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Das Appartement

The Apartment (1960), US Laufzeit 125 Minuten, FSK 16, Drama, Komödie, Kinostart 16.09.1960


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8.2
Kritiker
38 Bewertungen
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7.3
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2635 Bewertungen
45 Kommentare
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von Billy Wilder, mit Jack Lemmon und Shirley MacLaine

Was würdet ihr denken, wenn einer eurer Arbeitskollegen jeden Abend einem seiner Vorgesetzten seine Wohnung überlässt, damit dieser sich zum privaten Stelldichein mit einer Geliebten treffen kann?

Der arme Kerl aus Das Appartement heißt C.C. (Bud) Baxter (gespielt von Jack Lemmon) und arbeitet bei einer New Yorker Versicherungsgesellschaft. Er ist der nette Typ von nebenan, der sich aber rumschubsen lässt und der aus Verzweiflung bereits versuchte, sich zu erschießen. Sein Nachbar hält ihn derweil für den größten Schürzenjäger, weil in seiner Wohnung immer Frauenbesuch ansteht. Nur ist das eben nie sein eigener. Zu allem Überfluss ist Baxter auch noch heimlich in die Fahrstuhlführerin Fran Kubelik (Shirley MacLaine) verliebt, die wiederum den gemeinsamen Chef Mr. Sheldrake (Fred MacMurray) liebt. Natürlich muss diese Liebe eine Affäre bleiben, denn Sheldrake ist verheiratet und hat nicht die Größe, seine Frau zu verlassen. Es kommt also, wie es kommen muss: Fran und Mr. Sheldrake treffen sich in Baxters Appartement, doch am Ende lässt Sheldrake sie wieder spüren, dass ihre Beziehung keine Zukunft hat.

Hintergrund & Infos zu Das Appartement
Billy Wilder bekam für Das Appartement nicht nur fünf Oscar-Nominierungen, sondern er heimste 1961 auch tatsächlich alle fünf Statuetten ein (unter anderem für den Besten Film und Billy Wilder als besten Regisseur, Autor und Produzent). Wie in seinem früheren Klassiker Manche mögen’s heiß punktet Billy Wilder mit seinen hervorragenden Schauspielern.

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Cast & Crew


Kritiken (7) — Film: Das Appartement

SoulReaver: CinemaForever, D3M

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8.0Ausgezeichnet

[...] »Das Appartement« ist – mal wieder – ein mehr als treffender Film über Menschen und die verschiedenen Abzweigungen ihrer Existenz. Einige scheitern, andere hingegen ziehen das große Los und wenn ein Sektkorken dem Zuschauer für den Bruchteil einer Sekunde den Atem raubt, dann wird Billy Wilder im nächsten Moment schon wieder zu dem Optimisten, für den man ihn einfach lieben muss, ohne das er sich in Unzulänglichkeiten oder schmierigen Kitschklamotten die Zeit vertreibt. Es wirkt selbst dann nicht überheblich, wenn Wilder einen Schminkspiegel zum visualisierten Seelenleben einer zerbrochenen Frau fungiert, denn manchmal kann die Wahrheit so einfach symbolisiert werden und trotzdem den Nagel auf den Kopf treffen. Und wie wir wissen, gab es kaum Regisseure, die besser zielen konnten als Mr. Wilder.

Kritik im Original 35 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Pyro 91

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Sehr schöner Kommentar! War ein Instant-Lieblingsfilm von mir! Allein schon der Moment mit dem Sektkorken, der einen vielleicht nur für eine halbe Sekunde verunsichert ist großartig!


SoulReaver

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Danke! :)


_Garfield: Blogbusters

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8.5Ausgezeichnet

Kuriose Beziehungsgeflechte, angeschmierte Apartment-Besitzer, repetitive Großraum-Büros, monotone Arbeitsabläufe und Treuebruch in Reihenschaltung. Es ist wieder eine glanzlose Welt; eine mit Gewinnern und Verlieren, mit Gebern und Nehmern, mit guten und schlechten Typen – also kurz: die Realität. Zwischen untreuen Abteilungsleitern und sehnsüchtigen Liftgirls ist es immer der selbe Kerl, der verliert. Dieser Kerl mit dem Apartment, dessen Karriere ihn in ungewohnte Höhen kapituliert – selbstverständlich nicht ohne Gegenleistung, versteht sich. Dieser Kerl also, er hätte alles Recht sich zu beklagen. Stattdessen macht er einfach weiter, schwebt mit traumwandlerischer Gelassenheit durch diese wundervollen Sets, begleitet von diesen wundervollen Kompositionen. „Das Appartement“ ist aber kein trauriger Film; auch kein komischer. Er ist keine Satire und keine Liebesgeschichte, weder Genre-Beitrag, noch Genre-Revision. Er ist von Billy Wilder - und damit fernab jeder Norm.

17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Edward Nigma

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Erstaunlich fortschrittlicher Film mit einem wunderbaren Jack Lemmon <3


_Garfield

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Jack Lemmon <3


Julio Sacchi: Das Manifest

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9.0Herausragend

Diesen nahezu perfekten Film erneut zu preisen, hiesse Eulen nach Athen tragen. Bemerkenswert aber immer noch seine Alterslosigkeit und die Souveränität, mit der Wilder zwischen Traurigkeit und Humor, zwischen Zynismus und Sentiment wandelt. Erwähnenswert auch Fred MacMurray, der mutig und mit Erfolg sein patentiertes Disney-Image aushebelt. Ein wahrer Klassiker ohne Staub und Patina.

5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de

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9.5Herausragend

So ist „Das Apartment“ eine recht bittere Fabel über Opportunismus, Moral, Selbstbetrug und Prostitution, oft verpackt in amüsanten Dialogen bis hin zu ungeschminkten, ehrlichen Äußerungen MacLaines nach ihrem Selbstmordversuch. Was ist man bereit für seine Karriere zu tun? Ist es vereinbar mit den Gefühlen des Einzelnen, mit seiner Gefühlswelt und seinen Überzeugungen? Wie weit ist man bereit zu gehen – etwa bis zur kompletten Selbstaufgabe, verbunden mit dem Verlust von der Identität, wenn Jack Lemmon trotz des Wissens, dass seine Angebetete mit seinem Chef Schäferstündchen in seiner Wohnung abhält, bereit ist, dies geschehen zu lassen?

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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8.5Ausgezeichnet

„This is a respectable house - not a honky-tonk!“ -

Nach WITNESS OF THE PROSECUTION und SOME LIKE IT HOT der dritte Film aus Billy Wilders qualitativ stärkster Schaffensphase, der sich abermals raffiniert an der Verschmelzung mehrerer Genres versucht, und dem jenes Unterfangen auch dieses Mal bravourös gelingt: THE APARTMENT sucht niemals eine zu klare Verortung, er begegnet seinem Sujet mit der gebotenen ironischen Distanz, um es als ebenso intrigantes, wie doch funktionierendes Duckmäusersytsem vorzuführen, bringt all seinen Figuren aber doch auch den nötigen Respekt entgegen, um sie nicht einer zynischen Lächerlichkeit preis zu geben.

Die Nachwirkung von Wildes Werk ist gerade deshalb nicht zu unterschätzen, weil er sich satirische Mechanismen zu Nutze macht, durch den Verzicht auf deren plakative Überstilisierungen aber auch nie die Bodenhaftung zu seinen Charakteren zu verlieren droht. Nur so ist es möglich, dass THE APARTMENT nicht nur als freche Entlarvung einer gewissen Scheinheiligkeit, sondern letztendlich auch als konventionelle, aber stets charmante Komödie über die Irrungen und Wirrungen einer großen Liebe zu funktionieren vermag.

Hierbei schlägt Wilder bewusst andere Töne als im Vorgänger, der vor allem durch seine unverkrampfte Art und seine schon nahezu infantile Fröhlichkeit in Erinnerung bleibt, an, bekommt Jack Lemmon doch genügend Freiraum eingeräumt, um die tragikomische Entwicklung seines Charakters fühlbar zu machen, und in seiner Mischung aus Gebrochen- und Gerissenheit in Erinnerung zu bleiben.
Seine Figur ist dabei eine Art Identifikationsangebot an den Zuschauer, ein Protagonist, auf den man Sympathien vereinen kann, obwohl sie von Regisseur und Darsteller des öfteren selbst hinterfragt wird: Seine Situation ist ebenso wie seine Melancholie nicht fatalistischer Natur, sondern zu großen Teilen selbst verschuldet; seiner Rolle als vermittelndes Zahnrad ist ihm stets von Eigennutz.
Eine verklärte Unschuld gibt es vorliegend nicht, die Grenze zwischen Gut und Böse hält einer genauen Betrachtung nicht stand, keiner steht moralisch über dem anderen.
Es sind diese Strukturen, die die Verknüpfung zwischen der abstrakten Satire auf die Firmenwelt und der Beziehungsebene herstellen, und die in den Grenzen ihres Genres in jener Komplexität auch heute noch zu beeindrucken wissen.

Manche mögen in der kompromisslosen feel-good-Attitüde des Endes ein Zugeständnis an die Konventionen des klassischen Unterhaltungskinos sehen; letztendlich stellt es Billy Wilder aber jedem Rezipienten selbst frei, ob er es nicht auch einfach als verschmitzte Karikatur eben jener Erwartungshaltung wahrnehmen möchte.
Egal welche Wahl man letztendlich trifft: THE APARTMENT ist auch nach über fünfzig Jahren hervorragend geschriebenes, bittersüßes Schauspielkino - ein Film, den man immer wieder sehen kann, den man immer wieder sehen sollte.

Kritik im Original 18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

filmschauer

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Schon lange her, dass ich den gesehen habe, aber deine Worte treffen ungefähr das, was vom Film hängengeblieben ist. Billy Wilder ist ein ganz Großer, ohne Frage (und von dem ich noch einiges nachzuholen habe, besonders die früheren Filme).


Le Samourai

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Sehr treffende Worte! :)


Timo K.: Blockbuster Entertainment

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8.0Ausgezeichnet

Tragikomödien sind ja immer so eine Sache, heikle Angelegenheiten sozusagen. Die meisten Regisseure haben versucht, anständige Genre-Beiträge auf die Leinwand zu schmettern, um letztendlich grandios zu scheitern. Viele Filmemacher waren bemüht, veritable Genre-Beiträge auf Zelluloid zu bannen, um letztendlich grandios zu scheitern, weil sie das als "einfach" kolportierte Genre unterschätzt haben. Die richtige Balance zwischen beiden Emotionen zu finden ist gewiss keine einfach zu handhabende Herausforderung, da sich beide Stimmungen ergänzen müssen. Es zählt das Miteinander. Die Kunst besteht eher darin, Tragik und Komik akzentuiert miteinander harmonieren zu lassen, um für die richtige Zusammensetzung von Melancholie und Glückseligkeit zu sorgen.

Das ist es, was einige nicht verstanden haben – ihre Filme waren unausgeglichen und undifferenziert, weil sie zumeist den Anschein erweckten, dass sich Tragik und Komik gegenseitig im Weg standen, dass sie gewissermaßen nicht ineinandergriffen, sondern nebeneinander für sich allein existierten. "Das Appartement" jedoch ist einer dieser wenigen Kandidaten, bei denen die richtige Mischung vorhanden ist. Kaum ein anderer als Billy Wilder konnte derartig virtuos eine charmante und zugleich intelligente Geschichte erzählen, die ungeachtet ihrer gesellschaftskritischen Seitenhiebe und satirischen Facetten vor allem eines evoziert: zutiefst menschliche Gefühle.

Auf den ersten Blick könnte man "Das Appartement" sicherlich als leichtfüßige, beschwingte und warmherzige Liebeskomödie klassifizieren, ohne die Schönen und Erfolgreichen in den Vordergrund zu rücken oder gar das Klischee des sich anfangs nur schwer respektierenden Standardliebespaars zu bedienen, das aufgrund von konstruierten Schicksalswendungen irgendwie doch herausfindet, dass es füreinander bestimmt ist. Nein, "Das Appartement" profitiert von der Ehrlichkeit seines Drehbuchs und porträtiert echte Menschen in echten Situationen. Die skurrile Handlung – ein Angestellter vermietet seinen Kollegen regelmäßig sein Appartement – ist unrealistisch wie ein völlig an den Haaren herbeigezogenes Grundgerüst. Trotzdem entwickeln Wilder und sein langjähriger Drehbuchautor I. A. L. Diamond eine mit Witz und Esprit versehene, eine, mehr noch, überaus vielschichtige Story, die keinesfalls so absurd daherkommt, als die Ausgangssituation vielleicht suggerieren mag.

Im Gegenteil, es ist bemerkenswert, welchen ernsten Ton dieser Film aus dem Hause Wilder tatsächlich anschlägt. Der Humor, er ist allerhöchstens peripher vorhanden und versteckt sich im Unterschwelligen, verzichtet auf laute Lacher. Die Dialoge, geschliffen wie eh und je, aber nicht vor Wortspielen berstend wie in anderen Werken des Altmeisters. Die Drehorte mit ziemlich genau drei Kulissen – das titelgebende Appartement von innen und außen, ein Versicherungsgebäude sowie ein chinesisches Restaurant – sind minimalistisch denn üppig. Die visuellen Effekte, ein kraftvoller Soundtrack: Fehlanzeige, ja beinah wertlos für Wilder, weil es ohnehin nicht seiner Intention entspricht. Trotz alledem wäre Billy Wilder bekanntlich nicht Billy Wilder, wenn er es bei dieser überschaubaren Inszenierung einer simplen Beziehungskiste belassen würde.

Denn dafür repräsentiert die sich durch den gesamten Film schlängelnde Romantik allenfalls ein nettes, kleines Gimmick für etwas viel Größeres. Wilder konterkariert auch hier mit des Zuschauers These, dass "Das Appartement" oberflächlich Screwball-Comedy sein will, im Kern jedoch äußert bissige wie scharfsinnige Gesellschaftsanalyse darstellt, in denen Menschen Menschen ausnutzen, in denen Menschen vielmehr aus dem klassischsten Grund Menschen ausnutzen: aus Profit, um eigene Vorteile zu generieren. Menschlichkeit sollte man hier nicht erwarten, in diesem korrupten New York, Skrupel dann schon eher. Wilder hält unverblümt die Kamera auf diejenigen, die es mit der Moral nicht so ernst nehmen, ohne allerdings selber in affektierte Zeigefingereskapaden zu verfallen und den Lehrmeister zu spielen.

Wilder kritisiert lediglich, er kritisiert konsequent und präzise, er macht sich sogar die Satire zunutze. Man betrachte die eigentliche Versicherungsgesellschaft, eine Art wärmender Unterschlupf für jeglichen Mitarbeiter und kompetenter Arbeitgeber, von Wilder ironischerweise mit dem Titel "Consolidated" versehen. Im Normalfall steht die Versicherung – wie es der Name bereits andeutet – für Sicherheit, für Sicherheit der Kunden, der Menschen, man versichert gegen alles Übel dieser Welt, gegen alle Risiken, damit sich die Menschen sicher fühlen, ohne aber zu wissen, dass es eine derartige Sicherheit nicht geben wird (kann).

Wie einst in des Regisseurs selbstreflexivem Noir-Meisterwerk "Boulevard der Dämmerung" geht es auch hier der feinen, gutbürgerlichen Gesellschaft an den Kragen, indem ihr abermals der moralische Spiegel vorgehalten und somit die Illusion eines scheinbar perfekten Lebens zerstört wird. Eine Illusion dahingehend, dass das gesamte Arbeitsleben in jener Versicherung nichts weiter als einem trostlosen Konglomerat aus Telefonieren und Fahrstuhlfahren gleicht, in dem jeder Mitarbeiter anonym bleibt, denn aus der Masse heraussticht. Jeder arbeitet jeden Tag an seinem speziellen Schreibtisch, in Reih und Glied, nach genau kalkuliertem Plan. Jeder Tag ist wie der andere im (Arbeits-)Leben von unseren beiden Protagonisten C. C. Baxter (Jack Lemmon) und Fran Kubelik (Shirley MacLaine).

Jeden Tag aufs Neue benutzt man die Fahrstühle und lässt sich zu den verschiedenen Etagen fahren, eben die ewiggleiche monotone Prozedur, zu jeder Zeit. Es scheint, als ob ein kleines Büro oder die damit verbundene Beförderung zu einer möglicherweise besseren Position der einzige Ausweg ist, um seine Identität innerhalb dieses Gebäudes wiederzuerlangen. Allerdings lässt Wilder mit fortlaufender Zeit diese von der Außenwelt abgeschottete Fassade bröckeln, wenn er Baxter und Kubelik, zwei einsame Menschen auf der untersten Karriereleiter kauernd und gefangen im Getriebe einer hochkomplexen Industriemaschinerie, zusammenführt, und beide schließlich erkennen werden: Jetzt ist der Weg frei, sich gegen jenes herzlose Großstadtmoloch, in dem gnadenlos ausgenutzt und betrogen wird, zur Wehr zu setzen! Vorbei mit der Zeit, ein williger Untergebener, ein Opfer einer egoistischen Organisation zu sein! Vorbei mit dem Elend, dass die beiden schon viel zu lange mit sich herumgeschleppt haben.

Das Hauptdarstellergespann harmoniert nicht zuletzt seiner mimischen Fähigkeiten lakonisch miteinander. Jack Lemmon interpretiert seine Figur als hoffnungsloser Einzelgänger stimmig und mit Klasse. Er ist es, der stets nach seinen eigenen Vorstellungen handelt, auch wenn sie nicht immer ins Schwarze treffen, so trägt er schlussendlich immerhin einen kleinen Sieg davon. In den tragischsten Momenten, etwa beim Wiederbelebungsversuch seiner heimlichen Liebe Fran, nachdem sie Schlaftabletten geschluckt hat, oder der Schlüsselszene auf der Silvesterparty, als die beiden Antihelden erstmals ihren gemeinsamen Weg vor sich sehen, da, wo alle anderen ihre verlogenen Vorsätze fürs neue Jahr bekunden, kann Wilder diesem Looser und Naivling lobenswerterweise zu jedem Zeitpunkt etwas Komisches (die Slapstick-Einlagen) und Sympathisches abgewinnen, wodurch er dem Zuschauer trotz seines moralisch fragwürdigen Verhaltens ausnahmslos als liebenswert erscheint, dem man die Daumen drücken muss.

Sein Appartement gilt als enger, dunkler, abgeschlossener Raum, gleichermaßen aber auch als einziger Zufluchtsort vor der feindlichen, schmutzigen Welt da draußen. Für Privatsphäre ist dennoch kein Platz, ohne Rücksicht auf Verluste treten Tag für Tag, Woche für Woche die unterschiedlichsten Menschen durch die Tür, allesamt große Fische eines renommierten Konzerns; Baxters Vorgesetzte de facto, die sein Appartement als Ort für ihre heimlichen Affären nutzen. Das Kuriose daran: Baxter lässt es sich anfangs gefallen, widerwillig. Zugunsten seiner Karriere und die Chance auf grenzenlosen Reichtum opfert er alles, inklusive dem Wichtigsten: seinem Privatleben. Es dauert lange, bis Baxter diese Behandlung, geschweige denn seine Ansichten, einer kritischen Analyse unterzieht.

Auf der anderen Seite steht Miss Kubelik, von einer exzellenten Shirley MacClane gespielt, die taffe Fahrstuhlfahrerin, missbraucht als Teilzeit-Seitensprung von Baxters Chef Sheldrake (großartig: Fred MacMurray). Sie versucht sich ständig einzubilden, dass Sheldrake sie liebt und mit ihm eine Zukunft hat, ohne zu ahnen, dass sie gewissermaßen nur die schnelle Nummer für zwischendurch ist. Mehr und mehr verzweifelt über das Dilemma, kulminiert Frans krankhafte Liebe schließlich im versuchten Selbstmord. Sheldrake betrügt seine Frau nur des Spaßes wegen, Baxter geht ebenfalls mehrfach fremd; "Das Appartement" skizziert Männer, die vor nichts zurückschrecken, "Das Appartement" handelt von Figuren, die sich regelmäßig selbst betrügen, um sich ihr Leben auf ganz spezielle Weise zu erfüllen.

Da ist es nur konsequent, dass am Ende nur ein Sieger hervorgeht: Billy Wilder. Er siegt moralisch über alle anderen, stellt ihr Verhalten bloß, ohne sie allerdings mit dem Hammer zu zerschlagen. Er lässt keinen Kollegen mehr Baxters Appartement betreten, Sheldrake verliert Fran, Sheldrake verliert seinen geschätzten Baxter, Sheldrake verliert vielleicht auch seine Frau, ebenso wie seine Sekretärin (Joan Shawlee), während unser Duo Fran und Bud in einer der schönsten, völlig unpathetischen Schlusseinstellung zumindest der Welt des falschen Scheins den Rücken kehren. Zwei Menschen, die ihn gefunden haben, den Ausweg und den Eingang zur wiederentdeckten Menschlichkeit. Ob sie zusammen kommen, wissen wir nicht. Wir können es nur erahnen. Auch der obligatorische Kuss bleibt aus. "Das Appartement" endet freundschaftlich, nüchtern. Billy Wilder bleibt seiner Linie treu, indem er sich vergeblich zum Moralapostel stilisiert.

Man kann über "Das Appartement" gerührt sein, man kann über diese bezaubernde Tragikomödie lachen und weinen oder beides zugleich, aber auch seinen Hut davor ziehen, wie hervorragend Wilder den Spagat zwischen der bis zum Exzess geführten, zynischen Moralkritik in Form einer bitteren Satire, ausgeweitet zur Groteske, und herzerwärmender, melancholischer Lovestory zweier echter Helden meistert, ohne Klischees, ohne Kitsch und trotz aller inhaltlichen Schwere dieses ansonsten so kleinen Films universell in seiner Aussage.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.0Ausgezeichnet

Bittersüsse Satire mit fantastischer Besetzung!

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Kommentare (38) — Film: Das Appartement


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Kwyjibo

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wieso kann ich mich nicht in so etwas Nettes verlieben wie Shirley MacLaine?

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movie.max

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Bewertung10.0Herausragend

Billy Wilder's 'The Apartment' hat gerade ganz viel mit mir gemacht.
Ich habe mich zum einen in Shirley MacLaine verliebt. (Ist das nicht das reizendste Geschöpf, das Mutter Erde je gezaubert hat?) Zum anderen seltsamerweise in Jack Lemmon. Ich habe mich in Wilder's (und Co-Autor Diamond's) Drehbuch verliebt, das so zahlreiche Haken schlägt und Türen öffnet, wie man es heutzutage nicht mehr zu erwarten hat.

Büroarbeiter Baxter leiht seinen Vorgesetzten immer mal wieder seinen Wohnungsschlüssel, damit die lieben Ehegattinnen daheim keinen Verdacht schöpfen. Er steht nicht nur unter der Fuchtel seiner Vorgesetzten sondern auch unter der Fuchtel seiner eigenen Unfähigkeit "Nein" zu sagen - oder wie sein Nachbar Doc Dreyfuss sagen würde: "You have to become a Mensch. You know what that means?" Während Baxter auf Aufstiegschancen hofft und mit den Terminen der Fremdgänger schachern muss, um selbst einmal in seiner Wohnung schlafen zu können, verguckt er sich mächtig in das Fahrstuhlmädchen Fran.
So sehr es mir auch Freude bereiten würde, die Geschichte zu erzählen, die Wilder mir gerade erzählt hat, so möchte ich doch nicht spoilern und einigen den Spaß verderben.
Wie Wilder seine Twists auslegt und wie er sich kleine Details, wie den zerbrochenen Spiegel oder das Tennisschläger-Küchenutensil von Baxter zu Nutze macht, um seine Geschichte von den Vorder- auf die Hinterpfoten zu verlagern und zurück... Das ist die wahre Meisterlichkeit des Geschichtenerzählens. Da hätte Wilder auch mit sechs Oscars im Arm auf der Bühne stehen können - mir wär's Recht gewesen.
'The Apartment' ist kein Schenkelklopfer, sondern eine unheimlich warme, aufregende, kleine Komödie mit einzigartigen, unsterblichen Figuren. Dabei muss man nur im Hinterkopf behalten, dass der guten Komödie stets die größte Tragik zugrunde liegt. Und da ist Billy Wilder schlussendlich bärenstark. So wie er mir das Dauergrinsen in die Fresse meißelt, so sorgt er auch dafür, dass ich den Tränen nahe meine Fingerkuppen abknabbre. Keine Ahnung, warum mir diese Figuren so unfassbar viel bedeuten, aber Billy Wilder wird genau wissen warum und sich still und heimlich ins Fäustchen lachen, egal wo er gerade ist. Unter der Erde ist er jedenfalls nicht. Solche Leute sterben nicht.

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movie.max

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Danke Andy, ich bin hin und weg.


BreakingDad

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Lieber movie.max, danke dass du mir nochmal Lust auf diese Perle gemacht hast. Es ist nicht zu fassen, wie nach einem halben Jahrhundert, dieser Film noch funktioniert. "Der Spiegel hat einen Sprung." "Ich weiß, er zeigt mich so wie ich mich fühle." Wer ist der Lemmon von heute? Wer ist die MacLaine von heute? Da fällt mir so schnell keiner ein.


Moe Szyslak

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Bewertung7.0Sehenswert

Im Vergleich zu anderen Billy Wilder Filmen, die ich bisher gesehen habe, fällt dieser etwas ab. Zu Beginn wars handlungsmäßig zu mau, tempomäßig und witzmäßig hat auch etwas gefehlt und generell hat sich das ne ziemliche Zeit ganz schön dahingeschleppt und verwicklungsmäßig, spaßmäßig und unterhaltungsmäßig sein Potenzial nicht vollends ausgeschöpft. Dass sie aus der Geschichte fast schon ein depressiv-bitteres (Herzschmerz-)Drama entwickelt hat hat mich ziemlich unerwartet getroffen, aber der Film wusste dann alles doch noch gut auszubalancieren. Dialogmäßig wars Billy-Wilder-mäßig mal wieder ausgezeichnet. Und darstellermäßig waren Jack Lemmon mal wieder absolut großartig und chemiemäßig war das Zusammenspiel mit der ebenso klasse Shirley McLaine wahrlich hervorragend. Zudem gabs noch so etliche satirische Züge, so dass es schlussendlich natürlich wieder ein guter Billy Wilder war, aber wie gesagt mit einigen Abstrichen versehen.

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Pfizze

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Bewertung9.0Herausragend

"Why can't I ever fall in love with somebody nice like you?"
"Yeah, well... That's the way it crumbles. Cookie-wise."

<3

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Einar

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Bewertung7.0Sehenswert

Bislang bin ich mit Billy Wilder immer sehr gut gefahren und habe darum in ihn sehr Erwartungen gesteckt. So auch beim "Appartement", der vom Durchschnitt sehr gelungen sein muss. Da kann ich nichts verkehrt machen. Aber irgendwie scheint mir, dass das Schicksal mir schon zu Beginn die besten Wilder-Filme vorgeführt hat und ich in letzter Zeit eher Pech habe, also fortunamäßig.

Denn: "Das Appartement" fängt wirklich unsagbar träge an. Die typische Einleitung, der große Konzern (hier die Versicherung), der Mensch mit der Geschichte. Bei "Eins, Zwei, Drei" hatte ich letztens schon Mängel ausgemacht. Und hatte Befürchtungen, dass auch hier ein Durchhänger dabei sein würde. Zum Glück beschränkt er sich eher auf den Anfang, denn mit der Zeit entwickelt sich eine bittersüße Geschichte, die dennoch ein wenig kürzer hätte ausfallen dürfen. Wie immer: Sympathische Charakterzeichnung. Der beste Wilder ist das jedoch nicht. Gut und gerne hätte ich auch 7.5 vergeben, aber der Beginn und die leicht überzogene Spieldauer haben dem einen Abbruch getan. Dennoch ein unterhaltsamer Film mit Gefühl, der als Liebesfilm nicht kitschig wird und als Komödie nicht zu humoristisch, sondern eher dezent mit getimeten Witz bestechen kann.

Sehr solide bis sehr gut, aber nicht überragend. Was nicht als schlechtes Urteil gelten soll. Vielleicht wurde ich von den anderen Wilder-Filmen zu sehr verwöhnt...

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mannypenny

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Bewertung9.5Herausragend

Ich weiss nicht welches Billy Wilders Meisterstück ist. Schwanke immer zwischen SOME LIKE IT HOT, The Apartement, und noch einige mehr. IRMA LA DOUCE, ONE TWO THREE, und auch der unterschätzte "AVANTI". Auch "KISS ME ,STUPID" finde ich echt unterschätzt. Alle haben was. Für Puristen, nein die ganz alten habe ich nicht vergessen. Alles Klassiker. Einziger Schwachpunkt "Buddy,Buddy" . Was mich beim "Apartement" besonders fasziniert ist der Anfangsmonolog von CC.BAXTER alias in der Deutschen Syncro Georg Thomalla (R.I.P. war die geniale Stimme von Jack Lemmon). Kann ich seit über 40 Jahren auswendig. : "Am ersten November 1959 hatte New-York 8042783 Einwohner, würde man all diese Menschen, eine Durchschnittsgrösse von 1.65m zugrunde gelegt aneinander reihen, würden sie vom Times-Square bis zum Marktplatz von Karachi in Pakistan reichen..... etc etc" Einfach wunderbar. Ein Genialer Cast sowieso. Lemmon,Mclaine,MacMurray,! Nicht zu vergessen Jack Kruschen!
"Mildreddd , er ist schon wieder dran...."

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mannypenny

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OHH sorry , Das verflixte siebte Jahr, hab ich vollkommen vergessen


Zwiebel88

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Billy Wilder hat es anscheinend drauf. Vierter Film von ihm für mich und wieder ein sehr guter. "Das Appartement" ist sehr amüsant in seiner kritischen Haltung zum Arbeitsmarkt der damaligen (wohl auch heutigen) Zeit. Allen voran ein grandios aufgelegter Jack Lemmon (gibt es heute noch jemanden, der auf diese Art schauspielern kann?) und die cleveren Dialoge machen viel Spaß. Etwaige Durchhänger im Mittelteil verzeihe ich gerne. "Zeugin der Anklage" bleibt zwar mein bisheriger Wilder-Favorit, aber diesen Klassiker hier darf sich kein Hollywood-Filmfreund entgehen lassen.

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Zwiebel88

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Zustimmung ;)


Simon Moon

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-m


Rei

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Grandioser und unverwüstlicher Hollywood-Klassiker mit Star-Ensemble! Rei

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DerDude_

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Bewertung10.0Herausragend

Ein großes Wunder am Filmhimmel.
Ein wundervolles Geschenk für die Leinwand und das Publikum.
Und einer der ganz wenigen Meisterwerken die tatsächlich die Würdigung erhielten die sie verdienten.
Wohl zusammen mit ANNIE HALL der Film der am meisten zeigt, das die Academy tatsächlich einmal Qualität zu schätzen wusste. Denn 5 Oscars (darunter Bester Film und beste Regie) sind gerade für einen doch sehr kritischen und schwarzen Film beachtlich.
Billy Wilders Film ist eine bitterböse Satire auf die Arbeitswelt die von endlosen Büros und Menschenmassen bevölkert wird. Der Einzelne spielt hier keine Rolle und muss sich voll und ganz dem Job widmen. Sogar seinen letzten Zufluchtsort, seine Wohnung, wird ihm durch den Job geraubt. Aber doch ist THE APARTMENT am Ende kein zynischer Film, denn in seinem inneren schlägt ein großes Herz. Denn es ist auch die Charakterstudie des Anzugträgers C.C. Baxter der "nur ein Würstchen aus dem Büro" ist und langsam zum Mensch wird. Jack Lemmon verkörpert ihn so wahnsinnig sympathisch und liebenswert das man sich irgendwie selbst in dem kleinen Mann erkennt. Wilder findet die perfekte Symbiose zwischen Satire und Liebesfilm und rutsch nie in kalten Zynismus oder übertriebenen Kitsch ab. Auch die pointierten Dialoge verdienen eine Erwähnung . Allein jeder Wortwechsel zwischen Baxter und seinem Nachbarn ist pures Gold wert.
Warum habe ich mir dieses Meisterwerk, das obendrein der reinste Klassiker ist, nur so lange vor mir her geschoben ? Keine Ahnung. Aber irgendwie freue ich mich darüber, weil THE APARTMENT einer dieser Filme ist die man am liebsten immer zum ersten Mal sieht.
Eines der größten Wunder der Filmgeschichte. Gestern, Heute und Morgen.

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DerDude_

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@Ohne Wiederkehr : Nicht wirklich. Das hier ist ein ganz warmer und positiver Film.
@Demine : Danke :)


SKURRIL

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Yes!


SKURRIL

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Bewertung10.0Herausragend

Der im Aufzug geborene Jack Lemmon lernt im Aufzug als C.C. Baxter die Liebe seines Lebens kennen. Doch der Versicherungsangestellte hat ein Problem: Er ist kein Mensch. Sein deutscher Nachbar rät ihm: „Why don't you grow up, Baxter? Be a mensch!“ Er verweigert sich zunehmend selbst das Leben in Privatsphäre, indem er seine eigene Wohnung Kollegen mit höherem Status überlässt, damit sie ihre Ehefrauen betrügen können und er einen besseren Job bekommt - welch herrliche, bitterböse Satire. Die Fahrstuhlführerin Fran (Shirley MacLaine), der Baxter schüchtern nachstellt, ist ebenso im Zwiespalt. Als Baxter sie darauf aufmerksam macht, dass ihr Spiegel in der Mitte zerbrochen sei, antwortet sie „Yes, I know. I like it that way. Makes me look the way I feel.“ Fred MacMurray als charmanter Personalchef J.D. Sheldrake („He‘s a taker.“) komplementiert das hervorragende Schauspieltrio, um das die Handlung perfekt gewoben ist. Wilder schafft es trotz grotesken, äußerst humorvollen Szenen, „The Apartment“ die gewisse ausschlaggebende Seriösität zu verabreichen: Lemmons slapstick-artige Gestik und Mimik unterstreichen die Satire, doch Tragisches verändert und verweist den humorvollen Tonus fast ununterbrochen in Konflikte. Der moderne, opportunistische Mensch als korrupter Bürokrat und Freund der Untreue und Unmoral, das in der Masse untergehende, uninteressante Zahnrad eines Riesenkonzerns, das sich durch erwähnte Bestechung hervorzuheben versucht und das unschuldige Mädchen mit zu viel Sentimentalität und Naivität. Durchaus gibt es in Bezug auf den Aspekt der Bürokratie Analogien zu George Orwells Jahrhundertroman „1984“ oder dessen Verarbeitung in „Brazil“ von Terry Gilliam, aber Wilder geht einen vollkommen anderen Weg - einen weniger radikalen, aber mehr satirischen und pro-humaneren. Baxters Appartement steht einerseits metaphorisch für seine Nichtzugehörigkeit zu einer Welt egoistischer Menschen, andererseits für seinen übertriebenen Altruismus, dem er zunächst einmal widerstandslos ausgeliefert ist, weil er das Rotieren des eigenen Rades nicht stoppen kann. Gleichzeitig wird ein nicht zu verstehendes, aber natürliches Faible, flunkernden Charme der offensichtlichen Liebe vorzuziehen auf wunderbare Art und Weise subtil thematisiert: „Why can't I ever fall in love with someone nice like you?“ Dennoch wundert man sich, ob unser liebevolle und bemitleidenswerte Protagonist nicht auch „heimlich“ egoistisch handelt in diesem komplexen Geflecht der Bürokratie. Zynisch beantwortet Baxter diese Frage ambivalent, indem er behauptet, er habe alle ausgenutzt.
Wirklich alle Dialoge von Wilder und I. A. L. Diamond, die zu Recht den Oscar 1961 für das beste Drehbuch entgegen nehmen durften, sind harmonisch, das Szenenbild (ebenfalls mit dem Oscar ausgezeichnet) ideal und die Handlung immer kurzweilig und interessant. Außerdem gewann Wilder den Regie-Oscar plus den Oscar für den besten Film, was betont werden muss, da er Hitchcocks Meisterwerk „Psycho“ gnadenlos ausstach. Die Tragikkomödie funktioniert bemerkenswert gut und das nach immerhin schon 50-jähriger Geschichte.

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Icytower

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Bewertung9.0Herausragend

Auch meine vierte Begegnung mit einem Wilder, der diesmal ein dickes, bleibendes Ausrufezeichen im Genre der Tragikomödie gesetzt hat, war ein absoluter Volltreffer. "Das Appartement" mag aus heutiger Sicht dem ein oder anderen Zuschauer vielleicht leicht angestaubt, brav und vorhersehbar erscheinen, schenkte mir aber dank der richtigen Mixtur aus Humor, Tragik und treffender Gesellschaftskritik zwei ungemein vergnügliche Stunden klassischer Unterhaltung. Hervorzuheben sind hier die großartigen Leistungen von Jack Lemmon, Shirley MacLaine und Fred MacMurray, das fabelhafte Drehbuch und eine stimmige musikalische Untermalung. Einfach ein Hollywood-Klassiker, wie man ihn sich kaum besser wünschen kann. Letztendlich bleibt mir nur zu sagen, dass ich ein weiteres Mal meinen Hut vor Herrn Wilder ziehen muss und mich auf weitere Aufeinandertreffen schon sehr freue.

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Phryx

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Is das eigentlich ein Scherz oder ein Synchrofehler das zwei Mal die Figuren im Film sagen "3x mal" aber 4 Finger hochhalten. (Whiskey bei Baxter auf der Weihnachtsfeier, Männer die Fran haben sitzen lassen)

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Pyro 91

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Nö, das stimmt schon so! Was Fran angeht, sollte es wohl wie eine unterbewusste Reaktion von ihrer Seite sein. Baxter war einfach blau, soweit ich mich erinenre. ;)


Pyro 91

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erinnere.


Mr. Pink

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Unterhaltsame, schlagfertige Komödie mit bösem, satirischem Unterton, obwohl Billy Wilders Regie immer den richtigen Ton trifft aber leider nicht ohne Längen. Die liebreizend bezaubernde Shirley MacLaine und das sehr amüsante Spiel von Jack Lemmon machen das aber locker wieder wett.

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jacker

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Bewertung6.0Ganz gut

"Das Appartement" ist ein leichter und unterhaltsamer Film. Mehr als das leider heutzutage nicht mehr.

Die Handlung ist so stark in die damaligen gesellschaftlichen Normen und Moralvorstellungen eingefasst, dass sie mit mehr als 50 Jahren Abstand enorm an skandalöser Sprengkraft verloren hat (falls sie sie damals überhaupt besaß?). Klar ist der Film größtenteils als Komödie angelegt, die Themen wie Ehebruch und Verheimlichung dieser Affären waren damals aber sicher sehr brisant.

Getragen wird "Das Appartement" eindeutig von Jack Lemmon, der macht seine Sache äußerst solide: Klassisches Hollywood-Komödien-Schauspiel, oft extrem überzogen in Mimik und Gestik, bis an den Rand des Slapstick. Das macht zwar Spaß beim zusehen, erschwert es mir aber eine wirkliche Bindung zum Film aufzubauen, mich richtig einzufühlen. Meine filmische Sozialisation ist einfach sehr von neuerer, realistischerer Form der Inszenierung geprägt - also entweder Charaktere, die optimalerweise Abbilder real existierender Verhaltensmuster sind (auch in ihren kleinsten Gesten), oder Filme die direkt und offensichtlich als Fiktion angelegt sind. Das damalige Spiel, in der Art wie Lemmon hier den C. C. Baxter verkörpert, baut für mich eine fiktionale Wand vor einem realen Setting auf. Zudem fällt es schwer sich in den Geist der 50er rein zu versetzen wenn man erst 25 Jahre später geboren ist.

Im Ganzen hätte der Film ruhig eine halbe Stunde kürzer sein können, weder Humor, Tragik (wenn man das so nennen kann), noch die eigentliche 'Handlung' bieten genügend Füllung für zwei Stunden und zwischenzeitlich zieht es sich schon arg. Das wird zu aber Teilen durch nostalgischen Charme kompensiert: Die Musik, die Kulisse und auch die Art wie Dialoge geführt werden, lassen beim Zuschauen ordentlich Wärme im Brustkorb entstehen und die ein oder andere Länge vergessen.

Viel von Wilder kenne ich noch nicht, "Irma La Douce" fand ich jedoch noch ein gutes Stück charmanter.

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Punsha

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Hmhm. Verlorene skandalöse Sprengkraft hin oder her. Ich denke die Kritik am karrieregeilen Mensch ist heute mehr denn je aktuell. Einer mehr hätten es schon sein dürfen. ;)


jacker

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Hmm.. Diese Kritik ist scheinbar so zahm verpackt, dass ich sie nicht mal bemerkt habe :O Ich hatte weniger das Gefühl, dass er aus Karrieregeilheit sein Appartement vermietet. Er wird natürlich beruflich belohnt, aber recht schnell ist das doch zu einer Nummer aus der er nicht so recht rauskommt verkommen ?!


countcount

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Bewertung9.0Herausragend

Ein (von der Story her) zeitlos und grandios gespielter Klassiker. Mein persönlicher Lieblingsfilm von Billy Wilder.

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KonTaicho

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Bewertung5.0Geht so

Wie kann eine so wunderbar geniale Idee nur so....brutal altern?
Wenn man zwei Stunden gegen den schieren Schlaf anzukämpfen hat und der Höhepunkt des Films eine Spaghetti-Koch-Session mit Tennisschläger ist (welche durchaus unterhaltend war : "Fleischklops, heeey!"), dann kann man da so Leid es tut nicht wirklich begeistert sein.

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Pyro 91

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich liebe diesen Film!

Sehr beeindruckend, wie Billy Wilder es schafft, innerhalb weniger Minuten große Sympathie für den einsamen, leicht trotteligen, aber denoch gutherzigen C.C.Baxter aufzubringen. Der Film schwankt häufig zwischen Komik und Tragik, behält allerdings über die gesamte Laufzeit seinen leichtfüßigen narrativen Fluss.
Jack Lemmon legt eine unglaubliche hohe Spielfreude an den Tag und flitzt als unbändiges Energiebündel, zwischen dem hervorragend-designeten Apartmentset und seiner hektischen Arbeitsstelle hin und her.
Auch Shirley MacLaine, als freche, quirrlige, aber verletzliche Ms. Kubelik und Fred MacMurray, als Baxters schmieriger Boss Sheldrake, überzeugen vollkommen in ihren geerdeten Darstellungen.

Das Ende ist einfach großartig, erinnerungswürdig und rundet den Film sehr schön ab. Es bringt zwei einsame Herzen, die im Laufe der Geschichte ihren Selbstrespekt und ihre Würde zurückgewonnen haben, wieder - wie kann es auch anders sein - im Appartment zusammen. Ein weniger begabter Regisseur und Drehbuchautor, hätte die Zusammenkunft der beiden wohl mit einem Kuss besiegelt, doch Billy Wilder bleibt seinen Figuren treu. Auf Baxters Liebeserklärung antwortet Ms. Kubelik nur frech: „Shut up and deal.“ Vergnügt und verliebt, setzen die beiden ihr begonnenes Kartenspiel fort und lächeln sich dabei an. Großartig!

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cinram

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Ich hab mich bei der Erstsichtung von "Das Appartment" (Anfang der 80er in der ARD, es war Silvesternacht und ich weiß noch, daß ich den Eindruck hatte, die Ansagerin hätte einen sitzen) tierisch in die süße Shirley MacLaine verknallt! Seitdem lieb ich auch den Film! Einer der Geniestreiche von Billy Wilder!


Pyro 91

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Gut so! :)


MartinNolan

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Bewertung7.0Sehenswert

Calvin Clifford Baxter (Jack Lemmon), von vielen auch einfach "Bud" genannt, arbeitet als "kleiner" Angestellter für eine Versicherungsfirma in einem Großraumbüro. Da er sein Appartement, seinen Vorgesetzten für ihre Affären zur Verfügung stellt, klettert Bud, die Karriereleiter im Nu hinauf. Die Lobeshymnen seiner Mitarbeiter über einen gewissen Baxter, lassen den Personal-Chef der Firma Jeff Sheldrake (Fred MacMurray) misstrauisch werden und so lässt er Baxter zu sich rufen. Mr. Sheldrake lüftet das Geheimnis um die Lobeshymnen und möchte sogleich das Appartement für sich selbst und seine Affären nutzen. Baxter willigt ein und so besucht Sheldrake desöfteren mit seiner Geliebten, das Appartement von Baxter. Dieser hat sich in die Liftdame Fran Kubelik (ShirelyMacLaine) verliebt. Doch ausgerechnet Fran Kubelick ist die heimliche Geliebte von Mr.Sheldrake.
"Das Appartement" von Regisseur Billy Wilder zeigt einen schüchternen, liebevollen und engagierten Arbeiter, der sich zwar anfangs von seinen Vorgesetzten unter Druck setzen lässt und nach Geld und Erfolg strebt; am Ende allerdings öffnet er seine Augen und hat erkannt, dass dies für ihn, nicht das Glück bedeutet. Ebenso wird das perfide Treiben und Handeln von Menschen in einer Firma dargestellt, sowie deren Verlogenheit.
Jack Lemmon spielt seine Rolle gewohnt sympathisch und überzeugend. Er trägt den Film auf eine zauberhafte Art und Weise.
Trotz einem guten Regisseur, Drehbuch und genialer Schauspieler zieht sich der Film leider in die Länge. Die Geschichte wäre auch sehr gut in weniger als zwei Stunden erzählt gewesen. Ein Film kann so lange gehen wie er möchte, doch muss dann allerdings die Atmosphäre eines Films, den Zuschauer packen und fesseln, sodass die Zeit, keine spürbare Größe mehr ist. Dies schafft "Das Appartement" nicht. Vielmehr unterhält er den Zuschauer für eine gewisse Zeit, wobei man hin und her gerissen ist, zwischen Freude, Wut und Mitleid. Doch nur in einem gewissen Maße, welches diesen Film schadet. Hier hätte mehr passieren können.
So bleibt "Das Appartement" eine tragische Komödie, die den Zuschauer angenehm unterhält, aber nicht mehr!

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Looki

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Bewertung6.0Ganz gut

war mir etwas zu lang, 90 min. hätten es für diese (eigentlich simple) story auch getan. ansonsten war er ganz nett, dadurch das ich jack lemmon in den zwei "odd couple" filmen sehr mochte und er auch hier wieder äußerst symphatisch spielt (Tennisspaghetti) bekommt er noch nen bonus und ich sag "ganz gut".

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hoffman587

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Bewertung9.0Herausragend

The Apartment

»Wieso kann ich mich nicht in so etwas Nettes verlieben wie Sie?« - »Wie das Leben so spielt, Fortuna-mäßig«

Ein Appartement. Ein Heim wie auch ein Haus. Die letzte Zuflucht des maschinellen Arbeiters. Recht beschaulich. Aber lassen wir uns jenen Begriff nun nochmal in all seiner Deutlichkeit definieren. Im Grunde ist dies mehr als einfach, denn im herkömmlichen Sinne bezeichnet es ernüchternderweise nichts anderes als eine kleine Wohnung oder auch kleine Fluchten in Hinsicht des Hotels. Wie diese nun eingerichtet ist sei jedem selbst überlassen. Eindeutig ist bei dieser Formulierung dennoch nichts. Doch sei die Frage gestattet wie sieht es mit Billy Wilders " Appartement" aus dem Jahre 1960. Welchen Design lässt es sich hierbei zuschreiben der Postmoderne? Dem Bauhausstil? Oder gar dem Jugendstil? Wenn man mich fragen würde so würde ich Moderne schätzen. Aber das tut nichts zur Sache.

Denn Billy Wilder war bekanntlich kein Architekt oder etwa Designer wie Walter Gropius oder Wilhelm Wagenfeld. Nein Wilder war Regisseur. Einer der besten nebenbei gesagt. Und so dient die Betitelung »Appartement« als ein symbolisches Mittel. Währenddessen legt man viel Wert auf satirische Mittel und kritisiert die Geschäftsmoral und die Bereitwilligkeit des Einzelnen, wenn es um eine Beförderung ginge. Denn so benutzt der Angestellte C. C. Baxter sein Appartement um sich bei seinen Vorgesetzten beliebt zu machen. Diese nutzen es in seiner Vielfalt für ihre Schäferstündchen. So will der Zufall, das gerade Personalchef Sheldrake mit seiner heimlichen Liebe Fran anbändelt, und was nun tun?

Dabei begibt sich Wilder in einem so genannten »Status der Hochform« und ist insofern beileibe nicht mehr zu halten. Sein Film an Charme kaum zu toppen, wie so oft bei Wilder. Hierbei selbstredend auch wieder hintergründig von ihm beleuchtet und so übt er Kritik am Büroleben, schmackhaft und äußerst amüsant, dank seiner sehr hoch geschätzten satirisch-bissigen Seitenhiebe. Wie schafft das der Mann nur solch bitterböse Elemente so gleichauf federleicht und geradezu im höchsten Maße faszinierend zu machen, Wilder eben ein ganz Großer. Dabei wandelt man stets auf einem durchaus vergnügten Grundton, durchläuft funkelnd-böse angehauchte Passagen und so schwingt auch irgendwie letztlich ein Hauch Tragik mit wie auch eine unterschwellige Dramatik. Zudem aber stets charmant und liebenswert. Sarkastisch-schön. Wie so oft vordergründig eine immer noch göttliche Komödie, hintergründig aber wohl eine scharfe Abrechnung mit der Bürowelt. Tragisch-komisch. Edel wie grandios aufspielend auch die Darsteller, ob Jack Lemmon in seiner Paraderolle des schüchternden, stets sympathischen Baxter, der das Geheimnis des Erfolgs zu kennen scheint oder eine wie im Grunde immer bezaubernde Shirley MacLaine als dessen Schwarm und Fahrstuhlführerin Fran, welche Probleme für Baxter mit sich bringt. Sehr harmonisch auch das Zusammenspiel der Beiden. So gewinnt das Ganze glatt einen turbulenten Faktor. Des weiteren noch ein exzellenter Fred MacMurray als dominierender Personalchef. Was sie zusammenführt? Das Appartement. Ein herrliches Trio. Dazu sitzt jeder Dialog. Und man wird tiefgründig. Das Werk wird gar zur überraschenden Groteske. Das prägt die Faszination. Außerdem herausragend schön gefilmt. Da bekommt man glatt eine filmische Nostalgie-Sucht, traumhaft. Aber das gilt eh für den gesamten Film.

Im Grunde würde ich meinen, dass man Billy Wilder-Filme eigentlich nur lieben kann. Bis in jedes kleinste Detail ausgearbeitet. Man kann und möchte nur von ihnen schwärmen. Eigentlich sind Wilders Werke gar einzigartig in ihrer Machart. So ist auch sicher, dass Wilders "Das Appartement" eindeutig ein herausragend gemachter All-Time-Classic ist. Für mich gibt es da keinen Zweifel. Bei solchen Filmen freut man sich doch regelrecht, dass es solch ein Medium wie Film überhaupt gibt.

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hoffman587

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@Shadowhunting: Danke sehr und dem zu Film stimme ich absolut zu. :)


SKURRIL

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Super!!



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