Cocktail für eine Leiche
Rope (1948), US Laufzeit 80 Minuten, FSK 16, Drama, Kriminalfilm, Thriller, Kinostart 25.07.1963
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65 Kommentare
Keine
von Alfred Hitchcock, mit James Stewart und John Dall
Das Kammerspiel Cocktail für eine Leiche zählt zu Alfred Hitchcocks ganz großen Klassikern.
Shaw und Philip, zwei Studenten der Philosophie, wollen beweisen, daß es einen perfekten Mord gibt. Brandon Shaw (John Dall) und Phillip Morgan (Farley Granger) sind Harvard-Studenten und teilen sich ein Apartment. Inspiriert durch eine Abhandlung ihres Lehrers Rupert Cadell (James Stewart) über die ‘Kunst des Mordes’ aus dem bekannten Essay von Thomas de Quincey und die moralische Überlegenheit des Übermenschen planen die beiden das perfekte Verbrechen. Sie wollen beweisen, dass es den perfekten Mord gibt. Sie bringen ihren Kommilitonen David Kentley (Dick Hogan) um, indem sie ihn mit einem Seil strangulieren. Danach verstecken sie die Leiche in einer schweren Truhe in ihrer Wohnung. Im Siegestaumel ihrer Überlegenheit organisieren sie noch am gleichen Abend eine Party, zu der sie neben ihrem Lehrer auch Davids sämtliche Freunde und Verwandte einladen. Erst schöpft niemand Verdacht, doch im Laufe des Abends wird Cadell ob Kentleys Abwesenheit zunehmend misstrauisch. Denn besonders Brandon verhält sich stellenweise geradezu anmaßend – bis der Lehrer ihnen am Ende auf die Schliche kommt.
Hintergrund & Infos zu Cocktail für eine Leiche
Bei seiner ersten Arbeit als eigenständiger Produzent in Amerika hatte Alfred Hitchcock mehr künstlerische Freiheit. Diese Macht nutzte er gleich aus, um sich gegen die Drehbuchfassung durchzusetzen, bei der der Mord erst am Ende des Films gezeigt wird und somit ein Geheimnis für den Zuschauer bleibt.
Der Film stammt aus dem Jahr 1948, das Theaterstück von Patrick Hamilton, auf dem es basiert, ist älter. Aber die Problematik des Übermenschen war ganz aktuell, als Cocktail für eine Leiche gedreht wurde. Die Schrecken des Nazi-Terrors waren gerade erst vorbei, und Hitchcock war einer von vielen Emigranten, die Europa während des Krieges verlassen hatten. Es war damals mutig, im Kino darüber zu diskutieren, unter welchen Gesichtspunkten Mord moralisch zu rechtfertigen ist. Die Tatsache, dass der ‘Master of Suspense’ ihn selbst jahrelang zurückhielt, um ihn seiner Tochter Patricia Hitchcock zu vererben, könnte zusätzlich zu seinem Kult beigetragen haben.
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Cast & Crew
- Genre
- Drama, Kriminalfilm, Thriller
- Ort
- Los Angeles , Manhattan
- Handlung
- Abendessen, Bankett, Beste Freunde, Buch, Dekadenz, Dialog, Diskussion, Entführung und Mord, Ermittlung, Erwürgen, Fenster, Friedrich Nietzsche, Geplanter Mord, Geschmack und Ästhetik, Intellektueller, Intrige, Klassiker, Klavier, Kuchen, Leiche, Mord, Mordopfer, Nervenzusammenbruch, Opfer und Täter, Professor, Seil, Sekt, Strangulieren, Suche nach Mörder, Tatort, Truhe, Täter, Verschwundene Leiche, Verschwörung, Zeuge
- Stimmung
- Geistreich, Gruselig, Spannend
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Kritiken (2) — Film: Cocktail für eine Leiche
Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de
Kommentar löschenDer Film beruht auf einem Theaterstück, welches wiederum von einem wahren Fall inspiriert wurde und es ist in der Tat beeindruckend, wie viel in diesem lediglich 77minütigen Werk steckt. Dieser Film zieht nicht die Spannung aus der Frage, wer der Mörder ist, sondern wie man die Täter überführen wird – ganz im Sinne von Columbo. Doch Rope dreht sich nicht nur um diese Frage, sondern offenbart mehrere kleine Charakterstudien, Verknüpfungen und Erlebnisse der einzelnen Gäste, die Hitchcock hier vorstellt. So offenbaren sich immer mehr kleinere Geheimnisse, welche die Personen interessanter machen. Die gesamte Handlung wird mit Humor aufgelockert, hier in Form von spitzzüngigen Dialogen und der makabren Tatsache, dass etwa das Büffet auf besagter Truhe offeriert wird, in welcher der Tote liegt.
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Flibbo: Wie ist der Film?
Kommentar löschen[...] Die Geschichte entstammt, man ahnt es, einem Theaterstück. Doch „Rope“ ist keineswegs nur das Abfilmen eines Bühnenstücks. Hitchcock macht sich das Medium Film bei diesem Projekt trotz der „schnittlosen“ Machart durchaus zunutze, indem die Kamera sich immer an den Teil des Handlungsraums heftet, der gerade am interessantesten ist. Dabei läuft der Rest der Geschichte stets weiter, auch wenn es nur am äußeren Bildrand oder aus dem Off geschieht, was dem Film seinen eigenen Stil gibt und eben tatsächlich den raffinierten Echtzeit-Effekt erzielt. [...]
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Kommentare (63) — Film: Cocktail für eine Leiche
Audreyfan Thu, 13 Jun 2013 09:23:10 -0000
Kommentar löschen"Cocktail für eine Leiche" ist ein beindruckendes Kammerspiel und macht deutlich, warum Alfred Hitchcock "Master of Suspense" genannt wird. Suspense ist eine der drei Unterteilungen der Tension, also der dramatischen Spannung. Die Suspense basiert auf dem Konzept der Vorhersehbarkeit. Und genau das ist "Cocktail für eine Leiche": Vorhersehbar.
Vorhersehbarkeit ist sonst eher ein negativ belastetes Wort, doch hier ist es positiv zu verstehen. Denn obwohl man sich schon denken kann, wie der Film verläuft und wie er endet, schafft es Hitchcock, dass wir vor Spannung die Luft anhalten oder uns fragen, was bloß als nächstes passiert.
Es geht wie so oft um den perfekten Mord. Der perfekte Mord wurde schon so oft in Filmen verarbeitet, vor allem in Hitchcocks, eigentlich könnte man auch sagen, dass jeder Mord auf dem Konzept des perfekten Mords beruht. Schließlich will doch kaum ein Mörder, dass er erwischt wird, oder?
----Hier wird gespoilert----
Im Gegensatz zu anderen Filmen, die darum handeln, dass der oder die Täter den perfekten Mord planen und ihre Pläne erst gegen Ende in die Tat umsetzen, geschieht hier der Mord direkt am Anfang. Der Zuschauer wird sofort schockiert und überrumpelt mit dem Mord, er ist der Anfangspunkt. Doch anstatt jetzt aufzurollen, wie es dazu gekommen ist, macht Hitchcock aus dieser Situation ein beindruckendes Kammerspiel. Wir erfahren nicht viel über die Täter, außer ein paar Banalitäten und ihr Motiv: Sie haben nicht gemordet aus Eifersucht, Geldsucht oder ähnlichem, nein, sie haben gemordet, weil sie Mord für eine Kunst halten, für eine Art Befriedigung, ein Experiment. Die Idee dazu haben die beiden Studenten von ihrem Lehrer Rupert Cadell, vorzüglich gespielt von James Stewart, der auch unter den Partygästen ist. Dieser würde es zwar nie wagen, seine Ideen in die Tat umzusetzen, aber die beiden sind überzeugter und tun es. Ihnen ist klar, dass sie einen perfekten Mord vollbracht wären. Um das Ganze zu feiern, haben sie eine Party geplant, natürlich unter dem Deckmantel eines anderen Anlasses. Während Phillip vor Angst stottert und sich betrinkt, ist Brandon richtig stolz auf seinen Mord und riskiert auch allerhand. Zum Beispiel benutzt er die Truhe, in der der ermordete David liegt, als Tisch. Und so kommt es, dass die Gäste fröhlich ihre Cocktails trinken und reden, während eine Leiche sie sozusagen beobachtet. Ja, man kommt sich beobachtet vor als Zuschauer und erwartet jeden Moment, dass Phillip oder Brandon sich verplappert oder das irgendetwas passiert. Die Atmosphäre ist angespannt, knisternd und obwohl an sich nichts Spannendes passiert, ist das Ganze doch spannender als so mancher Horrorfilm oder Thriller. Der ganze Film spielt in einem Raum. An der Häuserkulisse, die man durch das Fenster sehen kann, behält der Zuschauer sein Zeitgefühl. Denn obwohl scheinbar alles zeitgleich und ohne erkennbare Schnitte gedreht wurde, dauert der Abend natürlich länger als 80 Minuten. Deshalb kam mir der Abend sehr kurz vor. Dennoch hat der Film an für sich eine perfekte Länge. Die Handlung stockt nie, wirkt auch nie zu schnell, jede Aktion und Reaktion fliesst ineinander über und endet mit einem für mich höchst poetischen und atmosphärischen Bild. Die drei Männer (Phillip, Rubert und Brandon) sitzen erschöpft im Wohnraum rum, die Leiche 'beobachtet' sie weiter, die Farben der Leuchtreklame lassen den Raum rot, grün, blau aufleuchten, die Polizeisirenen übertönen die Filmmusik und einem wird klar, dass es keinen perfekten Mord geben kann, solange er von Menschen ausgeführt wird.
"I've always wished for more artistic talent. Well, murder can be an art, too. The power to kill can be just as satisfying as the power to create"
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Rei Tue, 11 Jun 2013 11:45:49 -0000
Kommentar löschenVirtuos inszeniertes Kriminal-Kammerspiel, das leise, fast samtpfotig daherkommt und das Böse schlussendlich entlarvt. Ein weiterer Geniestreich von Altmeister Hitchcock, der zum Klassiker avancierte. Rei
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vanilla Tue, 11 Jun 2013 10:46:21 -0000
Kommentar löschengeniale Idee, einen Film als Kammerspiel (ganzer Film spielt sich nur in einem Raum ab) zu drehen. Sehr sehr schwieriges Unterfangen, wenn man eine langweilige Geschichte, schlechte Darsteller und öde Dialoge verwendet.
Hitchcock zeigt in diesem Meisterwerk, wie ein perfekt durchdachter Film dieses Kalibers abzulaufen hat und bedient sich bester Darsteller (James Stewart und John Dall einfach genial in ihren Rollen), interessanter Handlung und einem unglaublichen Spannungsbogen.
Obwohl man bereits zu Beginn erfährt wer der Mörder ist, entwickelt sich das Ganze mit zunehmender Spielfilmlänge.
Warum hat man den armen Kerl erdrosselt???
Was waren die Beweggründe dafür???
Fliegen die Mörder letztendlich bei dieser makaberen Party auf???
Es haben sich mittlerweile viele an so einem Film versucht.....
"Buried", "Five Fingers", "Nicht auflegen" und "Liberty stands still" fallen mir da auf Anhieb ein.
Eigentlich bis auf Buried sind alle sehr gelungen, vor allem "Nicht auflegen" und "Five Fingers". Obwohl bei diesen Filmen mehr als nur ein Raum zur Verfügung stand und man sich mehrerer Stilmittel bedient hat.
Deshalb muss man schon sagen, dass "Rope" einfach seines Gleichen vergeblich sucht.
Natürlich merkt man dem Film an, dass er schon etwas älter ist. Das macht ihn jedoch keinesfalls schlechter.
Doch mit den neuen Filmen dieser Art kann er nicht mehr ganz mithalten. Damals war er bestimmt eine Wucht und deshalb ist das Prädikat "sehr wertvoll" auf jeden Fall angebracht.
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MurmelTV Sun, 16 Jun 2013 16:17:18 -0000
Antwort löschenEin weiteres Kammerspiel wäre noch "Der Gott des Gemetzels" ("Carnage") von Roman Polanski mit Waltz, Jodie Foster, Kate Winslet und John C. Reilly! Auf jeden Fall sehensweiter!
Aber an dieses Meisterwerk kommt wahrlich nichts ran. Habe ihn erst letztens zum ersten Mal gesehen und er hat mich komplett begeistert und sich direkt in mein Herz geschlossen.
Das lag wohl noch mehr an dieser genialen Storyidee, als am Kammerspiel! (Mehr dazu in meinem Kommentar zum Film, wenn es interessiert)
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vanilla Mon, 17 Jun 2013 14:10:14 -0000
Antwort löschenden habe ich jetzt nicht so hoch im Kurs;-) aber wenn der Mal im TV kommt werde ich einen Blick riskieren;-)
Dein Kommentar ist super hab den unter die Lupe genommen;-)
Finde die Idee auch großartig:-)
MurmelTV Mon, 17 Jun 2013 14:47:26 -0000
Antwort löschenGibt gemischte Meinungen zu "Carnage" hier auf MP. Ich halte ihn für genial. Werde ihn mir auch demnächst auf Blu-ray holen. Kann ich mir immer mal wieder angucken!
Danke! :)
Mich hat sie komplett umgehauen. War/Ist eben etwas, was ich vorher noch nie in einem Film gesehen habe!
8martin Tue, 11 Jun 2013 09:31:41 -0000
Kommentar löschenEs ist Hitchcocks harmlosester Film – eher ein Comedy-Thriller. Wobei sich das Komödiantische in Grenzen hält: schrullige, ältere Dame (Constance Collier noch aus dem 19. Jahrhundert) und unschlüssiges Mädel (Janet Chandler) mit Kopfverdrehungs-Ambitionen bei den um sie buhlenden, jungen Männer. Wenn es zu Beginn nicht ganz kurz einen angedeuteten Mord gegeben hätte, könnte man meinen im falschen Film zu sein – zumindest in keinem Hitchcock-Krimi. Die beiden Täter sind der Zyniker Brandon (John Dall) und der Angsthase Phillip (Farley Granger). Es passiert nicht viel. Dreiviertel des Films sind Small Talk einer wohlhabenden Gesellschaft. Nur gelegentlich im letzten Drittel blitzt Hitchcocks Genialität kurz mal auf, wenn sich die Handlung auf die Truhe konzentriert. Doch wie Professor Cadell (James Stewart), der im Gegensatz zu den anderen Gästen scharfsinnig und neugierig ist, den Mördern auf die Spur kommt ist schon recht boulevardesque. Erst beim zweiten Mal hinschauen entdeckt man die Initialen im falschen Hut. Und der Schluss? Sirene!? Die Gesellschaft kommt?! Wie jetzt?!
Da scheint die Frage viel bedeutsamer: Wo ist Alf? Ich habe ihn nicht entdecken können.
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Silv1 Tue, 11 Jun 2013 07:14:20 -0000
Kommentar löschenHitchcocks "Rope" ist ein fesselndes Kammerspiel und kühnes Moralstück zugleich. Jimmy Stewart ist wie immer grossartig und das Ende einfach nur klasse.
Kommt nicht an die ganz grossen Dinger des Altmeisters heran (Psycho,Vertigo,Rear Window,North by Northwest), aber dank der originellen und verspielten Inszenierung (10 Schnitte im ganzen Film!) reicht es dann doch noch knapp für eine Acht.
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MurmelTV Mon, 10 Jun 2013 22:22:10 -0000
Kommentar löschenGibt es den "perfekten Mord"?
Diese Frage müssen sich wohl die zwei Protagonisten in Hitchcock's "Cocktail für eine Leiche" gestellt haben. Mord als eine Art von Kunst. So lehrte es ihnen ihr Lehrer Rupert (James Stewart), weshalb Brandon (John Dall) und sein Freund Phillip (Farley Granger) das Ganze einmal wagen wollen.
Hier startet dann auch der Film. Das erste, was der Zuschauer zu Gesicht bekommt, ist ein Mann, der gewaltsam mit einem Strick erwürgt wird.
Daraufhin folgt jedoch nicht der typische Szenenwechsel zu den Ermittlern oder ähnliches. Nein! Der Film ist als Kammerspiel aufgebaut, sprich der Zuschauer bleibt den ganzen Film über am Tatort. Die Wohnung der beiden Studenten.
Man verfolgt die Gespräche zwischen den Tätern, die Freude über die begangene Tat auf Brandons Seite und die Gewissensbisse auf Seiten Phillips.
Die Tatsache, dass die beiden Philosophiestudenten den Mord nur aus Inspiration begangen haben, macht den Film so interessant. Hinzu kommt der schwarze Humor, mit dem Brandon diesen "Triumph" sieht. So schmeißt er direkt im Anschluss eine Party mit Angehörigen des Toten, seiner Freundin, dessen Ex und Rupert selbst, als kleiner Nervenkitzel. "Denn sonst wäre es ja auch zu einfach."
Aber damit nicht genug. Immer wieder kommt er auf neue Ideen, die seine Tat unterstreichen. Dabei ist es interessant anzusehen, wie gelassen Brandon im Kontrast zu seinem Komplizen Phillip ist, welcher alles schnellst möglich hinter sich bringen will.
Schauspielerisch ist der Film wahrlich ein Hochgenuss. Besonders als Rupert, als "unfreiwilliger Ermittler" hinzustößt. Nicht nur spielt er selbst wie immer großartig, durch seine Anwesenheit und sein Verhalten artet die kleine Party immer mehr aus.
Die Dialoge sind durchgehend ausgezeichnet inszeniert und spannend anzuhören. Ein Krimi, bei dem man als Zuschauer mitfiebert, obwohl man die Täter und deren Hintergründe von Anfang an kennt. Das muss man erstmal schaffen!
Auch lobenswert zu erwähnen ist mal wieder die exzellente Kamera. Besonders gegen Ende des Films, als Rupert seine Theorie über den Ablauf des Mordes darstellt. Hier wird man als Zuschauer in die Tat hineingezogen, ohne dass man eine Rückblende zeigt, wie es heutzutage immer der Fall ist. Die Kamera zeigt lediglich die von Rupert angesprochenen Bereiche der Wohnung. Den Rest überlässt man der Vorstellungskraft des Zuschauers.
Ein wahres Meisterwerk von Alfred Hitchcock, was auf ganzer Linie zu überzeugen und überraschen weiß! Ich bin begeistert.
Da wundert es mich doch, warum es heute kaum noch Filme dieser Art, also in Form eines Kammerspieles, gibt. Eine Tragödie!
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Maltin Mon, 10 Jun 2013 22:11:56 -0000
Kommentar löschenHitchcocks One Shot Kammerspiele überzeugt durch seine durchchoreographierte Bildsprache, erstaunlich rasanten Dialogen und fantastischem Schauspiel von Steward und allen voran John Dall. Die aberwitzige wie psychopathische Idee der Leiche unterm Cocktailglas trägt sich bis zuletzt durch die alles entscheidende Frage, ob und wie dieses vermeintlich perfekte Verbrechen aufgedeckt wird. Dennoch etwas zäh in einigen Passagen, die sich am Dialog abarbeiten und notwendigerweise wenig visuelle Unterstützung erhalten.
Suspense a la Hitch: Haushälterin Wilsons Aufräumarbeiten und die beinahe vorzeitige Lüftung des perfiden Geheimnisses.
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movie.max Mon, 13 May 2013 09:51:20 -0000
Kommentar löschenExakte Regie, scharfes Buch, atemberaubendes Schauspiel.
Durchgeplant und dennoch lässig.
Finster, gemein und dennoch lustig.
Man kennt den Täter und dennoch ist es überraschend.
Einer der besten Krimis aller Zeiten und für mich der beste Hitchcock überhaupt.
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doctorgonzo Mon, 13 May 2013 15:46:08 -0000
Antwort löschenLiegt bei mir etwas hinter "Rear Window", ist aber trotzdem ganz großes Kino.
movie.max Mon, 13 May 2013 19:46:05 -0000
Antwort löschen'Rear Window' liegt minimal hinter 'Rope'. Aber ich kann dich bestens verstehen!
EvertonHirsch Mon, 22 Apr 2013 07:58:08 -0000
Kommentar löschenErst zum Ende des Films kam bei mir so richtig Spannung auf. Vorher hat mich zumeist das belanglose Dauergerede der Partygäste gestört. Der Film macht während der Party wirklich überhaupt keine Pause, einzig der Dialog über die Übermenschen war wirklich gut. Nachdem vorerst alle Gäste weg sind, legt der Film wirklich zu. Mit dostojewkischen Mitteln wird hier eine Stimmung kreiert, die wirklich knistert, aufgrund der Ahnungen und Befürchtungen aller drei Hauptakteure.
Vor allem James Stewart sei hier herausgehoben, da seine Leistung während des gesamten Films wirklich genial ist.
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mary84 Mon, 22 Apr 2013 07:39:51 -0000
Kommentar löschenGuter Hitchcock Klassiker, jedoch nicht der aller Beste von ihm. Die visuelle Darstellung macht einen sehr warmen und gemütlichen Eindruck (das mag sicherlich daran liegen, dass der komplette Film im Wohnzimmer stattfindet) und es macht Spaß den Darstellern zuzugucken. Die Rolle von James Stewart ist genial, er hat eine Vorahnung von der ersten Minute an und durchschaut sodann das ganze Szenario immer mehr. Zudem hat der Film eine nette leichte schwarzhumorige Note, was die Dialoge der Darsteller noch interessanter macht.
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Intergalactic Ape-Man Fri, 19 Apr 2013 02:44:59 -0000
Kommentar löschenMit seiner Umsetzung von Cocktail für eine Leiche versucht Alfred Hitchcock einem Bühnenstück mit filmischen Mitteln besonders nahe zu kommen. Seine Plansequenzen sind äußerst ausgeklügelt. Für die Kamerabewegung mußten die Kulissen stets verschoben werden, denn Schnitte gibt es nur, wenn die Filmrolle zuende ist. Selbst diese Übergänge kaschiert Hitchcock unauffällig, in dem er beispielsweise auf den Rücken eines Darstellers zufährt und das entstandene Dunkel gewitzt zu nutzen weiß. Mittels der Dialoge von Cocktail für eine Leiche wird das ethische Weltbild in Frage gestellt. Der einzige Mord im Film geschieht direkt zu Anfang. Es ist das eindrucksvolle Spiel mit der Suspense, welches diesen Film dennoch bis zur letzten Minute vor Spannung bersten läßt.
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Dr.Hasenbein Tue, 02 Apr 2013 22:37:43 -0000
Kommentar löschenACHTUNG SPOILER KRITIK
Nachdem ich jetzt mal wieder den doch eher (unter) durchschnittlichen Film "Mord nach Plan" gesehen habe der mich ziemlich enttäuscht zurück gelassen hat,
mußte ich mir noch einmal das Original "Cocktail für eine Leiche" anschauen.
Das erste was mir mal wieder aufgefallen ist,
was für eine tolle Atmosphäre der Film schon in der ersten Einstellung erzeugt.
Hitchcock versucht garnicht erst vertuschen zu wollen dass die Vorlage auf einem Theaterstück basiert.
Im Gegenteil, er geht sogar soweit den Film in Echtzeit zu drehen
und dem Zuschauer weiß zu machen es würden keine Schnitte existieren.
Dadurch bekommt man zwangsläufig das Gefühl vermittelt einem Theaterstück beizuwohnen.
Hitchcock spielt mit dem Puplikum genauso wie die beiden Mörder mit ihren Gästen.
Es steht den kompletten Film die Frage im Raum wann einer der Gäste die Leiche entdeckt die sich direkt vor ihrer Nase befindet.
Die Schauspieler agieren passend zur Inzenierung wie in einem Theaterstück ziemlich überspitzt.
James Stewart ist aber die Ruhe in Person und spielt den ehemaligen Lehrer der als einziger im Raum den Überblick behält gewohnt souverän.
Ganz witzig ist dass Hitchcock es sich nicht nehmen lassen hat eine kleine Spitze Richtung Cary Grant zu schicken der ursprünglich Stewarts Rolle übernehmen sollte.
Insgesamt umgibt den Film eine schöne leichte schwarzhumorige Note die den Film nicht zu düster wirken läßt.
Für mich einer der besten Hitchcock Filme!
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MrDepad Thu, 28 Mar 2013 16:05:24 -0000
Kommentar löschenAlfred Hitchcock - Collection [Blu-ray] -3/14-"Rope"
Die beiden Studenten Phillip und Brandon erdrosseln ihren Kommilitonen David, dabei glauben sie, den perfekten Mord begangen zu haben. Um ihre Tat zu zelebrieren geben sie eine Party, zu der Freunde und Verwandte von David kommen. Das Essen servieren sie sogar noch auf der Truhe, in dem sich der Leichnam von David befindet.
Hitchcock inszenierte mit diesem Krimi-Thriller ein Kammerspiel der Extraklasse. Durch kleine Tricks gelang es ihm, dass der Film aussieht, als wäre er ohne einen einzigen Schnitt gedreht worden. Die gesamte Handlung spielt sich zudem nur in dem Appartement ab, in dem die Party stattfindet. Mit sowohl geschärften als auch amüsanten Dialogen erzeugt Hitchcock eine tolle Atmosphäre, wobei zunächst die verschiedenen Charaktere vertieft werden. Hierbei stechen schon früh die Qualitäten von John Dall und Farley Granger hervor, welche die beiden Mörder Philip und Brandon wirklich hervorragend spielen. Philip ist eher psychisch instabil und unsicher, während Brandon eiskalt und überheblich daher kommt. Durch die beiden gegensätzlichen, extremen Eigenschaften wirkt ihr Plan von Beginn an sehr riskant und gefährdet. Mit dem Auftauchen von James Stewart als Rupert Cadell geht der Film dann in die Vollen. Cadell ist ein humorvoller Zyniker, der früh schon bemerkt, dass etwas bei dieser Party nicht stimmt. Durch brillante Dialoge spannt Hitchcock den Spannungsbogen immer enger, während die Kamera in feinen Einstellungen immer wieder brenzlige Details einfängt. Die letzten gut 30 Minuten sind wirklich äußerst spannend und können sich auch heutzutage noch mit vielen Thrillern messen.
"Rope" ist ein äußerst gelungenes Kammerspiel, welches durch die tollen Darsteller, die revolutionäre Inszenierungsweise und die fantastisch geschriebenen Dialoge besticht. Der Zahn der Zeit ging an dem Streifen völlig vorüber und macht ihn auch heute noch genauso genießbar wie vor gut 60 Jahren.
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Roldur Fri, 15 Mar 2013 16:21:25 -0000
Kommentar löschenHitchcock Collection gekauft. Mein erster Hitchcock überhaupt. Was bin ich? Beigeistert. Was der "Master of Suspense" mir hier auftischt wird seinem Namen mehr als würdig. Das herausragend gespielte und hochspannende Kammerspiel "Rope" lässt von der aufkommenden Spannung so manchen aktuellen Thriller eher als gähner erscheinen. Das alles obwohl ich eigentlich ein Banause bin was Filme jenseits der 70er angeht. Ich komme ins gähnen und bin sofort abgeneigt sobald ich sehe, dass ein Film zB in den 50ern erschien. Nach diesem Film muss ich sagen, dass das absolut ungerechtfertigt bis dumm war. Somit bildet "Rope" nicht nur geniales Spannungskino mit einer oder zwei Abstrichen beim leicht enttäuschenden Ende, sondern auch ein Tor für mich in eine neue Welt. In Zukunft muss man mich nicht mehr für "alte" Filme überreden.
Letztendlich muss ich vor allem die Leistungen von James Stewart und John Dall hervorherben, die einfach genial aufspielten. Auch die ungewöhnliche Kameraführung und das Kunstwerk einen Film 80 Minuten lang spannend zu halten ohne wirklich sichtbare Schnitte. Nach diesem Film würde ich Hitchcock mal ganz pauschal großartig nennen, mal sehn was die Collection mir noch so bringt.
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Hornblower Fri, 15 Mar 2013 16:25:38 -0000
Antwort löschenVor Kurzem habe ich das erste Mal seit bestimmt 20 Jahren "Vertigo" gesehen - hat mich total aus den Socken gehauen! Viel Spaß bei Deiner Hitchcock-Entdeckungsreise!
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Roldur Fri, 15 Mar 2013 17:46:06 -0000
Antwort löschenIch freu mich jetzt schon richtig drauf! :)
MrDepad Fri, 15 Mar 2013 20:04:05 -0000
Antwort löschenSehr schön!
Hab mir letzte Woche auch die extrem schicke Blu-ray Collection von Hitchcock gekauft. Ab Ende nächster Woche werd ich mir dann auch alle Filme ansehen, freu mich schon sehr :)
MaxN91 Sun, 10 Feb 2013 23:51:51 -0000
Kommentar löschenAlfred Hitchcock Collection 3/14 - Cocktail für eine Leiche ("Rope") von 1947
Was für ein genialer Film! Mit dem Kammerspiel "Cocktail für eine Leiche" hat Hitchcock mich völlig begeistert. 2 Studenten bringen ihren Kommilitonen um, weil sie davon überzeugt sind, dass sie das perfekte Verbrechen begehen können und in ihren Augen das Umbringen von minderwertigen Personen sowieso nicht als Straftat, sondern eher als Gefallen angesehen werden sollte. Dabei könnten die Mörder in ihrem Charakter nicht unterschiedlicher sein: Brandon ist nicht nur der Kopf der Angelegenheit, sondern auch eiskalt und besitzt eine exorbitante Überheblichkeit. Sein Komplize dagegeben ist eher der typische Mitläufer, der weder mit der Schuld noch dem folgenden Plan gut zurecht kommt. Das perfide ist nicht der Mord per se, sondern dass Brandon die Leiche in eine Kiste schmeisst und später im selben Raum eine Party veranstaltet. Dazu lädt er nicht nur die Eltern des Toten ein, sondern auch seine Freundin, deren Ex-Freund und Kumpel des Toten und sogar den zynischen Philosophen Rupert, der als geistige Inspiration diente. Hitchcock erzeugt so eine geniale Spannung, v.a wenn sich besagte Angehörige der Kiste nähern. In dem, nur so mit vor wunderbaren Dialogen strotzendem Drehbuch, geht Hitch sogar auf die Thematik des Übermenschen ein und spinnt dieses Szenario durch. Er nutzt ebenfalls eine Kameratechnik, die ich vorher noch nie gesehen habe. Er verwendet über lange Einstellungen keine Schnitte und täuscht dem Zuschauer anschließend durch geschicktes Zoomen auf den Rücken einer Person vor auch hier nicht zu schneiden. Da eine Filmrolle zu dieser Zeit nur 10 Minuten umfassen konnte und er deswegen schneiden musste, hält er trotzdem die Illusion aufrecht- genial! Unglaublich, dass dieser Film kurz nach dem zweiten Weltkrieg entstanden ist, denn er ist auch heute noch so interessant und spannend wie eh und je und könnte meines Erachtens auch heute im Kino laufen. Auch wenn James Stewart am Ende des Films die Blicke der Zuschauer auf sich zieht, ist die Performance von John Dall (Brandon) für mich noch viel spannender und stärker. Einzig die übertriebene Naivität und die Überheblichkeit der Hauptpersonen scheint mir etwas unglaubwürdig und ist mein einziger Kritikpunkt an dem Film.
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Boogers666 Tue, 05 Feb 2013 12:14:33 -0000
Kommentar löschenIch habe mir so eben die Hitchcock-Collection zugelegt, da ich (*shame on me*), fast noch keinen Film des großen Meisters mit der runden Kugel gesehen habe, und ich werde nun in unregelmäßigen Abständen beginnen mir diese Filme anzusehen und zu bewerten.
Hitchcock Nr. 1: "Cocktail für eine Leiche"
"Cocktail für eine Leiche (bzw. "Rope")", ist mein erster Hitchcock und, ja ich muss sagen er hat mir gefallen, denn der Film der nur 77min geht weiß zu unterhalten und man merkt schon hier in einem seiner frühen Werke, welches Filmische Talent Hitchcock schon damals hatte, sei es die Kamera die schon damals so genial geführt wird, die Sounds oder natürlich auch die Schauspieler sind allesamt hervoragend. Zur Story muss ich denk ich mal ncihtmehr viel sagen, Hitchcock holt hier das Maximum aus einem Minimum heraus und schafft es einen mit minimalen Mitteln durchaus an den Stuhl zu fesseln. Ich kann "Rope" eigentlich jedem empfehlen, der mit alten Filmen zurecht kommt, denn abgesehen vom Alter des Films ist der definitiv sehenswert.
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FranklinFlyer Tue, 05 Feb 2013 12:19:25 -0000
Antwort löschenSchöne Aufgabe für die nächsten Monate.
Ich hab mittlerweile fast alle Hitch Filme zu Hause.
Mir fehlen ein paar ganz alte Auftragsarbeiten.
Viel Spaß dabei, denn jeder Film lohnt sich.
Es gibt ein paar Schwächere aber nie Schwache. Und das will was heißen.
In der Box die du wahrscheinlich hast, fehlen aber auch einige Meisterwerke wie "North by Northwest", "Dial M.." und "Strangers on a Train" etc
Viel Spaß! Besser als jede Serie von HBO etc ;)
Boogers666 Tue, 05 Feb 2013 12:27:07 -0000
Antwort löschenJup, die genanten fehlen..:)
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Andy Dufresne Tue, 05 Feb 2013 23:05:31 -0000
Antwort löschenDa warten noch ein paar schöne Filme/Tage auf dich Booger...:)
Boogers666 Wed, 06 Feb 2013 09:57:06 -0000
Antwort löschen:D
elmnope Tue, 22 Jan 2013 23:04:51 -0000
Kommentar löschenKaum ist der Mord begangen, landet die Leiche schon in einer Kiste. Und diese verschwindet für die gesamte Dauer des Films kaum mehr aus dem Blickfeld des Zuschauers. Sie erinnnert daran, dass die Party nie bloßes Geplauder ist, sondern die grausame Pointe eines sinnlosen Mordes, der darin gipfelt, Familie und Verlobte des Opfers einzuladen. Die Mörder, der eine voller Arroganz, der andere voller Angst vor Entdeckung, scheitern genau an diesen beiden Verhaltensweisen gegenüber ihrem alten Lehrer.
Interessant ist zudem, wie Hitchcock zunehmend Sympathie für den Toten zu erwecken vermag- und damit gleichzeitig die Antipathie den Mördern gegenüber noch steigert.
Hitchcock macht eben wieder einmal alles richtig (nie war es so spannend, einer Haushälterin dabei zuzusehen, wie sie dreckiges Geschirr abräumt).
Lediglich am Ende störte ich mich an der etwas arg plakativen Rede James Stewards'- das hätte man sich dann doch, eben dank der tollen Inszenierung, selber denken können/sollen.
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KonTaicho Wed, 16 Jan 2013 17:23:46 -0000
Kommentar löschen"Cocktail für eine Leiche" - oder auch "Cocktail für psychopatische, narzistische Reiche".
Das Gespann Hitchcock - Stewart war bisher immer ein Erfolgsgarant und ein Signum für äußerste Spannung und Originalität.
Wohl muss man hier das altbewährte Sprichwort "Ausnahmen bestätigen die Regel" zu Hilfe nehmen, will man dieses Bild nicht fahrlässigerweise verblassen lassen.
Schließlich sind wir ja alle nur Menschen, auch wenn man besagten Herren auch gerne einmal die Herkunft aus höheren Sphären zusprechen möchte.
Dieser Herkunft glaubt auch unser aufgeblasener, schnöseliger, überheblicher Killer zu sein.
Ich rede bewusst nur von einem Killer, denn dieses jämmerliche, mitläuferische Häufchen Elend am Flügel kann man wohl kaum für voll nehmen. Seine erbärmliche Existenz im Schatten der Intelligenz anderer mit dieser Tat wohl zu veredeln versuchend, ist er doch lediglich ein armes Schwein, dem man im Leben zu oft die kalte Schulter zugewandt hat.
Was bei unserem eigentlichen Killer falschgelaufen zu sein scheint, wage ich hier nicht zu erörtern. Jedenfalls hält er sich in bester NS-Manier für den Übermenschen himself, der sich in der Position sieht, Untermenschen den garaus machen zu dürfen.
So begehen die beiden ( bzw. der eine ) nun dieses angebliche "Perfekte Verbrechen".
Perfektes Verbrechen?! Wtf? Dilettantischer kann man einen Mord wohl kaum begehen. Die Überheblichkeit dieses Hohlschädels ist kaum auszuhalten. Quasi alle Beteiligten außer des Professors und der beiden Knaben fungieren nur als Statisten, die mal mehr mal weniger, der dubiosen Truhe zu nahe kommen. Dass der Professor den Braten gerochen hat, wird schon fünf Minuten nach seinem Eintreffen klar und nimmt jegliche Spannung aus der Geschichte.
Es gibt keine Twists, es gibt keine Momente nagender Spannung, es gibt eigentlich gar nichts außer einem gewohnt tollen James Stewart.
Definitiv zu wenig.
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JackoXL Wed, 16 Jan 2013 17:50:35 -0000
Antwort löschenOha, da sind wir uns schon wieder gar nicht einig.
Hier gibt es einiges, nicht zuletzt die tolle Schnitttechnik, die den Film (fast) wirken lässt wie in einem Guß gedreht. Die Überheblichkeit des "Hohlschädels" ist ja gerade die Würze des Film. Wie er immer und immer wieder die Anwehsenden fast darum anbettelt, ihm auf die Spur zu kommen, allein wie er die Mordwaffe höhnisch zur Schau stellt, in dem sicheren Glauben, das er einfach zu brilliant ist, um überführt zu werden. Und das Stewart ihn durchschaut hat soll ja gar keine Überraschung oder Twist darstellen, natürlich ist das sofort klar. Der Reiz liegt meiner Meinung nach genau darin. Diese Belauern, die schwelende Spannung, wann und wie "Hohlschädel" über sein Ego stolpern wird. Ich finde den Film super (wie man wohl lesen kann). ;)
KonTaicho Thu, 17 Jan 2013 13:50:42 -0000
Antwort löschenOje, du wirst mich doch nicht verlassen, Chérie? :3
Klar, diese technischen Aspekte mögen stimmen. Allerdings achte ich in der Regel nicht unbedingt auf solche handwerklichen Features, sondern beurteile, wie der Film auf mich wirkt. Und gewirkt hat er einfach nicht. Ich denke man kann in dieser Story entweder die Genialität auf der einen Seite sehen, wie du es tust, oder die schlichte Idiotie und den Mangel an Spannung und Überraschungen auf der anderen Seite, wie ich.
In der Regel bin ich ein riesen Hitchcock- und Stewart-Fan und ich hatte schlichtweg etwas anderes erwartet.
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JackoXL Thu, 17 Jan 2013 22:00:38 -0000
Antwort löschenAch, unterschiedliche Meinungen sind doch das Salz in der MP-Suppe, das gehört dazu. Keine Bange, ich stehe zu meinen Freunden. :)
Du arbeitest trotzdem munter daran, dass unsere Übereinstimmungsprozente immer weiter fallen werden. Jetzt auch noch "Hass"...wo soll das bloß enden? ;)
KonTaicho Fri, 18 Jan 2013 16:05:06 -0000
Antwort löschen:3 Ich versprechs, ich hör jetzt auf damit. Als nächstes gug ich was, das dir und mir gefällt. Versprochen :P
JackoXL Sun, 06 Jan 2013 22:53:24 -0000
Kommentar löschenCocktailparty à la Hitchcock.
Der theoretisch perfekte Mord als Beweis für die eigene Überlegenheit. Die Aroganz des Täters als reines Motiv, das Opfer ist Hitchcocks MacGuffin. Wer David genau war, vollkommen egal, seine Leiche bildet die Basis. Die Basis für ein trocken serviertes, böses Kammerspiel in handwerklicher Perfektion.
Hitchcock beginnt dieses mit einem Mord, mit der Vorstellung der Täter, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Brandon ist das Mastermind, die Triebfeder, der Urheber dieser morbiden Genialitätsprüfung. Er will zeigen, dass er über alles und jeden erhaben ist. Er kann nicht nur einen Mord begehen, er kann direkt im Anschluß selbst Familie, Freunden und Geliebter des Opfers ein pechschwarzes Kaspertheater vorspielen, ihnen mit der Mordwaffe vor dem Gesicht rumfuchteln, sein Ego durch doppeldeutige Kommentare und Seitenhiebe auf gottesgleiche Höhen puschen.
Philip ist sein Helferlein, beeinflusst durch das Alphamännchen, der direkt nach der Tat schon am liebsten alles ungeschehen machen würde.
Dieses ungleiche Duo empfängt eine gezielt ausgewählte Partygesellschaft, die sie alle an der Nase herumführen können, nur nicht einen...
"Cocktail für eine Leiche" besticht nicht nur durch diese perfide Grundidee, ganz besonders durch die grandiose Inszenierung von Alfred Hitchcock. Tatsächlich gelingt es dem Meister, sein Kammerspiel wie in einem Guß laufen zu lassen. Die vorhandenen Schnitte werden geschickt vertuscht. Sie sind zwar zu erkennen, aber mit dem Gefühl, dass es gar keine gibt. Durch Auf- und Abblenden, die total flüssig die Szenen verbinden, entsteht der Eindruck, eine einzige Einstellung zu sehen. Das muss man erstmal bringen, von der Stimmung her unbezahlbar.
Dazu gelingt es Hitchcock, diese einfache Handlung durch diverse Schlüsselmomente enorm aufzuwerten. Die Klavierszene mit Farley Granger und James Stewart ist sensationell, vom inszenatorischen Timing wie den Darstellern. Genau so brilliant ist auch der finale Trialog, in dem der Film seine gesamte Stärke auf den Punkt bringt. In der Enge liegt die Kraft. Auf einen einzigen Spielraum beschränkt, stets mit provokanten Anspielungen angefeuert, wird der scharfe Geist des einzigen ernstzunehmenden Stolpersteins erst so richtig gekitzelt. Am Ende ist es die durchgehen vorgetragenen Aroganz, die "den perfekten Mord" scheitern lässt.
Bis dahin gibt es schon Hitchcock's typischen Witz, seine elegante Herangehensweise und sein Gespür für den oder die Momente, aber im Finale findet das seinen Höhepunkt. Ein wunderbarer, eigentlich so einfacher Film, der in den Händen dieses begnadeten Filmemachers genau richtig aufgehoben ist.
Sarkastisch, clever und sehr unterhaltsam.
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Deathpool Sun, 06 Jan 2013 22:57:25 -0000
Antwort löschenWow macht Lust auf den Film und dem Meister würdig geschrieben.
Le Samourai Sun, 06 Jan 2013 23:01:49 -0000
Antwort löschen<3
JackoXL Sun, 06 Jan 2013 23:02:35 -0000
Antwort löschenDas freut mich. Hitchcock wird mir langsam echt unheimlich, der hätte wohl selbst die Gebrauchsanweisung zu meinem Toaster gekonnt verfilmen können.
SoulReaver Sun, 06 Jan 2013 23:03:12 -0000
Antwort löschenOk, wird wohl Zeit für einen zweiten Versuch.
Le Samourai Sun, 06 Jan 2013 23:05:33 -0000
Antwort löschenHitchcock = THE greatest of all time.
JackoXL Sun, 06 Jan 2013 23:05:38 -0000
Antwort löschen@Samourai: ♥
@souli: Solltest du probieren, was immer da mal schief gelaufen ist. Besser als der Patriot James Ryan ist der, keine Sorge. ;)
Le Samourai Sun, 06 Jan 2013 23:06:15 -0000
Antwort löschenSouli, stehen da wirklich 6 Punkte? Muss ich schon wieder schimpfen???
SoulReaver Sun, 06 Jan 2013 23:07:55 -0000
Antwort löschenHab den damals mal gesehen, irgendwie, irgendwo, aber ich fand ihn nur gut. Jetzt der tolle Text und der Sam muckelt mich auch schon wieder von der Seite an. Irgendwas lief da wohl falsch...
Le Samourai Sun, 06 Jan 2013 23:10:42 -0000
Antwort löschen:D
ALLEINE die famose Kameratechnik und Jimmy in Höchstform sind 9 Punkte. Dazu natürlich diese bös-brillante Geschichte.
JackoXL Sun, 06 Jan 2013 23:27:17 -0000
Antwort löschenAllein von der Umsetzung ist das schon sehenswert, die Geschichte setzt noch mal was oben drauf. :)
Le Samourai Mon, 07 Jan 2013 00:34:15 -0000
Antwort löschenSag ich doch! :)
brigerbaerger Mon, 07 Jan 2013 19:32:04 -0000
Antwort löschenNe 8, wie bei mir! Ich fand ihn schon von der Kameraführung her einfach genial. Ich freu mich auf mehr!
JackoXL Mon, 07 Jan 2013 19:34:33 -0000
Antwort löschenKannst du auch, das ist noch lange nicht sein bester Film. :)
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SoulReaver Mon, 07 Jan 2013 19:41:49 -0000
Antwort löschenIch dachte schon, er freut sich auf neue Filme von Hitchcock. Das wärs.
JackoXL Mon, 07 Jan 2013 19:46:56 -0000
Antwort löschenDarauf würde ich mich auch freuen, aber unheimlich wäre es schon. ;)
Aronofsky Tue, 11 Dec 2012 16:44:35 -0000
Kommentar löschenGibt es den perfekten Mord und ist kann ein Menschenleben mehr wert sein, als das eines anderen? Hitchcock versucht in seinem meisterhaft inszenierten Kammerspiel ROPE Antworten auf diese Fragen zu geben. Besonders hervorzuheben sind die Leistungen der Schauspieler und der Kamera. Denn sie müssen mit zehn Schnitten auskommen. Diese sind so wunderbar versteckt, dass man meinen könnte ROPE hätte gar keinen. Das verstärkt das Gefühl in einem Theaterstück zu sitzen enorm. Die spannenden Dialoge und der geniale Plot rücken noch mehr in den Fokus. Gebannt und ohne Verschnaufspause verfolgt man wie sich die Situation langsam, aber unaufhaltsam zuspitzt.
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