Counter Investigation - Kein Mord bleibt ungesühnt

Contre-enquête (2007), FR
Laufzeit 81 Minuten, FSK 16, Thriller

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- Kritiker
1 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.6 Community
60 Bewertungen
8 Kommentare
Counter Investigation - Kein Mord bleibt ungesühnt - Bild 28996
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von Franck Mancuso, mit Jean Dujardin und Agnès Blanchot

An dem Tag, an dem seine kleine Tochter Emilie vergewaltigt und ermordet wird, bricht die Welt des Polizisten Richard Malinowski zusammen. Gequält von Selbstvorwürfen und Schuldgefühlen kann Malinowski kaum noch schlafen oder essen. Überraschend schnell wird ein Verdächtiger gefasst. Obwohl stichhaltige Beweise fehlen, wird Daniel Eckman aufgrund von Indizien zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Doch auch jetzt findet Malinowski keine Ruhe. Für ihn ist der Fall mit der Urteilsverkündung noch lange nicht abgeschlossen. Einige Monate später erhält er einen Brief, in dem Eckman eindringlich seine Unschuld beteuert. Und allmählich nimmt Malinowskis perfekter Racheplan Gestalt an.


Cast & Crew


Kommentare (8) — Film: Counter Investigation - Kein Mord bleibt ungesühnt

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patcharisma

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Bewertung4.5Uninteressant

Die immer wieder gestellte Gretchen-Frage bei sogenannten Selbstjustiz-Filmen, nervt langsam nicht nur noch höllisch, sie erübrigt sich gar, wenn der Plot der so "radikalen psychologischen Aufarbeitung" so überhaupt nicht aufgehen will (wie hier) - und die lautet nämlich: "Ist das moralisch alles nicht ziemlich fragwürdig?" Antwort: "Nein!" ...weil die Frage dann schlicht nicht mehr relevant ist, wenn wie in diesem französischen Thrillerlein auf TV-Niveau (mit paar halbgaren Gericht-Szenen) das Ganze so überhaupt nicht fesseln mag, die Schauspielerei auf B-Niveau ist, es Logiklöcher am Fliessband aufweist und eine erzwungene und unglaubwürdige Dramatik liefert. Beispiel: Um die Hauptfigur (den Vater der ermordeten Tochter) so richtig verzweifelt aussehen zu lassen, lässt man den natürlich verkatert neben einer leeren Jack-Flasche aufwachen - dieses simple Dramaturgie-Klischée schluckt heutzutage echt keiner mehr. Und natürlich läuft ihm grad auch noch die Frau davon, die übrigens Anästhesie-Ärztin ist und wegen den ach so brutalen Geschehnissen dem Patient auf dem OP-Schragen den Betäubungsschlauch nicht in die Luftröhre steckt, sondern wer weiss wohin, hallo?

Und wenn erst(!) in den letzten 10 Minuten mal sowas wie Spannung aufkommt, wurde glaub auch sonst bei den Verantwortlichen so ziemlich geschluddert oder selbst zuviel Jack getrunken. Anyway, dieser Film hat mich einfach kalt gelassen (und die Bio-Hintergründe des Directors dazu so nicht mehr interessiert), wie die unterkühlten Photoshop-Bilder, die er transportiert und aufzwängt.

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seven

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:D


patcharisma

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Tolle neues Jahr, dear Seven! ;-)


jlorenz1

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Bewertung5.0Geht so

Handwerklich ist der Film nicht schlecht gemacht, dennoch macht es sich das Drehbuch zu sehr einfach. Der Film lässt den Zuschauer lange Zeit in allem absichtlich im Unklaren. Die Charaktere wirken allzu schnell plakativ und vielleicht gerät alles dadurch fast langatmig zu werden. Um so überraschender ist der Schluß, der davon profitiert, daß der Zuschauer letztlich über die inneren Regungen der Akteure im Unklaren gehalten wird. Gerade aber dadurch wirkt der Thriller seltsam unterkühlt und farblos. Etwas schematahaft. Die leichte Natürlichkeit, die vielen französischen Filme zueigen ist, fehlt ihm. Die Schauspieler werten das Drehbuch auf. Im Ganzen passabel oder ein "Geht gerade so".

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8martin

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Bewertung5.0Geht so

Der deutsche Titel ist keine Übersetzung und etwas plakativer als der des Originals: 'Gegenunterusuchung'. Das Film schichtet die Kenntnis über den Mord und den Mörder der kleinen Emilie mehrmals um und zwar: schuldig, unschuldig, doch schuldig. Nur solide Polizeiarbeit kann aber keine Spannung schaffen. Und das Ende wirkt wie ein seltsamer Wurmfortsatz. Hier werden dem Zuschauer kurz drei überraschende Fakten (in drei Szenen) präsentiert; Schluss, aus, fertig! Regisseur und Ex-Polizist Mancuso hat bestimmt selbst während seiner aktiven Zeit öfters erlebt, dass man einen Mörder wieder freilassen musste. Getreu dem Grundsatz 'im Zweifel für den Angeklagten'. Daher ist es nachvollziebar, dass er in seinem Fall zur Selbstjustiz greift. Er will uns damit sagen, dass Recht und Gerechtigkeit zwei Paar Stiefel sind, die nichts miteiander zutun haben. Hier verletzt am Ende einer klar das Recht, weil er Gerechtigkeit will, genauer gesagt er will seine Gerechtigkeit: d.h. Strafe und Sühne. Man ist zwar irgendwie zufrieden, aber ein Rest von schlechtem Gewissen bleibt. Auge um Auge kann doch wohl aber nicht die Lösung sein ?!

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usus

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Den Schmerz kann man fühlen. Vielleicht ist die moralische Aussage nicht ganz einwandfrei, aber nachvollziehbar auf jedenfall. Der Film macht nachdenklich und traurig. Sehr gute Schauspieler und wenig Effekte. Mir hat es gefallen und jeder der kleine Kinder hat, wird bei diesem Film, an einer bestimmten Stelle Tränen bekommen.

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Grohacke

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Bewertung6.5Ganz gut

Vielleicht paradox, was ich jetzt schreibe, aber der Film wirkt viel zu lange zu durchschaubar, um allein durch das letztlich doch überraschende Ende vollständig gerettet zu werden. Zumal ich mir wünschen würde, dass dieses Ende in ein klein bisschen mehr Hollywood-Manier ausgekostet würde - französischer Film hin oder her. Eigentlich also nur knapp über der 5.0, die höhere Wertung für die Schlussüberraschung.

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Delonghi

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein guter Thriller-Noir, durchweg spannend und mit einem, wie ich finde, klasse und unerwartetem Ende!

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RaZer

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Bewertung7.0Sehenswert

Obwohl der Film einige Genreklischees verarbeitet, ist er doch schonungslos ehrlich und beschönigt nichts. Ruhig und kultiviert wird die Geschichte erzählt, so entfaltet sich auch die Wirkung. Gegen Ende dachte ich zwar, dass ich den Schluss vorhersehen könnte, doch so ganz trat das Erwartete nicht ein. Vielleicht ist die moralische Aussage nicht ganz einwandfrei, aber nachvollziehbar auf jedenfall.

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badboyblue

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Obschon einige Durststrecken zu überstehen sind, Klischees und Stereotype bemüht werden, sehr interesante Wendungen und nettes Ende.

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