Bullet in the Head

Die xue jie tou (1990), HK Laufzeit 98 Minuten, FSK 18, Actionfilm, Drama, Thriller, Historienfilm

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8.1
Kritiker
7 Bewertungen
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7.6
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389 Bewertungen
22 Kommentare
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von John Woo, mit Tony Leung Chiu Wai und Jacky Cheung

Hong Kong 1967: Auf dem Weg zu der Hochzeit eines Freundes wird ein junger Mann von einem Gangster angepöbelt. Später üben drei Freunde Rache, wobei ein Gangmitglied getötet wird. Sie verlassen Hong Kong, um der Polizei und den übrigen Gangstern aus dem Weg zu gehen. In Saigon werden sie in die Wirren des Vietnamkriegs gezogen.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (1) — Film: Bullet in the Head

alviesinger: bummelkino

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9.0Herausragend

Grenzwertige Brutalität und grausame Intensität in einem der letzten HK-Filme von John Woo über drei Freunde - darunter Tony Leung und Jackie Cheung, der hier eine einmalige Leistung abliefert -, die als Kriegsprofiteure im Indochina-Konflikt zugrunde gehen. Woo steigt nach einem quietschbunten Opener von einem Extrem ins nächste: Selbst harte Antikriegsfilme wie Ciminos "The Deer Hunter" - der mehrfach zitiert wird - werden hier in einigen Szenen an emotinaler Grausamkeit überboten. Bitte nur in der ungekürzten Fassung ansehen, da sonst der typische Woo`sche Freundschafskonflikt zu kurz kommt und der Fokus auf entschärften Action-Sequenzen liegt.

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Kommentare (21) — Film: Bullet in the Head


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Hartigan85

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Bewertung9.5Herausragend

Unfassbares, emotionales, actiongeladenes Meisterwerk!
Ohne Worte...
http://www.youtube.com/watch?v=oZkGIugbIJc

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Hartigan85

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@rubelzar: Stimmt :)
@Maniac: Da hast du leider recht, auch wenn ich den ein oder anderen seiner US-Filme wie "Harte Ziele" oder "Face/Off" auch sehr mag. Aber mit den Hongkong-Streifen können die nicht mithalten...


Maniac131

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@Hartigan: Hast recht. Die beiden sind recht ordentlich geworden. Da hat er auch noch seine klassischen Elemente eingebracht.


Alienator

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Bewertung9.0Herausragend

Einer von 4 Meisterwerken Woos

Die Hong Kong Kracher von John Woo sind bis dato die Besten die er gedreht hat, großes Hollywoodbudget hin und her. Hier war er noch richtig gut und dieser Film ist ein exzellenter Actioner, bei dem Woo all seine filmtechnischen Kenntnisse zu einem visuellen Bombardement verarbeitet. Woos Themen; Freundschaft, Loyalität und Ehre kommen auch hier voll zur Geltung. Die modernen Samuraikodexe werden hier auf exorbitante Weise in die Neuzeit transferiert.
Woos Welt ist eine grausame, hervorgerufen aus tiefstem menschlichem Ekel wie Geldgier, Macht oder Raub. Hier gibt es aber die Individuen, die es schaffen diesem System zu entkommen. Aber sie sind verloren, nach und nach holt sie diese kalte Welt ein. Die Konsequenz ist der Tod, der in diesen Film zum Schluss hin zu einer grotesken Anomalie verzogen ist. Lebensfreude contra Tod zeigen der Anfang und das Ende..
Woos Film ist, wie seine anderen auch, hoch-philosophischer Natur und bieten viel Diskussionsstoff, aber eines kann keiner abstreiten: Sie sind Meilensteine in der Filmkunst,nicht nur inhaltlich auch formal.
In seiner Art und Weise Filme zu drehen ist Woo (zumindestens was bene diese Honk Kong Filme betrifft) einzigartig. Minuetnlange Shootouts, Zeitraffer in Vollendung, hochkomplexe Choreografien und vieles mehr bieten hervorragende Unterhaltung. Auch wenn die deutsche Zensur den Film früher verstümmelte, ist er heute um so besser.

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Tom S. Jaeger

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Andy hats aufn Punkt gebracht... da kann ich nix mehr beifügen.

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Andy Dufresne

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:)


Abettertomorrow

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Bewertung9.0Herausragend

Klassischer John-Woo Kracher, einer seiner ganz grossen Filme (neben "A better tomorrow", "The killer", "Hard boiled") aus seiner Hong Kong Zeit. Woo bleibt für mich ein Jahrhundert-Regisseuer, der bahnbrechende Action, grosse epische Geschichten und die Betonung von Werten (Familie, Freundschaft, Treue, Ehre) unter einen Hut bringt. Nur Schade, dass er von Holliwood etwas gezähmt wurde.

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Argent

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Bewertung10.0Herausragend

Kann mich da der Aussage Andy`s nur anschliessen......der beste Film von John Woo...episch,brutal und genial.

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Andy Dufresne

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Bewertung10.0Herausragend

Der beste Hong- Kong Film den es gibt und der beste John Woo Film den es gibt.

Episch,breit,groß,feinfühlig,klug,nachdenklich,gewaltig und gewalttätig.
Ganz einfach episch, in jeder Hinsicht.

Drei Freunde die durch die (Kriegs-)Hölle gehen und die Auswirkungen dieser Zeit auf ihr folgendes Leben.

Eindringlich wie eine Kugel im Kopf.
Unübertroffen.

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Tom S. Jaeger

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guter kommentar. passt genau.


Andy Dufresne

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Danke :)


dustyOn3

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Neben "Hard Boiled" mein Lieblingsfilm von Woo und einer der besten Filme, die ich bis jetzt gesehen habe. In meinen Augen ist "Bullet in the Head" nicht nur der reine Film gegen den Krieg für den ihn viele halten, sondern eine Melange aus Jugend-Drama, Actionfilm und Anti-Kriegsfilm. Das Besondere an diesem Meisterwerk ist aber die unübersehbare Genialität der Hauptdarsteller, die ihre Rollen so andersartig aber gleichbedeutend hingebungsvoll spielen, dass man schon mindestens dreimal hingucken muss um einen Vergleich zu finden (mir fällt jetzt partout keiner ein).

Auch wenn es hinsichtlich des Titels im Endeffekt um nur eine Kugel geht, so wird in diesem Film dermaßen viel Blut vergossen und Blei verteilt, dass wohl selbst hartgesottene Fans des Action-Genres so etwas nicht alle Tage zu Gesicht bekommen. Was für John Woo als eines der Markenzeichen gilt, wird für mich immer etwas Spezielles, etwas ganz Besonderes bleiben. Damit meine ich nicht, dass ich auf Gewalt stehe sondern einfach, dass ich die Wahrhaftigkeit in seinen Filmen schätze und "Bullet in the Head" ist ein (wenn nicht sogar das) Paradebeispiel für einen freimütigen Film.

Trotzdem bleibt der Film selbst für Woo-Verhältnisse etwas Außergewöhnliches. So einen Film gibt es kein zweites Mal, so etwas kann man nicht kopieren. Und selbst wenn irgendein Hollywood-Hampelmann es sich jemals zu trauen sollte diesen Film nach zu ahmen, so gehe ich fest davon aus, dass die Mentalität dieses Filmes nicht noch einmal so wiedergegeben werden kann.

Was die deutsche Indizierung angeht, kann ich nur müde lächeln. Hirnlos-Splatter wie "Saw" und Konsorten werden fleißig in den deutschen Kinos verteilt und genießen ein hohes Ansehen in der Öffentlichkeit, aber Filme mit einem wahrlich kulturellen und historischem Wert werden vom Markt genommen. "Bullet in the Head" wurde absolut zu Recht bei den Hong-Kong Film Awards 1991 vierfach nominiert. Theoretisch hätte er sämtliche Oscars verdient, aber ganz ehrlich: Darauf kann Woo sich doch ein Ei pellen.

An dieser Stelle möchte ich auch noch ein paar Worte zu den Hauptdarstellern abgeben (bis auf Waise Lee, denn von ihm weiß ich leider gar nichts außer, dass er noch in "The Big Heat" und "A Better Tomorrow" mitgespielt hat).

Tony Leung Chiu Wai. Erst als ich "Bullet in the Head" vor ein paar Jahren zum ersten mal gesehen habe, ist mit der Name ein Begriff geworden. Mittlerweile ist er eindeutig einer meiner Lieblings-Schauspieler.

Jacky Cheung. Den Typen habe ich zum ersten Mal in "As Tears Go By" gesehen und fand ihn damals schon klasse. Einfach ein genialer Schauspieler, welcher anscheinend aber lieber das Mikrofon in die Hand nimmt und singt. Schade irgendwie, ich würde gerne die Zeit zurück drehen und dafür sorgen, dass er seine Energie mehr auf solche tollen Filme lenkt und schauspielert.

Simon Yam. Eine Legende. Mehr brauch man eigentlich gar nicht zu sagen, denn seine Filmografie ist so dermaßen lang, dass man fast einen Roman darüber schreiben könnte. Ich habe ihn niemals schwach in Erinnerung, sondern immer als richtig wohltuenden Schauspieler gesehen.

"Bullet in the Head" gilt als einer der letzten Filme von John Woo, die er in Hong-Kong gedreht hat. Für mich ist das eigentlich kein wichtiger Fakt, denn wenn man bedenkt, dass dieses zeitlose Meisterwerk dieses Jahr bereits 22 wird (genauso wie ich), dann kann man sich einmal vor Augen führen, wo das moderne Kino mittlerweile gelandet ist. Und damit meine ich in erster Linie das westliche, denn wenn ich meinen Blick Richtung Fernost richte, sehe ich viele tolle neue Filme, die ohne Kommerz auskommen und zu überzeugen wissen. Dass ich vom Asia-Fieber gepackt bin, dürfte hier mittlerweile niemanden mehr wundern, aber dieser Film bleibt etwas ganz Besonders für mich. Ein apartisches Meisterwerk.

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the traveler

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Ja ist natürlich Geschmackssache, aber wie auch immer, ist nun mal ein guter Film ;)


dustyOn3

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Genau. :-)


Hendrik

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Bewertung2.0Ärgerlich

John Woo, (Anti)Kriegsfilme und das Action-Genre - 3 Dinge, die man tunlichst voneinander fernhalten sollte!

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tom777

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Bewertung4.5Uninteressant

Extremer über melodramatischer Kitsch gemischt mit schwachen Schau spielerischen Leistungen die oft unfreiwillig komisch sind.Teilweise ein unglaublich lächerlicher Abklatsch von "Die durch die Hölle gingen",brutaler aber dafür um 3 Klassen schlechter.

Das einzig gute sind die extrem zahlreichen gut choreographierten Actionszenen die aber typisch für Woo meist Explosionen und Schießereien sind und sich in ihrer Art sehr ähnlich sind und sich zu oft wiederholen.
Es macht den Eindruck als wollte John Woo möglichst viel von allem in seinen völlig überfrachteten Film packen,Kriegsdrama,Freundschaft,Liebesdrama,Gier,Verrat,eine Priese Gangsterfilm und hat sich dazu auch noch frech bei "Die durch die Hölle gingen" ausgiebig bedient,voll gepackt mit extrem unrealistischen maßlos übertriebenen Actionszenen.
Der Gipfel der Lächerlichkeit ist wohl die Szene mit Franky nach der Rückkehr aus Vietnam bei der sich Christopher Walken im Grabe umgedreht hätte wenn er nicht noch Leben würde.
Wer trotzdem von diesem Film begeistert ist der ist zu beglückwünschen,denn wer so anspruchslos ist dem gefallen dann wohl fast alle Filme wenn sie nur genug Action enthalten.
Auch im Vergleich zu seinen anderen Filmen wie "Hard Boiled" oder "Face Off" ist "Bullet in the Head" deutlich schlechter und ein vielerorts überbewertetes Hongkong Spätwerk von Actionspezialist John Woo das mit extrem viel Action und ausufernder Melodramatik seine immensen Schwächen zu verschleiern versucht.

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russell

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"wer so anspruchslos ist dem gefallen dann wohl fast alle Filme wenn sie nur genug Action enthalten."
öhhmmm ... ich mag aber eigentlich keine actiongeladenen filme und dieser + "a better tomorrow" gehören zu den recht wenigen ausnahmen DER filme, die ich TROTZ action mag....


Tom S. Jaeger

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in teilen berechtigte kritik... aber trotzdem hab ich grad n bischen das gefühl du hast nich den gleichen film gesehn wie ich grade ...


PommesPapst

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Bewertung9.0Herausragend

nach dem ersten drittel hätte ich nicht erwartet, dass bullet in the head nochmal so viel emotionale fahrt aufnehmen würde. die action ist natürlich klasse, wie gewohnt von john woo. sie ist ziemlich brutal und explizit, allerdings wird vor allem am anfang durch die musikalische untermalung der gewalt eine gewisse leichtigkeit verliehen, was sich jedoch im laufe des films ändert. aber auch die charaktere und motive aller menschlicher seiten wie freundschaft, verrat, gier, überlebenstrieb und leid sind sehr glaubwürdig dargestellt und verleihen dem film eigentlich erst seine wahre qualität.

meine kritik an dem film ist nur, dass er sehr langsam anfängt und dann extrem emotionen auffährt, für meinen geschmack ist die kurve etwas zu steil und hätte lieber etwas früher anfangen und dafür sich langsamer steigern sollen. ansonsten ein sehr guter film und durchaus empfehlenswert, aber schaut ihn unbedingt nicht nur die ersten paar minuten und macht ihn dann aus, weil ihr denkt, es würde nichts mehr dolles passieren.

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the traveler

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Update nach mehrmaligem re-watch:
"Bullet in the Head" bleibt einfach faszinierend, ich werde immer wieder begeistert von seinen starken Szenen. Das Ende empfinde ich zwar immer noch alles andere als gelungen, sehe es aber nicht mehr als so großen Störfaktor in der Gesamtwirkung. Überinszenierung auch drauf gepfiffen, schließlich ist es nun mal Heroic Bloodshed. Wertung hoch auf 8.
---
ursprüngliche Kritik:
*eventuell Spoiler*
John Woo's "Bullet in the Head" ist ein bewegendes und schonungsloses Drama, über 3 Freunde, die Hong Kong während der 67er Aufstände verlassen müssen und in Saigon schnelles Geld machen wollen, um sich vorübergehend eine neue Existenz aufzubauen. Storytechnisch ist das Ganze sogar ziemlich tief, da Woo sich viel Zeit nimmt, vor allem die sozialen Missstände durch den Krieg in Vietnam und die Aufstände in Hong Kong aufzuzeigen. "Bullet in the Head" ist ultra brutal, aber zumindest über die ersten 105min. ist das einfach eine kompromisslose, wenn auch überinszenierte Darstellung der Schrecken des Krieges. Einige Szenen zählen sicherlich zu den Schonungslosesten, die man in Filmen über den Krieg zu sehen bekommt. Woo zeigt Kriegsverbrechen auf beiden Seiten. Die Brutalität ist daher kein Kritikpunkt. Eher im Gegenteil: Hier hält der Titel, was er verspricht - auch im übertragenen Sinne auf seinen Zuschauer. Neben den drastischen Bildern macht auch die Tatsache, dass Woo es schafft, Charakter mit Profil und Tiefe zu entwickeln, "Bullet in the Head" zu einem bewegendem Film. Die Freundschaft der 3 Protagonisten steht immer im Vordergrund, vor dem Kriegsgeschehen. Vielleicht mögen einige Szenen, besonders in der ersten Viertelstunde "kitschig" sein, aber das stört nicht im Geringsten, mich jedenfalls nicht. Ich konnte eine recht starke Empathie für Fai (Jacky Cheung) und Bee (Tony Leung) entwickeln. Jacky Cheung spielt übrigens absolut top, Tony Leung spielt weltklasse, habe ihn noch nie so gut gesehen. Der Soundtrack erinnert an "Once upon a time in America" und ich hatte Pisse in den Augen. Die Geschichte der 3 Freunde entwickelt sich dramatisch und Woo stellt immer in den Vordergrund "The World is a mess" und "This is war. Everybody loses." Top. Klar, es ist John Woo, da weiß man, dass man einen nicht unerheblichen Actionanteil geboten bekommt. Wenn Actionsequenzen so stark überinszeniert werden, sehe ich das lieber im Triaden-Shootout Setting (z.B. Hard Boiled, wobei dieser wiederum andere Schwächen hat) als an Kriegsschauplätzen. Aber da könnte ich bei "Bullet in the Head" auf jeden Fall drüber hinwegsehen und auch darüber, dass Teile der Story etwas konstruiert wirken, vor allem da ich sie (bis zur 105. min) als Ganzes gelungen finde.
Womit John Woo es aber versaut, ist die letzte Viertelstunde. Hätte er vorher aufgehört, wäre es ein Top depressives Anti-Kriegsdrama mit nachhaltiger "Bullet in the Head"-Wirkung und mir vielleicht sogar 8,5 Punkte wert. Die letzte Viertelstunde ist zum Kotzen, zwar astrein inszeniert aber sie passt nicht zum Rest des Films. Ein stumpfes Revenge Ending nimmt "Bullet in the Head" die Nachdenklichkeit und Melancholie. John Woo's Actiondrama ist jetzt kein Drama mehr, sondern nur noch ein Thriller und wirkt vor allem nicht mehr stimmig. Sehr unbefriedigend. Das Ende ist für mich der wichtigste Part eines Films, ein schlechtes Ende macht aber noch keinen schlechten Film. Dennoch möchte ich "Bullet in the Head" im Nachhinein nicht mit ner 7 als sehr guten Film bewerten. Er ist gut, teilweise sogar richtig gut, aber Ende nicht gut, nicht alles gut.
Es gibt aber auf meiner DVD noch ein alternatives Ende, da bin ich mal gespannt. Werde nochmal nachträglich posten, was ich davon halte.
Bullet in the Head, Bullet in the End.

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the traveler

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Ach kommt, Leute. Ich geb 7.
Hat er verdient.


dustyOn3

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Der hat noch viel mehr verdient.


Jonassi

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Hey, natürlich ist der Film kitschig, aber ich meine, das passt einfach perfekt ins Gesamtkonzept. Ich finde fast, das macht den Film noch besser, als wäre ohne Kitsch daher gekommen. Amerikanische Actionfilme (nicht Kriegsfilme) stinken fast alle dagegen nur erbärmlich ab. Den sozialkritischen Teil will ich hier mal weglassen; für mich einfach nur ein Actionstreifen, und zwar einer der besten!

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Marti DiBergi

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Extrem hartes Action-Drama von fast schon epischen Ausmaßen.
Wer Woo´s kitschige Ausrutscher verzeihen kann, wird hier 2 Stunden gut unterhalten.

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xtheunknown

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

um wiedermal vergessene werte der samurais wie freundschaft aufzuzeigen schickt john woo seine helden diesmal in den vietnamkrieg wo er sie den intensivsten situationen aussetzt die ein mensch erleben kann. er schaft dabei bilder die man aus dokumentarfilmen und nachrichten kennt.

bullet in the head ist die intensivste erfahrung die man im kino machen kann. er ist ein depressives meisterwerk und ein echter schuss in den kopf.

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okami6

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Bewertung10.0Herausragend

Neben "The Killer" der beste Film , den John Woo je gedreht hat. Die Handlung als ganzes zeigt Parralelen zu "Deer Hunter", schlägt dennoch andere Richtungen ein, wenn Gier, Egoismus und Selbsterhaltungstrieb Freundschaften und Leben zerstören. Allein der Indochina-Teil ist das beeindruckenste, was Oliver Stone nach eigenen Aussagen bisher in diesem Segment gesehen hat.
Wenn man diese intensive und facettenreiche Geschichte auf sich einwirken lässt, verliert man die Hoffnung, daß der "Master of Disaster" jemals wieder zu dieser alten Stärke zurückfinden wird, die seine HK-Werke so ausmachten.
Denn dieser Film besitzt nicht die technische Perfektion eines Hochglanz-Produkts aus Hollywood, sondern etwas viel besseres, nähmlich Seele.
"Bullet in the Head" ist ein ungeschliffener Diamant!

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NBCRambo

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Bewertung10.0Herausragend

Sehr guter John Woo Film! Die Action ist super und auch sehr sehr hart, da sieht man wirklich wie schrecklich Krieg ist.

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Trevedas

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Heftiger und brutaler Woo-Film. Ciminos "Deer Hunter" scheint wohl auch sein großes Vorbild gewesen zu sein. Und leider macht er auch den gleichen haarsträubenden Fehler, in dem er das Vorher-Szenario maßlos überzieht. Warum denn immer so lang? so zäh? so langweilig?
Immerhin zündet der Film wenn sie in Gefangenschaft kommen. Dort kann es Woo in Sachen Grausamkeit durchaus mit Cimino aufnehmen. Auch das "Nachher-Szenario" ist gut gelungen, wenn auch lange nicht so ausgefeilt wie in "The Deer Hunter". Und für den grausam zähen Anfang wird man immerhin mit einem unglaublich gut inszenierten Finale entschädigt. Zudem sind die Darsteller auch richtig klasse, insbesondere mal wieder Tony Leung.
Am Ende aber ein doch eher actionlastiger Kriegsfilm, mit Drama so nebenbei. Und leider auch zu lang in meinen Augen.

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Hähnchen

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Bewertung9.0Herausragend

Beste John Woo Film den es gibt!
Feinster Action und sehr viel Drama.
Aufjedenfall anschauen, aber nur die uncut Fassung!

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FatCesar

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der Härteste aller Woos. Hier dürfen soger echte Männer wegschauen. Es schon Wahnnsinn, zu sehen, wie sich Freunde wegen Reichtum und Egoismus zu Feinden entwickeln. Die Gewalt speziell im Kriegesgefangenlager ist noch schlimmer und authentischer als in "Schindlers Liste" die KZs und das will schon was heissen. Aber trotzdem (oder gerade deswegen) ein sehr empfelehneswerter Film. Natürlich nur in der ungeschnittenen Version...

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AlainDelon87

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ziemlich heftiger John Woo Film, der hier die Greueltaten des Krieges auf eindrucksvolle und abschreckende Art und Weise veranschaulicht.

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