Cocktail für eine Leiche

Rope

US · 1948 · Laufzeit 80 Minuten · FSK 16 · Kriminalfilm, Drama, Thriller · Kinostart

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von Alfred Hitchcock, mit James Stewart und John Dall

Im Kammerspiel Cocktail für eine Leiche von Alfred Hitchcock wollen zwei Studenten der Philosophie beweisen, dass es den perfekten Mord gibt.

Brandon Shaw (John Dall) und Phillip Morgan (Farley Granger) sind Harvard-Studenten und teilen sich ein Apartment. Inspiriert durch eine Abhandlung ihres Lehrers Rupert Cadell (James Stewart) über die “Kunst des Mordes” aus dem bekannten Essay von Thomas de Quincey und die moralische Überlegenheit des Übermenschen planen die beiden das perfekte Verbrechen. Sie wollen beweisen, dass es den perfekten Mord gibt. Sie bringen ihren Kommilitonen David Kentley (Dick Hogan) um, indem sie ihn mit einem Seil strangulieren. Danach verstecken sie die Leiche in einer schweren Truhe in ihrer Wohnung. Im Siegestaumel ihrer Überlegenheit organisieren sie noch am gleichen Abend eine Party, zu der sie neben ihrem Lehrer auch Davids sämtliche Freunde und Verwandte einladen. Erst schöpft niemand Verdacht, doch im Laufe des Abends wird Cadell ob Kentleys Abwesenheit zunehmend misstrauisch. Denn besonders Brandon verhält sich stellenweise geradezu anmaßend – bis der Lehrer ihnen am Ende auf die Schliche kommt.

Hintergrund & Infos zu Cocktail für eine Leiche
Bei seiner ersten Arbeit als eigenständiger Produzent in Amerika hatte Alfred Hitchcock mehr künstlerische Freiheit. Diese Macht nutzte er gleich aus, um sich gegen die Drehbuchfassung durchzusetzen, bei der der Mord erst am Ende des Films gezeigt wird und somit ein Geheimnis für den Zuschauer bleibt.

Der Film stammt aus dem Jahr 1948, das Theaterstück von Patrick Hamilton, auf dem er basiert, ist älter. Aber die Problematik des Übermenschen war ganz aktuell, als Cocktail für eine Leiche gedreht wurde. Die Schrecken des Nazi-Terrors waren gerade erst vorbei, und Hitchcock war einer von vielen Emigranten, die Europa während des Krieges verlassen hatten. Es war damals mutig, im Kino darüber zu diskutieren, unter welchen Gesichtspunkten Mord moralisch zu rechtfertigen ist. Die Tatsache, dass der “Master of Suspense” Cocktail für eine Leiche selbst jahrelang zurückhielt, um ihn seiner Tochter Patricia Hitchcock zu vererben, könnte zusätzlich zu seinem Kultcharakter beigetragen haben.

Cocktail für eine Leiche war Hitchcocks erster Farbfilm. Er spielt in Echtzeit und besteht aus wenigen langen Takes, die so geschnitten sind, dass große Teile des Films wie eine einzige ununterbrochene Einstellung wirken. Ähnlich wie Das Rettungsboot spielt er an einem einzigen, beengten Ort.

Aufgrund der homosexuellen Untertöne zwischen den beiden Mördern war der Film in etlichen Städten der USA verboten.

Cocktail für eine Leiche ist der erste von vier Filmen, in denen James Stewart mit Hitchcock zusammenarbeitete.

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