Anderland
Den Brysomme mannen (2006), IS/NO Laufzeit 96 Minuten, FSK 16, Thriller, Komödie, Drama, Kinostart 04.10.2007
7 Bewertungen
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10 Kommentare
Keine
von Jens Lien, mit Trond Fausa Aurvaag und Petronella Barker
Inmitten einer kargen Landschaft hält ein Bus und spuckt seinen einzigen Passagier in eine neue Welt aus. Andreas hat keine Ahnung, wie er hierher gekommen ist und was er tun soll, doch das braucht er auch nicht. Er wird in ein vorgefertigtes und anonymes Leben gesteckt, erhält Wohnung, einen Job, Kleider und Nahrung. Die Umgebung ist schön und die Arbeitskollegen sind nett. Andreas, der nun täglich Zahlen in einen Computer eintippt, ohne dass er weiß, wozu, macht das Spiel mit und findet auch bald eine Freundin, Anne-Britt. Wie die meisten anderen Menschen in dieser kinderlosen Stadt interessiert auch sie sich ausschliesslich für Innendekoration. Nach mehreren Nächten mit mechanischem Sex kommen Andreas erste Zweifel. Ist dies tatsächlich ein Leben, das er führen will? Denn etwas läuft falsch, etwas fehlt: er vermisst den Geschmack der Speisen, die Wirkung von Alkohol, es gibt keine Kinder und keine Emotionen. Eine Affäre mit der blonden Ingeborg scheint die gewünschte Abwechslung in der allgemein gepflegten Oberflächlichkeit zu bieten. Doch als Andreas seinen Sinnen für das wahre Leben folgt, kommt er dabei in Schwierigkeiten – denn einen Ausweg aus dieser gespenstisch netten Welt mit seiner blitzsauberen Fassade scheint es nicht mehr zu geben.
Mehr Bilder (11) und Videos (1) zu Anderland
Cast & Crew
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Jens Lien
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Trond Fausa Aurvaag
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Petronella Barker
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Anne Britt
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Per Schaaning
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Birgitte Larsen
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Ingeborg
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Johannes Joner
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Ellen Horn
Regie
Schauspieler
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Anders T. Andersen
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Sigve Bøe
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Liten Mann
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Per Schreiner
- Genre
- Mysterythriller, Komödie, Drama
- Handlung
- Einsamkeit, Entfremdung, Exil, Finger, Fluchtversuch, Isolation, Jenseits, Job, Kapitalismus, Selbstmordversuch, Sinn des Lebens, Sterben und Tod, Tunnel, Vorgetäuschter Selbstmord
- Stimmung
- Eigenwillig, Ernst, Verstörend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Anderland
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Kritiken (3) — Film: Anderland
Hard Harry: critic.de, Deadline, Movieb...
Kommentar löschenVerstörende Parabel mit der Sogwirkung eines Horrorfilms
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...
Kommentar löschenDer norwegische Regisseur Jens Lien führt in „Anderland“ eine schöne neue Welt vor, in der alle Menschen zufrieden sind und die wenigen Zweifler ausgemustert werden. Dabei verzichtet Jens Lien auf platte Zivilisationskritik. Sein Film lädt zur Identifikation ein und bleibt doch bis zuletzt rätselhaft. Er ist gruselig, lustig, traurig und wirkt an keiner Stelle überambitioniert...
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Mr.Vengeance: Lost In Imagination
Kommentar löschenWunderschönes Märchen für Erwachsene, ganz dem Ikea-Verve verschrieben. Einer der wenigen Filme dieses Jahr, die gleichermaßen zum nachdenken und zum schmunzeln anregen. Fühlt sich an wie Michel Gondry auf Acid.
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Kommentare (7) — Film: Anderland
Kommentar schreibenalter.native 2012/02/05 00:37:28
Kommentar löschenDie Suche nach dem Paradies auf isländisch, da gibt es wieder nur ein Wort dafür, skurril! Lauter Bildmetaphern, von denen ich meine, die ein oder andere auch entschlüsselt zu haben - zumindest die Analogie zur Erscheinung des kleinen Risses in der Kellerwand . . .
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Mimuschka 2012/01/01 02:20:59
Kommentar löschenmal wieder schön ungewöhnliches albtraumkino aus skandinavien. eine surreale parabel auf die sinnentleerte existenz im wohlstand des modernen kapitalismus. ein konglomerat aus brazil, brave new world, logans run und matrix:
jeden morgen ins büro, zu den überfreundlichen kollegen und in der mittagspause den faden, geschmacklosen fraß reinstopfen. abends trifft man sich, tauscht floskeln aus, lernt frauen kennen, hat sex. mechanisch, ohne gefühl. man zieht zusammen, redet über die inneneinrichtung. wird langweilig, geht fremd. geht abens aus, will sich betrinken, doch das funktioniert nicht, denn alkohol entfaltet keine wirkung. wie alles andere auch, nichts kommt an einen ran. nichtmal selbstmord ist möglich.
auf den ersten blick war alles perfekt, alles nett, alles bequem. aber jetzt? kann das schon alles sein? man beginnt zu träumen, zu hoffen, ist da irgendwo noch mehr? das wahre, das tolle leben? ein leben jenseits der monotonie und gleichförmigkeit? vielleicht, doch man wird es niemals finden, nicht in anderland.
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momopipi 2011/05/21 22:20:39
Kommentar löschenSuper Atmosphäre, ansehnliche Optik und angenehm mysteriös!!!
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BigDi 2011/03/07 20:22:03
Kommentar löschenDie gelackte Höllenvision für die Arthouse-Gemeinde - alles säuberlich durchkomponiert und in besonnenem Tempo, makellosen Bildern und schnörkellosen Dialogen präsentiert, aber mit Beziehungen ohne Liebe, Lebenszielen ohne Motivation, Sex ohne Orgasmen und - oh Graus - Alkohol ohne Rausch. Leben ohne Leben und Tod ohne Tod. Ein Karusellritt in Slo-Mo ohne Abstiegsmöglichkeit. Kälter geht es nicht. Glaubt man...
Wer Kafka mag/liebt/vergöttert, MUSS in "Anderland" Urlaub machen, das Wörtchen "kafkaesk" hat seit "Brazil" nicht mehr so gut gepasst und ist hier gar einen Ticken angebrachter.
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eXonic 2010/02/27 12:56:06
Kommentar löschenWas ist schlimmer als der Tod? Klar: Anderland. Die Menschen, die dort Leben, sind nämlich innerlich tot - Gefühle und Emotionen gibt es nicht - nur wissen sie das gar nicht oder ignorieren es. Doch die Hauptfigur Andreas kämpft mit allen Mitteln dagegen an. Jedoch gelingt ihm erstmal nichts, nichtmal Selbstmord scheint möglich. Umso bitterer, aber auch interessanter wird es dadurch für den Zuschauer dem weiteren Verlauf des Films zu folgen, denn bei diesem groteskem und surrealem Werk weiß man nie, was als nächstes passiert.
Im Kontrast zu der Gefühlslosigkeit der Filmfiguren steht der Zuschauer selbst, der hin- und hergerissenwird von Humor, Wut, Mitleid und Trauer. All das ist perfekt miteinander kombiniert und bietet dieses kleine Quäntchen, das anderen skandinavischen schwarzen Komödien wie Dänische Delikatessen oder Adams Äpfel fehlt.
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Nevenka 2009/07/01 22:56:51
Kommentar löschenAnderland nimmt das moderne Leben auf die Schippe. Dafür kommt der Film in einem düstergrauen Gewand daher. Im Kino setzte in mir eine gewisse Verzweiflung ein, ob der Ausweglosigkeit der konstruierten Situation. Während ich eine Weile noch mitfieberte, befand ich mich nach einer Weile im Gemütszustand der erlernten Hilflosigkeit, wissend, dass etwas Unangenehmes folgt, egal was der Held tut, und wenn ihn nur das überaus alltägliche Leben trifft. Regt an, über einige Dinge mal wieder nachzudenken, z.B. über die Qualität der eigenen sozialen Beziehungen, über das tägliche Hamsterrad oder die Sehnsucht nach dem undefiniert Besseren.
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invisible_me 2008/07/05 11:15:50
Kommentar löschenEin kafkaeskes Filmjuwel aus Norwegen, mit Liebe gemacht! :) Ich bin begeistert! Mehr davon!
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