Bad o meh - Wind und Nebel

Bad o meh (2011),
Laufzeit 77 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 20.10.2011

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von Mohammad-Ali Talebi und Mohammad Ali Talebi, mit Masume Shakori und Masume Shakori

Da der Vater des fünfjährigen Sahand Arbeit auf einem Ölfeld im Süden des Irans gefunden hat, muss die Familie aus dem fruchtbaren Norden in den heißen, trockenen Süden ziehen. Kurz darauf bricht der Krieg gegen den Irak aus. Sahand ist mit seiner Mutter allein zuhause, als eine Bombe die Mutter tötet. Er selbst überlebt schwer traumatisiert. Überfordert bringt der Vater Sahand und seine zwölfjährige Schwester Shooka zurück in ihr Heimatdorf, wo sie beim Großvater unterkommen. Die Ruhe und die Schönheit des Nordens sollen Sahand von seinem Trauma befreien. Doch Sahand hat es schwer, wird von den anderen Kindern im Dorf gehänselt. Bei einem Ausflug an einen nahegelegenen See entdeckt er eine angeschossene Wildgans. Ihr Gefieder erinnert ihn an das weiße Kleid seiner Mutter, das sie am Tag ihres Todes trug. Der Großvater verbietet Sahand, sich um die Gans zu kümmern. Doch in der Nacht schleicht sich der Junge davon, um sie zu suchen.


Cast & Crew


Kritiken (5) — Film: Bad o meh - Wind und Nebel

Anke Leweke: taz, Deutschland Radio Anke Leweke: taz, Deutschland Radio

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7.5Sehenswert

Talebi arbeitete mit Laiendarstellern und an Originalschauplätzen. Er erzählt eine einfache Geschichte und bedient sich dabei der persischen Poesie. Er nimmt die Perspektive von Kindern ein und erzählt dennoch vom Krieg an sich. Es ist ein Kinderfilm, der auch Erwachsene berührt.

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Thomas Winkler: fluter Thomas Winkler: fluter

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6.0Ganz gut

Diese Filmsprache dürfte für das mitteleuropäische Publikum gewöhnungsbedürftig sein, aber verschafft "Bad o meh" die Kraft einer Parabel. Deutlich wird so: Krieg ist grausam und durch nichts zu rechtfertigen.

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Asokan Nirmalarajah: Schnitt, Moviemaze Asokan Nirmalarajah: Schnitt, Moviemaze

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8.0Ausgezeichnet

Über 74 ruhige, atmosphärisch dichte Minuten entwickelt Mohammad Ali Talebi das bewegende psychologische Drama eines traumatisierten Knaben im Iran, der lernen muss, sich von der Trauer um ein geliebtes Familienmitglied loszusagen. Es ist eine einfache, aber gefühlvoll inszenierte Geschichte mit eindrucksvollen Landschaftsaufnahmen einer für westliche Augen fremden Region.

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Julia Teichmann: film-dienst Julia Teichmann: film-dienst

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7.0Sehenswert

Der beeindruckende Film nimmt die Perspektive der Kinder ein und passt sich ganz dem Rhythmus ihrer Erinnerungs- und Trauerarbeit an. Schonungslos und sensibel zugleich thematisiert er die Schrecken des Kriegs, ohne dafür drastische Bilder bemühen zu müssen.

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M. Seidel: Filmdienst M. Seidel: Filmdienst

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7.0Sehenswert

Der iranische Regisseur Mohammad Ali Talebi befasst sich in „Bad o Meh“ mit dem Iran-Irak-Krieg, ohne Partei für oder gegen die Politik seines Landes zu ergreifen. Er nutzt vielmehr allgemein verständliche Symbole, wie die weiße Gans mit rotem Blutfleck, oder bedrohlich wirkende Landschaften, um heikle Momente zu inszenieren und so generell die traumatischen Folgen von Krieg auf Kinder anzuprangern. Ihr Leiden wird außerdem über die subjektive Tonspur des Films offen gelegt: Sahand und Shooka hören Wind- und Tiergeräusche überdeutlich; Frauengesang aus dem Off markiert Momente der Trauer und Erinnerung. Die Perspektive der Kinder bestimmt auch die Erzählstruktur. Erst der Anblick der Gans löst ein Wiedererleben der Vergangenheit in Form eines Flashbacks aus, der lange nach Filmbeginn Sahands Verhalten erklärt und ein Schritt Richtung Heilung bedeutet.

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