Requiem for a Dream
Requiem for a Dream (2000), US Laufzeit 101 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 03.01.2002
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von Darren Aronofsky, mit Ellen Burstyn und Keith David
Requiem for a Dream ist die kompromisslose und schockierende Darstellung dessen, wie (Sehn-) Süchte die Hoffnungen und Träume von vier Individuuen zerstören. Die Witwe Sara Goldfarb (Ellen Burstyn) schreit förmlich nach Aufmerksamkeit und versinkt unerhört in der Welt des Fernsehens, die ihr die erhoffte soziale Anerkennung bescheren soll. Besessen davon für einen Fernsehauftritt in ihr altes rotes Kleid zu passen, geiselt sich Sara mit Diätpillen und wird zunehmend von Halluzinationen terrorisiert. Währenddessen überlegen ihr Sohn Harry (Jared Leto), dessen Freundin Marion (Jennifer Connelly) und bester Freund Tyrone (Marlon Wayans) wie sie mit Drogenhandel und Prostitution ihrer Zukunft auf die Sprünge helfen können. Doch zuallererst steht der nächste Schuss an…
Das Drehbuch für Requiem for a Dream beruht auf dem gleichnamigen Roman von Hubert Selby Jr. aus dem Jahr 1978. Ellen Burstyns anfängliche Reaktion auf das Drehbuch von Regisseur Darren Aronofsky war Ablehnung. Erst nachdem sie dessen ersten Film Pi gesehen hatte, sagte sie Requiem for a Dream zu. Die Rolle als Sara Goldfarb stellt nicht nur Ellen Burstyns persönliches Highlight als Charakterdarstellerin dar, sie wurde ebenfalls mehrfach für ihre Leistung ausgezeichnet und war sogar als Beste Hauptdarstellerin für den Oscar und den Golden Globe nominiert.
Jared Leto wiederrum nahm in Vorbereitung auf seine Rolle als Sohn Harry Goldfarb 25 Pfund ab und freundete sich mit tatsächlichen New Yorker Drogenjunkies an.
Um die persönliche Drogenhölle der Filmfiguren visuell zu vermitteln, bediente sich Aronofsky seines Markenzeichens, der sogenannten Hip-Hop-Montage. Dies ist eine Filmtechnik (gerne auch als Videoclipästhetik bezeichnet), in der wichtige, wiederkehrende Bilder und Handlungen, oft in Großaufnahme, in kurzen, immer schneller werdenden Schnitten bzw. im Zeitraffer gezeigt und mit prägnanten, meist überlauten Geräuschen verknüpft werden, wodurch ein tranceähnlicher Eindruck entsteht. Während ein durchschnittlicher Film mit etwa 600 bis 700 Schnitten auskommt, sind es in Requiem for a Dream ganze 2.000 Schnitte. Zusätzlich verwendete Aronofsky die SnorriCam, die um die Brust des jeweiligen Darstellers gebunden diesen frontal filmt und sich im Verhältnis zu ihm scheinbar nicht bewegt. Ein laufender Akteur scheint sich durch diese Technik ebenfalls nicht zu bewegen, stattdessen fließt die Umgebung quasi um ihn herum. Der Zuschauer nimmt diesen Effekt als Drogenrausch und Orientierungslosigkeit der jeweiligen Person wahr. (JW)
Cast & Crew
-
Darren Aronofsky
-
Ellen Burstyn
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Sara Goldfarb
-
Jennifer Connelly
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Marion Silver
-
Sean Gullette
-
Jared Leto
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Harry Goldfarb
-
Louise Lasser
-
Christopher McDonald
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Tappy Tibbons
Regie
Schauspieler
-
Keith David
-
Mark Margolis
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mr. Rabinowitz
-
Marlon Wayans
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Tyrone C. Love
-
Darren Aronofsky
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Besucher
-
Jack O'Connell
-
Hubert Selby Jr.
-
Darren Aronofsky
- Genre
- Sozialdrama, Psychodrama
- Zeit
- 2000er Jahre, Gegenwart
- Ort
- Coney Island, Gefängnis
- Handlung
- Abhängig, Afroamerikaner, Alptraum, Amputation, Armut, Arzt, Bett, Diät, Drogen, Drogendealer, Drogenhandel, Drogensucht, Einsamkeit, Fernseher, Fernsehshow, Freiheitsentzug, Fremdgehen, Freundschaft, Gefängnis, Gruppensex, Halluzination, Heroin, Heroinsüchtiger, Hochhaus, Infektion, Interkulturelle Freundschaft, Irrenanstalt, Joint, Kokain, Krankenhaus, Kriminalität, Kultfilm, Kuss, Kühlschrank, Liebe, Mutter-Sohn-Beziehung, Prostitution, Scheitern, Scheitern, Scheitern, Speed, Spritze, Tablettensüchtig, Traumwelt, Ungeselligkeit, Verfolgungswahn, Vestido, Wahnvorstellung, Zärtlichkeit
- Stimmung
- Hart, Spannend, Traurig, Verstörend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Requiem for a Dream
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Trailer zum Film Requiem for a Dream
Alle Trailer, Clips & Videos (3)















Kritiken (9) — Film: Requiem for a Dream
filmlemming: Deus X Cinema / filmlemming... filmlemming: Deus X Cinema / filmlemming...
Kommentar löschen[...]Wer Requiem for a Dream gesehen hat, wird Black Swan nicht weiter als Bestleistung des visionären Regisseurs bezeichnen können. Nach Fehlern im Drehbuch oder in der Charakteraufstellung sucht man hier vergebens. Ein von vorne bis hinten durchdachtes Werk, dass dank einer Musik, die selbst Zähneputzen dramatisch erscheinen lässt, eine absolut beklemmende und schockierende Wirkung auf seine Betrachter ausübt.[...]
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SiameseMax: SiameseMovies
Kommentar löschen[...] Darren Aronofskys Meisterwerk „Requiem for a Dream“ ist bei Weitem kein Geheimtipp mehr. Im Gegenteil, der zunächst eher unbekannte Independent-Film avancierte bis heute zum regelrechten Kultfilm, der es unter die Top 50 der Imdb „250 besten Filme aller Zeiten“ schaffte, und seinen Regisseur sowie seine Akteure zu Stars machte. Eine beeindruckende Erfolgsgeschichte, und das absolut zu Recht.
Durchaus als eine thematische und stilistische Fortführung und Weiterentwicklung Aronofkys ebenfalls fantastischen Vorgängers „Pi“ interpretierbar, fängt „Requiem for a Dream“ die Folgen des Drogenkonsums an dem Beispiel dreier Schicksale mit einer solch eindringlichen Intensität ein, wie kein anderer Drogen-Film zuvor. Der Regisseur meistert die Gratwanderung zwischen filmstilistischer Innovation und inhaltlicher Tragweite sowie dramaturgischer Tragik perfekt und erschafft damit ein filmisches Kunstwerk in Reinkultur: Hübsch anzusehen und grandios geschnitten (besonders die bereits in „Pi“ auftauchenden Sequenzen des Drogenkonsums und dessen Wirkung sind phänomenal), beginnt „Requiem for a Dream“ als hippe Szene -bzw. Sozialstudie, die den heroinsüchtigen Harry, dessen ebenso drogenabhängige Freundin Marion und seine depressive Mutter Sara, die sich nichts sehnlicher wünscht, als ins Fernsehen zu kommen, begleitet. Doch die anfänglichen (Lebens-)Träume und Ziele der Protagonisten werden durch ihren immer stärker werdenden Drogenkonsum, aber auch durch die Macht der Massenmedien und der Gesellschaft, personifiziert durch die direkte Nachbarschaft, Ärzte und die Freunde der Figuren, zunehmend erschüttert und schließlich zu Grabe getragen. [...]
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Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...
Kommentar löschen[...] Vielleicht mag sich diese Bewertung ändern, wenn man selbst einschlägige Erfahrungen sammeln durfte oder musste - aber ganz ehrlich, auch diese Erkenntnis stellt keinen filmischen Mehrwert dar, den es zu belohnen gilt. Ebensowenig wie die Tatsache, dass es in diesem schrecklichen Sozialarbeiter-Zeigefinger-Genre noch schlimmere Auswüchse zu bestaunen gibt. [...] Das Medium Film muss keinesfalls reine Unterhaltung bieten - aber nur weil "Requiem vor a dream" seine feel-bad-Attitüde zelebriert und sich in seinem artifiziellen Look (ganz selten verstörend, dafür umso öfter ätzend) noch wichtiger nimmt als Günter Grass in Talkshows, wird er noch lange nicht intelligent oder gar qualitativ ansprechend - er verdeutlicht nur den pseudoelitären Anspruch, der schlechtem Arthouse-Kino bisweilen anhaftet. [...]
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Mr Vincent Vega 2010/09/13 16:44:15
Antwort löschenSo isses!
stalker 2010/09/13 16:57:57
Antwort löschenMost seen movie nach "Die Monsterinsel" und "Die Olsenbande fliegt über die Planke" und einer der besten Filme aller Zeiten.
fabel 2010/09/13 21:51:22
Antwort löschenund ich wollte mir ihn tatsächlich letztens kaufen im Media-Markt...tsst....
fabel 2010/09/13 21:55:08
Antwort löschenbzw. bei AMAZON kaufen...^^
aber hab ich dann doch lieber gelassen....anscheinend ja zurecht, aber könnt ihr euch nicht mal einigen ?
BANDRIX liebt ihn, XEBECHE anscheinend auch, ebenso der MOVIESTAR und du nicht......wem soll ich denn jetzt glauben ??
fabel 2010/09/13 21:56:16
Antwort löschenund PHOENIX und ARAKUNE auch.....hmm..das ist eine nicht so schöne situation......kannst du mir zu tausend % versichern, dass der sich nicht lohnt ?
Hitmanski 2010/09/13 22:36:27
Antwort löschenNaja, formulieren wir es mal diplomatisch: Ich erhebe keinen Allmachtsanspruch, aber ich stehe zu meinen Überzeugungen.
Aus meiner Sicht kann man sich das Geld auch sparen und sich zwei Stunden vor so ne Anti-Drogen-Tafel setzen, oder du gehst zum Schulpsychologen, der entertained dich beim Stichwort "Sucht" sicherlich genauso gut, wie "Requiem" es tun würde ;)
fabel 2010/09/13 22:47:37
Antwort löschendann warte ich doch lieber auf den Fernsehauftritt dieses Filmes ;)
Wenn er dann tatsächlich hervorragend ist, dann spar ich das Geld und komme doch am besten weg. ;)
Danke für den Tip, mit den Psychologen. Nur weis ich gar nicht, ob wir überhaupt einen haben. ^^ Hab ich morgen ja mal was zu tun. :)
Hitmanski 2010/09/13 22:50:58
Antwort löschenImmer gut solche Leute zu kennen - vorallem jetzt, bei deinem bevorstehenden Lynch-Marathon :D
fabel 2010/09/13 22:54:35
Antwort löschendas hab ich ja heute gelernt :D:D
haste erfahrung mit, was ? :D:D
naja, morgen möchte ich eine neue Lynchempfehlung für die nächsten Tisch irgendwo stehen haben ;)
Ich bin irgendwie heiß darauf. ^^
kasuke 2010/09/14 10:06:35
Antwort löschenNächste Station : MULHOLLAND DRIVE ! :-)
stalker 2010/09/14 18:18:41
Antwort löschenMir ging der Kommentar auch an die Nieren, zum Glück hab ich zwei.
Hitmanski 2010/09/14 19:40:00
Antwort löschenAch kommt schon, ihr habt den Film überlebt, also wird es mit etwas Survival-Training auch möglich sein, meine Comments zu ertragen ;)
fabel 2010/09/15 22:05:26
Antwort löschenHitmanski ist längst nicht so unerträglich wie ihn hier hinstellt. Schämt euch. :D
Dolly Zoom 2010/09/16 00:17:25
Antwort löschenNö, dass ich regelmäßig mit seiner Meinung (zu Filmen) nicht konform gehe, muss keineswegs die Empfindung einer "Unerträglichkeit" bedeuten. Doch sein obiges Geschreibsel ist für mich hinsichtlich einer nachvollziehbaren Begründung für seine Bewertung eklatant misslungen.
Der Vergleich mit Plakaten läuft schnurstracks ins Hanebüchene:
Die Effektivität einer Botschaft steigt mit ihrer emotionalen
Wirkung auf den Betrachter während ihrer Vermittlung, ergo ist ein derart intendierter Film potenziell einem schnöden, blöden Plakat überlegen.
Freilich lässt sich gegen den Film ein Scheitern diesbezüglich anbringen, aber das verfolgt Hitmanski unzureichend.
Stattdessen ergeht er sich lieber in popkulturellen Verweisen, die sonst meist unterhaltsam montiert sind, hier selbstgefällig und deplatziert einen Großteil des Textes ausmachen - zumindest für alle, die besagte Begründung lesen wollen.
Weiter ist es ziemlich kurzsichtig, Requiem for a Dream auf einen läppischen Antidrogenappel zu beschränken. Zwar steht in der Konsequenz das Scheitern der Charaktere durch ihre Drogen im Fokus - seien es Amphetamine, TV, Essen oder bloß das Verlangen nach Zuwendung -, doch ebenso werden die Ursprünge und Umstände dieser Süchte aufgezeigt; dabei zeichnet Aronofsky mit relativ komplexe Sozialstrukuren multikausal, vereinfacht keineswegs, sondern gibt der gesamten verdammten Gesellschaft eine Mitschuld.
Für einen versöhnlichen Abschluss: Kennst du Pi, Hitmanski (mir wird mal wieder nichts angezeigt), Aronofsky macht den Eraserhead für alle Mathefreaks?
Dolly Zoom 2010/09/16 00:22:24
Antwort löschenUnd fabel, lass dich nicht einschüchtern, dir diesen Film nicht anzuschauen; der exzessive Einsatz (fast) aller möglichen filmischer Mittel und die berüchtigte Filmmusik machen ihn zu einem ganz besonderen Erlebnis.
Hitmanski 2010/09/16 00:56:28
Antwort löschenDer Text ist nicht umsonst so geschrieben worden, wie er jetzt hier steht: Die obige Kritik ist eingedampft auf die intendierte Grundaussage und bedient sich auf dem Weg zu dieser, einer Palette von sprachlichen Mitteln und Verknüpfungen, die in ihrer Häufung und als Untermauerung des Standpunktes bei manchen durchaus die Grenze zur Selbstgerechtigkeit überschreiten könnten. Und somit sind die Angriffsflächen die gleichen wie beim rezensierten Film: "Requiem" bietet für mich keinen sonderlichen Subtext, sondern er gestaltet seine Kernaussage nur geradezu messianisch aus - er bietet viel Emotion, aber wenig Inhalt (daran ändern auch die "Werdegänge" wenig). Und somit versagt er für all diejenigen, die - aus welchen Gründen auch immer - keinen emotionalen Zugang zu den Figuren finden. Aronofsky hat mit seinem Film ein künstlerisches Tableau (mit einer mir missfallenden Optik) geschaffen, aber alle Akteure bleiben - trotz ihrer Schicksale - ungreifbar und auf die Rolle von unnahbaren Statisten beschränkt. Aus diesem Grund stehe ich nach wie vor zum oben gebrachten Plakat-Vergleich: Wie du richtig erkannt hast, die Intensität einer vermittelten Botschaft steigt mit der emotionalen Intensität, mit der sie rübergebracht wird. Aber allein die Tatsache, dass das Medium Film sich quantitativ länger Zeit zur Vermittlung einer Information lässt, als es bei Printmedien oder Plakaten der Fall ist, impliziert für mich noch lange keinen qualitativen Zugewinn.
"Requiem" fordert den Zuschauer zu einer Haltung auf, aus diesem Grund sah ich auch von etwaigen Konsenspunkten in meiner Kritik ab: Auch wenn mir die Optik nicht liegt - die Technik ist gut bis sehr gut, gar keine Frage. Aber angesichts des Anspruchs, den der Film an sich selber stellt, versagt er für mich nahezu vollständig - es bleibt ein apodiktischer Zeigefinger-Film.
________________________________________________________
"Pi" kenn ich noch nicht, der "Eraserhead"-Vergleich ist zwar verlockend, gleichwohl ist "Requiem" nun schon der zweite Film von Aronofsky, mit dem ich überhaupt nichts anfangen kann - mal sehen^^
stalker 2010/09/16 10:14:57
Antwort löschenPi mit Eraserhead zu vergleichen. naja, beide Filme sind zwar schwarz-weiß, aber mehr haben die aber auch nicht gemein.
Dolly Zoom 2010/09/16 11:20:25
Antwort löschen@Hitmanski
Na, das gefällt mir schon besser, obwohl ich dir kaum mehr Zustimmung entgegenbringe, kann ich deinen Standpunkt endlich aufgrund deiner schlüssigen Begründungen akzeptieren.
Noch einige kleinere Anmerkungen, derer ich mich wohl oder übel nicht verweigern konnte:
Der qualitative Zugewinn bei einem Appel im Medium Film ist generell und prinzipiell (!) möglich: Die meisten Zuschauer dürften die schonungslose Darstellung eines deprimierenden Niedergangs im
Drogenkreislauf nachhaltiger schockieren als etwa ein ausgeblichenes Plakat einer Raucherlunge, das man ungeduldig und genervt neben einer Ampel im morgendlichen Stau sieht. Nicht unwesentlich ist natürlich der Grad der Identifikation mit den Figuren - aber ich wundere mich ja nicht zum ersten Mal über mangelnde Empathie deinerseits ;-)
Gegen die inhaltliche Kritik möchte ich noch anführen, dass Aronofsky zwecks vorgeworfener ätzender Missionierung auch die Läuterung zumindest von einem der Charaktere hätte zeigen können...
Interessanterweise wird ja durch die Ausweglosigkeit der Suchtsituationen die fehlende "Praxiskompatibilität" einer Belehrung deutlich; die Figuren gehen ja nur ihren Grundbedürfnissen nach (die womöglich letzte Anerkennung im Leben, Bestätigung des Vertrauens in einen, Selbstverwirklichung, Einkommen,..).
Alle sind sie nicht nur an ihren Drogen und damit an sich selbst gescheitert, sondern auch durch ihre Mitmenschen:
Kinder, die sich nicht um ihre Eltern kümmern.
Eltern, die sich nicht um ihre Kinder kümmern.
Freunde, die sich nicht für einen interessieren.
Ein Arzt, der sich nicht für seine Patienten interessiert.
Ein Arzt, der sich zu sehr für seine Patienten interessiert.
Ausbeutung überhaupt.
...
@ stalker
Es gibt auch inhaltliche Parallelen (surrealistische Elemente, das Thema der Vereinsamung, "jugendliche" Sinnsuche). Der Vergleich war natürlich auch im Hinblick auf Hitmanskis Vorliebe für Lynch gewählt ;-)
stalker 2010/09/17 00:22:12
Antwort löschen@Dolly Zoom. Bei deinen Anmerkungen zum Requim triffste aber meiner Filmsicht nach voll ins Schwarze.
BurakkuEmparaa 2010/09/19 16:43:09
Antwort löschen@Hitmanski:
Ich glaube du hast den Film missverstanden, es geht nicht unbedingt um Drogen, sondern um Träume (wie der Name eben schon sagt) und dass fast jeder Mensch sie auf die falsche Art zu erfüllen versucht. In Requiem eben mit Drogen. Allerdings muss man sagen, dass der Film nicht mal annähernd an das Buch von Selby Jr. rankommt (der übrigens auch ganz am Ende ein Cameo hat). Und der Mann weiß (wusste) wirklich, wovon er spricht.
Fu-Jay 2010/12/19 22:38:37
Antwort löschen"Der Nächste bitte!" Das klingt, als würdest du gegen von Kritikern hochgelobte Filme ankämpfen. :D
DerDude_ 2010/12/21 16:57:51
Antwort löschenJa , das tut er .
Frage :Magst du eigentlich irgendeinen Film ?
Hitmanski 2010/12/23 14:04:10
Antwort löschenJoa: Rocky Horror Picture Show, Godfather, Godfather II, There will be blood, American Beauty, Magnolia, Life Of Brian, Clockwork Orange, Sin City, Gladiator, Fight Club, M, Amadeus, Leon, The Good, the bad and the ugly, Mullholland Drive, Pulp Fiction, Blade Runner, Once upon a time in the west, Cabaret, Batman Returns, eXistenZ, Being John Malkovich, Changeling, Nightmare On Elm Street, All About Eve, Django, Some like it hot, Repulsion, Witness for the Prosecution - um mal ungefähr ein Drittel der Filme aufzuzählen, die Punktewerte im Ü8-Sektor abbegkommen haben...
moepmoep 2011/01/24 14:29:06
Antwort löschenDrogen sind nicht blöd.
stalker 2011/01/24 15:56:41
Antwort löschenUps. Jetzt hab ich aus Versehen den gefällt mir Button geklickt. Hm. Gut geschrieben ist er ja und wenn ich den Film so sehen würde wie du, ich hätte schon längst geklickt. Nun gut. Geklickt ist geklickt.
@moepmoep: Drogen sind nicht blöd, aber schwierig.
BurakkuEmparaa 2011/01/24 23:43:24
Antwort löschenMan kann ja auch auf "gefällt mir doch nicht" klicken. ^^
psuch 2011/01/26 11:26:19
Antwort löschenDas könnte ich genau so unterschreiben. Fand den Film auf Dauer einfach nur sau öde und extrem langatmig. Nach 45 Minuten habe ich erstmal pausiert und mir ein Bier geholt. In der Handlung war nämlich noch gar nichts weiter passiert. Und der Film stand unter meinen Top-100 Filmen. Grausig!
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moepmoep 2011/01/26 13:19:52
Antwort löschen@psuch: Ich werde Menschen, die einen Film, der ihnen nicht gefällt, nicht abbrechen, wohl nie verstehen.
Janus Winter 2011/01/29 01:25:47
Antwort löschenverstehe ich auch nicht, möppi. mehr als 30 minuten gebe ich keinem film, wenn er mich anödet.
Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Kommentar löschenEs sind weniger die extravaganten Schnitte und filmischen Mittel, die Darren Aronofsky in seinem Drogen-Drama benutzt, sondern der Blick in die Gesichter der Protagonisten, die jedwede keimende Hoffnung und jede Träumerei von vornherein begraben. Sucht, Abhängigkeit, Drogen, Zerstörung, und Selbstaufgabe: In mechanischen, automatisierten, irgendwann manisch wiederholten Bewegungsabläufen der eingeworfenen Pillen und aufgezogenen Spritzen liegt die Tragik dieser weggeworfenen Leben. Aronofsky gelingt es anzuklagen, ohne zu moralisieren. Er zeigt die Schwächen des Systems: Den einen Arzt, der Pillen verschreibt ohne seine Patienten überhaupt anzusehen, oder den anderen Arzt, der, statt zu helfen, lieber die Polizei holt. „Requiem for a Dream“ zeigt aber auch die Selbstverleugnung, die Unfähigkeit seine eigene Fehlbarkeit einzugestehen. Trostlosigkeit und Trauer: Zerstörte Leben in düsteren Bildern, ausgekotzt und hingerotzt in düsteren Gassen, wo keiner hinsieht, weil keiner…
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cellardoor94 2010/04/13 15:14:38
Antwort löschenDiesem Kommentar ist nahezu nichts mehr hinzuzufügen.
Außer vielleicht:
Requiem for a dream, der eindrucksvollste Film, den ich jemals gesehen habe. Danke, Darren.
neon
Kommentar löschenRequiem for a Dream zeigt ohne jegliche Beschönigung die Ausmaße des Drogenkonsums. Drogen machen abhängig, gefügig und desillusionieren. Darren Aronofsky zeigt dies nicht nur, er thematisiert auf gar unorthodoxer Art und Weise das Thema Drogen und die Sucht, die dahinter steckt. Jeder der Figuren hat sein eigenes Laster und zwar die Sucht. Das streben nach Erfüllung, Liebe, Zuneigung und Beachtung.
Bildkomposition, Ton, Musik und Schnitt alles ist perfekt aufeinander abgestimmt und diese Komponenten harmonieren hervorragend miteinander. Langsam baut Darren Aronofsky den Spannungsverlauf und die Geschichte in Requiem for a Dream auf und er treibt es dann bis zur Unerträglichkeit. Zum Ende hin schneidet er, Szene an Szene, sodass einem fast die Luft wegbleibt und einem der Atem stockt. Man sieht diese vielen Bilder, die Gnadenlos das Schicksal der Porträtierten wiederspiegeln. Grausam, schockierend, realistisch, voller erbarmungsloser Intensität und der Zuschauer weiß, dass es für die Protagonisten kein Happy End geben wird. Es bleibt nur der Fall in tiefes schwarzes Loch, ohne Wiederkehr, ohne eine Rückfahrkarte.
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kltrg
Kommentar löschenNichts für schwache Nerven, aber wie ich finde absolut sehenswert!
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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschenDarren Aronofskys überinszenierter Blick auf eine Gesellschaft, die der Abhängigkeit verfallen ist. Die sozialkritischen Thesen des Films sind platt und unkonkret, die Bildmontage außergewöhnlich, experimentell und faszinierend. Aronofskys visuelle Handfertigkeiten wirken dabei aber zunehmend redundant und unkontrolliert, was dem erschöpfenden und verstörenden Charakter des Films hingegen nur zuträglich ist. Am Eindrücklichsten arbeitet "Requiem for a Dream" mit Filmmusik, die hier all ihre positiven und negativen Eigenschaften voll ausspielt. Der Handlungsteil um eine dem Suchtwahnsinn verfallende Ellen Burstyn ist besonders beispielhaft für Aronofskys penetrante Strategie der Zuschauermanipulation und ärgerlich insbesondere deshalb, weil er unglaubwürdig und wissenschaftlich irgendwo in den 70ern stecken geblieben ist. Wenn sich die dramatischen Ereignisse zum Ende zuspitzen und die Schnittfrequenz immer weiter erhöht wird, kann man Aronofskys Übermut durchaus schon als emotionale Vergewaltigung bezeichnen.
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sikkmeidack 2009/08/10 03:21:47
Antwort löschennichts verstanden, hmm?
Und 3 Leuten gefällt das auch noch? Angsteinflößend,--- mein Mitgefühl.
jollyroger 2009/08/15 14:50:01
Antwort löschenKeine Ahnung, davon aber ganz viel, gepaart mit einer Überdosis an selbstgefälligem, pseudo-intellektuellem Geschwafel, das einem schon nach dem zweiten Satz auf den Sack geht - was kommt raus?
Richtig, Möchtegern-Kritiker und Hobby-Narzisten wie unser Vinnie.
Tyler 2009/10/01 17:58:07
Antwort löschenWas spricht mehr für Narzismus, seine Meinung vertreten, oder die Meinung anderer nicht akzeptieren und sich auf dessen auch noch profilieren wollen? Denkt mal darüber nach, und diskutiert es doch morgen mal mit eurem Ethiklehrer.
sikkmeidack 2009/10/13 13:58:57
Antwort löschenUnangehmen Narzimus zu entlarven, bedeutet nicht zwangsläufig ein Übermaß eigener Profilierungssucht und überzogener Selbstliebe. Narzistische Selbstwertstörungen gehen immer mit stark soziopathischen Tendenzen einher, die wiederum vom Umfeld als abstoßend empfunden und somit mit entsprechenden intersozialen Reaktionen bedacht werden. Niemand mag schwafelnde, substanzlose Klugscheißer.
Ich verstehe dein Posting. Ist tatsächlich sehr ambivalent.
peter pan 09 2010/02/23 17:51:57
Antwort löschenIch muss dir auch recht geben substanzloser Klugscheisser trifft vollkommen zu Mr Vincent kann nicht anders...
Melcon 2010/05/04 15:53:01
Antwort löschenDen wohl eindrucksvollsten Anti-Drogen-Film, der das wirklich dramatische Leben von Millionen wiedergibt, deren tieftrauriger Verlust von Glück und Wahrnehmung in einer zerstörenden Stimmung aufgezeigt wird und nur von der Wirklichkeit übertroffen.
Dann ist so eine Kritik und dessen Zustimmung nur noch peinlich. Entweder reagiert man so, weil einem der Film total verängstigt, aber um sich zu profilieren ... du meine Güte ...
harm4life 2010/07/12 01:15:50
Antwort löschendoch lieber emotional vergewaltigt als nie oder nur oberflächlich berührt worden sein..
Super8951 2010/07/28 21:44:27
Antwort löschenUnd täglich grüsst das Murmeltier, und der Pseudo-Intellekt hat wieder zugeschlagen.
Alle 10 Antworten zeigen
BurakkuEmparaa 2011/02/13 16:56:24
Antwort löschen"[...]weil er unglaubwürdig und wissenschaftlich irgendwo in den 70ern stecken geblieben ist."
Dass der Film auf einem Buch aus den Siebzigern basiert ist dir aber schon klar, oder?
thehannoka 2011/03/29 22:00:46
Antwort löschenpolemik!
Khitos: Kälte Reich
Kommentar löschenRequiem For A Dream ist ein intensiver Film, der schmerzt, der einen bannt und zugleich einem einen Spiegel vors Gesicht hält, einen auffordert darüber nachzudenken, was er gerade gesehen und gefühlt hat. Es ist in keinster Weise ein feelgood movie, der dich aufbaut und dir zulächelt. Viel mehr ist es so, dass er dich hinterhältig von der Brücke schubst, dich in einen Wagen ohne Gurte und Bremspedal setzt und mit voller Wucht gegen eine Wand fahren lässt. Es schmerzt, und das soll es auch. Im Hintergrund stets die melancholischen Klänge, umhüllt von Wehmut und Sehnsucht, der Sehnsucht nach dem kleinen Licht.
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TheCorey: MovieMaze
Kommentar löschenWas haben Bonnie & Clyde, M – Eine Stadt sucht einen Mörder und Requiem For A Dream gemeinsam? Alle drei stehen auf Premiere’s Liste der 25 meistgefährlichen Filme die je gedreht wurden. Was auf den ersten Blick übertrieben wirkt, erscheint bei näherer Sichtung gar nicht so falsch, denn der zweite Film von Darren Aronofsky, welcher auf dem Buch von Hubert Selby Jr. basiert, ist von seiner Thematik akut, aktuell und in der Tat gefährlich. Aronofsky gelang mit seinem Drogendrama ein optisch und inhaltlich charakteristisches Bild unserer Gesellschaft und ging zu Unrecht bei den großen Preisverleihungen unter, abgesehen von einer mehr als gerechtfertigten Nominierung von Ellen Burstyn.
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Kommentare (311) — Film: Requiem for a Dream
Kommentar schreibenScotty2Hotty 2012/02/02 21:00:40
Kommentar löschenDieser Film war die filmische Offenbarung meiner adoleszenten Jahre... Kameratechnisch, inszenatorisch, musikalisch ist dieser Film seiner Zeit weit voraus und erzählt doch nur die klassische Geschichte vom versuchten Aufstieg und dem folgeneden Fall!
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Kiiina 2012/01/31 14:41:51
Kommentar löschenOhje Ohje! Diesen Film sollte man in der Schule statt billiger Aufklärungsvideos zeigen! richtig übel, total krass! Geht unheimlich unter die Haut...für mich, die sehr empfänglich für sowas ist, fast schon ne Nummer zu hart. Mir ist der Film noch ewig im Kopf rumgespukt und hat mich beschäftigt. Aber bin froh dass ich ihn gesehen habe!
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MrsMosby 2012/01/17 01:28:46
Kommentar löschenBei einer Vorhersage von 8,5 hatte ich wirklich mehr erwartet. Es reicht vollkommen sich den kompletten (statt den gefühlten halben) Film im Zeitraffer anzusehen... Und die deutsche Synchronisation sagt mir auch nicht zu. Mich konnte Requiem for a Dream leider an keiner Stelle fesseln, lediglich die Musik ist gut gelungen.
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Binturong 2012/01/17 11:08:07
Antwort löschenDie Musik ist gelungen, aber so richtig passend fand ich sie auch nicht, da passt sie besser zu HdR.
MrsMosby 2012/01/17 11:27:52
Antwort löschenDa stimme ich dir zu.
Shawnee 2012/01/16 14:07:00
Kommentar löschenWie so viele andere Moviepiloten dachte auch ich mir, was ist an diesem Film dran?! Antwort: Ich weiß es nicht! Der Zufall wollte es wohl, dass ich ihn jetzt im Regal stehen habe. Im Gegensatz zu den Lobgesängen hielt ich gerade BLACK SWAN für vollkommen überbewertet und dachte bei REQUIEM FOR A DREAM wäre es nichts anderes. Einzig Jared Leto so dachte ich, wäre mein Zuckerguss, sollte der Film doch einer von der 'miesen Sorte' sein. Weit gefehlt! Der absolute Fokus liegt auf der so liebevollen, unschuldigen und doch selbstzerstörerischen Darstellung durch Ellen Burstyn als Sara Goldfarb. Es ist gerade die Szene in welcher Letos Charakter Harry erkennt, dass seine Mutter durch Naivität in die Abhängigkeit rutscht und er sie nicht mehr davor bewahren kann, die mich zu Tränen rührte. Auch wenn ich mich mit keinem der Charaktere identifizieren kann, waren alle für mich irgendwie wie kleine Schäfchen auf dem Weg zum Schafott. Und dieser ist schmerzhaft, tragisch, aber vor allem ergreifend!
Viele Leute meinten "es sei ihr Lieblingsfilm und dass sie ihn nie wieder sehen möchten". Vielleicht weil die Charaktere gerade zu liebenswert-naiv auf der Suche nach dem persönlichem Glück sind, dass man es einfach schrecklich findet wie der große Schicksalshammer für jeden einzelnen fällt. Ich möchte den Film gerne wieder sehen, aber vielleicht erst in ein, zwei Jahren.
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Epinephrin90 2012/01/13 14:58:12
Kommentar löschenVoller Euphorie und Tatendrang hab ich mir den Film legal erworben.
Mann muss dazu sagen, ich und meine Freundin stehen wahnsinnig auf 'Mindfuck' Filme.
Laut gewissen Leuten ist dieser Film ein so besagter. Gehört, gekauft. Der Film wurde eingelegt.
Die ersten 15 Minuten waren recht langweilig, da nur gezeigt wurde dass die gute Alte in ne Fernsehshow will, und die anderen 4 Drogenabhängige sind. Die Frau nimmt, weil sie abnehmen will fuer die Show, Pillen. Sie wird abhängig, nimmt immer mehr und bekommt Halos.
Sie wird am Ende 'geheilt' etc pp. Ich und meine Freundin saßen im Bett und mussten durchgehend mit uns selber kämpfen um nicht einzuschlafen. Wir fanden den Film langweilig, nicht erschreckend bzw mindfuckin'....
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Tom Friedel 2012/01/12 22:51:09
Kommentar löschen"WIR HABEN EINEN GEWINNER!"
Requiem for a Dream ist einer der Filme, die ich jahrelang vor mir hergeschoben habe. Das mag zum einen daran liegen dass ich lange nichts mit Darren Aronofsky anfangen konnte und zum anderen sind Sozialdramen auch nicht unbedingt meine Lieblingsspeise. Aber als ich Anfang letzten Jahres des doch ziemlich hervorragenden "Black Swan" im Kino gesehen habe habe ich mich jetzt dann doch mal nach und nach an seine Filme herangetastet. Nachdem ich Mitte letzten Jahres dann endlich mal "The Fountain" gesehen hatte wollte ich jetzt auch endlich mal sein eigentliches 'Meisterwerk' sehen...
...Und ich bin gelinde gesagt sprachlos. Der Film zeigt die menschlichen Abgründe, die durch Drogen entstehen können, auf erschreckende Art und Weise. Es ist sicherlich klar, dass die Story nicht unbedingt als 'Realität' sondern eher als 'Metapher' betrachtet werden muss. Und ehrlich gesagt habe ich nach der Odyssey des Fernsehers schon wieder abschalten wollen, aber irgendwie hat er mich dann doch in den Bann gezogen. Was mich aber bei diesem Film so sehr ins Schwärmen geraten lässt ist nicht das hervorragende Drehbuch sondern drei simple aber wichtige Eckpfeiler für einen grandiosen Film:
Die Schauspieler sind teils einfach nur der Wahnsinn. Angefangen bei 'Ellen Burstyn', die die vereinsamte und verwitwete Mutter spielt. Einfach der Hammer wie sie die Verwandlung von der einsamen alten Frau mit der Hoffnung auf einen Auftritt im Fernsehen zu einem von Pillen abhängigen psychischen Wrack darbietet. 'Jared Leto', den ich eigentlich noch nie wirklich beachtet habe (Lediglich seine Musik ist nicht übel) bietet hier auch eine mehr als solide Leistung. 'Marlon Wayans' beweist dass er nicht nur (mit oder ohne seine Brüder) auf niedrigem Niveau rumalbern kann sondern auch eine ernste und recht intensive Rolle hervorragend spielen kann. Meine persönliche Perle ist allerdings 'Jennifer Connelly'. Ich war der Meinung das sie in "A Beautiful Mind" so ziemlich ihre beste Rolle hatte (und danach mehr und mehr abstürzte). Aber was sie hier leistet fand ich echt grandios. Die Verzweiflung die sich gen Ende in ihren Augen wiederspiegeln oder das Glück, wenn sie ihre schönen Momente mit 'Harry' hat wirken einfach phantastisch. In meinen Augen ihre beste Rolle die sie bisher gespielt hat. Schade das sie nicht auch wie 'Ellen Burstyn' für einen Oscar nominiert wurde (Kategorie weibliche Nebenrolle wäre allemal gerechtfertigt gewesen. Aber Nein, man nominiert lieber zwei Schauspielerinnen aus dem selben Film... -.-').
Die Optik des Filmes ist ebenso phantastisch. Die Zeitraffer-Szenen, die Kamerafahrten... Einfach stark. Auch die Einstellungen mit dem Kühlschrank oder dem Besuch ihres TV-Egos sind toll. Alles in allem eine hervorragende Kameraarbeit und visuelle Gestaltung.
Last but not least kommt der herausragende Soundtrack. Der im Endeffekt zwar glaube ich nur aus drei verschiedenen Tracks besteht. Aber diese haben es dafür in sich. Sie untermalen die jeweiligen Szenen perfekt ohne dabei irgendwie aufdringlich zu wirken, wie es ja in heutigen Blockbustern z.B. sehr gerne gemacht wird.
Fazit: Ich bin begeistert.
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Carnifex 2012/01/12 21:51:31
Kommentar löschenMeine erste Bewertung hier bei MP widme ich dem Film, der mich wohl gefesselt hat wie kein anderer. Auf beeindruckende Weise schafft es "Requiem for a Dream", die Drogenabhängigkeit und die damit verbundenen menschlichen Niedergänge aufzuzeigen. Besonders die visuelle Darstellung hat mich dabei überzeugen können. Auch wenn man selbst nie Drogen genommen hat, kann man sich dadurch vollendes mit den Charakteren identifizieren. Untermalt wird dies durch einen hervorragenden Soundtrack und auch die Darsteller sind erstklassig. Das Ende ist konsequent und schockierend zugleich. Wer diesen Film gesehen hat, wird ihn nicht so schnell vergessen!
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Tetsumi 2012/01/12 20:10:12
Kommentar löschenEin eindrucksvoller, ausdrucksstarker Film über Drogen, deren Nebenwirkungen und wie sie das Leben der Konsumenten verändern. Dieser Film ist top
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horstkevin 2012/01/10 23:33:35
Kommentar löschenOooops. Überbewertet?
Also da habe ich mir mehr erwartet. Mal davon abgesehen das ich Jared Leto weder musikalisch noch schauspielerisch hoch einschätze, war dieser Film nicht besonders.
Der Zeitraffer nutzt schnell ab, ich weiß nicht ob ich schon einen Film gesehen habe, indem er so oft genutzt wurde.
Thematisch ist es halt die typische Drogenscheisse wie sonst auch - nur immerhin auf einem gewissen Niveau.
Richtig überzeugt haben mich die Filmmusik und Ellen Burstyn. Wahnsinn wie sie die Rolle der immer weiter abdriftenden Mutter spielt.
Ansonsten natürlich keine ganz leichte Kost. Wer das Genre mag wird mit einem Mittelklassefilm bedient.
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ben-85 2012/01/08 18:24:57
Kommentar löschenMitunter der größte Rotz den ich je gesehen hab !
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unleashedbee 2011/12/24 18:16:09
Kommentar löschenich finde es realistisch, was durch eine einzige fernseh-/quizshow alles passieren kann. es ist eine zuerst drogenabhängige Schizophrenie, aber dann, auch ohne diese tabletten zu nehmen, wird sie ihre verrücktheit nicht los.
der unglaublich gute schnitt gibt einem das gefühl, selbst einer der hauptrollen zu sein.
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estafetalo 2011/12/23 14:13:24
Kommentar löschenTolle Einstellungen und Bild-ideen, die Geschichte des Niedergangs ist aber inhaltsarm und Drogenabhängigkeit wurde auch schon intensiver dargestellt.
(Exit - night in hell; Jim Carroll - Basketball Diaries)
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fischflosse 2011/12/20 00:19:16
Kommentar löschenRequiem for a Dream ist die zweite Verfilmung eines Hubert Selby Jr. Romans nach Letzte Ausfahrt Brooklyn und mit Darren Aronofsky hat sich ein Regisseur dem Material angenommen, der nach seinen Debütfilm Pi sehr vielversprechend für die Umsetzung des Romans wirkte.
Das Leitmotiv Obsession ist überhaupt ein zentrales Thema in Aronofsky Filmen sei es in seinem Vorgängerfilm Pi oder in seinen Nachfolgewerken The Fountain, The Wrestler und Black Swan. In allen seinen Filmen jagen seine Charaktere Träume hinterher an denen sie Schritt für Schritt zerbrechen beziehungsweise scheitern. In Requiem for a Dream wird das Scheitern verdeutlicht durch die Einteilung des Films in Akten dabei nutzt der Regisseur die Symbolik der Jahreszeiten. Im Sommer geht es allen noch gut, im Herbst beginnt das Leiden und im tristen Winter folgt der endgültige Abstieg. Untermalt wird dies von dem sehr einnehmenden Score von Clint Mansell, der mit Lux Aeterna, einer der besten und einprägsamsten Musikkompositionen der Filmgeschichte erschaffte ....
Mehr auf meinen Blog: http://neoretrospektive.wordpress.com/2011/11/16/requiem-for-a-dream-requiem-for-a-dream/#more-98
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HxC_Moe 2011/12/14 21:18:19
Kommentar löschenAuch einer meiner Lieblingsfilme. Irgendwie steh ich auf kranke Filme. Der Witz ist dass der Film mir in diesem Fall ZU krank ist. Der Film ist einfach so heftig, dass er mich beim ersten schauen wirklich psychisch fertig gemacht hat. Einfach durch die übertrieben guten Schauspieler und den verrückten Drehstil und vorallem durch die dramatische, aber auch so realistische Handlung hat mir der Film den reinsten Hirnfick verpasst. Aber Aronofsky ist ja bekannt für seine durchgeknallten Filme. Jedenfalls finde ich den Film tatsächlich so schlimm, dass ich ihn NIE MEHR WIEDER sehen will. Und ich bin ja schon einiges gewöhnt. Trotzdem Empfehlung an jeden, weil man zu Anfang gar nicht versteht was noch vor einem liegt. Es passiert einfach alles so schnell und ein harmloser Film mutiert zum schlimmsten Alptraum. Vielleicht denken ja andere anders darüber, aber für mich ist Requiem For A Dream einer der heftigsten Filme die ich kenne.
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WaaayneTrain 2011/12/11 17:01:31
Kommentar löschenVerstörend, Brutal, Düster, Beängstigend, Elend. Einer der wenigen Filme die man eben nicht sieht sondern erlebt. Technisch, stilistisch und schaupsielerisch perfekt. Darren Aronofsky nahm hier kein Blatt vor den Mund, etwas vom schlimmsten, das ich je gesehen habe.
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Nexus 2011/12/10 23:13:04
Kommentar löschenToller film über das weniger tolle Schicksal der Protagonisten.
Auf jeden Fall weiter zu empfehlen. Ich kann ihn mir immer wieder ansehen.
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Die Braut 2011/12/04 21:20:10
Kommentar löschenSchockierend, verstörend, schonungslos, aufwühlend, drastisch, das ist Requiem for a Dream.
Diesen Film zu bewerten fiel mir sehr schwer, da er mich Tage nach dem ansehen noch gedanklich beschäftigt hat. Der Absturz vierer in die Drogen- in ihre ganz persönliche Hölle.
Der Regisseur zeigt in einer sehr starken Bildsprache den Niedergang dieser vier Personen mit dem sich dazu immer wiederholenden Musikthema, daß das Gesehene noch umso mehr verstärkt, das sich immer Wiederkehrende sich Wiederholende, die grausame Routine, das in dem Gefangen sein, das um den sich drehenden verheerenden Lebensmittelpunkt.
Die Leistungen jedes einzelnen Protagonisten sind ausgezeichnet und absolut überzeugend der Regisseur hat mit all seinen Zutaten, ein Requiem komponiert.
Edit:
Von der Existenz dieses Films erfuhr ich durch das Lesen der Trainspotting Kritiken und sah ihn mir wie so viele andere Piloten 11 Jahre nach seinem erscheinen an und wie so viele werde ich ihn mir kein zweites mal ansehen.
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Moe 2011/12/04 19:47:18
Kommentar löschenEin typischer Aronofsky-Film.
Die Darstellung der Verzweiflung der Charaktere war einsame Sp(r)itze.
Wie sich die Personen immer weiter reingesteigert haben, habe ich so auch noch nicht gesehen. Ich mag seinen Stil, vor allem diese schnellen Schnitte von Fokusaufnahmen auf einzelne Dinge. Zur Musik muss man ja absolut nichts sagen, die ist einfach Weltklasse! Der Film ist schockierend, traurig und beschäftigt auch einen nach dem Abspann.
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Limenator 2011/12/04 18:30:05
Kommentar löschenSuper Film! Schnitt, Maske, Kamera und Schauspieler sind umwerfend!
Endlich mal ein Film der nicht predigt sondern einfach nur zeigt... Gab mir Denkstoff für mehrere Wochen der Film!
Ich empfehle allerdings nicht ihn auf DVD zu kaufen, denn so einen verstörenden Film sieht man sich garantiert nicht zwei mal an!!!
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Eins Zwo Drei 2011/12/19 14:52:55
Antwort löschenGekauft und jetzt sehe ich ihn nur noch, um ihn anderen zu zeigen, aber so ein Meisterwerk muss man im Regal stehen haben!
MissingNo 2011/11/26 00:48:46
Kommentar löschenHarter Stoff aber wirklich packend und meiner Meinung nach eine eine klare "Anseh-Empfehlung".
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