Cocktail für eine Leiche

Rope (1948), US
Laufzeit 80 Minuten, FSK 16, Thriller, Kriminalfilm, Drama, Kinostart 25.07.1963

7.7 Kritiker
41 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.3 Community
2098 Bewertungen
48 Kommentare
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von Alfred Hitchcock, mit James Stewart und John Randall

Shaw und Philip, zwei Studenten der Philosophie, wollen beweisen, daß es einen perfekten Mord gibt. Daher töten sie einen Menschen und stecken seine Leiche in eine Kiste. Kurz danach veranstalten sie eine Party, bei der die Kiste mit dem Toten mitzten im Zimmer steht. Auch ihr Professor, den sie mit ihrer Tat beeindrucken wollen, ist anwesend, und niemand ahnt etwas. Da niemand Verdacht schöpft, deuten sie nach und nach an, was sie getan haben.

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Kritiken (2) — Film: Cocktail für eine Leiche

Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de

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7.5Sehenswert

Der Film beruht auf einem Theaterstück, welches wiederum von einem wahren Fall inspiriert wurde und es ist in der Tat beeindruckend, wie viel in diesem lediglich 77minütigen Werk steckt. Dieser Film zieht nicht die Spannung aus der Frage, wer der Mörder ist, sondern wie man die Täter überführen wird – ganz im Sinne von Columbo. Doch Rope dreht sich nicht nur um diese Frage, sondern offenbart mehrere kleine Charakterstudien, Verknüpfungen und Erlebnisse der einzelnen Gäste, die Hitchcock hier vorstellt. So offenbaren sich immer mehr kleinere Geheimnisse, welche die Personen interessanter machen. Die gesamte Handlung wird mit Humor aufgelockert, hier in Form von spitzzüngigen Dialogen und der makabren Tatsache, dass etwa das Büffet auf besagter Truhe offeriert wird, in welcher der Tote liegt.

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Flibbo: wieistderfilm.de

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7.5Sehenswert

[...] Die Geschichte entstammt, man ahnt es, einem Theaterstück. Doch „Rope“ ist keineswegs nur das Abfilmen eines Bühnenstücks. Hitchcock macht sich das Medium Film bei diesem Projekt trotz der „schnittlosen“ Machart durchaus zunutze, indem die Kamera sich immer an den Teil des Handlungsraums heftet, der gerade am interessantesten ist. Dabei läuft der Rest der Geschichte stets weiter, auch wenn es nur am äußeren Bildrand oder aus dem Off geschieht, was dem Film seinen eigenen Stil gibt und eben tatsächlich den raffinierten Echtzeit-Effekt erzielt. [...]

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Kommentare (46) — Film: Cocktail für eine Leiche

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Joe Gillis

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Bewertung5.5Geht so

Im Bewußtsein ihrer geistigen Überlegenheit erwürgen die Freunde Brandon (John Dall) und Phillip (Farley Granger) einen ehemaligen Kommilitonen: »Nobody commits a murder just for the experiment of committing it. Nobody except us.« Das Konzept des Übermenschen à la Nietzsche wird im Verlauf der sich an die Tat anschließenden Cocktailparty (zu Gast ist unten anderem der Vater des Toten) direkt verhandelt, aber Alfred Hitchcock, der zu keiner Zeit ein spezifisches Interesse für Thesenstücke zeigte, nutzt das Drama (das einen realen Fall aus den 1920er Jahren variiert) in erster Linie als Anlaß für eine inszenatorische Stilübung über die Einheit von Zeit, Ort und Handlung. Die ehrgeizige Idee, »Rope« als eine einzige, ununterbrochene Einstellung (in einem Apartment mit Blick über die langsam ins Dunkel der Nacht sinkende Stadt) zu gestalten, erweist sich als ziemlich forciert, zumal die harten Schnitte des Films unsichtbarer sind als die sogenannten unsichtbaren Bildübergänge zwischen den einzelnen Rollen – paradoxerweise betont der Verzicht auf die Mittel der Montage die selbstzweckhafte Künstlichkeit des Dargebotenen. Süffisante Dialoge (»Do you know when I was a girl I used to read quite a bit.« – »We all do strange things in our childhood.«) und eine eindrucksvolle Performance von James Stewart (als intellektuell mißbrauchter Mentor der Mordbuben) verkürzen die Wartezeit bis zum Eintreffen der Polizei. PS: Die für das Jahr 1948 ungewöhnliche Präsenz eines schwulen Paares auf der Leinwand wird vermutlich durch den Umstand gerechtfertigt, daß es sich um psychopathische (dabei tadellos gekleidete) Kriminelle handelt.

http://kinotagebuch.blogspot.com/

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Sigmund

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Finde ROPE vor allem wegen seiner ambitionierten Form als gerade noch sehenswert. Doch wie bei so manchem schwächeren Hitch-Werk wirkt Vieles arg konstruiert, und die Figuren sind bei aller Finesse eher auf dramatische Effekte gebürstete Pappkameraden als ernstzunehmende Charaktere.
Dit is mir zu oberflächlich!


der cineast

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Auf Joe ist verlass. Wusstet ihr das Bradley Cooper, Zach Galifianakis und Ed Helms mehr Geld für "Hangover 3" wollen?


BadGuardian

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Bewertung10.0Herausragend

unglaublich guter aufbau der spannung bis zum schluss. immer spielt der zuschauer mit dem gedanken, ob die leiche entdeckt wird. von den schauspielern wird dies perfekt gespielt. die beiden protagonisten sind so unterschiedlich in ihrem verhalten, das macht das ganze noch besser. und der andere spielt so unglaublich selbstsicher, als wäre überhaupt nichts passiert. er versichert den gästen, dass david bestimmt noch kommen würde... und das so sicher, dass keiner auf die idee kommen könnte, dass er tot sei... dieser film hat mir richtig gut gefallen=)

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shadowhunting

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

''Rope'' ist wohl eher eine theatralische Satire als ein nervenkitzelnder Kriminalfilm, denn solch eine paradoxe Mordgeschichte gleicht eher einer ironischen Persiflage als einem anspruchsvoll undurchsichtig vernetzten Krimi. Meisterregisseur Alfred Hitchcock verzichtet auf sein Markenzeichen der ''Suspense'', stattdessen inszeniert eher ein hochwertig filmtechnisches Bühnenstück und lässt von brillianten Schauspielern eine humoristische Gesellschaftskritik aufführen, welche auf einen einzigen Drehort und inhaltlich auf einen einzigen Themenkomplex fixiert ist. Ein waschechtes Theater nach allen Regeln der Kunst! Dieser Hitchcock-Klassiker ist ein durchaus komisches und absurdes Feuerwerk abstruser Handlungen, unsichtbare Akte unterteilen die 80 Minuten Laufzeit in chronologisch sortierte Serien, welche sicherlich keinen langwierigen Spannungseffekt bezwecken, welchen man wohl erwartet hätte. Dafür wird wie im Theater immer die zeitliche Gegenwart in der Praxis dargeboten und seltsame Verstrickungen der einzelnen Charaktere kommen nach und nach zum Vorschein bzw. werden sie richtigerweise bloß gestellt. Die Kriminellen sind unglaublich ungeschickte Dilettanten, charakterisieren sich aber selbst als unschlagbare Perfektionisten. Hitchcock baut bewusst viele Widersprüche und Sinnlosigkeiten in sein Werk ein, da diese paradoxen Grundstrukturen die eigentliche Situationskomik auslösen. Im literarischen Bereich würde man Dies wohl Travestie nennen. Die Dialoge der Protagonisten wirken steif und parodistisch, bieten zahlreiche unterhaltsame Wortgefechte und bezwecken die Aufdeckung der Vorgeschichte (der eigentliche Mord), zudem zeichnen sie ein groteskes Bild der versammelten ''Partygesellschaft'' ab. Thematisches Kernelement ist die Suche nach der Legitimation des Mordens. In Anbetracht der Tatsache, dass sich die theoretischen Gedanken zum Thema Mord mit der vorzeitig ausgeführten Mordtat gezielt in Verbindung bringen, ist der Verlauf der Story für den Zuschauer vorprogrammiert, aber dennoch offen, da die Qualitäten und Stärken von ''Rope'' ganz klar in der modalen Interrogativform ''Wie'' liegen. Denn die Wege dieser kriminalen Aufdeckung sind besonders aufwendig gestaltet, zelebriert von Größen der Schauspielkunst wie James Stewart, John Dall und Farley Granger, eingebettet in gesellschaftskritischen Entlarvungen und Witzeleien, handwerklich mustergültig umgesetzt und angefeuert durch Einfallsreichtum und zünftiger Innovation.

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guggenheim

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Bewertung7.0Sehenswert

Namen machen Leute, Erwartungen an berühmte Namen machen Bewertungen. In diesem Fall ist es die Strahlkraft von Alfred Hitchcocks außerordentlich gutem Ruf, der "Rope" über die gewöhnlichen Standards hebt. Dass selbiges Werk, wäre es von Otto Schmidt oder Hubert Müller gedreht worden, nicht annähernd solche Begeisterungsstürme ausgelöst hätte, halte ich für wahrscheinlich.
Damit wir uns nicht falsch verstehen, "Rope" ist in vielerlei Hinsicht ein wirklich guter Film, auf technischer respektive inszenatorischer Ebene sogar ausgezeichnet. Die Handlung ist jedoch geradezu banal, die Auflösung spätestens ab dem Auftritt von James Stewart vollkommen klar. Selbst der schlussendlichen Aussage, so wichtig sie auch ist, fehlt ein Tacken Raffinesse.
Zweifelsohne ist Hitchcock auf Basis der Vorlage von Patrick Hamilton ein sehenswerter Film gelungen, jedoch keiner, der deutlich hervorsticht und als Meisterwerk deklariert werden kann.

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Filmkenner77

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Nun ja, ähnlich "Der zerrissene Vorhang" und "Familiengrab" fand ich "Topas" eines Hitchcocks eher unwürdig. Aber da gehen die Meinungen auseinander. Hitchcock hatte immer wieder Filme in seiner Vita, die gegenüber anderen seiner Werke deutlich abfielen. Aber das ich natürlich Jammern auf sehr hohem Niveau.


guggenheim

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Stimmt, das ist tatsächlich hoch.


kristallrainer

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Bewertung9.0Herausragend

Ein überragender Hitchcock! Im Film stimmt von Anfang bis Ende einfach alles, ich war richtig gefesselt und das ganz ohne "Rope".

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Butch7

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Niemand begeht einen Mord nur um einen Mord zu begehen."
Wunderbarer Hitchcock, mit großartigen Dialogen, einer fantastischen Kamera und tollen Schauspielern.

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kronenhummer

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Bewertung9.0Herausragend

Ein kaltes Buffet auf einer noch warmen Leiche. Nur eines von vielen großartigen Bildern, das aus Alfred Hitchcocks „Rope“ ein Kammerspiel der besonderen, der fesselnden Art macht.

Zwei junge Männer, die getrieben von der reinen Freude an der Gefahr, aus dem ewig währenden Gedanken an den perfekten Mord, einen eben solchen begehen. Alle reden davon, doch niemand tut es. Bis auf diese zwei jungen Männer, die unterschiedlicher kaum sein könnten und auch entsprechend mit ihrer Tat umgehen. Der eine zynisch, sarkastisch, gerissen und die Gefahr regelrecht suchend, der andere ein unsicherer Musiker, der von seiner eigenen Tat schließlich völlig verstört wird. So kaltblütig die Tat auch war, so schwer fällt es dem Zuschauer dennoch gleichzeitig eine ausgeprägte Antipathie gegenüber den Männern zu hegen.

Schnell ist der Mord Geschichte, doch es folgen knapp 60 Minuten fesselndstes Kammerspiel mit einer kleinen, aber feinen Partygesellschaft. Tolle Dialoge („Was würdest du erst einmal zu einem Glas Champagner sagen?“ – „Hallo Champagner!?“), ein herrlicher Sidekick auf Cary Grant, der ursprünglich Teil dieses Kammerspieles sein sollte, gelungene Bezüge zur damaligen Welt außerhalb der Wohnung, dem einzigen Handlungsortes dieses Stückes und ein wie gewohnt hervorragend ausgebauter Spannungsbogen in klassischer Hitchcock-Manier. Immer wieder kommen Punkte zum Vorschein, die den doch so perfekten Mord zum Wanken bringen, sei es die bloße Unsicherheit oder Nervosität der Täter, vielsagende Wortspiele, manch unpassendes Utensil oder die doch seltsam wirkende Partybesetzung. Die Party, die so detailliert geplant wurde, droht genau an dieser Planung letztendlich zu scheitern und das Geheimnis zum Vorschein zu bringen.

„Rope“ ist nicht bloß ein Kammerspiel rund um das Spiel mit der Gefahr, dem Verstecken einer allgegenwärtigen Leiche. „Rope“ ist auch ein Film, mit dem sich Hitchcock moralischen Fragen stellt. Welcher Mensch ist minderwertig? Wer darf einen Mord begehen? Harte Themen, die hier eindrucksvoll angesprochen werden. Bei Aussagen wie „Ich bin für Mord, sehr viele Probleme könnten damit gelöst werden: Arbeitslosigkeit, Armut, das Schlange stehen für Theaterkarten“ gehen Ernst und Zynismus fließend ineinander über, so dass der Zuschauer lachen möchte, ihm aber dieses Lachen gleichzeitig im Halse stecken bleibt.

Schafft es Hitchcock über weite Teile feinfühlig mit dieser Moraldiskussion umzugehen, ist genau diese Moraldiskussion die einzige Schwachstelle eines sonst überragenden Werkes. Hitchcock schafft einen gewohnt starken Showdown, der jedoch in seiner Vorhersehbarkeit von der Moralkeule ein wenig erdrückt wird. Die erstklassige Schlussszene dieses Klassikers entschädigt jedoch direkt wieder die vorherigen etwas schwächeren Minuten und schafft es, dass Alfred Hitchcocks „Rope“ den Begriff Klassiker mehr als verdient.

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brigerbaerger

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Excellente Kameraführung und ein grossartiges Kammerspiel. Ich kenne nicht viele Hitchcock-Filme (Die Vögel und Psycho), aber dieses gut 80 minütige "Theaterstück" (denn es hat kaum mehr als 3-4 Schnitte und spielt gerade mal in zwei Räumen) ist spannend aufgebaut, unterhaltsam, wenn auch am Schluss etwas gar moralisch. Trotzdem ein excellenter James Stewart und vor allem die Haushälterin fand ich genial-natürlich.

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J4KOB

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Ich bin auf 5 Schnitte gekommen ;-)


brigerbaerger

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..wahrscheinlich hab ich während dem Film 3-4 Schnittchen gegessen...;o)


MrTrombone

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr beeindruckende Zeichnung von Hitchcock, dass man das Geblabber seiner Lehrer nicht wörtlich nehmen sollte. Cineatisch gewohnt stark umgesetzt, ist das verfilmte Theaterstück mit Spannung und Tiefgang 80 Minuten lang zu genießen. Auch nachts noch sehr zu empfehlen.

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ewigkeit

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Gerade als Charakterstudie entfaltet jener Film seine eindringliche Wirkung auf mich. Hitchcock gelingt es innerhalb kürzester Zeit überzeugende Figuren zu zeichnen, die sich über Ethik und Moral zu stellen versuchen. Ihr Mentor, der sie dazu inspiriert hat, ohne es bewusst zu realisieren, begreift erst am Ende, dass er eine Mitschuld an ihrem tiefen Fall trägt - und verkörpert damit letzten Endes einen modernen Viktor Frankenstein - in all seiner Tragik.

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ewigkeit

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Das schon - aber ich hab vor etlichen Jahren „Psycho” und „Die Vögel” gesehen und war eigentlich nicht wirklich begeistert davon. Aber „Das Fenster zum Hof” fand ich schon hervorragend und nun der Film - geht mir einfach unter die Haut. Die Schlusseinstellung ist so grandios und bedeutungsschwanger…


BadGuardian

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also der film hat mir auch grandios gefallen. starke atmosphäre (man sieht im hintergrund, das es anfangs hell ist, am ende dunkel). auerdem super schauspieler.:)


alexandrasmovie

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Was ein Meisterwerk! Ein Film mit nur einem Bühnenbild und nur knappen 80 Minuten Spielzeit, der die Zuschauer aber trotzdem- oder gerade deshalb- fesselt. Der Film steht unter stetiger Hochspannung. Die Unruhe und Angst der Täter überträgt sich förmlich auf die Zuschauer und lässt einen keinen Moment den Blick vom Geschehen abwenden. Durch die wenigen Schnitte und dadurch, dass der Film sozusagen in Echtzeit spielt entsteht für den Zuschauer das Gefühl "live" dabei zu sein. Man ist ein Teil des Geschehen und fiebert mit den Tätern mit. Statt auf große Effekte setzt der Film auf kleine Spannungsmomente, die aber große Wirkung zeigen. Die tendenzielle Angst des Aufliegens der Tat liegt zu jeder Zeit im Raum. Besonders hervorzuheben sind dabei auch die schauspielerische Leistung, der beiden Protagonisten. Vor allem Dall verkörpert mit Brandon eine höchst interessante Figur, die durch ihre narzisstischen und agressiven Züge faziniert. Insgesamt ist Cocktail für eine Leiche ein großartiges intelligentes Kammerspiel mit interessanter Kameraführung, dass zu dem auch einen philosophischen Hintergrund hat, der vor allem am Ende deutlich wird.

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doctorgonzo

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Bewertung9.0Herausragend

"The good Americans usually die young on the battlefield, don't they? Well, the Davids of the world merely occupy space, which is why he was the perfect victim for the perfect crime."

Gibt es den perfekten Mord?
Das ist relativ einfach zu beantworten: Wenn Hitchcock einen Mord inszeniert, wird Perfektion zelebriert, egal ob die Täter davonkommen, oder eben nicht.

Beinahe revolutionär altmodisch zieht das pummelige Genie hier ein Kammerspiel auf, das nicht nur von einer grandios getimten Spannung lebt, sondern auch mit enormem technischen Aufwand so in Szene gesetzt wurde, dass man mitunter tatsächlich glauben könnte, man säße im Zuschauerraum eines Theaters.

Der Cast ist gut gewählt, passt und überzeugt. Aber Hitchcock war nie ein Schauspielerregisseur. Es funktioniert mehr deshalb, weil die Akteure das tun, was Hitchcock vorschreibt und zwar milimetergenau.

Das Spiel mit vermeintlicher Moral, der Einordnung des Wertes von menschlichem Leben und das alles in dieses eine Zimmer gepackt, das funktioniert noch immer großartig.
Eine wahnsinnig böse Abschiedsparty mit Champagner, Hühnchen und dem gemeinen Kribbeln im Nacken.

Darüberhinaus gibt der Regisseur Anlass zur Kritik, allerdings nicht zu solcher an ihm. Denn beim Ansehen eines solchen Werkes stellt sich fast von allein die Frage, was sich geändert hat. Warum konnte man damals eine mitreißende, fesselnde Geschichte erzählen und trotzdem die formalen und technischen Mittel mit einer beinahe überbordenden Perfektion ausreizen?
Hitchcock selbst hätte sich sicher nicht lange bitten lassen, Dinge wie Imax, Dolby Surround, CGI oder 3D (oh hat er ja tatsächlich) in seinen Filmen einzusetzen und trotzdem hätte es nie wie Style over Substance gewirkt. Denn Hitchcock ging es immer um tiefe menschliche Ängste und den Schrecken an sich.

"Ein Blick in die Welt beweist, dass Horror nichts anderes ist als Realität."
Alfred Hitchcock

27 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

Le Samourai

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Ein "ganz guter"? Na wenn ROPE kein Meisterwerk der Spannung, Schauspiel- und Inszenierkunst ist, was denn dann?


Kieke

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Gerüchten zu Folge wollte Hitchcock sogar einen Scince-Fiktion Film drehen.
(H.G. Wells Krieg der Welten) Ein Rechtestreit setzte dem Vorhaben aber ein Ende.
Dieser Mann verstand es noch; den Effekt, der Handlung unterzuordnen. ..
..
Was heute leider nicht mehr der Fall ist.. (siehe Bay und Abrams ):(


Affenbrei

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Bewertung9.0Herausragend

Straff und äußerst gekonnt inszeniertes Kammerspiel, das es schafft nur durch Dialoge und vermeintlich kleine und unbedeutende Tätigkeiten eine Hochspannung zu erschaffen, die über eine Dauer von 75 Minuten gebannt in den Sessel drückt und die Nervosität und Unruhe der beiden Täter fast schon greifbar macht und auf den Zuschauer überträgt.

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LieberTheater

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Theaterstück im Kinoformat. Kann das überhaupt aufgehen?
In diesem Fall ganz klar JA.
Die Atmosphäre eines Theaterstücks wurde gut im Film festgehalten und versprüht damit seinen ganz eigenen Charme.

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Jenny von T

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Bewertung7.5Sehenswert

Gegen Ende kommt "Cocktail für eine Leiche" für meinen Geschmack ein wenig zu heftig mit der Moralkeule. Ansonsten aber ist der Film recht spannend gelungen, vor allem wenn man bedenkt, dass die Handlung aufgrund nur eines einzigen Schauplatzes lediglich durch Dialoge bestimmt wird. Trotzdem: Es gibt bessere Hitchcocks.

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Jack_Torrance

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Bewertung9.0Herausragend

Aus einem Film, der komplett in einem einzigen Raum spielt, ein Meisterstück zu machen ist eine Klasse für sich. Hitchcock ist dies mit Bravour gelungen. Ständig verfolgt er seine Protagonisten voyeuristisch mit der Kamera, ständig liegt ein Gefühl der Unruhe in der Luft.
James Stewart lieferte dazu ebenfalls einen enormen Beitrag. Wenn ich nämlich einen der Mörder gespielt hätte - ich glaube ich wäre dann tatsächlich nervös geworden. Die psychologische Taktik, mit der er da vorgeht, ist einfach beeindruckend und eigentlich auch der größte Spannungsmoment des Films.
Geniale Idee, klasse gespielt, toll umgesetzt ! Respekt !

15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

der cineast

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Bewertung6.0Ganz gut

Das mit 6 Schnitten abgefilmte Bühnenstück überzeugt durch die Darsteller und nette Figurenkonstellationen, wirft Fragen auf, beantwortet diese, aber meistens zu knapp und einfach. So bleibt die grandiose Grundidee spannend, aber auch ein wenig unbefriedigend. Trotzdem ein guter Film.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 19 Antworten

der cineast

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Ein Held oder eine Identifikationsfigur muss am Ende doch nicht als Strahlemann erscheinen?!


ewigkeit

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Liegt vielleicht an mir - aber mir lag anfangs die Figur Brandons näher als jene von Rupert, denn ich hatte von dem Film eigentlich auch was anderes erwartet, weil ich vorab nicht viel darüber wusste - der Titel hat mich wohl auch ein wenig irritiert. Als Identifikationsfigur werde ich persönlich mit dem Mentor aber nicht warm, daher mein Einspruch. Ich finde es großartig, wie mit fortschreitender Laufzeit die Hauptfiguren gnadenlos bloßstellt werden.


---OMFG---

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Gute Story, Bühnenbild ist ein bischen doof, ist nur in dieser einen wohnung.

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der cineast

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Ich habe 6 gezählt aber gut.


ewigkeit

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Es ist wohl wahr, dass die Szenen zwischen den Schnitten sehr lang gewählt sind - ich würde aber nicht behaupten, dass der Film gänzlich ohne sichtbare Schnitte auskommt (und damit mein ich nicht die Schnitte während der Sacko-Sequenzen). Es gibt mindestens einen wohlgesetzten Schnitt auf Rupert, der durch eben jene Schnittechnik die Bedeutung der Szene unterstreicht.


ElMagico

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Auf den ersten Blick: Nett. Formal gut gemachter Film, dessen lange Takes immernoch zu überzeugen wissen und der mit Stewart und Dall zwei hervorragende Hauptdarsteller hat. Und auch wenn man Columbo-like die Mörder von Beginn an kennt, weiss er bis zum Schluss zu Unterhalten.
Im Nachhinein scheint es aber weniger eine Geschichte über den "Perfekten Mord" zu sein, sondern über das Töten an sich. Zumindest für mich ist dies ein früher Blick auf eine Gesellschaft. die beginnt sich nicht mehr als Einheit wahrzunehmen, da einzelne allgemeingültige Werte immer mehr in Frage stellen.
Andererseits könnte man Stewarts Rolle als Parabel auf Hitler (oder Kriegstreiber an sich) sehen, der durch geschickte Rhetorik seine Jünger mit abstrusen Ideen infiziert und diese mit Überzeugung ins Verderben rennen.
Insgesamt wohl ein Film den man mehrmals gucken sollte....hat bei mir auch Bewertungstechnisch noch Luft nach oben.

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Filmfan95

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Bewertung9.0Herausragend

Perfekter Krimifilm. Es macht einfach Spaß ihn sich immer und immer wieder anzugucken.

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