Das Appartement

The Apartment (1960), US Laufzeit 125 Minuten, FSK 16, Drama, Komödie, Kinostart 16.09.1960


Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
8.2
Kritiker
38 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.4
Community
2714 Bewertungen
40 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Billy Wilder, mit Jack Lemmon und Shirley MacLaine

Was würdet ihr denken, wenn einer eurer Arbeitskollegen jeden Abend einem seiner Vorgesetzten seine Wohnung überlässt, damit dieser sich zum privaten Stelldichein mit einer Geliebten treffen kann?

Der arme Kerl aus Das Appartement heißt C.C. (Bud) Baxter (gespielt von Jack Lemmon) und arbeitet bei einer New Yorker Versicherungsgesellschaft. Er ist der nette Typ von nebenan, der sich aber rumschubsen lässt und der aus Verzweiflung bereits versuchte, sich zu erschießen. Sein Nachbar hält ihn derweil für den größten Schürzenjäger, weil in seiner Wohnung immer Frauenbesuch ansteht. Nur ist das eben nie sein eigener. Zu allem Überfluss ist Baxter auch noch heimlich in die Fahrstuhlführerin Fran Kubelik (Shirley MacLaine) verliebt, die wiederum den gemeinsamen Chef Mr. Sheldrake (Fred MacMurray) liebt. Natürlich muss diese Liebe eine Affäre bleiben, denn Sheldrake ist verheiratet und hat nicht die Größe, seine Frau zu verlassen. Es kommt also, wie es kommen muss: Fran und Mr. Sheldrake treffen sich in Baxters Appartement, doch am Ende lässt Sheldrake sie wieder spüren, dass ihre Beziehung keine Zukunft hat.

Hintergrund & Infos zu Das Appartement
Billy Wilder bekam für Das Appartement nicht nur fünf Oscar-Nominierungen, sondern er heimste 1961 auch tatsächlich alle fünf Statuetten ein (unter anderem für den Besten Film und Billy Wilder als besten Regisseur, Autor und Produzent). Wie in seinem früheren Klassiker Manche mögen’s heiß punktet Billy Wilder mit seinen hervorragenden Schauspielern.

  • 37795279001_1860242398001_th-5061b4a4c7e7b0e4aafc72d8-1592194020001
  • Das Appartement - Bild 8945908
  • Das Appartement - Bild 8945894
  • Das Appartement - Bild 8945880
  • Das Appartement - Bild 8945866

Mehr Bilder (11) und Videos (2) zu Das Appartement


Cast & Crew


Kommentare (39) — Film: Das Appartement


Sortierung

ElmStreet84

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Recht viele Werke sind mir von Billy Wilder noch nicht in die Häden gekommen, ehrlich gesagt, war "Das Apartment" auch das erste. Selbst "Manche Mögen's Heiß" steht schon seit langem immernoch auf meiner Must-See-Liste. Doch das erste Werk aus dem Jahr 1960, das ich gestern abend sah, hat mich schon davon überzeugt, dass der gute Mr. Wilder er wahrscheinlich so einiges von seinem Handwerk verstehen muss.
Mit "Das Apartment" schuf der mittlerweile leider schon seit 2002 verstorbene Wilder ein Meisterwerk, dass man einfach nur toll finden kann. Meisterwerk sage ich aus Überzeugung (auch wenn ich es doch nicht so gerne benutze) deshalb, weil mir der Film unglaublich zeitlos vorkam. Stecke ihn in einen Farbumhang, restauriere ihn im Ton und in der Qualität des Bildes... zeige ihn im Kino und du hast einen Film der die Schaaren der Schaulustigen nur so anziehen wird und begeistern wird.

Neben der sowieso schon sehr süßen Shirley McLaine und dem überaus sympathischen Jack Lemmon (Gott hab ihn seelig) erzählt der Film eine Geschichte die so unglaublich einfach aber auch gleichzeitih überaus groß ist. Groß deswegen, weil sie sich sehr solide um die Entwickung seiner Figuren und deren Handlungen kümmert. Ein Film in der die Figuren sozusagen regelrecht zum Leben erweckt werden, und wenn dies passiert und der Zuschauer es mitbekommt, DANN muss es ein echt guter Film sein.
Da wären z.B. die komischen Versuche von "Buddy Boy", sich für alle seine Freunde und Kollegen so verständlich wie möglich zu machen oder auch die netten Ideen, seine Arbeitskollegin und Freundin Fran mit einem Kartenspiel von ihren Kopfschmerzen abzulenken und ihr eine möglichst gute Zeit im Bett zu verschaffen.
Auch schafft es der New Yorker Junggeselle Bud hier vom selbstlosen Spendierer zum Bulle, der seinem Arbeitgeber, der selbst versucht, so viele Srunden wie möglich in Buds Apartment zu mieten, nachgebungslos die kalte Schulter und zeigt ihm auf gut deutsch gesagt "wo der Hammer hengt".

"Das Apartment" ist einfach eine kleine sympathische Komödie, die man gut finden MUSS! Allein Shirley McLaine und Jack Lemmon machen hier eine grandiose Arbeit und fesseln einen von Anfang bis zum Ende an die Mattscheibe, und sorgen dafür, dass in keiner Sekunde auch nur ein Fünkchen Langeweile aufkommt. Eine wirklich Grandiose Arbeit von allen, sowohl den Schauspielern als auch dem Regisseur, die man meiner Meinung nachbroblemlos als Meisterwerk bezeichnen kann... eben weil sie so zeitlos wirkt!

(http://movie-spread.blogspot.de/2014/07/a-room-for-free-das-apartment1960.html)

!!!ACHTUNG!!! DIESER KOMMENTAR IST EIN WEITERER DER "BEWERTUNGSREIHE SWINGIN' SIXTEES" (Alle weiteren Filme und Kommis könnt ihr hier finden: http://www.moviepilot.de/liste/bewertungsreihe-the-swingin-sixtees-elmstreet84)

Nach langem hab ich mal wieder dran gedacht, die Reihe weiterzuführen! :D

bedenklich? 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Bubo

Antwort löschen

Ja, führ sie weiter, Elmi!;)


ElmStreet84

Antwort löschen

So möge es sein! ;))

Aber eins ist klar, die nächsten Reihen werden konsequenter durchgezogen! :)


Morissa

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Besser spät als nie mein Kommentar für Bubo zur Oster-Wichtelaktion 2014.
In diesem Sinne: Frohe Ostern Bubo und danke für den schönen Kommentar zu „Bullit“. Allen Anderen natürlich auch.

Mein Kommentar rezensiert und würdigt das zeitlose Werk „Das Appartement“ von Billy Wilder.

„Das Apartment habe ich nie als Komödie betrachtet“ sagte Wilder einst, und ich sehe das genauso. Vielmehr ist es eine Satire auf die Scheinheiligkeit und die Doppelmoral in der heutigen Welt.
Selten war die Rollenauswahl treffender als in diesem Fall. Keiner hätte den immer etwas durch den Wind wirkenden C.C. „Bud“ Baxter besser darstellen können als Jack Lemon. Und eine süßere Person als die zuckersüß von Shirley MacLaine dargestellte Fran Kubelik hat man wohl auch noch nie gesehen.
„Man trifft ein Mädchen ein paar Mal in der Woche rein zum Spaß, und gleich denkt sie, dass man sich von seiner Frau scheiden lassen wird. Jetzt frage ich Sie: Ist das fair?"
„Nein, Sir, das ist sehr unfair, besonders gegenüber Ihrer Frau!“
Dieses Zitat beschreibt wohl am Besten die Handlung des Films.
Einige höhere Angestellte haben ein Arrangement mit dem kleinen Versicherungsangestellten Bud Baxter. Dieser gibt ihnen den Schlüssel zu seinem Appartement um sich in diesem mit ihren Gespielinnen zu können. Auch richtet er die Wohnung mit Getränken und Snacks nach den Wünschen der „Untermieter“ auf Zeit her. Diese vertrösten ihn immer wieder damit ein gutes Wort bei der Geschäftsführung für Baxter einzulegen. Eines Tages wird er tatsächlich zum Personalchef Sheldrake, herrlich schmierig dargestellt von Fred MacMurray, gerufen. Doch dieser möchte auch nur den Wohnungsschlüssel, sorgt aber tatsächlich für eine Beförderung Baxters.
Dieser ist in die Fahrstuhlführerin Fran verliebt, ist aber zu schüchtern sie anzusprechen. Just als er denkt sie würden sich annähern, findet er heraus das Fran Sheldrakes Geliebte ist. Diese muss gleichzeitig feststellen, dass ihr Angebeteter bereits Verhältnisse mit vielen anderen Angestellten hatte und begräbt die Hoffnung, dass er seine Frau verlassen möchte. Nachdem Sheldrake sie in Buds Wohnung zurücklässt um Weihnachten mit der Familie zu verbringen und zu Allem Überfluss ihr Geschenk mit einer 100$ Note erwidert, was sie als Prämie für gewisse Dienste auffasst, versucht sie sich mit Schlaftabletten das Leben zu nehmen. Im letzten Moment kann Baxter sie mit Hilfe seines Nachbarn, einem Arzt (grandiose Figur, die Baxter für einen Schürzenjäger mit enormer Libido hält „Dürfte ich Sie um eine Gefälligkeit bitten? Wenn Sie Ihr Testament machen - und bei Ihrer Lebensweise sollten Sie das tun - würden Sie Ihren Körper der Universität vermachen?“), Frans Leben retten. Liebevoll kümmert er sich um sie und sie reagiert mit „Warum kann ich mich nicht in so etwas nettes verlieben wie dich“. In einem Umschlag, in dem Bud einen Abschiedsbrief vermutet befindet sich nur der 100$ Schein, den sie zurückgeben möchte.
Sheldrake, der seine Sekretärin feuert, da diese Miss Kubelik von den anderen Liebschaften erzählt hat muss währenddessen mit deren Rache zurechtkommen, da diese sich mit seiner Frau zum Essen verabredet. Frans Schwager macht sich Sorgen und erfährt von 2 Arbeitskollegen Baxters, die auch seine Wohnung in Anspruch nehmen, wo diese sich befindet. Im Appartement angekommen möchte er Fran sofort mitnehmen, erfährt aber zufällig durch den nach ihrer Genesung fragenden Doktor Dreyfuss von ihrem Selbstmordversuch. Bud nimmt die Schuld auf sich und wird prompt niedergeschlagen.
In der Firma möchte er Sheldrake sagen, dass er nun mit Miss Kubelik zusammen sein möchte. Dieser nimmt ihm aber den Wind aus den Segeln, erzählt seine Frau habe ihn rausgeschmissen und er möchte nachdem er sich die Hörner abgestoßen hat mit ihr zusammen sein. Er macht ihn außerdem zu seinem Stellvertreter. Geknickt, ob Verlust seiner Liebe nimmt er den Posten an.
Fran gegenüber tut er so, als sei alles in Ordnung und lügt sie an er sei verabredet. Als Sheldrake wieder den Wohnungsschlüssel möchte, lehnt dieser erstmals ab „Was ist in Sie gefahren Baxter?" "Ich führe ne ärztliche Anweisung aus. Ich habe beschlossen ein Mensch zu werden. Wissen Sie, was das bedeutet, ein Mensch sein?“ und kündigt.
Als Sheldrake dies Fran erzählt merkt diese, dass sie doch etwas für Bud empfindet. Als sie zu ihm läuft gesteht dieser beim Kartenspiel seine Liebe, was diese mit einem lockeren „Halt den Mund und gib“ abtut. Es scheint sich also alles zum Guten zu wenden, hier endet aber der Film.

Das Appartement ist trotz seiner über 50(!) Jahre auf dem Buckel immer noch aktuell. Die Pseudomoral der Geschäftsleute lässt sich problemlos in die heutige Zeit unternehmen. Der treudoofe kleine Angestellte, der von allen nur ausgenutzt wird existiert genau wie das naive, gutgläubige Mädchen von nebenan noch immer.
Wilder und Diamond haben hier erneut ein unvergessliches Drehbuch gezaubert und den Cast optimal besetzt. Etwas a-typisch vom sonstigen Stil, aber nicht befremdlich. Trotz Allem ist der Funke bei mir nicht ganz so übergesprungen wie bei vielen anderen ihrer Werke. Ein handwerklich bemerkenswerter Film, für mich jedoch nicht Wilders Bester. Etwas auf den Keks ging mir die ständige französische Aussprache des Wortes Appartement. Muss man das vom Englischen ins Französische übersetzen?

„Wie konnte ich nur so dumm sein? Ich hätte es wissen müssen. Wenn man einen verheirateten Mann liebt, soll man sich nicht die Wimpern tuschen“

bedenklich? 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

Lydia Huxley

Antwort löschen

Hui, das klingt aber hübsch :) Ist gleich mal vorgemerkt! Starker Kommi, Morissa!


Morissa

Antwort löschen

Immer gerne Bubo! Ich hatte ihn ja auch lange nicht gesehen und meine Wertung von 7.0 auf 8.0 aufgestockt. Ohne dich hätte ich ihn vielleicht ewig nicht gesehen.
Hab einige Denk- und Schreibfehler drin, fällt mir gerade auf, aber was soll's. Der Brunch mit der Familie mit anschließendem feuchtfröhlichem Beisammensein und die vorherigen Tage sind wohl nicht ganz spurlos an mir vorbei gegangen :D
Für jeden Filmfan nur empfehlenswert.


Kwyjibo

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Wieso kann ich mich nicht in so etwas Nettes verlieben wie Shirley MacLaine?

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

movie.max

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Billy Wilder's 'The Apartment' hat gerade ganz viel mit mir gemacht.
Ich habe mich zum einen in Shirley MacLaine verliebt. (Ist das nicht das reizendste Geschöpf, das Mutter Erde je gezaubert hat?) Zum anderen seltsamerweise in Jack Lemmon. Ich habe mich in Wilder's (und Co-Autor Diamond's) Drehbuch verliebt, das so zahlreiche Haken schlägt und Türen öffnet, wie man es heutzutage nicht mehr zu erwarten hat.

Büroarbeiter Baxter leiht seinen Vorgesetzten immer mal wieder seinen Wohnungsschlüssel, damit die lieben Ehegattinnen daheim keinen Verdacht schöpfen. Er steht nicht nur unter der Fuchtel seiner Vorgesetzten sondern auch unter der Fuchtel seiner eigenen Unfähigkeit "Nein" zu sagen - oder wie sein Nachbar Doc Dreyfuss sagen würde: "You have to become a Mensch. You know what that means?" Während Baxter auf Aufstiegschancen hofft und mit den Terminen der Fremdgänger schachern muss, um selbst einmal in seiner Wohnung schlafen zu können, verguckt er sich mächtig in das Fahrstuhlmädchen Fran.
So sehr es mir auch Freude bereiten würde, die Geschichte zu erzählen, die Wilder mir gerade erzählt hat, so möchte ich doch nicht spoilern und einigen den Spaß verderben.
Wie Wilder seine Twists auslegt und wie er sich kleine Details, wie den zerbrochenen Spiegel oder das Tennisschläger-Küchenutensil von Baxter zu Nutze macht, um seine Geschichte von den Vorder- auf die Hinterpfoten zu verlagern und zurück... Das ist die wahre Meisterlichkeit des Geschichtenerzählens. Da hätte Wilder auch mit sechs Oscars im Arm auf der Bühne stehen können - mir wär's Recht gewesen.
'The Apartment' ist kein Schenkelklopfer, sondern eine unheimlich warme, aufregende, kleine Komödie mit einzigartigen, unsterblichen Figuren. Dabei muss man nur im Hinterkopf behalten, dass der guten Komödie stets die größte Tragik zugrunde liegt. Und da ist Billy Wilder schlussendlich bärenstark. So wie er mir das Dauergrinsen in die Fresse meißelt, so sorgt er auch dafür, dass ich den Tränen nahe meine Fingerkuppen abknabbre. Keine Ahnung, warum mir diese Figuren so unfassbar viel bedeuten, aber Billy Wilder wird genau wissen warum und sich still und heimlich ins Fäustchen lachen, egal wo er gerade ist. Unter der Erde ist er jedenfalls nicht. Solche Leute sterben nicht.

bedenklich? 13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

movie.max

Antwort löschen

Danke Andy, ich bin hin und weg.


BreakingDad

Antwort löschen

Lieber movie.max, danke dass du mir nochmal Lust auf diese Perle gemacht hast. Es ist nicht zu fassen, wie nach einem halben Jahrhundert, dieser Film noch funktioniert. "Der Spiegel hat einen Sprung." "Ich weiß, er zeigt mich so wie ich mich fühle." Wer ist der Lemmon von heute? Wer ist die MacLaine von heute? Da fällt mir so schnell keiner ein.


Moe Szyslak

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Im Vergleich zu anderen Billy Wilder Filmen, die ich bisher gesehen habe, fällt dieser etwas ab. Zu Beginn wars handlungsmäßig zu mau, tempomäßig und witzmäßig hat auch etwas gefehlt und generell hat sich das ne ziemliche Zeit ganz schön dahingeschleppt und verwicklungsmäßig, spaßmäßig und unterhaltungsmäßig sein Potenzial nicht vollends ausgeschöpft. Dass sie aus der Geschichte fast schon ein depressiv-bitteres (Herzschmerz-)Drama entwickelt hat hat mich ziemlich unerwartet getroffen, aber der Film wusste dann alles doch noch gut auszubalancieren. Dialogmäßig wars Billy-Wilder-mäßig mal wieder ausgezeichnet. Und darstellermäßig waren Jack Lemmon mal wieder absolut großartig und chemiemäßig war das Zusammenspiel mit der ebenso klasse Shirley McLaine wahrlich hervorragend. Zudem gabs noch so etliche satirische Züge, so dass es schlussendlich natürlich wieder ein guter Billy Wilder war, aber wie gesagt mit einigen Abstrichen versehen.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Einar

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Bislang bin ich mit Billy Wilder immer sehr gut gefahren und habe darum in ihn sehr Erwartungen gesteckt. So auch beim "Appartement", der vom Durchschnitt sehr gelungen sein muss. Da kann ich nichts verkehrt machen. Aber irgendwie scheint mir, dass das Schicksal mir schon zu Beginn die besten Wilder-Filme vorgeführt hat und ich in letzter Zeit eher Pech habe, also fortunamäßig.

Denn: "Das Appartement" fängt wirklich unsagbar träge an. Die typische Einleitung, der große Konzern (hier die Versicherung), der Mensch mit der Geschichte. Bei "Eins, Zwei, Drei" hatte ich letztens schon Mängel ausgemacht. Und hatte Befürchtungen, dass auch hier ein Durchhänger dabei sein würde. Zum Glück beschränkt er sich eher auf den Anfang, denn mit der Zeit entwickelt sich eine bittersüße Geschichte, die dennoch ein wenig kürzer hätte ausfallen dürfen. Wie immer: Sympathische Charakterzeichnung. Der beste Wilder ist das jedoch nicht. Gut und gerne hätte ich auch 7.5 vergeben, aber der Beginn und die leicht überzogene Spieldauer haben dem einen Abbruch getan. Dennoch ein unterhaltsamer Film mit Gefühl, der als Liebesfilm nicht kitschig wird und als Komödie nicht zu humoristisch, sondern eher dezent mit getimeten Witz bestechen kann.

Sehr solide bis sehr gut, aber nicht überragend. Was nicht als schlechtes Urteil gelten soll. Vielleicht wurde ich von den anderen Wilder-Filmen zu sehr verwöhnt...

bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

mannypenny

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Ich weiss nicht welches Billy Wilders Meisterstück ist. Schwanke immer zwischen SOME LIKE IT HOT, The Apartement, und noch einige mehr. IRMA LA DOUCE, ONE TWO THREE, und auch der unterschätzte "AVANTI". Auch "KISS ME ,STUPID" finde ich echt unterschätzt. Alle haben was. Für Puristen, nein die ganz alten habe ich nicht vergessen. Alles Klassiker. Einziger Schwachpunkt "Buddy,Buddy" . Was mich beim "Apartement" besonders fasziniert ist der Anfangsmonolog von CC.BAXTER alias in der Deutschen Syncro Georg Thomalla (R.I.P. war die geniale Stimme von Jack Lemmon). Kann ich seit über 40 Jahren auswendig. : "Am ersten November 1959 hatte New-York 8042783 Einwohner, würde man all diese Menschen, eine Durchschnittsgrösse von 1.65m zugrunde gelegt aneinander reihen, würden sie vom Times-Square bis zum Marktplatz von Karachi in Pakistan reichen..... etc etc" Einfach wunderbar. Ein Genialer Cast sowieso. Lemmon,Mclaine,MacMurray,! Nicht zu vergessen Jack Kruschen!
"Mildreddd , er ist schon wieder dran...."

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

mannypenny

Antwort löschen

OHH sorry , Das verflixte siebte Jahr, hab ich vollkommen vergessen


Zwiebel88

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Billy Wilder hat es anscheinend drauf. Vierter Film von ihm für mich und wieder ein sehr guter. "Das Appartement" ist sehr amüsant in seiner kritischen Haltung zum Arbeitsmarkt der damaligen (wohl auch heutigen) Zeit. Allen voran ein grandios aufgelegter Jack Lemmon (gibt es heute noch jemanden, der auf diese Art schauspielern kann?) und die cleveren Dialoge machen viel Spaß. Etwaige Durchhänger im Mittelteil verzeihe ich gerne. "Zeugin der Anklage" bleibt zwar mein bisheriger Wilder-Favorit, aber diesen Klassiker hier darf sich kein Hollywood-Filmfreund entgehen lassen.

bedenklich? 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Zwiebel88

Antwort löschen

Zustimmung ;)


Simon Moon

Antwort löschen

-m


Rei

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Grandioser und unverwüstlicher Hollywood-Klassiker mit Star-Ensemble! Rei

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

DerDude_

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Ein großes Wunder am Filmhimmel.
Ein wundervolles Geschenk für die Leinwand und das Publikum.
Und einer der ganz wenigen Meisterwerken die tatsächlich die Würdigung erhielten die sie verdienten.
Wohl zusammen mit ANNIE HALL der Film der am meisten zeigt, das die Academy tatsächlich einmal Qualität zu schätzen wusste. Denn 5 Oscars (darunter Bester Film und beste Regie) sind gerade für einen doch sehr kritischen und schwarzen Film beachtlich.
Billy Wilders Film ist eine bitterböse Satire auf die Arbeitswelt die von endlosen Büros und Menschenmassen bevölkert wird. Der Einzelne spielt hier keine Rolle und muss sich voll und ganz dem Job widmen. Sogar seinen letzten Zufluchtsort, seine Wohnung, wird ihm durch den Job geraubt. Aber doch ist THE APARTMENT am Ende kein zynischer Film, denn in seinem inneren schlägt ein großes Herz. Denn es ist auch die Charakterstudie des Anzugträgers C.C. Baxter der "nur ein Würstchen aus dem Büro" ist und langsam zum Mensch wird. Jack Lemmon verkörpert ihn so wahnsinnig sympathisch und liebenswert das man sich irgendwie selbst in dem kleinen Mann erkennt. Wilder findet die perfekte Symbiose zwischen Satire und Liebesfilm und rutsch nie in kalten Zynismus oder übertriebenen Kitsch ab. Auch die pointierten Dialoge verdienen eine Erwähnung . Allein jeder Wortwechsel zwischen Baxter und seinem Nachbarn ist pures Gold wert.
Warum habe ich mir dieses Meisterwerk, das obendrein der reinste Klassiker ist, nur so lange vor mir her geschoben ? Keine Ahnung. Aber irgendwie freue ich mich darüber, weil THE APARTMENT einer dieser Filme ist die man am liebsten immer zum ersten Mal sieht.
Eines der größten Wunder der Filmgeschichte. Gestern, Heute und Morgen.

bedenklich? 24 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

DerDude_

Antwort löschen

@Ohne Wiederkehr : Nicht wirklich. Das hier ist ein ganz warmer und positiver Film.
@Demine : Danke :)


SKURRIL

Antwort löschen

Yes!


SKURRIL

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Der im Aufzug geborene Jack Lemmon lernt im Aufzug als C.C. Baxter die Liebe seines Lebens kennen. Doch der Versicherungsangestellte hat ein Problem: Er ist kein Mensch. Sein deutscher Nachbar rät ihm: „Why don't you grow up, Baxter? Be a mensch!“ Er verweigert sich zunehmend selbst das Leben in Privatsphäre, indem er seine eigene Wohnung Kollegen mit höherem Status überlässt, damit sie ihre Ehefrauen betrügen können und er einen besseren Job bekommt - welch herrliche, bitterböse Satire. Die Fahrstuhlführerin Fran (Shirley MacLaine), der Baxter schüchtern nachstellt, ist ebenso im Zwiespalt. Als Baxter sie darauf aufmerksam macht, dass ihr Spiegel in der Mitte zerbrochen sei, antwortet sie „Yes, I know. I like it that way. Makes me look the way I feel.“ Fred MacMurray als charmanter Personalchef J.D. Sheldrake („He‘s a taker.“) komplementiert das hervorragende Schauspieltrio, um das die Handlung perfekt gewoben ist. Wilder schafft es trotz grotesken, äußerst humorvollen Szenen, „The Apartment“ die gewisse ausschlaggebende Seriösität zu verabreichen: Lemmons slapstick-artige Gestik und Mimik unterstreichen die Satire, doch Tragisches verändert und verweist den humorvollen Tonus fast ununterbrochen in Konflikte. Der moderne, opportunistische Mensch als korrupter Bürokrat und Freund der Untreue und Unmoral, das in der Masse untergehende, uninteressante Zahnrad eines Riesenkonzerns, das sich durch erwähnte Bestechung hervorzuheben versucht und das unschuldige Mädchen mit zu viel Sentimentalität und Naivität. Durchaus gibt es in Bezug auf den Aspekt der Bürokratie Analogien zu George Orwells Jahrhundertroman „1984“ oder dessen Verarbeitung in „Brazil“ von Terry Gilliam, aber Wilder geht einen vollkommen anderen Weg - einen weniger radikalen, aber mehr satirischen und pro-humaneren. Baxters Appartement steht einerseits metaphorisch für seine Nichtzugehörigkeit zu einer Welt egoistischer Menschen, andererseits für seinen übertriebenen Altruismus, dem er zunächst einmal widerstandslos ausgeliefert ist, weil er das Rotieren des eigenen Rades nicht stoppen kann. Gleichzeitig wird ein nicht zu verstehendes, aber natürliches Faible, flunkernden Charme der offensichtlichen Liebe vorzuziehen auf wunderbare Art und Weise subtil thematisiert: „Why can't I ever fall in love with someone nice like you?“ Dennoch wundert man sich, ob unser liebevolle und bemitleidenswerte Protagonist nicht auch „heimlich“ egoistisch handelt in diesem komplexen Geflecht der Bürokratie. Zynisch beantwortet Baxter diese Frage ambivalent, indem er behauptet, er habe alle ausgenutzt.
Wirklich alle Dialoge von Wilder und I. A. L. Diamond, die zu Recht den Oscar 1961 für das beste Drehbuch entgegen nehmen durften, sind harmonisch, das Szenenbild (ebenfalls mit dem Oscar ausgezeichnet) ideal und die Handlung immer kurzweilig und interessant. Außerdem gewann Wilder den Regie-Oscar plus den Oscar für den besten Film, was betont werden muss, da er Hitchcocks Meisterwerk „Psycho“ gnadenlos ausstach. Die Tragikkomödie funktioniert bemerkenswert gut und das nach immerhin schon 50-jähriger Geschichte.

bedenklich? 22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Icytower

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Auch meine vierte Begegnung mit einem Wilder, der diesmal ein dickes, bleibendes Ausrufezeichen im Genre der Tragikomödie gesetzt hat, war ein absoluter Volltreffer. "Das Appartement" mag aus heutiger Sicht dem ein oder anderen Zuschauer vielleicht leicht angestaubt, brav und vorhersehbar erscheinen, schenkte mir aber dank der richtigen Mixtur aus Humor, Tragik und treffender Gesellschaftskritik zwei ungemein vergnügliche Stunden klassischer Unterhaltung. Hervorzuheben sind hier die großartigen Leistungen von Jack Lemmon, Shirley MacLaine und Fred MacMurray, das fabelhafte Drehbuch und eine stimmige musikalische Untermalung. Einfach ein Hollywood-Klassiker, wie man ihn sich kaum besser wünschen kann. Letztendlich bleibt mir nur zu sagen, dass ich ein weiteres Mal meinen Hut vor Herrn Wilder ziehen muss und mich auf weitere Aufeinandertreffen schon sehr freue.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Phryx

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Is das eigentlich ein Scherz oder ein Synchrofehler das zwei Mal die Figuren im Film sagen "3x mal" aber 4 Finger hochhalten. (Whiskey bei Baxter auf der Weihnachtsfeier, Männer die Fran haben sitzen lassen)

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Pyro 91

Antwort löschen

Nö, das stimmt schon so! Was Fran angeht, sollte es wohl wie eine unterbewusste Reaktion von ihrer Seite sein. Baxter war einfach blau, soweit ich mich erinenre. ;)


Pyro 91

Antwort löschen

erinnere.


Mr. Pink

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Unterhaltsame, schlagfertige Komödie mit bösem, satirischem Unterton, obwohl Billy Wilders Regie immer den richtigen Ton trifft aber leider nicht ohne Längen. Die liebreizend bezaubernde Shirley MacLaine und das sehr amüsante Spiel von Jack Lemmon machen das aber locker wieder wett.

bedenklich? 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

jacker

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

"Das Appartement" ist ein leichter und unterhaltsamer Film. Mehr als das leider heutzutage nicht mehr.

Die Handlung ist so stark in die damaligen gesellschaftlichen Normen und Moralvorstellungen eingefasst, dass sie mit mehr als 50 Jahren Abstand enorm an skandalöser Sprengkraft verloren hat (falls sie sie damals überhaupt besaß?). Klar ist der Film größtenteils als Komödie angelegt, die Themen wie Ehebruch und Verheimlichung dieser Affären waren damals aber sicher sehr brisant.

Getragen wird "Das Appartement" eindeutig von Jack Lemmon, der macht seine Sache äußerst solide: Klassisches Hollywood-Komödien-Schauspiel, oft extrem überzogen in Mimik und Gestik, bis an den Rand des Slapstick. Das macht zwar Spaß beim zusehen, erschwert es mir aber eine wirkliche Bindung zum Film aufzubauen, mich richtig einzufühlen. Meine filmische Sozialisation ist einfach sehr von neuerer, realistischerer Form der Inszenierung geprägt - also entweder Charaktere, die optimalerweise Abbilder real existierender Verhaltensmuster sind (auch in ihren kleinsten Gesten), oder Filme die direkt und offensichtlich als Fiktion angelegt sind. Das damalige Spiel, in der Art wie Lemmon hier den C. C. Baxter verkörpert, baut für mich eine fiktionale Wand vor einem realen Setting auf. Zudem fällt es schwer sich in den Geist der 50er rein zu versetzen wenn man erst 25 Jahre später geboren ist.

Im Ganzen hätte der Film ruhig eine halbe Stunde kürzer sein können, weder Humor, Tragik (wenn man das so nennen kann), noch die eigentliche 'Handlung' bieten genügend Füllung für zwei Stunden und zwischenzeitlich zieht es sich schon arg. Das wird zu aber Teilen durch nostalgischen Charme kompensiert: Die Musik, die Kulisse und auch die Art wie Dialoge geführt werden, lassen beim Zuschauen ordentlich Wärme im Brustkorb entstehen und die ein oder andere Länge vergessen.

Viel von Wilder kenne ich noch nicht, "Irma La Douce" fand ich jedoch noch ein gutes Stück charmanter.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Punsha

Antwort löschen

Hmhm. Verlorene skandalöse Sprengkraft hin oder her. Ich denke die Kritik am karrieregeilen Mensch ist heute mehr denn je aktuell. Einer mehr hätten es schon sein dürfen. ;)


jacker

Antwort löschen

Hmm.. Diese Kritik ist scheinbar so zahm verpackt, dass ich sie nicht mal bemerkt habe :O Ich hatte weniger das Gefühl, dass er aus Karrieregeilheit sein Appartement vermietet. Er wird natürlich beruflich belohnt, aber recht schnell ist das doch zu einer Nummer aus der er nicht so recht rauskommt verkommen ?!


countcount

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Ein (von der Story her) zeitlos und grandios gespielter Klassiker. Mein persönlicher Lieblingsfilm von Billy Wilder.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

KonTaicho

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

Wie kann eine so wunderbar geniale Idee nur so....brutal altern?
Wenn man zwei Stunden gegen den schieren Schlaf anzukämpfen hat und der Höhepunkt des Films eine Spaghetti-Koch-Session mit Tennisschläger ist (welche durchaus unterhaltend war : "Fleischklops, heeey!"), dann kann man da so Leid es tut nicht wirklich begeistert sein.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Pyro 91

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich liebe diesen Film!

Sehr beeindruckend, wie Billy Wilder es schafft, innerhalb weniger Minuten große Sympathie für den einsamen, leicht trotteligen, aber denoch gutherzigen C.C.Baxter aufzubringen. Der Film schwankt häufig zwischen Komik und Tragik, behält allerdings über die gesamte Laufzeit seinen leichtfüßigen narrativen Fluss.
Jack Lemmon legt eine unglaubliche hohe Spielfreude an den Tag und flitzt als unbändiges Energiebündel, zwischen dem hervorragend-designeten Apartmentset und seiner hektischen Arbeitsstelle hin und her.
Auch Shirley MacLaine, als freche, quirrlige, aber verletzliche Ms. Kubelik und Fred MacMurray, als Baxters schmieriger Boss Sheldrake, überzeugen vollkommen in ihren geerdeten Darstellungen.

Das Ende ist einfach großartig, erinnerungswürdig und rundet den Film sehr schön ab. Es bringt zwei einsame Herzen, die im Laufe der Geschichte ihren Selbstrespekt und ihre Würde zurückgewonnen haben, wieder - wie kann es auch anders sein - im Appartment zusammen. Ein weniger begabter Regisseur und Drehbuchautor, hätte die Zusammenkunft der beiden wohl mit einem Kuss besiegelt, doch Billy Wilder bleibt seinen Figuren treu. Auf Baxters Liebeserklärung antwortet Ms. Kubelik nur frech: „Shut up and deal.“ Vergnügt und verliebt, setzen die beiden ihr begonnenes Kartenspiel fort und lächeln sich dabei an. Großartig!

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

cinram

Antwort löschen

Ich hab mich bei der Erstsichtung von "Das Appartment" (Anfang der 80er in der ARD, es war Silvesternacht und ich weiß noch, daß ich den Eindruck hatte, die Ansagerin hätte einen sitzen) tierisch in die süße Shirley MacLaine verknallt! Seitdem lieb ich auch den Film! Einer der Geniestreiche von Billy Wilder!


Pyro 91

Antwort löschen

Gut so! :)


MartinNolan

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Calvin Clifford Baxter (Jack Lemmon), von vielen auch einfach "Bud" genannt, arbeitet als "kleiner" Angestellter für eine Versicherungsfirma in einem Großraumbüro. Da er sein Appartement, seinen Vorgesetzten für ihre Affären zur Verfügung stellt, klettert Bud, die Karriereleiter im Nu hinauf. Die Lobeshymnen seiner Mitarbeiter über einen gewissen Baxter, lassen den Personal-Chef der Firma Jeff Sheldrake (Fred MacMurray) misstrauisch werden und so lässt er Baxter zu sich rufen. Mr. Sheldrake lüftet das Geheimnis um die Lobeshymnen und möchte sogleich das Appartement für sich selbst und seine Affären nutzen. Baxter willigt ein und so besucht Sheldrake desöfteren mit seiner Geliebten, das Appartement von Baxter. Dieser hat sich in die Liftdame Fran Kubelik (ShirelyMacLaine) verliebt. Doch ausgerechnet Fran Kubelick ist die heimliche Geliebte von Mr.Sheldrake.
"Das Appartement" von Regisseur Billy Wilder zeigt einen schüchternen, liebevollen und engagierten Arbeiter, der sich zwar anfangs von seinen Vorgesetzten unter Druck setzen lässt und nach Geld und Erfolg strebt; am Ende allerdings öffnet er seine Augen und hat erkannt, dass dies für ihn, nicht das Glück bedeutet. Ebenso wird das perfide Treiben und Handeln von Menschen in einer Firma dargestellt, sowie deren Verlogenheit.
Jack Lemmon spielt seine Rolle gewohnt sympathisch und überzeugend. Er trägt den Film auf eine zauberhafte Art und Weise.
Trotz einem guten Regisseur, Drehbuch und genialer Schauspieler zieht sich der Film leider in die Länge. Die Geschichte wäre auch sehr gut in weniger als zwei Stunden erzählt gewesen. Ein Film kann so lange gehen wie er möchte, doch muss dann allerdings die Atmosphäre eines Films, den Zuschauer packen und fesseln, sodass die Zeit, keine spürbare Größe mehr ist. Dies schafft "Das Appartement" nicht. Vielmehr unterhält er den Zuschauer für eine gewisse Zeit, wobei man hin und her gerissen ist, zwischen Freude, Wut und Mitleid. Doch nur in einem gewissen Maße, welches diesen Film schadet. Hier hätte mehr passieren können.
So bleibt "Das Appartement" eine tragische Komödie, die den Zuschauer angenehm unterhält, aber nicht mehr!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Looki

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

war mir etwas zu lang, 90 min. hätten es für diese (eigentlich simple) story auch getan. ansonsten war er ganz nett, dadurch das ich jack lemmon in den zwei "odd couple" filmen sehr mochte und er auch hier wieder äußerst symphatisch spielt (Tennisspaghetti) bekommt er noch nen bonus und ich sag "ganz gut".

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Fans dieses Films mögen auch