Darfur - Der vergessene Krieg
Darfur (2009), US Laufzeit 94 Minuten, FSK 18, Historienfilm, Drama
2 Bewertungen
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82 Bewertungen
19 Kommentare
Keine
von Uwe Boll, mit Edward Furlong und Billy Zane
Seit 2003 begehen arabische Milizen in Darfur schwere Menschenrechtsverletzungen an der Zivilbevölkerung und ziehen mordend, plündernd und vergewaltigend von Dorf zu Dorf. Für die Vereinten Nationen handelt es sich um eine der “schlimmsten humanitären Katastrophen der Welt”. Als eine kleine Gruppe amerikanischer Journalisten erfährt, dass solch eine Miliz auf dem Weg zum Dorf ist, wo sie sich gerade aufhalten, stehen sie vor einer schwerwiegenden Entscheidung: entweder die Augen vor der anstehenden Vernichtung des Dorfes abzuwenden oder der Bevölkerung zu helfen, koste es was es wolle.
Cast & Crew
-
Uwe Boll
-
Edward Furlong
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Adrian Archer
-
Billy Zane
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bob Smith
-
David O'Hara
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Freddie Smith
-
Hakeem Kae-Kazim
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Captain Jack Tobamke
-
Noah Danby
-
Sammy Sheik
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Der Commander
Regie
Schauspieler
-
Az Abrahams
-
Ezra Mabengeza
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Janjaweed
-
Maggie Benedict
-
Anelisa Phewa
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Janjaweed
-
Uwe Boll
-
Chris Roland
- Genre
- Kriegsfilm, Drama
Drehbuch
Filmdetails Darfur - Der vergessene Krieg
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Trailer zum Film Darfur - Der vergessene Krieg
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Kritiken (1) — Film: Darfur - Der vergessene Krieg
Spideragent: http://darkagent.blog.de/
Kommentar löschenNun kurz die typische Uwe Boll Einleitung, die so typisch gar nicht ist, da sich mein Bild von ihm seit "House of the Dead" schon ziemlich geändert hat. Die miesen Computerspielverfilmungen ohne jeden Anspruch macht Boll meiner Meinung nach nämlich nur, weil sie Geld bringen. Mit genau dieser Kohle finanziert er dann Projekte, die ihm persönlich sehr am Herzen liegen. So kamen bis jetzt als Ausgleich für fiktiven Schrott wie "Alone in the Dark" oder "FarCry", anspruchsvolle, ambitionierte und teilweise auf wahren Begebenheiten beruhende Werke wie "Tunnel Rats", "Stoic aka. Siegburg" oder "Rampage" zu Stande.
Es ist dabei ja sicherlich kein Zufall, dass bei den für Boll wichtigen Filmen immer unangenehme Themen behandelt werden. Im Feindesgebiet durch enge Tunnel kriechen? Von den Zellengenossen gepeinigt und gedemütigt werden? Von einem Amok laufenden Jugendlichen ein paar Kugeln verpasst bekommen? Um wirklich auf etwas aufmerksam machen zu können, muss man es den Leuten in aller Deutlichkeit zeigen. Dies schien schon immer Bolls Weg zu sein, wachzurütteln und auf Missstände aufmerksam zu machen. Einen Film über einen Amoklauf darf man nicht bringen, da sonst nur Nachahmungstäter inspiriert werden könnten? Lieber schweigen und hoffen, dass nie wieder jemand soetwas machen wird? Die Diskussion werd ich hier und jetzt natürlich nicht anfangen, keine Sorge.
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Kommentare (18) — Film: Darfur - Der vergessene Krieg
Kommentar schreibenMoe 2012/04/24 22:34:41
Kommentar löschenNaja, es gibt ja sinnvolle Einsätze von Wackelkameras, aber hier war das schon etwas zu viel des Guten. Bei Schauspielern spricht man von Overacting, das war hier mit der Kamera auch der Fall.
Der Score war stimmig und hat mir gefallen. Der Film ist wie Tunnel Rats, zumindest fühlt er sich an, irgendwie distanziert aber auch staubtrocken und ziemlich neutral.
Insgesamt wie Esspapier: es ist zwar im Mund, aber irgendwie fehlt da was.
Ich habe einfach Copy+Paste gemacht, da hier der Film zweimal vertreten ist. Viele wären froh, wenn Amazon so eine Redundanz hätte.
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Sumsi79 2011/11/18 18:42:34
Kommentar löschenUps! Ich hätte nicht gedacht, dies einmal schreiben zu müssen, aber dies ist tatsächlich ein Uwe Boll Film, nach dessen Sichtung ich einigermaßen geflasht war.
Natürlich kann man nun argumentieren, dass ein halbdokumentarischer Streifen mit minimalistischer Handlung, und der sich auf das Wesentliche konzentriert, noch nicht einmal von Boll in den Sand gesetzt werden kann, aber er hat meines Erachtens mit "Auschwitz" gezeigt, dass er es eben doch dazu in der Lage ist.
Boll macht erstaunlich viel richtig um den Zuschauer in den Bann zu ziehen und lediglich der Wackelkamera auf Speed und dem übertriebenen Gebrauch epischer Wüstenmusik ist es zu verdanken, dass "Darfur" hier und da dann doch anfängt zu nerven.
Darüber hinaus stelle ich irgendwo den Sinn dieses Filmes in Frage. In Zeiten von Wikipedia und Co. steht es jedem offen, sich über das Elend in der Welt zu informieren, da braucht es eigentlich keinen Film, der einem das Grauen auch noch in allen Details präsentiert. Ob man einen Film wie "Darfur" benötigt, um wachgerüttelt zu werden und dann versucht den Planeten zu einem besseren Ort zu machen, das muss dann wohl jeder für sich selbst entscheiden.
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Sheeeeep 2011/09/12 09:56:44
Kommentar löschenHiermit hätten wir einen wirklich gelungenen Boll! Abseits seiner (sagen wir mal vorsichtig 'umstrittenen') Videospielverfilmung zeigt sich doch, dass der Herr Doktor doch ein gewisses Gespür für gute Filme hat. In kompromisslosen und halb-dokumentarischen Bildern wird hier die Grausamkeit der Darfur-Krise näher gebracht. Teilweise werden die Verbrechen an der Menschenwürde knallhart gezeigt, da fühlt man sich schon etwas anders wenn man bedenkt, dass es in Teilen der Welt tagtäglich solche Szenen in Wirklichkeit gibt. Die Figuren bleiben zum Großteil leider nur Schablonen und haben somit keine Chance sich zu profilieren. Dennoch ist hier ein sehenswertes Machwerk entstanden, das trotz oder gerade wegen seiner brisanten Thematik sehenswert ist. Und liebe Boll-Basher, der Film hat auch einen Preis gewonnen ohne das die Worte 'Himbeere' und 'schlechtester' inbegriffen sind.
So Herr Doktor, die Verfilmung zu ‚Duke Nukem Forever‘ kann kommen! .:.
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kinogaengerin 2011/09/12 11:45:07
Antwort löschenBeim Duke könnte er nicht mal wirklich etwas falsch machen. ;) .:.
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Drogba11 2011/09/12 12:49:03
Antwort löschenDer Film erscheint dann so in 11 Jahren. .:.
J!GS4W 2011/09/13 17:46:21
Antwort löschen.:. :)
Thanatos1 2011/07/11 11:29:09
Kommentar löschenDarfur stellt, wie ich finde, zusammen mit Rampage den bisherigen Höhepunkt von Bolls Karriere dar.
Ich hoffe er liefert weitere derartig gute Filme ab.
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micromachine 2011/05/17 11:24:01
Kommentar löschenUwe Boll scheint eine neue Muse gefunden zu haben. 'Edward Furlong'
Ralf Möller genügt wohl nicht mehr seinen schauspielerischen Ansprüchen. ;)
Ich muss zugeben das Siegburg ganz gelungen war. Diesen Film hier habe ich noch nicht gesehen und sträube mich ein wenig dagegen einen ernsten Antikriegsfilm von Uwe Boll zu sehen.
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micromachine 2011/05/17 11:28:15
Antwort löschenIst glaube ich keine Antikriegsfilm.
thmchnswr 2011/02/03 23:50:31
Kommentar löschen5 punkte von mir deshalb weil ich nicht weiß wie man den am besten bewerten soll ...
schwere kost ... krasse szenen ...... keine ahnung ob man darüber überhaupt einen film drehen sollte oder gerade genau deswegen ... weil mal wieder 90 % der Menschen wegschauen und es einfach keine sau interessiert ......
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JustJonas 2011/02/03 21:27:35
Kommentar löschenGrausamer Film, da er sehr authentisch wirkt. Ein Film den man nicht bewerten kann. Ganz schwere Kost. Kinder werden regelrecht abgeschlachtet. Frauen vergewaltigt und Säuglinge an Pfählen aufgespießt.
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xtheunknown 2011/01/20 07:44:31
Kommentar löschenich spoiler nicht zu viel wenn ich sage das am ende folgender text eingeblendet wird "that we have not stopped the genocide means we have not learned from history." und von dem film lernen wir auch nichts. es wird zwar einmal kurz anhand von aufzeichnungen erklärt das der konflikt 100 jahre alt ist, der film kümmert sich da aber nicht weiter darum. boll zeigt den angriff auf ein dorf, baut den hass auf die angreifer auf und geht dabei nicht auf die historischen und kulturellen hintergründe ein. darfur ist gut gemeint und kein schlechter film aber eben unwichtig.
was wackelkammera und gewalt betrift. blutige szenen gehören bei der thematik einfach dazu nur wie viel erträgt der zuschauer? eine frage die sich boll wohl gestellt hat und um zu verhindern das das interesse am film daran scheitert, wackelt er bei den gewaltszenen ganz doll mit der kamera hin und her.
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AmabaX 2011/01/13 00:14:56
Kommentar löschenDarfur ist ein sehr erschütternder Film der meiner Meinung nach schwer zu bewerten ist. Was mich sehr gestört hat ist die arg wackelige Kamera. Auf jeden Fall nichts für schwache Nerven.
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stuforcedyou 2011/01/12 00:56:40
Kommentar löschenIch schalte die Anti-Boll-Maschine mal eben auf 1/2 Kraft.
"Darfur" ist eigentlich ein durchaus wichtiger Film, weil ein immer noch aktuelles aber leider vergessenes Thema thematisiert. Boll, und das fand ich wirklich gut an dem Film, zeigt die Gewalt wie sie ist: unberechenbar, drastisch und hässlich. Doch es reicht nicht aus so einen Film zu füllen. Mal wieder, ähnlich wie bei "Seed", zeigt Oberlehrer Boll dem Publikum die Schwäche, die Fehlbarkeit und Feigheit des Menschen, aber er tut dies immer wieder auf die gleiche, stiernackige, dumpfbackige Weise: Gewalt, gepaart mit Statements und dann schön mit dem Besserwisser-Finger darauf zeigen. Es ist wirklich Schade, denn im Kern fand ich "Darfur" nicht übel, aber, und da schalte ich jetzt die Anti-Boll-Maschine wieder auf volle Kraft, wenn ich so ein heikles und gleichzeitg wichtiges Thema als Film bringen will, da sollte die Machart wenigstens gelungen sein. "Darfur" ist so pseudo-dokumentarisch, dass es weh tut. Wackelbilder noch und nöcher und improvisierte Szenen und Dialoge, die so gestelzt wirken, als ob hier die Theater-AG der Grundschule Schwalmbrück-Elmershausen spielen würde, machen deutlich, das auch ein ernstes, wichtiges und vorallem dringliches Thema so etwas wie Talent braucht (vor und hinter der Kamera). Bolls "Darfur" ist ein wichtiger Film, aber kein sonderlich guter.
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BlueSquirrel 2010/12/18 02:38:35
Kommentar löschenEine uninspirierte, distanzierte und voyeuristische Überflüssigkeit, der man Genre-Opportunismus und Wahllosigkeit unterstellen muss. In dem Gewackel schwer zu erkennen, könnte es möglich gewesen sein, dass immerhin die B-Besetzung erfolgreich motiviert wurde. Das Motto, so wie ich es verstanden habe, war: "Sowas kann doch jeder."
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mikkean 2010/12/23 21:48:57
Antwort löschenKlingt nach einem echten Boll, buah!!!
BlueSquirrel 2011/01/06 11:51:13
Antwort löschenNa ja, ein gewohnter Boll ist es wohl nicht, und wenn dieser Film es schaffen sollte politischen Druck auszuüben, dann kann ich das natürlich nicht schlecht heißen. Allerdings wenn man ab und zu eine Zeitung liest und über eine gewisse Vorstellungskraft verfügt, ist dieser Dreck von Boll eine Zumutung. Und echte Opfer des Konflikts ihr Leid nachstellen zu lassen, ohne die Ursachen und Hintergründe der Katastrophe zu beschreiben, ist geradezu grotesk. Aber wenn der "weiße Mann" nach Afrika geht, dann freuen sich die Einheimischen natürlich und verstehen auf einmal wie die westliche Filmindustrie funktioniert. Wenn der Film nicht DARFUR heißen würde, hieße er "Gemetzel in der Wüste." Und dieses spezielle Gemetzel sähe natürlich völlig anders aus als all die anderen. Das Boll jemand ist der auf Grund seiner Filmografie einen solchen Film nicht machen sollte, ist da ziemlich sekundär.
Filmpapst 2010/11/28 17:56:35
Kommentar löschenGewöhnungsbedürftige Kameraführung / Schwenks , teilweise bis an den Rand
der Akeptanz. Es gilt dem Zuschauer durch die " Interviews " die
Geschehnisse ins Bewusstsein zu rufen, die sich noch einmal in einer Schlachtorgie
manifestieren und Hilflosigkeit deutlich machen .
Gewissenlose Araber gegen Afrikaner/Scharze mit hist. Hintergrund ,wie alte übergebene Schriften den Reportern belegen.
Die brutale " Action " kommt gar nicht richtig an durch die schnellen Szenenwechsel und Überblendungen , der Araberchef macht Werbung für die Zigarettenindustrie wie mir scheint 8). Wackelkameras hier und da , zuviel ist zuviel.
Ein Happy End gibt es nicht , nur eine Rettung des Babys bei der Rückkehr aller
Reporter ins Dorf.
Rampage von Uwe Boll ist viel intensiver und sehenswerter
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bobo-lemon 2010/11/14 17:16:10
Kommentar löschenWorüber man streiten kann, ist sicherlich die Art und Weise, wie Boll dieses heikle Thema inszenatorisch angeht - worüber man nicht streiten kann, ist die Dringlichkeit, sich mit dieser Realität auseinander zu setzen. Auch wenn Boll seinen Film als unverzichtbares Zeitdokument etwas überschätzt, so hat er doch Zeit, Geld - und am wichtigsten: Gedanken - investiert, um über den Konflikt in Darfur auf seine Weise zu berichten.
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dompathug 2010/11/12 02:55:25
Kommentar löschenWas hat Uwe Boll mit dem Fussballer Alex Frei gemeinsam? Beide mussten schon durch die Kritikerhölle gehen, beide sind Fighter, beide geben stets vollen Einsatz, müssen mehr machen als andere ihrer Artgenossen. Frei, der nun seinen Rücktritt vom Schweizer Nationalteam gegeben hat, soll sich doch mal mit Dr. Uwe Boll befassen, seines Zeichens Regisseur.
Uwe Boll ist ein Phänomen, für viele ist sein Namen mit Hass und Abscheu verbunden. Todesdrohungen soll er sogar erhalten haben. Doch Uwe Boll hat eine dicke Haut und hat nun mit "Darfur" seine bisher eindrücklichste Visitenkarte abgegeben.
Inhalt:
Seit 2003 begehen arabische Milizen namens Janjaweed in Darfur schwere Menschenrechtsverletzungen an der Zivilbevölkerung und ziehen mordend, plündernd und vergewaltigend von Dorf zu Dorf. Für die Vereinten Nationen handelt es sich um eine der „schlimmsten humanitären Katastrophen der Welt“. Eine kleine Gruppe internationaler Journalisten besucht ein noch unzerstörtes Dorf, um mehr über diese Massaker zu erfahren. Als sich herausstellt, dass die Janjaweed auf dem Weg zu diesem Dorf sind, stehen die Reporter vor einer schwierigen Entscheidung. Entweder sie wenden die Augen von dem anstehenden Blutbad ab oder sie helfen der Bevölkerung, koste es, was es wolle...
Es gibt Filme, die bewegen die Welt. Die Doku "One Day in September", "Hotel Ruanda", auch Stallones "John Rambo" war mehr als nur ein brutales Actionwerk. Uwe Boll hat mit "Darfur" einen Film geschaffen, der in der gleichen Liga spielt wie die genannten Werke und den Zuschauer mit einem ganz üblen Gefühl in der Magengegend zurücklässt.
Der Film ist in einem dokumentarischen Stil gehalten. Zudem wurde "Darfur" komplett mit Handkamera gedreht, was für das Auge nicht unbedingt angenehm ist, jedoch den Zuschauer mitten in das Geschehen zieht. Der Zuschauer begleitet hier eine Gruppe internationaler Reporter, welche von einem eigentlich typischen B-Cast gespielt werden. Billy Zane (bekannt als Cal aus "Titanic"), Edward Furlong (John Connor in "Terminator 2"), Kristanna Loken (die Terminatrix aus "Terminator 3"), Noah Danby, Matt Frewer, David O'Hara, Sammy Sheik, Hakeem Kae-Kazim, die ganz bekannten Namen gibt es in "Darfur" nicht zu sehen, was jedoch ein grosser Pluspunkt für diesen Film ist, würde zum Beispiel ein Leo DiCaprio einfach nicht authentisch genug wirken um hier einen Reporter zu mimen.
Uwe Boll liess seinen Schauspielern extrem viel Freiraum. So entschieden die Reporter-Darsteller dann selbst, wer von Ihnen nach dem Angriff zurück in das Dorf gehen will und wer doch lieber das Weite sucht. Die Dorfbewohner selbst wurden bis auf eine Darstellerin von wirklichen Sudan-Flüchtlingen gespielt, welche teilweise selbst Vergewaltigungen, Familienmord, etc. erlebt haben. Gedreht wurde übrigens in Südafrika.
Der Film selbst lebt vorallem von dem Angriff auf das Dorf, welcher äusserst brutal in Szene gesetzt wurde. Boll lässt den Zuschauer hier wirklich leiden, Kinder werden brutal getötet, Frauen verstümmelt und vergewaltigt, Männer verbrannt, Boll lässt hier dem Grauen seinen Lauf. Glücklicherweise ist die Wackelkamera hier eine grosse Hilfe, lässt sie das Publikum doch nicht immer alles sehen was gerade geschieht.
"Darfur" ist kein Film, nachdessen Laufzeit man noch Bock auf Party oder sonstwas hat. Boll hat einst einigen seinen Kritikern im Boxring eins in die Fresse gegeben. Mit "Darfur" holt er zum totalen Schlag in die Magengrube aus. Dies ist jedoch positiv gemeint, denn "Darfur" berührt, lädt zum Nachdenken ein und es bleibt zu hoffen, dass der Film zumindest ein wenig die Welt berührt. Der Film scheint mir zudem ziemlich uncut zu sein, was beim letzten Boll-Werk "Rampage" ja gar nicht der Fall war.
Nachdem erstmaligen Schauen habe ich den "Darfur" gleich nochmals gestartet, jedoch mit Audiokommentar von Uwe Boll, was sowieso stets seine grösste Stärke ist. Total unverblühmt packt Boll aus, erzählt von den Dreharbeiten, präsentiert dem Zuschauer seine Ansichten über den Darfur-Konflikt und die US-Aussenpolitik, lässt den Zuschauer aber auch gerne wissen, dass er gerade ein KitKat isst und dazu Kaffee trinkt. *g* Äusserst symphatisch, informativ und stellenweise auch lustig.
Fazit: "Darfur" ist ein Schlag in die Magengrube, berührt und ist der absolute Beweis, dass Boll definitiv nicht der schlechteste Regisseur der Welt ist. Wenn man jedoch einige Kritiken auf Moviepilot.de liest, sieht man deutlich, dass es Bolls Gegner total egal ist, was für einen Film von ihm abgeliefert wird. "Scheisse ist's ja sowieso" scheint bei einigen immer noch die gängige Meinung zu sein. Jedoch sind die positiven Kritiken immer noch weit überwiegender. Fair. So schaue ich "Auschwitz" (Bolls nächstes grosses Werk) doch einiges gelassener entgegen.
Grüsse
DomPatHug(.blogspot.com)
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JackoXL 2010/11/03 15:34:48
Kommentar löschenEins vorneweg: Ich habe mir den Film nicht ausgeliehen, weil ich vorhatte mal wieder auf Uwe Boll rumzuprügeln, sondern weil ich wirklich die Hoffnung hatte, der könnte gut sein. Jetzt kann ich leider nicht anders, was für ein wiederlicher Streifen! Wenn Uwe Boll mit diesem Film wirklich aufklären und aufrütteln wollte, hat er es schlicht und einfach übertrieben. Ich komme aber nicht über den Eindruck hinweg, dass er dieses wichtige Thema nur missbraucht, um einen furchtbaren Gewaltporno zu machen. Wer mich kennt oder einige meine Kommentare gelesen hat weiß, dass ich mit Brutalität in Filmen grundsätzlich kein Problem habe. Das hier aber eine solche Tragödie benutzt wird, um praktisch die gesamte zweite Filmhälfte nur noch Vergewaltigungen & Abschlachtungen zu zelebrieren, eine Unverschämtheit! Und sich dann auch noch irgendwie das Prädikat "wichtiger Film" aufdrücken zu wollen, gehts noch? Pervers!
In einem Film über das Thema kommt man sicherlich an drastischen Szenen nicht vorbei, aber das wie ist doch entscheident. Wie gesagt, die letzten 40 Minuten sind ein reiner Exzess, alles wird doppelt und dreifach gezeigt, nichts irgendwie nur angedeutet, nein, immer feste draufhalten.
Auch der ganze Rest ist einfach schlecht. Durch die Wackelkamera soll wohl Realismus erzeugt werden, es nervt irgendwann nur tierisch und wirkt stellenweise diletantisch. Die Darsteller sind unglaubwürdig bis überfordert. Wie schlimm sieht denn Edward Furlong inzwischen aus? Dessen Rolle hätte man auch locker rausstreichen können, Boll wollte ihm wohl einen Freundschaftsdienst erweisen, dass er im Hintergrund rumstehen und total fertig aussehen darf. Die Dialoge wirken wie improvisiert, sind sie wahrscheinlich auch, aber dann nicht mal gut. Oft hatte ich das Gefühl, die wissen nicht was sie gerade sagen sollen und brabbeln deshalb irgendwas daher. Und dann diese beiden Journalisten, die sich entscheiden in das Dorf zurückzukehren. Wenn sie versucht hätten, mit versteckter Kamera Aufnahmen zu machen, ok, könnt ich glauben. Stattdessen bewaffnen die sich und versuchen Militär zu spielen, wer glaubt das denn?
So ein ärgerlicher Film, ich bin jetzt noch sauer. Soll Boll doch lieber wieder Videospiele verfilmen, die kann man nicht ernst nehmen und er läuft nicht Gefahr, ernste Themen zu verhunzen. Keinen seiner Filme hab ich so schlecht bewertet, da keiner so getan hat, als wäre er wichtig. Pfui!
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horro 2010/11/03 15:53:12
Antwort löschenKlares Statement, gut formuliert! Bin dann mal gespannt, wie sich mir der Film unter diesem Gesichtspunkt präsentiert.
JackoXL 2010/11/03 23:11:09
Antwort löschenAlso wenn der nicht halbwegs klar geht, gehört der Vogel einzementiert. Blos Finger weg von dem hier, abartig!
Alle 4 Antworten zeigen
JackoXL 2010/11/04 01:17:06
Antwort löschenSo können Geschmäcker auseinandergehen.
Becks87 2010/11/21 21:43:02
Antwort löschenHm wie erklärst du dir dann, dass Amnesty International den Film benutzt um auf das Thema aufmerksam zu machen? Mit der Impro hast du recht, allerdings empfinde ich das als eine enorme Stärke des Films. Ein großteil der Menschen aus dem Dorf hat nämlich im realen Leben solche Massaker er- bzw überlebt. Die Schauspieler treffen nun ohne Drehbuch auf diese Menschen und ihre Reaktion ist somit echt und authentisch.
Zu der Story mit den Journalisten will ich gar nichts sagen, dass kann jeder anders empfinden. Aber deine Empfindung, dass Boll nur einen Gewaltporno machen wollte täuscht dich. Denn er ist einer der wenigen der sich wirklich mit diesem Thema beschäftigt hat und es eben nicht totschweigen will. Mich hat der Film auch echt fertig gemacht und war schwer zu ertragen. Allerdings denke ich, dass es die einzige Möglichkeit ist auf diesen unfassbaren Genozid aufmerksam zu machen. Bei den Nürnberger Prozessen hat schließlich auch der gezeigte Film den beteiligten erst wirklich greifbar gemacht um WAS es hier eigentlich wirklich geht. Viel reden und erzählen ist das eine, zeigen etwas ganz anderes.
tebbinator 2010/11/02 16:17:57
Kommentar löschenKein wirklich schlechter Film, nur merkt man den Schauspielern teilweise schon arg an das kein richtiges Drehbuch existiert hat. So sind die Dialoge sehr kurz und schwachsinnig geraten. Die Kameraarbeit ist kurz gesagt stümperhaft und macht viel von der Athmosphäre kaputt. Die gezeigte Brutalität zeigt wahrscheinlich schon die Realität ist aber für die Handlung wenig förderlich. Wenn nach bereits 20 min voller Vergewaltigungen und blutigen Hinrichtungen es immer noch weiter geht bringt das den ganzen Film auch nicht weiter.
Wenn ich daran denke das von Uwe Boll bald der Film Auschwitz auf den Markt kommt wird mir nach diesem Film jetzt schon schlecht.
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RaZer 2010/10/31 19:35:41
Kommentar löschenUwe Boll ist kein hoffnungsloser Fall. Auch ich musste mir das unlängst eingestehen. Nach "Postal", "Siegburg" und "Rampage" liefert er hier seinen vierten guten Film ab, und das auch noch über eine sehr ernste Sache. Drastisch, schonungslos und real zeigt der Film, wie ein ganzes Dorf ausgelöscht wird und weder Armee noch Reporter etwas tun können. Es ist kein Platz für Helden und Happy Ends, so wie es im richtigen Leben auch nichts davon gibt. Der gute Uwe hätte aber ab und zu mal ein Stativ verwenden können, wenigstens für die Dialogszenen. Man könnte meinen einer armer Parkinson-kranker Mann hat die Kamera gehalten. Ich hab ja nichts gegen Wackelkameras wo es passt, aber hier ist es zuviel des Guten. Ansonsten bleibt die Inszenierung stets solide.
Herber Film, aber durchaus nicht unwichtig.
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micomahn 2010/10/29 19:23:19
Kommentar löschenIch konnte es kaum glauben als ich im Abspann des Filmes las das Uwe Boll für diesen beeindruckenden Film verantwortlich ist.
Uwe Boll ist Regisseur für B - F Movies und bekam einst "zurecht" die goldene Himbeere für sein Lebenswerk.
Dieser Film führt dem Publikum in extrem drastischen Bilder vor Augen was Völkermord bedeutet.
Er zeigt die Hilflosigkeit von Reportern und den Soldaten einer Beobachtungsmission,
welche die Bevölkerung eines kompletten Dorfes einer mordbrennenden Miliz überlassen müssen.
Schauspielerisch und filmisch hervorragend umgesetzt fand ich die moralische Verzweiflung aus der die Protagonisten handeln. So wurde verhindert dass der Film zu einem Heldenepos verkommt.
Der einzig richtige Kritikpunkt an dem Film ist das die Bösewichter zu schwarzweiß gezeichnet wurden und man nur sehr wenig über die Hintergründe dieses Konfliktes erfährt.
Aber schließlich ist dies ein Spielfilm und keine Doku. Daher muss ich mich wohl anderweitig darüber informieren. Somit hat der Film auch seinen Zweck erfüllt. Aufmerksamkeit schaffen!
kleiner Zusatz:
Die Arte Doku "Darfur: Autopsie einer Tragödie" auf you tube ist sehr gut und informativ!
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samploo 2010/11/01 15:31:56
Antwort löschenWenn du mehr ueber die Materie erfahren moechtest, koenntest du dir die ausgezeichnete Doku "Die Todesreiter von Darfur" ansehen.