1492 - Die Eroberung des Paradieses

1492: Conquest of Paradise (1992), US/GB/ES/FR
Laufzeit 154 Minuten, FSK 16, Historienfilm, Drama, Abenteuerfilm, Kinostart 15.10.1992

5.5 Kritiker
15 Bewertungen
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6.3 Community
1075 Bewertungen
14 Kommentare
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von Ridley Scott, mit Frank Langella und Tchéky Karyo

Zielstrebig und auf westlichem Kurs segelt Columbus einem unbekannten Land entgegen. Er hofft Indien zu finden und landet nach einer gefährlichen Reise auf der Insel Guanahani, einem Paradies vor der Küste Südamerikas. Doch der Eindruck täuscht: Hurrikans, Brände, Aufstände, sinnlose Ausbeutung und Brutalität beherrschen das Land. Am spanischen Hof fällt Columbus in Ungnade. Mit einer Schiffsflotte ist man bereits unterwegs ihn zu verhaften; ein gewisser Amerigo Vespucci entdeckt vor ihm das Festland und er selbst wird nach seiner Rückkehr nach Spanien ins Gefängnis geworfen. Die Eroberung des Paradieses endet für Columbus mit Verachtung und Enttäuschung. Auch nach seiner Begnadigung durch Königin Isabella und einer weiteren Expedition geben seine Widersacher keine Ruhe, ihn und seine Entdeckung zu verleugnen…

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Kommentare (14) — Film: 1492 - Die Eroberung des Paradieses

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alter.native

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Bewertung6.5Ganz gut

Einer von diesen Filmen, denen man ansieht, wie teuer sie waren, aber denen man nicht anmerkt, was uns der Meister eigentlich mit auf den Weg geben wollte - außer dass Columbus offenbar einer von den Guten war.

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hoffman587

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Bewertung6.5Ganz gut

1492: Conquest of Paradise

"1492" ist ein etwas naives, interessantes und mitreißendes Historienabenteuer von Ridley Scott aus dem Jahre 1992, das zwar auf historischen Begebenheiten beruht, aber teilweise ungenau ist und die Figur des Christoph Columbus wird doch stark glorifiziert und als ein idealistischer Held dargestellt, obwohl das ja durchaus schlecht sein muss, denn so erhält meine alternative Interpretation des Columbus.
Wie bereits erwähnt basiert der Film auf historischen Begebenheiten, sodass er die Geschichte der Entdeckung Amerikas durch Christoph Columbus erzählt und die Auswirkungen der Entdeckung auf die Ureinwohner.

Als idealistischer Entdecker Columbus darf man einen ausgezeichneten Gerard Depardieu sehen, neben ihm lassen sich aber auch noch eine solide Sigourney Weaver als spanische Königin und ein überzeugender Armand Assante auf der Besetzungsliste entdecken.
Die Regie und Kamera kann man als gut bezeichnen, da diese bildgewaltige Spektakel erschaffen und prächtige, prachtvolle Bilder herstellen.
Dennoch sollte man als negativ vermerken, dass der Film mit seiner Laufzeit von ca. 160 Minuten stellenweise ziemlich langatmig ist.
Des weiteren sind die Charaktere schwach gezeichnet und die Dialoge geradezu durchschnittlich.
Trotzdem verfügt der Film über eine brillante musikalische Untermalung von Vangelis, die einen tief berührt und einen in ihrer vollständigen Kraft mitfühlen lässt.

Unterm Strich kann man also sagen, dass "1942" ein opulentes Werk von Ridley Scott ist, dass trotz seiner Umsetzung und einprägender Musik, einige starke Schwächen vorzuweisen hat.

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doctorgonzo

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Bewertung6.5Ganz gut

Ideologisch nicht astrein und historisch ein wenig naiv... So scheint es regelmäßig zu sein, wenn Ridley Scott sich über Geschichte hermacht.

Dass der olle Columbus hinsichtlich wirtschaftlicher Ausbeutung und Disziplinierung der Kolonien ähnlich zimperlich war wie sein Landsmann Silvio Berlusconi im Umgang mit seiner Libido und Machtausdehnung, sollte mittlerweile bekannt sein.
Also hätte sich Scott sich das Gutmenschengeeiere sparen können, was allerdings vielleicht zum 500. Jahrestag der "Entdeckung" Amerikas nicht so gut angekommen wäre.
Stattdessen legte er den Hauptteil der Gemeinheiten in die Hände einer von Michael Wincott ganz stark verkörperten Nebenrolle und alles war gut.
In Sachen Bildersprache ist es beinahe ein Lean´sches Epos. Große Bilder, große Gesten, große Emotionen!
Dazu kommen insgesamt überzeugende Darsteller, von denen sich neben dem bereits erwähnten Michael Wincott vor allem Frank Langella und Arnold Vosloo hervortun.

Unschön ist, dass man nach dem Kinostart dieses Films ein gutes Jahr lang Vangelis hören mußte.

Moderner Monumentalkracher mit einigen Schwächen, wird auch bei einer erneuten Neuentdeckung Amerikas nicht mehr mein Lieblings-Scott...

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FrankB2B

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Bewertung9.0Herausragend

1492 - Conquest Of Paradise ist ein typischer "Ridley Scott" Film.....Imposant,Detailverliebt,Bildgewaltig und ab und zu wie so oft Historisch etwas ungenau !
Aber auch hier schadet es im Endeffekt dem Film in keiner Weise da dieser mehr als nur Ansehenswert ist und durchaus zu beeindrucken weiß.
Was diesem wie ich finde Epochalem Streifen den Perfektionsgrad leider letztenendes dann doch verweigert liegt hauptsächlich daran das die Historische Thematik über die Entdeckung der neuen Welt hier in weiten Teilen des Films in den Hintergrund rückt und Regisseur Scott die Person Christoph Columbus zu sehr in den Vordergrund stellt.
Darum empfinde ich 1492 - Conquest Of Paradise eher als Biografische Verfilmung des Lebens von Christoph Columbus,was aber immer im Auge des Betrachters liegt !
Hauptdarsteler "Gerard Depardieu" spielt in diesem Film wie ich finde die Rolle seines Lebens und war in keinem anderen seiner vielen Filme jemals so gut wie hier.
Der Soundtrack von "Vangelis" ist absolut überragend und ist bis heute einer von den wichtigsten Musikalischen Beiträgen die es in einem Film wohl je gegeben hat.

Ein sehr Heroischer Film der seit 1992 bis heute nichts von seiner Bildgewaltigen Wirkung eingebüst hat und den man auf jeden Fall einmal gesehen haben sollte.

FrankB2B.

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Filmkenner77

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Bewertung7.0Sehenswert

Ansprechende Verfilmung in schönen Bildern, aber manchmal ein wenig langatmig geraten.

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cannibal83

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Bewertung5.5Geht so

Gewaltige Bilder und grandioser Soundtrack. Aber viel mehr bleibt nach dem Abspann leider nicht übrig.

Die Person Kolumbus, die Entdeckung und Eroberung des neuen Landes, die anschliessende Besiedlung sowie den Clash der Kulturen, versucht der Film zu thematisieren, doch wird das teilweise zu kurz abgetan oder nur angerissen. In dieser Hinsicht halte ich es auch für problematisch das der Film eigentlich komplett auf lange, dialogreiche Szenen verzichtet, die gerade so einem "Epos" gut zu Gesicht stehen würden. Somit reiht "1492" eigentlich nur ein Ereignis an das Nächste und zeigt dabei immer wieder unglaublich beeindruckende Aufnahmen. Doch können Letztere die Gleichgültigkeit Scott's gegenüber den Nebenfiguren, und dem schlichten Fehlen von Tiefe nur stellenweise beschönigen.

Wobei ich zugeben muss das alle bisher genannten Schwächen in einer Sache begründet sind: Der Film hat "nur" 149 Minuten. Das was "1492" alles erzählen will könnte locker 2 (lange) Filme füllen, würde dementsprechend "tiefer" gehen, mehr Raum für die Charaktere und Dialoge schaffen und unterm Strich.... dem Thema einfach gerechter werden!

Unentschuldbar ist dagegen was sie aus Kolumbus gemacht haben. Obwohl clever versucht wird einem Priester die Schuld zuzuschieben, halte ich ich es für ganz schön dreist aus Kolumbus einen "ach so tragischen" Helden zu machen. Damit wird dem Zuschauer bewusst ein vollkommen falsches Bild aufgezeigt, was in solch einer Historienverfilmung für mich fehl am Platz ist.

5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

guggenheim

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Verständliche Perspektive.
Wobei ich eines noch anmerken möchte: Die Hervorhebung des Adrian de Múgica (tatsächlich war er von geringerer Bedeutung als im Film dargestellt) steht m.M.n. auch für die "böse" Seite des Columbus, ist praktisch sein alter Ego.
Was aber viel wichtiger ist: ich wünsch dir noch 'nen entspannten Sonntag :)


cannibal83

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Danke, den wünsch ich dir auch! :)


peterpit

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Bewertung6.5Ganz gut

Soundtrack Weltklasse. Geschichte auch. Depardieu in seiner besten Rolle und in seinen besten Jahren.

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Deep Ford

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein echter Monumentalfilm, der durch Bildgewalt, aufwendige Kostüme und eine dichte Atmosphäre zu beeindrucken vermag. Man kann den Straßendreck Granadas, die Dschungel Haitis und den Schweiß der Matrosen förmlich 'riechen'. Der stimmige Soundtrack tut sein Übriges.
Columbus als gebrochener Mann und der Triumph der korrupten Bürokraten und grausamen Besatzer hinterlässt angemessene Bauchschmerzen, ohne die Anerkennung für die Leistung dieses Seefahrers schmälern.
Toller Film!

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guggenheim

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Monumentalfilm, der doch zum Besseren gehört, was es in dem Bereich gibt. Über etwaige Ungenauigkeiten kann man, so denke ich, in diesem Fall hinwegsehen, da es sich mehr um ein Ästhetikwerk handelt als um einen Historienfilm.

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JimiHendrix

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Bewertung7.5Sehenswert

Filmisch mit hohem Aufwand dargestellte Reise in die neue Welt, aber mit ein paar geschichtlichen Fehleindrücken.

Die Atmosphäre dieser Zeit wird sehr gut vermittelt und auch die Darsteller spielen ausgezeichnet und authentisch.
Grade für Depardieu ist Columbus DIE Rolle überhaupt. Er passt da 100%ig rein.

Für mich erscheint er aber trotz Allem zu gütig und gut.
Die ganze Grausamkeit gegen die Ureinwohner wird in dem Vorzeigebösen Michael Wincott gebündelt und mit dessen Selbstmord beseitigt.
So erhält man den Eindruck, als ob Columbus selbst ein Vollblutindianerfreund sein, das war für mich typisch Hollywood. Man stellt dem "Guten" Entdecker Columbus einen bösartigen Untergeneral an die Seite, um die ganzen Unmenschlichkeiten auf ihn abzuwälzen, so kann man Depardieu in gutem Licht dargestellt lassen, ohne geschichtliche Fälschichkeit aufkommen zu lassen. Dass war der kleine üble Beigeschmack bei dem ansonsten guten Film.

Grade die Filmmusik ist wirklich fantastisch und natürlich auch sehr bekannt.
Ridley Scott ist ein Fall für sich, er ist wie ein Überraschungsei, man weiß nie ob man Mainstreammüll bekommt oder ansehnliches Actionkino.

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Blonder

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ob Kolumbus so freundlich zu den Indianern war, mag
dahingestellt sein, aber sonst wird die Geschichte der damaligen Zeit sehr realistisch rübergebracht. Der Zuschauer bekommt auch in harten Bildern zu sehen, wie brutal die Spanier mit den Ureinwohnern umgesprungen sind.

Der Film ist so bildgewaltig, dass die Dialoge fast fehl am Platz wirken. Die Regie übernahm Ridley Scott, der auch Alien und Blade Runner drehte. Die Rolle des Entdeckers spielt Gerad Depardieu, der durch seine geniale Schauspielerei den ganzen Film an sich reißt. Tja, da sieht man mal wieder dass Depardieu einer der besten Charakterdarsteller unserer Zeit ist.
Was wäre so ein Epos ohne Musik? -Garnichts, und somit arbeitete Scott wieder mit Vangelis zusammen. Denn er hatte auch schon Blade Runner vertont. Zumindest ist ein Score herausgekommen, der so wuchtig ist, dass der Film etwas mehr an Tiefe gewinnt. Jeder kennt Conquest of Paradise obwohl es meiner Meinung nach bessere Stücke auf dem Soundtrack gibt.

Einfach der beste Kolumbus-Film den es gibt, denn hier werden nicht nur seine guten Seiten gezeigt. Sondern vielmehr wird Kolumbus kritisch beleuchtet.
Trotz seiner Überlänge ist die Geschichte zu keiner Minute langweilig, dafür wird sie zu flüssig erzählt.
Für mich ist der Film jetzt schon ein Klassiker, den jeder mal gesehen haben sollte.

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8martin

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Bewertung9.0Herausragend

Ein bildgewaltiges Seefahrer-Epos, weitgehend historisch korrekt wiedergegeben, spiegelt grandios den Geist des ausgehenden 15. Jahrhunderts (z. B. Scheiterhaufen für Ketzer). Hochkarätig besetzt an der Spitze mit Gérard Depardieu und der göttlichen Musik von Vangelis wird der Zuschauer über zwei Stunden an den Bildschirm gefesselt. Ja, so ungefähr hätte es gewesen sein können. Gleich die Anfangsszene überzeugt, dass die Erde rund sein muss. Die Dialoge beinhalten die wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und imperialen Gründe für die Entdeckungsfahrten. Ridley Scott zeigt uns Columbus als Visionär, der Erfolg hat und dann letztlich doch scheitert, ohne das familiäre Umfeld zu vernachlässigen. Einzig der Showdown zwischen dem Guten und dem Bösen wirkt etwas fehl am Platze. Aber sonst bringt uns der Film Geschichte in äußerst unterhaltsamer Form nahe.

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DoM

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Bewertung7.0Sehenswert

Prima "Columbus-Film". Meiner Meinung nach einer der Schwaecheren von Scott - aber gelungen. Tolle Bilder und gut in Szene gesetzt. Schauspieler wirken auch ser solide.

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dAShEIKO

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ridley Scott bringt die Geschichte Kolumbus' in monumentalen Bildern (die Szene als das Erste mal "amerikanischer" Boden betreten wird ist optisch grandios) auf die Leinwand. Viele zweifeln die historische Richtigkeit an - aber von uns war niemand dabei, und letzten Endes soll ein Film unterhalten, und das tut er.

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