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BlowUp - Ekstaze '67
Blowup (1966), GB/IT Laufzeit 111 Minuten, FSK 16, Kriminalfilm, Thriller, Drama, Kinostart 12.07.2007
8.1
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Moviemaster:Movie
von Michelangelo Antonioni, mit Vanessa Redgrave und Sarah Miles
Als der Photograph Thomas in einem Park Bilder von einem Pärchen macht, wird er entdeckt. Die Frau verfolgt ihn bis zu seinem Atelier, wo sie um jeden Preis den Film haben will, auf dem sie verewigt ist. Thomas gibt ihr einen anderen Film und entdeckt auf den Bildern, die die Frau haben wollte, Verdächtiges: Er glaubt, eine Mord auf die Spur gekommen zu sein.
Cast & Crew
Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails BlowUp - Ekstaze '67
- Genre
- Kriminalfilm, Mysterythriller, Psychodrama, Drama, Thriller
- Zeit
- 1960er Jahre
- Ort
- London
- Handlung
- Affäre, Cannabis, Drogen, Dunkelkammer, Einbrecher, Fotograf, Fotografie, Illusion, Klassiker, Kultfilm, Labor, Leiche, Liebespaar, Mord, Mordverdacht, Pantomime , Realität, Realitätsverlust, Stadtpark, Surreal, Tennis, Verlag
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Kritiken (1) — Film: BlowUp - Ekstaze '67
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen„Give me those pictures. You can't photograph people like that.” – „Who says I can't? I'm only doing my job. Some people are bullfighters, some people are politicians. I'm a photographer.”
[...] Plötzlich ist Thomas' Leben nicht mehr die Tortur aus Monotonie und Einöde, sondern er forscht besessen wie detailliert nach Hinweisen, er begibt sich auf die Suche nach Wahrheiten und dringt dabei in eine Welt, in der sich Realität und Illusion, Schein und Sein oft nicht mehr unterscheiden. Es ist ausgerechnet der Ort des Geschehens, der Platz, an dem sich das Verbrechen zugetragen haben soll, der die fühlbarste Schönheit ausstrahlt - welch Ironie. Antonioni stellt dem Anfang dem Ende gegenüber und umgekehrt, eine Reflexion von Verfälschung und Tatsachen – Was ist passiert? Was er hat er wirklich gesehen? Wovon wurde er Teil? Wozu fühlt er sich nun verpflichtet? Der Wunsch nach Dynamik wird zu einer abgekapselten wie ruhelosen Psychographie. „BlowUp“ ist formvollendete Filmkunst, ein Meisterwerk in jedem Punkt, mit beeindruckender Bildkomposition und der wunderbaren Untermalung von Herbie Hancock. Großartig.
Kritik im Original 21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
Le Samourai Wed, 19 Dec 2012 16:52:32 -0000
Antwort löschenWollte schon meckern, dass du Herbie nicht erwähnt hast. :)
Schöner Gedankengang, und selbstverständlich absolute Ultrakunst.
DER Swinging Sixties Film überhaupt, aber gleichzeitig auch irgendwie ein subtiler Abgesang auf die Bewegung.
Und diese Ladies.. unfassbar.
Alle 3 Antworten zeigen
franticfury Wed, 19 Dec 2012 16:58:19 -0000
Antwort löschenDem ist nichts hinzuzufügen, weder deinem Kommentar, noch dem Samourai. Großartiger Film, gerade beim Ende wollte ich nur noch lautstark applaudieren! Dazu Herbie Hancock und die Yardbirds in Originalbesetzung, was will das Herz mehr :)
hollygolightly1 Wed, 19 Dec 2012 20:18:04 -0000
Antwort löschenBitte weiter so! :)
Kommentare (32) — Film: BlowUp - Ekstaze '67
rkuehne Thu, 11 Apr 2013 06:06:46 -0000
Kommentar löschenIm Grunde keinerlei Handlung, endlos lange Bilder und trotzdem ein sehenswerter Film. Hat man sich erstmal eingeschaut, sind es tatsächlich die Bilder, die unterhalten. Ein toller, schräger Hauptdarsteller, dann doch so ein bisschen was wie Handlung - ein Film, den man gesehen haben sollte.
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ElMagico Thu, 04 Apr 2013 20:19:30 -0000
Kommentar löschenIch hab keine Ahnung. Vielleicht bekomme ich einen Hauch davon während ich schreibe. Ich hab jetzt einige Kommentare gelesen und kann so wirklich bei keinem mitgehen, aber so richtig widersprechen kann ich auch keinem. Sicher ist eines: Will sich jemand einen Film angucken um mal den Alltag zu vergessen und einfach gut unterhalten zu werden, dann sollte er einen großen Bogen um "Blowup" machen. Möchte man jedoch ein cineastisches Meisterwerk entdecken, dann sollte man dem Film eine Chance geben und sehen, ob er eben dies für einen ist. Denn der recht überschwengliche Konsens hier überrascht mich doch ein wenig, denn ich denke das selbst manch Hardcore-Cineasten "Blowup" einfach zu blöd ist. Er hat einfach soviel, dass aber ist gleichzeitig ein Nichts.
Find ich ihn blöd? Ich bin noch nicht schlauer! Ich kann mit Sicherheit bis jetzt nur sagen, dass ich den Soundtrack von Herbie Hancock für ein eher nur mittelmäßiges Werk halte. Aber ok, ich mag den Mann prinzipiell so richtiger erst ab Anfang der 70er. Ich kann sagen, dass mich die ersten 20, 30 Minuten eher irritiert haben in ihrer Darstellung des groovy Londons. Hübsch anzuschauen, irgendwie auch schon mysteriös, aber ich wußte da auch einfach nicht wohin ich das stecken sollte. Eine seltsame Plastikwelt ist das, anscheinend ohne Sinn und Gefühl. Als sich die Umgebung ändert und alte, verfallene Häuser den Bildschirm einnehmen, wurde ich zum erstenmal richtig wach. Aber auch hier nur seltsames, Dinge die nicht passen, sich gegenseitig abzulösen scheinen oder sich vielleicht doch eher verdrängen. Es werden Szenerien wie Perlen auf einer Kette aneinandergereiht, eigentlich nur gebrochen von den Minuten der Erkenntnis. Zwischendurch darf immer wieder mal in bester Austin-Powers-Manier mit den Hintern gewackelt werden oder man kostet die Freiheit auf die eine oder andere Weise aus. Doch da ist dieser Bruch, welcher plötzlich Spannung in diesen Film bringt, der sich doch anscheinen so sinnlos aber schön vor sich hinschleppte. Aber auch dieser kurze Thrill führt letztendlich ins Nichts, ins völlig offene Meer der Gedanken, das jeder Zuschauer für sich selbst füllen muss. Ist das nur eine Geschichte die weitergeführt wird? Ist da irgendwo eine Stelle, ab der der Film die gewohnte Bahn verlässt, wie es man von David Lynch kennt? Ist es ein Schuldgeständnis des Machers oder doch ein vorführen des Publikums? Endet der Film der vor fast 2 Stunden begonnen hat oder endet ein ganz anderer? Passierte in diesem Film irgendetwas? Oder passierte nichts? Was war mit diesen seltsamen seltsamen Ladenbesitzern nur los?
So wirklich kann ich mir es auch nicht beantworten. Ich kann nicht sagen wie sehr ich den Film mochte und wie groß der Anteil ist, welcher mir einfach zu abstrus war. Eine 7 fühlte sich in diesem Moment als zuwenig an, eine 8 als zuviel. Irgendwann werd ich ihn wieder gucken...das setz ich mich vielleicht woanders hin und schau ihn mir von dort aus an.
bedenklich? 15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten
SoulReaver Thu, 04 Apr 2013 20:36:50 -0000
Antwort löschenFind' den absolut brillant. Das Ende ist so ♥.
ElMagico Thu, 04 Apr 2013 20:48:00 -0000
Antwort löschenZwischendurch ist halt für mich auch viel das ich nun nicht sooo toll fand. Aber der eine Moment am Schluss ist tatsächlich brillant...falls es denn wirklich gibt (bin mir da grad gar nicht sicher)...
Arghh...so ein Satz kommt aus den Fingern und ich denk schon wieder: Scheiße, stimmt ja...wie großartig...7,5 sind zuwenig!
Aber vorerst lass ich die mal stehen ;)
SoulReaver Thu, 04 Apr 2013 20:54:19 -0000
Antwort löschenDieses Spiel aus Realität und Illusion ist - durch den ganzen Film, mal unheimlich subtil, dann wieder offensichtlich, aber dennoch geheimnisvoll - einfach großartig. Toll ist da ja auch, dass ausgerechnet der Ort des Verbrechens die deutlichste Schönheit des Filmes darstellt. Lass den einfach mal ruhen, in ein paar Jahren nochmal, vielleicht fällt es dir dann wie Schuppen von den Augen. Bis dahin spielen wir einfach noch ein paar Runden Tennis. :)
http://images.dangerousminds.net/uploads/images/blowup1gfhf.gif
ElMagico Thu, 04 Apr 2013 21:01:35 -0000
Antwort löschenPaar Jahre...ich hoff die hab ich noch :D
SoulReaver Thu, 04 Apr 2013 21:06:47 -0000
Antwort löschenNaja...Dann halt in ein paar Stunden. :D
ElMagico Thu, 04 Apr 2013 21:13:22 -0000
Antwort löschen;)
patcharisma Thu, 04 Apr 2013 22:09:11 -0000
Antwort löschenTolle Reflektion, ich finde ihn einer der most overrated Movies of all Time!
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ElMagico Fri, 05 Apr 2013 07:00:22 -0000
Antwort löschenHab es gestern noch gelesen Pat...für einen Film den du nicht magst, warst du da aber fast schon gütig ;)
patcharisma Fri, 05 Apr 2013 20:54:44 -0000
Antwort löschenHehe, okay! Thanx.... :-)
bugie Wed, 13 Feb 2013 09:20:59 -0000
Kommentar löschenJa, der Film ist alt. Ja, die Bildsprache ist gut. Ja, er mag aus künstlerischen Sicht wichtig/gut/interessant sein.
Nein, er hat mir nicht gefallen. Ich fand ihn durchweg langweilig.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten
sebastianxxx Tue, 19 Feb 2013 21:26:27 -0000
Antwort löschen... ich glaube das heutige jüngere Publikum ist häufig an Filme gewöhnt (speziell aus Hollywood) die die Netzhaus permanent mit visuellen Effekten bombadieren und die Ohren ebenso ... ein so subtiler Film wie "Blow Up" kann dann gar nicht mehr goutiert werden ...
bugie Wed, 20 Feb 2013 07:42:22 -0000
Antwort löschenJa, das kann gut sein. Man ist eben anderes gewohnt.
sebastianxxx Wed, 20 Feb 2013 08:58:19 -0000
Antwort löschen... zum Netzhaut-Bombardement zählen auch Video-Clips im Staccato-Rhythmus und viell. Computerspiele - ich glaube das alles hat die Sehgewohnheiten ziemlich verändert ...
Alle 5 Antworten zeigen
sebastianxxx Wed, 20 Feb 2013 09:01:46 -0000
Antwort löschen... und die Erfindung der Fernbedienung ha ha
Le Samourai Tue, 12 Mar 2013 07:21:09 -0000
Antwort löschen1966 ist alt??? :D
il padrino Sun, 18 Nov 2012 13:21:13 -0000
Kommentar löschenTja, das war er also, mein erster Antonioni. Wie hat er mir gefallen? Nun, dazu meine Kritik: Die Musik ist wirklich sehr gut. Zusammen mit der exzellenten Inszenierung verleiht sie dem Film etwas kraftvolles, faszinierendes. Auch zeichnet der Film ein gelungenes Zeitporträt, was jedoch ein geringes Tempo in der Handlungsentwicklung verursacht. Die Spannung des Filmes ist äußerst psychologisch, er verfügt häufig über eine subtile Erotik. Handwerklich und schauspielerisch ist er gut, ebenso in der Kameraführung. Zwar lässt die Stärke des Filmes in den letzten 20 Minuten nach, dafür ist das Ende schön mysteriös, und lässt Platz für Interpretation.
Fazit: Der Film ist nicht vollkommen perfekt, aber nahe dran. Eine Perle!
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Kasparle Tue, 06 Nov 2012 16:15:11 -0000
Kommentar löschenViel (Gutes) habe ich im Vorlauf gelesen und mir oft vorgenomen den Streifen endlich mal zu gucken. Gestern dann endlich gesehen und was soll ich sagen: Der Film ist definitv gut, aber irgendwie auch nichts was mich jetzt vollkommen vom Hocker gehauen hat. Die erste Szene, die sich abwechselnden Bilder von Arbeitern und den aufgedrehten Pantomimen, waren wunderbare Bildsprache. Vielleicht habe ich danach einfach mit einem anderen Motiv gerrechnet als es eigentlich der Fall ist.
Der erfolgreiche und äußerst arrogante Photograf, unser Protagonist also, wird von Hemmings auf jeden Fall gut in Szene gesetzt, kann mich in den Szenen in denen seine "coole" Schale bricht aber auch nicht vollkommen überzeugen. Das Motiv der Machtausübung und des Machtverlust das vor allem durch seine Rolle vermittelt wird steht und fällt eben auch mit ihm. Für die Szenen des überlegenen Künstlers, der seine Modelle herumkommandiert und flachlegt ist Hemmings wie geschaffen. Gegen Ende hin, wenn er anfängt zu realisieren das er vielleicht doch nicht unangreifbar ist hat mir sein Spiel überhaupt nicht mehr zugesagt. Es kam mit gezwungen vor.
Kamera, Schnitt und Soundtrack sind hingegen durchgehend überragend. Die Atmosphäre Londons, zwischen biderer britischer Realität und der aufkommenden Popkultur, ist perfekt in Szene gesetzt. Der Film ist ein Meisterwerk des Filmhandwerks, jede Einstellung ist wunderbar anzusehen, die Stimmung des Films erreicht einen und man fühlt diese Zeit, aber durch die (zum Rest) relativ durchschnittleiche Leistung Hemmings geht ein großer Teil der Intensität flöten.
Gutes Casting und das perfektionistische herrauskitzeln der letzten Reserven der Schauspieler gehört nun mal auch zum Regisseur Dasein dazu...
Empfehlenswerter, schöner Film, der sein Potential aber nicht voll zur Geltung bringen kann.
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Le Samourai Tue, 06 Nov 2012 16:21:50 -0000
Antwort löschenNochmal schauen! :) Bei mir hats auch etwas gebraucht...
Kasparle Tue, 06 Nov 2012 16:28:38 -0000
Antwort löschenNe, die 2 Punkte die der Film nicht kriegt, tja die liegen am Schauspiel. Und das wird durch öfter gucken auch nicht besser. Das ich wahrscheinlich noch viel mehr Motive und Bilder entdecke, daran zweifel ich nicht; )
Alle 4 Antworten zeigen
Le Samourai Tue, 06 Nov 2012 16:42:42 -0000
Antwort löschenHm echt? Find das Schauspiel wunderbar authentisch und eigen. Passt doch super in diese surreal-bunt-verwirrten Swingin 60s.. ;)
Kasparle Wed, 07 Nov 2012 14:54:33 -0000
Antwort löschenPhasenweise unglaublich authentisch, aber phasenweise eben auch sehr schwach. Wie ich schon sagte, die Arroganz verkörpert er perfekt, den Zweifel eher durchschnittlich: )
MartinNolan Sat, 13 Oct 2012 15:12:14 -0000
Kommentar löschenThomas (David Hemmings) ist ein junger und erfolgreicher Modefotograf, doch diese Tätigkeit erfüllt ihn kreativ nicht vollkommen, weshalb er an einem Bildband arbeitet. Er ist ständig auf der Suche nach neuen Motiven und außergewöhnlichen Aufnahmen. So begibt er sich eines Tages in einen nahe gelegenen Park. Dort beobachtet er ein Paar und ist, besonders von der Frau, fasziniert, weshalb er mehrere Fotos schießt. Doch die junge Frau bemerkt ihn und läuft energisch und verärgert, über das Tun von Thomas, auf ihn zu und verlangt umgehend die Negative. Grund: Es handele sich bei dem Mann, um ihren Geliebten und nicht um ihren Ehemann. Thomas weigert sich dennoch, ihr die Negative zu überlassen und vertröstet die Frau auf den nächsten Tag. Dann solle sie die Negative bekommen. Als Thomas nun die Negative entwickelt, studiert er die Bilder genau. Da entdeckt er, auf einen der Aufnahmen, einen weiteren Mann, der sich im Gebüsch versteckt haben musste. Nach mehreren Vergrößerungen, erschrickt Thomas. Der Mann hält in seiner Hand, eine Pistole. Hat Thomas vielleicht einen Mord unwissentlich vereitelt? Oder sogar einen Mord fotografiert? Ist auch er nun in Gefahr?
Neben einem wunderbaren Soundtrack und wirklich originellen Ideen, bezüglich einiger Szenen, wie Kameraeinstellungen, vernachlässigte, ob nun mit Intention oder nicht, Regisseur Michelangelo Antonioni dabei die Handlung des Films. Gefällt zwar die Grundidee, dass ein Fotograf zunächst, unbemerkt einen Mord mit seiner Kamera ablichtet und erst allmählich begreift in welcher Situation er sich tatsächlich befindet, unterlässt es jedoch der Regisseur, daraus einen zumindest in mancher Hinsicht, spannenden Film zu machen. Vielmehr präsentiert sich die Geschichte als Vorwand bzw. Aufhänger, den Zeitgeist der „Swinging Sixites“ mit der Kamera einzufangen. Zugegeben, erzeugen einige wenige Szenen, beim Zuschauer das Gefühl der Angst, lässt der Film, Spannung aufkommen. Beispielsweise als Thomas im nächtlichen, menschenleeren Park nach dem Leichnam sucht und der Wind durch die umher stehenden Bäume und Sträucher rauscht.
Doch bilden solche Momente leider die Ausnahme!
Überwiegend beobachtet der Zuschauer Thomas, wie er seinen alltäglichen Tätigkeiten nachgeht. Unabhängig davon ob nun Thomas dem Zuschauer gegenüber sympathisch oder unsympathisch erscheint, wird dies zunehmend ermüdend erzählt.
Mag nun „Blow-Up“ die Atmosphäre dieser Zeit gekonnt konserviert bzw. eingefangen haben, reicht diese Tatsache in der heutigen Zeit jedoch nicht aus, den Zuschauer zu fesseln. Reichlich Potential liegt in der Handlung und zahlreiche kluge Ansätze sind, ohne jeden Zweifel zu erkennen.
Es finden sich vielerlei Sinnbilder in „Blow Up“, wie zum Beispiel das Pantomimen-Tennisspiel. Ebenso findet sich das Thema, dass die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Illusion schleichend ineinander fließen, mit einem künstlerischen Anspruch dargestellt. „Blow-Up“ mag in dieser Hinsicht definitiv seine Stärken haben, dergleichen ist es um die Atmosphäre, das Lebensgefühl der „Swinging Sixties“ in London bestellt, die der Film wunderbar einfängt.
Aber abgesehen davon, überwiegen leider die Schwäche des Films: seine Langatmigkeit, das Fehlen von Spannung, kurzum eine fesselnde, faszinierende Handlung.
So bleibt es mir zumindest geradezu ein Rätsel, kann es nur partiell nachvollziehen, weshalb „Blow-Up“ solch ein gewaltiges Echo erfahren hat und zum „Kult-Film“ avancierte.
„Blow-Up“ präsentiert sich heutzutage dem Zuschauer, als angestaubter Zeitgeistfilm, der zwar durch ein interessantes Grundkonzept, Potential vorzuweisen hat, dieses aber, meiner Meinung nach, zu Gunsten „künstlerischer Langatmigkeit“ nicht nutzt, sondern vielmehr fast völlig verschenkt.
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niceeddy Sat, 08 Sep 2012 15:19:45 -0000
Kommentar löschenObwohl einige Dialoge und das Acting von David Hemmings immer wieder für Stirnrunzeln bei mir sorgen (eines Tages werde ich es kapieren), entfacht Blow Up immer wieder eine seltsame, unausweichliche Sogwirkung, der man sich nur schwer entziehen kann und bei jeder Sichtung mehr fasziniert. Ein Meilenstein!
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Le Samourai Thu, 06 Sep 2012 00:08:17 -0000
Kommentar löschenWas für eine Offenbarung! Seit knapp zehn Jahren endlich wieder gesehen und die skandalös zu wenigen 8 Punkte korrigiert. Jedes geschriebene Wort über Antonionis Ultrakunst wäre zu viel, "Blowup" muss man erleben, fühlen, wirken lassen. Und am besten laut, denn der fantastische Soundtrack ist von keinem geringeren als Herbie Hancock!
http://www.youtube.com/watch?v=zVZwnvTRpG0
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Punsha Thu, 06 Sep 2012 00:16:07 -0000
Antwort löschenHm, schade. Den wollt ich mir eigentlich demnächst mal gönnen...
Le Samourai Thu, 06 Sep 2012 00:17:14 -0000
Antwort löschenSoll heißen?
Na jetzt erst recht würd' ich sagen! ;)
Punsha Thu, 06 Sep 2012 00:19:15 -0000
Antwort löschenMit Ultrakunst lockt mich niemand. ;)
Le Samourai Thu, 06 Sep 2012 00:23:45 -0000
Antwort löschenIch befürchte in der Tat, dass du nicht allzu viel damit anfangen kannst...
Naja, ich bin gespannt! ;)
DeDavid Thu, 06 Sep 2012 00:30:26 -0000
Antwort löschenDu vergibst ziemlich häufig die Höchstpunktzahl, oder? :)
Punsha Thu, 06 Sep 2012 00:30:55 -0000
Antwort löschen@LS: Oho, das klingt nach einer Herausforderung. :)
Le Samourai Thu, 06 Sep 2012 00:51:29 -0000
Antwort löschen@ David: Nur bei Filmen, die es verdient haben. :) Aber um das "ziemlich häufig" mal zu bewerten: 52 von 1544 Filmen haben 10 Punkte. Das sind ziemlich genau 3,3%. Ich finde, das ist eine vertretbare Quote. ;)
DeDavid Thu, 06 Sep 2012 01:06:33 -0000
Antwort löschenJoa, passt. Bei mir sind es gerade mal 1%. ;)
Kasparle Thu, 06 Sep 2012 02:19:05 -0000
Antwort löschenHerbie Hancock Soundtrack? Kommt auf die Watchlist. Zusätzlich auch noch 10 Punkte von dir. Das Kann ja nur ein Fest werden: )
Filmsuechtiger Thu, 06 Sep 2012 04:25:09 -0000
Antwort löschenBei mir machen die 10er 0,0037 Prozent aus. :-D
lieber_tee Thu, 06 Sep 2012 06:08:08 -0000
Antwort löschenAn dem Film stimmt alles!
Le Samourai Thu, 06 Sep 2012 08:22:51 -0000
Antwort löschen@ Kasparle: Ist es auch! Da stimmt wirklich alles, wie tee so schön sagt. ;) Aber erwarte keinen gewöhnlichen "Erzähl"-Film...
@ Filmsuechtiger: :D !! Und dafür die 5er 80% ;)
Filmsuechtiger Thu, 06 Sep 2012 08:25:17 -0000
Antwort löschenNö, 62,2 %.
Le Samourai Thu, 06 Sep 2012 08:28:44 -0000
Antwort löschenHahaha, bei mir 5%!
lumpenerna Thu, 06 Sep 2012 09:30:50 -0000
Antwort löschenUltrakunst
Le Samourai Thu, 06 Sep 2012 09:38:36 -0000
Antwort löschenGewiss!
der cineast Thu, 06 Sep 2012 09:58:05 -0000
Antwort löschenLieblingsfilm...für Le Samourai also etwas was ihm ganz gut gefällt.
Le Samourai Thu, 06 Sep 2012 10:01:10 -0000
Antwort löschenHoho.
Le Samourai Thu, 06 Sep 2012 10:49:50 -0000
Antwort löschenGenau so sieht's aus, lieber Max. Mehr Lieblings-, weniger Hassfilme braucht das Land. ;) Ultrakorrekt von dir!
Filmsuechtiger Thu, 06 Sep 2012 11:07:07 -0000
Antwort löschen@Max: Bei mir ist es nicht so, dass ich aus Kalkül geize - die 9er sollen einfach nicht mit den besseren 10ern auf eine Stufe gestellt werden. Und die 8er nicht mit den 9ern etc.
Roco De Long Thu, 06 Sep 2012 11:33:19 -0000
Antwort löschenBei mir stehen nach wie vor die skandalösen 8 Punkte, da es mir teilweise tatsächlich zuviel Ultrakunst ist :)
Dennoch kann ich die 10 verstehen, vor allem wenn man den Film nach formalen Gegebenheiten betrachtet. Was die klare, spartanische und bis an die Grenzen der Perfektion durchdachte Bildsprache angeht, ist Antonioni wohl einer der besten Regisseure überhaupt.
Le Samourai Thu, 06 Sep 2012 11:53:33 -0000
Antwort löschen8 sind in der Tat VIEL zu wenig. :)
Formal ist BLOWUP die absolute Offenbarung, und für mich ist Antonioni neben Tarkovsky und Bergman der ABSOLUTE Meister der "bis an die Grenzen der Perfektion durchdachte Bildsprache". Schau mal DIE ROTE WÜSTE, kompletter Wahnsinn. Und Monica Vitti-Performance für die Ewigkeit...
Roco De Long Thu, 06 Sep 2012 12:12:10 -0000
Antwort löschenSteht auf der Liste! Ich muss die Antonionis nur dosieren, kann mir da nicht zuviele hintereinander reinziehen und brauche zwischendurch was Leichteres :)
Le Samourai Thu, 06 Sep 2012 12:29:54 -0000
Antwort löschenTzz du Crowdpleaser-Wohlfühl-Opfer. :p
Roco De Long Thu, 06 Sep 2012 13:32:45 -0000
Antwort löschenKlar. Bayern muss sich auch erst im Training mental vorbereiten und locker machen, bevor sie es mit Real Madrid aufnehmen.
Le Samourai Thu, 06 Sep 2012 14:11:14 -0000
Antwort löschenIn meiner derzeitigen Verfassung werde ich eh Champions League Sieger!
Roco De Long Thu, 06 Sep 2012 15:09:19 -0000
Antwort löschenBei Bet90 aber eher Kreisklasse. Oh-oh, ich bin weg...
Le Samourai Thu, 06 Sep 2012 15:15:32 -0000
Antwort löschenIch wurde soeben zum Hulk!! Zum Glück ist Neukölln soweit weg!
Brentano Fri, 07 Sep 2012 17:45:53 -0000
Antwort löschendas^sind also Filmkomments zu "Blow up"/ und mir werfen manche Unsachlichkeit udnFeren vom Thema in Blogs hier vor, aber immerhin mag Samourai diesen Film, da blitzt ja schon mal wieder etwas "Verstand", durch
Le Samourai Fri, 07 Sep 2012 18:45:52 -0000
Antwort löschenEy, bist du eigentlich komplett verblödet? Hör endlich mal auf, dauernd bei mir rumzutrollen und zu beleidigen. Es nervt.
Brentano Fri, 07 Sep 2012 19:37:45 -0000
Antwort löschenKarl = klar und bist also voll erwachsen und voll intelligent, aha?
Und dieses Forum ist dein Eigentum, sicherlich, oha?
Le Samourai Fri, 07 Sep 2012 19:53:03 -0000
Antwort löschenoha aha naja ja.
und du brauchst immer 5 versuche für einen eintrag, der dann trotzdem noch keinen sinn macht?
das forum ist sicherlich nicht mein eigentum. aber auch nicht dein ort, um wild rumzupöbeln!
Brentano Fri, 07 Sep 2012 21:42:41 -0000
Antwort löschenAha, wenn dich meine wilden Versuche (aka Überlegungen und Antworten) nerven, dann melde es dem Support, (too much mails) der wird das beheben, oder aha, aka, bla bla?
Roco De Long Sun, 09 Sep 2012 17:06:34 -0000
Antwort löschenHaha, jetzt hab ichs! Brentano ist der Typ aus der Reinigung in FIGHT CLUB: "Ich bin nicht befugt, Ihnen Informationen solcher Herkunft zu sagen, noch wäre ich, wenn ich Ihre Informationen haben würde, in dieser Lage, dessen imstande." :D
Le Samourai Sun, 09 Sep 2012 20:20:32 -0000
Antwort löschen:D
Brentano Sun, 09 Sep 2012 21:03:22 -0000
Antwort löscheneventuell
tilman62 Thu, 18 Oct 2012 22:17:01 -0000
Antwort löschenHerbert Hancock. Hatte mich d nämlich auch erst getäuscht. Aber die Musik ist trotzdem große klasse.
Le Samourai Thu, 18 Oct 2012 22:29:08 -0000
Antwort löschenVerstehe irgendwie nicht, was du mir sagen willst... :)
Brentano Thu, 18 Oct 2012 23:44:19 -0000
Antwort löschener meint wahrscheinlich "Herbie Hancock"
Le Samourai Thu, 18 Oct 2012 23:49:06 -0000
Antwort löschenJa aber das steht doch schon in meinem Kommentar?!?
Brentano Fri, 19 Oct 2012 12:42:11 -0000
Antwort löschentja
tilman62 Fri, 19 Oct 2012 14:17:55 -0000
Antwort löschenNein, es ist eben nicht Herbie Hancock. es ist Herbert Hancock!!! Herbert Hanckock. Nicht der große Jazz-Pianist und Komponist.
Aber der Titalsong ist trotzdem gut!
Le Samourai Fri, 19 Oct 2012 17:06:25 -0000
Antwort löschenAber selbstverständlich ist der Soundtrack vom "großen Jazz-Pianist und Komponist" Herbert aka Herbie Hancock!
http://de.wikipedia.org/wiki/Herbie_Hancock
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Kasparle Fri, 02 Nov 2012 14:58:19 -0000
Antwort löschenÜbrigens: Soul, Funk, Jazz, Fusion... reduziert das Genie nicht nur auf ein Genre; )
Le Samourai Fri, 02 Nov 2012 14:59:58 -0000
Antwort löschenVollkommen richtig! :)
lieber_tee Mon, 27 Aug 2012 00:33:18 -0000
Kommentar löschen“Some people are bullfighters, some people are politicians. I’m a photographer.”
http://25.media.tumblr.com/tumblr_lxl3cv0ulu1qe0eclo1_r1_500.gif
bedenklich? 15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
onyxxx11 Mon, 27 Aug 2012 01:01:50 -0000
Antwort löschen"...and I will make only a few innocent photos of you in my basement"
ezemeze Thu, 02 Aug 2012 18:37:30 -0000
Kommentar löschenDer Film handelt von Macht, Machtbesessenheit und und der Ohnmacht, diese Macht aufeinmal nicht mehr zu haben. Absolut genial !!!
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Brentano Sun, 08 Jul 2012 14:20:17 -0000
Kommentar löschenWas soll denn mal wieder dieser sehr beschränkte und beschränkende, dt. Untertitle "Ekstatze 67" dafür?
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
zophrenik Mon, 28 May 2012 23:09:20 -0000
Kommentar löschenSehr schöne Bildersprache.
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Brentano Sun, 08 Jul 2012 14:22:33 -0000
Antwort löschenzumal es um die "Sprache der Bilder" geht, initial
Kieke Thu, 19 Apr 2012 09:45:04 -0000
Kommentar löschen.. meiner Meinung nach zu oft zitiert.
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zophrenik Mon, 28 May 2012 23:07:43 -0000
Antwort löschenDas spricht nicht gerade gegen den Film. Ganz im Gegenteil, das ist eher ein Grund, den Streifen positiver zu bewerten.
Brentano Sun, 08 Jul 2012 14:22:57 -0000
Antwort löschensogar das
statist Sun, 08 Jan 2012 22:10:38 -0000
Kommentar löschenEine einzige hochspannende Meditation über das Sehen und die Möglichkeit, dass mit unserer Wahrnehmung etwas nicht stimmt. Über jede Szene könnte man Aufsätze schreiben. Besonders positiv hervorzuheben: Niemals stört eine überhebliche Musikuntermalung - wenn Musik, dann nur Original bzw. von der gerade aufgelegten LP oder dem Autoradio. Ein Krimi. Eine Philosophievorlesung. Ein Genuß. Nur konsequent, dass auf der DVD auch die Möglichkeit besteht, den Film nur mit der Musik als einziger Audioquelle zu wählen. Unglaublich, wie dabei die Bilder ihre ganz eigene Melodie entwickeln. Schöne Ironie im Film übrigens, wenn der "Held", ein Fotograph, als Trophäe von einem Rockkonzert einen abgebrochenen E-Gitarrenhals (für ihn wertlos) auf die Straße wirft.
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Sigmund Thu, 04 Aug 2011 17:22:52 -0000
Kommentar löschenPrivate Filmgeschichtchen, Folge 6:
BLOW UP gehört zu den lebendigsten Filmerinnerungen aus meiner Kindheit. Ich war 10 oder 11 und habe ihn heimlich in meinem Zimmer geschaut, weil er ziemlich spät abends lief. Man muss sich das so vorstellen, dass ich wegen unserer hellhörigen Wohnung und mangels Kopfhörern den ganzen Film lang in einem Abstand von etwa 30cm vor dem Fernseher kniete. Aber es hat sich gelohnt.
Denn die Kombination aus verbotenem Fernsehen, vergnügungssüchtigen Fotomodels und genialischem Zoom-Suspense vermischte sich in meinem vorpubertären Zustand zu einem unvergesslichen Faszinationscocktail. Natürlich hatte ich damals nicht den blassesten Schimmer von den vielfältigen Reflexionsebenen dieses Werks oder seiner gleichnishaften Sinn- und Wahrheitssuche. Aber die Kunst des Mediums Film, mich zu packen, zu inspirieren und mit einer ungeheuren Energie aufzuladen, ist mir spätestens damals bewusst geworden.
Das Plakat hängt heute in meiner Wohnung.
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spanky Fri, 05 Aug 2011 10:29:26 -0000
Antwort löschenSuper! Ich liebe solche persönlichen Storys! Mehr davon bitte. Und: Ich hab das Plakat auch. Eines der schönsten Filmplakate überhaupt.
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Sigmund Fri, 05 Aug 2011 10:49:17 -0000
Antwort löschenJa, das Plakat ist echt wun-der-schön.
sebastianxxx Wed, 20 Feb 2013 09:05:49 -0000
Antwort löschen... schöne Kindheitsgeschichte ... das kennt man irgendwie - aber nicht unbedingt mit "BlowUp"
eXonic Sun, 17 Jul 2011 13:30:57 -0000
Kommentar löschenWas ist Realität? Können Bilder sie festhalten? Ist sie objektiv oder ist die Wirklichkeit für jeden anders definiert?
Ein Foto, ein Moment ist ausschlaggebend dafür, dass sich in einem Mann etwas bewegt. Thomas glaubt, zufällig einen Mord bezeugt zu haben, aber ist das, was er auf seinem vergrößertem Bildausschnitt sieht, wirklich das, wofür er es hält oder sind es nur Licht und Schatten, die ihm einen Streich spielen? Egal, er ist überzeugt, denn tief in seinem Inneren herrscht die Sehnsucht, etwas Neues, Aufregendes zu erleben. Im Alltag führt er nämlich einen erbitterten Kampf gegen die fortwährende Langeweile und Verzweiflung. Allerdings ist es ein schwieriges Unterfangen der allgegenwärtigen Oberflächlichkeit zu entfliehen, da gerade diese als Modefotograf seinen Lebensunterhalt sichert.
Sein Beweisfoto untersucht er mit einer Besessenheit, um die Wahrheit ans Licht zu bringen und die Lügen, die er ansonsten immer festhält, beiseite zu schaffen. Doch in seinem Wahn, wirklich etwas sehen zu wollen, erreicht er lediglich das genaue Gegenteil und manipuliert das Geschehen in seinem Sinne, was sich auf den Zuschauer zu übertragen scheint und dieser selbst nicht mehr zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden imstande ist. Wichtig ist es also, sich auf seine eigenen Sinne zu verlassen und nichts, was uns die Medien vorgaukeln, einfach so hinzunehmen, ohne es zu hinterfragen.
Anders als es die Inhaltsangabe vermuten lässt, ist „Blow Up“ kein spannender Thriller um die Suche nach einem Mörder, sondern vielmehr ein tiefer Blick ins Innere einer sich entfremdenden Seele, der von Michelangelo Antonioni ruhig, bildgewaltig und fesseln inszeniert wurde und den Zuschauer geschickt mit dem Schein-Sein-Spielchen zu verwirren weiß.
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patcharisma Sun, 31 Jul 2011 00:04:07 -0000
Antwort löschenAlso, das ist ein schlimmer Chauvi-Film, Entschuldigung! Und Dein Comment ist auch sehr verklärend...
eXonic Sun, 31 Jul 2011 08:02:22 -0000
Antwort löschenNächstes Mal mach ich's besser. :( Aber deine Abneigung sei dir natürlich gestattet!
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Le Samourai Wed, 05 Sep 2012 20:55:25 -0000
Antwort löschenDas ist ein verdammtes Meisterwerk und exonics Kommentar ist Weltklasse!
eXonic Wed, 05 Sep 2012 22:13:52 -0000
Antwort löschenDanke. ^^
THE_JUDGE Sun, 19 Jun 2011 20:15:58 -0000
Kommentar löschenZeitverschwendung. Langatmig, inhaltslos und spannungsfrei. Nicht einmal als Dunkelkammerlehrfilm zu gebrauchen. Mit einer Großformatmat-Kamera Abzüge fotografieren um noch mehr Details zu erhalten? Völliger Sprühstuhl. Das minimale gekiffe und die paar nackten Tanten reißen leider auch nicht viel. Aber ich sollte mich wohl mäßigen, immerhin ist das ja malwieder ein Klassiker was?
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Jaliju Mon, 20 Jun 2011 07:41:52 -0000
Antwort löschenWieso dann ganze 4,5 Punkte?!
THE_JUDGE Mon, 20 Jun 2011 08:02:20 -0000
Antwort löschenAch weißte, im unteren Punktebereich fällt es immer ein wenig schwierig zu differenzieren, ob 2,5, 3,5 oder 4,5 es macht keinen großen Unterschied. Man sieht, der oder die fand den Film schrottig und es ist gut. Ok, vielleicht wäre "ärgerlich" besser als "uninteressant" aber ich kann mir meistens nicht merken, welche dieser Adjektive welcher Punktzahl entspricht. So, darf ich jetzt auch fragen warum du dem 8 Punkte gegeben hast, oder bist du mir da keine Rechenschaft schuldig ;)?
Jaliju Mon, 20 Jun 2011 08:18:18 -0000
Antwort löschenIch fand den super von der Stimmung, wenn auch langsam. Ebenso wie die Darstellung des gefühlskalten Modefotografen aus den 60ern, und das Ende fand ich richtig richtig gut!!!
THE_JUDGE Mon, 20 Jun 2011 08:27:29 -0000
Antwort löschenOk, mich hat der Typ einfach nur angekotzt mit seinem arroganten Verhalten muß ich sagen. Von der Kameraführung und den Einstellungen war der Film teilweise auch gut, aber ich hätte einfach inhaltlich ein wenig mehr erwartet. Naja mit dem Ende weiß ich nicht so recht, aber wenn du jetzt doch auf die Darstellung von gefühlskalten Persönlichkeiten abfährst, dann guck doch mal bei Menschenfeind rein, da kommst du voll auf deine Kosten ;).
Brentano Sun, 08 Jul 2012 14:28:03 -0000
Antwort löschenWer so "jung" ist wie du, könnte sich woanders "auskxxxxn" und nicht seine pubertäre Übeellaune an wirklich guten Filmen auslassen, aus Unerfahrenheit, Unverfrohrenheit Unkenntnis, Ignoranz und offensichtlichen Widerwillen gegen "die Welt" , um diesen Film einfach nur niederzubürsten, sondern "Argumente" anfügen, wozu du aber noch nicht bereit zu sein scheinst, das gesamte Leben ist eine Zeitverschwendung, von einer "höheren" Warte aus betrachtet, übrigens, ..
??
THE_JUDGE Fri, 07 Sep 2012 15:26:48 -0000
Antwort löschenRuhig Blut!!!
Brentano Fri, 07 Sep 2012 17:42:33 -0000
Antwort löschenund du?
THE_JUDGE Mon, 10 Sep 2012 20:08:08 -0000
Antwort löschenAha.
Brentano Mon, 10 Sep 2012 20:39:05 -0000
Antwort löscheneben
tilman62 Thu, 18 Oct 2012 22:19:15 -0000
Antwort löschenYeah, Blowup, guter Film! Man sit eben einfach heute diese langatmigkeit und das ruhige was dieser Film ausstrahlt nciht merh gewöhnt
Brentano Thu, 18 Oct 2012 23:46:12 -0000
Antwort löschenlangatmig = dh. bewusste Beschäftigung mit einem Sujet, anstatt diesem "angeblich" kunstvoll, "schnittig" auszuweichen, aha?
Patte Sat, 27 Oct 2012 15:12:06 -0000
Antwort löschenwtf
Brentano Sat, 27 Oct 2012 16:27:36 -0000
Antwort löschen@ patte - sehr "gossig" deine Ansage, wo kommst du her aus der Bronx?
Patte Sun, 04 Nov 2012 15:21:56 -0000
Antwort löschenyo fo shizzl
sebastianxxx Tue, 19 Feb 2013 21:39:23 -0000
Antwort löschen... ich glaube das heutige Publikum ist häufig an Filme gewöhnt (speziell aus Hollywood) die die Netzhaus permanent mit visuellen Effekten bombadieren und die Ohren ebenso ... ein so subtiler Film wie "Blow Up" kann dann gar nicht mehr goutiert werden ... schade ...
wer ständig mit Chillisauce würzt dessen Geschmacksnerven sind halt irgendwann hinüber ...
Brentano Tue, 19 Feb 2013 21:42:55 -0000
Antwort löschenund anderes, Deutschland ist doch eher eine mittlere Kulturwüste und sich über einen intellektuell anspruchsvollen Film wie über ein ödes Fußballspiel auszulassen, ist doch normal hier, der Trainer war es , hat das Team nicht gut genug trainiert für den FilmPokal, .. etc.
sebastianxxx Tue, 19 Feb 2013 22:00:22 -0000
Antwort löschen... also ich mag und mochte "Blow Up" sehr ...
sebastianxxx Wed, 20 Feb 2013 09:04:14 -0000
Antwort löschen... aber ich glaube Leute, die mit "Bow Up" nix anfangen können, gab's in den 60er/70er Jahren auch schon ...
Brentano Wed, 20 Feb 2013 14:47:24 -0000
Antwort löschenja die besagten Fußball Fans und ähnliche Feingeister, allgemein gesagt ist das literarisch sensible, feinfühlige niveauvollere Denken nicht das, was man generell in Deutschland antrifft, Hier gibt es wenig sensible Analysten was intellektuelle Themen und Sujets angeht, sondern eher die, welche sich brachial freuen, das die Reifen breiter werden, der Hubraum ihres Wagens sich vergrößert oder neue Alu Felgen auf dem Markt sind, etc. und das wird dann in entsprechenden, wichtigen überregionalen Fachorganen sehr detailliert, auffällig, freudig und Flächen deckend, bereitwillig diskutiert, ... etc.
tilman62 Wed, 20 Feb 2013 21:56:20 -0000
Antwort löschenach brentano halt einfach deine klappe mit deinem unfassbaren Pseudointellekt, du gehst allen auf die Nerven.
Brentano Thu, 21 Feb 2013 10:54:50 -0000
Antwort löschen@tillman so habe ich es gerne, erfreut mich sehr, entprechend gereifte Leute anzzutreffen, die ausser Stroh und einfältiger, affirmativer Konsumentenhaltung nichts zu bieten haben,
Daher ist es ja auch äusserst gut und praktisch für jene, das sie wie Mastvieh gehalten und mit allem was geht, abgezockt und verwertet werden. Klassische Bildung braucht man nicht in mehr Deutschland, da es kaum noch etwas zu bilden gibt, lästige Intellektuelle hat man ja früher schon gerne entsorgt, da man mit jenen kaum über Fußball-Liga, Sportfeste, u.ä. "reden" konnte, .. wenn Leute wie du über niveauvolle Filme und geistige Vermittlung abhetzen, dann nehme ich es mir raus, dein Lebensumfeld zu reflektieren, ...
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tilman62 Thu, 21 Feb 2013 10:59:15 -0000
Antwort löschenWenn du dich vielleicht nochmal erinnerst, dann ist dir sicherlich bekannt, dass ich nciht über den Film abhetze sondern ihn großartig finde.
Aber Brentano, wenn du so unfassbar schlau bist und scheinbar mit deinem harten Intellekt über all unsere Kommentare herausrgst - und sowieso scheinst du ja zu glauben, dass deiner schlauen Ader kein Mensch gewachsen ist - , wieso musst du dann deinen Intellekt in diesem Filmportal rauslassen?
Warum nicht gleich im Bundestag oder wie wäre es mit einer kleine Prise Welteroberung, das müsste doch für dich ein Kinderspiel sein. Dann wäre die Welt doch gleich viel besser, nicht ?
Brentano Thu, 21 Feb 2013 11:28:02 -0000
Antwort löschenTheorie- und Praxisvermittlungsabsicht in Foren wie MP
Im Bundestag etwas bewegen ja sicher! Mach du das, du hast wahrscheinlich eher die schweigende Mehrheit im Rücken. In der kulturellen Vermittlungsabsicht muss man unblasiert dahin gehen, wo es weh tut. Nicht geschmäcklerisch, nur bezahlte abgekartete KommerzShows und Quoten im TV machen, sondern zu den Leuten gehen, hier in die Foren wie MP, der Welt und dem (Un-?) -Geist auf den Zahn fühlen und die sozialpolitische Lage anhand von (Resten an-) Vermittlungsabsicht in Filmen diskutieren, … und herauskitzeln
Das ist ein Versuch von Aufklärung und wenn es schmerzt, ist es noch besser. Real Satire ohne Bühne und live dabei. Was im Bundestag auf beheizten Sitzen von bezahlten Parteischergen abgezogen wird, ist zwar auch Kino jedoch eher Bauerntheater und aufgeblasene Laieninszenierung, auf dem Niveau kann man nichts erreichen (was ich zwar auch im kleinen versuche, aber dort stößt man an andere Grenzen, als hier) ,....
Ich mache das auch „gerne“, um nach Inspiration für eigene Texte zu fahnden, aber dabei kommt seltener etwas wertvolles 'raus derzeit, da wenige ihre Situation zu artikulieren vermögen und über den eigenen Tellerrand hinaus blicken, da sie ja mit erheblich „Wichtigerem“ (also ihrer kommerziellen Scheinexistenz) belastet sind und werden, … ja Danke der Nachfrage
conker Thu, 02 Jun 2011 21:51:10 -0000
Kommentar löschenKlasse Film. Das Setting ist super und der Hauptdarsteller ein absoluter Sympat!
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Sigrun Wed, 01 Jun 2011 06:32:26 -0000
Kommentar löschenEin Film voller Merkwürdigkeiten. Ich liebe die Idee mit dem Propeller und die Tennis-Pantomime.
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churchdogem Fri, 22 Apr 2011 11:52:59 -0000
Kommentar löschenDieser Film zeigt, warum man beim Film immer vom Perzipienten - oder neutraler vom Zuschauer, jedenfalls nicht vom Rezipienten - sprechen sollte. Bedeutung entsteht immer erst im Kopf des jeweiligen Betrachters. Hinzu kommt, dass Wahrnehmung nicht immer auf Fakten beruht. Wenn man so möchte, hört und sieht unser Gehirn zurecht. Kann etwas nicht eingeordnet werden, so wird ergänzt oder weggelassen, um dem bekannten Muster zu entsprechen. Auf sehr intelligente Weise bricht Antonioni diese Thematik herunter. Sehr schön ist außerdem, dass Protagonist und Zuschauer über die Laufzeit ein Bündnis eingehen, welches durch das Verschwinden des Protagonisten am Ende besonders bestärkt wird und den Film sehr subtil die Frage stellt, "und was hast glaubst Du?"
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