Barfuß im Park

Barefoot in the Park (1967), US
Laufzeit 106 Minuten, FSK 12, Drama, Komödie, Kinostart 29.09.1967

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- Kritiker
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von Gene Saks, mit Robert Redford und Jane Fonda

“Just married” treffen Paul und Corie Bratter im New Yorker Plaza-Hotel ein, um sechs Tage ungestört ihrer Liebe zu frönen. Doch am siebenten Tag sind die Flitterwochen vorbei. Paul, als Ehemann ebenso frisch gebacken wie als Anwalt, muss in seine neue Kanzlei und Corie bezieht derweil die neue Wohnung in Greenwich Village. Die Wohnung ist preiswert und so sieht sie auch aus: Sie liegt im fünften Stock, rechnet man die hohe Vortreppe dazu, sogar im sechsten, die Wände sind schräg und das hohe Glasdach hat ein Loch. Und es kommt alles noch schlimmer: Die Möbellieferung trifft nicht ein, stattdessen kommt ihr Nachbar Victor Valesco, der wegen Mietschulden seine Wohnung nur noch illegal über das Schlafzimmer der Bratters erreichen kann. Corie, die, im Gegensatz zu Paul, trotzdem voller Elan und guter Laune ist, flirtet mit dem leicht exzentrischen neuen Nachbarn, der sich mit einer Einladung zur Cocktail-Party in den nächsten Tagen revanchiert. Da Corie findet, dass Mr. Valesco gut zu ihrer alleinstehenden Mutter Ethel Banks passen würde, tauchen sie dann zu dritt übers Dach bei seiner Party auf. Aber der Abend verläuft anders als gedacht. In der exotisch eingerichteten Wohnung von Mr. Valesco gibt es neben den Cocktails eine gewöhnungsbedürftige Vorspeise, dann bittet er sie zum Dinner in ein albanisches Restaurant. Nur Mr. Valesco und Corie amüsieren sich bei albanischem Essen und albanischer Musik prächtig, Paul und Ethel fühlen sich zunehmend unbehaglich. In der neuen Wohnung zurück, will Ethel unbedingt nach Hause. Als echter Kavalier will sie Mr. Valesco begleiten – wie sich später herausstellen wird, verbringen sie die Nacht in seiner Wohnung. Kaum wieder allein, bricht Corie einen Streit vom Zaun.

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Kommentare (3) — Film: Barfuß im Park

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aberaber

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Bewertung7.0Sehenswert

Im besten Sinn altmodische romantische Komödie mit zwei großartigen, sympathischen Hauptdarstellern.

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Sonse

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Das klassische Mainstream-RomCom-Genre befindet sich nun schon seit Jahren im Wachkoma, malträtiert durch unwürdigen, herz-, hirn- und hosenlosen 'Gross Out'-'Bromance'-'Chickflick'-Dreck, dargeboten von austauschbaren Model-Klonen, Neandertalern oder dem ach-so-knuffig-schlaffen Everydude auf der einen Seite und der Schaufensterpuppe oder der verspannten Schaufenster-Zicke auf der anderen. In die Resignation geprügelt von limitierten, gegen jede Vernunft erfolgreichen Folterknechten wie Nancy Meyers oder Judd Apatow und seiner Bande.
Nicht dass es der RomCom zu Meg Ryan-, Tom Hanks-, Sandra Bullock-, Kevin Costner-, und ganz besonders Julia Roberts- und Richard Gere-Zeiten besonders gut ging, nein, doch da halfen noch Arzt und Apotheker, da der einsame blutpumpende Muskel gelegentlich noch etwas Herz und Hirntätigkeit wahrnahm.
Heute bleibt einem fast nur noch das Spucken von Gift und Galle und der Griff zu Filmen, die mindestens 25-30 Jahre alt sind, besser noch älter. Wo sind Spencer Tracey, Katherine Hepburn, Cary Grant, Ernst Lubitsch, Billy Wilder oder eben Neil Simon?

"You're almost nearly perfect!"
"That's a rotten thing to say!"

"Barefoot in the Park" ist eine äußerst charmante und amüsante (weil?) alte romantische Komödie über ein frisch verheiratetes Pärchen der Sorte "Gegensätze ziehen sich an" (wunderbar besetzt mit einer quirligen Jane Fonda und einem jungen Robert Redford), der man ihre Bühnenwurzeln deutlich anmerkt. Ich mag Neil Simons Humor in seinen speziellen Dialogen, die von den Schauspielern (in den Nebenrollen ebenfalls spaßig: Mildred Natwick als Mutti und Charles Boyer als exzentrischer Nachbar) gut, weil relativ natürlich wirkend, verkauft werden.
Dies machte "Barefoot in the Park" für mich äußerst kurzweilig und das trotz Plotarmut, denn im Vergleich zu beispielsweise "The Apartment" ist dieser Film reichlich simpel. Der Running Gag allein (die Wohnung im obersten Stockwerk) ist so harmlos wie er enorm lustig ist. Obgleich "Barefoot in the Park" im letzten Drittel etwas durchhängt hat er jedoch mit seinem heute leider als "altmodisch" zu bezeichnenden Charme, seiner Eleganz und Unschuld mich durchweg zum Grinsen und Lachen gebracht. Zauberhaft in seiner Schlichtheit, einfach zauberhaft!

bedenklich? 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

denise

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Ja, der Film zeigt wirklich, dass man auch ohne Schnulzen, großartigen Sets und bloßen eye-candies als Darstellern eine gute Komödie hinlegen kann, bei denen die Zeit im Fluge vergeht. Hier merkt man noch, dass vor allem Situationskomik und Timing mal die Grundlage für gutes Schauspielern war.


Sonse

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@denise: Gleichzeitig muss man natürlich auch sagen, waren Redford und Fonda damals sicher nicht (nur) als Charakterdarsteller engagiert... ;) Aber immerhin Redford hatte die Rolle am Theater selbst schon erfolgreich gespielt und Fonda macht ihre Sache gut.


Effenberg

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Bewertung6.5Ganz gut

Alles in allem etwas zahm und theaterhaft. Die Hauptdarsteller sind aber sehr charmant, insbesondere Jane Fonda.

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Sonse

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Yep, allerdings liegt in der Zahmheit auch der Charme. :)


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