Coming Home – Sie kehren heim

Coming Home (1978), US
Laufzeit 128 Minuten, FSK 12, Historienfilm, Drama, Kinostart 02.06.1978

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6.3 Kritiker
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von Hal Ashby, mit Jon Voight und Penelope Milford

Bob Hyde, ein schneidiger Captain der US-Marines, geht in patriotischer Hochstimmung nach Vietnam. Beim Abschied lernt seine junge Frau Sally Vi Munson kennen, deren Bruder Bill in einem Militärhospital psychiatrisch behandelt werden muss, seitdem er seelisch völlig gebrochen aus dem Krieg nach Kalifornien zurückkam. Sally meldet sich freiwillig zum Dienst in diesem Hospital. Dort stößt sie mit dem gelähmten Luke Martin zusammen, der auf einem Rolltisch durch die Korridore stakt und aus seiner Verbitterung keinen Hehl macht. Der anfängliche Schock weicht bei der jungen Frau Neugier und Interesse, und auch Luke fühlt sich bald zu Sally hingezogen. Aus Zuneigung wird gegenseitige Liebe, die es Luke erlaubt, sich aus seiner Verkrampfung zu lösen. Als sich Bill Munson im Hospital das Leben nimmt, kettet Luke sich mit seinem Rollstuhl am Tor eines Rekrutierungsbüros an, um gegen den Wahnsinn des Krieges zu protestieren. Captain Hyde, der bald darauf ziemlich desillusioniert mit einer leichten Verwundung aus Vietnam zurückkehrt, erfährt durch das FBI von der Beziehung zwischen Sally und Luke. Damit wird auch er nach seiner Rückkehr auf eine große psychische Belastungsprobe gestellt.


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Coming Home – Sie kehren heim

fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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8.0Ausgezeichnet

Regisseur Hal Ashby («Harold and Maude») konzentriert sich ganz auf das Innenleben seiner Figuren und die Beziehung zwischen Luke, Sally und ihrem Ehemann. «Coming Home» gibt das Lebensgefühl einer Generation zwischen Patriotismus und Ernüchterung wieder.

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Kommentare (2) — Film: Coming Home – Sie kehren heim

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Markbln

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Selbst die Fonda kann den Film nicht vermasseln, ehrlicherweise spielt sie sogar ziemlich gut. "Coming Home" setzt sich mit den psychologischen Folgen des Krieges auseinander, weniger mit der Darstellung dessen. Sehr gut.
Hal Ashby zeigt eindringlich, wie die Kriegserlebnisse das Bewusstein der Patrioten Bob(Bruce Dern) und seiner Frau Sally (Jane Fonda) verändern. Er zeigt den Kampf nicht in Vietnam, sondern dort, wo ihn die Beteiligten danach kämpfen müssen. Das Trauma, dass die Soldaten und deren Angehörige mit sich tragen und verarbeiten müssen, ist das Thema. Eines, was bis heute in unseren Kulturen nicht annähernd die nötige Aufmerksamkeit bekommt. Hal Ashby war mit der Darstellumng dieser Seite des Krieges also um Jahre voraus.
Besonders die Szenen im Invalidenheim mit dem überragenden Jon Voight (Luke) sind absolut sehenswert und bewegend. Mit voller Wucht erzählt Ashby sein Drama um den Kriegsheimkehrer Luke, ohne jemals dem Pathos oder billiger Anklage zu verfallen. Damit schafft der Regisseur etwas ganz wichtiges: die Auswüchse und Folgen eines Krieges darzustellen und Empathie für Figuren zu entwickeln, die eigentlich aus einer ganz anderen Zeit und Welt enstammen, als der Rezensent.
Außer in "Die durch die Hölle gehen" habe ich die Folgen des Krieges nie besser verfilmt gesehen.

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LevLeverson

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Bewertung9.5Herausragend

Coming Home - Sie kehren Heim setzt sich auf eine sehr bewegende und spannende Weise mit dem Vietnamkrieg und dessen Spätfolgen in der menschlichen Psyche auseinander. Sowohl Jon Voight als auch Jane Fonda überzeugen auf ganzer Linie und haben sich ihre Oscars verdient. Ein Film, der die Narben, die der Vietnamkrieg in den Köpfen der Beteiligten hinterlassen hat, deutlich aufzeigt und den ich jedem nur empfehlen kann.

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