Requiem for a Dream

Requiem for a Dream (2000), US
Laufzeit 101 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 03.01.2002

8.5 Kritiker
69 Bewertungen
Skala 0 bis 10
8.0 Community
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Requiem for a Dream - Bild 6760
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von Darren Aronofsky, mit Ellen Burstyn und Keith David

Requiem for a Dream ist die kompromisslose und schockierende Darstellung dessen, wie (Sehn-) Süchte die Hoffnungen und Träume von vier Individuuen zerstören. Die Witwe Sara Goldfarb (Ellen Burstyn) schreit förmlich nach Aufmerksamkeit und versinkt unerhört in der Welt des Fernsehens, die ihr die erhoffte soziale Anerkennung bescheren soll. Besessen davon für einen Fernsehauftritt in ihr altes rotes Kleid zu passen, geiselt sich Sara mit Diätpillen und wird zunehmend von Halluzinationen terrorisiert. Währenddessen überlegen ihr Sohn Harry (Jared Leto), dessen Freundin Marion (Jennifer Connelly) und bester Freund Tyrone (Marlon Wayans) wie sie mit Drogenhandel und Prostitution ihrer Zukunft auf die Sprünge helfen können. Doch zuallererst steht der nächste Schuss an…

Das Drehbuch für Requiem for a Dream beruht auf dem gleichnamigen Roman von Hubert Selby Jr. aus dem Jahr 1978. Ellen Burstyns anfängliche Reaktion auf das Drehbuch von Regisseur Darren Aronofsky war Ablehnung. Erst nachdem sie dessen ersten Film Pi gesehen hatte, sagte sie Requiem for a Dream zu. Die Rolle als Sara Goldfarb stellt nicht nur Ellen Burstyns persönliches Highlight als Charakterdarstellerin dar, sie wurde ebenfalls mehrfach für ihre Leistung ausgezeichnet und war sogar als Beste Hauptdarstellerin für den Oscar und den Golden Globe nominiert.
Jared Leto wiederrum nahm in Vorbereitung auf seine Rolle als Sohn Harry Goldfarb 25 Pfund ab und freundete sich mit tatsächlichen New Yorker Drogenjunkies an.

Um die persönliche Drogenhölle der Filmfiguren visuell zu vermitteln, bediente sich Aronofsky seines Markenzeichens, der sogenannten Hip-Hop-Montage. Dies ist eine Filmtechnik (gerne auch als Videoclipästhetik bezeichnet), in der wichtige, wiederkehrende Bilder und Handlungen, oft in Großaufnahme, in kurzen, immer schneller werdenden Schnitten bzw. im Zeitraffer gezeigt und mit prägnanten, meist überlauten Geräuschen verknüpft werden, wodurch ein tranceähnlicher Eindruck entsteht. Während ein durchschnittlicher Film mit etwa 600 bis 700 Schnitten auskommt, sind es in Requiem for a Dream ganze 2.000 Schnitte. Zusätzlich verwendete Aronofsky die SnorriCam, die um die Brust des jeweiligen Darstellers gebunden diesen frontal filmt und sich im Verhältnis zu ihm scheinbar nicht bewegt. Ein laufender Akteur scheint sich durch diese Technik ebenfalls nicht zu bewegen, stattdessen fließt die Umgebung quasi um ihn herum. Der Zuschauer nimmt diesen Effekt als Drogenrausch und Orientierungslosigkeit der jeweiligen Person wahr. (JW)

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Kritiken (9) — Film: Requiem for a Dream

filmlemming: Deus X Cinema / filmlemming... filmlemming: Deus X Cinema / filmlemming...

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9.5Herausragend

[...]Wer Requiem for a Dream gesehen hat, wird Black Swan nicht weiter als Bestleistung des visionären Regisseurs bezeichnen können. Nach Fehlern im Drehbuch oder in der Charakteraufstellung sucht man hier vergebens. Ein von vorne bis hinten durchdachtes Werk, dass dank einer Musik, die selbst Zähneputzen dramatisch erscheinen lässt, eine absolut beklemmende und schockierende Wirkung auf seine Betrachter ausübt.[...]

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SiameseMax: SiameseMovies

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10.0Lieblingsfilm

[...] Darren Aronofskys Meisterwerk „Requiem for a Dream“ ist bei Weitem kein Geheimtipp mehr. Im Gegenteil, der zunächst eher unbekannte Independent-Film avancierte bis heute zum regelrechten Kultfilm, der es unter die Top 50 der Imdb „250 besten Filme aller Zeiten“ schaffte, und seinen Regisseur sowie seine Akteure zu Stars machte. Eine beeindruckende Erfolgsgeschichte, und das absolut zu Recht.
Durchaus als eine thematische und stilistische Fortführung und Weiterentwicklung Aronofkys ebenfalls fantastischen Vorgängers „Pi“ interpretierbar, fängt „Requiem for a Dream“ die Folgen des Drogenkonsums an dem Beispiel dreier Schicksale mit einer solch eindringlichen Intensität ein, wie kein anderer Drogen-Film zuvor. Der Regisseur meistert die Gratwanderung zwischen filmstilistischer Innovation und inhaltlicher Tragweite sowie dramaturgischer Tragik perfekt und erschafft damit ein filmisches Kunstwerk in Reinkultur: Hübsch anzusehen und grandios geschnitten (besonders die bereits in „Pi“ auftauchenden Sequenzen des Drogenkonsums und dessen Wirkung sind phänomenal), beginnt „Requiem for a Dream“ als hippe Szene -bzw. Sozialstudie, die den heroinsüchtigen Harry, dessen ebenso drogenabhängige Freundin Marion und seine depressive Mutter Sara, die sich nichts sehnlicher wünscht, als ins Fernsehen zu kommen, begleitet. Doch die anfänglichen (Lebens-)Träume und Ziele der Protagonisten werden durch ihren immer stärker werdenden Drogenkonsum, aber auch durch die Macht der Massenmedien und der Gesellschaft, personifiziert durch die direkte Nachbarschaft, Ärzte und die Freunde der Figuren, zunehmend erschüttert und schließlich zu Grabe getragen. [...]

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...

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4.0Uninteressant

[...] Vielleicht mag sich diese Bewertung ändern, wenn man selbst einschlägige Erfahrungen sammeln durfte oder musste - aber ganz ehrlich, auch diese Erkenntnis stellt keinen filmischen Mehrwert dar, den es zu belohnen gilt. Ebensowenig wie die Tatsache, dass es in diesem schrecklichen Sozialarbeiter-Zeigefinger-Genre noch schlimmere Auswüchse zu bestaunen gibt. [...] Das Medium Film muss keinesfalls reine Unterhaltung bieten - aber nur weil "Requiem vor a dream" seine feel-bad-Attitüde zelebriert und sich in seinem artifiziellen Look (ganz selten verstörend, dafür umso öfter ätzend) noch wichtiger nimmt als Günter Grass in Talkshows, wird er noch lange nicht intelligent oder gar qualitativ ansprechend - er verdeutlicht nur den pseudoelitären Anspruch, der schlechtem Arthouse-Kino bisweilen anhaftet. [...]

Kritik im Original 38 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 29 Antworten

moepmoep

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@psuch: Ich werde Menschen, die einen Film, der ihnen nicht gefällt, nicht abbrechen, wohl nie verstehen.


Janus Winter

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verstehe ich auch nicht, möppi. mehr als 30 minuten gebe ich keinem film, wenn er mich anödet.


Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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10.0Herausragend

Es sind weniger die extravaganten Schnitte und filmischen Mittel, die Darren Aronofsky in seinem Drogen-Drama benutzt, sondern der Blick in die Gesichter der Protagonisten, die jedwede keimende Hoffnung und jede Träumerei von vornherein begraben. Sucht, Abhängigkeit, Drogen, Zerstörung, und Selbstaufgabe: In mechanischen, automatisierten, irgendwann manisch wiederholten Bewegungsabläufen der eingeworfenen Pillen und aufgezogenen Spritzen liegt die Tragik dieser weggeworfenen Leben. Aronofsky gelingt es anzuklagen, ohne zu moralisieren. Er zeigt die Schwächen des Systems: Den einen Arzt, der Pillen verschreibt ohne seine Patienten überhaupt anzusehen, oder den anderen Arzt, der, statt zu helfen, lieber die Polizei holt. „Requiem for a Dream“ zeigt aber auch die Selbstverleugnung, die Unfähigkeit seine eigene Fehlbarkeit einzugestehen. Trostlosigkeit und Trauer: Zerstörte Leben in düsteren Bildern, ausgekotzt und hingerotzt in düsteren Gassen, wo keiner hinsieht, weil keiner…

Kritik im Original 36 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

cellardoor94

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Diesem Kommentar ist nahezu nichts mehr hinzuzufügen.
Außer vielleicht:

Requiem for a dream, der eindrucksvollste Film, den ich jemals gesehen habe. Danke, Darren.


neon

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10.0Lieblingsfilm

Requiem for a Dream zeigt ohne jegliche Beschönigung die Ausmaße des Drogenkonsums. Drogen machen abhängig, gefügig und desillusionieren. Darren Aronofsky zeigt dies nicht nur, er thematisiert auf gar unorthodoxer Art und Weise das Thema Drogen und die Sucht, die dahinter steckt. Jeder der Figuren hat sein eigenes Laster und zwar die Sucht. Das streben nach Erfüllung, Liebe, Zuneigung und Beachtung.

Bildkomposition, Ton, Musik und Schnitt alles ist perfekt aufeinander abgestimmt und diese Komponenten harmonieren hervorragend miteinander. Langsam baut Darren Aronofsky den Spannungsverlauf und die Geschichte in Requiem for a Dream auf und er treibt es dann bis zur Unerträglichkeit. Zum Ende hin schneidet er, Szene an Szene, sodass einem fast die Luft wegbleibt und einem der Atem stockt. Man sieht diese vielen Bilder, die Gnadenlos das Schicksal der Porträtierten wiederspiegeln. Grausam, schockierend, realistisch, voller erbarmungsloser Intensität und der Zuschauer weiß, dass es für die Protagonisten kein Happy End geben wird. Es bleibt nur der Fall in tiefes schwarzes Loch, ohne Wiederkehr, ohne eine Rückfahrkarte.

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kltrg

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9.0Herausragend

Nichts für schwache Nerven, aber wie ich finde absolut sehenswert!

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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...

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5.0Geht so

Darren Aronofskys überinszenierter Blick auf eine Gesellschaft, die der Abhängigkeit verfallen ist. Die sozialkritischen Thesen des Films sind platt und unkonkret, die Bildmontage außergewöhnlich, experimentell und faszinierend. Aronofskys visuelle Handfertigkeiten wirken dabei aber zunehmend redundant und unkontrolliert, was dem erschöpfenden und verstörenden Charakter des Films hingegen nur zuträglich ist. Am Eindrücklichsten arbeitet "Requiem for a Dream" mit Filmmusik, die hier all ihre positiven und negativen Eigenschaften voll ausspielt. Der Handlungsteil um eine dem Suchtwahnsinn verfallende Ellen Burstyn ist besonders beispielhaft für Aronofskys penetrante Strategie der Zuschauermanipulation und ärgerlich insbesondere deshalb, weil er unglaubwürdig und wissenschaftlich irgendwo in den 70ern stecken geblieben ist. Wenn sich die dramatischen Ereignisse zum Ende zuspitzen und die Schnittfrequenz immer weiter erhöht wird, kann man Aronofskys Übermut durchaus schon als emotionale Vergewaltigung bezeichnen.

14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten

BurakkuEmparaa

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"[...]weil er unglaubwürdig und wissenschaftlich irgendwo in den 70ern stecken geblieben ist."
Dass der Film auf einem Buch aus den Siebzigern basiert ist dir aber schon klar, oder?


thehannoka

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polemik!


Khitos: Kälte Reich

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9.5Herausragend

Requiem For A Dream ist ein intensiver Film, der schmerzt, der einen bannt und zugleich einem einen Spiegel vors Gesicht hält, einen auffordert darüber nachzudenken, was er gerade gesehen und gefühlt hat. Es ist in keinster Weise ein feelgood movie, der dich aufbaut und dir zulächelt. Viel mehr ist es so, dass er dich hinterhältig von der Brücke schubst, dich in einen Wagen ohne Gurte und Bremspedal setzt und mit voller Wucht gegen eine Wand fahren lässt. Es schmerzt, und das soll es auch. Im Hintergrund stets die melancholischen Klänge, umhüllt von Wehmut und Sehnsucht, der Sehnsucht nach dem kleinen Licht.

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TheCorey: MovieMaze

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10.0Lieblingsfilm

Was haben Bonnie & Clyde, M – Eine Stadt sucht einen Mörder und Requiem For A Dream gemeinsam? Alle drei stehen auf Premiere’s Liste der 25 meistgefährlichen Filme die je gedreht wurden. Was auf den ersten Blick übertrieben wirkt, erscheint bei näherer Sichtung gar nicht so falsch, denn der zweite Film von Darren Aronofsky, welcher auf dem Buch von Hubert Selby Jr. basiert, ist von seiner Thematik akut, aktuell und in der Tat gefährlich. Aronofsky gelang mit seinem Drogendrama ein optisch und inhaltlich charakteristisches Bild unserer Gesellschaft und ging zu Unrecht bei den großen Preisverleihungen unter, abgesehen von einer mehr als gerechtfertigten Nominierung von Ellen Burstyn.

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Kommentare (311) — Film: Requiem for a Dream

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Scotty2Hotty

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Bewertung9.0Herausragend

Dieser Film war die filmische Offenbarung meiner adoleszenten Jahre... Kameratechnisch, inszenatorisch, musikalisch ist dieser Film seiner Zeit weit voraus und erzählt doch nur die klassische Geschichte vom versuchten Aufstieg und dem folgeneden Fall!

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Kiiina

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Bewertung9.0Herausragend

Ohje Ohje! Diesen Film sollte man in der Schule statt billiger Aufklärungsvideos zeigen! richtig übel, total krass! Geht unheimlich unter die Haut...für mich, die sehr empfänglich für sowas ist, fast schon ne Nummer zu hart. Mir ist der Film noch ewig im Kopf rumgespukt und hat mich beschäftigt. Aber bin froh dass ich ihn gesehen habe!

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MrsMosby

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Bewertung4.5Uninteressant

Bei einer Vorhersage von 8,5 hatte ich wirklich mehr erwartet. Es reicht vollkommen sich den kompletten (statt den gefühlten halben) Film im Zeitraffer anzusehen... Und die deutsche Synchronisation sagt mir auch nicht zu. Mich konnte Requiem for a Dream leider an keiner Stelle fesseln, lediglich die Musik ist gut gelungen.

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Binturong

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Die Musik ist gelungen, aber so richtig passend fand ich sie auch nicht, da passt sie besser zu HdR.


MrsMosby

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Da stimme ich dir zu.


Shawnee

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wie so viele andere Moviepiloten dachte auch ich mir, was ist an diesem Film dran?! Antwort: Ich weiß es nicht! Der Zufall wollte es wohl, dass ich ihn jetzt im Regal stehen habe. Im Gegensatz zu den Lobgesängen hielt ich gerade BLACK SWAN für vollkommen überbewertet und dachte bei REQUIEM FOR A DREAM wäre es nichts anderes. Einzig Jared Leto so dachte ich, wäre mein Zuckerguss, sollte der Film doch einer von der 'miesen Sorte' sein. Weit gefehlt! Der absolute Fokus liegt auf der so liebevollen, unschuldigen und doch selbstzerstörerischen Darstellung durch Ellen Burstyn als Sara Goldfarb. Es ist gerade die Szene in welcher Letos Charakter Harry erkennt, dass seine Mutter durch Naivität in die Abhängigkeit rutscht und er sie nicht mehr davor bewahren kann, die mich zu Tränen rührte. Auch wenn ich mich mit keinem der Charaktere identifizieren kann, waren alle für mich irgendwie wie kleine Schäfchen auf dem Weg zum Schafott. Und dieser ist schmerzhaft, tragisch, aber vor allem ergreifend!
Viele Leute meinten "es sei ihr Lieblingsfilm und dass sie ihn nie wieder sehen möchten". Vielleicht weil die Charaktere gerade zu liebenswert-naiv auf der Suche nach dem persönlichem Glück sind, dass man es einfach schrecklich findet wie der große Schicksalshammer für jeden einzelnen fällt. Ich möchte den Film gerne wieder sehen, aber vielleicht erst in ein, zwei Jahren.

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Epinephrin90

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Bewertung4.0Uninteressant

Voller Euphorie und Tatendrang hab ich mir den Film legal erworben.
Mann muss dazu sagen, ich und meine Freundin stehen wahnsinnig auf 'Mindfuck' Filme.
Laut gewissen Leuten ist dieser Film ein so besagter. Gehört, gekauft. Der Film wurde eingelegt.
Die ersten 15 Minuten waren recht langweilig, da nur gezeigt wurde dass die gute Alte in ne Fernsehshow will, und die anderen 4 Drogenabhängige sind. Die Frau nimmt, weil sie abnehmen will fuer die Show, Pillen. Sie wird abhängig, nimmt immer mehr und bekommt Halos.
Sie wird am Ende 'geheilt' etc pp. Ich und meine Freundin saßen im Bett und mussten durchgehend mit uns selber kämpfen um nicht einzuschlafen. Wir fanden den Film langweilig, nicht erschreckend bzw mindfuckin'....

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Tom Friedel

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Bewertung10.0Herausragend

"WIR HABEN EINEN GEWINNER!"

Requiem for a Dream ist einer der Filme, die ich jahrelang vor mir hergeschoben habe. Das mag zum einen daran liegen dass ich lange nichts mit Darren Aronofsky anfangen konnte und zum anderen sind Sozialdramen auch nicht unbedingt meine Lieblingsspeise. Aber als ich Anfang letzten Jahres des doch ziemlich hervorragenden "Black Swan" im Kino gesehen habe habe ich mich jetzt dann doch mal nach und nach an seine Filme herangetastet. Nachdem ich Mitte letzten Jahres dann endlich mal "The Fountain" gesehen hatte wollte ich jetzt auch endlich mal sein eigentliches 'Meisterwerk' sehen...

...Und ich bin gelinde gesagt sprachlos. Der Film zeigt die menschlichen Abgründe, die durch Drogen entstehen können, auf erschreckende Art und Weise. Es ist sicherlich klar, dass die Story nicht unbedingt als 'Realität' sondern eher als 'Metapher' betrachtet werden muss. Und ehrlich gesagt habe ich nach der Odyssey des Fernsehers schon wieder abschalten wollen, aber irgendwie hat er mich dann doch in den Bann gezogen. Was mich aber bei diesem Film so sehr ins Schwärmen geraten lässt ist nicht das hervorragende Drehbuch sondern drei simple aber wichtige Eckpfeiler für einen grandiosen Film:

Die Schauspieler sind teils einfach nur der Wahnsinn. Angefangen bei 'Ellen Burstyn', die die vereinsamte und verwitwete Mutter spielt. Einfach der Hammer wie sie die Verwandlung von der einsamen alten Frau mit der Hoffnung auf einen Auftritt im Fernsehen zu einem von Pillen abhängigen psychischen Wrack darbietet. 'Jared Leto', den ich eigentlich noch nie wirklich beachtet habe (Lediglich seine Musik ist nicht übel) bietet hier auch eine mehr als solide Leistung. 'Marlon Wayans' beweist dass er nicht nur (mit oder ohne seine Brüder) auf niedrigem Niveau rumalbern kann sondern auch eine ernste und recht intensive Rolle hervorragend spielen kann. Meine persönliche Perle ist allerdings 'Jennifer Connelly'. Ich war der Meinung das sie in "A Beautiful Mind" so ziemlich ihre beste Rolle hatte (und danach mehr und mehr abstürzte). Aber was sie hier leistet fand ich echt grandios. Die Verzweiflung die sich gen Ende in ihren Augen wiederspiegeln oder das Glück, wenn sie ihre schönen Momente mit 'Harry' hat wirken einfach phantastisch. In meinen Augen ihre beste Rolle die sie bisher gespielt hat. Schade das sie nicht auch wie 'Ellen Burstyn' für einen Oscar nominiert wurde (Kategorie weibliche Nebenrolle wäre allemal gerechtfertigt gewesen. Aber Nein, man nominiert lieber zwei Schauspielerinnen aus dem selben Film... -.-').

Die Optik des Filmes ist ebenso phantastisch. Die Zeitraffer-Szenen, die Kamerafahrten... Einfach stark. Auch die Einstellungen mit dem Kühlschrank oder dem Besuch ihres TV-Egos sind toll. Alles in allem eine hervorragende Kameraarbeit und visuelle Gestaltung.

Last but not least kommt der herausragende Soundtrack. Der im Endeffekt zwar glaube ich nur aus drei verschiedenen Tracks besteht. Aber diese haben es dafür in sich. Sie untermalen die jeweiligen Szenen perfekt ohne dabei irgendwie aufdringlich zu wirken, wie es ja in heutigen Blockbustern z.B. sehr gerne gemacht wird.

Fazit: Ich bin begeistert.

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Carnifex

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Meine erste Bewertung hier bei MP widme ich dem Film, der mich wohl gefesselt hat wie kein anderer. Auf beeindruckende Weise schafft es "Requiem for a Dream", die Drogenabhängigkeit und die damit verbundenen menschlichen Niedergänge aufzuzeigen. Besonders die visuelle Darstellung hat mich dabei überzeugen können. Auch wenn man selbst nie Drogen genommen hat, kann man sich dadurch vollendes mit den Charakteren identifizieren. Untermalt wird dies durch einen hervorragenden Soundtrack und auch die Darsteller sind erstklassig. Das Ende ist konsequent und schockierend zugleich. Wer diesen Film gesehen hat, wird ihn nicht so schnell vergessen!

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Tetsumi

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein eindrucksvoller, ausdrucksstarker Film über Drogen, deren Nebenwirkungen und wie sie das Leben der Konsumenten verändern. Dieser Film ist top

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horstkevin

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Bewertung5.5Geht so

Oooops. Überbewertet?

Also da habe ich mir mehr erwartet. Mal davon abgesehen das ich Jared Leto weder musikalisch noch schauspielerisch hoch einschätze, war dieser Film nicht besonders.
Der Zeitraffer nutzt schnell ab, ich weiß nicht ob ich schon einen Film gesehen habe, indem er so oft genutzt wurde.
Thematisch ist es halt die typische Drogenscheisse wie sonst auch - nur immerhin auf einem gewissen Niveau.

Richtig überzeugt haben mich die Filmmusik und Ellen Burstyn. Wahnsinn wie sie die Rolle der immer weiter abdriftenden Mutter spielt.

Ansonsten natürlich keine ganz leichte Kost. Wer das Genre mag wird mit einem Mittelklassefilm bedient.

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ben-85

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Bewertung3.5Schwach

Mitunter der größte Rotz den ich je gesehen hab !

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unleashedbee

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

ich finde es realistisch, was durch eine einzige fernseh-/quizshow alles passieren kann. es ist eine zuerst drogenabhängige Schizophrenie, aber dann, auch ohne diese tabletten zu nehmen, wird sie ihre verrücktheit nicht los.
der unglaublich gute schnitt gibt einem das gefühl, selbst einer der hauptrollen zu sein.

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estafetalo

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Bewertung7.5Sehenswert

Tolle Einstellungen und Bild-ideen, die Geschichte des Niedergangs ist aber inhaltsarm und Drogenabhängigkeit wurde auch schon intensiver dargestellt.
(Exit - night in hell; Jim Carroll - Basketball Diaries)

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fischflosse

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Bewertung9.5Herausragend

Requiem for a Dream ist die zweite Verfilmung eines Hubert Selby Jr. Romans nach Letzte Ausfahrt Brooklyn und mit Darren Aronofsky hat sich ein Regisseur dem Material angenommen, der nach seinen Debütfilm Pi sehr vielversprechend für die Umsetzung des Romans wirkte.

Das Leitmotiv Obsession ist überhaupt ein zentrales Thema in Aronofsky Filmen sei es in seinem Vorgängerfilm Pi oder in seinen Nachfolgewerken The Fountain, The Wrestler und Black Swan. In allen seinen Filmen jagen seine Charaktere Träume hinterher an denen sie Schritt für Schritt zerbrechen beziehungsweise scheitern. In Requiem for a Dream wird das Scheitern verdeutlicht durch die Einteilung des Films in Akten dabei nutzt der Regisseur die Symbolik der Jahreszeiten. Im Sommer geht es allen noch gut, im Herbst beginnt das Leiden und im tristen Winter folgt der endgültige Abstieg. Untermalt wird dies von dem sehr einnehmenden Score von Clint Mansell, der mit Lux Aeterna, einer der besten und einprägsamsten Musikkompositionen der Filmgeschichte erschaffte ....

Mehr auf meinen Blog: http://neoretrospektive.wordpress.com/2011/11/16/requiem-for-a-dream-requiem-for-a-dream/#more-98

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HxC_Moe

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Bewertung9.0Herausragend

Auch einer meiner Lieblingsfilme. Irgendwie steh ich auf kranke Filme. Der Witz ist dass der Film mir in diesem Fall ZU krank ist. Der Film ist einfach so heftig, dass er mich beim ersten schauen wirklich psychisch fertig gemacht hat. Einfach durch die übertrieben guten Schauspieler und den verrückten Drehstil und vorallem durch die dramatische, aber auch so realistische Handlung hat mir der Film den reinsten Hirnfick verpasst. Aber Aronofsky ist ja bekannt für seine durchgeknallten Filme. Jedenfalls finde ich den Film tatsächlich so schlimm, dass ich ihn NIE MEHR WIEDER sehen will. Und ich bin ja schon einiges gewöhnt. Trotzdem Empfehlung an jeden, weil man zu Anfang gar nicht versteht was noch vor einem liegt. Es passiert einfach alles so schnell und ein harmloser Film mutiert zum schlimmsten Alptraum. Vielleicht denken ja andere anders darüber, aber für mich ist Requiem For A Dream einer der heftigsten Filme die ich kenne.

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WaaayneTrain

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Bewertung10.0Herausragend

Verstörend, Brutal, Düster, Beängstigend, Elend. Einer der wenigen Filme die man eben nicht sieht sondern erlebt. Technisch, stilistisch und schaupsielerisch perfekt. Darren Aronofsky nahm hier kein Blatt vor den Mund, etwas vom schlimmsten, das ich je gesehen habe.

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Nexus

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Bewertung10.0Herausragend

Toller film über das weniger tolle Schicksal der Protagonisten.

Auf jeden Fall weiter zu empfehlen. Ich kann ihn mir immer wieder ansehen.

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Die Braut

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Bewertung7.0Sehenswert

Schockierend, verstörend, schonungslos, aufwühlend, drastisch, das ist Requiem for a Dream.
Diesen Film zu bewerten fiel mir sehr schwer, da er mich Tage nach dem ansehen noch gedanklich beschäftigt hat. Der Absturz vierer in die Drogen- in ihre ganz persönliche Hölle.
Der Regisseur zeigt in einer sehr starken Bildsprache den Niedergang dieser vier Personen mit dem sich dazu immer wiederholenden Musikthema, daß das Gesehene noch umso mehr verstärkt, das sich immer Wiederkehrende sich Wiederholende, die grausame Routine, das in dem Gefangen sein, das um den sich drehenden verheerenden Lebensmittelpunkt.
Die Leistungen jedes einzelnen Protagonisten sind ausgezeichnet und absolut überzeugend der Regisseur hat mit all seinen Zutaten, ein Requiem komponiert.

Edit:
Von der Existenz dieses Films erfuhr ich durch das Lesen der Trainspotting Kritiken und sah ihn mir wie so viele andere Piloten 11 Jahre nach seinem erscheinen an und wie so viele werde ich ihn mir kein zweites mal ansehen.

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Moe

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Bewertung9.0Herausragend

Ein typischer Aronofsky-Film.
Die Darstellung der Verzweiflung der Charaktere war einsame Sp(r)itze.
Wie sich die Personen immer weiter reingesteigert haben, habe ich so auch noch nicht gesehen. Ich mag seinen Stil, vor allem diese schnellen Schnitte von Fokusaufnahmen auf einzelne Dinge. Zur Musik muss man ja absolut nichts sagen, die ist einfach Weltklasse! Der Film ist schockierend, traurig und beschäftigt auch einen nach dem Abspann.

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Limenator

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Super Film! Schnitt, Maske, Kamera und Schauspieler sind umwerfend!
Endlich mal ein Film der nicht predigt sondern einfach nur zeigt... Gab mir Denkstoff für mehrere Wochen der Film!
Ich empfehle allerdings nicht ihn auf DVD zu kaufen, denn so einen verstörenden Film sieht man sich garantiert nicht zwei mal an!!!

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Eins Zwo Drei

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Gekauft und jetzt sehe ich ihn nur noch, um ihn anderen zu zeigen, aber so ein Meisterwerk muss man im Regal stehen haben!


MissingNo

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Bewertung9.0Herausragend

Harter Stoff aber wirklich packend und meiner Meinung nach eine eine klare "Anseh-Empfehlung".

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