Der Stadtneurotiker

Annie Hall (1977), US Laufzeit 93 Minuten, FSK 6, Komödie, Drama, Kinostart 09.06.1977


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8.1
Kritiker
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7.2
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6650 Bewertungen
68 Kommentare
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von Woody Allen, mit Woody Allen und Janet Margolin

Die Lebensgeschichte von Alvy Singer, der als kleiner Junge viel zu leiden hatte, als Erwachsener aber ein erfolgreicher Mann wurde. Allerdings nur in der Öffentlichkeit, in seinem Privatleben läuft es hingegen nicht so gut.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Der Stadtneurotiker
Genre
Romantische Komödie, Drama, Komödie
Zeit
1970er Jahre, Ostern, Weihnachten
Ort
Brooklyn, Coney Island, Flugzeug, Gefängnis, Kalifornien, Los Angeles , Manhattan, New York City, Schule, Strand, Wisconsin
Handlung
Affäre, Antisemitismus, Arzt, Autogramm, Autounfall, Bankett, Bar, Bewerbungsgespräch, Beziehung, Café, Cannabis, Cocktail, Diskothek, Drogen, Eifersucht, Film und Kino, Flirt, Freiheitsentzug, Geburtstag, Gefängnis, Gegensätzliche Liebe, Gesundheit, Heiratsantrag, Hotel, Hummer, Jude, Kokain, Komiker, Kultfilm, Liebe, Liebeskummer, Mann-Frau-Beziehung, Motorrad, Neurose, Niesen, Oscargewinner, Party, Probe, Psychiatrie, Psychoanalyse, Reporter, Schriftsteller, Sexsucht, Spinne, Strand, Sänger, Talkshow, Telefonzelle, Tennis, Todessehnsucht, Traum, Trennung, VW Käfer, Verfolgungswahn, Verlieben, Verschwörungstheorie, Weihnachten, Zerrüttete Beziehung
Stimmung
Romantisch, Witzig
Zielgruppe
Pärchenfilm
Tag
AFI Top 100, Kultfilm, New Hollywood, Oscargewinner
Verleiher
United Artists
Produktionsfirma
Rollins-Joffe Productions

Kommentare (67) — Film: Der Stadtneurotiker


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cruzha

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Das etwas andere Drama. Großartig gespielt und mit sensationellen Dialogen. Skurril, lakonisch, anders, voll mit schwarzem Humor. Woody Allen ist hier ein zeitloser Klassiker gelungen, der zu recht zu den besten Filmen des zwanzigsten Jahrhunderts zählt. Ein Genuß für alle, die auf schräge Vögel und markante Charaktere stehen.

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dannydiaz

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich verweise auf den Kommentar von 'sigmund'!!
-
http://www.moviepilot.de/movies/der-stadtneurotiker/comments/439922

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Otis_the_Dude

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Sag mal, fahren wir durch Plutonium?"

Einfach herrlich

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Moviegod

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Bewertung9.5Herausragend

Danke lieber Woody, danke, danke!! Was für eine wunderschöne, skurrile und liebenswerte Komödie. Ich hätte nie gedacht, dass ein Film, der keiner direkten Handlung folgt und so viele absurde und gleichzeitig geniale Einfälle hat, jemals so unglaublich komisch sein kann. Doch du hast mich eines Besseren belehrt.

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Weltenkind

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

[...] Regisseur Allen macht damit aber nicht einen Film über sich selbst oder seine Beziehung zu Keaton, sondern eine parabelartig anmutende Geschichte über Existenzen und Gedanken, die, so der eigenen Unfähigkeit geschuldet, verloren sind. So verloren, dass sie aber eigentlich nur einen Schritt voraus sind. Doch eben jener Schritt ist es, der es unmöglich macht, zu begreifen, was passiert, wenn es bereits geschehen ist. Wenn man aufgrund seiner eigenen Unfähigkeit des Begreifens und des Kommunizierens einsieht, wie unnahbar man selbst ist und die Schuld an der katastrophalen Situation seines Lebens hat. Dabei geht es aber nicht darum, das Schlechte zu verteufeln und das Gute zu propagieren, sondern zu verstehen, dass das Schlechte passiert, wenn das Gute später wieder auftaucht. Der Kreislauf des Lebens, sozusagen. Die Leichtigkeit des individuellen Wandelns. Woody, Alvy, Diane oder Anne – jene charakteristischen Figuren stolpern auf den Spuren des Lebens den Hürden entgegen und verstehen dabei mal mehr oder weniger, was es bedeutet zu leben. [...]

http://www.cereality.net/kritik/der-stadtneurotiker-02854

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Moe Szyslak

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Bewertung7.5Sehenswert

"Ich möchte nie einem Club angehören, der Leute wie mich als Mitglieder aufnimmt."

So typisch Woody Allen, einfach köstlich. Die Dialoge waren spritzig, amüsant und sarkastisch und Woody selbst genervt, hektisch und nervös wie man ihn kennt. Die Chemie zwischen ihm und der großartigen Diane Keaton (geniale ansteckend positive Aura) war unbeschreiblich, zwei so komplett gegensätzliche Charaktere aber dennoch perfekt miteinander. Storyseitig gings wie üblich um alle (un)wichtigen im Leben und um Beziehungen. War sehr unterhaltsam und hat Spaß gemacht, allerdings war es manchmal doch etwas wirr erzählt und es gab eine Menge Sprünge in Handlung und Zeit, was die Sache ab und an etwas schwierig zu schauen machte. Neben all dem gabs dann noch so absurde Sachen wie eine Zeichentrickszene, das Durchbrechen der 4.Wand, Rückblicke in die Kindheit, die mit der Erzählung in der Gegenwart verschmolzen wurden und und und. Und einen blutjungen Christopher Walken in einer kleinen Nebenrolle.

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Niotq

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Oh, me too, I love Woody Allen!"

Das ist der mit Abstand beste Gag der netten Indiekomödie "Juno", als eine Teenagerin im Alter der titelgebenden Protagonistin versucht, damit bei einem Mann zu landen, der ihr Vater sein könnte. Neben dem großen Lacher wird dabei aber auch deutlich, dass Woody Allen es nach diversen - um es höflich auszudrücken - moralisch fragwürdigen Entscheidungen, die er und seine Adoptivtochter ergriffen haben, wie kaum ein Zweiter aushalten muss, dass seine Kunst in den Augen vieler in den Hintergrund gerückt wird zugunsten einer derart unrühmlichen privaten Episode. Ein gutes Beispiel bin nicht zuletzt auch ich, da ich über diese Geschichte schon lange Bescheid gewusst hatte, bevor ich heute meine tatsächlich(!) erste Regiearbeit des Mannes sah. Die Entscheidung für "Annie Hall" war keine sonderlich schwierige, immerhin behaupten böse Zungen gelegentlich, dass gerade dieses verschrobene inhaltliche Grundgerüst es ist, das Allen in den nächsten 36 Jahren seiner Karriere immer und immer wieder leicht variiert hat, um einen kompletten "neuen" Film daraus zu machen. Ich enthalte mich an dieser Stelle.

Annie Hall ist eine Barsängerin, in die sich ein Komiker namens Alvy Singer verliebt, und vice versa, doch ist sie mindestens so neurotisch - man muss keinen Woody-Allen-Film gesehen haben, um das zu wissen - wie er, der schon 15 Jahre ohne jeden Fortschritt einen Therapeuten besucht, und schließlich scheitert das Ganze - doch wer wäre Alvy, seine große Liebe so einfach aufzugeben?

Der Charakter des Alvy, eines untersetzten, froschäugigen, jüdischen New Yorker Intellektuellen - er muss in keine kulturelle Klischeeschublade gestopft werden, er ist quasi seine eigene - muss nun damals wirklich eingeschlagen haben, die vier Oscars und der Start einer enorm erfolgreichen Karriere zeugen mehr als ausreichend davon. Und in der Tat schafft Allen es, Narzissmus und Selbstironie in zwei Waagschalen zu wuchten, die für einen wunderbar ausgeglichenen Eindruck sorgen - ich hatte nicht wie manch anderer den Eindruck, hier wäre ein auf den Intellekt bezogener Geck mit einer reichlichen Portion Selbstverliebtheit am Werk, aber auch nicht den eines sinnbefreiten Klamauks, der die Hauptfigur der Lächerlichkeit preisgibt.

Das ist wohlgemerkt schon eine Kunst für sich, wenn man so aussieht wie Woody Allen und nicht ein reines Abziehbild aus sich machen möchte. Ich musste ja schon laut auflachen, als er in diesem Restaurant in L.A. saß und "the alfalfa sprouts and a plate of mashed yeast" bestellte. Es wäre wirklich interessant zu wissen, inwieweit diese interessante Figur, die wir heute so locker in Kategorien einteilen können, die uns - sicherlich auch durch Allen selbst - wohlbekannt sind, damals neu und aufregend war. Selbst wenn nicht, diese Dialoge sind und bleiben wirklich extrem hinreißend und von großen Einfallsreichtum und dem Wissen, wo man das Publikum packen muss, damit es zu lachen anfängt, geprägt.

Hochinteressant auch die Besetzung - neben Allen und Keaton gibt der musikalische Megaseller Paul Simon Alvys Gegenspieler, die als Frau an Jack Nicholsons Seite aus "The Shining" bekannte Shelley Duvall eine Lückenbüßerin nach der ersten Trennung sowie Christopher Walken Alvys Schwager in spe mit... latenter psychischer Labilität.

Kurz und gut, es ist genau mein Humor, und ich freue mich, was Allen angeht, auf ein baldiges Wiedersehen. Mir ist dann ja doch die Inkonsequenz (ist es eine? Ich weiß es nicht!) zu eigen, das Privatleben von Kunstschaffenden von ihrer Kunst trennen zu können, wenn mich besagte Kunst ausreichend überzeugt. Vor allem in der Musik (vielleicht fällt ja jemandem ein Beispiel ein), aber eben auch in diesem Fall.

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InfiniteJest

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Bei diesem Film fühlt man sich wie Allens Psychiater: Zu Sehen und zu Hören bekommt man eine fragmentierte Patientenanamnese, die Passanten sprechen dann aus was man dazu denkt und am Ende kann man ihm doch nicht helfen. Aber wer hätte denn nicht gerne Woody Allen für zwei Stunden auf seiner Couch?

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Mr. Pink

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Woody Allen führt sympathisch und, ganz dem deutschen Titel entsprechend, so neurotisch wie nur möglich durch seine sehr originell inszenierte, geistreiche Komödie, die viele Witze, Tipps und Anekdoten über die Liebe und das Leben punktgenau trifft. Annie Keaton als Annie Hall ist selbstverständlich auch ein echter Glückstreffer.

"Hey, don't knock masturbation. It's sex with someone I love."

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based_god

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Bewertung9.0Herausragend

Das schöne an "Annie Hall": Der Film lässt sich, obwohl er selbst ein Zitat-Feuerwerk ist, in wenigen Sätzen beschreiben.

Denn Allen erzählt und spielt die Geschichte des "Stadtneurotikers." Er erzählt von seiner liebe zur titelgebenden "Annie Hall", alte Liebeleien und sein Leben im Allgemeinen. Er ist zwar ein Intellektueller und scheint trotzdem nichts mehr zu hassen als selbsternannte Kunstkenner. Er schafft es aber nicht den Moment als solches zu geniessen – Er merkt vielmehr erst im Nachhinein wie schön einzelne Momente waren und möchte sie gar nochmals erleben. (Man denke nur einmal an die Krebse.) Er spielt eine höchst ambivalente Figur, in der viele männliche Zuschauer einen Seelenverwandten sehen werden und er hat es geschafft, dass sich die selben Männer auch noch Jahrzehnte nach dem Erscheinen des Filmes in Diane Keaton bzw. Annie Hall verlieben werden...

Vom handwerklichen her:
Der Film ist so "Woody Allen" wie es nur geht. Auf den ersten Blick unspektakuläre und trotzdem einzigartige Kamera, schöne, geschmackssichere Musikauswahl und ein durchbrechen der vierten Wand. Also nicht überrascht sein wenn ihr plötzlich von Woody angesprochen werdet.

Meine persönliche Lieblingsszene: Der Dialog in der Kino-Warteschlange...

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lieber_tee

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Für mich immer noch der beste Allen-Film.


Fando_Y_Lis

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"Mein Psychiater sagt, ich übertreibe mit meinen Kindheitserinnerungen, aber ich schwöre, ich bin unter einer Achterbahn in Coney Island gross geworden. Vielleicht bin ich deswegen so´n nervöser Typ...!"

Als Jugendlicher habe ich diesen Film gesehen und war gleich begeistert. Vermutlich habe ich aufgrund mangelnder Erfahrung und jung sein nicht alles verstanden, ich mochte jedoch sofort die unkonventionelle Art des Films, die guten Darsteller und die teilweise wirklich lustigen Dialoge.

Woody Allen macht in diesem Film, was er will: in die Kamera schauen und den Zuschauern was erklären? Klar. Sich in einer Zeichentricksequenz in Schneewittchen inszenieren? Gebongt. Rückblenden? Jawohl. In einer Warteschlange vor´m Kino stehen, aus der Reihe ausbrechen, sich zu den Zuschauern des Woody-Allen-Films drehen und sich über den dumm brabbelnden Angeber hinter ihm beschweren? Den Philosophen und Medien-Kritiker Marshall McLuhan hinter einer Säule "hervorholen", welcher ihm gegen den Angeber hilft? Auch das geht.

Woody Allen erzählt von zwei bis drei Liebesgeschichten aus seinem (fiktiven?) Leben. Er lebt in New York und ist total genervt von der Stadt, realisiert aber, wie sehr er sie mag, als er mal mit Freunden nach Los Angeles fährt, wo er alles noch viel schlimmer findet - ausserdem wird ihm seine Freundin dort ausgespannt.

Mit der anderen Freundin gibt es auch Probleme, denn Woody mag deren sehr konventionelle, auf dem Land lebenden Familie nicht, und er unterstellt ihnen antisemitische Tendenzen, die er aber auch in New York stets und überall vermutet, woraufhin sein bester Buddy ihm sagt, er sei paranoid.

Was "Der Stadtneurotiker" oder "Annie Hall" so toll macht, ist die unbesorgte Inszenierung, die flott voranschreitende Handlung mit hoher Gag-Dichte, die teilweise wirklich absurden, aber dennoch intelligenten Jokes sowie die guten darstellerischen Leistungen eines spannenden Ensembles, inklusive Shelley Duvall, Carol Kane, Tony Roberts, Diane Keaton und ein noch sehr junger Christopher Walken. Sowie natürlich Mister Allen himself.

Ich habe den Film schon so oft gesehen, dass ich die Dialoge teilweise auswendig kann, aber ich schaue ihn immer noch alle ein bis zwei Jahre gerne an.

Aus meiner Sicht der beste Film von Woody Allen - und das bei einer grossen Anzahl von richtig guten Werken in seiner Laufbahn.

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Mr.GOLD

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"Da gibt es diesen alten Witz: Zwei ältere Damen in einem Erholungsheim unterhalten sich und die eine sagt: »Grässlich dieses Essen hier!« - Darauf die andere: »Genau, und dann diese kleinen Portionen!« - Tja, genau so kommt mir das Leben vor: voller Einsamkeit und Elend und Leid und Traurigkeit, und dann geht es so schnell vorbei."

Allen's zitierfreudige, tragikomische Odyssee durch New York und Californien funktioniert wirklich in jeder einzelnen Sekunde. Dank der nie aufdringlichen, sondern immer unterschwelligen Dramatik und des perfekt gesetzten und einfach sau smypathischen Witzes, bleibt es immer eine angenehme Reise die man hier mit Woody geht. Eine Reise auf der man viel lernt, lacht und leidet. Und jedesmal wenn Alvy trauernd in die Kamera blickt, möchte ich sagen: "Ich verstehe dich, ich verstehe deine Neurosen und dein Verhalten, ich verstehe deine Verzweiflung und verdammt ich verstehe deine Meinung... über Beziehungen, über Menschen und über das Leben... Ich verstehe deine Meinung nicht nur, ich liebe sie." Und ich liebe diesen Film. Diesen wahnsinnig einfallsreichen, unglaublich lustigen, schönen, gemütlichen und intelligenten Film.
„Sex mit dir ist wirklich ein kafkaeskes Erlebnis!“
Und dieser Film von dir ist einfach ein wunderschönes Erlebnis, Woody!

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sebastian.boehler

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Schöner Kommentar, werde mir den Film mal vormerken! ;)


Mr.GOLD

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Freut mich ! :)


Cellmorbasg

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Bewertung9.0Herausragend

Hinter schlagfertigem Witz, wortreichen Dialogen und wechselnden Zeitebenen versteckt sich eine angenehme Unauffälligkeit, die sich in den ausgefeilten und menschlichen Charakteren ausdrückt. Als ich diesen Film vor einigen Jahren zum ersten Mal sah und damit meinen ersten Film von Allen, konnte ich noch nicht ganz so viel damit anfangen. Einige Filme von Allen später bleibt für mich festzuhalten, dass sich viele der Elemente auch in anderen seiner Werke finden, aber nirgends entwickelte sich diese unwiderstehliche Anziehungskraft: Faszination für den Augenblick, Neugier auf die Figuren im weiteren Handlungsverlauf und jene Sympathie für die mich Allen nahezu immer gewinnt.

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WZRDOnTheMoon

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Bewertung7.5Sehenswert

Wie die meisten Filme von Woody Allen lebt auch Genre-Klassiker "Der Stadtneurotiker", der natürlich auch wieder eine offene Liebeserklärung an Allens Lieblingsstadt New York ist, von dem schier unerschöpflichen Wortwitz, den (pseudo-)intellektuellen Obsessionen und der überraschend ergreifenden emotionalen Authentizität der recht schablonenhaft gezeichneten Figuren, die oftmals von den sympathischen, enthusiastisch spielenden Mimiken belebt werden. Diane Keaton, die sich unzähligen Quellen zufolge quasi selbst spielt, trägt die schwierige Figur der Annie Hall ohne erkennbare Anstrengung, während viele weitere interessante Gesichter aus dem Kino der 70er Jahre ihr Beisammensein geben. Was "Der Stadtneurotiker" aber wirklich erinnerungswert macht und zum mehrmaligen Schauen einlädt, ist die filmisch stets intelligente Umsetzung, die Raum und Zeit außer Kraft setzt und erzählerische Grenzen aufhebt, damit die Figuren in den assoziativ sehr reichen Gedanken des Erzählers über jegliche Barrieren hinweg miteinander und übereinander kommunizieren können.

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Hooded Justice

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

»Es wurde spät und wir mussten beide gehen. Aber es war toll, Annie wieder zu sehen. Und da musste ich an den alten Witz denken. Den von dem Mann, der zum Psychiater kommt und sagt: ›Doktor, mein Bruder ist verrückt. Er denkt, er wäre ein Huhn.‹ Und der Doktor sagt: ›Warum bringen Sie ihn nicht ins Irrenhaus?‹ Und der Mann sagt: ›Das würde ich ja gern, aber ich brauche die Eier.‹ Tja, ganz ähnlich ist es auch mit menschlichen Beziehungen, habe ich das Gefühl. Sie sind oft so irrational und verrückt und absurd, aber trotzdem machen wir das mit, weil … die meisten von uns die Eier brauchen.«

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DerDude_

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Das Zitat trifft das Leben ziemlich gut :Auch wenn wir am Ende des Weges unglücklich sind, er ist es wert gegangen zu werden, selbst wenn es nur für ein paar Momente des Glücks ist.


FilmFan92

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wenn einer eine Reise macht, hat er viel zu erzählen.
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Liebes Tagebuch,

ich habe einige Tage gebraucht um mich in New York zurecht zufinden. Eine wirklich sehr große Stadt. Und jetzt wo ich einigermaßen klar komme, muss ich eigentlich schon wieder aufbrechen, es geht irgendwohin, nach Iowa vermutlich. Doch vorher berichte ich noch von meinem Aufenthalt hier. Ich habe einen netten, wenn auch sehr neurotischen Mann hier getroffen, Alvy war sein Name, aber sein Freund nannte ihn fortwährend Max. Auf jeden Fall ist Max, ich meine Alvy, sehr neurotisch, verdammt intellektuell und sehr witzig, ein Komiker eben. Er hat auch seine Probleme, so ist er sehr egozentrisch, besucht schon ewig einen Theraupeten, sieht in Vielem antisemitische Prägungen und Vieles mehr. Ein sehr verrückter Kerl. Aber ich mochte ihn seit der ersten Minute. Und dann war da noch Annie Hall. Sie war seine Freundin, eine sehr nette Frau mit einem großartigen Gesangstalent. Sie glichen sich nicht wirklich, aber irgendwie doch ein wenig. Sie passten auf jeden Fall großartig zusammen. Ihre Beziehung war zwar nicht von Problemen verschont, aber welche Beziehung ist das schon? Die Beiden unterhielten sich viel mit mir, wir waren gemeinsam unterwegs, aßen, tranken und amüsierten uns. Die Erinnerungen aus vergangenen Tagen, sei es Alvys Kindheit oder seine beiden Ehen oder auch die Geschichte ihres Kennenlernens, erzählten mir die Beiden so lebhaft, ich hatte echt das Gefühl dabei gewesen zu sein. Ich sah die Bilder direkt vor mir. Eine Sache war allerdings etwas merkwürdig. Alvy wandte sich einige Male von uns ab und sprach in den leeren Raum. Als ob er in eine Kamera sprechen würde um den Zuschauer ins Geschehen zu ziehen und seine Gedanken zu äußern. Irgendwie war ich wohl der Einzige, der das etwas merkwürdig fand, bzw. bemerkte. Auch sprach er gelegentlich wahllos Passanten an und befragte diese zu Themen wie Beziehungen. Ansonsten hatte ich eine wunderbare Zeit mit den Beiden. Ich habe viel gelacht, vor allem als Alvy versuchte eine Spinne in Annies Apartement zu erledigen. Alle Witze des Komikers konnte ich allerdings nicht nachvollziehen, vermutlich fehlt mir noch etwas die intellektuelle Reife, ein wirklich sehr kluger und eloquenter Mann. Ich werde weiterhin über seine Witze nachdenken, vielleicht kommt mit dem Alter das Verständnis für seine (bissigen) politischen Kommentare. Was aus Annie und Alvy geworden ist, weiß ich leider nicht. Sie waren verliebt, aber ich bemerkte wie sie sich mit der Zeit voneinander entfernten. Beziehungen sind eben irrational und verrückt, aber die meisten von uns machen mit. Weil sie es brauchen. An diese Worte (oder so ähnlich) von Alvy werde ich mich immer erinnern.
Jetzt muss ich aber Schluss machen. Mein Rasenmäher, äh ich meine mein Flug nach Iowa startet in 15 Minuten.

Ich melde mich wieder, wenn etwas Spannendes passiert.

Bis dahin Tüdelü liebes Tagebuch

In Liebe dein Autor

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cpt. chaos

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Guten Flug auf dem Rasenmäher, Alvin Straight! ;o)


FilmFan92

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Danke ;)


Brentano

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein wahrlich interessanter und reflektiver, quasi ironischer Woddy Allen Film, im US Original "Annie Hall" genannt, musste natürlich zwingend in Anti-Kulti-"GerMoney", angstlich, wie pseudo originell, mit "der Stadneurotiker" verdummdeutscht werden, !

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demonsrun

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein ungewollt charmanter Film über eine verquere, doch entzückende Liebes- und Lebensgeschichte, der die Gedanken eingefangen hat, die sicher jeder schon mal hatte. Sollte man gesehen haben.

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doctorgonzo

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Bewertung9.5Herausragend

"Sun is bad for you. Everything our parents said was good is bad. Sun, milk, red meat... college."

Wie schon mehrfach erwähnt, ist es nach meinem Dafürhalten im Grunde ausreichend, ein Sammelsurium von Filmzitaten für sich sprechen zu lassen, wenn es darum ginge, einen Woody Allen Film mit einem Kommentar zu versehen.

Es hat immer was mit Verstehen zu tun, aber auch zu einem Gutteil mit der Fähigkeit und der Bereitschaft, sich auf einen Film einzulassen.
Allens Filme über Beziehungen sind zwar saukomisch, aber so ganz anders als das, was man heutzutage landläufig von einer Beziehungskomödie erwartet. Wohl vor allem, weil seine Filme in erster Linie von einer gewissen Klugheit (ein schönes, fast vergessenes Wort) zeugen. Eine Klugheit im Beobachten menschlicher und besonders zwischenmenschlicher Details wie man sie heute maximal vom Vermissen (und vom stets vermissten Vicco von Bülow) kennt, eine traumhaft lakonische Ader und dazu dieses herrlich hilflose Gesicht, wenn er seinen Protagonisten, also sich selbst, mal wieder mit einem Blick voll Selbstmitleid in die Kamera schauen lässt.

Eine herrliche Beziehung, die uns Allen und Keaton hier präsentieren eine ebenso verstörend surreale wie erschreckend nachvollziehbare Beziehung und ständig werden herrliche Äußerungen eingestreut. "Don't worry. We can walk to the curb from here."

Keatons Filmfamilie ist ebenso ein Traum wie das Haus in Allens Kindheit und die perfekten Reisen in die Vergangenheit. Mit verschiedensten Stil- und Technikmitteln spult der kleine Mann sein Programm ab, engagiert den ebenfalls nicht für NBA geeigneten Paul Simon als Konkurrenten und gibt Jeff Goldblum einen Mini - Auftritt.
Dazu perfekt getimte, wunderbar stille Gags, die diese stellenweise beinahe surreale Liebesgeschichte immer wieder perfekt in die Realität zurück holen.

Grandiose Zeitsprünge, kleine ironische Ausflüge und dabei ein Woody Allen, der immer mal wieder die vierte Wand durchbricht, um uns das Leben in seiner Welt zu erklären, verlangen (so wie es gute Geschichten eben tun) auch nach einer gewissen Aufmerksamkeit und Denkbereitschaft.
Schon deshalb eine perfekte Komödie über enorm wichtige Dinge wie Liebe, Freundschaft, Spleens und Ironie.

Thank you, Mr. Allen.

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Kamell

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Thank you, Dr. Gonzo :-)


doctorgonzo

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Ich habe zu danken.


A-Wax

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Bewertung4.5Uninteressant

Ihr könnt mich steinigen, aber ich versteh diesen Humor nicht. Wahrscheinlich bin ich dafür einfach zu einfältig.

Ich bin mir sicher das Woody Allen ein toller Regisseur ist und der "Stadtneurotiker" ein grandioser Film, aber irgendwie nicht für mich. Ich fand ihn überzogen, gewollt und in keinster Weise komisch.

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jollyroger

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Hihi. Brentano, schon wieder Ausgang aus der Klappse?


Brentano

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ja kann schon sein, der Doc meinte, ich solle etwas unter Leute gehen, ß)



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