Mulholland Drive

Mulholland Dr. (2001), FR/US Laufzeit 146 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama, Kinostart 03.01.2002

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7.8
Kritiker
78 Bewertungen
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7.3
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218 Kommentare
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von David Lynch, mit Naomi Watts und Dan Hedaya

Ein Autounfall auf dem Mulholland Drive bewahrt ein dunkelhaariges Glamourgirl davor, in einer Limousine erschossen zu werden. Benommen taumelt die junge Frau als einzige Überlebende vom Ort des Geschehens nach Los Angeles herunter. In einem unbewohnten Appartement findet sie Unterschlupf. Doch am nächsten Tag zieht hier die frisch aus der Provinz angekommene Betty ein. Naiv und fröhlich träumt Betty von einer Hollywoodkarriere als Schauspielerin. Als sie die Fremde im Haus ihrer Tante entdeckt, glaubt sie, dass es sich bei “Rita” – so nennt sich das namenlose Unfallopfer – um eine Freundin der Familie handelt. Doch wer Rita in Wahrheit ist, weiß keiner, nicht mal sie selbst: Bei ihrem Unfall hat die schöne, dunkelhaarige Frau ihr Gedächtnis verloren. Gemeinsam versuchen die beiden Frauen, Ritas Identität zu enthüllen. Parallel dazu ereignen sich auch in anderen Ecken der Stadt verworrene Begebenheiten. So stellt sich zum Beispiel ein Auftragskiller bei der Erledigung eines Mordes so unprofessionell an, dass sich in einer Verkettung grotesker Umstände bald ein paar Leichen häufen. Als ein geheimnisvoller Name in Ritas unklarer Erinnerung auftaucht, führt dies nur noch tiefer hinein in ein undurchdringliches Geflecht aus Liebe, Eifersucht, Sex, Macht und Geld. – Willkommen in Hollywood, Los Angeles, der Stadt der Engel.

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Cast & Crew


Kritiken (6) — Film: Mulholland Drive

Timo K.: Blockbuster Entertainment

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7.0Sehenswert

Die Straße der Finsternis wird von dem Begehren gesäumt, das Provinzielle gegen das Üppige auszutauschen. "Mulholland Drive" ist die Fantasie der traurigen Engel in der Abstellkammer des Himmels, ein Hollywood der desillusionierten Fratzen und lieblosen Küsse offener Augen. In seiner Hommage und Fülle selbstreferentieller Archetypen bewegt sich Lynch kulturübergreifend in einem deterministischen Traum-Essay über die bloße Ideologie einer stichprobenartigen Kino-Sezierung hinweg, in dem die Ebenen des Wach- und Tagtraumzustandes durch das Einschlafen und Wecken in zwei formal voneinander abgegrenzte Hälften unterbewusst miteinander verknüpft werden. Indem Lynch die Haltestellen der Chronologie überfährt, sortiert er die Stimmungen der Farben und Objekte zur Illusion über die Logik. Frauen und Identitäten und Scheinidentitäten und Wunschidentitäten. Ein Traum der Wärme in der Dunkelheit.

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SoulReaver: CinemaForever

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9.0Herausragend

[...] Die Traumfabrik wird auseinandergenommen, die Odyssee aus Sex, Charme, Wahnsinn, Andeutungen und undurchsichtiger Dunkelheit endet in einem verstörenden Fassadensturz, der keine Antworten geben will und sich auch nicht wie ein Reißverschluss zusammenfindet, sondern im einsamsten, schmerzhaftesten und ausweglosesten Moment konsequent die Augen schließt und nicht mehr öffnen wird. [...]

Kritik im Original 24 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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10.0Lieblingsfilm

Dieser Film ist ein Muss. Zumindest für alle, die den mysteriösen Nervenkitzel lieben, sich gerne auf parapsychologische Pfade begeben und schon immer auf einen anspruchsvollen film noir mit lesbischer Liebeshandlung gewartet haben. Zwar gibt es in Mulholland Drive viele Parallelen zu Lost Highway, dennoch hat David Lynchs jüngstes Meisterwerk, das noch rätselhafter und undurchsichtiger wirkt, einen völlig neuen Charakter.

Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Evie: www.inderzange.de

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1.0Ärgerlich

David Lynch muss man lieben oder hassen.
Ich hasse ihn!

9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten

philopee

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Also, 2 Jahre später ist Lynch jetzt mein ziemlich Favorit und Mulholland Drive einer meiner absoluten Lieblingsfilme


sebastianxxx

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Wie kann man diesen Film bloß hassen - ich finde ihn einfach genial und habe mich schon mehrfach vor D. Lynch verneigt :-)) Masterpiece ... "Mulholland Drive" ist meiner Meinung nach zugleich ein raffinierter Abgesang auf Hollywood, zelebriert dessen Dekonstruktion abgrundtief und - jetzt kommt das eigentliche unglaubliche Kunststück - D. Lynch erschafft und mystifiziert es auf fantastische Weise neu ... Triumpf auf der ganzen Linie ... ich habe auch in keiner Weise den Eindruck, als ginge es D. Lynch ums profane "Geldscheffeln" wie oben beschrieben ... da gibts doch wirklich ne ganze Latte von US-amerikanischen Regisseure/Produzenten die unter Extrem-Verdacht stehen ... aber D. Lynch wohl zuletzt ... und selbst wenn er damit Geld verdient - hat er es doch im wahrsten Sinne des Wortes verdient :-)


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10.0Lieblingsfilm

MULHOLLAND DRIVE spielt mit Kameraeinstellungen, Schauspielerinszenierungen, Genreverweisen und Musik verschiedener Epochen; der Film strotzt vor Einfällen und wunderbaren kleinen Szenen, die für sich selbst stehen. Eine Feier des Kinos.

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

alviesinger: bummelkino

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5.5Geht so

Atmosphärisch dichtes Verwirrspiel: Drehe einen Streifen chronologisch, zerfetze ihn am Schneidetisch und lass die Zuschauer im Dunklen.

6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

patcharisma

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Das Schlimmste daran ist die gestrrrrrrrrrrrrretchte Filmlänge ....


sebastianxxx

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... wenn es so einfach wäre ... nein nein ist es nicht ...



Kommentare (212) — Film: Mulholland Drive


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craax

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ausnahme: im Folgenden ein so wie selten unbeschönigter uneingeschränkter !SPOILER. Unbedingt erst NACH Film-Sichtung inspizieren!

„Betty“ ist Teil einer gepaltenen Persönlichkeit : mit ihrem „fühligem unwissenden“ Alter Ergo „Rita“ zusammen bildet sie den hellen „verständigen Verstandes“part der „wahren“ Persönlichkeit DIANE SELWYNs,- deren (eigene) Identität die beiden Abspaltungen – und den fatalen Grund dazu- herausfinden müssen.
Der ‚Grund‘ der zeitweiligen Persönlichkeitsstörung (in den verstandes-und gefühlsmäßigen Anteil) besteht in Verstrickung in unerträgliche Schuld (die „unterdrückt“ sich windende (Frauen)gestalt unter einer Decke in einer der Einführungssequenzen): Diane Selwyn wurde emotional ‚schuldig‘ durch das Anheuern eines bezahlten Killers, der ihre Geliebte Camille (Gestalt der emotionalen Rita) ermorden sollte und jener auch tatsächlich in der Tat ausführte. (Der gräßliche Moment des Schuldig-Werdens durch diese Beauftragung – die in einem schäbigen Lokal erfolgte- ist ein ständig wiederkehrendes,- in seinen Einzelaspekten rekapituliertes Filmoblivion).
Grund für den Auftragsmord ist Eifersucht, beruflich wie privat; denn Diane, die als Landpomeranze, den Kopf voller Traum-Rosinen (so beginnt der ‚eigentliche‘ zusammenhängende Film nach mehreren Präpositionen) zur Eroberung der Filmmetropole Los Angeles antrat (anläßlich der Gelegenheit eines von einer "verreisten" Tante -ererbten Appartements (jener „wahren“ No.12,- NICHT No. 17! ),- jene ungewachsen unvorbereitete zugeflogene Diane, mit nichts belegt als einem gewonnenen Jitterbug-Wettbewerb daheim als traumaufschäumendem Rüstzeug für einen übel vertrackten Filmmetropolen-Moloch (//kein Wunder/, das einige dies als Lynchs Systemkritiksatire auf den Traumfabrikmechanismus lesen, obwohl weit mehr drin steckt,- vielleicht gar das postulierte Aufstecken auch des gutgezogensten vergleichsweisen Winzwesens vor dem aus-ansaugenden etwaigen Forderungskomplex der 'Moderne'//),- diese naiv-ehrlichbemüht-gutgeartet-optimistische "Betty"-Diane' mußte das komplette Scheitern ihrer hochherzigen Ambitionen ("an der Wirklichkeit") erleben: Camille (ihre ihrer Überzeugung nach weniger begabte Schauspiel-Kolleg-Konkurrentin-dochGeliebten,- schläft sich an ihrem überlegenen ‚Talent‘ (doppelbödige Vorsprech-Szene!) als Charakterdarstellerin - -schlicht vorbei nach oben,- in stetig wechselnden opportunistischen Liasons,- zum Beispiel mit ihrem derzeitigen Regisseur-Steigbügelhalter-Benutztem (der sie Diane im Casting vorzog). Als sie (Diane) auch noch feststellt, das sie als (unnütz gewordene) Geliebte abgelegt ist,- brennen ihr, hoffnungslos ernsthaft verfallen „liebend“,- die Sicherungen durch: sie heuert, elendiglich, den wahrlich schäbigen (schon wieder!) Killer, der Camille schnöde ermordet – und verfällt, in lastende Schuldgefühle verstrickt, in eine zeitweilige Verdrängungs-Schizophrenie, aus der sie etappenweise – auf welchem Weg der Film einsetzend sie begleitet – die Wahrheit aufklärend wieder zur (schrecklichen) Realität zurückfindet und Stück für Stück (in genialen Film-Drehbuchsequenzen, von -"Blue Box" (unterbewußte Identitätsgewißheit enthaltend),- bis -Theatro Silencio!) entdeckend -erwacht. Jene schreckliche Realität: das ihre geliebte (und katastrophal entbehrte) Camille tot ist, zerstört durch eine gräßliche „Killer“-Tat, welche sie selbst, verblendet durch allerlei Verführungsträume (von „großem Publikumserfolg“,- verschlüsselt im „lächerlichen‘ schmeichelnd-angepaßt-ahnungslosem Ehepaar, ihrer Flugbegleitung, grotesk dämonisiert entlarvt wiederkehrend zur Schluß-Selbstentdeckung)- in Gang gesetzt hat. Ihre drängende furchtbare Schuld nicht ertragend (und während die Schlinge der auch polizeilich nicht grundlos zu befürchtenden Aufklärung um sie herum sich zusammenzieht) begeht sie, in ihrem tatsächlichen (mit nüchternen Augen betrachteten unendlich tristen Appartement No.12, das „in Wahrheit“ keinem Vergleich standhält mit der idealisierten Wahrnehmung Bettys in ihrem „Tanten“-Appartements zu Beginn des Films) – begeht Diane, auf dem Bette liegend, Selbstmord – und verschmilzt in ihren letzten klaren Augenblicken, der Wahrheitserkenntnis, wieder mit Betty+Rita – oder vielmehr: diese verschmelzen zusammen wieder klarwerdend zu der (einzahligen) Person, die sie ‘eigentlich‘ ist: DIANE -Selwyn.
Der Film zeichnet die (Selbst-)Aufklärung einer zeitweiligen Schizophrenie (fast lehrbuchmäßig) nach: ausgehend von (einer der) abgespaltenen Persönlichkeit(-en), hier Bettys,- als des ‚lenkenden‘, beschönigend-doch ehrlich bemühten -aufklärenden, Verstandes-Anteils ( e i n e r Person, Diane’s) – und deren anderem, gefühlsmäßigen, untrüglichen, unbewußt-emotionalen Anteils: Rita (die konsequent natürlich die Gestalt ihrer /Dianes/ Liebesemotion trägt: Camille's).

Jede einzelne Einstellung in diesem grandiosen Film (der eine ungeheure Empathie- und Mitleidsleistung enthält &bewirkt) ist weder willkürlich noch zufällig,- sondern genaues und nur hierher und in seine chronologische Einzel-Beitragsstellung minutiös passendes exaktes Puzzlestück,- der Selbstklarwerdung (Bettys+ Ritas auf dem Weg zur Erkenntnis,: D i a n e -zu sein). Jede Menge ins (unterbewußte wahrheits-ver-zurückdrängende) Gedächtnis /Dianes) gebrannte Erinnerungs-Detail (vor allem der Schlüssel-Killer-Anheuerungsszene) kehrt in (mitunter absurd) verfremdeter Form zurück: der !blaue (B l u eBox!)Alu-Haustürschlüssel-Tat-Erweis (eindrücklich zum Schluß auf dem Couchtisch das Zeitebenen-Geschiebe entlarvend),- das vor ihm (dem Killer) auf dem Lokaltisch liegende schwarze Notizbuch (das er in einer unendlich komischen vergeblichen Szene zurückerobern - dem sich steigernden übertölpelnden Lügen-Hinweis, der (unmöglich) Wahrheits-Durchdringen verbergen/ entziehen möchte), das hinter dem Lokal lauernde gräßliche unpassende Ungeheuer (der S c h u l d ,- eigentlich des Schuldig-Geworden-Seins, im Moment des nachträglichen Erkennens).
Ich liefere hier (mit ähnlich schlechtem Gewissen) eigentlich nur den nicht-blauen-, sondern blankgerauhten Schlüssel: ins Schloß dieses herrlichen Films stecken und aufklicken müßt ihr schon selbst – und habt immer noch jede Menge versprochenen (auch Spaß)Gewinn dabei. Natürlich ist das Spoilering der übelsten Sorte: und ich bin für etwaigen Protest nicht unempfänglich. Ich weiß nur, das mir der Film, trotzdem, mit jedem Schauem – und Verständnis – m e h r Wissens- Spaß macht, weil er
perfekt
ist. Einer des besten Dutzends, die je gedreht wurden. Und die Bewunderung darüberhinaus ob der Makellosigkeit des ausgefeiltesten Drehbuchs, das je (meinseits) das Vergnügen hatte, mir bekannt zu werden, überwiegt den bohrenden (und horrenden) Reiz, womöglich vergeblich zu entschlüsseln,- ohne drauf zu kommen. Sagt mir bescheid, wenn ich irre; darin,- das es besser sei, nicht zu wissen,- sondern selbst herauszufinden. Es ist so verschachtelt, das man womöglich sterben würde, ohne drauf zu kommen; was ich schade finde. So ein Unglück hat der großartige Film (und sein faszinierter Betrachter) nicht verdient. Deswegen
#.

Im Übrigen : werden – vermutlich die Mehrzahl /wird – der Leser selbst nicht glauben, was hier geschrieben zu lesen steht,- sondern die eigene Version vorziehen. Es ist, von Herzen, gegönnt, und beglückwunscht. Denn es ist, faszinierend, die Beschäftigung mit einem der größten Film-Kunstwerke, aller (bisherigen) unbestrittenen Zeiten,
/und mein persönlich datobezwungener Rubikon: mich dem Film, als eigenwertiger vollständiger Kunstform-Anerkennung, generell angehoben mittlerweile, nicht nur als Ausnahme,- nicht länger zu verwehren.

Abschluß: nicht Lynch's Hollywood-Satire, vielleicht auch nicht einmal s.o. unausweichliches Überforderungs-Scheitern des noch so gut-normal durch nichts-vorbereiteten Einzelwesens durch eine überkomplexe sittlicherodierte Moderne: vielleicht steckt in diesem höchsten Film-Werk (neben unendlich Detail-Reichtum-Aussagekraft): der schlichte gründlichste fühlbare Erweis, wohin die Straße mündet, die als beschönigender Selbstbetrug: Unehrlichkeit /sich selbst gegenüber/ beginnt, das perverse Heut-Gewordene auszuhalten und sich einzugestehen: letztlich -notwendig - münden muß: welches die -letzt konsequente Frucht des Selbstbetruges,- aus wieviel verständlichen und einfühlsamen Gründen auch immer-, schließlich grausam uns werden wird. Gründlicher kann eine Warnung, bei gleichzeitig aufgebrachtem unendlichen Verständnis, gar Verzeihung, nicht ausfallen: Mitleid,- und Einsicht, und Mut.

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Demine

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Jetzt möchte ich unbedingt nach langer Zeit nochmal diesen Film sehen und meine eigene Interpretation des Ganzen mit deiner vergleichen. Danke für den sehr ausführlichen, interessanten Kommentar :)


mralehandro

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Wahnsinns Film und wahnsinns Kommentar, genau so ist es! :D
Hast abe rne recht schwer nachvollziehbare Ausdrucksweise :D


FelixxMüller

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

„It’s a lot like music.
Music, they say, is an abstraction. It is far away from words.
People want to have an easy understanding of a film, whereas with music they don’t have that problem. There’s not an intellectual thing going on, it’s just an experience.
But film has those same elements of just experience. Plus, film can say abstractions that can be intuited. So you use your intuition. And then an understanding comes inside you.
I think people should trust the understanding that comes to them from the experience. It may be hard to take what’s inside of you and tell it to your friends in words, what that is. It’s like a dream. Imagine you tell your friend a dream and you can see in his face that he doesn’t understand…
The words fail you, but still you know inside.
It’s not that difficult to understand if you trust that inner feeling.”

-David Lynch

Ich denke jedem bleibt selbst überlassen, welche Ideen, welche Eindrücke und welche Erkenntnisse er diesem Film abgewinnt.
Für mich jedenfalls war es ein wahrhaft großes Filmerlebnis.

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FelixxMüller

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Kann ich nur zustimmen ;)


mralehandro

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Ich auch!


Melle2807

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Bewertung9.5Herausragend

Nun schreibe auch ich Anlässlich dieses Werkes meine erste Rezension. Gestern habe ich diesen Film gesehen, und meinen Verstand "lynchen" lassen...

Vielleicht gibt es Menschen, die DIE Lösung gefunden haben. Für mich ist es ein Film, der nicht gedreht wurde, um ihn zu verstehen, um eine Auflösung zu finden.
Ein Film, der 146 Minuten fesselt, den Zuschauer (jedenfalls mich) in der kühnen Hoffnung lässt, am Ende die Fragezeichen zu beseitigen, den großen Aha-Effekt zu erleben um dann die Genugtuung der Rätsel-Lösung genießen zu können und in Ruhe einzuschlafen... Pustekuchen! Stattdessen sieht man sich mit einem Rätsel konfrontiert - Kurzum: Ein Film, der mit dem Abspann nicht endet, sondern Stunden, Nächte, Tage oder Wochen weiterläuft.

Er ist besagtes Rätsel, doch der Sinn eines Rätsels besteht in dessen Lösung - dachte ich. Jedoch vergisst man gelöste Rätsel mit der Zeit. David Lynch schafft es hier nicht nur mich zu unterhalten, sondern meine Interpretation von einem Rätsel zu verändern. Der Weg ist das Ziel. Der Zustand der inneren Aufgewühltheit und Ratlosigkeit, die Gedanken, die hin und her springen, auf der Suche nach dem Ausgang, der Lösung. Einfach nur das Fragezeichen und der persönliche Umgang damit.

Sicher gibt es Leute, die unbefriedigt diesen Film beenden werden, wer will es ihnen verübeln. Wer Glück hat, verwandelt den Frust über die scheinbar unlösbar verworrende Geschicht in Freude an der Fragestellung. Der Weg ist das Ziel - auch wenn es u.U. gar kein Ziel gibt und die Frage "Was soll das?" bestehen bleibt. Vielleicht ist das die Message, die Lynch dem Zuschauer über das Showbusiness geben möchte, aber wer weiß schon die Antwort darauf.

Chapeau!

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sebastianxxx

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„Kunst ist es, aus der Lösung ein Rätsel zu machen“ Karl Kraus ... sinngemäss ziiitiert ...


WelcometotheKlap

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Sie starb schon in der ersten Zeile.
Ein Umstand der sie rasend vor Wut machte, den sie weder verstehen noch ertragen konnte, hatte ER ihr doch versprochen, sie groß herauszubringen.
Der Star sollte sie sein, in seinem neusten Text, seiner neusten Kritik, den Text mit Leben erfüllen, leiten und dominieren.
Ohne sie gab es kein MULHOLAND DRIVE, und erst recht keine Kritik dazu.
Also beschloss sie ihn zu finden, IHN, der diese Zeilen tippte, ihn zur Rede zu stellen, und um zu retten, was noch zu retten war.
Sie ließ sich von Niemandem sagen, wer sie wirklich war, dazu hatte keiner das Recht.
Doch alles was sie hatte, um ihre Suche zu beginnen, das war sie selbst, und ein kleiner blauer Schlüssel, den ER ihr mitgegeben hatte, so als wolle er sie von vorneherein verhöhnen.
So als wolle er direkt zu ihr sagen „: Na komm schon, finde mich, meinem Text entkommst du nicht“.
Ihr Zorn war der Zorn eines Kindes auf seine Eltern.
KLAPTRAP sagte die Gravur auf dem Schlüssel; der einzige Anhaltspunkt der ihr blieb.
Hätte sie gewusst, wie einfach es wurde, IHN anhand dieser wenigen Hinweise zu finden, ihre Wut wäre wahrscheinlich weniger heftiger, aber ungleich konstant gewesen.
Er versuchte erst gar nicht sich zu verstecken.
Es kostete sie nur wenige Minute Recherche, Google sei Dank, und sie fand eine ganze Menge zu diesem KlapTrap.
Sicherlich, da gab es einige KlapTraps in der großen weiten Welt des Internets, aber nur einer besaß die ultimative Frechheit sich in ihrem Leid zu suhlen, ihn auszustellen und damit sich selbst zu vermarkten.
Der Schock konnte nicht größer sein, als sie auf einer Website mit dem Namen MOVIEPILOT auf eben diese Zeilen hier stieß.
Und während sie diese Zeile las, las sie diese Zeile, während sie diese Zeile las, las sie diese Zeilen.
Der unmittelbare Schock des Spiegelkabinetts ihrer Selbst brachte sie dazu den Laptop, vor dem sie saß, mit einem lauten Knall zuzuschlagen.
Ein leider fataler Fehler, doch in ihren Augen brauchte sie gar nicht zu wissen, wie der Text ausgehen würde, denn sie würde IHN finden , und dann würde sie IHN zwingen den Text zu löschen und umzuschreiben.
SIE war der Star dieses Textes, kein Film, und schon gar nicht ER.
Immerhin hatte sie in ihrer kurzen Zeit der Recherche alles erfahren, was sie brauchte um ihn zu finden, seinen Namen, seinen WIRKLICHEN Namen, und damit Start und Ziel ihrer Geburt und Reise.
Es war zum Glück keine lange Reise, Ihr Autor versteckte sich nicht allzu deutlich vor ihr, und so kam es ihr wie ein Blinzeln, wie ein Zeilensprung vor, das sie vor SEINER Haustür stand.
Das Hinauszögern, das Klopfen, ersparte sie sich, weil sie wusste, das er da drinnen war, schreibend, schon auf sie wartend.
Und so ging sie schnurrstracks durch die Eingangstür, nach einem kleinen Flur in eine große Küche hinein, und wäre beinah über einen Rudel Katzen gestolpert, wenn das konstante, monotone Klicken einer Laptoptastatur sie nicht magnetisch in ihrer Bahn und nach vorne gezogen hätte.
Plötzlich bekam sie Angst, große Angst, aber sie wusste, sie würde und musste weiterlaufen.
So lange er schrieb, so lange würde sie laufen, handeln, atmen.
Schließlich stand sie vor ihm, nur knapp zwei Meter von ihm entfernt, sie in der Eingangstür zum Wohnzimmer, ER am Wohnzimmertisch, vertieft, schreibend, aber lächelnd, wohlwissend das er Besuch erhalten hatte.
Er sprach sie an, ohne seinen Blick von dem Bildschirm zu wenden, oder das konstante Tippen zu unterbrechen.
„Hallo“, sagte er lächelnd, milde, zeitgleich durchaus aufgeregt „Da bist du ja endlich. Jahrelang habe ich auf dich gewartet, habe ich mit dir gekämpft, und jetzt bist du da. Einfach so. Heute Morgen, und ohne großes Überlegen wusste ich plötzlich, wie ich dich schreibe.“
Ihr Zorn war vollkommen verfolgen. Sie war so verdattert wie hypnotisiert, so sprachlos wie neben sich brachte ihr Verstand das einzige Wort, die einzige Frage heraus, die noch wirklich Sinn zu machen schien.
„Warum ?“ hauchte sie.
Dann „Und Warum so ?“.
„Willst du das denn wirklich wissen ?“ fragte er und tippte und tippte und tippte.
Sie fing sich wieder ein bißchen, angetrieben durch das konstante KlickediKlack des Tippens ihres Autors (ihrer Selbst) und spezifizierte ihre Frage jetzt einen Hauch selbstbewusster :
„Natürlich will ich das Wissen, wir alle wollen es wissen, oder nicht ? Warum wir hier sind, weswegen wir so sind, wie wir sind, wie wir uns zurückbekommen, unsere Seele retten, aus all diesen Fragen ? Und DU, du hast tatsächlich…..die Antworten ???“
ER schien gleichzeitig zu nicken und den Kopf zu schütteln, während der Monitor die manische Angespanntheit seines Gesichtes beim Schreiben erhellte. Dann deutete er mit seinem Kopf auf die Stelle direkt neben seinem Laptop, dort wo eine blaue Box stand.
Es war die Blu-Ray zu dem Film über den ER schrieb, dem SIE entsprang um gleichzeitig in seinem Text wiedergeboren zu werden. Es war eine blaue Box mit dem Namen MULHOLLAND DRIVE und in ihrer Mitte prangte ein ziemlich deutliches Schlüsselloch.
Fassungslos starrte sie die Box an, während ihre rechte Hand gleichzeitig in ihrer Jackentasche zu dem Schlüssel griff, den ER ihr mitgegeben hatte.
Ihr wurde schlagartig bewusst, das diese Mitgift mitnichten als Verhöhnen gedacht war, sondern als zwingende Notwendigkeit. Der Schlüssel hatte sie zu ihm, zu der Box geführt und hier standen sie, Alpha und Omega, Mann und Frau, Yin und Yang, um letztendlich eins zu werden, und die letzten Wahrheiten zu erfahren. Über einander, IHR Leben, SEIN Schreiben, und wie alles miteinander zusammenhing.
Erregt wollte sie schon die Hände ausstrecken, endlich alles an sein Ende, also seinen Anfang führen, als der Autor nochmals seine Stimme hob :
„Du hast mich geragt ob ich alle Antworten kenne, und ich habe dich gefragt, ob du sie wirklich wissen willst, denn bedenke, nicht alle Antworten sind gut, sind es wert erfahren zu werden.
Was ist, wenn sich hinter diesen Antworten die Axt im Walde verbirgt, die dich deines Verstandes, deiner selbst beraubt ? Was passiert mit den Gläubigen, die endgültig erfahren, das Gott nicht exestiert, was würde mit den Atheisten passieren, wenn er es doch täte ? Was würde, letztendlich, mit dieser Welt, deiner Welt, passieren, wenn du DIE Wahrheit kennen würdest ?“
„Wer bist du…“ fragte sie zittrig, während ihre Hände langsam zur Box griffen, den Schlüssel zitternd ans Schlüsselloch führte, „…bist du Gott ??“
Darauf musste der Autor furchtbar lachen, ohne es zu merken vershcrieb er sich sogar dabei, und fuhr dann sowohl mit seinem Tippen, als auch seinem Monolog, den letzten Worten die er an sie wenden konnte fort :
„Nein, Gott bin ich nicht, denn bedenke, ich bin nicht einmal der wahre Autor, ich bin nicht KlapTrap, ich werde von ihm geschrieben, genauso wie du. Wir beide stecken in diesen Zeilen fest, und ich weiß nur soviel, wie er mich schreiben lässt und schreibt und wissen lässt und selber weiß.“
Dem Schock dieser letzten Zeilen noch ausgesetzt, dem Wissen nur ein weitere Figur einer Figur einer Figur zu sein, drehten ihre Finger den Schlüssel im Schloß um.
Und auch der Autor schien jetzt mit seinem Text an sein Ende zu gelangen, verlangsamte er doch seine Schreibgeschwindigkeit, fast als wolle er ein letztes Mal inne halten , und während sich die blaue Box unter ihren Händen langsam öffnete sagte er :
„Du willst die Wahrheit, alle wollen sie die Wahrheit, und ich habe dich gewarnt, ich habe dich einmal gewarnt, und ich habe dich zweimal gewarnt. Wahrheit ist es, die die Welt zerstört, deine und meine, denn ich fürchte die simpelste Wahrheit weißt du schon lange, du hast sie immer gewusst, und du hast sie bereitwillig schon wieder vergessen.
Wahrheit ist, wo alles endet.
Jede Suche, jedes Verlangen, jedes Leben. Alles.
Die Wahrheit ist : Du starbst schon in der ersten Zeile“.
.
Eine blaue Box fällt in einem leeren Wohnzimmer zu Boden.
.
Abspann.
.
Silencio.

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WelcometotheKlap

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Klar sind "die ganzen Interpretation ziemlich müßig"...und dennoch lieferst du gleich danach deine eigene ab. :)
Unser Gehirn funktioniert nun mal so, wir suchen Sinnzusammenhänge überall, wir lieben sie zu finden, und dann darüber zu diskutieren. Und von diesem Umstand leben Lynchs Filme nunmal auch wie kaum zweite Werke. Im Grunde schafft er es die sureale UN-Struktur des ANDALUSISCHEN HUNDES in die Form eines Spielfilms zu pressen, und dem Zuschauer trotzdem das Gefühl zu geben, an etwas kohärentem teilzunehmen. An etwas, dessen Lösung direkt vor einem liegt, man muss nur die Hand danach ausstrecken.
Zu deinem Ansatz über die Dekonstruktion Hollywoods, dem stimme ich sogar zu. Gerade wenn man um die Entstehungsgeschichte von MD und Lynchs sonstige Vergangenheit, sowieso seine Abkehr von Holywood nach MD weiß.


sebastianxxx

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... ich meinte diese etwas "kleinteiligen" Interpretationen hier :-) ... ich versuchte das Ganze mit etwas mehr Abstand zu sehen ... und hoffte dies gelang ...

... im Grunde ist ein Film wie MD ja auch nur ein Versuch einer künstlerischen Interpretation der Welt in Form eines komplexen Rätsels ... Herr Lynch wirft es uns hin ... und wir dürfen und wollen uns die Zähne daran ausbeissen .... aber da dies Rätsel in so eine wunderbare gelungene schillernde Form gegossen ist ... macht es Spass sich mit der Lösung zu beschäftigen ... das Rätsel ist sooh faszinierend: eine Art Beschäftigungstherapie für uns :-) von Meister Lynch ...

... und ich kann immer nur wieder Karl Kraus sinngemäß zitieren:
"Kunst ist es wenn man aus der Lösung ein Rätsel machen kann" ...

und Herr Lynch kann ... es ... ja er kann ...


Luke_92

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Bewertung9.5Herausragend

Vorab gesagt: Diesem Film können Formulierungen eines Laien wie mir gar nicht adäquat beschreiben. Es ist ein kunstvoller Erguss von David Lynch, der es weiß auf reizvolle Art und Weise mit einigen Koventionen zu brechen. Mulholland Drive gefällt mir so sehr, weil er die kompletten 141 Minuten spannend ist und ständig antmosphärischen Gebrauch von Kameraführung und Musik bietet. Gerade die Musik, so unscheinbar sie einem manchmal vorkommen mag, ist schaurig-gut und gipfelt in der besten Szene des Films im "Club Silencio" mit einer Arie von Rebekah del Rio. Ich oute mich hier als Fan von Naomi Watts und dieser Film beweist mir einfach, dass ich recht damit habe es zu sein. Über die Handlung des Films will ich hier keinen Kommentar abgeben, denn sie ist einfach herausragend erzählt, kryptisch von vorne bis hinten, beklemmend. Am ambivalentesten, aber auch beeindruckendsten finde ich, dass es dieses Werk schafft, je mehr ich davon verstehe, dass ich hier in meinem Sessel sitze und Angst vor diesem Film habe. Jeder muss Mulholland Drive einmal gesehen haben, wenn dieser jemand sich traut!

Legendäres Zitat:
"Silencio ... No hay banda! There is no band! Il n'est pas de orquestra! This is all... a tape-recording. No hay banda!"

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deregenerator

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Bewertung9.0Herausragend

Es ist jene Macht der Beliebigkeit des Rahmens, welche anstelle einer Struktur der Partizipation einen Frequentanten fragmentiert. Es sind KulturakteurInnen der Sophistikation, welche den Durchbruch des semipermeablen Urbanismus recyceln. In dem Kunstmultiplikator der aufmerksamen Illustrationen entsprechen die Kontaktabzüge die transferablen wie auch kommutablen Zyklen.

Diese Verdichtung von Sprache zirkuliert in raumfüllenden, hybriden oder supplementären Plattformen und bezieht sich überdies parallel und interventionistisch auf sich selbst. Die plakative Interventionskunst kodiert eine Räumlichkeit durch einen formreduzierten Aufbruch. Manche Vergleiche erweiteren eine semantische Raumauffassung der formulierbaren Überformung. So addiert die Theorie und Praxis in den Ausstellungspraxen eine Proportion in einem Feminismus. Die Komplizenschaft wird sowohl kommutabel aber auch potentiell gedacht.

Formalismen sind wie Inhalte und deren Affekte rund um die Textsynthesen dargestellt. Katalysatoren entwickeln den Körpereinsatz vor allem in der Flüchtigkeit einer Autonomie. Jeder Ideenpool ist manchmal multipel. Es demonstriert ein Denkmodelle von Objektbegriffen und ein Generator einer vagen Recherche mit einem Wettbewerb. Jede subkulturelle Objektivität ist manchmal figurativ und inkludiert damit manchmal portable Partizipationen der Beteiligten.

Insbesondere Effekte fiktionaler Kunstbegriffe sind kinomatographisch wiedergegeben. Sowie die präsente Kontextkunst als auch die räumlichen Grundrisse greifen diverse Leerräume ein.

Die Decodierungen sind geprägt von einer Dekonstruktion des Dramas und dessen Rahmens. Sofern die Singularität konkav ist, baut ein Handlungsraum den Cyborg der omnipotenten Museumspraxen intertextuell ein. An dem surrealen Konverter formt der disziplinübergreifende Grenzbereich unprätentiös, sodass eine flexible Virtual Reality den Zusammenhang partiert und dabei einen subtilen Topos reproduziert. Im Versuch der Strategien der Darstellung müssen die Beiträge an den transferablen Öffentlichkeitskonstruktionen formen.

Also formt der Shortcut flexible Kontexte und die Ästhetik der Eigentlichkeit moduliert außerhalb der ergonomischen Architektur des Ausstellungsraumes.

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Tohuwahbohu

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

DAS war der absolute Wahnsinn ! Diesen Film muss ich echt erstmal sacken lassen, werde ihn mir morgen direkt nochmal anschauen und bin mir sicher, dass er noch sehr lange Zeit nachwirken wird. Ich hörte zuvor schon wirklich viel über diesen Film und ging deshalb mit ziemlich hohen Erwartungen an diesen "Mindfuck"-Film. Als ich ihn dann schaute war ich zunächst tatsächlich erstmal überrascht, der Film wirkte sehr durcheinander und an sich schon sehr diffus doch von "Mindfuck" war hier zunächst meiner Meinung nach, noch nicht all zu viel zu spüren. ABER ! Dann kam plötzlich die Szene nach den Intimitäten von "Betty" und "Rita", als diese Nachts nach einem "Alptraum" von Rita den Club "Silencio" aufsuchten. Von da an fing Lynch an mir wortwörtlich den Kopf zu verdrehen und ich saß die restlichen ca. 40 Minuten des Films nur noch perplex und rätselnd vor meinem Fernseher. Zum Glück klärte sich einiges dann gegen Ende und man konnte sich viele Sachen zusammenreimen, doch Lynch lässt bei diesem Meisterwerk wirklich extrem viel Freiraum für eigene Interpretationen. Diese Inszenierung von quasi zwei Storys in einem Film und die am Ende raschen Sprünge in den Geschehnissen sind absolut genial umgesetzt und bewirken genau das Durcheinander im Kopf des Zuschauers das gewünscht ist. Die vielen Parallelen zwischen diesen beiden Storys und die unzähligen vielen kleinen, aber dennoch ausschlaggebenden und mehr oder weniger aufklärenden Details innerhalb des Films wie z.B. die beiden blauen Schlüssel, die blaue Box, die "Gruselgestalt", der Aschenbecher, die roten Lampenschirme, die Bedienung im "Winkie's" und sooo viele mehr sind so verblüffend auffällig und dennoch so komplex. Es gibt bestimmt Leute denen dieser Film absolut nicht zusagt, da er ihnen zu surreal, diffus und abgedreht vorkommt. Jedoch ist es genau das, was mich so von diesem Film überzeugt und ich verneige mich vor David Lynch für dieses umwerfende Mindfuck-Meisterwerk. Wenn überhaupt, wird er wohl der einzige bleiben der diesen Film zu 100% versteht.

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sebastianxxx

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ich finde diesen Film einfach genial und habe mich schon mehrfach vor D. Lynch verneigt :-)) Masterpiece ... "Mulholland Drive" ist meiner Meinung nach zugleich ein raffinierter Abgesang auf Hollywood, zelebriert dessen Dekonstruktion abgrundtief und - jetzt kommt das eigentliche unglaubliche Kunststück - D. Lynch erschafft und mystifiziert es auf fantastische Weise neu ... Triumpf auf der ganzen Linie ...

„Kunst ist es, aus der Lösung ein Rätsel zu machen“ Karl Kraus


Tohuwahbohu

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Da kann ich dir nur zustimmen und finde das Zitat von Karl Kraus wirklich klasse und sehr zutreffend ! :)


Oezkan

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Bewertung9.5Herausragend

"Mulholland Drive" handelt von Wünschen. Ja! Von Wünschen. Wer hat sich nicht schon Mal gewünscht, ein anderes Leben zu haben? In der Vergangenheit bestimmte Entscheidungen rückgängig zu machen? Wer hat dieses Leben sogar schon mal geträumt und eine "Wirklichkeit" daraus geschaffen? Diane ist eine Person, welche die Fragen ganz bestimmt mit "Ich!" beantwortet hätte. Ihr Wunsch eine Schauspielerin zu werden, ist zerplatzt, die Liebe zu Camilla zerbrochen und ihre Pläne für die Zukunft scheinbar unerreichbar. Oder doch? In ihren Träumen gestaltet ihr Unterbewusstsein das Leben, wie sie es sich schon immer gewünscht hat. Doch nach dem diese im Club Silencio dem Untergang geweiht sind und der Traum langsam zu verblassen scheint, erwacht Diane. Sie ist wieder in der realen Welt. In der Welt, in dem sie ihre Schauspielkarriere an Camilla verloren und sich mit ihr angefreundet hat. In der Welt, in dem sie sich in Camilla verliebt hat. In der Welt, in dem Camilla mit dem Regisseur heiraten möchte und Diane ein weiteres Mal ihre Pläne zerstört.

Die Interpretationen zu diesem Film sind sicher sehr unterschiedlich und sollten auch so bleiben. Das ist das schöne an diesem intensiven Drama, es veranlasst den Zuschauer seine eigene Auffassung zu gestalten und zieht ihn in seinen Bann.

Abgesehen von dem hervorragenden Film, möchte ich gerne Naomi Watts loben. Ich bin nie ein Fan von ihr gewesen und habe sie auch nie "richtig" wahrgenommen. In diesem Drama jedoch ist Naomi Watts richtig aufgeblüht und scheint alles gegeben zu haben. Sie hat mich gefesselt, berührt und den Film mit fantastischen Rezepten gewürzt. Schade das sie keine Oscar-Nominierung bekommen hat, denn diesen hätte sie meiner Meinung nach verdient.

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Sepf

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Bewertung9.5Herausragend

"There's sometimes a buggy."

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baser

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

M.E. nach tut man "Mullholland Drive" unrecht, wenn man meint, es gäbe einen einzigen Weg zur Lösung, eine "richtige Interpretation". Mullholland Drive ist kein Puzzlespiel, dessen Auflösung sich bei richtiger Anordnung automatisch ergibt, sondern ein Film, der bei jedem Sehen anders aussieht und Anlass zur Reflexion über die eigene Betrachtungsweise und die eigenen Lösungsalgorithmen gibt. Die Schlüssel(!)szene ist deshalb m.E. auch die, als der Auftragskiller Diane den Schlüssel überreicht, diese fragt "Was öffnet der" und der Auftragskiller zu lachen anfängt...

Versucht man dagegen zwangsweise, auf d i e eine Lösung zu kommen - so gelingt dies vielleicht nach mehrfachem Sehen; die Details verdichten sich zu einer schlüssigen Interpretation- aber es bleibt doch der Zugang, den beispielsweise Fundamentalisten auch zu ihren religiösen Büchern haben: Es wird "die einzige Wahrheit" gesucht, anstatt zu sehen, dass das Werk offen angelegt und erst durch die Auseinandersetzung damit entsteht.

Die "Lösungshinweise", die Lynch selbst gegeben hat, werfen deshalb zumindest bei mir die Frage auf: Hat der Autor die Deutungshoheit über sein Werk, hat er eine weitergehende Kompetenz, es zu deuten, als jeder andere Zuschauer? Ich fühle mich dabei irgendwie an Franz Kafka erinnert, dessen Nachlassverwalter Max Brod stets behauptete, all das von Kafka geschriebene sei - wie er aus erster Quelle wisse - als Auseinandersetzung mit dem Judentum zu verstehen. Heute wird diese Deutungsvariante kaum noch in Erwägung gezogen. Ich denke, dass solche "Hinweise" mehr schaden als nützen.

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stalker

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Vielleicht sollen wir auch nur lernen zu begreifen, dass wir nicht alles verstehen können, dass wir nicht immer Antworten auf unsere Fragen bekommen und dass wir uns auf Antworten niemals wirklich verlassen können. Einfach das Leben etwas lockerer sehen, und trotzdem begeistert, interessiert...


baser

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Ja. So kann man es auch ausdrücken ;-)


philipp.endres.18

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Längst überfällig dieser Kommentar zu meinem absoluten Lieblingsfilm!

Ich weiß noch ganz genau wie ich eines abends in meinem Zimmer saß und diesen Film das erste Mal gesehen habe. Als er zu Ende war, war mir einiges unklar, viele Fragen blieben offen. Doch über eines war ich mir im klaren: so ein Erlebnis hatte ich noch nie! Es war ein unglaublich intensiver, spannender und vorallem verwirrender Film. Und jetzt, nach unzählig vielen weiteren Filmsichtungen, muss ich mir eingestehen, dass das wohl das einzige Mal war, dass ich mich so nach einem Film gefühlt habe. Womöglich ist das der Grund warum ich ihn nach dem Abspann gleich direkt nochmal anschauen, einfach nochmal 2 1/2 alles um mich herum vergessen und mich von diesem perfekten Film verzaubern lassen möchte. So viele Szenen und Dialoge prägen sich direkt ein, sodass es jedesmal aufs Neue Spaß macht und dadurch nie ein auch nur Hauch von Langeweile aufkommt. Wie Lynch dieses Meisterwerk erschaffen hat würde ich nur zu gerne wissen. Es scheint als wurde einfach auf jede kleinste Kleinigkeit geachtet, um diesen Film zu etwas ganz besonderem zu machen. Ich könnte nun wirklich seitenlang ausführen, wieso gerade dieser Film für mich etwas ganz Außergewöhnliches ist. Aber ich glaube mit Worten ist es sehr schwer bis unmöglich zu beschreiben, was in diesem Film vor sich geht. Deshalb sollte es einfach jeder für sich selbst "erleben", um zu verstehen wovon ich hier die ganze Zeit rede.

Wie gerne würde ich an den Tag zurückreisen an dem ich noch fast ahnungslos die DVD einlegte und mir dachte "Naja, schauen wir halt mal 'nen Lynch Film". Ich hätte einfach die besten, zumindest filmtechnisch gesehen, 2 1/2 Stunden noch vor mir. Vielleicht schafft es aber ja doch noch ein Film auf diesem Planeten in mir dieses Gefühl wieder aufkommen zu lassen, wobei ich die Hoffnung inzwischen fast aufgegeben habe. Aber wer weiß. Vor der ersten Sichtungen dieses Filmes hatte ich auch mit viel gerechnet, nur nicht damit, dass mein Lieblingsfilm geboren wird. Bis dahin allerdings muss/darf ich Mulholland Drive noch ein paar Mal anschauen und kann mich jedesmal aufs Neue überwältigen lassen :)

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jacker

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Auf jeden Fall!
Hab die Disc auch schon längst im Regal.. Wie ich zu dem Film stehe dürfte ja mein Profilbild bereits anzeigen ^^


philipp.endres.18

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Okay gut :) stimmt ja!


fabian.engelhardt.142

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Bewertung10.0Herausragend

musste lange nicht so intensiv über einen Film nachdenken wie über diesen . Ein Meisterwerk !!

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Monika B. aus A.

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Das war er also, mein erster Lynch. Ich kann wirklich nicht mehr sagen, warum ich so lange vermieden habe, einen seiner Filme anzusehen. Das war ja DER Wahnsinn! Hab gleich mit Lost Highway weiter gemacht und war ebenso begeistert.

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DeathNote.Misa

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Ist auch mein erster Lynch. So leicht komme ich nicht mehr von ihm los.


Wall

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Bewertung7.5Sehenswert

"Mullholland Drive" bietet wieder ein verstricktes und surreales Storygerüst, dessen Komplexität erst zum Schluss voll entfaltet wird. Ähnlich wie bei "Lost Highway" gibt es auch hier keine klare Interpretation des Films oder eine Erklärung des Gesehenen und das macht das Ganze auch wieder so reizvoll. Im Gegensatz zu eben genanntem Film hat mich dieser aber nicht so gefesselt, was wohl auch an der einzigartigen, düsteren Atmosphäre "Lost Highway" liegen mag. So etwas findet mein bei "Mulholand Drive" leider nur im Ansatz. Auch wirkte der Film auf mich im ersten Teil recht zäh, irgendwie fehlte mir da teilweise der Zugang und die Spannung. Wirklich langweilig wird es aber dann doch nie, da man auch hier ständig nach Hinweisen sucht und in den Schlüsselszenen doch ein gutes Maß an Spannung herrscht.

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Matthias.hhn

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Bewertung9.0Herausragend

Wow. "Mulholland Drive" ist extrem. Ist verstörend. Ist beängstigend. Ist faszinierend.

Eine Reise in die Psyche eine Frau. Eine Reise in eine Welt voller Sex, Gewalt und Mysteriösität . Irgendwo zwischen Wahrheit und Lüge verschwimmt das Bild, irgendwo zwischen Realität und Halluzination verblasst die Grenze und mit den Worten des Cowboys... Man wacht irgendwann auf und versucht zu verstehen was passiert ist.
Viel Spaß bei dem Versuch.

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Suki93

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der cool frisierte Mr. Lynch ist der so einzige Regisseur der es mit seinen Filmen schafft mir eine gewisse Angst zu machen und ich seine Werke niemals, selbst nicht wenn mir Aliens das gesamte universelle Wissen in mein Hirn pflanzen würden, verstehen werde, aber mich seine Filme von Anfang bis Ende mit ihren skurillen Bildern und Geschichten faszinieren! Nach 'Mulholland Drive' sagte ich erstmal dreimal 'what the fuck', kratze mir am Kopf, schaltete das Internet an und suchte nach Erklärungen, die mich trotzdem nicht wirklich schlauer gemacht haben. Auch wenn der Film sehr lange geht, habe ich mich keine Minute gelangweilt, denn bei Lynch weiß man nie was als nächstes passiert. Irgendwie schwer zu bewerten, aber diese zweieinhalb Stunden Skurillität fand ich... ich weiß es nicht! Es war schön... und strange. So. Und ein Mark Pellegrino Bonus gibt's noch dazu.

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MrKatsumi

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Gerade bei Mulholland Drive liefert Lynch ja ein paar "Dekodierungs-Schlüssel" zum Filmverständnis (kann man ja auf Wiki nachlesen) aber selbstverständlich ist es richtig, dass Lynch mithilfe von Traumsequenzen und möglichen alternativen Realitäten es einem nicht gerade einfach macht Sinn- von Kunsthaftigkeit zu unterscheiden ;)
Aber es kickt einen als Lynchbegeisterten schon oft noch ein wenig mehr als nur der Wunsch verstehen zu können, immerhin treibt er es auch mit anderen Komponenten in seinen Filmen zur Perfektion..


Suki93

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@Copper: Das 'völlig verquere' triffst's wohl auf'm Kopf!
@PeaceMaker: Ja, das ist 'ne gute Idee! Allerdings sind die 'Tipps' bei Wiki meist ebenfalls so verfremdwortet, das man die Fremdworte, die mit noch mehr Fremdworten verwortet sind nochmal Wikipedian muss?! Wikiception :D
@MrKatsumi: True story. Hätte ich nach dem Film auf Wiki nicht nachgelesen, dass sie das meiste geträumt hat, wäre ich so nie darauf gekommen. Jaja, der Lynch macht es uns nicht leicht, aber deswegen mögen wir ihn ja auch... denke ich :D


GoWest

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Bewertung9.0Herausragend

Lynch (Filme) liebt man oder haßt sie. Sind manchmal sehr verzwickt und unvorhersehbar. Also nichts für die 08/15 Massen, die keine Lust mehr haben, ihr Hirn einzuschalten bzw. keinen Cent für eine komplexe und verwirrende Story zu geben.
Der Mann ist für mich einer der kreativsten und besten Regisseure des 20. Jhds..

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zmpfl

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich muss gestehen, die "kompakte" Erklärung unter
http://forum.cinefacts.de/12069-mulholland-drive-jemand-eine-erklaerung.html
hat mir sehr geholfen, was die Story betrifft:

Ohne die wären es arg viele Fragezeichen gewesen (wenn auch wunderschöne ;-))...

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DeathNote.Misa

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich war noch nie so enthusiastisch darüber einen Film nicht verstanden zu haben.
Wird direkt morgen nochmal angeschaut!

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florian.fiele

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mulholland Drive ist ein wirklich guter Film. Die Darsteller leisten äußerst starke Arbeit, Regisseur Lynch ebenso. Die Filmmusik gefällt ausgezeichnet, die Bildsprache ist gelungen. Ich denke die wenigsten zweifeln daran, dass Mulholland Drive handwerklich ein guter Film ist.

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Kommen wir also zum Diskussionspunkt: Der Story. Hier kann ich weder die großen Jubelschreie, noch die vielen Fragezeichen verstehen. Die Symbolik mal außen vor, ist die Grundstory absolut klar und eindeutig. Mir gefällt die Mischung aus "(Alp)traumfabrik Hollywood", Schuld & Sühne. Sie vermittelt aber weder Botschaften, die einen die Welt mit anderen Augen sehen lassen, noch ist sie sonderlich komplex.

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Komplex wird Mulholland Drive durch Lynchs Symbolik. Viele Dinge springen einem sofort ins Auge und von dort rasch ins Gehirn. Dabei interpretiert aber jeder Zuschauer Symbolik individuell. Ich kann zum Schluss zum Beispiel problemlos erahnen, worum es bei dem blauen Schlüssel geht, oder welche Symbolik das alte Paar besitzt. Andere Dinge sind hingegen schwieriger zu verstehen, vieles übersieht man auch bei mehrfachem Ansehen noch, und wiederum anderes wird überinterpretiert. Dieses Problem tritt stets bei Filmen auf, die dem Zuschauer ein paar simple und ein paar weniger simple Rätsel hinwerfen. Nolans Filme, beispielsweise Memento und Inception, "leiden" unter selbigem Phänomen. Dann können wir allerdings auch in das Stroh-Setting eines für seine innovativen Dialoge bekannten Streifens (mit ansonsten eher oberflächlichen zwischenmenschlichen Beziehungen) eine biblische Botschaft hineininterpretieren. Oder mal anders formuliert: Wer beim Anschauen eines Pornos sich nicht die Frage stellt "Warum liegt hier überhaupt Stroh rum?", der braucht auch nichts in die Tatsache hineininterpretieren, dass die Wuchsrichtungen des Grases beider Seiten des Mulholland Drives entgegengesetzt sind. Selbst wenn der Name David Lynch auf der DVD-Hülle steht!

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Machen wirs kurz (ja, mir ist bewusst, dass ich diesen Moment eventuell bereits verpasst haben könnte)...Mulholland Drive unterhält und hat Niveau, da mir die surrealen Mysteryeffekte aber ein unangenehmes Gefühl bereiten, und dadurch ein paar ruhige Phasen des Films auf unangenehme Art und Weise ein klein wenig langweilig geraten sind, tendiere ich zur 8.5, auch wenn mir selbstverständlich klar ist, dass dies perfekt zum Albtraumszenario passt. Hollywood, Scheitern, Eifersucht, Mord, Schuldgefühle, Albträume, Selbstmord.....das ist eben alles kein Zuckerschlecken.

8.5 - macht Spaß, bietet Niveau, filmische Qualität und Futter fürs Hirn

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