Das Rettungsboot
Lifeboat (1944), US Laufzeit 90 Minuten, FSK 12, Historienfilm, Drama
9 Bewertungen
Skala 0 bis 10
66 Bewertungen
5 Kommentare
Keine
von Alfred Hitchcock, mit Tallulah Bankhead und William Bendix
Nachdem ihr Schiff von einem deutschen U-Boot versenkt wurde, treibt eine Gruppe Schiffbrüchiger in einem Rettungsboot orientierungslos auf dem Atlantik. Auf engem Raum kommt es zu bald zu Streitereien, die sich steigern, als sie den Kapitän des ebenfalls gesunkenen U-Bootes retten. Da er der Einzige ist, der das Boot navigieren kann, beschließt man, ihn am Leben zu lassen. Als klar wird, dass der Deutsche eigene Pläne verfolgt, wendet sich die Situation. Diese Rarität aus Hitchcocks Werk war bisher unveröffentlicht. Sein einziger Kriegsfilm ist zugleich ein Psychothriller, der die Konflikte unterschiedlicher Charaktere auf engstem Raum zeigt und die Spannung bis zu Ende hält.
Cast & Crew
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Alfred Hitchcock
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Tallulah Bankhead
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Constance Porter
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William Bendix
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Gus Smith
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Walter Slezak
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Mary Anderson
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Alice MacKenzie
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John Hodiak
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) John Kovac
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Henry Hull
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Charles Rittenhouse
Regie
Schauspieler
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Heather Angel
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mrs. Higgins
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Hume Cronyn
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Stanley Garrett
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John Steinbeck
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Jo Swerling
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Ben Hecht
- Genre
- Kriegsfilm, Drama

Vermisst
Rote Laterne
Ein einfacher Plan
Verbrechen und andere Kleinigkeiten
Der dünne Mann













Kritiken (2) — Film: Das Rettungsboot
Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschenHitchcocks Experiment des ausschließlich auf engstem Raum spielenden Films über einen Mikrokosmos des Krieges war nicht nur inszenatorisch, sondern auch inhaltlich ein wirklich heikles Vorhaben. Letztlich darf man natürlich froh sein, dass er es in Angriff nahm. Heraus kam einer der unbekannteren Hitchcocks, aber ein sehenswerter allemal. [...]
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenOnkel Hitch macht einen Propagandafilm der uns zeigt wie böse die Nazis sind und das man keinem von ihnen trauen darf. Am Ende wird dazu aufgerufen noch im Kino War Bonds zu kaufen. Klingt ganz furchtbar? Stimmt. Ist es aber nicht, denn dieser eher wenig bekannte Hitchcock brilliert mit einer wunderbaren Besetzung, kontinuierlichem Witz und Spannung, der beständigen Ambivalenz aller Figuren sowie der unvergesslichen Tallulah Banks als Klatschreporterin, die selbst im Anblick einer Katastrophe nur an die Story und den richtigen Sitz ihrer Nylons denkt. Genauso stark Walter Slezak als undurchsichtiger deutscher U-Boot-Kapitän. Einziges Manko ist mal wieder sie Synchro, die (notgedrungen) aus dem deutschen einen Holländer macht um die Sprachbarrierendeutlich zu machen, dem Film aber dadurch einen Großteil seiner Kraft raubt.
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Kommentare (3) — Film: Das Rettungsboot
Kommentar schreibenLichtspieler 2011/09/13 16:14:53
Kommentar löschenUnglaublich, was alles auf dem kleinen Boot passiert. Die Ungewissheit ob man dem deutschen Mitreisenden trauen kann oder nicht, sorgt immer wieder für Auseinandersetzungen. Eine spannende Geschichte über Vertrauen und Mißtrauen. Man erfährt viel über die Pasagiere, über deren Leben und Ziele. Auf dem Rettungsboot eint sie das gemeinsame Kämpfen gegen Hunger und Durst. Ein super Film mit einem ungewöhnlichen Cameo Auftritt vom Meister. Sollte man aber im Original gucken (evtl. mit Untertitel).
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Kubrick_obscura 2011/07/23 23:38:23
Kommentar löschenDas ist ein Propagandafilm, praktisch die amerikanische Version von "Jud Süß". Hier geht allerdings nicht um einen Juden, der sich Vertrauen erschleicht und es schamlos ausnutzt, sondern um einen Nazi oder auch einen Deutschen, egal. Ich halte nicht viel von Propagandafilmen, aber "Lifeboat" merkt man eine etwas differenziertere Sichtweise an, was wohl den Drehbuchautoren und Hitchcock zu verdanken ist. Denn obwohl Willy hinterhältig vorgeht, inszeniert Hitch die Lynchjustiz an ihm als unberechenbaren Übergriff, als Verlust zivilisatorischer Werte. Ebenso mehrdeutig ist das psychologische Gulasch der allierten Gemeinschaft, die sich nur zu gerne in die Hände von Willy begibt, wodurch eine große Prise Konsumkritik durchscheint. Lieber im Konzentrationslager sterben bei Kaffee und Kuchen, als ohne Kaffee und Kuchen auf hoher See. Erst zum Ende hin wird die Propaganda deutlicher, wenn z.B. ein unnötiger Off-Kommentar den Deutschen anklagt. Doch diese wenigen Momente trüben schwerlich Hitchs waghalsiges Kammerspiel. Ein echter Geheimtipp und auf DVD leider nur schwer zu bekommen.
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Sonse 2010/02/13 21:48:25
Kommentar löschenZweiter Weltkrieg: Ein Schiff und ein U-Boot haben sich gegenseitig versenkt. Eine Gruppe von englischen und amerikanischen Überlebenden ziehen sich mit dem deutschen Willy den Feind an Bord ihres Rettungsboots und fragen sich, ob man ihm trauen kann...
Hitchcocks Kollaboration mit John Steinbeck ist nicht nur eines seiner sehenswerten Experimente, ein Film auf einem Set, dem Rettungsboot, mit einem dafür recht großen Ensemble und einem seiner originellsten Cameos - "Lifeboat" zählt sicher auch zu den unterschätztesten seiner Filme. Keineswegs ist dies der schlichte Propagandafilm, als der er heute gerne abgetan wird. Hitchcock war viel zu gerissen, um so ein plattes Filmchen mit patriotisch geschwellter Brust zu drehen. Das "Lifeboat" nicht so simpel ist, zeigen schon die teils giftigen Reaktionen, die er ursprünglich hervorrief, und in denen gar von einer "Glorifizierung der Nazis" gesprochen wurde. "Lifeboat" ist weder glühende Propaganda, noch frei von Momenten, in denen man ob des Gezeigten skeptisch die Augenbraue hebt und tief einatmet. Er ist um einiges subtiler als das.
Spannender als der Film selbst, ist die Diskussion über einzelne Szenen und die vielfältigen Deutungen, die sie zulassen: das Handeln des Deutschen, der Mob, das Ende und die letzten Zeilen etc. Das spricht für den Film, aber insofern auch gegen ihn, als dass er auch Lesarten zulässt, bei denen man enttäuscht ist, das Zuschauer offenbar nur das in der Geschichte gesehen haben*... Dennoch allein schon die Tatsache, dass Hitchcock 1944 "den Feind" als Menschen zeigt, macht "Lifeboat" außergewöhnlich. Darüber hinaus ist Tallulah Bankhead klasse und das gesprochene Deutsch richtig gut für Hollywood-Verhältnisse. Ich habe den Film im Original gesehen, ein Glück, denn wenn ich hier lesen muss, dass in der deutschen Fassung, der Deutsche zum Holländer wird, kann ich gar nicht nachvollziehen, wie der Film überhaupt funktionieren soll... Ergo: Absolute OV-Pflicht!
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(*Sehr amüsiert habe ich mich beim Blick in die IMDB-Boards über den Austausch von chet19 und bitwised zum Film, den ich hier wiedergeben möchte:
• Boooring
by chet19 (Thu Aug 27 2009 22:17:18)
"Man, did Hitchcock phone it in or what on this movie? I fell asleep more often than Gus did. And then when I was awake, I had to suffer through a bunch of liberals trying to spare the life of a poor innocent Nazi. And then when another shows up, with a gun this time, they won't harm him either. At least the boring parts didn't infuriate me as much as the libs did."
•Re: Boooring
by bitwised (Sat Oct 3 2009 20:18:54)
"yeah, I wish the boat was filled with cold-hearted and mean-spirited conservatives. It would have been over in like two minutes. They would have thrown overboard not just the German prisoner, but the cripple, the black guy, anyone whose European, and the intellectual reporter who speaks different languages... yeah it would have been a big hit."
:)
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