdender Dialog. Jeder Linklater-Film ist ein Experiment und jeder ist ein glückendes, gelingendes, ein perfektes Experiment. Deshalb ist der Mann mein Lieblingsregisseur.
Ach und das Ende des Filmes. Nein, ich verrate nix. Aber es ist so herrlich, es zaubert - vergleichbar mit Kubricks "Die Rechnung ging nicht auf", finde ich - so ein hämisches, schadenfrohes Grinsen ins Gesicht. Vor allem, als dann noch die Abspannmelodie, "I'm sorry" von Brenda Lee, dazu ertönt, die einzige Musik im Film. Das hat den Film für mich von 8,5 auf 9 Punkte erhöht.
Hinzu kommt dieser typische Linklater-Humor, die "Linklater'sche Ironie der Dinge". Ja, das Leben ist so oft so verrückt und witzig, da muss man mit diesem absurden Humor antworten! Wer wen in der Hand hat, wer wen an der Nase herumführt. Selbstreflexion und Selbstironie.
Jetzt bin ich euch eine Erklärung schuldig, was denn dieser (von mir geprägte Begriff) "Linklater-Humor" heißen soll. Es geht dabei darum, die Verrücktheit und Absurdität der Welt ebenso grotesk aufzunehmen. Wenn sich zum Beispiel in "Waking Life" jemand über die Medien beklagt, die vom Leid in der Welt profitieren, weil das Schlagzeilen gebe, dass die Medien dazu da seien, uns damit abzufinden, dass die Welt schlecht sei, und sich im nächsten Moment anzündet; durch die Medien gehen die Bilder von brennenden Menschen um die Welt. Das Ende von "Tape": Oh, das Leben kann so scheiße, so frustrierend sein. Diese Ironie. Hahah.
Dann denkt man sich:
»Das hat ihm vielleicht jetzt einen Denkzettel gegeben. Aber einen sehr drastischen...«
»DAS wollte er jetzt aber auch nicht damit erreichen. Und sie etwa?«
»Aber irgendwo haben sie's ja verdient.«
...
Oder schaut euch den neuesten Film des Regisseurs, "Bernie - Leichen pflastern seinen Weg", an. Auch da haben wir so ein absurdes Moment, das dem an sich schon verrückten Film noch eins draufsetzt.
Aber wenn man drüber lachen kann, dass das Leben so verdammt absurd ist und dass so absurde und bisweilen paradoxe Dinge passieren, wenn Sysiphos darüber lacht, was für ein sinnloser Schmarrn sein Stein-den-Berg-hoch-Schieben ist, dann ist das zunächst merkwürdig, aber irgendwie ist halt alles halb so schlimm, wenn man (trotzdem) lacht.
Oder wie der Schreiberling Alfred Lichtenstein wusste: «Wenn die Traurigkeit in Verzweiflung ausartet, soll man grotesk werden. Man soll spaßeshalber weiter leben.»
Und so lacht man bei "Tape" und findet sein eigenes Schicksal nur noch halb so tragisch, dämlich, frustrierend und bedrückend, sondern man lacht über die Absurdität der Welt. Linklater-Humor. Die Linklater'sche Ironie der Dinge.
When life gives you lemons, make lemonade.
»Life's a piece of shit, when you look at it.« (Monty Python)
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Darren Aronofsky
FumerTue Wed, 01 May 2013 21:03:33 -0000
Was Atmosphäre-Erzeugen angeht, ist Aronofsky weltklasse! Ich kenne jetzt Requiem For A Dream, Pi und Black Swan. In jeder Sekunde merkt man denen an, dass Aronofsky genau weiß, was er macht und was er will. Black Swan hätte mich thematisch zunächst null angesprochen, und am Ende saß ich fasziniert vorm Fernseher.
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Demine Wed, 01 May 2013 21:11:46 -0000
Antwort löschenAuch wenn ich Black Swan nicht so sehr mag, mit Pi und Requiem for a Dream hat er deutlich bewiesen, was er kann :)
Gästebuch
sixdollarssixtysix Tue, 14 May 2013 20:23:05 -0000
Bild, Filme und Profil gefallen sehr! Ich lass dann mal eine Anfrage da ;)
mariega Sat, 13 Apr 2013 21:35:56 -0000
Ich habe schon öfter dein Profilbild unter meinen Kommentaren entdeckt. Merci:)! Und MP prophezeit uns eine große Affinität: Also, wenn du einverstanden bist ;)?
jacker Thu, 04 Apr 2013 07:37:26 -0000
Bei deutschsprachiger Musik ist das was ganz anderes, da höre ich automatisch zu. Und bei von dir angesprochenen Tocotronic macht es ja auch richtig Spaß auf die Texte zu achten, weil es interessant kryptische, mehrfach deutbare, poetische Texte sind.
Es ist mir auch nicht gänzlich egal, und glücklicherweise fällt mir das auch ohne drauf zu achten auf, wenn Texte mir so richtig gegen den Strich gehen. Allerdings KANN ich die Musik auch einfach als klangliches Gesamtbild wahrnehmen :)
jacker Sun, 31 Mar 2013 18:17:52 -0000
Das dachte ich tatsächlich genau so!
Bei HEART SHAPED BOX hab ich noch nie drauf geachtet, aber wenn ich mir den chorus vor das innere Ohr rufe klingt es tatsächlich grau so.
Ich muss aber sagen, dass ich bei Musik meist weniger auf die texte als auf das klangliche Gesamtbild achte bzw. das Klangbild (womit ich auch dad Zusammenspiel von Gesang und Instrumenten meine) bei mir die Stimmung erzeugt, die ich dann mit dem Song verbinde..
Könnte kaum was mitsingen, selbst Sachen die ich sehr oft höre, und wenn ich auf die Texte achte verstehe ich ohne Nachlesen i.d.r. ne Menge Quark :D Bei Filmen funktioniert das zum Glück besser :)
jacker Sat, 30 Mar 2013 18:29:23 -0000
Singt er nicht? :D
Damn, hätte so schön in den abgefuckten Kontext gepasst ... wants? statt was?
Aber macht nix, seit der Kindheit falsch verstandene Songtexte sind eh die besten!!
Greets
jacker Sat, 30 Mar 2013 00:42:38 -0000
betrunkener, sonic youth, pixies und dubsrep liebender filmfreak mit ebenso sympathischem profilzext und herrlichem Geschmack + legende Kurt als profilbild ?!?!
polly was a cracker... sofort angenommen!!
Hfonda15 Thu, 28 Mar 2013 18:02:37 -0000
Sympatischer Profiltext und bei über 90% würde ich in Zukunft gerne mehr von dir auf dem Dashboard lesen :)
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Die meiste Zeit langweilig, aber stellenweise, vor allem die "Musik-Szenen", sehr intensiv und gut gemacht! Die Szene zum Lied "Ballad of a Thin Man" (Do you, Mister Jones?) ist wirklich sehr sehr sehr gut gemacht! Aber ansonsten ist "I'm Not There" leider oft zäh wie Kaugummi (aber zum Glück auch nicht IMMER, falls das jetzt arg negativ geklungen hat).
Hier die wirklich saugute, intensive Szene: http://www.youtube.com/watch?v=nXATMhdKqT8#t=67m33s