Blindsight

Blindsight (2006), GB/US
Laufzeit 104 Minuten, FSK 6, Dokumentarfilm, Kinostart 10.01.2008

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von Lucy Walker,

Vor der atemberaubenden Kulisse des Himalajas begleitet “Blindsight” den spannenden Aufstieg von sechs tibetischen Teenagern auf den 8000 Meter hohen Lhakpa Ri. Diese Unternehmung erscheint umso unglaublicher, da die tibetischen Kinder blind sind und von einer blinden Lehrerin begleitet werden. Die Expedition führt die Kinder aus einem Leben mit dem Stigma des Blindseins heraus und gibt ihnen eine neue Zukunft.

Handlung

Blindsight erzählt von der blinden deutschen Lehrerin Sabriye Tenberken, die in Tibet die erste Blindenschule gegründet hat. Gemeinsam mit sechs ihrer Schüler und dem blinden US Bergsteiger Erik Weihenmayer sowie unterstützt durch erfahrene Bergführer, wagt sie den Aufstieg auf den 8000 Meter hohen Lhakpa Ri an der Nordseite des Mount Everest. Erik Weihenmayer ist der erste blinde Bergsteiger, der den Mount Everest bezwang.
Die britische Dokumentarfilmerin Lucy Walker begleitet die blinden Schülerinnen und Schüler über viele Monate und gibt Einblicke in die persönlichen Geschichten der Kinder, deren Leben vom gesellschaftlichen Außenseiterdasein geprägt ist, da die tibetische Gesellschaft Blindheit als einen Fluch empfindet. Die tief gehenden Erfahrungen und das Erlebnis der Gemeinschaft in einer feindlichen Umgebung stärken das Selbstvertrauen der Kinder und zeigen ihnen, dass Blindheit eben nicht Ausgeschlossenheit vom Leben bedeuten muss.

Weiterführende Informationen
Weitere Filme, die im Himalaya spielen

Weitere Informationen im Internet

Sabriye Tenberken ist Gründerin von Braille Without Borders (dt.)
Braille Without Borders (engl.)
2006 erhielt sie den Mother Teresa Award (engl.)
auf der Berlinale 2007 wurde Blindsight mit dem Panorama-Publikumspreis ausgezeichnet

Quellen

Presseheft des Verleihs

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  • Blindsight - Bild 6400403
  • Blindsight - Bild 6400417

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Kommentar — Film: Blindsight

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feininger75

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film "Blindsight" beginnt mit den spektakulären Aufnahmen des ersten blinden Mount Everst Bezwingers Erik Weihenmayer. Wenn das Dunkel des Kinosaals weicht und man in der ersten Einstellung des Films sieht wie Weihenmeyer sich vorsichtig tastend über den Schlund einer Gletscherspalte schiebt, bleibt einem erst der Atem stocken. Dann denkt man, der Film würde einem bestimmt die Geschichte des jahrelangen Trainings von Weihenmeyer erzählen.

Um so überraschter ist man, wenn der Film dann zu Sabriye Ternberken wechselt, die in Lhasa im Tibet eine Schule für blinde Kinder gegründet hat. Diese werden in der tibetanischen Gesellschaft geächtet, geht man doch offensichtlich im Buddhismus davon aus, dass blinde Menschen für Sünden in einem früheren Leben büssen müssen.

"Blidnsight" erzählt die Geschichte, wie Ternberken und Weihemneyer gemeinsam beschließen sechs Blinde Kinder auf über 7.000 Meter ins Hymalaya Gebirge zu führen. Das ist nicht nur Wahnsinnig, sondern auch berührend und menschlich erzählt. Immer stärker beginnt die Gruppe zu streiten für wen man dieses Unterfangen eigentlich auf sich nimmt. Für die Kinder?`Für sich selbst? Die Mentalität des Bergsteigers, für den nur der Gipfel zählt, trifft auf die Hilfsbereitschaft der Schulleiterin, die nur das betse für die Kinder will.

Der Film hat zurecht den Publikumspreis in der Panorama Sektion der Berlinale 2007 gewinnen können (und wurde auch bei seiner Wiederholung auf der Berlinale 2009 nach Filmende mit spontanem Beifall des anwesenden Publukums bedacht). Für jeden der sich für Bergsteigerfilme wie "Into the Void" (Sturz ins Leere) begeistern kann, ist dies eine absolute Empfehlung.

"Braille-Without-Borders"-Gründerin Sabriye Tenberken und dem blinden Mount-Everest-Bezwinger

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