Das Mädchen und der Kommissar

Max et les ferrailleurs (1971), IT/FR
Laufzeit 92 Minuten, FSK 16, Thriller, Kinostart 18.05.1971

7.6 Kritiker
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7.3 Community
117 Bewertungen
3 Kommentare
Das Mädchen und der Kommissar - Bild 6213307
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von Claude Sautet, mit Romy Schneider und Michel Piccoli

Max, ein erfolgloser Polizist will, um endlich mal wieder einen großen Fall zu lösen, eine Verbrecherbande zu einem Überfall bewegen. Er freundet sich mit der Freundin des Anführers an und gibt sich ihr gegenüber als reicher Bankier aus. Auch erfindet er eine große Geldlieferung, die demnächst auftauchen soll, und lockt damit die Verbrecher auf eine falsche Fährte. Die Opfer beißen an – jetzt kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.


Cast & Crew


Kommentare (3) — Film: Das Mädchen und der Kommissar

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Sonse

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Bewertung7.5Sehenswert

"Max et les ferrailleurs" (Das Mädchen und der Kommissar) ist ein wunderbarer französischer Noir von Claude Sautet, der sich langsam entwickelt, einen nach seinem Ende jedoch einige Zeit über die Geschichte, die Charaktere (großartig: Romy Schneider und Michel Piccoli) und insbesondere die Schuldfrage nachdenken lässt.

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maslobojew

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Film, der zeigen will, dass man sich mit einer bestimmten Art von Moral auch nicht anfreunden SOLL - was ihm zweifelsohne gelingt.
Sautet hat hier einen ungewöhlichen, spannenden Kriminalfilm gedreht. Oft hat man schon moralisch zweifelhafte Polizistenfiguren im Film gesehen, aber kaum eine Figur ist auf unaufgeregte, realistische Weise so böse in Szene gesetzt worden, wie Max (Michel Piccoli), einem ehemaligen Untersuchungsrichter, der es leid wurde aus Mangel an Beweisen Kriminelle frei lassen zu müssen, nun auf letztendlich fanatische Art und Weise seinen Dienst an der Front macht und sich zum Ideal gesetzt hat, Verbrecher gleich am Tatort zu stellen. Dazu intrigiert er gegen und kriminalisiert er über eine Prostituierte systematisch eine Gruppe aus Kleinganoven, die ihm auch tatsächlich - natürlich völlig unwissend - in die Hände spielt.
Die eigentliche Tat ist also entgegen der Gewohnheit in diesem Genre am Ende zu sehen und es besteht dann auch kein Zweifel darüber, wer der eigentlich Verantwortliche für die Geschehnisse ist.
Das Ende wirkte auf mich zunächst ein wenig dick aufgetragen, dient aber letztendlich auch dazu, den fanatisierten Charakter von Max deutlich zu machen. Sautet inszeniert ein Finale, in dem in gewisser Weise die Gerechtigkeit siegt, Opfer sind dazu unumgänglich und der Schaden, der entsteht, ist groß und nicht mehr gut zu machen.
Die Story fand ich dermaßen stark inszeniert, dass er die Weltstars Michel Piccoli und Romy Schneider gar nicht unbedingt gebraucht hätte, so kann man tatsächlich die schauspielerische Klasse der beiden wahrnehmen und sieht sie nicht nur in ihrer herausragenden Stellung als Darsteller für den französischen Film.

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Sonse

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Danke. Toller Kommentar!


Lost77

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Bewertung4.0Uninteressant

Irgendwie wird man mit keinem der Charaktere warm. Einzig Romy Schneider kann halbwegs gefallen. Das Ende ist ziemlich überraschend. Mit der Moral dahinter kann ich mich irgendwie nicht anfreunden.

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