Die fabelhafte Welt der Amélie

Le Fabuleux destin d'Amélie Poulain (2001), DE/FR Laufzeit 122 Minuten, FSK 6, Komödie, Drama, Kinostart 28.03.2002


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7.4
Kritiker
107 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.1
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49365 Bewertungen
258 Kommentare
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von Jean-Pierre Jeunet, mit Audrey Tautou und Mathieu Kassovitz

In Jeunets Filmmärchen Die fabelhafte Welt der Amélie spielt Audrey Toutou die unschuldige, naive Pariserin Amélie, die mit ihrem Sinn für Gerechtigkeit Leute um sie herum glücklich macht.

Die fabelhafte Welt der Amélie erzählt in bunten Bildern von schrulligen Menschen und deren Hobbies. Der Film genießt Kultstatus und gehört zu den erfolgreichsten französischen Produktionen. Audrey Tautou glänzt in der Rolle ihre Lebens: Sie spielt die naive Kellnerin Amélie, die mit Vorliebe andere Menschen miteinander verkuppelt. Nur mit der eigenen Liebe mag es nicht so richtig klappen. Bis Nino (Mathieu Kassovitz), der verschrobene Sammler weggeworfener Automatenporträts, in ihr Leben tritt…

Hintergrund & Infos zu Die fabelhafte Welt der Amelie
Das Publikum und auch die Kritik zeigte sich einhellig verzaubert von Jeunets modernem Filmmärchen Die fabelhafte Welt der Amelie (OT: Le fabuleux destin d’Amélie Poulain). Hervorgehoben wurden insbesondere der schier unerschöpfliche Erfindungsreichtum des Regisseurs, welcher zusammen mit Guillaume Laurant auch das Drehbuch geschrieben hatte. In Deutschland wurden insbesondere “die Detailverliebtheit, die poetische Erzählweise und die großartigen, teilweise surreal bunten, Bilder, die oft rasant wie in einem Videoclip zusammengeschnitten sind” gelobt. Der Spiegel sprach vom “Pariser Kinowunder“ und konstatierte: “Im Fall von Amélie dauert das Kino-Glück genau 120 Minuten.” Der Stern titelte: “Amélie, mon amour” und der Filmspiegel vermerkte entzückt: “Kino in seiner idealsten Form.” Der bekannte Filmpublizist Georg Seeßlen bekannte: “Das also ist der Nachtisch des modernen französischen Kinos. Eine sehr fette, sehr süße, sehr bunte Torte. Trotzdem: Mir bitte ein großes Stück davon.” Und auch der Tagesspiegel jubelte: “Alle lieben Amélie.”

Immer wieder sprachen Rezensenten davon, dass “Die fabelhafte Welt der Amélie” sie verzaubert habe, der Zuschauer der Magie der Bilder einfach erliegen müsse, Amélie ein Zauberwerk sei oder bezogen sich auf den Regisseur als großen Zauberer unserer Zeit. Audrey Tautou, bis dahin ein nahezu unbekanntes Filmgesicht, wurde in ihrer Rolle der Amélie schlagartig bekannt, teils auch mit ihrer Rolle über-identifiziert. Kritiker betonten stets ihre Ausstrahlung: die großen Augen und “ihr gewisses Etwas“. Auffällig oft wurde sie mit ihrer Namensvetterin Audrey Hepburn verglichen, aber auch als die neue Juliette Binoche ausgerufen.

In Frankreich monierten Kritiker die unrealistische Darstellung von Paris als Postkartenidyll. Das Feuilleton führte eine Debatte darüber, inwieweit die unzutreffende Filmrealität auch rassistische Züge trage. Amélies Wohnung, ihr Arbeitsplatz und auch ihr Gemüsehändler befinden sich im Pariser Stadtteil Montmartre, welcher aufgrund seiner Nähe zum Einwandererviertel Barbès-Rochechouart einen besonders hohen Anteil an Nordafrikanern und anderen ethnischen Minderheiten aufweist. Diese sind jedoch im Film nicht zu sehen, was ihm den Vorwurf des “lepénisme” (nach dem französischen Rechtsaußen-Politiker Le Pen) einbrachte. Jeunet wies im Nachgang darauf hin, dass Jamel Debbouze, welcher in “Die fabelhafte Welt der Amélie” die Rolle des Lucien verkörpert, nordafrikanischer Abstammung sei.

Auch beim Publikum kam der Film bestens an. “Die fabelhafte Welt der Amélie” sorgte in Frankreich für einen regelrechten Kinohype, selbst Präsident Jacques Chirac ließ sich eine Kopie in den Palais de l’Elysée bringen. In den USA spielte das Meisterwerk die für einen Film französischen Ursprungs enorme Summe von 33 Mio. US$ ein – weltweit waren es 174 Mio US$.

Weniger erfolgreich war der Film bei Festivals und Preisvergaben. Obwohl “Die fabelhafte Welt der Amélie” für fünf Oscars nominiert war (Bestes Originaldrehbuch, Beste Kamera, Bester fremdsprachiger Film, Bestes Szenenbild und Beste Filmmusik), konnte er sich in keiner der Kategorien durchsetzen. Auch bei den Golden Globes war der Film als Bester fremdsprachiger Film nominiert, allerdings ohne Erfolg. Dass “Die fabelhafte Welt der Amélie” in Cannes nicht gezeigt wurde, sorgte für einen Skandal – zumal der Film auch in Frankreich bei Kritik und Publikum auf größtmögliche Gegenliebe gestoßen war. Grund war jedoch die Weigerung Jeunets, ihn beim Festival zuzulassen, nachdem sein voriger Film Die Stadt der verlorenen Kinder dort sehr zurückhaltend aufgenommen wurde. (AW)

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Kommentare (252) — Film: Die fabelhafte Welt der Amélie


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Erlkoenig

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Bewertung6.5Ganz gut

Eine Frau geht von kindlicher Neugier getrieben auf Spurensuche und lernt dabei nicht nur interessante Personen kennen entwickelt sich dabei auch selbst. Eine Welt gesehen mit Kinderaugen. Erstmals war ich von dem doch eher als "Mädchenfilm" anmutenden Werk abgeschreckt. Irgendwann habe ich mich doch darauf eingelassen und war positiv überrascht. Ohne den grandiosen Soundtrack von Yann Tiersen würde der Film aber nicht funktionieren.

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petra.lefebre.7

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

So fabelhaft wie Audrey Tautau selbst, ein wunderschöner verträumter, naiver Film. Da vergesse ich alle die schrecklichen Nachrichten dieser Welt und wenn ich zaubern könnte, würde ich uns die Welt der Amelie zaubern.

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Fleischfresserin95

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Genau da verliebte ich mich das erste mal in Audrey und die französischen Filmchen. Nicht umgedingt ein Film mit fesselnder Story. Trotzdem entzückt einen die verspielte Art, des Filmes.

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Tobias Sce

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bei der interpunktion und rechtschreibung grausts der sau


LoveMovies

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Film, so zauberhaft, wie kein anderer...

Ein Film zu dem ich endlich mal mehr als nur ein paar Worte schreiben kann.
Zu diesem Film gibt es ganz sicher viele verschiedene Meinungen.
Er ist andersartig aber meiner Meinung nach etwas Besonderes. Einige empfinden ihn vielleicht als kitschig und langatmig. Ich denke, es ist wichtig, dass man sich auf diesen Film einlässt, sonst funktioniert er nicht. Offen für etwas Neues und Mut zum Gefühl sollte derjenige, der sich diesen Film ansieht schon haben. Ich hatte diesen Film in einer schlechten Erinnerung aber ich habe mich dann doch dazu entschlossen, ihm noch eine zweite Chance zu geben und ich war sehr positiv überrascht.

Da ich eine kleine Schwäche für französische Filme habe, hat der Film wohl noch einen Extrabonus von mir bekommen. Dieser Film ist sicher nicht spannend und es gibt auch keine Überraschungen, trotzdem habe ich mich unterhalten gefühlt. Er hat eine einzigartige, erfrischende Leichtigkeit und unmengen an kleiner, liebenswerter Details. Er ist kreativ und fantasievoll, wie könnte ich diesen Film schlecht bewerten, da ich doch diese zwei Dinge so sehr liebe. Ich empfinde ihn leider nicht als besonders witzig, dennoch zaubert er mir ein Lächeln ins Gesicht. Was gibt es schöneres? :)

Audrey Tautou ist die ideale Besetzung für diesen Film. Sie hat etwas elfenhaftes und ihre kindliche Naivität, macht diesen Film zu dem was er ist. Nicht vergessen darf ich die bunten Szenenbilder und die Filmmusik, die natürlich auch dazu beitragen.

Dennoch gibt es einiges, dass mir persönlich nicht sehr gefällt. Der Humor lässt ein wenig zu wünschen übrig. Der Witz "die 15 Orgasmen" finde ich leider überhaupt nicht komisch und passt zu dem Zeitpunkt nicht. Teilweise zieht sich der Film leider auch ein wenig. Schade eigentlich, der Film hat so vieles, das mich mit ihm in Verbindung bringt. Die liebe zum Detail, Fantasie, Kreativität. Drei Dinge, die mir sehr am Herzen liegen.

Alles in einem: sehr speziell aber auf jeden Fall lohnt er sich. ;)

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LoveMovies

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Ja mach das unbedingt! genau das mag ich ja so an dir.


Troublemaker69

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Mach ich...Vielen Dank =)


Davdav

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Bewertung7.0Sehenswert

FSK 6? Das kann kein ernst sein!

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GeorgioBarnani

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Wie schön, dass niemand konkret wird :)


Davdav

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:D


Kingston

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Bewertung10.0Herausragend

FABELHAFT! :-)
Einer meiner lieblingsfilme. Eine süße, leicht kitschige Liebesgeschichte mit einer sympathischen Außenseiterin. Tolle Musik, sympathische Figuren, schöne Bilder und süßem Humor. Nicht besonders realistisch, aber das muss dieser Film nicht sein. Er ist erheiternd!

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Bleecher

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Bewertung7.0Sehenswert

Was mich an diesem Film vom Anfang bis zum Ende extrem gestört hat, waren die ständigen Hintergrundgeräusche, die mir das Hören der Dialoge sehr erschwert hat. Außerdem hatte der Film an etlichen Stellen einen Grünstich, der weder von meinem Videoplayer noch vom Fernseher verursacht wurde.
Amelie hat keine leichte Kindheit. Der Vater nimmt sie nicht liebevoll in den Arm und die Mutter ist eine Hektikerin.
Amelie wird erwachsen und begibt sich in die Helferrolle, wie das viele tun, die selbst Hilfe brauchen würden. Mal macht sie anderen nur Freude, dann wieder bestraft sie einen Gemüsehändler, der seinen Mitarbeiter schlecht behandelt.
Schließlich verliebt sie sich und das führt in weiter Folge zu einem Happy End.
Nach der ersten Sichtung hatte ich den Film in ganz guter Erinnerung, aber beim zweiten mal anschauen kommt er bei mir nicht mehr ganz so gut weg.
Ein Mensch, der eine Kindheit wie Amelie erlebt hat, lebt nicht in einer fabelhaften, bunten Welt. Es ist einfach nur ihre Welt, so, wie sich jeder seine Sicht der Dinge selbst zusammenbastelt. Sie setzt sich für andere ein, aber wer wird sich um das Wirrwarr in ihrer eigenen Seele kümmern?
Schließlich entdeckt sie einen Mann, im dem sie einen Seelenverwandten sieht. Sie ist mit ihm zusammen und plötzlich ist alles gut. Das ist dann doch zu einfach gestrickt und trifft wohl kaum die Realität.
Bunt ist der Film ja und kitschig. Das heutige Paris ist geschönt und entspricht eher irgendwelchen Klisches als der Realität.
Dennoch ist die Botschaft am Ende eine liebevolle. Laß die Chance nicht vorübergehen und stürze dich in das Leben. So ruft es der alte Maler mit seiner seltenen Knochenkrankheit ihr aus seiner Videobotschaft zu.
Und sie tut es.

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denratten

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Bewertung6.0Ganz gut

Stilistisch ein wundervoller Film, der kaum eine Wertung unter 7 Punkten zulässt.
Die Story ist mir eigentlich auch sympatisch, aber irgendwie langweilt mich Amelie stellenweise.
Das Ende hätte ich mir lieber etwas dramatischer und etwas weniger "happy" gewünscht.

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TheEighthHorcrux

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Bewertung9.5Herausragend

Ein süßer, frecher, sensibler, origineller und verspielter Film, voll unkonventioneller Ideen, voller Herz, Seele und Geist. Der kreativste Film, den ich je gesehen habe. Dazu eine sympathische Hauptfigur, eine gute Prise Witz und Humor und - last, but not least - wunderschöne französische Musik.
Ein Film zum Verlieben.
(Falls sich wer über die 9.5 Punkte wundert: ein halbes Pünktlein Abzug gibt's dafür, dass Amelie und der Typ (hab seinen Namen vergessen - grmpf! :( !) sich zum Schluss erst mal ewig lange anschauen und man denkt einfach, jetzt sag doch mal was, Amelie!)
Aber sonst, wie gesagt, einer meiner Lieblingsfilme.

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oliver.reichlin

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Endlich schaffe ich es mal einen Kommentar zu Amélie abzugeben.
Die Optik spricht mich einfach total an. Ich liebe J. P. Jeunet's Bilder. Diese wunderbare Farbenpracht erhält dann Begleitung in Form eines Soundtracks, der sich gewaschen hat. Seit ich den Film zum ersten Mal gesehen habe, bin ich ein riesiger Yan Tiersen Fan.
(Durfte ihn vor zwei Monaten in Barcelona endlich mal live erleben.... Hammermässig. Was für ein unglaublicher Künstler. Ich kann ihn nur Jedem uneingeschränkt weiterempfehlen. Aber zurück zum Film.)
Neben der Optik und dem Soundtrack, welche dem Film eine unvergleichliche, beschwingte Atmosphäre verleihen, führt eine sensible, zum Teil sentimentale Geschichte ans Ziel. Gewürzt mit einem feinen Schuss Humor und der umwerfenden Audrey Tautou. (Meiner Meinung nach in ihrer besten Rolle.)
Wenn man sich auf dieses romantische Märchen einlassen kann wird man verzaubert.
Auch wenn die Story schlussendlich keine riesige Überraschung verbirgt, nach Amélie habe ich einfach immer ein gutes Gefühl. Allein die Szene in der Telefonzelle lässt mein Herz einfach springen.
Der Film schafft es jedes Mal von neuem, mir ein grosses Lächeln aufs Gesicht zu zaubern..... und genau darum geht's ja schlussendlich in dem Film; Menschen glücklich zu machen. Bei mir schafft er es jedes Mal mit Leichtigkeit.
Eine handvoll Poesie, mit viel Liebe magisch auf Zelluloid gebannt.

"So, meine kleine Amélie. Sie haben keine Knochen aus Glas. Sie dürfen sich ins Leben stürzen. Die Chance dürfen Sie nicht ungenutzt vorbeiziehen lassen, sonst wird Ihr Herz mit der Zeit, nach und nach, so trocken und verletzlich, wie mein Skelett. Also, verdammt noch mal: Los jetzt!"

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Heisenberg1995

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Bewertung5.0Geht so

Naja, nicht so ganz mein Fall. Meine Erwartungen waren vor allem wegen IMdb.com sehr hoch. Dort hat der Film eine Wertung von 8,5 ! Und auch hier auf Moviepilot hat der Film im durschnitt gute Kritiken bekommen. Es gab ein paar lustige und vor allem schöne Szenen aber ich konnte dem Ganzen nicht viel abgewinnen. Der Look spricht mich kein Stück an, der Film hatte stellenweise extrem mit langatmigkeit zu kämpfen und vor allem ist der Film ein wenig zu verrückt gewesen. Die Schauspieler machen aber alle einen guten Job. Amelie ist schon ne süße

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LokisSon

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Bewertung5.0Geht so

Hab mich jetzt seit längerem mal wieder an "Amélie" heran gewagt. Irgendwie hatte ich den zwar als ganz nett, aber im Endeffekt doch furchtbar langweilig in Erinnerung.

So, 2. Chance.
Tolles Intro, witzig, verspielt, leichtfüßig und musikalisch schön untermalt. Ich fing mich schon zu fragen an, wieso dieser tolle Film denn nicht den Weg in mein Herz gefunden hat...
...und dann bin ich eingeschlafen.

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Zimtmond

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Bewertung9.0Herausragend

"Sie sind so viel ich mitbekommen habe jedenfalls kein Gemüse, denn selbst eine Artischocke hat ein Herz."

Ein Film, der so bunt wie liebevoll ist. Ein Film, nach dem es mir einfach immer gut geht. Ein Film, der mich immer wieder bezaubert.

"Tage, Monate und schließlich Jahre vergehen.
Die Außenwelt erscheint Amelie so tot,
dass sie lieber ihr Leben träumt."

Hach, liebe Amelie, du erinnerst mich mit deiner verträumten Art einfach immer wieder an mich selber. Bin ich doch selber eine absolute Träumerin, die manchmal einfach so dasitzt und sich irgendwohin träumt oder irgendwas erträumt. Träume von Orten, von anderen Welten, von Menschen, von Dingen und von so viel mehr. Dort ist einfach alles möglich. Natürlich darf man das echte Leben dabei nicht vergessen, aber manchmal gibt es für mich nichts schöneres. Einfach für sich sein und das sein, was man sein möchte.
Es gibt Träume, die man für sich behält, Träume, die man mit anderen teilt, Träume, die es wert sind sie auszuleben. Wenn ich dann dabei noch diese Musik zu deinem Leben höre, Amelie, diese wunderschöne Musik von Yann Tiersen, dann bin ich weg, nicht mehr da, nicht mehr ansprechbar.

"In diesem Augenblick ist alles perfekt: die Weichheit des Lichts,
dieser feine Duft, die ruhige Atmosphäre der Stadt.
Sie atmet tief ein, und das Leben erscheint ihr so einfach,
so klar, dass sie eine Anwandlung von Liebe überkommt
und das Verlangen der gesamten Menschheit zu helfen."

Deine Welt, Amelie, ist surreal, etwas abgedreht, bunt, witzig, märchenhaft und so lieblich liebevoll.
Vermutlich würde es so auch in meinem Kopf aussehen, wenn ich beschreiben müsste, wie es dort ausschaut.
Du wirkst so unschuldig. Mit deinen großen Augen blickst du schüchtern umher.
Doch manchmal ist auch die echte Welt so. Zumindest male ich sie mir bunt, denke sie mir abgedreht und laufe einfach ab und zu mit einem anderen, nicht so strengen Blick, durch die Welt und versuche die kleinen, schönen, unauffälligen Dinge zu sehen und mich an ihnen zu erfreuen.

"Das Leben ist nichts anderes, als die endlose Probe einer Vorstellung die niemals stattfindet"

Du gibst den Menschen um dich herum kleine Hilfen, um ihr Leben zu ändern, vielleicht zu bessern, den für sie richtigen Weg einzuschlagen auch wenn er wohl nicht immer der einfachste ist und lernst dabei so viel selber über dich und wie du dich selber aus deiner Einsamkeit heraus windest.

"Monsieur, wenn der Finger zum Himmel zeigt, schaut nur ein Dummkopf den Finger an."

Wenn ich dir zu sehe habe ich das Bedürfnis barfuß im Regen durch die lauwarme Nacht zu tanzen. Das Bedürfnis des Nachts auf Glühwürmchensuchezu gehen und ihnen bei ihrem Tanz zu zuschauen. Das Bedürfnis Eiswürfeln bei ihrem Gesang zuzuhören, wenn man Wasser über sie gießt oder dem Wind zu zuhören und zu lauschen, was er mir so zu erzählen hat.

"Seltsam, das Leben. Wenn man klein ist, vergeht die Zeit überhaupt nicht und dann ist man plötzlich 50 Jahre alt... Und alles was von der Kindheit übrig ist, passt in ein Kästchen. verrostet und klein."

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Andy Dufresne

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Wie Fonda schon anmerkte: Ein Film den ich auch sofort mit Dir, beste Zimtmond, assoziierien würde! :)
Ganz wunderbarer Text!


Zimtmond

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Dankeschön :) Hab den Film auch wirklich sehr sehr gern und dann freu ich mich doch, wenn man mich damit in Verbindung bringt.


lok

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Skurril, klasse, witzig, ein bisschen schräg und echt romantisch-super

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Keks123

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Heirate mich, Amélie :'(

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Davdav

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Na DAS war aber ein Antrag ;)


Ollum666

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Bewertung5.5Geht so

Der Film mag durchaus ein Mädchenkultfilm sein. Ich habe, als er damals lief, in einem schönen Alternativkino gearbeitet. Ich fand es ganz schrecklich, wie die kleinen, verzauberten Jugendlichen in diesen Film gingen.Droge Liebe oder so etwas verknautschte all die pickligen Gesichter der pubertären Kinokartenkäuferinnen. Natürlich habe ich ihn selbst auch gesehen, aber das Brumborium um den Kitsch hat mich regelrecht abgetörnt, obwohl ich dem Film und seiner speziellen Botschaft nicht abgeneiggt bin. Trotzdem, ich hab ne Allergie bekommen. Trotzdem noch 5,5.

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shazad.khokhar

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Bewertung3.0Schwach

Es ist ein Film, den manche wirklich klasse finden werden und dann gibt es wiederum Leute, die mit dem Film nicht sonderlich viel anfangen können. Ich fand den im generellen zu kitschig und war eher gelangweilt, als irgendwie berührt zu sein.

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Babydollicous

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr schöner Film, mit toller Musik. Oft etwas kitschig, aber wer drauf steht, der muss ihn sich unbedingt anschauen.

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sven.etan.binkert

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Bewertung4.0Uninteressant

Ach, Amélie. Deine Welt ist bunt, heil und aalglatt. Oder soll ich sagen: Platt wie eine Flunder? Schön bebildert, zweifellos. Gleichzeitig aber auch so richtig langweilig, verlogen, nichtssagend und sogar ein bisschen reaktionär anmutend. Nein, Amélie, in einer solch "fabelhaften" Welt will ich nicht leben müssen.

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MrsLizzyDarcy

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Harte Zeiten für Träumer." Doch deshalb sollte man das Träumen noch lange nicht aufgeben. Daran erinnert dieser Film jedes Mal aufs Neue. Ein Film wie ein Märchen, in dem selbst ein Gartenzwerg den Sprung über den Tellerrand schafft.
Und natürlich: Die Musik!!!

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