Boxhagener Platz

Boxhagener Platz (2010), DE
Laufzeit 102 Minuten, FSK 6, Drama, Komödie, Kinostart 04.03.2010

6.1 Kritiker
8 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.4 Community
245 Bewertungen
17 Kommentare
Boxhagener Platz - Bild 3907016
  • DVD
Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
noch nicht bewertet

von Matti Geschonneck, mit Gudrun Ritter und Samuel Schneider

1968 in Ostberlin: Studentenunruhen und sexuelle Revolution im Westen, Panzer in Prag. Und auf dem Ostberliner Boxhagener Platz erleben Oma Otti und ihr zwölfjähriger Enkel Holger ihre ganz eigenen Abenteuer. Otti hat schon fünf Ehemänner ins Grab gebracht und dem sechsten geht es auch nicht mehr so gut, als sie Avancen von Altnazi Fisch- Winkler und dem ehemaligen Spartakuskämpfer Karl Wegner erhält. Otti verliebt sich in Karl und plötzlich ist Fisch-Winkler tot. Holger avanciert zum Hobbydetektiv und lernt dabei einiges über die Liebe, die 68er Revolte und wie man mit “revolutionären” Geheimnissen Frauen rumkriegt. Bis Holger einen Fehler begeht, der ausgerechnet Karl in Gefahr bringt.

  • 37795279001_1046702006001_boxhagener-thumb-square
  • 37795279001_1046698514001_boxhagener-thumb-square
  • Boxhagener Platz - Bild 3907029
  • Boxhagener Platz - Bild 3907042
  • Boxhagener Platz - Bild 3907055

Mehr Bilder und Videos zu Boxhagener Platz


Cast & Crew


Kritiken (3) — Film: Boxhagener Platz

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

Kommentar löschen
6.5Ganz gut

Sympathisch und gut gespielte Miniatur aus der Zeit der Studentenrevolten - nur diesmal aus DDR-Sicht. Die Straßen sehen leider immer etwas arg nach Kulisse und auch die Handlung mit ihren vielen skurrilen Charakteren ist zwar hübsch anzusehen, hebt aber nie so ganz ab. So bleibt sie vielleicht glaubwürdiger, aber auch kleiner und entfaltet nie das volle Potential, dass die Grundkonstruktion geboten hätte.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

H.-U. Pönack: Deutschlandradio H.-U. Pönack: Deutschlandradio

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Kiez-Atmosphäre in der Annodunnemal-DDR. Berliner Typen mit Herz, Schnauze und Uniform. Spannende Gesichter inmitten einer verordneten Gesichtslosigkeit. Tragikomische Motive aus dem DDR-Alltag. Pointiert, lebensecht, folklorefrei. Emotional, packend. Und: ohne die üblichen Zonen-Zoten. Dafür ebenso verschroben wie melancholisch wie lakonisch. Aber auch mit Härte und Kälte. Die Mixtur stimmt: Sehr ansprechend in Sprache, Ausstattung und vor allem in den Figuren.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

[...]Matti Geschonnecks „Boxhagener Platz“, eine zärtlich-ostalgische Krimi-Komödie à la „Sonnenallee“ um eine vergangene Jugend in den späten sechziger Jahren in Ostberlin. Ein Hauch von Defa umgibt diesen [... hochkarätig besetzten Ensemblefilm. Sie alle sind couragierte, leicht verschrobene Persönlichkeiten, die ihren eigenen Kopf, auch ihre persönlichen Neurosen haben, gefährliche Balanceakte wagen, auch mal etwas sagen, was die Stasi in den falschen Hals kriegen könnte. Und doch die ganz große Wucht fehlt diesem Film, dem man auch anmerkt, dass er in Studiokulissen gedreht wurde.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (14) — Film: Boxhagener Platz

Kommentar schreiben
Sortierung

pellekraut007

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Ja, warum denn nicht? Der Boxhagener Platz hat Charme! Ja, ein bisschen Sonnenalle, und ein bisschen Wolke 9. Gut so und die zwei Bisschen machen einen sehenswerten deutschen Film, ganz ohne Genuschle, Geschreie und Klischeegewirke. Ein Rückblick auf die DDR der späten Sechziger, mit glaubwürdigen Darstellern und Dialogen am Abgrund eines schwelenden Konflikts zwischen Altnazis und Sozialisten. Grunz!

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Hagen Hagen

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Vom Aufbau und der Erzählweise wirkt es wie ein Fernsehfilm. Die Darsteller älteren Semesters sind großartig, Jürgen Vogel hat zwar unbestritten Ausstrahlung, ist aber ein reiner Textaufsager.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

chs88

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Nettes kleines Stück Zeitgeschichte, langsam aber eindringlich erzählt. Die unterschiedlichsten, teils skurilen, Charaktere sind allesamt glaubwürdig in Szene gesetzt und machen Spaß. Vor allem Gudrun Ritter als etwas schräge aber liebevolle Oma im 3. Frühling ist ein asoluter Genuss. Aber auch all die anderen Bewoher des Kiezes, ob sie nun dem Regime treu ergeben oder im etwas aufmüpfig gegenüberstehen, sind toll anzuschauen. "Agieren statt Reagieren" ist Karls Wahlspruch, der zwar den jungen Holger tief beeindruckt, aber vor dem sich der Zuschauer in Acht nehmen sollte. Der Film wirk am besten, wenn man ihn einfach auf sich einrieseln lässt und nicht versucht große Botschaften zu entdecken. Denn das Ganze ist eine leicht melancholische Hommage an das Leben der einfachen Leute im Ostberlin der 60er Jahre, nicht mehr, aber eben auch nicht weniger. Der Dialogwitz ist oft hintergründig ironisch aber immer herzlich und erzeugt viele Schmunzler und kleine Lacher, was absolut zu Tempo und Atmosphäre des Films passt. Matti Geschonneck erzählt hier eine warmherzige und komische Geschichte, mal ganz ohne, die ansonsten so nervige, Ostalgie. Klasse.

5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

renefischer

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Bin eingeschlafen. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Ripley1

Antwort löschen

Aber weniger.


Schloøpselcki

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich kann die oftmals schlechte Kritik verstehen, aber mir hat der Film gefallen, vor allem wegen der Optik, sehr schön fotographiert, wirklich. Und liebevoll erzählt. Sämtliche Szenen in dieser Wohnung mit den Kartoffeln und der braunen Soße.. hat mich sehr an meine eigene Großmutter erinnert, also wahrscheinlich besteht die Wertung vor allem aus nostalgischem Punktezuschlag.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kill_Diether

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Anfänglich ist der Film sehr bemüht, ein urbanes, mikrokosmisches Kiez-Bild aufzubauen, indem er die Hauptdarstellerin als schrullig-kernige Berliner Pflanze in Szene setzt. Das zieht sich zuerst wie Kaugummi, wird dann aber immer besser. Denn es werden wirklich interessante Typen und Begebenheiten gezeigt, die einen spannenden Einblick zur jungen DDR geben. So beispielsweise der Unterschied von proletarischem Kommunismus und politischem Sozialismus.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

annaberlin

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Kiezig. Lässt einen mit einem unbestimmten Gefühl zurück. Mit tollen Schauspielern besetzt und andeutend in alle Richtungen. Es ist wirklich schwer, diesen Film in Worte zu fassen. Teils herrlich komisch, teils langatmig, erzählt Boxhagener Platz von ein paar "einfachen" Menschen, die in den 60ern in Berlin-Friedrichshain leben - und teilweise nicht gerade gut auf die DDR zu sprechen sind. Leider wirken die Straßenzüge oft wie Studioaufnahmen, sodass kein wirkliches Berlin-Gefühl aufkommt.

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Discostu

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Ein hübsch photographierter, liebevoll ausgestatteter Film über eine Familie in Ost-Berlin, der es schafft das Thema sehr lustig und unterhaltsam zu bearbeiten, ohne dabei der Ostalgie zu verfallen. Manchmal ist der Wechsel zwischen Tragik und Komödie dann aber doch zu schnell, so das man als Zuschauer nicht schnell genug "umschalten" kann.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

lucie

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Ein unterhaltsamer, launiger Film. Er hat mir genau das gegeben was ich mit dem Kinobesuch bezweckt habe. Ich wurde unterhalten und konnte für eine Filmlänge meinen eigene Situation vergessen, wie schööööööööööön. Die Schauspieler haben einen angenehmen Dialekt gesprochen, der echt und ach so menschlich rüber kam. Die Schauspieler haben mir gut gefallen und waren trefflich besetzt.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

TomFunke

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

War doch etwas enttäuscht, nicht weil meine Freundin bei dem Film eingeschlafen ist, sondern weil er doch etwas träge daher kommt und das Ende dann um so abrupter.
Die schauspielerische Leistung von Oma (Gudrun Ritter) reist allerdings einiges raus, neben Karl (Michael Gwisdek).

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Joe Gillis

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Montag: Graupensuppe. Dienstag: Königsberger Klopse. Mittwoch: Kohlrouladen. Donnerstag: Linsensuppe. Freitag: Karpfen. Sonnabend: Eierlikör. Sonntag: Rinderrouladen. So weit die kulinarischen Höhepunkte dieser 68er-Ostberlin-Idylle. Aber wie sagte Walter Ulbricht so schön: »Auf den Inhalt kommt es an!« Da hätten wir: einen Whodunit, eine Liebesgeschichte, eine Coming-of-Age-Story. Doch das interresiert nur am Rande, denn wie einst im Sozialismus steht auch in diesem Werk der Mensch im Mittelpunkt: die fünffache Witwe, der enttäuschte Spartakist, der fette Fischhändler, der doofe Vopo, die frustrierte Frisöse, der stille Sohn, der wandernde Granatsplitter, der Hormonsexuelle und die Russen in Prag. Angeführt von der unglaublichen Gudrun Ritter wird die ganze Blase von urst guten Darstellern verkörpert, nur der arme Jürgen Vogel wirkt wie aus dem Westfernsehen. Und daß Berlin im Film gar nicht wie Berlin aussieht – nun gut... in der Wirklichkeit tut es das ja auch nicht mehr. Besser hätten sie es bei der Defa jedenfalls auch nicht hingekriegt.

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Joe Gillis

Antwort löschen

Leipziger Klopse? Nanu denk ick, ick denk nanu! Das Rezept sieht aber verdammt nach Königsberg aus. Ich vermute doch mal ganz stark, daß die Erinnerung an die verlorene ostpreußische Metropole in der Zone durch eine Huldigung an die Geburtsstadt des zickenbärtigen Parteichefs ausgeixt werden sollte...


stalker

Antwort löschen

Hab immer wieder gedacht das ist Dresden.


alanger

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

ging mir auch so. das hatte etwas sehr lindenstraßemäßiges. ein mikrokosmos in dem sich eigentlich ALLES abspielt. aber genauso war die ddr auch: eine geschlossene gesellschaft.
immer etwas anders war berlin. leider ist 'boxhagener platz' kein - berlinfilm geworden.
eher was im genre "hermetischmorbide kiezgeschichte" (berlin alexanderplatz - RWF, linden... schon genannt).
aber tolle situationen und typen, klasse schauspieler, wunderbare details (ein schnaps war immer zur hand in der zone, auch beim totenschein), ruhe, anrührende momente, schöne kamera ...dennoch, irgendwas hat gefehlt.
schade, trotzdem sehr sehenswert und gut.

das essen das da die ganze zeit bei oma serviert wird schaut richtig hungermachend gut aus. eine schöne reminiszenz an goodfellas.

so, nochmal verbessert und nochmal benutzt.

4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

alanger

Antwort löschen

auf http://www.boxhagener-platz-film.de/news
gibts "oma otties speisekarte" mit allen gerichten plus rezepten.


Darbon

Antwort löschen

Die Seite gibt es nicht mehr :'-(


albiedo

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

Durchaus unterhaltsam, man hat beim Film aber auch viel Zeit über Anderes nachzudenken, z.B. die Berliner Kulisse in Babelsberg. Was leider nicht für durchgehende Spannung und Unterhaltung spricht.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

FutureInstitute

Kommentar löschen
Bewertung1.5Ärgerlich

unnecessary

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Ripley1

Antwort löschen

your comment as well


Kommentar schreiben

Fans dieses Films gefiel auch